Bad Warmbrunn

Deutschlands bekanntester Kurort.7 km südlich der Kreisstadt
Hirschberg am Fuß des Riesengebirges,347m,Bahnstation der Zackenbahn
und Mittelpunkt der Strassenbahnstrecke Hermsdorf(schreiberhau)-
Hirschberg.

Die berühmten warmen Quellen werden bereits 1281 erstmals urkundlich
erwähnt.Bad Warmbrunn liegt an beiden Ufern des Zackenflusses und erhielt
erst 1935 die Stadtrechte.1900 hat der Ort 4050 Einwohner,1939:6036-heute
sind es wohl viermal soviel Polen.Die Schwefelquellen sind radiumhaltig.

Bad Warmbrunn war Hauptsitz der Familie von Schaffgotsch.Das Schloss
neu entstanden 1784-1797 enthielt bis 1945 Deutschlands größte privat
Biblothek mit 80000 Bänden und Archiven der Familie von Schaffgotsch.
Letzter Besitzer Friedrich von Schaffgotsch starb 1947.Die Polen
plündernten und raubten alle Kunstschätze.

Sehenswürdigkeiten: Die kath.Pfarrkirche St.Johannis von 1712-1714
mit Altarbild von Michael Willmann,die ev.Kirche errichtet 1774-1779.
Die schönen Kuranlagen(u.a Kurtheater-von 1836),die bekannte Holzschnitzschule(1902 gegründet),der Kurpark und der Norwegische Park
(1906),ehem.Zisterzienserkloster und weiters.Bekannt waren die Füllner
Industriewerke.


Rathaus in Hirschberg

Hirschberg

Kreisstadt des schlesischen Riesengebirges(kreis-hirschberg) und
Stadtkreis 90km südwestlich von Breslau am Fuße des Riesengebirges an
der Mündung des Zacken in den Bober,Mittelpunkt des nach ihr benannten
Tals,345m.Gründung vor 1288 als deutsche Kolonistenstadt mit rechteckigen Ring als Stadtzentrum,1353 böhmisch,1625 habsburgisch und
ab 1742 preußisch.

Bild von Hirschberg(vor 1945), Laubengänge und Brunnen auf dem Marktplatz



Das Stadtbild prägen die barrocken Laubenhäuer um den Ring mit dem
1744-1749 erbauten Rathaus.Ätestes kirchliches Bauwerk die 1288
errichtete kath.Pfarrkirche St.Erasmus und Pankratius mit kostbaren
barrocken Hochaltar von 1713-1718 und bedeutender Orgel.Auf dem Kirch-
Platz Mariensäule von 1712.Nach dem Vorbild der Stockholmer Katharinen
kirche wurde 1709-1718 die ev.Gnadenkirche errichtet(reiche Orgel).Auf
dem die Kirche umgebenden Friedhof die heute stark verfallenen 19
Gruftkapellen Hirschberger Bürgerfamilien.

Die breit gefächerte Industrie der Stadt geht auf die Leinen-und
Schleierweberei des 16.und 17 Jh.zurück,Das ausgeprägte höhere
Schulwesen hatte seine Anfänge im 16jh.,zuletzt Hochschule für Lehrbildung und Meisterschule des deutschen Handwerkes für Werksteinbau
Ausgedehntes Straßenbahnnetz,seit 1927 Flugverbindung nach Breslau-die
damals sechst größte deutsche Stadt.Hirschberg zähte 1927 genau 2029 Häuser mit 8094 Wohnungen. 

Hirschberg wurde erst nach der Kapitulation vom 8.Mai.1945 von den
Russen besetzt,war nicht zerstört verfiel aber unter den Polen.1905 mit ca.17900 Einwohnern und 1939
hatte Hirschberg genau 32764 Einwohner.Das heutige Jelenia Gora hat fast 5 fach 
soviel Einwohner.


 

Stadtplan von Hirschberg (1905)


 

 Warmbrunn und Umgebung

Einige Sehenswürdigkeiten in Hirschberg:

Gnadenkirche:

An der Bahnhofstrasseߥ steht die Evangelische Gnadenkirche "zum Kreuze Christi" eine der sechs durch Kaiser XII.von Schweden 1706 von Kaiser Joseph I.erlangten Schlesischen Gnadenkirchen,1709-1718 erbaut;bemerkenswerter Bau nach dem Vorbild der Katharinenkirche in Stockholm.Im Inneren der Kirche Plafondmalereien,Luthers B?on Schladow(in einer Seitenkapelle),vom Jahre 1817,und eine der schönsten Orgeln Schlesiens.Akustisch merkwürdig ist die Fl?cke auf der obersten Empore.Die Hirschberger Gnadenkirche lag gemäß dem Breslauer Exekutionsrezeߠvon 1709 außeߥrhalb der Stadt vor dem Schildauer Tor.Der Bau,ein Werk des aus Reval stammenden und in Liegnitz ansässig gewordenen Architekten Martin Frantz(1679-1742),wurde kreuzförmigen Grundrißߠerrichtet.Den Außeߥnbau charaktaresiert ein strenger,gro߬iniger Stil und der Verzicht auf figuren oder bauplastischen Schmuck.

Gnadenkirche(Kirchhof):

Der Kirchhof enthält viele prachtvolle Gruftbauten aus dem späten Barrock, besonders bemerkenswert ihre schmiedeeisernen Gitter. Neben der Kirche das ehemalige evangelische Gymnasium, 1709-1712 erbaut.

Hauptkirche:

Die Katholische Hauptkirche(Stadtpfarrkirche),ein mächtiger, gotischer Quadersandsteinbau mit 70m hohem,von einer Barrockhaube gekrönten Turm, in der Nähe des Rings, ist 1108 gegründet und 1304 von Herzog Bernhard von Schweidnitz neu erbaut, 1879 neu ausgemalt.

Der Markt oder Ring:

der besonders zur Marktzeit ein lebhaftes-buntes,malerisches Bild bietet,ist umstanden von Patriezierhäusern aus der Barrock-und Rokokozeit, deren Laubengänge lückenlos zusammenschliessen. Das Goldene Schwert(Nr.27) hat einen schönen Rokokoschmuk. Das Rathaus von 1747.Mann gewinnt hier einen Eindruck von der alten,aus Tuchmacherei und Leinenhandel stammenden Reichtum der Stadt

Was gab es noch in Hirschberg ???:

u.a Schildauer Torturm, die Altkatholische Kirche(1815), das Museum des Riesengebirgsvereins

Beschreibung von Hirschberg ( von Fedor Sommer-"Landeskunde Schlesien")

Der natürliche Mittelpunkt des ganzen Hirschberger Tales.Hier und in seiner Nähe fließen alle Wasser der nördlichen Abdachung des Riesengebirges zusammen.Darum ?en sich alle Täler schlie߬ich nach diesem Punkte,und so bildet Hirschberg den Ausgangspunkt aller Wege ins Gebirge,auch den der Gebirgseisenbahnen ins Schmiedeberger-und Warmbrunner-Schreiberhauer Tal.So entstand denn auch hier schon sehr fr?e Befestigung,in deren Schutze die Stadt sich erweiterte.Die Befestigungswerke sind aber zum Gl?r die Entwicklung der Stadt schon sehr fr?allen,und an ihrer Stelle sind wie in so vielen anderen Schlesischen St䤴en Promenadenanlagen getreten.Die Stadt hat zu allen Zeiten viel durch Kriege gelitten.Ihr Wohlstand hob sich vom 15.Jahrhundert an durch schwunghafte Fabrikation d?Schleier;f? Alleinhandel mit ihnen hatte sie ein Privilegium.Dieser Handel bl?is ihn die Napoleonischen Kriege vernichteten.An seiner Stelle ist heute Leinwand-und Holzhandel getreten,dessen Aufbl?n der nat?en Beschaffenheit der Umgebung begründet liegt.Hirschberg weißߴ auch groߥße Fabriken für zementbedachung,Holzstoff,Obstwein und Fruchtsäfte,Papier und Maschinen sowie eine bedeutende Kammgarnspinnerei auf.Der Ring ist von "Lauben"umgeben.Die Umgebung ist reich an Naturschönheiten.Die Anlagen am Kavalier-und Hausberge und an der Sattlerschlucht haben besonderen Ruf.Der lebhafte Verkehr,den der Fremdenzufluߠund die Industrie gerade in Hirschbergs Umgebung hervorbringen,hat zur Anlage einer elektrischen Straßeߥnbahn gef?ie Hirschberg mit Hermsdorf/Kynast verbindet und für Warmbrunn von besonderer Bedeutung ist.

Hirschberg vor dem Riesengebirge

 

Gasthäuser in Hirschberg / In den 30er Jahren

"Goldener Greif", Paul Anders, Lichte Burgstraße 8

"Zum Landgericht", Hermann Arndt, Wilhelmstraße 29

"Langes Haus", Berthold Beinlich, Hirschgraben 2

"Zur Schneekoppe", Oskar Beyer, Warmbrunner Straße 121

"Drei Linden", Ludwig Engelmann, Schmiedeberger Straße 13

"Berliner Hof", Paul Felgenhauer, Sechstätte 1

"Breslauer Hof", Oskar Gorny, Warmbrunnerstraße 28

"Kretscham", Fritz Hansch, Hartau 8

"Zur Burg", Wilhelm Kreul, Schützenstrasse 34

"Goldenes Schwert", Robert Meschter, Markt 27

"Zur Eisenbahn" , Harry Müller, Alte Warmbrunnerstraße

"Kretscham", Karl Müller (Erben), Cunnersdorf, Friedrichstraße 18

"Stadtbrauerei" , Robert Schröter, Braugasse 1

"Zur alten Hoffnung", Fritz Schubert, Sand 15

"Goldener Löwe", Fritz Schultz, Markt 53

"Drei Kronen", J.Speer, Markt 48

"Zum Kronprinz", Carl Stief, Schützenstrasse 17

"Warmbrunner Hof" , A.Teichmann, Warmbrunner Straße 15

"Zum Molkenberg", Eduard Titz, in Hartau

"Drei Rosen", Wilhelm Tschörtner, Rosenau 9

"Goldener Anker", Marie Watzko, Schulstraße 3

"Zur Eisenbahn", Klara Wenzel, Bolkenhainer Straße 2

"Zum Hochstein", J.Zinnecker, Markt 23

"Zur Post", Martha Pohl, Cunnersdorf, Warmbrunner Straße 57

"Drei Eichen" Otto Kambach, Cunnersdorf, Warmbrunner Straße 142

 

 

 

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