humanismus

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Wörterbücher definiern Humaniät wie folgt:

  • Humanität die, im weiteren Sinn die Summe alles rein Menschlichen im Gegensatz zum Tierischen, im engeren Sinn das voll entfaltete edle Menschentum, das in der harmonischen Ausbildung der menschlichen Kräfte und in der Herrschaft des Geistes über die eigenen Leidenschaften gründet und sich besonders in Teilnahme und Hilfsbereitschaft für den Mitmenschen, in Verständnis und Duldsamkeit für seine Lebensart äußert. In diesem Sinn ist Humanität besonders seit Lessing, Herder, Goethe, Schiller, W. von Humboldt eine der höchsten sittlichen Ideen des Abendlands geworden.
  • Hu·ma·nität die; -, kMz. vollkommene Menschlichkeit, der Würde des Menschen verpflichtete Gesinnung
  • Humanismus: (Streben nach) Menschlichkeit, (Achtung der) Menschenwürde,  Gesamtheit aller Bestrebungen, die, von der Idealvorstellung e-r unbegrenzten Entwicklungs- u. Bildungsfähigkeit des Menschen ausgehend, die Höherentwicklung u. Vervollkommnung der Menschheit zum Ziel haben
  • Hu·ma·nis·mus der; 1 geistige Haltung, die großen Wert auf die Würde des Menschen u. die Entfaltung seiner Persönlichkeit u. seiner Fähigkeiten legt ádie Ideale des H.  geistige Strömung in Europa (bes im 15. u. 16. Jahrhundert), die sich an den Idealen der antiken römischen u. griechischen Kulturen orientiert hat: Erasmus von Rotterdam war einer der bedeutendsten Vertreter des H.

Menschlichkeit - ein Sinnbegriff für das, was typisch Mensch ist? Ich denke nicht. Menschlichkeit drückt eine durchaus positive Eigenschaft des Menschen aus, nämlich dem Menschen würdig zu handeln. Mit Geist, Verstand und Gefühl. Ein paar zusammengetragende Eigenschaften, ich bitte um Ideen zur Vervollständigung:

Akzeptanz und Toleranz, Anstand und Benehmen, Aufgeschlossenheit auch gegenüber Fremdem, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, Behutsamkeit und Einfühlungsvermögen bzw. Feingefühl, Bescheidenheit - wohl eines der wichtigen Dinge, Bildung, Dankbarkeit, Freude am Schenken haben, Echtheit und nicht fassade zeigen --> alle ordnen sich den Gesellschaftszwängen unter..., Ehrgefühl (eine Frage der Ehre), Eigenständigkeit und Unabhängigkeit (also nicht immer mit der Masse laufen, den eigenen Weg finden),Einsichtigkeit und das damit verbundene Diskussionsvermögen und die Kommunikationsfähigkeit --> dass man sich auch entgegenkommt und Kompromisse eingehen kann, Erkenntniswille (!), Ethik, Festigkeit (!), Freiheit, Freude (aufrichtige Freude erlebt man meist nur noch bei Kindern) , Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, echte Freundschaft, Friedenswille, Geduld, Gefühl, Gelassenheit (wieso macht jeder aus ner Mücke nen Elefanten?), Gerechtigkeit, Gewissen, Großzügigkeit, Güte und Herzlichkeit, Hoffnung haben!, Identität, ehrliches Interesse, Klugheit, Kritik üben und Kritik ertragen, ja sogar Kritik fordern, Kunst- und Kulturverständnis, Lernbereitschaft, Liebe, Menschenrechte, menschliche Größe und - Reife, Mitgefühl also Mitmenschlichkeit, Werte und Moral, Mündigkeit, Mut(!), Nachdenklichkeit, Nachsicht, Nähe, Natürlichkeit, Offenherzigkeit,Respekt, Rücksichtnahme,Selbstkritik und die damit verbundene Selbstdisziplin -->ehrlich sich gegenüber selbst sein und den Willen, sich ständig zu bessern, Selbstüberwindung, Solidarität, ehrliche (!)Trauerfähigkeit, Unvoreingenommenheit (keine Vorurteile), Urteilsvermögen (nicht vorschnell urteilen), Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Vernunft, Versöhnungsbereitschaft, Verständnis, Vertrauen, Vorsicht, Wärme, Wahrhaftigkeit, Weisheit, Wesentlichkeit, Wissen,Würde, Zivilcourage, Zuverlässigkeit etc....

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nützliche Links:

STAATSSYSTEME ODER SYSTEMLOSIGKEIT??

 

"Der Kapitalismus ist das System, in dem wir leben. In einigen Ländern tritt er uns als "Demokratie", in anderen Ländern als offene "Diktatur" entgegen. Dabei stellen "Demokratie" und "Diktatur" keine Gegensätze dar, sondern lediglich verschiedene politische Formen kapitalistischer Herrschaft. Allerdings wird die "Demokratie" in vielen kapitalistischen Ländern seit einiger Zeit immer totalitärer und die "Kollateralschäden" des alltäglichen demokratischen Kapitalismus nehmen zu. Alle Bereiche des Lebens werden der Verwertung durch das Kapital unterworfen. Für Millionen von Menschen bedeutet der Kapitalismus Hunger, Krieg und blutige Unterdrückung. In den westlichen industrialisierten Ländern hat der Kapitalismus seine Ausbeutung und Unterdrückung "zivilisiert". Konflikte werden hier durch Verhandlungen, Gesetze und "humanitäre" und "saubere" Kriege geregelt. Doch auch hier ist der Kapitalismus nicht fähig allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Beziehungen zwischen den Menschen wie auch ihre "Funktion" im System sind auf rein wirtschaftliche reduziert. Trotz Grundgesetz und Mitbestimmung hat sich in diesem Land nichts daran geändert, daß die Mehrheit der Menschen von den Entscheidungen, die ihre Leben betreffen, ausgeschlossen sind. Um die Ausbeutung und die Kontrolle über die Ausgebeuteten intensivieren zu können, nutzen die Kapitalisten alle Chancen, die sich ihnen bieten. Dabei ergänzen sich Debatten über den "Standort Deutschland", Kampagnen gegen "Scheinasylanten" und "wildgewordene Nazis", der "Kampf gegen den Terrorismus" sowie die Verurteilung von Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen als "Sozialschmarotzer" nur. Das Ergebnis für die Arbeiterklasse ist zunehmender Abbau sozialer und demokratischer Rechte für alle (Sozialabbau und neue Anti-Terrorgesetze). Diejenigen, die davon reden, daß der Kapitalismus "sozial" sei, wissen, daß der Kapitalismus nur für sie sozial ist. Die Gesellschaft in der BRD ist trotz aller Veränderungen und Neuerungen immer noch eine Klassengesellschaft: Es gibt die Menschen, die gezwungen sind zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes ihre Arbeitskraft zu verkaufen (Arbeiterklasse) und diejenigen Menschen, die davon leben (Kapitalistenklasse). In dieser kapitalistischen Gesellschaft wird alles vermarktet und die Menschen, welche nicht über das nötige "Kleingeld" verfügen, spielen ihr Leben lang eine Statistenrolle im kapitalistischen Wirtschaftstheater, in dem alle Ressourcen dem Profit untergeordnet werden und diesem "Gott" der Neuzeit dienen. Dabei werden uns die Krisen des Systems sowie seine wirtschaftlichen Erfordernisse (also die Interessen der Kapitalisten) als unabwendbar dargestellt und sie brechen, einer Naturkatastrophe gleich, über uns herein. Dabei funktioniert das kapitalistische System nur so, wie es organisiert ist und der Kapitalismus ist nun mal nicht darauf ausgerichtet allen Menschen ein schönes Leben zu ermöglichen.

Der Staatskapitalismus, der 1989 im Ostblock zusammengebrochen ist und der heute noch in sich wandelnder Form in Ländern wie China, Kuba, Nordkorea oder Vietnam fortbesteht, stellt(e) keine Alternative zum privaten Kapitalismus dar. Der "Marxismus-Leninismus" war in diesen Ländern die Legitimation für die Herrschaft der Partei- und Staatsbürokratie und in den verbliebenen Ländern versuchen die Bürokratien nun immer deutlicher ihre Macht zu sichern und die Ausbeutung der Arbeiterklasse zu erhöhen, indem sie vermehrt Joint-Ventures mit dem "feindlichen" privaten Kapitalismus eingehen und "Markt" und "Sozialismus" zu vereinen versuchen. In den staatskapitalistischen Ländern des ehemaligen Ostblocks wurden nur die alten gegen neue Herren ausgewechselt, die Ausbeutung und Entfremdung blieben für die Arbeiterklasse bestehen. Dabei kam es zu Klassenkämpfen zwischen der Arbeiterklasse und der Parteibürokratie, welche sich in den staatskapitalistischen Ländern zur neuen herrschenden Klasse aufgeschwungen hatte (z.B. 1956 in Ungarn oder 1970 in Polen). Zwar war in den Ländern des Ostblocks das Privateigentum an Produktionsmitteln abgeschafft, aber die Lohnarbeit blieb bestehen und an die Stelle der privaten Kapitalisten trat der Staat. Die Bürokraten waren die Manager dieses Staatskapitalismus und nahmen voll die Befugnisse der ausbeutenden Klasse wahr. Die Bürokratie verfügte als Kollektiv über das Staatseigentum, "besaß" es auf diese Weise (zwar nicht in der Art und Weise der privaten Kapitalisten), aber hatte dennoch völlige Verfügungsgewalt über die Betriebe und den gesellschaftlichen Reichtum. Unter Beibehaltung der "sozialistischen" Dekoration und Rituale betrieb die Bürokratie ihre bürgerliche Politik und installierte ihre neue Herrschaft. In den staatskapitalistischen Ländern erfüllte die Bürokratie die historische Aufgabe und die Rolle der kapitalistischen Klasse, die wie z.B. in Rußland, in Vietnam oder in China nur schwach und erst in Ansätzen vorhanden war, was den bürgerlichen Charakter der Revolutionen in diesen Ländern veranschaulicht. Dort diente der "Marxismus-Leninismus" dem Staatskapitalismus als Legitimationsideologie für die nachholende Industrialisierung und Modernisierung. Beide Systeme (also Staats- als auch Privatkapitalismus) verfügen über viele Übereinstimmungen und die entscheidenste ist wohl die Aufrechterhaltung der Trennung der Gesellschaft in Befehlende und Befehlsempfänger und die Basis hierfür: die Aufrechterhaltung der Lohnarbeit. In "Ost" und "West" wurden und werden die Arbeiter auf ihre Rolle als Produzent, Konsument und Wähler reduziert, wohlgemerkt auf eine passive Rolle, die ihre "Aktivität", d.h. die Erfüllung ihrer vorgesehenen Rolle, nur im Rahmen der von den Herrschenden festgelegten Spielregeln vorsieht. Die Klassenkämpfe der internationalen Arbeiterklasse in "Ost" wie in "West" verdeutlichen den Klassencharakter beider Systeme."

Zusatz:

"Für den Sozialismus kämpfen wir nicht deshalb, weil wir die Menschheit so lieb haben und uns als tolle Weltverbesserer sehen. Wir kämpfen als Arbeiter und Revolutionäre, weil wir leben wollen und das kapitalistische System uns daran hindert. Das kapitalistische System saugt uns aus, raubt uns unsere Lebenszeit und unsere Kraft, es verhindert unsere Kreativität, unterbindet unsere Begierden und menschlichen Regungen. Es reduziert uns auf die Funktion in seinem System aus Konsumtion und Produktion, teilt unsere Lebenszeit systemgerecht in Arbeits- und Freizeit."


Quelle: http://www.geocities.com/revolutiontimes/flugi1.htm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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