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Der (vordergründige) Haupt-Handlungsfaden dieses Animes geht etwa so: das kleine Mädchen kommt auf der Suche nach seiner Mutter in die große Stadt, sieht auf einer Projektionsleinwand ein Turnier von Angelic Layer, ist davon auf Anhieb fasziniert, kauft sich eine Puppe (Angel), um auch mitmachen zu können, erweist sich als Ausnahmetalent, gewinnt so gut wie jeden Kampf, landet bereits nach ein paar Tagen bei der Bezirksmeisterschaft, gewinnt, steigt auf in die Oberliga, wird dort Erste, landet dann in der japanweiten Landesmeisterschaft, besiegt alle Gegner und wird damit völlig überraschend Siegerin aller Klassen.
Das besondere, was "Angelic Layer" zu einer wirklich ergreifenden und unglaublich bezaubernden Geschichte macht, ist das Drumherum und die Hintergrundgeschichte, und da haben die Autoren sich wirklich etwas interessantes einfallen lassen.
Das kleine Mädchen von oben, die Heldin unserer Geschichte, heißt Suzuhara Misaki. Als Misaki etwa 5 Jahre alt war, entdeckte ihre Mutter Shuuko, daß sie an Multipler Sklerose (oder so etwas ähnlichem) litt und aller Voraussicht nach den Rest ihres Lebens im Rollstuhl würde zubringen müssen. Völlig verzweifelt lieferte sie ihr kleine Tochter bei Verwandten auf dem Land ab und floh - vor Misaki und sich selbst - nach Tokyo in der vagen Hoffnung, dort eine Heilung zu finden.
Misaki wuchs also ohne ihre Mutter auf. Die hingegen wurde zum Anstoß eines unglaublichen Projektes. Irgendwo auf ihrer Odyssee durch die Kliniken begegnete sie einem Medizintechniker namens Mihara Ichirou, der der Meinung war, mit der heutigen Technik könnte man Laufhilfen herstellen, die direkt per Gedankenbefehl gesteuert werden könnten. Zuerst baute er kleine Puppen, und Shuuko erweist sich als ausgesprochen talentiert, diese zu steuern. Nachdem dieser Teil des Projektes erfolgreich abgeschlossen war, wären als nächstes die künstlichen Beine drangekommen. Doch da wurden Shuuko und Ichirou die Gelder gestrichen. Shuuko war völlig verzweifelt, denn sie brachte es nicht über sich, ihrer Tochter so unter die Augen zu treten. Ichirou hingegen hatte ein kühne Vision: die gedankengesteuerten Puppen waren ja fertig, warum sie nicht der Spielzeugindustrie anbieten.
Das klappte, und so war das Kampfspiel Angelic Layer geboren, bei dem jeweils zwei Personen auf einem speziellen Spielfeld kleine, hochtechnisierte Puppen gegeneinander kämpfen lassen. Nur auf diesem Feld, dem Layer, können die Puppen zum Leben erwachen, sich eigenständig bewegen und kämpfen, doch auch sonst hängen ihre Besitzer, "Deus" genannt, sehr an ihnen und pflegen sie liebevoll. Und die Meisterin aller Meister in diesem Spiel, das nach wenigen Jahren ganz Japan erobert hat, ist keine andere als Suzuhara Shuuko, Misakis Mutter.
Eines Tages beschließt Misaki nun, nach Tokyo zu gehen um ihre Mutter zu suchen, von der sie nur weiß, daß sie irgend einer wichtigen Arbeit nachgeht, weswegen sie angeblich keine Zeit hat, sich um sie zu kümmern. Shuuko hat eine Schwester namens Shouko, und bei der zieht Misaki ein. Doch schon bevor sie dort auch nur ankommt, ist sie bereits der Faszination von Angelic Layer erlegen, denn zufällig wurde gerade, als sie den tokyoter Hauptbahnhof verlassen hat, auf einer riesigen Leinwand ein Angelic Layer-Kampf übertragen, bei dem ein relativ zierlicher weißer Engel eine viel größere und stärker aussehende Figur locker besiegt. Das geht Misaki nicht mehr aus dem Kopf. Sie ist nämlich selbst klein, zierlich, nicht besonders stark und schlecht in Sport. Doch bei Angelic Layer zählen Kraft und Größe nicht, und so beginnt eine erstaunliche Geschichte.
Was Misaki erst sehr spät erfährt: der weiße Engel gehört ihrer Mutter. Und ihr Wunsch, eines Tages gegen ihn kämpfen zu dürfen, geht in Erfüllung.
Es gibt übrigens auch in dem Sinne ein Happy End, daß Shuuko am Schluß wieder laufen kann. Das Projekt war also auch in dieser Hinsicht - seinem eigentlichen Zweck - erfolgreich.
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"Kidou Tenshi Angelic Layer" ist noch ziemlich neu und außerhalb Japans bisher nur als US-Fansub erschienen.
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