
So war das mit dem kennen lernen!!!
Als ich vor ungefähr 1 ½ zu Single.de kam ( ein freund hatte es mir empfohlen ), ahnte ich nicht, was auf mich zukommt.
Ach, eigentlich war es ganz amüsant.
Ich bastelte an meinem Profil und war von dort an öfter online.
Es wurde gebaggert, unendlich geschrieben und auch mal verabredet.
Leider gibt es, wie in jedem Netz schwarze Schafe.
Irgendwann war ich diesem Geplänkel überdrüssig und machte mich wieder ein wenig rar.
Single-Treffen in Bad Segeberg nahm ich wohl war, aber nur um nette Menschen kennen zu lernen.
Ich war viel unterwegs, denn real ist eben doch besser.
Nach meiner Reise nach Berlin, ich besuchte dort einen Freund, kam ich total gestresst und entnervt zurück und wollte nur noch nach Post schauen.
Es war der 29.09.2001
Ach schon wieder so ein armer Irrer, der auf meine Freundschaftsliste wollte.
Dem werd ichs schon zeigen, wer ich bin, denn so einfach geht das bei mir nicht.
Ich schrieb ihm zurück und erklärte ihm meinen Standpunkt und hatte ihn wohl härter getroffen, als ich dachte.
Der Nächste Brief von ihm war eine Entschuldigung und so begann ein reger Briefverkehr.
Ich halte nichts vom langen schreiben, also telefonierten wir recht schnell miteinander.
Die Telefonate beliefen sich bei 5-6 Stunden.
Als ob wir uns schon ewig kannten.
Wir verabredeten uns auf einem Sonntag in meiner Heimatstadt.
Er war schon früher da und stieg aus dem Auto.
Wir standen uns gegenüber und ich empfand eine große Verbundenheit ohne Worte.
Wir stiegen in mein Auto und fuhren in ein Kaffee meiner Wahl und war recht nervös.
Wir verbrachten den ganzen Tag zusammen und ich fühlte mich sehr wohl in seiner Gegenwart.
Als Erwin wieder fuhr, war ich sehr traurig, aber auch glücklich, so einen netten Menschen getroffen zu haben.
Am nächsten Tag flog er beruflich nach China uns wir waren 10 Tage getrennt.
Es folgten viele Anrufe und SMS.
Na, was das wohl wird mit uns, aber ich nahm es so hin, wie es ist.
Am Wochenende kam Erwin wieder und fuhr vom Frankfurter Flughafen nicht nach Hause, sondern kam gleich zu mir.
Wir vielen uns in die Arme und am Samstag holte er mich ab und wir fuhren 160 Km zu ihm nach Hause.
Seine Kinder, 30, 20 u. 18 warteten auf mich und wir gingen alle zusammen essen.
Meine Güte war ich aufgeregt, aber sie waren alle so lieb zu mir.
Das Wochenende war sehr schön und wir waren uns so vertraut, als ob wir uns schon ewig kannten.
Erwin war dann immer wieder mal im Ausland, aber die Tage, die uns blieben, verbrachten wir immer gemeinsam.
Am 1.11. wurde ich bei ihm angemeldet und zog schon mit ein paar Sachen in seinem Haus ein.
Meine Söhne, 24 und 20 kamen noch zu Besuch und feierten mit uns Weihnachten.
Auf einmal hatten wir fünf Kinder
Von einer Großfamilie hatte ich immer geträumt.
Mittlerweile habe ich meinen Umzug aus Lübeck geschafft, mein Großer zog nach Flensburg und mein Jüngster bekam eine Wohnung in Lübeck, da er dort noch zu ende lernen muss.
Ich bin ein Einzelkind und meine Mama Witwe. Sie litt sehr unter unserer Trennung, also suchte ich ihr in unserer Nähe eine schöne Wohnung.
Nun ist sie nur noch 20 Km von mir entfernt und wir können uns häufiger sehen.
Er war alles wie im Märchen und wir leben mittlerweile sehr glücklich zusammen.
Liebe versetzt Berge und die guten 
und schlechten Tage werden geteilt.
Ich kann Single.de jedem empfehlen, wenn er nicht krampfhaft sucht, sondern nur nette Menschen kennen lernen möchte.
Wir trafen uns eben nicht beim einkaufen oder auf der Straße, sondern in der weiten Welt des Internets.
Eure Katinka 1952 und Hahner

Mitlerweile haben wir ja am 30.12.2002 geheiratet und sind ein sehr glückliches Paar, wenn nicht meine Krankheit ein wenig Schatten gebracht hätte.
Am 31.03.2003 haben mir die Ärzte mein rechtes Bein ab dem Unterschenkel abgenommen, sonst wäre ich heute nicht mehr.
Mein Lieber Mann ist immer noch der führsorglichste Ehemann der Welt und ich bin mit ihm oberglücklich. Bald komme ich in die Reha und werde wieder laufen lernen, nur etwas anders. Jetzt habe ich eine Prothese und wir fangen wieder an mehr zu unternehmen, aber den Rollstuhl schiebt mein Schatz immer noch ohne Scheu.
Ein altes russisches Sprichwort sagt:
Nur die Hoffnung stirbt zu letzt!!!