Träger der Initiativenarbeit - in der und um die Perrera - ist Nothunde La Mancha e.V., - hier hauptsächlich vertreten durch Karin Oldenburg-Loll, 2. Vorsitzende des Vereins.

 

Die Initative Villamalea Perrera ist ein Projekt des Tierschutzvereins Nothunde La Mancha, und setzt sich für die Hunde ein, die sich in der kleinen Perrera (im Deutschen häufig "Tötungsstation" genannt) in Villamalea befinden bzw. dort befanden. Villamalea ist ein kleiner Ort in der Region La Mancha, im Herzen Spaniens.

Derzeit noch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit die bloße Sicherstellung der Versorgung der Tiere und der Versuch, deren "Entsorgung" zu verhindern - die umgangssprachlich im Deutschen zumeist verwendete Bezeichnung "Tötungsstation" für eine spanische Perrera rührt schließlich daher, dass die dort aufgenommenen Tiere nach Ablauf einer Frist von in der Regel 21 Tagen getötet werden können.

Kurzfristig ist die größte Chance auf Rettung der Hunde vor diesem Schicksal eine Vermittlung nach Deutschland. Hierfür werden von uns ständig Pflegestellen und Adoptivfamilien gesucht, die die Hunde auf Zeit oder ein Hundeleben lang aufnehmen.

Mittel- und langfristig jedoch soll die Arbeit der Initiative natürlich das (Über-) Leben der Hunde direkt in Villamalea verbessern. Vom Versuch, auf politischer Ebene für Verständnis zu werben über die adäquate Versorgung der Hunde mit Futter bis hin zu geplanten baulichen Sanierungsmaßnahmen vor Ort existieren viele, viele "Baustellen", die aus der Ferne nur schwer zu bearbeiten sind.

Insbesondere die Aufklärung der Menschen vor Ort darüber, wie es den Hunden bisher ergeht und wie man ihre Situation verbessern könnte liegt uns am Herzen, da es die einzige Möglichkeit ist, nachhaltig etwas zu verändern. Gleichwohl ist es die schwierigste Aufgabe, wenn man nicht ständig vor Ort sein kann und Land und Leute - sowohl sprachlich als auch was ihre Traditionen und Ansichten angeht - nicht immer richtig versteht.

 

Entstehung der Initiative

Durch die Arbeit in der von mir Ende 2005 gegründeten privaten Tierschutzorganisation "Galgohilfe Casas Ibanez" erfuhr ich Anfang 2006 von der kleinen Perrera in Villamalea, einem kleinen Ort ca. 15 km von Casas Ibanez entfernt. Die Leiterin des Tierheims Casas Ibanez, das auch knapp anderthalb Jahre zuvor noch eine Perrera war, plante regelmäßig die Hunde aus der Perrera Villamalea herauszuholen und ins Refugio Casas Ibanez zu übernehmen. Bei meinem Besuch in Casas Ibanez im April 2006 war ich das erste Mal in Villamalea im Gemeindehaus zu einem Gespräch mit dem damaligen Bürgermeister. Dieser war nicht besonders angetan von der vorgebrachten Planung, denn die Tiere hatten keinen Wert und waren nunmal für den Tod bestimmt. Hunde als Freunde brauchte man nicht - sie sollten dienen und wenn sie keinen Nutzen mehr erfüllten, war ihr Leben nichts mehr wert und sie mussten weg. Dennoch erreichte die Tierheimleiterin so viel, dass sie ca. 2 Wochen später das erste Mal die Perrera leeren und die 17 Hunde ins Refugio übernehmen konnte. Im Juni 2006 leerte sie ein zweites Mal die Perrera, es waren wiederum ca. 15 Hunde - Galgos, Bretonen und einige kleine Hunde, deren Familien ihrer überdrüssig geworden waren. Die Informationen über weitere "Rettungen" wurden spärlich - das Refugio war mehr als voll, es waren auch dort immerhin nur ca. 300 m2 Platz zur Verfügung und durch die Arbeit der Mitarbeiter dort gaben vermehrt die Menschen ihre Hunde im Tierheim ab, statt sie zum Töten in der Perrera abzuliefern. Im August 2006 barst das Refugio fast aus allen Nähten mit über 70 Hunden und es wurden fortan keine Hunde mehr aus der Perrera Villamalea geholt. All meine Wünsche und mein Drängen, auch diesen Hunden weiterhin zur Seite zu sein, verhallten unkommentiert.

Als Mitte 2009 aus der "Galgohilfe Casas Ibanez" unser Verein "Nothunde La Mancha" wurde und sich für das Refugio Casas Ibanez ein neuer Verein formatierte, sah ich die Möglichkeit, endlich wieder an die einst begonnene Arbeit in Villamalea anknüpfen zu können - allerdings ohne ein Tierheim im Rücken zu haben. Es mussten also andere Wege gefunden werden den Hunden zu helfen, ohne sie sofort herauslösen zu müssen.

... Fortsetzung folgt ......