Presse

 
 
 
 
 Erschienen:  
„heute“
12. Januar 2007
 
 
 
 
 
Tanzlokale - Du kannst nicht immer 17 sein...
Partys feiern ist nicht mehr das Privileg der Jugend: Auch ältere Semester wollen Spass haben und abtanzen. Ein Stimmungsbericht aus einer Biodisco.
 
(...) Im Touringhaus in Solothurn steigt die Disco Rainbowdance, die unter einem biologischen Stern steht: Getanzt wird ohne Schuhe und meist auch ohne Socken. Die Party ist strikt alkohol- und rauchfrei (...).
 
(...) Aus den Boxen röhren Didgeridoos und poltern Buschtrommeln. Anschliessend noch «Black Magic Woman» von Santana (...) Die meisten Besucher sind zwischen 40 und 50. «Unsere Gäste geniessen bewusst die alkohol- und rauchfreie Atmosphäre», sagt «Rainbowdance»-Leiterin Simone Hertner. (...) Sie glaubt, dass die Biodiscotheken Raum bieten für Begegnung mit sich selbst und mit anderen: «Es ist ein viel natürlich-kreativeres Sein möglich, wenn man barfuss ist.»
 
Die 46-jährige She-DJ Milna, die eigens aus Zürich angereist ist, bestätigt das: «Hast du weder Bierglas noch Zigarette in der Hand, um dich daran festzuhalten, und fehlen auch die Schuhe, dann bist du total nackt. Das macht das Tanzen viel intensiver.» Sagts und schiebt den Regler hoch fürs nächste Stück: «Aquarius» aus dem Musical «Hair».
 
Erschienen:
 Beobachter
08/06
 
 
 
Foto:
 Hochzeitspezial
April 2006
 
 
 
Barfussdisco Zürich - Dance your spirit free
Initiiert wurde die Barfussdisco 1990 von Yvonne Spühler.
Ihr war wichtig, in angenehmer Umgebung zu inspirierender Musik zu tanzen. Zu Beginn legten drei DJs auf: SlamJam, She-DJ Milna und Juri. Nach einem Jahr stieg Juri aus, um sich vermehrt seinen Vaterpflichten und -freuden zu widmen. Seither wechseln sich der Webdesigner SlamJam und die Publizistin Milna monatlich am Mischpult ab. Ab 1994 übernahm Milna Nicolay die Verantwortung für das Weiterbestehen dieses einzigartigen Tanzereignis für Menschen jeden Alters..
 
 
 
 
 
 
Erschienen: www.barfussdisco.ch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erschienen:
Hochzeitsführer
2/2005
 
 
   
Milna Nicolay hat europaweit Erfahrung als DJ-Frau und Entertainerin.
Als She DJ Milna, spielt sie Beliebtes aus den Bereichen Funk, Pop, Salsa, Afro und Rock. Für die Besonderheiten die eine Hochzeitsfeier in Bezug auf die Musik mit sich bringt, hat sie ein gefühlvolles Händchen entwickelt.
Ob Standardtanz oder aktuelle Hits, Oldies oder Swing, She DJ Milna kann sich flexibel auf jede Umgebung und jeden Wunsch einstellen und die Mobilität ermöglicht Engagements in der Schweiz und dem grenznahen Ausland. Wichtig ist ihr, vorab mit dem Brautpaar den Ablauf des Abends und die entsprechende Musik zu planen. So ist garantiert, dass am Ende alle zufrieden sind.
 Erschienen:
Hochzeit Schweiz 2003
 
 
 
Ohne Buben gehts ringer
(...) Girls only: An den Bassersdorfer Mädchentagen wird getanzt, geschminkt, gesungen und gekämpft. Mit vollem Einsatz. (...)
Zum She DJ-Kurs: Die Stimmung in den einzelnen Workshops ist gelöst.(...) Am übermütigsten sind die weiblichen DJs. Im engen Partyraum des Jugendtreffs drehen sie an den Reglern und Knöpfen, bis der Lärm ohrenbetäubend ist. "Ich find das total cool", schwärmt die 12-jährige Adelina. Und die 14-jährige Nadine meint auf die Frage, warum sie gerade den DJ-Kurs besucht: "Wil das Fraue sicher genau so guet chönd wie Manne." DJ Lady Lou. DJ Schascha, DJ Dede und DJ Fish-Bone werden heute am Abschlussfest für den Sound sorgen. Und auch an diesem Abend gilt: Girls only!
 Erschienen:
 Tages-Anzeiger
28.12.2002
 
 
 
 
She DJ Milna, Garantin für tanzbare technofreie Rhythmen der letzten 30 Jahren aus den Bereichen Funk, Pop, Raï, Salsa, Afro und Rock. Tanzen soll Spass machen und Abwechslung in den Alltag bringen, so lautet seit über 25 Jahren das Motto der erfahrenen und flexiblen DJ-Frau.
She DJ Milna legt an Parties aller Art auf. Während den 80ern bis Mitte der 90er Jahre war sie international als DJ tätig und arbeitete unter anderem in Norwegen, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich. Seit Mitte der 90er in der Region Zürich sesshaft geworden, spezialisierte sie sich auf Frauendiscos und Parties mit Niveau, wie die Barfussdisco im Dynamo-Zürich und Rapunzel-Frauendisco in der Alten Kaserne-Winterthur. Weil ihre Musik vielseitig ist und Spass macht, wird sie oft an Geburtstage und Hochzeiten engagiert.
Im Privatleben arbeitet Milna Nicolay als Publizistin für Radio und Printmedien und gibt das monatlich erscheinende TAXI-Magazin für Soziales und Kultur heraus. Daneben setzt sie sich für die hiesige Frauenmusikszene ein. Der 8. März hat Tradition, einerseits in der Frauenbewegung, aber auch in den akzentsetzenden Veranstaltungen die jeweils an diesem wichtigen Tag begangen werden. Für She DJ Milna eine Selbstverständlichkeit präsent und solidarisch zu sein.
Erschienen:
Zürcher Oberländer
2002
 
 
Tanzen soll Spass machen und Abwechslung in den Alltag bringen, so lautet seit über 25 Jahren das Motto der erfahrenen und flexiblen DJ-Frau Milna.
Heiraten, der schönste Tag im Leben. Das will gebührend gefeiert werden. Nach dem Essen eine kleine Tanzeinlage schafft Platz für das kommende Dessert. Während dem Essen wirkt Musik auf viele Gästeohren störend. Dafür wird nachher umso emsiger zur Musik getanzt. Natürlich sind Standardtänze gefragt. Doch muss ein Englischwalzer, ein Foxtrott, ein Rumba oder Chachacha nicht aus Ur-Grossmutters Mottenkiste geklaubt werden. Viele der aktuellen Hits basieren auf diesen Rhythmen und eignen sich deshalb wunderbar für mehrere Generationen zum lustvollen Tanzen.
Flexibilität ist oberstes Prinzip. Die Gäste sind kunterbunt gemischt und genauso vielseitig sind die Musikwünsche. Oldies, Swing und Rock für die älteren Semester und am späteren Abend mehr populäre Hits für die jüngere Generation. Dazwischen immer mal wieder Platz für ein Spiel, eine spontane Rede. Wichtig ist, dass es eine Ansprechperson gibt, die den genauen Ablauf koordiniert. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Feier leicht ausufert. Ebenfalls wichtig sind klare Abmachungen bezüglich des Feierabends. Nicht dass die Restaurantmitarbeitenden schon um 1 Uhr zu gähnen beginnen, während das Fest erst so richtig in Fahrt kommt.
She DJ Milna, legt technofreie Rhythmen der letzten 30 Jahre aus den Bereichen Funk, Pop, Salsa, Afro und Rock auf. Sie erfüllt jeden Wunsch und trägt zum Gelingen des schönsten Tages im Leben bei.
Erschienen: Hochzeit-Magazin 2002
 
 
Eine Frau lässt das Publikum tanzen
In Illnau wohnt eine Frau mit ungewöhnlichem Hobby: She DJ Milna ist seit 20 Jahren in der Szene.
ppi. Sie war immer anders, hatte schon in der Jugend «einen Chnorz» damit, wollte jemand ihr Leben und Verhalten in Wege der allgemein gültigen Normen lenken. Mit 16 Jahren brach Milna Nicolay die Kantonsschule ab und suchte ihren eigenen Weg. Rund 16 Jahre war DJ (Discjockey) ihr Beruf. Seit 4 Jahren mixt «She DJ Milna» hobbymässig und vermittelt ihr Wissen in dieser ausgeprägten Männerdomäne an talentierte Frauen.Die seit drei Jahren in Illnau wohnhafte Milna Nicolay ist in Volketswil aufgewachsen und besuchte in Wetzikon die Kantonsschule. «Ich war schon immer eher schräg», sagt die 40-Jährige. Sie erzählt von einer guten Jugend und einem schönen Elternhaus, wo sie auf nichts verzichten musste. Aber: «Ich musste meiner Umwelt klar machen, dass ich anders war, mich nicht wohl fühlte unter kleinkariert denkenden Menschen», erinnert sie sich.
 
Geheimnisse erfahren
Mit 16 Jahren zog sie zu Hause aus, wohnte bei ihrem damaligen Freund, verliess kurz darauf das Gymnasium und ging auf «die Gasse». «Sex, Drugs and Rock-'n'-Roll» war Ende der 70er Jahre ihre Lebensdevise, nie exzessiv zwar, aber eine Ahnung habe sie doch erhalten und bereue nichts, sagt sie. In der Musiker- und Discoszene habe sie jeweils die DJ bewundert, diese - aus ihrer damaligen Optik - genialen Typen, die durch Rotation der Langspielplatten ihr tanzendes Publikum verzauberten. Ein DJ, ein Engländer, habe sie irgendwann mal in die Geheimnisse eingeführt. «Er war nicht so ein Macho-Typ wie die Mehrheit dieser Berufsgattung. Es machte ihm nichts aus, mich - eine junge Frau - in die von vielen verteidigte Männerdomäne einzuweihen», gibt Milna Nicolay ihre damaligen Erkenntnisse weiter. Dieser Kollege habe ihr gezeigt, dass alles keine Hexerei sei, sondern für jedermann - auch Frauen - problemlos erlernbar.
 
«Frech, wie ich war, befolgte ich seinen Rat. Ich kratzte mein Geld zusammen, kaufte einen Plattenspieler, etwa zwei Dutzend Longplays und Verstärker. Durch seine Vermittlung hatte ich mein erstes Engagement im Frühling 1980 im Glarnerland», erzählt sie. Dieser Abend - es war ein Sprung ins kalte Wasser - bleibe ewig in ihrer Erinnerung. Es sei alles bingo gelaufen.
 
Dann meldete sie sich bei einer Vermittleragentur, die verzweifelt weibliche DJ suchte. «Eine Rarität damals in der Szene und deshalb sehr gefragt. Aber ich musste denen klarmachen, dass ich keine bin und nicht willig und dumm, sondern dass ich mich durch kompetente Arbeit ausweisen wollte», resümiert Milna Nicolay die Anfänge ihrer Berufskarriere. In gewissen Lokalen kam sie wegen ihrer etwas dominanten Manieren auf die schwarze Liste, die Männerwelt mauerte gegen sie.
 
Im DJ-Business laufe alles über Mundpropaganda und Empfehlungen. Sie habe sich schliesslich doch durchsetzen und dank ihrem Fachwissen bewähren können. Ihr Leben sei zigeunerhaft verlaufen, im Austausch habe sie Saisonstellen an vielen Orten in der Schweiz, in skandinavischen Ländern, Frankreich, Deutschland und Österreich erhalten.
 
Die Stimmung steuern
«Dass ich in Dancefloors die Stimmung steuern und je nach Wahl der Musik das Feeling des Publikums beeinflussen konnte, faszinierte mich. Ich machte das zu meinem Beruf, und diese Tätigkeit stellt mich auch heute noch total auf», sagt Milna Nicolay. Sie schildert das Übereinanderspielen von Musiktiteln mit zeitverschobenen Echos - mit dem Kopfhörer würden besonders geniale Übergänge inszeniert -, auch mal von total heissem Beatrock hinüber zu Softies. Ihre CD- und Plattensammlung umfasst mittlerweile rund 3000 Tonträger. Ihre Stilrichtungen sind Funk, Rock, Worldbeat, Oldies und Hits.
 
«Das Bedienen eines Mischpultes ist ebenso einfach wie die Programmierung einer Waschmaschine. Aber komischerweise haben viele Frauen Angst vor den Kabeln, Knöpfen und Reglern», erzählt sie lachend. Dabei laufe alles über die Routine, und schwer sei es mit Sicherheit nicht. Gefragt seien einzig Rhythmusgefühl, musikalische Finesse für Höhen und Tiefen und die Fähigkeit, die Geschwindigkeit auszuzählen.
 
Workshops für talentierte Frauen
Irgendwann werde sie einen eigenen Laden übernehmen, habe sie Mitte der 80er Jahre gedacht. Sie absolvierte darum die thurgauische Wirtefachschule und später die Hotelfachschule Belvoirpark in Zürich. Noch heute profitiere sie, wenn es gelte, Konzepte zu erarbeiten oder mit Disziplin ein Projekt durchzuziehen. In mehreren Medien verfasst Milna Nicolay seit einigen Jahren Kolumnen über das Musikgeschehen, schreibt Rezensionen über Bücher und Kinofilme. Auch beim Radio ist sie tätig, betreut Frauensendungen sowie das Kulturmagazin Phoenix.
 
Ausserdem ist Milna Nicolay Aktivmitglied des Vereins «FramaMu» (Frauen machen Musik). «Wir organisieren Frauendiscos, erteilen Kurse und sind auch eine Kontaktorganisation für Musikerinnen, Frauenbands und weibliche DJ. Seit vier Jahren mache ich das alles als Hobby, weil ich unter Anämie leide und nicht mehr voll berufstätig sein kann», erzählt sie. Grosse Freude bereitet ihr die Tatsache, dass immer mehr junge Frauen sich von ihr in Workshops in die Geheimnisse und die technischen Spielarten des DJ-Jobs einweihen lassen.
Erschienen:
Zürcher Oberländer 2001
 
 
Gute Laune, Fröhlichkeit und Glück
Sie liebt Hochzeiten. Die schönen Kleider, die glückliche, gelöste Stimmung. All die unterschiedlichen Menschen, Eltern, Tanten, Onkel, Freunde die sich zu einem historischen Ereignis treffen.
Sie, das ist die Schweizer DJ-Frau Milna Nicolay. Mit den mitgebrachten Platten und CDs verbreitet sie Tanz-Stimmung und setzt in Zusammenarbeit mit der Verwandtschaft, die Reden und Spiele die vorbereitet sind optisch und musikalisch um. Jede Hochzeitsfeier ist anders. Gediegen in einem Schloss, rustikal auf dem Bauernhof, sportlich im winterlichen Kurort, als Kostümball in einer romantischen Mühle. Der Einfallsreichtum der Organisierenden kennt keine Grenzen. Es gibt Feiern die enden um 2 Uhr andere dauern bis 6 Uhr...
 
Wichtig ist, dass eine Person die Verantwortung für den Ablauf und die Koordination übernimmt und von Anfang bis zum Schluss den Überblick behält.
 
Die einen mögen Musik während des Essens, andere erst danach. Das hängt von der Zusammensetzung der Gäste ab. Darauf ist Rücksicht zu nehmen. Tanzeinlagen zwischen Hauptgang und Dessert lockern auf. Eltern mit kleinen Kindern müssen meist vor Mitternacht gehen. Deshalb sollte auch für sie eine Runde auf der Tanzfläche drinliegen. Damit hat die erfahrene DJ-Frau keine Probleme. Souverän gelingt es ihr, die unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander zu verbinden, so dass sich alle wohl fühlen. Dazu braucht es musikalische Offenheit und Flexibilität. Angefangen wird meist mit einem Walzer, aber nicht immer. Auch hier weichen die Traditionen auf. Es bewährt sich jedoch, zu Beginn eine Art Lawinentanz zu machen. Damit werden auch Zögerliche auf die Tanzfläche gelotst.
Es lohnt sich also immer eine Fachkraft zu engagieren, auch wenn diese ihren Preis hat. Denn die Hochzeitsfeier soll nicht wegen der lausigen Musik, der Gespräche übertönenden Lautstärke und der frustrierten Tanzwilligen die nicht zum Einsatz kamen, in Erinnerung bleiben.
Die DJ-Frau Milna Nicolay erfüllt alle Bedingungen. Dies beweisen die vielen Referenzen von zufriedenen Hochzeitspaaren.
 
Erschienen: Hochzeitführer
2000
 
 
Wir haben unser neues Lokal eingeweiht
Im Dezember 1999 ist die Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst in neue, grössere und schönere Lokalitäten umgezogen. Und das wurde gebührend gefeiert. Rund 300 Leute sind an das Fest im Kanzlei in Zürich gekommen. Sie konnten wunderbare Auftritte von Ursus & Nadeschkin (Clownduo) und Linard Bardill (Liedermacher, Geschichtenerzähler und Kabarettist, Träger des Deutschen Kleinkunstpreises und des Salzburger Stiers, vom Tagesanzeiger als «zur Zeit bester Liebesliederschreiber» bezeichnet) miterleben. Mit She-DJ Milna fand anschliessend eine rhythmisch vielseitige, super Disco statt.
 
Erschienen: Friedenszeitung 2000
 
 
Erschienen:
Uni-Festprogramm 1998
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Erschienen:
Züri Woche
1995
 
 
 
Mit Milna Nicolay, Discjockey im Hotel Post, Zermatt, 
sprach Bennie Koprio
 
Mein Arbeitstag fängt in der Regel abends um neun Uhr an und dauert bis morgens um zwei. Ich bin immer vor den Leuten da, stelle die Anlage ein und höre vielleicht noch eine Platte die ich gerade gekauft habe. Im Durchschnitt gebe ich pro Monat bis zu 800 Franken aus für Platten, denn ich arbeite meistens mit meinen eigenen Platten. Ich besitze aber sicher gegen 2000 Langspielplatten. Das meiste ist Funk oder Rock, New Wave, Punk, Neue Deutsche Welle, wenig Jazz. Den habe ich zwar auch, als Leckerbissen für zwischendurch.
Seit zwei Jahren arbeite ich vollberuflich als Discjockey. Ich bin eigentlich durch Zufall darauf gekommen. Als ich vor dem Problem stand. Geld verdienen zu müssen. versuchte ich es als Barmaid und mit ähnlichen Jobs, flog aber überall schnell wieder hinaus, weil ich den Leuten zu unkonventionell war. Dann sagte mir eines Tages ein Discjockey ich käme ja in der Musik genauso draus wie er, ob ich nicht Lust hätte, in diesem Beruf zu arbeiten, und so hat es eigentlich angefangen.
 
Mittlerweile habe ich schon an vielen Orten gearbeitet, natürlich in der Schweiz, aber auch in Spanien, Deutschland und Osterreich. Einen guten Job bekommt man in dieser Sparte eher zufällig. Man muss viel rennen, herumhören und Beziehungen knüpfen, denn oft ist nicht entscheidend was man kann, sondern wen man kennt. Es gibt zwar auch Agenturen. die einen vermitteln. Die nehmen aber Prozente, schreiben einem vor was man auflegen soll. Das kann man machen, wenn man einfach Geld machen muss. Wer aber wirklich Discjockey sein und selber auswählen will was er auflegt, geht nicht zu einer Agentur.
 
Ich arbeite eigentlich überall wo es einen guten Job gibt. Nur in einzelnen Grossstädten, wie beispielsweise in Zürich, da herrscht ein Klubwesen. Da kommst du gar nicht hinein, schon gar nicht als Frau. Auch will ich nicht einfach die Hitparade herunterspielen- sondern ich will frei machen können was ich will.
 
Ich verdiene auch überdurchschnittlich gut, im Schnitt etwa 3000 Franken netto pro Monat, plus Kost und Logis. An meinen Freitagen mache ich noch oft Musik in anderen Discos, oder ich mache eine Modeschau oder eine Hochzeit.
 
Entweder stehe ich zwischen elf und eins auf oder ich mache durch und schlafe am Nachmittag. Nach der Arbeit schlafe ich sowieso nicht, sondern gehe noch an ein Privatfest, sei es bei mir oder bei jemand anderem zu Hause.
 
Spontaneität und Action sind bei mir grossgeschrieben. Perfektion hasse ich.Wenn man es von mir verlangt, mache ich auch Mikrofonansagen. Witzchen mache ich aber keine, das stinkt mir. Das sollen diese Hawaii-Hämpli-Typen von den Agenturen tun. Ein guter Discjockey stellt nicht sich in den Vordergrund, sondern die Musik. Erste Anforderung an einen Profi ist nämlich. Dass er bei der Musik total auf dem Laufenden ist. Wird man von einem Gast dabei ertappt, dass man ein Lied oder eine Gruppe nicht kennt, geht der unter Umständen mit 20 Leuten wieder hinaus und kommt nie wieder. Auch muss man jeden Abend andere Musik machen. Ich entscheide meist spontan welche Musikrichtung ich einschlage. Die Strahlungen, die die Leute haben kommen ja alle in mich hinein. Ich bezeichne mich oft als Medium: eigentlich bestimmt das Publikum welche Musik es hören will. Man muss bloss darauf schauen, dass die Musik tanzbar ist. Auch kommt es vor, dass alle den "Läck mer" haben. Dann spiele ich einen Walzer oder einen Tango ab, dann hocken sie auch ab und nachher ist die Stimmung wieder gut. Wenn ich selber schlecht dran bin. darf man das an meiner Musik natürlich nicht merken. Für solche Fälle habe ich ein richtiges Schema im Kopf.
 
In der Regel gehe ich frühestens um vier Uhr, meistens eher so um sechs Uhr ins Bett. Ich schlafe fast immer in Hotels, manchmal wird mir auch eine Einzimmerwohnung zur Verfügung gestellt. Wenn ich reise, habe ich immer drei bis vier Harasse voll Platten, meinen Plattenspieler und noch ein paar Kleider und Bücher dabei. Da ich nicht Auto fahre, habe ich natürlich immer Probleme mit dem Gepäck. Aber ich kenne ja überall so viele Leute! Als Discjockey wird man irrsinnig populär, selbst in Grossstädten. Wenn man gute Musik macht, kommen die Leute halt, da hast du immer die Hütte voll. Ja. Man ist jemand, man hat seine Fans. Ich brauche das, ohne das könnte ich nicht sein. Da legst du zum Beispiel ein Stück auf. und die Leute kommen und sagen: Wow! Das Lied ist super. Dann weisst du, dass du diese Platte nicht umsonst eine Woche lang gesucht hast. Ich beschäftige mich auch in meiner Freizeit fast ausschliesslich mit Musik. Ich gehe fast jeden Tag zwei bis drei Stunden in Plattenläden. um Musik zu hören, gehe in Klubs, lese Fachzeitschriften oder treffe Leute, mit denen ich über Musik rede. Ausser Leuten und Musik interessiert mich eigentlich nicht viel - ausser vielleicht das Geld.
 
Träume habe ich schon, zum Beispiel möchte ich mich gerne verlieben in einen schönen, guten Mann. der ein paar Millionen hat und mit dem ich in der Welt herumjetten könnte und tolle Discos besuchen. Nur, eine feste Beziehung liegt derzeit gar nicht drin. Als weiblicher Discjockey muss man eher ohne Sex leben. Ein männlicher Discjockey kann schon jeden Abend eine Neue aufreissen, als Frau kannst du das Entsprechende nicht. sonst bis du schnell als Hure abgestempelt. Ausserdem gibt es Probleme. Wenn die Frauen in der Disco das Gefühl haben. du gehest auf die Typen los. Dann kommen sie nicht mehr - und die Typen natürlich auch nicht. Auch sonst muss man als Frau viel mehr aufpassen. Es gibt so viele Männer, die meinen, eine Frau könne keine Musik machen. Das macht mich manchmal total fertig. Andererseits haben viele Leute das Gefühl. Discjockey sein sei so easy. Gut. ich arbeite schon nur fünf Stunden. Aber mach das mal, fünf Stunden nonstop gute Musik die dem Publikum entspricht. Das ist eben mehr als seine zehn Lieblingsplatten aufzulegen.
 
Erschienen:
Tages-Anzeiger Magazin
1982
 
 
 
Foto:
Hotel Post, Zermatt Saison 1981/82
 
 

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