Die Berühmten Schlösser im Hirschberger Tal.

BUCHWALD

Im Hirschberger Tal sind bereits im 13.Jahrhundert die damals dichten Buchenbestände abgeholzt und bei der Verh? des Eisenerzes in dem Bergwerk zu Schmiedeberg verbraucht worden. Auf den abgeholzten Fl䣨en wurden deutsche Kolonisten angesetzt. Eines dieser aus der Zeit um 1300 stammenden D?r ist Buchwald. Es geh? urspr?h der Familie von Zedlitz, gelangte um 1600 an den Freiherrn von Reibnitz und kam 1787 durch Kauf an den damaligen Oberberghauptmann Schlesiens, den Grafen Friedrich Wilhelm von Reden,der sp䴥r preuߩscher Minister wurde. Das alte Herrenhaus, urspr?h eine auf Pfahlrosten erbaute Wasserburg, ist von Reden auߥn wie innen neu gestaltet worden. Er verlegte dabei auch die Hofgeb䵤e, die den Blick zum m䣨tigen Gebirge versperrten und wandelte die gesamte Umgebung mit ihren Wiesen, W䬤ern und Teichen zu einem groߥn Park um.Graf Reden hat f? wirtschaftlichen Entwicklung der schlesischen Bergwerke groߥ Bedeutung.Durch sein enges Verh䨬tniss zum Freiherrn von Stein geh? er auch in die vorderste Reihe der M䮮er,die f?uߥns Befreiung von der napoleonischen Herrschaft wirkten.Als 1808 Freiherr von Stein vor Napoleon fl? musste,brachte ihn Graf Reden im Schlitten ?as verschneite Gebirge nach B?n und hiehlt dort in einem Grenzort weitere F? mit ihm.Graf Reden,der 1815 verstarb,ist auch Gr?der Buchwalder Bibelgesellschaft,die sp䴥r mit der Preuߩschen Hauptbibelgesellschaft in Berlin vereinigt wurde.Die religi? und sozialen Bestrebungen des Grafen wurden nach seinem Tode von seiner Witwe fortgef?ie war eine geborene Freiin Riedesel zu Eisenbach-Lauterbach in Hessen,eine Tochter des aus seinem Feldzug in Amerika ber?ewordenen Generals Freiherrn von Riedesel zu Eisenbach.Die Gr䦩n Reden stand in besonders freundschaftlichen Beziehungen zum preuߩschen K?shaus.Prinz Wilhelm von Preuߥn kaufte 1822 das benachbarte Fischbach,Friedrich Wilhelm III erwarb 1832 von den Erben Gneisenaus das benachbarte Erdmannsdorf.Zwischen beiden Sommersitzen der Hohenzollern und SchloߠBuchwald bestand ein lebhafter Verkehr.Die Gr䦩n Reden gab den Ansto߬dass den aus Glaubensgr?aus Tirol ausgewanderten Zillertalern bei Erdmannsdorf k?licher Grundbesitz zur Ansiedlung ?ssen wurde.Sie erbaute 1842-1844 unweit von Buchwald f? weitverstreuten Gebirgsbauden die Kirche Wang,deren Holzteile K? Friedrich Wilhelm IV beim Abbruch in Norwegen erworben hatte.Als die Gr䦩n 1854 starb,wurde sie von dem K? durch ein Denkmal auf dem Vorplatz der Kirche Wang geehrt.Nach ihrem Tode erbte Buchwal ihre Nichte Marline Riedesel,die mit einem Freiherrn von Rotenhan verheiratet war.Diese Familie wurde 1945 von den Polen vertrieben.Das Schloߠblieb unzerst?Buchwald ist heute Mustergut der tier䲺tlichen Hochschule in Breslau.

FISCHBACH

Das am Fuße des Riesengebirges gelegene Fischbach ist warscheinlich im 15.Jahrhundert anstelle der Burg Falkenstein entstanden.1438 verkaufte Kunz von Predel das Gut an einen Herrn von Reichenbach. Von dem kam es dann an di Grafen Schaffgotsch und 1580 an den Freiherrn von Canitz. Von ihnen gelangte es Ende des Dreiߩgj䨲igen Krieges kurzfristig erst an die von Winterfeld,dann an Anna Elisabeth von Sch?ch,die mit einem Edlen Herrn von Putlitz verheiratet war,schlie߬ich 1679 durch Kauf an die Familie von Hayn.Im 18 Jahrhundert war Fischbach wieder in den H䮤en der Schaffgotsch,des Kloster Gr?eines Freiherrn von Reden,der Grafen von Hoym und der Familie von Zedlitz.Letztere verkaufte den Besitz 1822 an den Prinzen Wilhelm von Preuߥn, den Bruder K? Friedrich WilhelmsIII. Unter ihm wurde das Schloߠneugotisch ausgebaut und blieb nun f?le Jahre, bis zum Tode des Prinzen,1851,der bevorzugte Sommersitz seiner Familie. Seit 1832 hatte sich der K? selbst das in der n䨥 gelegene SchloߠErdmannsdorf herrichten und seit 1842 neu erbauen lassen,das dann bis 1909 im hohenzollernschen Besitz blieb und zuletzt dem Groߨerzog von Hessen geh?. Fischbach war schon vorher durch Elisabeth von Hessen und bei Rhein,die eine Tochter des Prinzen Wilhelm von Preuߥn war, an dieses Haus gelangt, bei dem es dann bis 1945 verblieb. Das aus der Zeit vor dem Dreiߩgj䨲igen Kriege stammende Schloߠhat durch den neugotischen Umbau sein Aussehen v?g ver䮤ert. Die vier dreigeschossigen Fl?mschlieߥn einen Hof. Einige T?nde aus Sandstein in den Formen der Sp䴲enaissance, darunter ein Portal von 1603,der fr?Haupteingang, sind erhalten gebliben. Der sch?e Wassergraben wird von einer steinernen Br?berspannt. Das Schloߠblieb in den letzten hundert Jahren unver䮤ert. Im Zweiten Weltkrieg sind hierher viele wertvolle St?es Darmst䤴er Schlossmuseums ausgelagert worden.Das wertvollste Bild, die Madonna von Holbein, ist kurz vor dem Einmarsch der Russen in den Westen zur?racht und damit gerettet worden. Das Schloߠblieb w䨲end der Besatzung der sowjetischen Armee unangetastet. Erst die nachr?en Polen pl?en es v?g aus. In diesem Schloߠwurde 1956 eine Anstalt f?steskranke eingerichtet.

SCHILDAU

Neben den Schl?rn Fischbach und Erdmannsdorf war Schildau der dritte der hohenzollernschen Sommersitze im Hirschberger Tal.Das Schloߠliegt gen?on Lomnitz am Bober.Seit der Kolonisation,erstmals 1299 genannt,saߥn hier die Herren von Zedlitz bis 1727.Als Christoph Freiherr von Zedlitz Gutsherr war,wurde im 30j䨲igen Kriege,um 1642,der Rittersitz zerst?von ihm aber 1667 wieder aufgebaut.Der schlesische Chronist Naso berichtet dar?"Das alte Stamm-HauߠSchildau,worauf die Freyherrn von Zedlitz sich zu beruffen pflegen,lieget eine Meil von Kupferberg,Schmied- und Hirschberg,welches 1603 Nikolaus Freiherr von Zedlitz und Nimmersat,Herr auf Schildau,von neuem erbauet hat.Aber die sch?Zimmers uns S䬥 hat der Krieg dermaߥn zernichtet und eingerissen,daߠdie vorige Sch?it in eine merckliche Ungestalt gerathen,so von jetzigen Herrn Besitzer,deme Hoch-und Wolgeborenen Herrn,Herrn Christoph Freyherr von Zedlitz,wiederumb erneuert wird.Zwey kleine Mauern umbschlieߥn das Stamm-Hauߠund nicht ferner daran das Gebirge.Auf der einen Seite str? der Bober vorbey." Von 1727 folgten im Besitz der Grafen von Garwarth bis 1747,Gr䦩n Frankenberg bis 1755,die Familie von Buchs bis 1817 und schlie߬ich Carl Heinrich Sigismund von Rothkirch f?ze Zeit.1831 erwarb der Geheime Justitzrat Ike die Besitzung und baute von 1832 bis 1833 das Schloߠaus.Der quadratische Mittelbau blieb in seinen Auߥnmauern erhalten,wurde aber im inneren neu aufgeteilt und um ein niedriges Stockwerk erh?Auch die vier Eckt?urden dabei h?gef?n Verl䮧erung der dem Bober zugekehrten Seite wurde rechts und links je ein Gew䣨shaus angef?mals bot sich vom Schlosse aus die freie Aussicht auf das Riesengebirge mit der Schneekoppe.Der Justizrat ging dann aber bald auf seine polnischen Besitzungen und verkaufte 1839 Schildau an K? Friedrich Wilhelm III.,der ja bereits Erdmannsdorf besaߠund in Fischbach seinen Bruder Wilhelm in der N䨥 hatte.Er liebte es,im Sommerurlaub m?chst die gesammte Familie beisammen zu haben,und schenkte deshalb Schildau seiner Tochter Louise ,der Prinzesinn Friedrich der Niederlande,welche dann von Lenne den umgebenen Park anlegen lie߮Die Prinzessin starb 1870,ihr Gemahl 1881.Beider Tochter,die F? Marie zu Wied-Neuwied ,erbte 1889 den Besitz und lieߠdas Schloss 1906 gr?h instandsetzen,um es dann 1908 dem Rittmeister Karl Krieg zu verkaufen.Nach ihm wurde 1925 der Konsul Kurt Effenberg aus Breslau Guts- und Schlossherr bis zur Vertreibung 1945.Auch von ihm sind umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten vorgenommen worden.

ERDMANNSDORF

Erdmannsdorf,an der Straße von Hirschberg nach Landeshut gelegen,ist ein alter Sitz,der schon 1385 urkundlich erw䨮t wird.Damals geh? es dem Herrn von Mollberg,hundert Jahre sp䴥r dem von Zedlitz,dann denen von Stange,von Reibnitz,von Thomagnini,von Kottwitz,von Richthofen und von Kalckreuth.Nach diesen war seit 1816 der Feldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau Besitzer.Von seinen Erben kaufte 1832 der preuߩsche K? Friedrich Wilhelm III.das Gut.Er bewohnte,wie seine Vorbesitzer,das alte Herrenhaus,das wohl von einem der Herren von Reibnitz errichtet worden war.Zwischen 1836 bis 1840 wurde es von Schinkel umgebaut.Der K? ?eߠ1837 einen erheblichen Teil des Grund und Bodens von Erdmannsdorf den in diesem Jahr zugewanderten Zillerthalern,die aus Glaubensgr?ihre Alpenheimat verlassen hatten,zur Ansiedlung.Nach dem Tode des K?s erbte seine zweite Gemahlin,die F? von Liegnitz,das Gut,verkaufte es aber alsbald dem nun regierenden K? Friedrich WilhelmIV.Von ihm wurde das kleine,langestreckte Schloߠin den folgenden Jahren h䵦ig als Sommersitz f? k?liche Familie benutzt.Erdmannsdorf war der Mittelpunkt geselliger urlaubszeit.Der famili䲭Freundschaftliche Verkehr bezog die benachbarten Schl?r Fischbach,das Prinz Wilhelm,dem Bruder Friedrich Wilhelm II.geh?,sowie Buchwald,den Besitz des Grafen Reden,mit ein.In SchloߠSchildau bei Lomnitz hatte ein weiteres Familienmitglied,die Prinzessin Luise,ihren Sommersitz.Sie war die Tochter K? Friedrich Wilhelm III.von Preuߥn und heiratete den Prinzen Friedrich der Niederlande.Um diese zeit,etwa 1822-1825,wurde f? in der Berliner Manufaktur ein Speiseservice hergestellt,das heute in der von Schinkel erbauten k?lichen Villa an der Spreebr?eim SchloߠCharlottenburg ausgestellt ist.Die Motive dieses Services sind zartgemalte Wiedergaben von Landschaften,die dem Herzen der Prinzessin besonders nahestanden.So findet man neben Tegel,Spandau,der Pfaueninsel,Potsdam und dem Ruinenberg auch eine Ansicht des Schlosses Fischbach.Erdmannsdorf war mit sch? Parkanlagen umgeben,deren Hintergrund das Riesengebirge bildet.Die Hohenzollern behielten den Besitz bis 1909.Er ging dann in Privath䮤e ?/FONT>

WARMBRUNN

Warmbrunn,zwischen Hirschberg und dem Riesengebirge gelegen,war die Residenz der gr䦬ichen Familie Schaffgotsch.Die ersten Glieder dieses Geschlechtes begegnen uns im 14.Jahrhundert in Schmiedeberg,Kemnitz und Hirschberg.Die Familie war in verschiedenen Linien verzweigt.Als die Schwarzbach`sche Linie 1594 mit Watzlaw von Schaffgotsch starb,erbte ein Vetter,Adam von Schaffgotsch,die G?it diesem Adam starb 1601 die Kemnitzer Linie aus,und die G?eider Linien gelangten nun an die Schaffgotsch von Langenau,die bereits Greiffenstein besaߥn.Unter hans Ullrich von Schaffgotsch war damit zu Beginn des 17.Jahrhunderts eie auߥrordentlich umfangreicher und wertvoller Besitz vereinigt.Hans Ullrich diente im 30j䨲igen Krieg seinem Kaiser als Oberst in der schlesischen Armee unter Wallenstein.Schuldlos wurde er nach dessen Tode in die groߥn Auseinandersetzungen der Zeit verwickelt und nach langem politischen Prozeߠ1635 in Regensburg hingerichtet.Seine s䭴lichen G?urden eingezogen und,soweit sie nicht unter kaiserlicher Verwaltung blieben,verteilt.So gelangten damals Besitzungen Trachenberg an die Grafen Hatzfeld,Kemnitz an die Grafen Palfy und Schmiedeberg an die Grafen Czernin.Die protestantisch getauften,aber mit der Gegenreformation katholisch erzogenen Kinder erhiehlten von allen Besitzungen Greiffenstein zuerst zur?ristoph Leopold von Schaffgotsch,ein Sohn des hingerichteten Hans Ulrich,besaߠ1641 wieder Greiffenstein,1650 auch Kynast.Er erhiehlt sp䴥rhin die erbliche Reichsgrafenw?nd war lange Zeit Oberlandeshauptmann von Schlesien.In der Folgezeit galten die Reichsgrafen von Schaffgotsch als die Grundherren des Riesen-und Isergebirges.F? Entwicklung dieses Gebietes wurden sie von gr?r Bedeutung.Ihnen verdanken die B䤥r von Warmbrunn und Flinsberg ihren Ruf.Von ihnen wurden,um nur zwei Besonderheiten zu nennen,die Glasindustrie in Josephinenh?nd die Spitzenfabrikation in Warmbrunn gef?rt.Herrschaftsmittelpunkt und Residenz war das Schloߠin Warmbrunn.Nachdem 1783 der alte Bau abgebrannt war,wurde an seiner Stelle von 1784-1797 ein Neubau errichtet,ein Familiensitz von adeliger Schlichtheit.Die dreigeschossige Front wird durch zwei nicht sehr vortretende Pilasterrisalite geteilt.Die Straߥnfront hat 21 Achsen,zum Park hin ?et sich das Schloߠmit zwei kurzen Fl?Das klassizistische Bauwerk ist die abgerundete Leistung des einheimischen Meisters Johann Georg Rudolf.Die ehemalige Zisterzienserprobstei in Warmbrunn enthielt die Majoratsbibliothek mit dem Gesamtarchiv der Familie und aller zugeh?en Herrschaften.Mit rund 80000 B䮤en d?sie eine der gr?n Privatbibliotheken Deutschlands gewesen sein.Reichhaltig waren die Sammlungen von Waffen,M?und alten schlesischen Gl䳥rn.Von 1908 bis zur Austreibung lebte hier als letzter Besitzer der Reichsgraf Friedrich von Schaffgotsch,der 1947 starb.Seine Witwe,die Reichsgr䦩n Sophie,eine geborene Reichsgr䦩n von Oppersdorff,bekam 1957,zu ihrem 70.Geburtstag,die Liebe und Verehrung vieler Schlesier zu sp?as Schloߠist in seinen ĵߥren bei Kriegsende nicht besch䤩gt,in seinem Inneren dagegen v?g demoliert worden.Die M? wurden verheizt.Zun䣨st war in seinen R䵭en ein Feldlazarett untergebarcht,dann benutzte es der polnische Staatspr䳩dent Bierut als Sommersitz.Schlie߬ich wurde es Jugendheim.Bibliothek und Ornithologische Sammlung sind ?reslau nach Altpolen gebracht worden.

(alles aus dem Buch:?Schl?r in Schlesien? entnommen.)

Burgen im Hirschberger Tal

BOBERRֈRSDORF

Der Bober war eine alte Verteidigungslinie,von der noch eine ganze Reihe von Burgen Zeugnis ablegen.Die H?burgen Bolzenstein,L䨮haus und Hohlstein sind nur als Ruinen erhalten geblieben.Dicht aufeinander folgen fluߡbw䲴s acht Wasserburgen,oft als solche kaum noch erkennbar,weil Geb䵤e und umgebende Wassergr䢥n und Teiche im Laufe der Jahrhunderte sehr ver䮤ert worden sind,so z.B.Jannowitz und Schwarzenbach.Die bemerkenswerteste Burg an diesem Fluߠsteht in Boberr?dorf,einem Dorf,das in eine flache Mulde eingebettet liegt.Die Burg wurde 1443 zerst??blieb nur die gewaltige Steinmasse des Turms,der als der sch?e Wohnturm Schlesiens anzusehen ist.Wohnt?ind die einfachste und wohl urspr?ste Form der Burg.Sie sind verh䬴nism䟩g selten,wir finden sie in der Schweiz,in Tirol,in S?schland,auch am Niederrhein.Bekannte deutsche Beispiele sind Bodman am Bodensee,Saldenburg in Bayern,Orlam?n Th?n,Arnstein im Harz und eben Boberr?dorf.Diese Wohnt?ind feste,mehrst?ge H䵳er,in denen Palas und Bergfried in einem Bau vereinigt sind.Man sollte die Gr?dieser Bauten nicht falsch einsch䴺en.Gew?ich enthielt jedes Stockwerk vier R䵭e,die als Wohnung,R?mer oder K?u benutzen waren,aber unter Weglassung der Zwischenw䮤e auch einen Rittersaal ergaben.Stallungen,Tunierplatz und Garten bleiben auߥrhalb untergebracht,zumeist in einer weniger gesch?Vorburg.Der Turm in Boberr?dorf ist in seinem Mauerwerk zwei Meter dick und 19 Meter hoch.Das steile,gewalmte und mit Schindeln gedeckte Satteldach ?ckt ein Geviert von 14 mal 21 Metern Grundfl䣨e.Die Umrahmungen der sp䲬ich angebrachten Fenster deuten in die Zeit Ende des 15.Jahrhunderts.Die beiden unteren Geschosse sind durch eine massive Zwischenwand geteilt.Das dar?efindliche Geschoߠscheint nur eine leichte Zwischenwand gehabt zu haben.Schornsteine fehlen,dagegen sind im Inneren wertvolle Wandmalereien aus der ersten H䬦te des 14.Jahrhunderts erhalten geblieben.Neben dem Turm,auf der Zugangsseite,ist in j?r Zeit ein Wohnhaus gebaut worden.Boberr?dorf geh?seit Jahrhunderten zum Schaffgotschen Besitz.Ein 䨮licher,aber sehr ver䮤erter Turm steht boberabw䲴s in Dittersbach bei Sagan.

KYNAST

Am Zacken,einem Nebenfluß zum Bober,steht auf steiler H?die Ruine der Burg Kynast.Am besten ist der Turm erhalten,w䨲end von den Gem䣨ern,dem Saal,der K?nd der Kapelle nur Reste blieben.Vom Turm hat man eine groߡrtige Aussicht sowohl zum Gebirgskamm als auch nach Greiffenstein,L䨮haus,Warmbrunn und Hirschberg.Blickt man aber in die Tiefe,so umfaߴ das Auge die ber?Mauer,auf der Roߠund Reiter die Burg umritten und von der sich die Burgherrin nach verschm䨴er Liebe hinabst?unverg䮧lich in Theodor K?rs Balladen besungen.Der Kynast ist alter Besitz der Familie Schaffgotsch,die seit dem 13.Jahrhundert bekannt und seit dem 14.Jahrhundert besonders weit verzweigt in den Kreisen Hirschberg und L?berg ans䳳ig ist.Ihr geh? die freie Standesherrschaft Kynast mit 16 G?und der Herrschaft Greiffenstein mit 11 G?Sowohl die Burg Kynast wie die von Greiffenstein sind von Angeh?en der Familie gebaut worden.Daneben waren sie aber auch die Bauherren in Schwarzbach,Alt-Kemnitz und Langenau,sp䴥r auch in Warmbrunn.Die Burg Kynast ist im 14.Jahrhundert neu erbaut oder zumindest sehr ver䮤ert und verst䲫t worden.Seit 1635,nachdem Hans Ulrich von Schaffgotsch auf Befehl des Kaisers in Regensburg hingerichtet worden war,ist der Kynast von der Familie nicht mehr bewohnt worden.1675 schlug der Blitz in die Geb䵤e,z? und zerst? die Burg,die dann nicht mehr aufgebaut worden ist.Ihre Tr?geh? zum kleinen Teil ins 15.,zum gr?n Teil ins 16.Jahrhundert.Wir k?n noch die beiden Geb䵤egruppen unterscheiden,den Vorhof und den 䵟eren Hof,den inneren Hof mit der Kirche,einen Zwischenhof und die Hochburg,die auf der Westseite zwischen Bergfried und einem weiteren Geb䵤e noch einen vierten Hof umfaߴ.Als wertvoller Bauteil blieb eine sp䴧otische Erkerkapelle erhalten,die ?inen halbachteckigen Grundriߠvorkragt,unten durch einen b䲴igen Kopf gest?nd oben durch ein Kreuzgew? geschlossen wird.Der Kynast wurde als sagenumkr䮺te Ruine zu einem Wahrzeichen des Riesengebirges und war stets ein beliebtes Wanderziel der letzten hundert Jahre.

REIBNITZ

Besonders markant ist im Kreise Hirschberg die Burgruine Reibnitz,genannt Lausepelz,ehemals Herrenhaus des zum Rittergut geh?den Vorwerks.Das zweigeschossige Hochschloߠerhebt sich unmittelbar neben der Talsohle.Die leeren Fensterh?n in den dunklen Granitmauern der inzwischen sehr zerfallenen Ruine sind der recht romantische Rest einer Anlage,die ins 16.Jahrhundert zu setzen ist.Stilistisch wertvolle Einzelteile des ehemals festen Hauses haben sich nicht erhalten.Reibnitz geh? zur ehemaligen Majoratsherrschaft Alt-Kemnitz der Reichsgrafen von Bre߬er,die hier seit dem Jahre 1790 diesen Familienbesitz ohne Unterbrechung gehalten haben.

Die Burgruine Kynast bei Hermsdorf

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