Die Döfer am Zackenfluss,Von Hirschberg Herischdorf,
Bad Warmbrunn,Hermsdorf,Petersdorf nach Schreiberhau
Petersdorf:
liegt 14 km Südlich von Hirschberg, 366-425m(Bahnhof 388m), beliebte
Sommerfrische an beiden Ufern des Zackens. Entstanden war der lange Ort
im 14 Jahrhundert als Glassmachersiedlung. Bekannt wurde die 1866 gegr.
Glashütte Fritz Heckert. Andere Wirtschaft des Dorfes: Papier-und Kunst-
seideherstellung, Glasschneidereien, Elektroindustrie. Katholische und Evangelische Kirche, 4 Ärzte, Zahnarzt und Apotheke,1939 hatte Petersdorf 4427 Einwohner.
Der Ort nennt sich heute"Piechowice". In Unter-Petersdorf steht eine
700 Jährige Eibe. Landstrasse nach Schreiberhau 12 km. Busstationen in Petersdorf: Petersdorf(Sonne) und Petersdorf(Kiesewalder Weg), Umgebung:u.a die
Dörfer: Kiesewald, Hartenberg, Wernersdorf, Kammerswaldau- bekannt der
Zackenkamm. Moltke-Fels(686m-30 Minuten Weg)
Hermsdorf/Kynast:
am Schneegrubenwasser(wie Agnetendorf),345-418m,besuchte Sommerfrische
5Km südlich von Hirschberg.Endhaltepunkt der Hirschberger Straßenbahn.
Dorf mit 1905:2300,1939:3277 Einwohnern,polnischer Name:Sobieszow.Hier
ein Schloss der Grafen Schaffgotsch(1705-1712),Katholische Pfarrkirche
St.Martini aus dem Jahr 1778,Ev.Kirche 1744-1745 errichtet.Bekannt ist
der Ort durch die Burgruine Kynast(627m-erstmals 1364 genannt und 1675
ausgebrannt) auf einem bewaldeten Granitfelsen.Die Postbus Haltestelle von Hermsdorf war Tietzes Hotel(50 Betten)hier endete auch die Straßenbahn von Hirschberg.Hermsdorf hatte ein modernes Freischwimmbad,Ärzte,Amtsgericht,Apotheke.Möbelindustrie und
Glasschleiferei als Wirtschaft.

| ******************SCHREIBERHAU******************* |
Der Name "Schreiberhau":
Der Name "Schreiberhau" spricht für sich. Er bezeichnet einen "hau", einen Holzschlag, der nach einem "Schreiber" gennant wurde. Die erste bekannte Urkunde, über einen Glashüttenverkauf im Jahre 1366 ausgestellt, nennt schon den Flurnamen als festen Begriff. Möglich, daß der Mann, der in die Schreiberhauer Wälder Breschen schlug, Schreiber hieß und von den Piasten als Locator eingesetzt war, möglich aber, daß der Hau nach einem der geistlichen Schreiber des Ende des 13. Jahrhunderts gegründeten Stiftes Warmbrunn genannt wurde.
(aus "Verkehrsbüchlein Schreiberhau" von 1936)
Seehöhen im Ort:
Bahnhof Nieder Schreiberhau 594m,Bahnhof Mittel Schreiberhau 656m,Zackelfall 846m
Bahnhof Ober Schreiberhau 704m,Bahnhof Josephinenhütte 49m,Kochelfall 523m,
Zollhaus 810m,Sommerberg 662m,Huttstadt 649m,Goldene Aussicht 737m,
Sudetenkurve(Gebirgstraße nach Bad Flinsberg) 803m,Reifträger 1362m,Hochstein 1058m
Im Ortsteil Mariental
ܢÜber den Ort Schreiberhau:
Der Ort ist mit ca.20 Km Länge und 9 Km Breite der am weitesten
verzweigtesten Ort in Preussen. Er besteht aus Nieder-,Ober-,
und Mitteldorf, sowie mehrere Kolonien(z.B.Strickerhäuser). Er erstreckt
sich zwischen 545 und 771m in alle Seitentäler des Zackens. Schreiberhau hatte folgende Busstationen:Ober Schreiberhau,Werners Gasthaus,Kochelfall und Zackental
Schreiberhau hatte um 1900 ca 4000 Einwohner und 1939: 7601 Einwohner
Einiges aus der Geschichte:
1366 und 1372 wird eine Glasshütte Schribirshau" urkundlich das erste
mal erwähnt. Kein Flurname in Schreiberhau ist Slawisch, alle waren deutsch. Die Josephinenhütte im Ortsteil Weißbachtal wird schon
1336 genannt-mehrere Glashütten gab es zwischen Karlsthal und Schreiber
hau-sie gehörten der Familie Preußler. Die eigentliche Josephinenhütte beginnt am 8.7.1842 mit dem schmelzen des Glases.1870 wird der Ort
zusammen mit Krummhübel der bekannteste Ort im Riesengebirge- er ist in
ganz Deutschland ein bekannter Fremdenverkehrs- sowie Wintersportort.
Sehenswürdigkeiten in und um Schreiberhau:
Im Oberdorf steht die Katholische Kapelle von 1652,auf dem Friedhof
das Grab des Dichters Carl Hauptmann(1858-1921).Die Evangelsiche Kirche
in Nieder Schreiberhau entstand 1755(der Turm erst 1820/1821).Eine
Neuromanische Kirche(1884-1886,mit Bilder von Wlastimil Hofman) im
Mitteldorf.Die Sagenhalle(von 1903) mit Rübezahlstandbild und Bildern auch im Mitteldorf.
Wintersport in Schreiberhau:
Hier fanden 1921,1926,1933 und 1935 die deutschen Meisterschaften im
Rodeln statt-1928 die Europameisterschaft.Die Schreiberhauerin Hilde
Raupach wurde erste Damen-Europameisterin.Der beste Rodler aus Schreiberhau war Rudolf Liebig,er gewann 1928 die deutsche Meisterschaft und wurde 1929 Vizeeuropameister.Davor waren schon W.Raupach(1914) und Wilhelm Adolf(1921) deutsche Meister geworden.Deutscher Skimeister wurde 1925,der aus Spindelmühle stammende und für Schreiberhau startende,Kurt Endler.1905 beginnt man in Deutschland in Schreiberhau mit dem Bobsport.1933 fanden in Schreiberhau die 2er Bob-Weltmeisterschaften statt,die mit einer Überraschung endeten:Sieger wurden die Rumänischen Bobpiloten.Der Bobsport brachte aber auch ein Ungl?t in den Schlesischen Wintersportort als am 12.1.1932 bei den deutschen Bobmeisterschaften ein Viererbob aus der Bahn schießt und zwei Menschen t?,12 weitere und der Pilot werden verletzt.Mit der Himmelsgrundschanze war der Ort auch im Ski-Springen vertreten.Am 2.2.1925 veranstaltet die"Luzerner Sport Internationale" in Schreiberhau die ersten"Wintersportliche Wettkämpfe des 1.Internationale Arbeiter Olympia"-sie bestehen u.a aus Langlauf,Ski-Sprung und sonstigen Wertlämpfen des nordischen Ski-Sports.
Wirkungsort Schreiberhau:
Zahlreiche Persönlichkeiten lebten und wirkten hier-die bekanntesten
die Brüder Karl und Gerhart Hauptmann.Der Schlesische Schriftsteller
Hermann Stehr(*16.2.1864 in Habelschwerdt) starb im September
1940 in Oberschreiberhau.Ebenso lebte hier die in Kattowitz geborene
Autorin Ruth Storm.Weitere: Wilhelm Bölscehe(Schriftsteller),Hermann
Hendrich(Maler) und auch Werner Sombart(Soziologe) oder der in Schottl.
geborene Schriftsteller und Dichter John Henry Mackay.Bekannt auch die Künstlerkolonie in der Lukasmühle der Trachtenveranstaltungen("Preußlerhuxt") in Schreiberhau.Gerhard Kosel,Architekt des Berliner Fernsehturmes,ist am 18.Februar 1909 in Schreiberhau geboren worden.
Ausflusziele um Schreiberhau:
Kochelfall,Reifträger(1362m),Roter Floßl(952m),Neue Schlesische Baude
Alte Schlesische Baude,Quargsteine,Hochstein(1058m),Reifträgerbaude,Zackelfall
Strassennamen in Schreiberhau:
die wichtigsten waren: Winklerstraße,Wilhelm-Bölsche Weg,Alte Zollstraße,Wilhelmstrasse,Marienweg,Hermann-Henrich-Weg,Carl-Hauptmann Weg,Hermann Göringstr.,Kappelenberg,Von-Hindenburg-Weg,Fleischerweg,Leiterweg,Am Vogelstein,Friedrichsweg,Buchenweg,Königsplatz,Zackentalweg,Bahnhofstrasse,Kochelhäuser,Hochsteinweg,Preusslerstraße,Kirchstraße,Oberweg,Am Sommerberg,Erlenweg
Wanderminuten zu den Ausflugszielen:
Von Schreiberhau-Marienthal nach Agnetendorf(Zeiterweg) in ca. 95 Min.
Von Schreiberhau-Marienthal zur Alten Schlesischen Baude(Käsbrettweg):
in 2 Stunden(Abstieg in 90 Minuten)
Von Oberschreiberhau-Zentrum zum Hochstein(1058m):
in 1 Stunde(Abstieg ca.45 Minuten)
Von Schreiberhau zum Reifträger(1362m) und z?in 4 Std.
Von Oberschreiberhau-Zentrum zum Zackelfall und zur? 90 Minuten
Vom Bahnhof Josephinenhütte zum Zackelfall in 30 Min. weiter zur Neuen
Schlesischen Baude vom Zackelfall in 90 Minuten(Abstieg von der Neuen
Schlesischen Baude zum Bahnhof Josophinenhütte in 80 Minuten)
Einwohnerzahlen von Schreiberhau:
| 1754: | 1654 |
| 1843: | 2828 |
| 1875: | 3496 |
| 1895: | 3864 |
| 1900: | 4226 |
| 1910: | 5922 |
| 1939: | 7601 Personen |
In Schreiberhau-Winklerstrasse

Forsthäuser im Ort Schreiberhau 1936
Strickerhäuser (1934):
700 m hochgelegener Ortsteil von Schreiberhau, Bahnstation an der Zackenbahn, etwa 200 Einwohner.
Pension Gaststätte Strickerbaude(etwa 15 Minuten vom Bahnhof, 40 Betten), Restaurant zur Landesgrenze(beim Bahnhof mit 5 Betten), Gasthaus Iserbaude (10 Betten), Erholungsheim des Elisabethaner Gymnasiums in Breslau.
Die Strickerhäuser waren urspünglich die "strittigen" Häuser. Zwischen den angrenzenden schlesischen und böhmischen Grundherrschaften ging seit Beginn des 16. Jahrhunderts ein Streit um dieses Gebiet, der erst 1710 entschieden wurde. Die merkwürdige Grenzführung an dieser Stelle des großen Schreiberhauer Gebietes verdankt ihre Entstehung der Lösung des Streites.
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