katzenhaltung

Augen auf beim Katzenkauf


Was vor und beim Kauf zu beachten ist!

Zu einer Katze zu kommen ist eigentlich recht einfach. Im Bekanntenkreis gibt es immer jemanden, dessen Katze gerade Junge hat, die Tierheime sind voll von herrenlosen Katzen, in jedem der zahlreich erscheinenden Anzeigenblätter werden Jungkatzen - gegen Schutzgebühr - zuhauf angeboten und auf Katzenausstellungen oder in Fachzeitschriften bieten zahlreiche Züchter alle erdenklichen Katzenrassen zum Kauf an.

Nichts ist also einfacher, als der Versuchung nachzugeben und binnen kurzer Zeit frisch gebackene Katzenmutter oder -vater zu sein.

Jeder Interessierte und somit potentielle Katzenbesitzer muss sich allerdings bereits vor der Anschaffung verschiedene Gedanken machen. So zum Beispiel Gedanken darüber, wie alt sein Kätzchen werden kann, welche Kosten auf ihn zukommen (können) und wie der kleine Schmuser in der Urlaubszeit betreut und untergebracht werden soll und ganz wichtig "habe ich eigentlich genügend Zeit, mich ausreichend um den neuen Hausgenossen zu kümmern ?"

Sie sehen, es gibt bereits im Vorfeld der Anschaffung einer Katze einiges zu bedenken und zu klären. Allerdings ist es damit noch lange nicht getan.

Wenn Sie sich denn nun nach reiflicher Überlegung zum Schritt der Anschaffung entschlossen haben, haben Sie noch immer die Qual der Wahl, sei es nun, dass Sie sich für eine Katzenrasse entscheiden müssen oder für einen bestimmten Züchter oder auch "nur" für ein bestimmtes Tier aus einem Wurf.


 

Lebenserwartung; Ihre Katze wird im Schnitt ein Alter von etwa 12-15 Jahren erreichen, kann aber auch bis zu 20 oder mehr Jahre alt werden.

Hauskatze

Hauskatzen bekommen Sie am besten bei Bekannten, aus Inseraten in der Tagespresse oder Anzeigenblättern, Katzenvermittlungen im Internet oder in ihrem örtlichen Tierheim.

Rassekatze

Rassekatzen sind nur bei Züchtern zu bekommen (gelegentlich auch im Tierheim!) Fast alle Rassen werden überall im Bundesgebiet und im benachbarten Ausland gezüchtet und so sollten Sie sich zunächst einmal bei den verschiedenen Züchtern umhören und beraten lassen.

Bei der Wahl des Züchters sollten Sie sich von folgenden Punkten leiten lassen:

Gehört der Züchter einem Katzenzuchtverein an ?

Nimmt der Züchter sich Zeit für eine ordentliche Beratung ?

Geht er auf Ihre Fragen ein ?

Klärt es sie über die Rasse und ihre Eigenheiten auf ?

Werden die Jungtiere in der Wohnung aufgezogen ? Können sie sich in der Wohnung frei
bewegen ?

Steht der Züchter auch nach dem Kauf als Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Verfügung ?

Erkundigt sich der Züchter nach ihren Verhältnissen, Vorkenntnissen in Sachen Katzenhaltung
etc. ?

Wenn Sie sich nun für einen Züchter entschieden haben, steht als nächstes die Entscheidung an, welches der Kätzchen ( eine Katze oder ein kleiner Kater? ) denn das Ihre werden soll.


 

Mit den Kosten für die Anschaffung (Schutzgebühr oder Kaufpreis ) ist es nicht getan. Die Tiere benötigen eine gewisse "Ausstattung", regelmäßige Pflege, Ernährung und medizinische Betreuung . Die monatlichen Kosten betragen im Schnitt etwa 60,00 €.

Tipps

Die folgenden Punkte sollten Sie unbedingt beachten:

* Das Kätzchen sollte aufgeschlossen sein und munter wirken. Es sollte gern spielen und sich nicht total verängstigt in die hinterste Ecke zurückziehen.
* Die Katze sollte in der Wohnung aufgewachsen sein und nicht in einem Zwinger oder Keller, wie es leider immer wieder vorkommt. In einem solchen Fall fehlen oft die erforderlichen Kontakte zu anderen Tieren oder Menschen, was sich negativ auf das Sozialverhalten auswirken kann.
* Das Kätzchen sollte gesund und sauber sein. Die Augen müssen klar und dürfen auf keinen Fall verklebt sein. Die Ohren müssen ebenfalls einen sauberen Eindruck machen. (Katzen, die sich des öfteren am Kopf kratzen können von Ohrmilben befallen sein !)
* Das Fell sollte gepflegt sein und sich weich und flauschig anfühlen. Schwarze Punkte im Fell deuten auf möglichen Flohbefall, Kotspuren im Fell des Afterbereiches auf eventuellen Durchfall hin.
* Sie sollten, insbesondere, wenn Sie evtl. beabsichtigen mit dem Tier zu Ausstellungen zu gehen oder gar zu züchten, tasten, ob das Kätzchen einen Nabelbruch oder Knickschwanz hat.
* Ihr neues Kätzchen sollte nicht vor einem Alter von 12 Wochen abgegeben werden und dann bereits entwurmt und zumindest gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft sein.

Wichtig:
Kranke und arg verschreckte Tiere sollten Sie auf keinen Fall kaufen, egal was Ihnen der Züchter erzählt. Es gibt leider auch gelegentlich schwarze Schafe, die die Katzen unter den schlechtesten Bedingungen aufwachsen lassen und aus reiner Profitgier an mitleidige Zeitgenossen verkaufen.
Durch einen solchen Kauf unterstützen Sie derartige Zustände. Ein evtl. etwas geringerer Kaufpreis wird sich bestenfalls in Form hoher Tierarztrechnungen bemerkbar machen und schlimmstenfalls mit dem Tod des Kätzchens enden.

 

Tipps zur Katzenhaltung

Ich habe jetzt eine neue Katze, wann soll ich mit ihr zum Tierarzt?

Gleich, auch wenn sie nicht krank ist. Der Tierarzt erkennt sofort den Gesundheitszustand, gibt Ihnen Ratschläge, sagt wann welche Impfung oder Wurmkur gemacht werden muß. Und die Katze wird von Anfang an tierarztvertraut, läßt sich später problemlos behandeln.

 

Wie erkenne ich, daß meiner Katze etwas fehlt?

Wenn sie anders ist als sonst. Wenn sie nicht fressen will, ihr Verhalten auffällig verändert ist, wenn sie plötzlich unsauber wird, was sonst nie passiert. Besonders wenn die Katze nicht mehr aufs Katzenklo geht, obwohl sie sonst wie jede Katze peinlichst auf Sauberkeit achtet, oder wenn sie ganz oft aufs Klo geht. Wenn sich ihr Fell verändert.

 

Meine Katze ist unheilbar krank. Soll ich sie von ihren Qualen erlösen?

Ja, es ist der letzte Beweis von wahrer Tierliebe. Die Entscheidung, ein unheilbar krankes Tier einzuschläfern, macht sich der Tierarzt nicht leicht, dient seine Arbeit doch der Erhaltung von Leben. Erlösend ist die Entscheidung für das Tier. Durch stufenweise erhöhte Narkose merkt es nichts. Der Übergang vom Leben zum Tod ist so sanft, daß der Mensch sein geliebtes Tier bis zum letzten Atemzug im Arm halten kann.

 

Soll ich meine Katze kastrieren lassen?

Die geschlechtsreife Katze wird in regelmäßigen Abständen rollig. Wird sie längere Zeit nicht gedeckt, kann es zur Dauer-Rolligkeit kommen mit unangenehmen Begleiterscheinungen, zum Beispiel einer sonst absolut unüblichen Unsauberkeit. Für ein gutes Zusammenleben ist dann die Kastration das einzige Mittel. Das ist auch bei Katern sinnvoll, zumal kastrierte Kater häuslicher sind und nicht unangenehm riechen.

 

Wie wiege ich meine Katze?

Ganz einfach, indem Sie einmal ohne und einmal mit dem Tier auf dem Arm auf die Waage steigen. Der Unterschied ist das Gewicht des Tieres. Zu dick? Ausgewachsene Hauskatzen wiegen durchschnittlich 4 kg, Kater je nach Rasse etwas mehr (ca. 5 bis 6kg).


Meine Katze ist zu dick. Was tun?

Übergewicht beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden des Tieres, sondern auch seine Gesundheit. Bei Ihrem Tierarzt können Sie eine spezielle Diät-Fertignahrung bekommen. Sie enthält wenig Kalorien, aber das Tier fühlt sich nicht hungrig. Der erhöhte Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen stellt sicher, daß der Bedarf Ihrer Katze auch während der Abmagerungskur gedeckt ist.

 

Darf ich meiner Katze Milch geben?

Lieber nicht, wenn es sich um Kuhmilch handelt. Den darin enthaltenen Milchzucker (Laktose) können vor allem erwachsene Katzen nicht völlig abbauen. Mögliche Folgen: schwerer Durchfall. Anders sieht es aus bei der lactosereduzierten Spezialmilch (zum Beispiel Whiskas CatMilk ), die eigens für Katzen entwickelt wurde und für das empfindliche Verdauungssystem absolut verträglich ist. Außerdem schmeckt sie den meisten Katzen noch besser als Kuhmilch. Das Hauptgetränk der Katze ist Wasser. Im Napf sollte immer reichlich frisches Wasser sein. Milch ist ein Nahrungsmittel, kein Getränk. Das mit der Milch ist ein althergebrachter Irrtum, dem nicht nur Kinder unterliegen, wenn sie in Bilderbüchern niedliche Milch-schlabbernde Kätzchen sehen.

 

Warum fressen Katzen Gras?

Beim Putzen des Fells schlucken die Katzen Haare, die der Magen nicht verdauen kann. Um sie hinauszubringen, fressen Katzen gern harte, spitze Gräser, die sich als Gewölle um die Haarbüschel legen und dann wie ein störender Fremdkörper herausgewürgt werden. Sinnvoll für die Wohnungskatze sind "Katzengrün" oder "Katzengras" aus der Fachhandlung.

 

Meine Katze ist tagsüber allein, soll ich eine zweite anschaffen?

Obwohl sich eine Katze sehr gut mit sich selbst beschäftigen kann, sollte man, wenn man sie regelmäßig alleine lassen muß, eine zweite Katze anschaffen. Zwei machen nicht mehr Arbeit als eine. Die geringsten Probleme machen Wurfgeschwister des gleichen Geschlechts. Sie wachsen zusammen auf, spielen miteinander und sind unzertrennlich. Aber auch wenn Sie schon eine Katze besitzen, können Sie durchaus später noch eine zweite Katze bei sich aufnehmen.

 

Wie überliste ich meine Katze, ihre Medizin zu schlucken?

Damit sie nichts merkt, sollte man die Pillen oder das Pulver "verstecken", am besten in einem Brocken oder einem Stück ihrer Lieblingsspeise. Dies frißt die Katze dann in einem Stück und schleckt nicht um die Pille herum. Sollte dies nicht gelingen, suchen Sie bitte Ihren Tierarzt auf.

 

Wie vertragen sich Hund und Katze?

Schon in fast 940.000 Haushalten beweisen Hund und Katze täglich, daß das Sprichwort "Wie Hund und Katze" nicht stimmt. Sie kommen toll miteinander aus. Wenn bereits ein Hund da ist, sollte die Katze möglichst ein Jungtier sein. In der Wohnung muß soviel Platz sein, daß sich die Tiere auch mal aus dem Weg gehen können.

 

 

1
Lernen Sie die Bedürfnisse Ihrer Katze kennen ( Kratzen, Markieren, Spielen, Klettern usw.), und sorgen Sie dafür, daß sie diese Bedürfnisse katzengerecht befriedigen kann.
2
Werden Sie mit der "Katzensprache" (Körper- und Lautsprache, Verhalten) vertraut, um sie richtig deuten zu
können.
3
Je früher Sie mit der Erziehung anfangen, desto weniger Probleme haben Sie
4
Erwünschtes Verhalten sollte immer gelobt und belohnt werden.
5
Anschreien und Bestrafen bringt nichts. Die Katze bekommt nur Angst, und Probleme werden verstärkt.
6
Bringen Sie der Katze Ihre Hausregeln und die damit verbundenen Wörter bei, vor allem die Bedeutung von "Nein".
7
Bleiben Sie konsequent. Was heute verboten ist, darf nicht morgen erlaubt werden. Nicht ein einziges Mal eine Ausnahme machen.
8
Schaffen Sie Routinen. Katzen lieben geregelte Tagesabläufe und akzeptieren Pflegemaßnahmen, wenn sie täglich zur gleichen Zeit gemacht werden.
9
Machen Sie den Ort des unerwünschten Verhaltens unangenehm für die Katze; sie lernt aus Erfahrungen.
10
Füttern Sie regelmäßig zwei Mal am Tag. Was nicht gefressen wird, darf nicht stehen bleiben.
 
 
 
 

Katzenhygiene

 
Katzen sind sehr saubere Tiere. Sie putzen und lecken sich sorgfältig. Wenn Sie ihr Fell regelmässig kämmen, verhindern Sie, dass sich lose Katzenhaare in der Wohnung verbreiten. Jede Katze sollte die Möglichkeit haben, Gras zu fressen, um beim Putzen verschluckte Fellhaare zu erbrechen. Für Stubenkatzen kann Gras in einem Blumentopf gezogen werden. Reinigen Sie die Augen der Katze bei Bedarf mit einem feuchten Lappen, stets in Richtung Ohr zur Nase. Wenn nötig sollten Sie auch die Ohrmuscheln reinigen. Benutzen Sie dazu einen Wattebausch, tauchen Sie ihn in eine warme Kamillenlösung und pressen Sie ihn leicht aus. Sie damit sorgfältig die Innenseite der Ohrmuschel.

Gegen Flöhe, Ohrmilben oder sonstiges Ungeziefer dürfen nur spezielle, am besten von Ihrem Tierarzt verordnete Mittel verwendet werden.

 

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