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Benefiz-Bandnight für Guatemala
14.12.2002
Kolpingkeller (Braunau)
ab 17 Uhr
www.8ung.at/benefiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 Irgendwie kannte sich bei der Bandnight keiner so richtig aus. Zuerst hieß es, sie fängt um 17Uhr an, dann sagte einer um 18Uhr, der nächste kam mit 19Uhr...Jedenfalls waren wir die ersten, die dort anmarschierten. Nach ner Weile waren dann halbwegs alle versammelt – ab zum Soundcheck. Ich – null Ahnung von nix – holte mir dann den Gitarristen von Audiocollage, der mir zeigte, wo man hier auf verzerrt schaltet, die ganzen Verstärkereinstellungen usw. Oh, ich kam mir so ausgeliefert vor beim Soundcheck, jeder glotzte uns kritisch an, als ob sie entscheiden würden, ob wir heute hier spielen oder sterben. Im Allgemeinen war die Stimmung nicht so großartig. Bis dann endlich die ersten Zuhörer auftauchten und der Saal sich füllte. Ich besoff mich derweilen mit Glühwein, Julia hampelte sowieso vor Aufregung nur noch rum. Tja, dann soll es nun um etwa 18Uhr so weit sein, aber Christoph, unser ausgeliehener Drummer, war nirgendwo aufzufinden! Dass er uns doch nicht versetzt hat, zeigte sich dann, als wir frohen Mutes Richtung Bühne gingen, um die Show, so gut es ging, hinter uns zu bringen. Es genügte mir schon, dass wenigstens ein paar Leute Anzeichen von Kopfnicken machten, und die paar, die wir zum Pfeifen und Applaudieren mitgenommen hatten ihren Job gut machten. Außerdem verspielten wir uns nur ein, zwei mal,  und das kann man schon als Erfolg bezeichnen.

Nun ist es so, dass ich jetzt denke, dass die Band-Erstankömmlinge wohl immer ein bisschen Abseits stehen, ein bisschen von oben herab betrachtet werden. Hatte uns ja kein Schwein gesagt, dass da noch Licht auf die Bühne kommt! Wir spielten natürlich im Grellen. Aber das ist jetzt egal. Tja, nach uns wurden die Bands immer besser, Audiocollage forderte zum Tanzen zu Blues und Jazz auf (ich wollte ja, aber wenn sonst keiner sich traut...), Inverno überzeugte mit wackeligen Knien und guten Songs, Oneway waren sowieso Profis (ich kam mir bei dieser Performance und Songs sowieso wie ein ausgearteter Fan vor...), bei Drifting Circle drehten dann die Leute total durch, man muss aber auch sagen, dass zB. die gerissene Seite aussah, als ob alles zu einer ausgearbeiteten Show gehörte, und Nash als Schlusslicht machten den tiefsten Stimmen der Hölle mit grunzen und gröhlen und einer düster-verrückten Show alle Ehre. Das wars von der Bandnight...(und nächstes mal hat Grievous Ease auch ein oranges Licht, bäääh!!!)

 



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