Sei froh, dass du lebst

Sei froh, dass du lebst! 

Wer denkt schon an die" Kinder im Krieg"!

Angstzustände und Panikattacken sind die Folgen.
Wenn unsere Generation nicht mehr am Leben ist, wer soll der Nachwelt von diesen schlimmen Gräueltaten aller Völker berichten? Vor meinem inneren Auge entstehen Bilder, die das schreckliche Geschehen dieser Zeit wieder auferstehen lassen. Es ist nicht irgendwo passiert, sondern in meiner Stadt Brandenburg.
 Im Jahr 1941 begannen die Fliegeralarme auf Brandenburg
und ich kann in gewisser Weise sagen, ich habe meine Kleinkinderjahre im Luftschutzkeller verbracht. Zum Ende des Krieges lebten wir nur auf Matratzen, Tag und Nacht im Keller. Brandenburg nahm in der Kriegsführung eine bedeutende Stellung ein, 
   die Adam Opel Werke für Lastwagen, die Arado Flugzeugwerke und die Brennaborwerke, die Granaten herstellten. Dann gab es noch das Zuchthaus auf dem Görden mit politischen Insassen und ein Lager mit Fremdarbeitern. Die Kinder, ein Junge und ein Mädchen, kamen um nach essbaren Abfällen zu suchen. Meine Mama legte ganz oben in die Mülltonnen immer Brot hinein. Ihre Worte zu meiner Schwester und zu mir, ihr dürft am Fenster schauen, aber euch nicht bemerkbar machen, denn sonst kommen wir alle ins Gefängnis. Die traurigen Augen der Kinder werde ich niemals vergessen. Aber auch andere Erinnerungen holen mich ein. Wenn ich heute Sirenen höre,
ist mein erster Gedanke, wohin?
Ganz furchtbar war es, als die Opel-Werke bombardiert wurden und dem Erdboden glatt gemacht wurden. Wir wohnten ja in unmittelbarer Nähe der Werke. Die Erde hörte gar nicht auf zu beben. Der Bombenangriff im April 1944 ist auch in meinem Gedächtnis haften geblieben, Bombentrichter, umgekippte Straßenbahnen und dunkler Rauch hingen über der ganzen Stadt. Im April 1945 kamen die Russen, um uns vom "Hitlerfaschismus" zu befreien. Es muss so um den 20. - 26. April 1945 gewesen sein. Grauenhaft, was sich da in unserem Luftschutzkeller abspielte. Unermesslich war die Angst vor "Frau komm" und die Worte "Uri, Uri"! Eine Mitbewohnerin hatte ihre Verwandten, die ihre Heimat Allenstein verlassen mussten, aufgenommen. Darunter auch zwei ganz junge Mädchen und junge Frauen. Jede Nacht kamen die Russen und fielen über die Mädchen und Frauen her, wie die Tiere!  Selbst meine damals 12jährige Schwester sollte vergewaltigt werden.  Man ließ von ihr ab, dafür musste meine Mama mit. Ist das Leben noch lebenswert? So dachte sicher meine Mama, als sie mit uns den Freitod wählen wollte. Da wir Nichtschwimmer waren, wollte sie mit uns in den in der Nähe gelegenen Wasserkanal springen. Habe ich deshalb Angst vor dem Duschen und vor dem Tauchen? Während ich so meine Geschichte aufschreibe, denke ich, dass ich auch jetzt den Grund meiner Flugangst kenne. Während des Krieges suchte die Flak mit ihren Strahlenfingern (Scheinwerfern) den Himmel nach Flugzeigen ab. Hatten sie eines im Visier, so wurde es abgeschossen. Ein für mich schreckliches Erlebnis verbindet mich mit einem dieser Abschüsse. Morgens gingen wir dann zu der Stelle, dort wo das Flugzeug herunter gekommen war und wir sahen diesen Piloten, oder Kampfflieger noch in seinem Fallschirm hängen, - tot natürlich-.

Die Frauen und auch meine Mama teilten sich die Fallschirmseide um uns Kindern daraus Blusen zu nähen. Weiß mit blauen Streifen, ich erinnere mich noch genau an meine Bluse mit dem Bubikragen.... Aber es war die Not und die Armut der Frauen, die sie so handeln ließ.
Nun noch ganz kurz, da es sich auch um ein einschneidendes Erlebnis in meinem Leben handelt. Ein Russe stand plötzlich an der Tür unserer Nachbarin, bei der wir uns gerade aufhielten. Die Nachbarin sollte mit in das Schlafzimmer, lief uns aber hinterher und so stellte uns der Russe alle an die Wand, um uns zu erschießen. Das laute Geschrei von uns Kindern!!!
Jene Frau, die mit ihrer Familie aus Allenstein war, sprach polnisch auf ihn ein...Und so ließ er von uns ab.

 




   

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen,
oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.

(John Fitzgerald Kennedy)

Ich habe den Bericht bestmöglich verfasst, um euch zu ermutigen,
die Dringlichkeit der Zeit, in der wir leben, erneut wahrzunehmen.
Wir brauchen Frieden in Europa und in der ganzen Welt!
Ist es nicht furchtbar, was derzeit auf der Welt los ist?

 

Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen,
oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.
(John Fitzgerald Kennedy)


Ich habe den Bericht bestmöglich verfasst, um euch zu ermutigen,
die Dringlichkeit der Zeit, in der wir leben, erneut wahrzunehmen.
Wir brauchen Frieden in Europa und in der ganzen Welt!
Ist es nicht furchtbar, was derzeit auf der Welt los ist?
 

Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen,
oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.
(John Fitzgerald Kennedy)


Ich habe den Bericht bestmöglich verfasst, um euch zu ermutigen,
die Dringlichkeit der Zeit, in der wir leben, erneut wahrzunehmen.
Wir brauchen Frieden in Europa und in der ganzen Welt!
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