Die Gründung von Schwarzental im böhmischen Riesengebirge

In der Umgebung von Schwarzental wurde schon längere Zeit Bergbau betrieben.Schon im Jahre 1383 wird erwähnt,daß die Herren von Thurgau,die Besitzer von Arnau und Lauterwasser ,im Tale des Silberbaches Eisenerze gewannen.Edelmetalle werden in dieser Zeit nicht erwähnt.Bergbau auf Gold und Silber scheint erst im 16.Jahrhundert begonnen worden zu sein,zu einer Zeit,da überall in Böhmen eine rege bergbauliche Tätigkeit begann.Im Jahre 1564 verlieh Eustachia von Gendorf dem Bergstadl Schwarzental besondere Privilegien.Es wird den Bergbautreibenden das Holz für die Gruben,Zechenhäuser,Pochwerke und Schmelzhütten unentgeldlich geliefert.Außerdem wird ein Berggericht eingesetzt und das Abhalten von Jährmarkten bewilligt.

An mehr als 20 Orten wurde damals auf Gold und Silber geschürft.Goldablieferungen fanden wöchentlich oder monatlich nach Prag und Kuttenberg statt.Der Abbau war sehr schwierig und wurde häufig durch Wassereinbrüche auf längere Zeit lahmgelegt.Die Zeit der größten Ausbeute scheint um das Jahr 1607 gewesen zu sein.Aber allmählich kam der Bergbau immer mehr herab und der 30 jährige Krieg vernichtete ihn vollständig.Vom Jahre 1624 bis in das 18.Jahrhundert hinein ist alles verödet.Das bergvolk ist weggezogen oder hat eine andere Beschäftigung begonnen.

Erst als Hohenelbe und Schwarzental in den Besitz des Grafen Morzin gekommen war,wurde dem Bergbetrieb wieder Aufmerksamkeit geschenkt.Im Jahre 1709 wurde eine Gewerkschaft in Schwarzental gegründet zur Ausbeutung der alten Gold-und Silberbergwerke.Anfangs erziehlte man nur geringe Erfolge.Wenn auch allmählich das Erträgnis stieg ,konnte doch der alte Bergsegen der früheren Zeit nicht mehr erreicht werden.Immer mehr und mehr verfiel derselbe und um das Jahr 1817 wurde er ganz eingestellt.

Die Bürgermeister in Schwarzental in chronologischer Reihung:

1850-1864 Wenzel Erben, 1864-1870 Alois Renner, 1870-1876 Johann Held, 1876-1879 Wenzel Erben, 1879-1882 Wenzel Fink, 1882-1885 Wenzel Renner, 1885-1901 Johann Fink, 1901-1906 Ignaz Kröhn, 1906-1918 Johann Fink, 1918-1923 Johann Fuhrmann, 1923-1927 Wenzel Kröhn, 1927-1938 Franz Kröhn, 1938-1939 Albert Wonka, 1939 Ferdinand Thuma, 1939-1945 Anton Zirm.

Die Pfarrkirche zu Schwarzental

Die Schwarzentaler Pfarrkirche entstand aus einer 1556 von Bergleuten zu Ehren des heiligen Michael erbauten Kapelle,welche den Namen"Gotteshilf"führte.1607,als der Goldbergbau besonders ergiebig war,wurde dieselbe erweitert und der Gottesdienst teils von den Hohenelber Augustinern,teils von der Langnauer Geistlichkeit versehen.Erst 1778 wurde die Kirche von Kaiser Josef II.zur Pfarrkirche erhoben und von Langenau,dem es bis dahin als Filialkirche zugeteilt war,losgetrennt.Das Pfarrhaus wurde in den Jahren 1803-1805 gebaut.Zuvor wohnte der Pfarrer in den Privathäusern Nr.77 und56,erst später im Schulhause.1830-1832 wurde die Kirche um einige Ellen verlängert und bekam in letzterem Jahre einen neuen Glockenstuhl.Die Kirche ist eine Religionsfondskirche.

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