***Meine Kindheit - mein Missbrauch***

   

Meine Kindheit.... was sind meine Erinnerungen daran, sind es alle Erinnerungen. Nein ich glaube nicht denn immer und immer wieder kommen neue Erinnerungen dazu. Erinnerungen von denen ich bei manchen schon früher was wusste und wieder weggeschoben habe weil es mir einfach zu weh tat. Weh tun tut es jetzt auch noch, aber es geht nicht mehr das wegschieben. Deswegen möchte ich versuchen über meine Kindheit zu reden. Ich habe sie immer wieder weggeschoben weil ich mir als Kind und Jugendliche gesagt habe daran will ich nie wieder erinnert werden, darüber will ich nie reden, denn wenn ich das tue wird kein Mensch mir glauben und mich mögen. Das war auch das was sie mir immer wieder beigebracht und eingebläut haben.

Jetzt schreibe ich. Aber ich merke das es mir mit der Zeit nicht mehr ausreicht. Ich habe das Gefühl ich muss reden , es aussprechen. Das ist mein Ziel irgendwann jemanden vor mir zu haben und die Worte fliessen aus meinem Mund nicht aus meinen Fingern. Ich weiss nicht ob dieses Ziel zu hoch gesteckt ist aber es ist ein Ziel und ich hoffe ich werde es erreichen .

Ich wurde geboren als erstes von zwei Kindern. Meine Mutter hat immer erzählt ich wäre ein Wuschkind. Ich wuchs auf und im Alter von 3 Jahren zogen wir in die Stadt bis dahin lebten wir in einem kleinen Dorf. Meine Eltern hatten beide Arbeit und eine Wohnung. Mir viel diese Umstellung sehr sehr schwer. Ich konnte mich kaum an die neuen Verhältnisse gewöhnen war nach Aussagen meiner Mutter immer traurig.. Meine Eltern arbeiteten beide im 3 Schichtsystem. Im Alter von 5 Jahren nässte ich wieder ein, Ich weiss nicht warum. Wahrscheinlich weil ich wollte das irgendjemand mitbekam was passierte. Aber ich weiss das meine Mutter darüber immer sehr böse wurde.

Wenn mein Erzeuger früher zu Hause war wie meine Mutter dann vertseckte er die Sachen oder wusch sie aus und hing sie auf das sie trocken waren wenn meine Mutter von Arbeit kam. Damals dachte ich was ich doch für einen tollen Vater hätte.  Aber eben nur in diesem Punkt. In anderen Punkten hasste ich ihn. Es war ein beschissenes Spiel, ich sage nicht das Du eingepullert hast und Du sagst nicht was los ist.  Er sagte immer wieder das es unser Geheimnis sei und ich es nicht sagen dürfte weil die Mama sonst böse wird. Das konnte ich nachvollziehen. Denn hätte sie die nassen Unterhosen gefunden dann gäbe es wieder Stress.  Meine Mutter und mein Erzeuger schlugen mich so lange ich denken kann.  Missbrauch gab es so lange ich denken kann. Es fing schon an als wir noch in diesem Dorf wohnten.  Ich möchte hier bewusst nicht über Details schreiben da ich nicht möchte das ich Vorlage für andere Täter bin.   Er sagte immer ich dürfte das keinem erzählen. Und ich ? Ich hielt mich dran und glaubte ihm teilweise damals noch das das alle Väter so machen. Wenn ich das heute so aufschreibe dann frage ich mich wie naiv ich doch damals war. Der Missbrauch fing aber viel früher an. Und es war nicht nur er.

Er vergewaltigte mich und ich kann mich nur noch an Schmerzen erinnern. Er sagte es würde wieder gut werden und er täte das weil er mich lieb hätte. Alle Väter müssten dies mit ihren Töchtern machen da sie Ihren Töchtern beibringen müssen was im späteren Leben wichtig ist.  Ich sah bei den Freunden meines Vaters das es da genauso war.

Ich wurde älter und mein Erzeuger wurde brutaler. Wenn ich versuchte nein zusagen gab es Prügel, wenn ich sagte ich könne nicht Schlug er mich mit dem Gürtel, mit der Hand, nem Stock, egal was...... Egal ob er im betrunkenen Zustand war oder nicht.

Einige werden sich fragen wieso ich nichts sagte. Er hat es mir verboten. Er sagte wenn ich den Mund aufmache dann wird meine Mutter nur noch viel böser. Dann würde er meine Mutter umbringen. Dann komme ich und mein Bruder ins Heim. Dann würde ich die Familie zerstören oder mir würde etwas ganz schlimmes passieren. Er drohte damit mich umzubringen und ich konnte es auf der einen Seite nicht verstehen denn er war doch meien Vater und auf der anderen Seite schaffte er es durch diese Drohungen das ich Angst hatte und meinen Mund hielt.

Ich wurde älter und der Missbrauch schlimmer. Ich weiss nicht wie lange mein Erzeuger diese Perversionen schon in sich trug ob er vorher schon andere Kinder missbrauchte. Es war so das ich mich am Ende an keinem Tag mehr sicher war.Seine Freunde waren beim Missbrauch oft dabei. Wenn ich diese Zeilen hier schreibe, könnte ich nur weinen. Es ist verdammt schwer dies aufzuschreiben. Auch wenn ich es teilweise schon getan habe, so tut es jedesmal aufs neue weh. Es tut weh weil ich erkenne das er mich verkauft hat. Es fand immer statt wenn meine Mutter auf Arbeit war. Teilweise war Mama auch dabei, aber sie war ihm genauso hörig wie jeder andere auch. Mein erzeuger war entweder krank geschrieben oder hatte Urlaub oder war zuHause weil sein Dienst eben eher zu Ende war. Diese Männer die er da mitbrachte taten mir genauso weh wie mein Erzeuger. Ich konnte es nicht verstehen. Sie hatten jeder für sich oder auch gemeinsam ihren Spass und ich zog mich immer mehr in mich zurück. Ich wurde schlechter in der Schule, ich hatte keine Freunde mehr weil es mir verboten wurde nach der Schule noch zu Freunden zu gehen. Ausserdem wollte ich nicht das Risiko eingehen das er Freundinnen die ich vielleicht gehabt hätte das selbe antat. Wenn ich später kam wie normal gab es Prügel von meinem vater weil er oft zu Hause war und darauf wartete das ich nach Hause komme und seine perverse Lust befriedigte.

Es waren nicht nur ich als Kind dabei, sondern auch andere. Einige kenne ich mit Namen andere nicht. Wir lernten uns untereinander weh zu tun.  Und wenn wir weinten bekamen wir Schläge. Also hiess es für mich halt durch weinen macht es nur noch schlimmer.  Diese Mädchen die mit dort waren, mit ihnen sprach ich nie ein Wort. Wir sahen uns an und verstanden uns ohne Worte. Es wurden Bilder und Filme von uns gemacht. Ich weiss bis heute nicht wo die alle gelandet sind. Aber die Erinnerung an diese ganzen Sachen tun verdammt weh. Der Missbrauch zog sich das erste mal bis zu einem Alter von 13. Zwischendurch war ich im Heim, aber selbst wenn ich auf Beurlaubungen am Wochenende zu Hause war gab es Missbrauch. Ich sagte keinem was davon das es weiterging. Regelmäßig weiter ging es mit 14 1/2 oder 15 Jahren. Ich habe geschwiegen weil ich Angst hatte es könnte was passieren. Immer wieder kam er zu mir und sagte wehe du erzählst irgendwas. Und ich? Ich habe mich einschüchtern lassen. Es sind Dinge passiert die ich hier so nicht erzählen will, aber diese Dinge bereiten mir noch heute Schuldgefühle.

Während meiner Kindheit war der Alkohol ein Ständiger Begleiter. Nicht von mir direkt aber indirekt. Meine Eltern traken beide sehr viel. Mein Erzeuger zu der damalsigen Zeitnoch mehr wie meine Mutter. Meine Mutter war ein sogenannter Phasentrinker. Sie trank nur am Wochende. Mein Vater dagegen trank wann immer es ihm in den Kram passte. Meine Mutter trank zwar auch jeden Abwend ihr Bier aber nie härtere Sachen oder so das sie betrunken ins Bett ging. Mein Vater kam zu der Zeit schon betrunken nach Hause. Der Alkohol wurde im Laufe der Jahre immer mehr. Und es wurde für mich immer unerträglicher. Wenn Alkohol im Spiel war, dann wurden die Schläge oft nur noch gewaltvoller. Meine Mutter sagte oft ich sei Schuld an allem und ich weiss bis heute nicht wie sie es gemeint hat. Meine Mutter ist aufgrund ihres Alkoholkonsums und der Gewalt meines Vaters im Februar 2000 gestorben. Ihr Körper konnte einfach nicht mehr.  Er hat sie geschlagen. Sie ist einfach so von uns gegangen. Nie habe ich mit meiner Mutter über das was passiert ist reden können. Und der Verlust den ich spüre seid sie tod ist, schmerzt wahnsinnig. Mein Vater ist Anfang2002 gestorben ebenfalls am Alkohol. Es war für mich als 10 jährige schon klar das meine Eltern sich irgendwann tot trinken werden. Der Tod meines Vaters und das dahinsichen kurz vor seinem Tod sorgten dafür das ich Anfing zu "reden".


   

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