Love is a funny thing
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title: "Love is a funny thing" author: Darla Kane & Faith e-mail: DarlaB@gmx.de / dreaming_angel_faith@yahoo.com homepage: Angelic Art & Fiction distribution: Angelic Art & Fiction rating: G pairing: Lasst euch überraschen... *eg* disclaimer: I do not own any of the characters - they all belong to Joss Whedon, David Greenwalt, Mutant Enemy, WB, 20th Century Fox etc. spoilers: "Angel" season 3 & "Buffy" season 6 summary: das würde die story vorweg geben... A/N 1: Tötet nicht die messenger... *g* A/N 2: Kursiv-geschriebene Sätze sind Gedanken. Angel glaubte seinen Augen nicht trauen zu können. Seine Gedanken begannen zu rasen, wurden immer schneller und dann... dann war alles schwarz. Buffy hatte beschlossen ein wenig Joggen zu gehen, um endlich einmal abschalten zu können. So viel war in letzter Zeit passiert, und sie hatte noch nicht wirklich Zeit gehabt, sich an alles zu gewöhnen. Willow ging es inzwischen ein wenig besser, und Xander kümmerte sich immer noch ganz rührend um sie. Anya genoss es sichtlich, ihre Fähigkeiten zurückbekommen zu haben und hatte den Laden vor einer Woche mit einer großen Party wiedereröffnet. Selbst Giles war gekommen, obwohl die Ärzte ihm eigentlich immer noch davon abrieten, zu lange auf den Beinen zu sein. Obwohl sie eigentlich froh war, dass Spike spurlos verschwunden zu sein schien, war sie ein wenig traurig darüber, dass er fort war. Alles war damals so schnell passiert. Inzwischen hätte sie gerne mit ihm über sein Verhalten geredet. Wenn sie allerdings ehrlich zu sich selbst war, war reden nicht wirklich das, was sie sich vorstellte. Anbrüllen und pflöcken waren eher die Wörter, die sie mit einer solchen Begegnung verbannt. Sie bog in einen neuen Park ein, den die Bürger von Sunnydale über einem der vielen Unglücksorte errichtet hatten. Er war ruhig und nur wenig Leute und noch weniger Pärchen verirrten sich hierher. So war er in den letzten Wochen ihr geheimer Zufluchtsort geworden, zu dem sie Abend für Abend joggte, um in Ruhe nachdenken zu können. Zwar war Dawn ihren Vater besuchen gefahren, aber zu Hause gingen die Scoobies seit einiger Zeit nun schon ein und aus, so dass dort Ruhe ein Fremdwort war. Zu Buffys Überraschung saß schon jemand auf ihrem Stammplatz; einem großen Felsen, der sich immer in der Sonne des Tages aufwärmte. Angel saß allein in seinem Zimmer und dachte über die vergangenen Wochen nach. Das Hotel war noch ruhiger als zuvor, seitdem Fred zu Gunn gezogen war. Das hieß wenn Cordy nicht gerade im Raum war. Seit sie von den Mächten zurückgeschickt worden war, um ihn zu retten, ließ sie ihn vor Sorge kaum eine Sekunde aus den Augen. Die Situation wurde auch nicht unbedingt einfacher durch die Tatsache, dass sie immer noch nicht geklärt hatten, wie sie nun zueinander standen. Connor hatte ihnen mit seinen Handlungen die Möglichkeit zum klärenden Gespräch genommen. Connor... Laut Cordy dachte er immer noch viel zu viel an ihn. „Lass die Vergangenheit ruhen,“ waren meist die Worte, mit denen sie ihn aus seinen Grübeleien riss. Aber wie sollte er seinen Sohn vergessen, wenn er ihn seit jenem schrecklichen Tag nicht mehr gesehen hatte? Der Gedanke einfach umzudrehen kam ihr kurz in den Sinn, aber sie verwarf ihn sofort wieder. Es würde gut tun, nicht ganz alleine zu sein, nur wussten ihre Freunde, was in ihr vorging bzw. glaubten es zu wissen. Deshalb ging sie auf den Felsen zu und fragte ein wenig außer Atem, „Ist hier noch ein Platz?“ Buffy konnte die Person, die auf dem Felsen saß, im Dämmerlicht nur unscharf ausmachen, aber als sie anfing zu sprechen, stellte sie fest, dass es ein Junge war, der etwa ihr Alter haben musste. Vielleicht war er auch ein wenig jünger. „Klar, warum nicht!“, sagte er in einer Stimme, die Buffy gleich sympathisch war. Ohne große Probleme kletterte Buffy auf den Felsen. Dies schien ihn sowohl zu erstaunen als auch zu beeindrucken. Nun konnte Buffy ihren Gegenüber besser in Augenschein nehmen. Er hatte kurze braune Haare, war etwas größer als sie und lächelte sie an. Als sich ihre Augen trafen, lief ihr ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Irgendetwas an diesen Augen schien ihr vertraut und etwas lang Vergessenes regte sich in ihr, obwohl sie nicht benennen konnte, was es war. „Du bist nicht von hier, oder?“ Er lächelte sie an, bevor er antwortete, und Buffy kam nicht umhin, ihn charmant zu finden. „Eigentlich aus L.A., aber die meiste Zeit meines Lebens habe ich an noch ungemütlicheren Orten verbracht.“ Während er dies sagte, huschte ein Schatten über sein Gesicht, der noch mehr Leiden ausdrückte als der, der über Buffys Gesicht erschienen war, als L.A. erwähnt worden war. „Angel,“ dachte Buffy und verdrängte den Gedanken genauso schnell wie er gekommen war. „Grübelst du schon wieder?“ Cordelia stand in der offenen Tür. „Wie wäre es mit etwas Ablenkung?“ Und damit ließ sie einen Stapel Akten in seinen Schoß fallen. Angel schaute sie ungläubig an. Sie zog eine Augenbraue hoch. „Was? Als ob du hier oben was anderes zu tun hättest. Ich bitte dich!“ Ein Lächeln huschte über Angels Gesicht. „Ich denke, dein System Akten zu sortieren, könnte dabei ein *kleines* Hindernis darstellen.“ Cordy wollte gerade die passende Antwort geben, als sie von unten auf einmal Krach hörten. Ein Blick und beide stürmten nach unten. „Always looooooook on the briiiiight side of life... life? Unlife? Whatever!“ Cordy und Angel blieben auf halbem Weg stehen. „Spike?!?“ Angel schob Cordelia schützend hinter sich. “Was verdammt nochmal willst du hier?“ „Hey Peaches, immer noch auf dem Seelenrettungstrip? Oder hast du’s nach Darla aufgegeben?“ Innerhalb weniger Sekunden stand Angel vor Spike und packte ihn an der Kehle. Dabei fiel Spike die Flasche Bourbon, mit der er schon die ganze Zeit wild herumgefuchtelt hatte, zu Boden. Auch Cordy stand mittlerweile mit einem Pflock in der Hand neben Angel. „Lass uns ihn endlich pflöcken! Dann sind wir die Nervensäge ein für alle mal los.“ Angel wollte schon zustimmen, als er in Spikes Augen sah und ihn überraschend losließ. „Töten wir jetzt keine Vamps mehr?“ Cordy guckte Angel verständnislos an. Spike ließ sich aufs nächste Sofa fallen und brach in schallendes Gelächter aus. „Vampire mit Seele waren schon immer off limits, nicht wahr, mein Alter?“ „Irgendwas an eurem kleinen Theater ist mir entgangen... Angel?“ Angel stand noch immer regungslos da und starrte Spike an. Das einzige, was er zu fragen im Stande war, war, „Wie?“ Buffy bog langsam in die Strasse zu ihrem Haus ein und war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Dieser Junge, Steve oder so, war einfach nett gewesen. Sie hatten sich die ganze Nacht hindurch unterhalten, und sie hatte sich endlich einmal wieder entspannen können. Er kannte weder ihre Bestimmung noch ihr alltägliches Leben, aber er schien, auch ohne es zu wissen, ihre Probleme verstehen zu können. Keiner von beiden hatte viel über sein Leben erzählt, sondern einfach nur über die Gefühle, die ihn zu diesem Ort getrieben hatten. Da es ihm genauso gut gefallen zu haben schien wie ihr, hatten sie sich für den nächsten Abend verabredet. Buffy konnte es kaum erwarten, ihn wieder zu sehen. Sie öffnete summend die Küchentür und lief fast in Willow hinein. „Hey Will, wie geht es dir heute Morgen? Ist er nicht einfach wunderschön?“ Sie strahlte Willow an, die Buffy ein wenig irritiert anblickte. „Was ist denn mit dir passiert? Du siehst heute Morgen richtig glücklich aus! Hast du etwa ein ganzes Vampirnest vernichtet?“ Sie hielt Buffy eine Tasse Kaffee entgegen und schenkte sich selber eine zweite ein, bevor sie sich auf einen der Hocker setzte. Buffy grinste Willow an und überlegte noch, wo sie anfangen sollte, als Willow auf einmal ganz weiß wurde und rückwärts von Hocker fiel. Buffy eilte zu ihrer Freundin und trug sie ins Wohnzimmer, wo sie sie auf die Couch legte. „Giles! Willow hat wieder einen ihrer Anfälle.“ Giles stand so schnell auf, wie es ihm sein Zustand erlaubte, aber er deckte Willow nur zu und schob ein Kissen unter ihren Kopf. „Buffy, es tut mir leid, aber ich habe dir schon beim letzten Mal versucht zu erklären, dass man nicht viel machen kann! Ich habe alle Bücher konsultiert, und soweit ich feststellen konnte, schicken die Mächte ihr diese Anfälle, damit sie das Leid der Welt und ihrer Bewohner spürt, die sie fast zu Grunde gerichtet hätte. Sie erlebt nun das Leid mit und soll dir die Möglichkeit geben, weiteres zu verhindern.“ Buffy blickte mit Tränen in den Augen auf ihre Freundin hinunter. Die Freude, die sie noch wenige Momente zuvor verspürt hatte, war wie weggeblasen. Willow kam wieder zu sich und ohne die Augen zu öffnen, erklärte sie Buffy, was sie gesehen hatte und wo Buffy benötigt wurde. Sie schaute unschlüssig zwischen Willow und Giles hin und her. Nach einem aufmunternden Blick von Giles, drückte sie Willows Hand, flüsterte, „Ich beeile mich!“ und war weg. „Und du bist dir sicher, dass ich dich hier mit dem Freak allein lassen kann? Sag aber nicht, ich hätte dich nicht gewarnt, wenn du morgen Abend mit einem Pflock im Herzen aufwachst...“ Angel wunderte sich einmal wieder über Cordys Logik, aber verkniff sich jeglichen Kommentar. Stattdessen grummelte es aus der ersten Etage, „Das hab ich gehört! Wer ist hier der Freak?“ Angel legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Mach dir keine Sorgen. Außerdem, du wolltest doch, dass ich weniger allein in meinem Zimmer sitze und grüble, oder?“ Bei seinem Lächeln vergaß sie fast, was sie sagen wollte. Mittlerweile stand Spike am Geländer und schaute runter. „Schmachtest du nun schon das zweite High School Girl an? Ich dachte, die letzte wäre die Liebe deines Lebens.“ Angels Lächeln schwand bei Spikes Andeutung sofort, und Cordy verdrehte nur die Augen. Aber auch ihr war die Richtung, die dieses Gespräch nahm, nicht gerade angenehm. Sie wandte ihren Blick von Angel ab und nahm ihre Tasche. „Also, ich... mach mich dann `mal auf den Weg nach Hause. Dennis...“ Bevor sie den Satz beenden konnte, hatte sie eine Vision. „Cordy? Alles okay?“ Sie sah Angels besorgten Gesichtsausdruck, und erst in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass sie in seinen Armen lag. „Wow! Danke Leute! Fangt ihr nun wieder mit diesen Hammervisionen an?!“ Spike kam applaudierend herunter, und man sah ihm an, dass er sichtlich amüsiert war über das Bild, das sich ihm bot. „Tolle Leistung, Miss Chase. Der nächste Oskar ist Ihnen sicher.“ Cordelia wäre dem Vampir am liebsten an die Gurgel gegangen. „Angel, meinst du, die Mächte hätten etwas dagegen, wenn ich meine Kräfte gegen Spike einsetze?“ Angel schaute Spike nur mit einem bösen Blick an, der diesen aber nicht weiter beeindruckte. Trotzdem hielt er erst mal die Klappe, da er merkte, dass Angels komplette Aufmerksamkeit nun wieder bei Cordy war. Er murmelte nur noch einmal etwas von „Wer ist hier nun ein Freak?“ und wollte hoch auf sein Zimmer gehen, als er hörte, wie Cordelia Angel ihre Vision berichtete. Fragend schaute er die beiden an. „Also war das nun keine Show?“ Die beiden hatten definitiv etwas an sich, das ihn verwirrte... „Wenn nein, dann sollten wir vielleicht los. Das heißt, wenn ihr Turteltäubchen euch voneinander losreißen könnt.“ Keinem von beiden war es bewusst gewesen, dass Angel sie immer noch nicht wieder losgelassen hatte. Entnervt sah Spike sie an, „Ich warte...“ Angel half Cordy auf die Beine und nahm seinen Mantel. „Okay, dann los!“ Buffy sprang über die Friedhofsmauer und konnte schon von weitem zwei miteinander kämpfende Personen ausmachen. Als sie näher kam, sah sie eine Frau neben den beiden im Gras liegen, die auf Willows Beschreibung des Opfers passte. Allerdings hatte Willow nichts von zwei kämpfenden Personen erwähnt. Vielmehr hatte sie Buffy extra darauf hingewiesen, dass der Vampir, der die Frau überfallen würde, extrem gefährlich und brutal sei. Vielleicht konnte der Frau auch nicht mehr geholfen werden, hatte sie gemeint. Und nun das ... Die Frau sah unverletzt aus, auch wenn auf ihrem Gesicht der Schock deutlich zu sehen war. Auf einmal flog der eine der beiden Männer, Buffy war inzwischen nah genug um Größe und Gewicht einschätzen zu können, an ihr vorbei. Nun kam der andere auf Buffy zu und sah sich einem 2m großem Vampir gegenüber! Ohne lange zu überlegen übernahm ihr Training die Kontrolle, und sie empfing ihren Gegner mit Punchs, bevor die ihn mit einem Roundhouse-Kick zu Boden schickte. Sie bereite sich gerade auf eine erneute Attacke vor, als der Vampir zu Staub zerfiel. Vor ihr stand der Mann, der zuvor mit dem Vampir gekämpft hatte, und zu ihrer Überraschung war es Steve. Sie sah ihn mit großen Augen an, und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Also du bist die Jägerin?“ Steve lächelte sie an und ging zu der Frau, die immer noch im Gras lag. „Geht es Ihnen gut?“ Die Zärtlichkeit und Freundlichkeit in seinen Worten zog Buffy förmlich an. Er half der Frau auf die Beine und wies ihr den Weg zum Ausgang, bevor er sich wieder Buffy zuwandte. „Geht es dir auch gut? Als du ankamst und der Vamp dich attackierte, dachte ich schon, dass er dich verletzten würde. Die Dinger sind wie Schmeißfliegen! Ich hasse sie! Die bringen immer nur Ärger und Unglück!“ Wie schon am Abend zuvor huschte ein Schatten über sein Gesicht, und Buffy ging ein paar Schritte auf ihn zu, obwohl sie sich nicht traute, ihn zu berühren. „Wie lange bekämpfst du schon Vampire? Du hast dich erstaunlich gut geschlagen!“ Steve sah sie ein wenig Stolz an. „Mein Vater hat es mir beigebracht bevor er gestorben ist.“ Ein wenig traurig fügte er hinzu, „Einer von denen hat ihn getötet.“ Buffy sah in traurig an und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Es tut mir leid! Für eine Person, Jägerin hin oder her, sind es einfach zu viele. Ich kann nur versuchen, das Schlimmste zu verhindern und zu hoffen, dass Leute wie du da sind, um mich an anderen Orten zu unterstützen.“ Sie lächelte ihn aufmunternd an. Steve nahm ihre Hand von seiner Schulter und guckte sie verträumt an. „Kaum zu glauben, dass solche Hände so viel Kraft in sich haben.“ Er blickte ihr in die Augen und grinste sie ein wenig schelmisch an. Buffy glaubte zu träumen, als Steve sie an sich heranzog und sie küsste. Sie konnte nicht glauben, dass sie dieses Gefühl wieder entdeckt hatte. Das Gefühl, das sie seit 3 Jahren vermisste und von dem sie geglaubt hatte, es nie wieder finden zu können. Sie ließ sich in Steves Arme fallen und kostete jeden Moment aus. „Kann dieser Vampir seine Becher nicht abwaschen? Das ist ja ekelhaft!“ Cordelia stand entnervt in der Küche des Hyperions und weigerte sich auch nur noch einen Handschlag zu tun. „Kannst du ihn nicht endlich rauswerfen? Sind drei Wochen denn nicht mehr als genug?“ Angel musste über ihren kleinen Ausbruch einfach schmunzeln. Überhaupt gelang es ihr immer öfter, ihn mit solchen Kleinigkeiten zum Lachen zu bringen. „Cor, du bist einfach einmalig, weißt du das?“ Daraufhin ging sie einfach auf ihn zu, legte ihre Arme um seine Hüfte und grinste ihn an. „Kannst du das wiederholen?“ Angel nahm ihre Worte gar nicht richtig wahr, sondern war sich nur noch ihrer Nähe bewusst. Ihm war als würde er sich in ihren Augen verlieren... und konnte einfach nicht anders als sie zu küssen. Ein lange vergessenes Gefühl, das er glaubte für immer verloren zu haben und gleichzeitig Panik in ihm erweckte, regte sich in ihm und brachte ihn dazu, den Kuss wieder zu lösen. Einen Moment standen beide sprachlos voreinander bis Angel nur leise „Es tut mir leid“ murmelte. Untypisch für sie wandte sich Cordelia ohne ein Wort wieder zur Spüle. „Wann kommt er denn nun endlich, dein Neuer?“ Anya stand am Fenster und schob zum 100.Mal den Vorhang zur Seite. „Anya! Er wird schon irgendwann auftauchen,“ bemerkte Xander vom anderen Ende des Wohnzimmers aus, wo er mit Willow saß und sich leise unterhielt. Buffy stand im Türrahmen und beobachtete ihre Freunde. Es war schön, alle hier zu haben, und selbst Steve hatte nichts dagegen gehabt, heute zur Feier zu Giles' Geburtstag vorbeizukommen und endlich die anderen kennen zu lernen. Giles war 'mal wieder bei einer Untersuchung im Krankenhaus und sollte erst in 10 Minuten wieder da sein. Alles war vorbereitet, und sie freute sich schon auf das Gesicht ihres alten Wächters, wenn er den Tisch mit den Geschenken und die Torte sehen würde. „Was ist denn nun? Traut er sich etwa nicht hier her? Oder hast du ihm gesagt, was ich bin? Ich meine, ich könnte natürlich ... wenn du es dir wünschen würdest ...“ Anya hob erneut den Vorhang hoch, als die Tür aufging und Giles hereinkam. Zuerst sah er ein wenig verblüfft aus, zumal Anya ihren neuen Stammplatz am Fenster verließ und ihm um den Hals flog. „Alles Gute zum Geburtstag, Giles! Sie sehen wesentlich jünger aus als sie sind. Ich habe mich erkundigt!“ „Danke, Anya! Das ist aber eine nette Überraschung. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.“ Giles nahm seine Brille ab und putzte sie mit dem Ärmel seines Sakkos. Buffy führte ihn ins Esszimmer, wo auf dem Tisch Geschenke und Torte auf ihn warteten. Als sie gerade die Torte verteilten und auf dem Weg ins Wohnzimmer waren, klopfte es an der Tür. Willow, die der Tür am nächsten war, öffnete, und vor ihr stand ein gutaussehender, junger Typ, der sie nett anlächelte. „Hi, ich bin Steven! Buffy meinte, ich sollte heute vorbeischauen.“ Als Buffy seine Stimme hörte kam sie zur Tür und wurde rot, als sie bemerkte, dass sie sich noch nicht einmal seinen Namen richtig gemerkt hatte. „Hi darlin’!“ Buffy küsste ihn, und Willow konnte von ihrem Blickpunkt aus sehen, wie glücklich beide in diesem Moment waren. „Schön, dass du es geschafft hast. Wir wollten gerade Torte essen. Komm doch rein.“ Als Steven das Wohnzimmer betrat, richteten sich alle Blicke auf ihn. „Aha, bist also der Neue! Ein Vampir scheinst du nicht zu sein, dafür ist es draußen noch zu hell, aber bitte sag mir, dass du auch nicht zu irgendeiner geheimen militärischen Organisation gehörst.“ Steven sah Anya ganz verständnislos an. „Hör nicht auf sie!“ Xander stand auf und ging Steven entgegen. „Ich bin Xander, und das eben war Anya. Du musst ihr vergeben, aber ihr Taktgefühl hat in den letzten 1000 Jahren ein wenig gelitten.“ Bevor Steven noch verwirrter gucken konnte, streckte ihm die rothaarige Frau, die ihm die Tür geöffnet hatte, eine Hand entgegen und stellte sich als Willow vor. „Hör nicht auf die beiden. Sie mögen es, einander Spitzen zuzuwerfen, seit Xander Anya vor dem Altar hat stehen lassen. Übrigens, ihr beiden Streithähne, ihr habt vergessen unser Geburtstagskind vorzustellen. Steven, der Herr dort auf dem Sofa ist Giles. Er hatte vor nicht allzu langer Zeit einen Unfall, daher ist er noch ein wenig schwach auf den Beinen.“ Als sie dies sagte, wurde ihre Stimme langsam zu einem Flüstern, so dass Steven die letzten Worte mehr erraten musste, als dass er sie wirklich hörte. Er ging auf Giles zu, neben dem Buffy inzwischen Platz genommen hatte und ihn anstrahlte, und zog ein dünnes, längliches Geschenk aus seiner Jackentasche. „Alles Gute zum Geburtstag!“ Giles nahm das Päckchen und begann das Papier vorsichtig abzumachen. Zum Vorschein kam ein wunderschöner Dolch, der Giles an frühe keltische Arbeiten erinnerte, die er in einem Museum in England gesehen hatte. Ein Strahlen huschte über sein Gesicht, und seine Augen nahmen einen Ausdruck an, den sie immer dann annahmen, wenn er etwas für ihn Wunderbares zu sehen bekamen, meistens alte Bücher. Buffy stand auf und schlang ihre Hände um Steven. „Was ist denn nun? Du hast meine Frage nie beantwortet!“ Anya war näher gekommen und beäugte Steven nun von oben bis unten. „Gehörst du nun einer Organisation an, die was gegen Dämonen hat? Wenn ja, dann ...“ Sie wurde von Xander unterbrochen, der neben ihr auftauchte und nur trocken bemerkte, „Anya, ich glaube nicht, dass Steven sich für dich als Dämon interessieren wird. Er ist einfach nur ein Freund von Buffy.“ Anya sah Xander voller Entrüstung an. „Das war dieser komische Riley auch, und er hat Spike trotzdem den Chip verpasst!“ Bei der Erwähnung von Spikes Namen zuckten sowohl Buffy als auch Xander zusammen. „Außerdem, seit wann hat Buffy normale Freunde? Ihr letzter war ein Vampir, der noch nicht einmal mehr Menschen beißen konnte. Also ist doch gegen ein wenig Vorsicht nichts einzuwenden, oder? Immerhin bist nicht du hier der Dämon, und wer sollte sich überhaupt für dich interessieren?“ Mit diesen Worten drehte sich Anya beleidigt um, so dass sie Stevens Griff zum Messer in seinem Gürtel nicht bemerkte. Es schien fast, als wolle er auf Anya losgehen, als Willow aufschrie und zusammenbrach. Angel hatte sich nach dem „Zwischenfall“ sehr schnell auf sein Zimmer zurückgezogen und saß nun, wie Cordy vermutete, sicher grübelnd im Dunkeln. Na ja, wenn sie ehrlich war, war sie auch nicht besser. Um sich abzulenken hatte sie angefangen, das Hotel auf Hochglanz zu bringen, als Spike die Treppen herunterkam. „Meine hübsche Cordelia... auf einmal zum Putzteufel mutiert?“ Cordy schaute nicht einmal auf. „Ist niemand anderer da, den du nerven kannst?“ „Wenn du mich so fragst... nein. Genaugenommen wollte ich sogar genau mit dir reden.“ Daraufhin fing er sich einen sehr ungläubigen Blick von ihr ein. „Ich hoffe, das war ein Witz – ansonsten muss ich mich jetzt nämlich verhört haben.“ Sie wollte gerade wieder in die Küche zurück, einfach um ihn loszuwerden, als er nur meinte, „Ich habe mit Buffy geschlafen!“ DAMIT hatte er ihre Aufmerksamkeit. „WAS?“ „Du hast schon richtig gehört, Prinzessin.“ Cordelia kam sich vor wie in einem Film… einem GANZ schlechten wohlgemerkt. „Dir ist schon klar, dass du hier bei Angel wohnst, und er dir für so einen dummen Kommentar den Kopf abschlagen würde, oder?“ Als sie dies sagte, wurde ihr wieder einmal bewusst, dass es genau der Wahrheit entsprach. Für Buffy würde Angel immer noch durchs Feuer gehen... und vor allem nach diesem Kuss eben, schmerzte diese Erkenntnis umso mehr. Spike konnte in ihrem Gesicht lesen, dass ihre Gedanken wieder zu Angel gewandert waren. „Genau deswegen wollte ich mich eher an dich wenden. Mit diesem ganzen neuen Cordelia/Angel Drama kannst du meine Situation sicher auch ganz gut verstehen.“ Irgend etwas an Spikes Blick sagte ihr, dass er es ernst meinte, und auch wenn sie nicht wusste warum genau, erwiderte sie, „Dann schieß `mal los!“ Nachdem Buffy sichergestellt hatte, dass es Willow besser ging und nichts mehr für ihre Freundin getan werden konnte, überlegte sie einen Moment und zog dann Steven mit sich ins Esszimmer. „Was ist mit deiner Freundin?“ Steven sah wirklich besorgt aus, auch wenn etwas an seinem Ton ihr einen Schauer über den Rücken jagte. „Sie hat sich vor einiger Zeit mit den Mächten angelegt, und die bestrafen sie nun, indem sie Dinge in ihrem Kopf sehen und miterleben muss. Aber das ist letztlich im Augenblick gar nicht so wichtig! Willow hat mir erzählt, was mit deinem Vater geschehen ist...“ Buffy schaute Steven an und legte ihm einen Arm um den Oberkörper, um ihn zu beruhigen, da er bei der Erwähnung seines Vaters zusammen gezuckt war. „Willow konnte mir nichts genaues sagen, aber so viel ich verstanden habe, hast du zwei Väter, und du glaubst, dass der eine den anderen umgebracht hat. Ich verstehe das Ganze zwar nicht wirklich, aber Giles hat irgendwann einmal gemeint, dass ich es nicht verstehen muss um zu handeln. Willow wollte auf jeden Fall sicherstellen, dass du dir im klaren darüber bist, dass du damit falsch liegst.“ Steven sah sie mit ganz erstaunten Augen an. „Womit liege ich falsch? Außerdem, was geht es dich an?“ „Gar nichts, außer dass du mich wohl belogen hast. Du hast gesagt, dass ein Vampir deinen Vater getötet hätte.“ Steven sah sie einfach nur wütend an, und einen Moment befürchtete Buffy schon, dass er gehen würde, bevor sie den entscheidenden Teil von Willows Botschaft los geworden war. „Steven, warte! Lass uns nicht streiten. Willow hatte noch eine Nachricht für dich.“ Erstaunt guckte Steven sie an, „Was hat denn nun der Tod meines Vaters mit deiner dummen Nachricht zu tun?“ „Die Mächte wollten dich wohl durch Will wissen lassen, dass dein Vater nicht von – ähm – deinem andern Vater, sondern von irgendeiner Justine umgebracht worden ist. Will konnte es nicht genau beschreiben, aber ich glaube, diese Frau hat gerade Selbstmord begangen, und das musste Willow miterleben.“ Steven sah sie ungläubig an. Wut und Verzweifelung zeigten sich auf seinem Gesicht. „Aber warum? Warum hätte sie ihn töten sollen?“ Er hatte inzwischen einen starren, fast unheimlichen Gesichtsausdruck, und Buffy konnte in ihm nur noch wenig von dem Mann erkennen, der sie so glücklich gemacht hatte. Steven ließ sich auf einen der Stühle am Tisch fallen und war tief in seine Gedanken versunken. Dieses Bild erinnerte Buffy an etwas, aber bevor sie den Gedankenfetzen greifen konnte, sah Steven sie wieder an. „Würdest du mit mir nach L.A. kommen? Ich weiß noch nicht genau, was ich dort machen werde, aber ... Mein Vater war sehr gläubig, weißt du, und ich ... ich weiß gar nichts mehr! Was soll ich denn machen?“ Er schien selber erstaunt über seine Offenheit zu sein. Buffy ging zu ihm hinüber und küsste ihn. „Wir schaffen das schon zusammen! Ich denke, dass du wenigstens versuchen solltest, herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Und das geht eben nur in L.A.“ "So sehr ich auch eigentlich versuche, die Stadt zu meiden," dachte Buffy. „Wenn du willst, komme ich mit. Im Moment habe ich nichts anderes zu tun, und ich denke, die anderen kommen auch alleine klar.“ Steven sah sie ein wenig ungläubig an. Er hatte nicht mit so viel Unterstützung gerechnet und dachte ein paar Sekunden darüber nach, bis er zu der Erkenntnis kam, dass Buffy vermutlich recht hatte. Er wollte nicht sein ganzes Leben alleine umherwandern, und er wollte endlich wissen, wer sein Leben nun so verpfuscht hatte. „In Ordnung, aber wenn wir gehen, dann sofort!“ Buffy sah ihn an, nickte ihm zustimmend zu und verschwand ins Wohnzimmer, um die anderen zu informieren. Steven blieb allein zurück, und der Gesichtsausdruck, der nun erschien, zeigte nichts mehr von den freundlichen Menschen, in den sich Buffy verliebt hatte. Es war Hass und Rachsucht! Allerdings ... Leute, die ihn zuvor schon einmal in solch einer Stimmung gesehen hatten, hätten vermutlich einen Unterschied bemerkt. Die Entschlossenheit, die normalerweise das noch relativ junge Gesicht zeichnete, war verschwunden. Es schien fast so, als ob Steven sich nicht ganz sicher wäre, ob seine Gefühle gerechtfertigt seien. Er stand auf und ging Buffy entgegen, die inzwischen mit gepackten Sachen an der Tür Xander letzte Anweisungen gab. „Auf nach L.A!“ sagte sie und drückte ihm ihre Tasche in die Hand. Auf in Seine Stadt! Werde ich ihn sehen? Bevor sie den Gedanken zu Ende denken konnte, nahm Steven sie in den Arm und küsste sie. „Ja, auf nach L.A.!“ Cordelia und Spike saßen immer noch in der Lobby und sie dachte darüber nach, was er ihr erzählt hatte. Ganz konnte sie nicht verstehen, warum ausgerechnet er sich in Buffy verliebt hatte. Bei Angel war es damals etwas anderes gewesen... Überhaupt, sie wollte wirklich nicht wissen, was Angel von der ganzen Sache halten würde. Besser war es sowieso, wenn er nichts davon erfahren würde. Es würde nur alte Wunden aufreißen. Sie wusste, wie viel Buffy ihm immer noch bedeutete und auch wenn sie sich wünschte, dass es anders wäre, würde sich das wohl auch sobald nicht ändern... ob er es sich selbst eingestand oder nicht. Warum musste sie im Zusammenhang mit Buffy eigentlich immer an Angel denken? Jetzt ging es doch um Spike und Buffy! Damit versuchte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Spike zuzuwenden. „Du solltest mit Buffy reden!“ „Was? Sie würde mir das mit der Seele ja eh nicht glauben.“ Spike schien nicht gerade begeistert von der Idee. „Pack dich doch erstmal an deine eigene Nase und rede mit Angel!“ In dem Augenblick kam Angel die Treppe herunter. „Über was soll sie mit mir reden?“ Cordy schaute zwischen Angel und Spike hin und her und meinte dann zu Angel, „Hättest du eine Minute? Wir müssen über... einen neuen Fall reden...“ Mit einer Kopfbewegung deutete er ihr an, ihm ins Büro zu folgen. Die beiden standen schon an der Tür, als Spike trocken bemerkte, „Bald bin ich eh weg aus L.A. Diese verdammte Stadt hier ist noch viel zu nah bei Buffy!“ „Kein Ort auf diesem kleinen Planeten ist für dich weit genug weg von mir, Spike!“ Spike drehte sich um und starrte Buffy an, die mit Steven im Eingang stand. „Bloody hell, Buffy????“ Steven sah Buffy überrascht an. “Alles in Ordnung, darlin’? Kennst du den Typen?“ Buffys Blick wanderte an Spike vorbei zur Tür des Büros, in der Angel noch bleicher als gewöhnlich stand. Als ob sie beiden beweisen wollte, dass sie auch ein Leben ohne einen Vampir als Boyfriend führen konnte, zog sie Steven an sich und küsste ihn leidenschaftlich. "Connor?!?“ Cordelia guckte die beiden erstaunt an. Auch Angel glaubte seinen Augen nicht trauen zu können. Seine Gedanken begannen zu rasen, wurden immer schneller und dann... dann war alles schwarz. Als Buffy sich von Steven löste, sah sie, dass Cordelia sich um Angel kümmerte, der am Boden lag und langsam wieder zu sich kam. Cordy wendete sich den beiden zu und sah Connor böse an. „Hast du deinem Vater nicht schon genug angetan?“ Buffy sah von Connor zu Spike und zu Cordy, die Angel inzwischen aufgerichtet hatte. Langsam trat sie ein paar Schritte zurück. „Was soll das alles? Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film, bei dem ich die Handlung nicht ganz mitbekommen habe. Ihr kennt Steven? Und warum ist der hier???“ Und zeigte mit ihrem Kopf auf Spike. Spike guckte alle Beteiligten einmal an und stand auf. „Ich denke, ihr habt Wichtigeres zu klären als meine Anwesenheit. Aber schön, dass du dich von unserer kleinen Affäre so schnell erholt hast.“ Mit diesen Worten verschwand er die Treppe hoch, bevor Buffy oder Angel ihn erwischen konnten. Langsam fühlte sich Angel wieder gut genug um aufzustehen. „Connor!“, der sich schon zum gehen umgedreht hatte, „bitte bleib! Ich würde gerne neu anfangen. Egal was passiert ist!“ Buffy guckte Angel erstaunt an. „Angel, hallo? Wieso bitte nennst du Steven immer Connor? Warum habe ich nur das Gefühl, dass du mir nachspionierst. Riley und du waren ja wohl kaum besser als ihr beide hier.“ Nun war es an Connor erstaunt zu gucken. Alle drei waren einfach sprachlos. Nur Cordy schien fähig zu sein, die Situation in ihrem ganzen Ausmaß zu erfassen. Auch wenn es sie schmerzte, wurde ihr in diesem Moment vollständig klar, dass Angel und Buffy immer miteinander verbunden sein würden. Allein die kurzen Blicke, die sie bisher ausgetauscht hatten, sprachen Bände. Was sie an der Sache nur etwas verwirrte, war Connors Anwesenheit und warum Buffy und er so vertraut schienen. Wie auch immer... einer sollte nun einmal alles aufklären. „Ums kurz zu machen: Angel hat mit Darla geschlafen, die nicht ganz so tot war, wie du denkst. Und das Ergebnis steht nun neben dir und schmachtet dich an. Nun würde mich 'mal dein Teil der Geschichte interessieren... Den Vater konntest du nicht haben, also schmeißt du dich nun an den Sohn ran?“ Etwas entnervt schaut sie Buffy an. Ihr Blick wanderte zu Angel. „Ich denke, ihr habt VIEL zu bereden... Damit schließe ich mich Spike an und lasse euch allein.“ Sie nahm ihre Sachen, schaute noch ein letztes Mal in Angels Richtung, der sie nicht einmal mehr wahrnahm und verließ das Hotel. Buffy blickte von Connor zu Angel, während ein verzweifelter Ausdruck sich auf ihrem Gesicht breit machte. Sie wollte nun wirklich nichts mit den beiden ausdiskutieren. Das war im Moment alles zu viel für sie! Also wand sie sich der einzigen einfachen Sache in diesem ganzen Chaos zu: Spike. „Ich beide seht so aus, als hättet ihr euch eine Menge zu sagen. Ich geh jetzt erst mal Spike suchen. Wir haben da noch etwas zu klären!“ Buffy versuchte an Angel vorbeizugehen, aber der hielt sie am Arm fest. „Buffy, er ist nicht mehr der, der er einmal war. Versprich mir, dass du Spike zuhörst, bevor du etwas tust.“ Bei dem Blick, den Angel Buffy zuwarf, zog sich Connors Herz zusammen und auch ihm wurde klar, dass er in die Mitte einer unheimlichen Beziehung geraten war. Traurig wandte er den Blick ab. Angel ließ Buffys Arm los und sie stieg die Stufen zu den oberen Etagen hoch, während sich Angel Connor zuwandte und ihm zu verstehen gab, dass sie vermutlich in seinem Büro am besten würden reden können. Buffy konnte sich noch immer nicht an den Gedanken gewöhnen, dass Spike nun eine Seele haben sollte und angeblich wirklich bereute, was er ihr angetan hatte. Langsam kam sie die lange Treppe herunter und ging in den kleinen Hof, in dem ein Springbrunnen vor sich hin plätscherte. Der Mond stand hoch am Himmel und trotz der vielen Lichter L.A.s konnte man noch ein paar Sterne sehen. Es erinnerte sie ein wenig an die Zeit, als Angel und sie zusammen glücklich gewesen waren. Im nachhinein wunderte sie sich über sich selber. Irgendwie schon eigenartig, dass ihr nicht früher aufgefallen war, wie ähnlich Steven ... nein, Connor Angel war. Aber vielleicht war es gar nicht verwunderlich! Eigentlich hatte sie die letzten Jahre damit zugebracht, Angel zu vergessen, und hatte sich selber glauben lassen, dass sie es schaffen konnte. Aber als sie ihn heute in der Lobby gesehen hatte, seinen Gesichtsausdruck als sie seinen Sohn küsste, hatte sie gewusst, dass sie sich selber belogen hatte. „Grübelst du jetzt auch schon? Cordy sagt immer, das sei meine bezeichnende Eigenschaft!“ Angel trat aus dem Schatten, und als er Cordelias Namen mit einer tiefen Vertrautheit erwähnte, zuckte Buffy zusammen. Um ihre Fassung wieder zu gewinnen, versuchte sie es erst mit ein wenig neutralerem Boden. „Hast du dich mit Connor ausgesprochen?“ Angel nickte. „Ja, wir haben zwar noch einen langen Weg vor uns, aber ich denke, wir werden es schaffen.“ Aber eigentlich hörte Buffy ihm gar nicht zu. Sie konnte diesen einen Gedanken nicht länger verdrängen. „Cordy und du... Seid ihr ein Paar?“ Buffy schaute Angel aufmerksam an. „Um ehrlich zu sein ... Ich habe darüber nachgedacht!“ Er ging ein paar Schritte auf sie zu, nahm eine Strähne ihres blonden Haars zwischen zwei Fingerspitzen und konzentrierte sich darauf. „Aber als ich dich heute in der Lobby ... mit Connor... sah. Ich war schrecklich eifersüchtig, und mir wurde klar, dass es nicht fair gegenüber Cordelia wäre. Sie hat einen Mann verdient, der nur sie liebt... und dieser Mann kann ich nicht für sie sein.“ Langsam wanderte sein Blick bis sich ihre Augen trafen, und Buffy wusste in diesem Augenblick, dass egal, was kommen würde, nichts und niemand sie je wieder trennen könnte. Angel trat noch einen Schritt näher an sie heran und beugte sich hinunter, um sie zu küssen. The End

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