Emotions

 

 

Vorwort:

 

Diese Seite möchte ich allen meinen Mitmenschen widmen, die mit ihren Gefühlen Probleme haben, bzw. die wegen mancher Probleme, in ein psychisches Ungleichgewicht geraten sind. Unsere Welt steckt in einer Krise, sowohl wirtschaftlich als auch mitmenschlich. Gibt es Auswege aus diesen Krisen?

 

Meine Beobachtung der letzten Jahrzehnte, zeigte mir, dass wir Menschen uns immer weiter von unserer inneren Quelle entfernen. Für mich persönlich bedeutet diese Quelle, eine Beziehung zu Gott, sowie ein mit natürlichen Gefühlen bewusst geführtes Leben! Wenn uns nämlich unsere Quelle kein frisches Lebenswasser gibt, dann stumpfen wir ab, und werden entweder gefühllos (woraus manches perverse Verhalten entstehen kann) oder wir werden nicht mehr Herr unserer Gefühle.

 

In der heutigen hektischen Zeit der vielen finanziellen Nöte, sowie der zu schnell fortschreitenden Technologisierung, droht uns diese Gefahr von vielen Seiten! Wir werden innerlich zermürbt  - oder werden krank - sowohl seelisch als auch körperlich. Bei jedem Einzelnen kann sich das ganz anders auswirken. Wir fallen jedenfalls in ein tiefes Loch des Leidens und es erfordert viel Energie von uns selbst, da wieder herauszukommen.

 

Im Verlauf meines eigenen Lebens, lernte viele Menschen kennen die in großen psychischen Schwierigkeiten steckten. Ich hatte es im Leben auch immer sehr schwer gehabt. Mein großer Trost jedoch ist der, dass ich immer wieder Menschen kennen lerne, die in ähnlichen Situationen steckten. Ich lernte viele Menschen kennen, die mit ihren Gefühlen nicht mehr klar kamen. Einige von ihnen haben sich leider das Leben genommen! Darüber bin ich sehr traurig, denn diese Menschen hätten durchaus eine Chance gehabt mit ihren Problemen und Gefühlen umzugehen. Sie hatten sich jedoch innerlich verschlossen, und gingen an ihrer Einsamkeit zugrunde.

 

Wenn man sich abkapselt und verschließt, nimmt man nicht mehr wahr welche Chancen das Leben einem, trotz allem, hätte geben können. Ein Lehrer von mir sagte in meiner Schulklasse einmal einen Satz, den ich niemals vergessen werde: "Der Mensch kann weit mehr ertragen als er denkt." Als ich diesen Satz hörte, war ich erst 17 Jahre alt, und ging in eine Berufsfachschule. Ich konnte mir damals nicht vorstellen was mein Lehrer meinte, doch heute glaube ich es nun zu wissen.

 

Für mich ist es sehr wichtig, eine persönliche Beziehung zu Gott zu haben, denn ich glaube, dass nur eine Macht stärker als ich selbst bin, mir die nötige Kraft geben kann, das Leben zu meistern. Doch natürlich: den Weg muss ich schon selbst gehen. Weiter wichtig sind mir die Beziehungen zu meinen Mitmenschen, besonders zu solchen, die ähnliche Nöte kennen. Der Austausch mit Erfahrungen anderer hilft mir, nach oben zu schauen und Mut zu fassen. Es gibt nämlich immer eine Möglichkeit, das Beste aus seinem Leben zu machen, auch wenn man das nicht sofort sieht. Es ist übrigens schön, dass es inzwischen auch viele Therapiemöglichkeiten gibt. Wenn man das Wort Therapie hört, so denkt man im Umkehrfall natürlich sofort an Krankheit die behandelt werden soll. Ein psychisches Problem immer als Krankheit zu bezeichnen ist jedoch nicht immer angebracht. Ja, man kann in vielen Fällen auch von Krankheit sprechen, jedoch kann man das nicht generell immer tun, denn sonst müsste in meinen Augen ein Jeder psychisch krank sein. Ich glaube nämlich nicht daran, dass es Menschen gibt, die ein absolut homogenes Leben führen!

 

Emotionale Krise als Chance neue Gefühlsebenen zu entdecken!

 

Ich bin kein Psychologe. Jedoch habe ich im Verlauf meines Lebens hunderte real lebende emotional "kranke" Menschen kennengelernt. Ich habe sie alle jedoch liebgewonnen, und ich wünsche einem Jeden herzlichst das Beste!

 

Tröstliche Zuwendung und richtiges Einfühlungsvermögen, ist eine besondere menschliche Eigenschaft, die ich meist nur bei Menschen gesehen habe, die psychische Nöte durchlitten haben. Insofern fühle ich mich sehr wohl in der Umgebung von solchen Menschen!

 

Meiner Meinung nach mangelt es in unserer Welt nämlich an solcher Art von Zuwendung und Liebe. Diese Art Liebe, ist für mich wie ein warm strahlendes Licht. Nur Menschen die sich für andere Menschen öffnen, können solche Liebe weiterschenken. Ich glaube daher dass unsere Welt nur heil wird, wenn wir unsere Unzulänglichkeiten zugeben, und dann anfangen, mit ihnen richtig umzugehen. Eine emotionale Krise kann daher auch eine sehr positive Seite haben, wenn wir uns das nur bewusst machen!

 

Hierzu eine kleine wahre Erzählung (Name geändert):

 

Irgendwann bekam ich als Gast zufällig die Gelegenheit, den ehemaligen Kino-Film "eMail an dich" anzusehen. Im Film ergab sich eine Szene, wo einige Menschen in einem Hochhaus in einem Aufzug stecken bleiben. Jeder fragte sich: "Was werde ich tun, sollte ich lebendig herauskommen?" In dieser Notsituation trafen die Personen im Film wichtige Entscheidungen, die sie sonst aber verschoben hätten. Ja, das war für mich eine interessante Szene dieses Films.

 

Ich selbst habe keine besondere spezielle Angst vor Aufzügen, oder doch? Ich arbeitete jahrelang in einer Firma, wo ich fast täglich, wenn nicht sogar täglich, mit dem Aufzug fahren musste. Unwillkürlich ertappt man sich dann irgendwann bei dem Gedanken, was denn passieren könnte, wenn so ein Aufzug stecken bleibt? Ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass ein Aufzug permanent funktionieren wird. Meine Logik (weil ich etwas Elektronik und auch Mechanik gelernt habe) sagt mir: "Irgendwann bleibt dieser Aufzug einmal stecken."

 

Und in der Tat! Der Aufzug in der erwähnten Firma blieb doch glatt tatsächlich einmal einfach stehen! Zum Glück befand ich mich nicht drin, aber der Hänger bestätigte nur meine Vermutung. Das Schlimmste aber ist nicht nur, wenn der Aufzug nur stecken bleibt. Was passiert, wenn er einfach (weil defekt) sich aus der Höhe löst, und auf den Boden prallt? Ich überlegte dann nicht viel, und entschloss mich, dass ich wo nur möglich, ich alles zu Fuss gehe.

 

So gehe ich heute immer zu Fuß nach oben wo es nur geht (das schadet ja auch nicht), und nur in Notsituationen nutze ich den Aufzug.

 

Vor einigen Jahren, lernte ich eine junge Frau kennen. Nennen wir sie als Beispiel Mary. Wie befanden uns in einem großen Gebäude mit etlichen Stockwerken, und mit einigen Aufzügen. Sie hatte ein Problem: Sie hatte in einer ganz speziellen Situation starke Ängste, unglaubliche Ängste. Mir war diese Situation bekannt. Sie ihrerseits kannte auch einige meiner Probleme. Eines Samstagabends trafen wir uns zufällig irgendwo in dem großen Bau, obwohl anderswo im selben Gebäude viel mehr los war (zB. in einer Disco). Doch statt dass wir unter andere Leute gingen, gingen wir im fast leeren Gebäude spazieren. Unsere Beziehung war nur rein menschlich freundschaftlicher Art, ich selbst betrachtete Mary wie meine kleine Schwester. So gingen wir durch die leeren Gänge und ich empfand eine starke innere Freude dabei. Dann zeigte ich ihr kurz wo meine Unterkunft liegt, aber wir blieben nicht lange dort, denn ich wollte ja auch sehen wo sie untergebracht ist!

 

Als wir uns auf den Weg zu Ihrer Unterkunft machten, kamen wir in die Nähe eines Aufzuges! Als ich den Aufzug schon aus einer gewissen Distanz sah, wurde mir unbehaglich. Nun, nicht etwa weil da ein Aufzug war, nein, denn man konnte natürlich auch parallel auch zu Fuß hochgehen (was ich am liebsten auch getan hätte). Einer der Gründe für meine Unbehaglichkeit war gewesen, dass zufällig, ausgerechnet dieser eine Aufzug, kürzlich tatsächlich zwischen Stock 1 und 5 stecken blieb! Das sprach sich natürlich rasch um, auch wenn er nun wieder funktionierte.

 

Ich dachte dennoch dass Mary nun einfach nur sagen würde, "wir fahren nun mit dem Aufzug hoch", und Punkt! Ich stellte mich auch schon innerlich darauf ein, und versuchte möglichst keine Schwächen zu zeigen, doch offenbar misslang mir das. Mary muss mich ganz genau beobachtet haben. Dann passierte etwas sehr außergewöhnliches: Mary schaute mich an und fragte: "willst Du mit dem Aufzug hoch, oder sollen wir zu Fuß hochgehen?" Ich war sehr berrascht über diese Frage, denn mit so einer einfühlsamen Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Ich überlegte was ich antworten sollte. Dann sagte ich zu Mary: "wir fahren mit dem Aufzug." Sie sagte "Ok", und wir stiegen hinein. Andere Menschen gab es übrigens in all der Zeit unseres ganzen Zusammenseins an jenem Abend nicht zu sehen, es gab nur uns beide. Als wir dann in den Aufzug stiegen und sich die Tür schloss, passierte etwas noch Ungewöhnlicheres! Mary sah mich wieder an und fragte: "bis zu welchem Stock sollen wir hochfahren?" Wir mussten in den 5. Stock hinauf, und dennoch wurde mir die Wahl überlassen, bis wohin ich wie gehen wollte. Dann sah ich Mary an und überlegte. Hatte Mary ihre Frage einfach nur so gesagt, oder meinte sie es wirklich ernst? Trotz des ehemals defekten Aufzuges, war ich mir in der entstandenen Situation sicher dass ich auch bis Stockwerk 5 fahren konnte, doch ich hielt plötzlich inne. Ich zögerte absichtlich.

 

Dann sagte ich: "Bis Stockwerk 2." Sie sagte wieder "Ok", und drückte tatsächlich auf das Stockwerk 2, und wir fuhren los. Sie hat nicht hinterfragt warum Stock 2 und warum nicht zB. Stock 3! Sie drückte mit ihrem Benehmen quasi aus: Ich gehe mit dir mit, doch nur soweit wie Du es willst, ich möchte dich nicht verletzen und zu etwas zwingen das dich schmerzen könnte.

 

Nach Stockwerk 2 stiegen wir dann aus dem Aufzug aus, und gingen die restlichen drei Stockwerke zu Fuß. Manchmal denke ich daher noch heute an Mary (an ihren richtigen Namen!) und ich habe oft diese Szene von damals vor Augen. Ich danke dir für damals "Mary", und solltest du das hier jemals lesen, so wisse, dass ich dich nie vergessen werde. Ich wünsche dass du in deinem Leben nun deinen Weg gefunden hast!

 

Liebe Leute, wenn ich also irgendwann einmal wieder einen Film sehen sollte wo Leute im Aufzug stecken bleiben, dann seid gewiss dass dann auch ein Stück meines Herzens noch immer bei meinem Erlebnis mit Mary ist, diesem damals noch so jungem jedoch sehr einfühlsamen Menschen.

 

Selbsthilfegruppen Emotions Anonymous (EA)!

 

Selbsthilfegruppen für emotionale Gesundheit.

 

Es ist schon einige Zeit her, dass ich das letzte Mal eine solche Gruppe besucht habe. Das liegt jedoch daran dass es in meiner Umgebung derzeit noch keine solche Selbsthilfegruppe gibt. Ursprünglich kam die Idee, eine solche Gruppe zu besuchen, von einem meiner besten Freunde.

 

Aus meiner Erinnerung:

 

Alle diese und ähnliche Gruppen, arbeiten nach einem 12-Schritte Programm. Man trifft sich in einer Gruppe, und man sitzt im Kreis. Der Leiter ist jedes Mal ein anderer. Dauer meist 90-120 Minuten pro Gruppensitzung (je nachdem wie viele Personen da sind). Jeder sagt kurz was für ein Problem ihn bedrückt, und was für Erfahrungen er gemacht hat seit der letzten Sitzung. Jeder spricht nur über seine eigenen Erfahrungen, mehr nicht! Ratgeber - oder Leiter im Sinne von psychologisch geschulten Personen gibt es nicht! Nicht selten habe ich beobachtet wie verschlossene Menschen zuerst nur zugehört haben, während andere ihre Erfahrungen schilderten. Doch plötzlich, wie wenn man einen Wasserhahn aufmacht, brach einmal ausgerechtet aus einer solcher Person ein Tränenguss hervor, wie ich es nur bei Traueranlässen gesehen habe. Dann durfte diese Person schildern was sie bewegte. Rührend für mich war es dann, zu sehen, wie die betreffende Person auch menschliche Zuwendung in Form herzlicher Umarmung bekam!

 

Für mich hinterließen einige solche Begegnungen solch einen starken Eindruck, dass ich mich nach Verlassen des Saales, danach auf der Straße, wie aus einer anderen Welt kommend empfand!

 

Hinweisen möchte ich jedoch, dass es in einer Selbsthilfegruppe einen Grundsatz gibt, der lautet etwa so:

 

Was Du hier hörst und siehst, wenn du gehst, lasse es bitte hier.

 

Ich bin zum Fazit gekommen, dass es auf der Welt keine Menschen gibt die psychisch absolut gesund sind, und wenn jemand das von sich sagen kann, so "Bravo", aber ich habe meine Zweifel daran. Ich sage das, weil ich sehr viele Personen kennen gelernt habe, die behauptet haben, ein psychisches Problem zu haben, und sei es auch nur eine "Arbeitssucht"!

 

Empfehlen möchte ich ein Buch, herausgegeben von Emotions Anonymous.

 

Titel:

 

Emotions Anonymous Selbsthilfegruppen für emotionale Gesundheit

 

Herausgeber ist (EA) Emotions Anonymous Interessengemeinschaft e.V. Berlin.

 

Internet Adresse zu EA Germany:

 

http://www.emotionsanonymous.de/

 

EA wurde 1971 in St. Paul, Minnesota, von einer Gruppe von Menschen begonnen. Inzwischen gibt es viele solche Gruppen auch in Deutschland. Oben im Link kann man die Adressen und Treffpunkte finden. Wer emotionale Gesundheit sucht, dem kann ich eine solche Selbsthilfe-Gruppe nur empfehlen.

 

In der Selbsthilfegruppe EA, wird vor dem Verlassen der Gemeinschaft, so habe ich es erlebt, im Kreis Hand in Hand, folgender Spruch gemeinsam gesprochen:

 

Gott gebe mir

die Gelassenheit,

die Dinge hinzunehmen,

die ich

nicht ändern kann,

 

den Mut,

die Dinge zu ändern,

die ich ändern kann,

 

und die Weisheit,

das eine vom anderen

zu unterscheiden!

 

( Ch. F. Oetinger )

 

Da ich selbst versuche, mein Leben nach dem 12-Schritte Programm auszurichten (das ist nicht einfach aber machbar), hier diese 12 Schritte. Außerdem versuche ich, nur von Tag zu Tag zu leben (also immer im Heute), denn was einmal war, das kann ich nicht mehr ändern, und was zukünftig sein wird, wissen wir nicht!

 

Ursprünglich kommt das 12-Schritte Programm von der Selbsthilfegruppe für Alkoholsüchtige, und wurde von EA übernommen:

 

1.Wir haben zugegeben, dass wir unseren Emotionen gegenüber machtlos waren, dass unser Leben nicht mehr zu meistern war.

 

2.Wir haben die Überzeugung gewonnen, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben könne.

 

3.Wir haben den Entschluss gefasst, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes, wie wir ihn verstanden, anzuvertrauen.

 

4.Wir haben von uns eine gründliche und furchtlose Gewissens-Inventur gemacht.

 

5.Wir haben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen die genaue Art unserer Verfehlung eingestanden.

 

6.Wir waren völlig bereit, alle diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.

 

7.Demütig haben wir Ihn gebeten, uns von unseren Mängeln zu befreien.

 

8.Wir haben eine Liste aller Personen aufgestellt, die wir verletzt hatten und sind bereit geworden, dies wieder gutzumachen.

 

9.Wo immer möglich haben wir diese Menschen entschädigt, es sei denn, sie oder andere würden dadurch verletzt.

 

10.Wir haben unsere persönliche Inventur fortgesetzt und wenn wir unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.

 

11.Durch Gebet und Besinnung haben wir versucht, unsere bewusste Verbindung zu Gott, wie wir ihn verstanden, zu verbessern und haben um die Erkenntnis dessen gebeten, was Er mit uns will und um die Kraft, dies zu tun.

 

12.Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft weiterzugeben und diese Grundsätze auf all unser Tun anzuwenden.

 

Ich möchte diese Botschaft sehr gerne weitergeben. Im erwähnten Buch kann man übrigens jede Menge Erfahrungen von Ärzten sowie Zeugnisse finden.

 

Eduard

 

 

 

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