Die Ortschaften Oberöls Niederöls und Öls-Döberney im Gerichtsbezirk Arnau an der Elbe,böhmisches Riesengebirgsvorland
Oberöls
Oberöls besteht aus den Kastralgemeinden Oberöls,Mittelöls und Gutsmuts.Durch den Ort fließt der aus mehreren Quellbächen entstehnden Ölsner Bach.Nach den längs des Baches wachsenden vielen Erlen,tschechisch olse,soll der Ort olesnice(deutsch Öls) benannt worden sein.Der Ortsteil Gutsmuts liegt zwischen Arnau und Proschwitz an der Elbe.Im Norden erstreckt sich entlang des Tales der Hochstraßenberg,der gegen die Elbe und nach Arnau zu steil abfällt.Die Schlucht an der Grenze zwischen Oberöls und Mittelöls heißt Kreuzgraben,zwischen Mittel-und Niederöls Mordgraben.Im Süden sind es der Schafberg,der Tannenberg und der Mittelberg,auf denen die Grenze zu Kleinborowitz und Mastig verläuft.Die Erhebung im Westen,Im Volksmund Rowne genannt,heißt richtig Warzenberg.Die Häuser,darunter mehrere staatliche Gehöfe,sind meist aus Stein gebaut,ebenerdig und stehen zu beiden Seiten des Ölsner Baches und der durch Öls führenden Landstraße nach Slemeno.Die Häuser in Gutsmuts befinden sich meist am rechten Elbufer.Ganz allein stand auf dem Hochstraßenberge ein Gehöft genannt "Neurußland".Vor dem Jahre 1803 mussten die Kinder die Schule in Niederöls besuchen.Von 1803 bis 1874 bestand eine Winterschule,die im Jahre 1874 in eine selbständige Schule umgewandelt wurde.Im Jahre 1880 ist mit dem Bau eines neuen Schulhauses begonnen worden.Handel und Gewerbe waren in der Gemeinde unbedeutend.Die meisten Einwohner waren in der Landwirtschaft tätig,andere sind als Fabrikarbeiter nach Arnau und Proschwitz gegangen.Ober-und Mittelöls hatten im Jahre 1939 597 Einwohner
Niederöls/STRONG>
Niederöls mit Neustadtl an der Elb und Neuschloß schließt sich im Tal des Ölsbaches an die vorher genannte Gemeinde an und grenzt im norden an Arnau,im Osten an Kottwitz,im Süden an Öls-Döberney und im Westen an Anseith.Hier endet der das ganze Tal gegen Norden beherschende Hochstraßenberg,der sich wie ein Keil zwischen Elbe und Ölsbach schiebt.Dem Ölsbach stellt sich der 347m hohe Schloßberg entgegen,der das Ölsbachtal in zwei enge Täler teilt,eines,der Niederwinkel,verläuft in südwestlicher Richtung,das andere,die Einsenkung zwischen dem Hochstraßenberg und dem Schloßberg bildend,neigt sich zur Elbe.Im süden steht der 519m hohe Pradelberg.Die Verbindung zwischen diesem und dem bei Mittelöls genannten Höllenberg stellten der Tafelberg und Weißer Berg her.Die R?und H䮧e der Berge sind meist mit Kiefern und Fichten bewachsen.An den H䮧en und im Tal erstrecken sich fruchtbare Wiesen und ģker.Die Entstehung von ֬s d?in die Zeit der allgemeinen Kolonisation im 13.Jahrhundert fallen.Im Jahre 1384 war ֬s schon ein Kirchdorf.Die dem heiligen Jakobus dem Gr?en geweithe Kirche steht in der Mitte des Ortes und ist in der ܢergangszeit von der Gotik zur Renaissance im Jahre 1589 erbaut.Der Turm kam 1608 und die Halle 1629 dazu.Der fr?Holzturm ragt aus der Mitte des Kirchdaches hervor.Auf dem 45m hohen Kirchturm befinden sich,auߥr der Uhr mit drei Ziffernbl䴴ern,drei Glocken.Die 䬴este davon wurde im Jahre 1612 in Arnau von Martin Schretter gegossen.Die groߥ Glocke mit dem hl.Jakobus im Pilgerkleide aus dem Jahre 1760 ist ein Meisterwerk des Pragers Georg K?.Die Marienglocke tr䧴 die Jahreszahl 1776.Auf dem kleinen Dacht?n befindet sich das Sterbe- und das Sanktusgl?hen.Wann die erste Schule errichtet wurde,ist nicht bekannt.Mit Verl䟬ichkeit kann angenommen werden,daߠder Ort schon vor mehreren Jahrhunderten eine Schule besesen hat.Bis 1794 wurde ein in der N䨥 der Kirche gelegenes Wirtschaftsgeb䵤e f? Unterricht genutzt.Im gleichen Jahr ist dann an dieser Stelle ein h?rnes Schulhaus errichtet worden.Im Jahr 1894 wurde in Neuschloߠeine Schule erbaut,und am 14.November 1897 fand die ܢergabe des neuen,ganz in Stein gebauten Schulhauses in Nieder?statt.Das in Neuschloߠauf dem Schloߢerg stehende Schloߠaus dem Jahre 1638 stammt von dem Grafen Lamboy.1799 kam es durch Kauf an den Grafen Franz Josef Deym von Stritetz.Im Laufe der Zeit hatte das Geb䵤e durch An-und Umbauten groߥ Ver䮤erungen erfahren.Bei dem Schloߠsind pr䣨tige Parkanlagen und eine groߥ G䲴nerei angelegt;dabei befindet sich der herrschaftliche Meierhof.Die ?n H䵳er sind zum groߥn Teil reine Holzbauten,doch machen sie keineswegs einen d?en Eindruck.Die Einwohner waren ausschlie߬ich Katholiken und mit verschwindender Ausnahme deutsch.Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht,einige widmeten sich mit besonderer Sorgfalt der Waldkultur.Besonders J? Leute fanden ihren Erwerb in den Fabriken von Arnau.1939 hatte Nieder?genau 968 B?/FONT>
֬s-D?ney
֬s-D?ney hat den Charakter eines Gebirgsdorfes.Im tiefen Talkessel der Elbe liegend,ist es ringsum von bewaldeten Bergen und Bergr?umschloߥn.Das Gemeindegebiet umfaߴ teils den S? Westabhang des Pradelberges,teils Berglehnen,die sich im S?is zur Gemeinde Anseith erstrecken.Nach S?n bildet die Elbe eine weite Strecke die Grenze gegen die Gemeinde K?reich II,im Nordosten gegen Kottwitz.Im Norden grenzt ֬s-D?ney an Nieder?Bevor die Elbe in die schmale Talenge eintritt,nimmt sie noch den ֬s-D?ney Bach mit dem Fuchsgraben auf;ersterer entspringt am Tafelberg,der andere kommt vom Weiߥn Berg.Wann der Ort gegr?wurde,ist nicht zu ermitteln.Man muߠannehmen,daߠ֬s-D?ney ebensolang besteht wie die Nachbarorte Nieder?und Kottwitz.Eine selbst䮤ige Schule besitzt der Ort erste seit dem Jahre 1870.Vorher muߴen die Kinder zur Sommerzeit in die Schule nach Nieder?w䨲end der Winterzeit kam ein Schulgehilfe nach ֬s-D?ney und unterrichtete in einem angemieteten Lokal.Von 343 Einwohnern im jahre 1880 stieg die Zahl im Jahre 1890 auf 441,sank dann aber st䮤ig,und im Jahre 1939 waren es nur noch 222 B?Die Landwirtschaft war der Haupterwerbszweig der Bev?rung.Ein Groߴeil der Bewohner fand auch in der im Jahre 1860 erbauten Flachsspinnerei der ehemaligen Firma Fried & Co.,sp䴥r ֳterreichische Flachsindustrie AG,ihren Lebensunterhalt.In diesem Betrieb liefen 6500 Spindeln,und es wurden bis zu 143 m䮮liche und 154 weibliche Arbeitnehmer besch䦴igt.Der Bau einer Eisenbetonbr?ber die Elbe im Jahre 1906,mit einer Gesamtl䮧e von 65 Metern,war damals die erste Eisenbetonbr?n B?n,die eine deratige Spannweite besa߮Damit wurde eine dauerhafte Verbindung mit Ober-D?ney hergestellt und der Verkehr zwischen Arnau und K?inhof wesentlich erleichtert.