Die Dörfer im schönen Aupatal / Kreis Trautenau

Petzer

Am Fuße der Schneekoppe,756m-1400,der oberste Ortsteil der Gemeinde Groß Aupa Teil II im Aupatal.Petzer liegt im oberen Tal der großen Aupa in prächtiger Landschaft ,rings umgeben von den höchsten Erhebungen des Gebirges.Viel Besuchte Sommerfrische,besonders beliebter Wintersportplatz.Vorzüglicher Tourenstützpunkt.Am Anfang war der Ort eine Holzknechtesiedlung von Bergbauern die meistens Oberdeutsche aus Tirol oder der Steiermark waren.1804 ist hier der letzte Bär(ausgestellt im Petzerkretscham von 1763) des Riesengebirges im Petzergrund erschossen worden.Zwischen den Weltkriegen waren hier Kupfer und Arsenkschmelzereien im Betrieb-das Arsenkwerk wurde Gifthütte genannt.In Petzer ist der erste deutsche Skiweltmeister Gustl Berauer(1912-1986) geboren worden.Umgebung: u.a.Schneekoppe(1603m),Weisser Wiessberg(1400m),Geiergucke(1363m),Rosenberg(1388m),Steinboden(1560m),Riesengrund,Bergschmiede und zahlreiche Bauden.

Ober Altstadt

Etwa 4 km langestreckter Marktflecken im Aupatal,441m.1930: 3347 Einwohner(darunter 303 Tschechen),1900:3749 und 1790: 722 Einwohner.Ursprünglich hat der Ort "Burgstadl" und "Alt-Trautenau" geheissen.Die Wenzelskirche von 1313 ist eine der ältesten Kirchen im Riesengebirge-bereits ab 1358 werden hier Seelsorger erwähnt.Die Flachsgarnspinnerei Kluge war die grösste in Europa.Sie und die Firmen J.Etrich(auch Flachsgarnspinnerei) und die Garnbleiche Duncan beschäftigten früher über 1600 Arbeiter.Im Ort geboren der berühmte Flugzeugpioner Igo Etrich.Umgebung:u.a. Trübenwasser,Dorf und Bahnstation.


Blick ins Aupatal-Kleinaupa


Klein Aupa

 


Nachbargemeinde von Gross Aupa im kleinen Aupatal gelegen,800-1050m,-eingeteilt in Nieder-und Ober Klein Aupa mit 1790:826 Einwohnern und 1939 hatten die Baudengruppen 934 Einwohner.Höchstgelegenes Dorf in Böhmen unterhalb der Schneekoppe.Im 16.Jahrhundert kamen u.a Klausenbauer und Holzfäller aus Oberdeutschland(u.a Tirol) als erste Siedler ins Aupagebiet.Der Österreichische Thronfolger Joseph II besuchte 1779 den besonders für Grenzschmuggel bekannten Ort.Die 1791 eingeweithe Kirche St.Peter war die höchstegelegenste Kirche in Böhmen(975m).Zum Ort Klein Aupa der aus weit verstreuten Baudengruppen besteht gehörten u.a auch die Grenzbauden(1046m).Umgebung: u.a. Schneekoppe(1603m),Schwarze Koppe(1407m),Löwenberg(1168m),Forst-oder Schmiedeberger Kamm

Freiheit

Im Aupagebiet,511m,im Riesengebirgsvorland.1930 mit 1411 Einwohnern(davon 1319 deutsche).Gewerbefleißiger Ort mit u.a.Papier-,Textil-und Wachserzeugnisse als Wirtschaft.Hier endete die Zweigbahn aus Trautenau(11Km).Der Ort war früher ehemalige Bergfreiheit(1580).In Freiheit noch schöne alte Häuser mit Lauben sehenswert.Die Pfarrkirche ist 1777 neu erbaut worden.Sommerfrische und Wintersportort.In Talseifen das Freibad von Freiheit eine Halbe Stunde entfernt.Krafpostbuslinien ins ganze Riesengebirge.Umgebung: u.a Johannisbad

Jungbuch

Marktgemeinde im Aupatal,Riesengebirgsvorland,454m,1930 mit den Orten: Klinge,Thalseiffen und Trübenwasser genau 4225 Einwohner(davon 3893 deutsche).Im Jahr 1921 ca.3926 deutsche Einwohner.Bahnstation Trübenwasser an der Strecke Trautenau-Freiheit.1835 entstand hier die erste Flachsspinnerei in Österreich.Gewerbe im Ort:u.a Flachsspinnerei,Papierfabrik,Erzeugung von Juteer,Weberei,Holzwirtschaft.-Jungbuch wird im 13 Jahrhundert erwähnt-die Kirche(14.Jhr.-Barrockumbau) ist sehenswert;eine Pfarrei bestand seit 1358.In der Umgebung u.a Burgruine Silberstein,Johannisbad(ca 3Km)

Johannisbad
im engen Tal der Aupa,630m,unterhalb des Schwarzenberges(1299m) gelegen.1790 mit 202 und 1900 mit 273 Einwohnern.1930 zählte Johannisbad genau 396 Seelen(davon 341 deutsche).Das Heilbad(seit 1677) war als das Gastein des Riesengebirges bekannt und zählte 1930 rund 7860 Kurgäste.Die Mineral- und radioaktiven Quellen(29,6c)machten Johannisbad als Kurort berühmt.Als Wintersportort mit Sprungschanze und Rodelbahn hatte der Ort internationales Gepräge.Austragungsort der Ski-Weltmeisterschaften 1925.Die beiden Kirchen sind neugotisch,die evangelische wurde 1878-1879 und die katholische 1802-1805 errichtet.Seit 1536 stand hier eine Johannes-Kapelle.Gegründet wurde der Ort im 15.Jahrhundert von einem Herr Schwarzenberg.1869 wurde Johannisbad von Freiheit getrennt und eine selbstständige Gemeinde.Seit 1883 zum Marktflecken erhoben.Bahnstation fürr Johannisbad war der Endehaltepunkt Freiheit-etwa 2,5 Km entfernt.1937 hatte Johannisbad laut Kurlisten 3434 Gäste.In der Umgebung:u.a Forstberg(1244m),Ladighöhe(753m) und der Klausengrund.


Kurort Johannisbad


Marschendorf

Langestreckter Marktort im Aupatal am Fuße des Rehorngebirges,525-563m,mit den Ortsteilen: Albendorf,Rehorn,Kolbendorf,Dunkelthal,Schwarzenberg (Marschendorf I-V) mit 1930: 2546 Einwohner(darunter 96 Tschechen),Im Mittelalter siedelten sich deutsche Bergleute an.Im Ortsteil Dunkelthal(1939: 463 Einwohner) eine Glashütte.In Marschendorf III die Pfarrkirche(1608),Friedhofskirche(1568 als Bethaus errichtet).In Marschendorf I u.a.die Filialkirche St.Joseph(nach 1898) und das Schloss Czernin-Morzin(1792).Wirtschaft:u.a Früher Eisenbergbau und Eisenhammer,2 große Papierfabriken,Brauhaus und die Glashütte in Dunkelthal.Im Juli 1897 trat die Aupa folgenschwer über die Ufer.Im Ort geboren der Großindustrielle Prosper Piette von Rivage(1846-1928),in der Umgebung:u.a Lichte Höhe(1244m),Rehorngebirge(1001m),Krausebauden,Aichelburg,Johannisbad

Dunkelthal

Ortsteil von Marschendorf mit 1939 rund 463 Einwohner.Liegt,750m, in einem malerischen engen Tal der Aupa unterhalb der Aichelburg.Es ist der letzte Ortsteil von Marschendorf vor der Kreuzschenke und der Gemeinde Groß Aupa.1840 hatte der Ort 51 Häuser.Bekannt geworden ist Dunkeltal durch die von Augustin Breit 1846 erbaute Glashütte.1872 beschäftigte diese 200 Arbeiter.1897 war der Wert der erzeugten Glaswaren auf über 300000 Gulden gestiegen-die Erzeugnisse gingen in alle Welt.Betroffen war der Ort und die Glasindustrie auch vom schweren Aupahochwasser im Jahre 1897.Umgebung: u.a Forstberg,Kreuzschänke,Marschendorf

Trautenau
Bezirksstadt und Bahnknotenpunkt an der Aupa,414,im Riesengebirgsvorland.Sehr Gewerbereiche Stadt und Mittelpunkt der Böhmischen Leinenindustrie.Einwohnerzahlen:1790 genau 2425 Einwohner,1900 rund 14791 Einwohner und 1930 genau 15923 Bewohner davon 11619 deutsche.Zu Trautenau gehörten u.a die Ortsteile:Niederaltstadt und Hohenbruch.Der Name Trautenau wird erstmals 1301 erwähnt.Die Stadt entwickelte sich zur Kultur- und Bildungsstadt der deutschen in der Riesengebirgsregion in Nordböhmen.Seit 1871 gibt es die Bahnlinie entlang der Aupa nach Freiheit-Johannisbad.Sehenswürdigkeiten in Trautenau: u.a Stadtmuseum(seit 1890),Dreifaltigkeitsäule(1609,14 m hoch),Rathaus(1862),Marktplatz mit Lauben,Rübezahlbrunnen,Kappelberg mit zahlreichen Denkmälern,Maria Geburtskirche(ab 1283,später neu erbaut.),evangelische Erlöserkirche(1900),Spitalkirche(seit 1503).Als Wirtschaft hatte die Stadt u.a.Flachsanbau,Leinen-und Baumwollspinnereien,Eisenwarenindustrie,Musikinstrumente,Holzverarbeitung zu bieten.Geboren ist hier 1530 der bekannte Chronist Simon Hüttl oder auch der Dichter Uffo Daniel Horn(*1806).An der Gablenzhöhe(505m) gab es 1866 die bekannte Schlacht zwischen Preußen und Österreichern.

Trautenau im Baedecker Nordostdeutschland 1905:



Wildschütz
liegt ca 6 Km westlich von Trautenau,367m,Riesengebirgsvorland.1930 mit dem Ortsteil Silberstein 957 Einwohner(davon 920 deutsche),1900 noch 1122 deutsche Einwohner.Bekannt georden ist Wildschütz durch die Burgruine Silberstein(511m).Die Kirche Hl.Adalbert,14 Jhr.gotisch,frühgotisches Portal.Gruftkapellen der Familie Silberstein und Waldstein sehenswert.Als Wirtschaft des Ortes seien u.a Hausweberei,Schindeln und Kalkofen genannt.Im Ort wurde der Romanist Wendelin Foerster(1844-1915) geboren.Die Bahnstation liegt etwa 2 Km südlich zwischen Pilnikau und Trautenau.

Parschnitz

liegt nur wenige Kilometer von Trautenau entfernt,402m,Eisenbahnknotenpunkt im Bezirk Trautenau an der Aupa.Im Ort gab es als Wirtschaft:Große Flachsgarnspinnereien,Leinenwebereien,Bleichen und Metallindustrie.1930 hatte Parschnitz genau 3498 Einwohner(darunter 488 Tschechen).Die Kirche Hl.Petrus und Paulus,1901 geweiht,ist ein neugotischer Bau.Früher nach Trautenau eingepfarrt,wurde Parschnitz 1933 eigene Pfarrei.Kapelle Maria Hilf,1770,1821 umgebaut.

Kottwitz

Dorf im Bezirk Hohenelbe-etwa 4 Km südlich von Arnau und 13 Km westlich von Trautenau gelegen.Bahnstation.1930 hatte Kottwitz mit den Ortsteilen Karlseck und Katharinendörfel 1785 Einwohner(darunter 72 Tschechen).Erwähnt als"Cotwicz"um 1360.Die Pfarrkirche St.Peter und Paul(14 Jhr.), mit Sehnswerter Inneneinrichtung(u.A Hauptaltar,Marienenstatue),mehrmals neu erbaut.Auf dem Kottwitzer Friedhof fanden sich schöne Grabmäler aus verschiedenen Epochen.Auf dem Katharinaberg die bekannte Kapelle(zuletzt 1836 neu erbaut,1966 gesprengt.).Als Wirtschaft:u.a Wergspinnerei und Zementwarenerzeugung.In der Umgebung:Schäferberg,Pilnikau und Arnau.

 

Straßen-Entfernungen durch das Aupatal:

Kilometer Ort Straßenabzweig bei diesem Kilometerstand
     
0,0 Km Trautenau westlich nach Arnau(17 Km) über Pilnikau(8 Km)-östlich nach Landeshut(28 km) über Parschnitz(5 Km)
4,0 Km Ober Altstadt/Bhf westlich zur Burg Silberstein
5,0 Km Ober Altstadt nordöstlich nach Schatzlar(8,5 Km)
8,5 Km Jungbuch westlich nach Mohren(5 Km) und Hermannseifen(8 Km)
11,5 Km Unter Marschendorf/Ober Freiheit westlich nach Johannisbad(2,5 Km) und Schwarzenthal(7,5 Km)
14,5 Km Ober Marschendorf nördlich nach Albendorf
17,5 Km Kreuzschänke(Gross Aupa) westlich nach Petzer(4,5 Km)
23,0 Km Klein Aupa(Niederdorf) nordöstlich nach Kleinaupa(Oberdorf)
29,0 Km Grenzbaudenpass weiter nach Schmiedeberg/Schlesien

Informationen über den Fluß Aupa:

Aus Großer und Kleiner Aupa gebildeter linker Nebenfluß der Elbe,der in den Aupawiesen(Hochmoor) des Riesengebirges entspringt,den Riesengrund durchfließt,bei Trautenau das Riesengebirge verläßt und nach 77km Lauf bei Jaromer mündet.An der oberen Aupa liegen die Dörfer Groß-und Klein Aupa,aus weit verstreuten Siedlungen und Bauden bestehend (694 bzw.750 bis 950 m hoch).Es sind Sommerfrischen und Wintersportplätze.Großaupa besitzt radiumhaltige Quellen.In den Dörfern des Aupatales vielfältige Industrie.(Spinnereien,Webereien,Bleichereien,Papierfabriken).Tschechischer Name der Aupa:Upa

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