Berühmte Menschen aus dem Riesengebirge
Gerhard Hauptmann 
G.Hauptmann
*15.11.1862 in Bad Salzbrunn/Schlesien
+ 6. 6.1946 in Agnetendorf
berühmter Schriftsteller,Literatur-Nobelpreisträger
Emil Schwantner
* 1890 in Königshan(bei Schatzlar/Kreis Trautenau)
+ 1956 in Schönebeck/Elbe
bedeutenster Bildhauer des Riesengebirges
Georg Heym
* 30.10.1887 in Hirschberg
+ 16.01.1912 in Berlin
expressionistischer Dichter
Hanna Reitsch
* 29.03.1912 in Hirschberg
+ 24.08.1979 in Frankfurt/Main
Pilotin und bekannte Fliegerin
Igo Etrich
* 25.12.1879 in Ober Altstadt
+ 04.02.1967 in Salzburg
Erfinder und Flugzeugpionier/Etrich Traube
Walter Blume
* 10.01.1896 in Hirschberg
+ 27.05.1964 in Duisburg
Flugzeugkonstrukteur(Albatros)
Franz Fuhrmann
* 15.01.1922 in Rochlitz an der Iser (boehmischerteil)
+ 08.07.1984 in Berlin
Schriftsteller
Eugen Bönsch
* 01.05.1897 in Gross Aupa (doerfer-im-aupatal)
+ 24.07.1951 in Seewalchen / Bundesrepublik Österreich
berühmter Jagdflieger der Donaumonarchie im Ersten Weltkrieg
Kurzbiographien einiger Persönlichkeiten
Gerhard Hauptmann
Hauptmann, Gerhart (1862-1946), Schriftsteller. Geboren am 15.11.1862 im Gasthof Krone in Obersalzbrunn, als Sohn des Gastwirts Robert Hauptmann und seiner Frau Marie geb Straehler.
1872-1878 Realschule in Breslau. 1878/79 Landwirtschaftslehre in Lohnig und Lederose. 1880-1882 Kunstschule Breslau. 1883/84 Bildhauer in Rom. 1884/85 in Berlin. Im Mai 1885 Heirat Marie Thienemanns (1860-1914). 1885-1889 in der Villa Lassen in Erkner, Geburt der S�hne Ivo, Eckart und Klaus.
1891-1894 in Schreiberhau, Aufl�sung des gemeinsamen Haushalts und Fortzug nach Berlin in die N�he Margarete Marschalks (1875-1957). 1900 Geburt des Sohnes Benvenuto.
1901 Einzug in den Wiesenstein in Agnetendorf. 1904 Scheidung von Marie und Ehe mit Margarete, im Mai 1910 Geburt des Sohnes Gerhart Erasmus, der nach zwei Tagen stirbt. 1912 Nobelpreis f�r Literatur. 1930 Erwerb von Haus Seedorn auf Hiddensee.
Gestorben am 6.6.1946 auf dem Wiesenstein, begraben am 28.7.1946 auf dem Friedhof zu Kloster auf Hiddensee.
Martin Tietze - Der "Hackl" des Riesengebirges Vor dem 2.Weltkrieg kamen die deutschen Meister im Rodeln nicht aus Bayern sonder aus dem Riesen-und Isergebirge.Krummh�bel,Br�ckenberg,Schreiberhau,Gablonz oder Reichenberg hie�en die Heimatorte der besten Rodler.In Br�ckenberg,Hausnummer 113,war der erfolgreichste von ihnen Zuhause.Martin Tietze(*23/10/1908) der Sohn eines Tischlermeisters.Er wurde in den 30 Jahren 4 mal deutscher Meister und sogar 4 mal Europameister.(wintersportgeschich),seine Kleine Schwester Friedel stand ihm im nichts nach und wurde im selben Zeitraum wie der "gro�e"Bruder 2malige Europameisterin und 3 mal deutsche Meisterin.Der furchtbare Weltkrieg setzte dem Rodelparadies Riesengebirge ein j�hes Ende.Martin Tietze ist am 13.September 1942 in Ru�land gefallen.Friedel Tietze gelang nach der Vertreibung in die DDR unglaubliches-sie wurde ,mittlerweile als verheiratete Frau ,f�r den SV Eintracht Bautzen 1952 DDR-Meisterin und 1953 immerhin noch einmal Dritte.
Gustl Berauer - Der Skikönig aus Gross Aupa 1912 wurde in Petzer im Riesengebirge der spätere erste deutsche Skiweltmeister Gustl Berauer geboren.Er war nur der Höhepunkt der vielen Wintersportpersönlichkeiten aus dem Gebirge und der erste Mitteleuropäer der die Skandinavischen Skilläufer schlagen konnte.1936 ließ er,früher einmal Skilehrer auf der Wiesenbaude gewesen,bei der Olympiade in Garmisch-Partenkirchen schon sein können aufblitzen und erreichte für die CSSR den 14 Platz der Nordischen Kombination mit 379,1 Punkten.1939 dann wurde er erster dt. Weltmeister im Polnischen Zakapone mit 429,6 Punkten.Seine Größten Erfolge: Weltmeister in der Nordischen Kombination 1939 und 1941,- Deutscher Meister 1939,1940 und 1941.Im Skilanglauf über 18 Km wurde er 1940 und 1941 ebenso deutscher Meister.1940 sprang Berauer als erster deutscher überhaupt im heute Slowenischen Planica über 100m.Den 2.Weltkrieg überlebte Gustav Berauer als Feldwebel bei den Gebirgsjägern.Von 1963 bis 1975 war Berauer Vorsitzender des FIS-Komitees"Nordische Kombination".1986 verstarb der "Gustl" in der Bundesrepublik Deutschland(in Schliersee/Oberbayern)
Einige Ergebnisse von Berauer unter der Seite "Wintersport" auf dieser Homepage !!!
Bei der WM in Zakapone(Polen) holt der Riesengebirgler erstes Gold für Deutschland
Othmar Fiebiger zum 100.Geburtstag (von Johann Poser)
Riesengebirglers Heimatlied ist zu einem Volkslied geworden,das heute in aller Welt bekannt ist.Sogar in Afrika wird es gesungen und weckt �berall neue Heimatliebe.Wie das Lied entstanden ist,hat der Dichter oft erz�hlt.Es mag um das Jahr 1910 gewesen sein,als er als junger Lehrer wieder einmal eine Ferienwanderung ins Gebirge unternahm.In der Peterbaude,auf dem hohen Spindlerpa� an der Grenze von B�hmen und Schlesien gelegen,traf er eine Gesellschaft von Wanderfreunden.Nach dem Essen machte er den Vorschlag,jeder sollte etwas Orginelles in das Wanderbuch schreiben.Man war einverstanden und er mu�te den Anfang machen."Ich sa� in der Veranda",berichtete Fiebiger,"und sah durchs Fenster hinaus.Was ich unter mir liegen sah,beschrieb ich einfach mit den Worten:"Bloe Barche,gr�ne T�la,mitta dren a Heisla klen,herrlich is dos St�ckla Erda,on ich bin ju dart dohem: O,mei`liewes Riesageberche !"Diese Zeilen kamen ihm nicht mehr aus dem Sinn.An seiner Schule in Anseith,am iydillischen S�drande des K�nigreichwaldes,entstanden dann die beiden ersten Strophen,des sch�nen Liedes.Schon vor 50 Jahren ist es in der Vertonung von Vinzenz Hampel,dessen Geburtsort Mastig damals zu Anseith geh�rte,�ffentlich gesungen worden.Zu Altenbuch s�dlich von Trautenau hat Othmar Fiebiger am 21.April 1886 als Sohn eines Kleinlandwirts und Maurerpoliers das Licht der Welt erblickt.Wie sein Vater sollte er Maurer werden.Doch sein Lehrer Vinzenz Falge �berredete den Vater,der f�r acht Kinder zu sorgen hatte,den talentierten Jungen an die Lehrerbildungsanstalt nach Trautenau zu schicken.T�glich legte nun Othmar den 5 Km langen Weg in die Stadt und wieder hiem zur�ck.Mit dreizehn Jahren verlor er die geliebte Mutter.1905 wurde er Lehrer in Mohren,1907 in Gro�borowitz,1908 in Mittellangenau und 1910 in Anseith.Vor dem Ersten Weltkrieg konnte er noch an der Philosophischen Fakult�t der Deutschen Universit�t in Prag studieren.Nach den harten Kriegsjahren kam er in den Bezirk Aussig,wo er als Oberlehrer in Peterswald,Schreckenstein und zuletzt in Aussig wirkte.In Schreckenstein konnte er sich ein Eigenheim erwerben.Die Riesengebirgsheimat aber hat er nie vergessen.In den Ferien weilte er zumeist auf dem Eichelhof s�dlich von seinem Geburtsorte.Ende Mai 1946 aus der Heimat vertrieben,kam er nach H�chst in Odenwald.In Bensheim an der Bergstra�e,der Patenstadt der Arnauer,unterrichtete er bis zur Vollendung seines 65.Lebensjahres.Seit 1960 lebte er in Kempten.Das Dichten lag Othmar Fiebiger sozusagen im Blute.Als Volkssch�ler schrieb er M�dchen Verse ins "Posie-Album"und wurde daf�r mit Obst,Spielkugeln und dergleichen belohnt.F�r Mohnbuchteln setzte er bereits mit zehn Jahren einen �ltlichen Junggesellen erfolgreiche Liebesbriefe auf.Sein sch�nstes Gedicht schrieb er wie Riesengebirglers Heimatlied zuerst in der Mundart hin und �bersetzte sie erst sp�ter in Hochdeutsche.Wie er versichert,hat er stets die Feder tief ins eigene Herz getaucht und den Kopf erst in zweiter Linie dazugenommen.Treffend kennzeichnete er einmal sein Bestreben als Dichter mit den Worten:"Mit den einfachsten Mitteln das H�chste erreichen,und die Perlen aus dem Herzen heben."Unz�hlbar sind diese Perlen,die wir dem eigenwilligen Lyriker und herzhaften Humoristen verdanken.Vieles ist freilich durch die Austreibung verlorengegangen.Riesengebirglers Heimatlied reicht in eine friedliche Zeit zur�ck.Noch hatten die Kriegsfurien nicht Europa in ein Meer von Blut und Tr�nen vertrieben.Wenn nun auch jahrzehntelang das Unrecht fortbesteht,im Herzen bleibt uns und unseren Kindern die Heimat unverloren,solange im Volk das hohe Lied der Liebe und Treue gesungen wird,das uns Othmar Fiebiger geschenkt hat,und dessen herzinniger Kehrreim in der Urfassung lautet:"O mei`liewes Riesageberche,wu die Elbe su hemlich rennt,wu dar R�wazohl mit sen Zwercha heit noch Saga on M�rlan spennt:Riesageberche-Riesageberche meine liewa Hemert du!"