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Ich bin ein Mensch mit störanfälligem Schlaf und habe schon viele Tricks ausprobiert....
Vielleicht hängt das auch mit meiner Kindheit zusammen:
Schnell, du musst aufstehen, es ist Fliegeralarm, wir müssen in den Luftschutzkeller! Ich weißes nicht! Zaghaft begann ich dann zu berichten, dass ich seit ein paar Monaten sehr schnarchen und „sägen“ muss, denn mein Mann konnte nachts kein Auge mehr schließen.
Wir haben wunderschöne große Kastanienbäume vor unserem Haus stehen, sie haben meine Sägerei gut überstanden. Was ich damit sagen wollte, ich wollte wach bleiben und nicht einschlafen. Heute ist mir das ganz egal, ich schnarche und schnarche mit meinem Mann um die Wette. Empfohlen wurde mir, eine ambulante Psychotherapie im Sinne einerpsychologischen Schmerztherapie kombiniert mit Entspannungsverfahren wie Jacobsen oder
Qi-Gong Muskelrelaxation. Ich bekam diverse Adressen mit, aber ehrlich gesagt, die finanzielle Belastung war wir zu hoch. So wurstelte ich mich mehr schlecht als recht durch, ging weiter regelmäßig zu meinem Rheumatologen und im Wartezimmer sah ich, wie viele Betroffene es gibt. Es ist ja der reinste Wahnsinn, aber man bekommt auch das Gefühl, dass man nicht Alleinbetroffener ist. Ich habe in der Klinik, gelernt diese Krankheit als einen Teil meiner Person zu akzeptieren. Jeden Tag mit Freude zu erleben, gleichgültig, was ich tue, dass ist für mich Lebensqualität. Voraussetzung ist die Aufrichtigkeit, jeden Tag zu horchen, was in mir los ist, was mir gut tut, was ich mir wünsche - und das dann zu verwirklichen. Oft habe
ich gegrollt, dass ich erst so krank werden musste, um die Schönheit um mich herum wahrnehmen zu können. Im Dezember 2008 sprach mein Arzt zu mir, dass er eine effektiveTherapie mit meiner Psorias-Arthritis mit Etanercept einleiten möchte. Mit diesemMedikament kann der Entzündungsprozess deutlich unterdrückt und manchmal sogar gestoppt werden. Ich wurde gründlich untersucht und dann begann dieser Therapieversuch.
Hörte sich ja alles so klasse an. Ich kannte das Gefühl, irgendwann unruhig und vor allem ungeduldig zu werden, aber es hat sich gelohnt. Nach ein paar Monaten verschwanden die typischen Hautveränderungen mit den silbrig-glänzenden Schuppen fast, die Schuppenbildung am Kopf, zwar nur schwach ausgeprägt, verschwanden, ich konnte wieder einigermaßen die Treppen hoch - und runter steigen…Drückt mir bitte die Daumen, dass alles wieder gut wird. ... muss das alles erst mal verdauen und hoffe, dass diese Spritzen weiterhin positiv auf meine Krankheit anschlagen.
PS. Ich wollte noch schreiben, dass meine jüngste Tochter auch Rheuma hat. Muss alles“Schlechte” weiter vererbt werden?
Ich halte mich nun an die Worte von Dale Carnegie –
Sorge dich nicht - lebe!