***über mich***
Ich bin heute fast 38 Jahre. Bin geschieden und habe zwei gesunde Kinder die ich über alles liebe.Ich habe ein Kind verloren bevor ich es jemals in den Armen halten durfte.Dieser Verlust tut mir noch heute weh. Meine Kinder und auch mein Mann haben mich lange Zeit begleitet und auch wenn sie vielleicht anders denken, sie sind mir wichtig. In meinem Leben habe ich vieles erlebt und durchgemacht.
Meine Kindheit war geprägt von jahrelangem sexuellen Missbrauch durch meinen Vater, Freunden meines Vaters, einem älteren Herren in unserem Haus und meinem Onkel.
Bis zu meinem 14 Lebensjahr habe ich durchgehend zu Hause gelebt. Danach bin ich nach einem Kuraufenthalt in ein Kinderheim gekommen. Diesen Weg ging ich auf eigenen Wunsch. Ich sagte zu dem Mitarbeitern ich halte den Alkoholgenuss meiner Eltern und die ständigen Prügeleien nicht mehr aus ! Daraufhin wurde ich in ein Heim eingewiesen wo ich hätte durchgehend bleiben sollen. Ich ging zwischendurch wieder zurück nach Hause weil ich den Aussagen meiner Eltern glaubte und dachte es hätte sich vieles geändert. Aber das hat es nicht.
Ich ging wieder nach Hause und erlebte nach kurzer Zeit wieder die Hölle. Ich habe gelernt hinzuhalten. Zu schweigen, Nicht zu weinen, eine Maske zu tragen. All das begleitet mich noch heute. Ich bin jetzt an einem Punkt wo ich sage, ich möchte endlich darüber reden. Wie lange mein Missbrauch ging mag ich hier nicht sagen... zu lange..... Seit 4 Jahren bin ich raus aus diesem Teufelskreis.
Heute nach Jahren mache ich eine Therapie. Ich habe mich jahrelang dagegen gewehrt, denn ich hatte Angst alles noch einmal hochzuholen, aber ich glaube jetzt nur so kann ich es verarbeiten. Ich muss lernen zu reden. Zu Beginn habe ich "nur" mit einer Freundin geredet. Es war für mich wie Therapie. Vor 4 Jahren fing ich dann an eine richtige Therapie zu machen. Und es tut mir gut, auch wenn ich das Gefühl habe noch lange nicht am Ende zu sein.