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Modellbahn von Anfang an - Folge 4
Dies ist der vierte und letzte Teil unserer Serie. Wir verlegen noch die Straße und gestalten die Anlage mit verschiedenen Szenen aus dem Leben.
Die Straße
Vom Bahnhofsgebäude bis zum Anlagenrand an unserem Berg wollen wir eine Straße verlegen. Die Übergänge von den Busch Kartonplatten zur Grundplatte haben wir sauber und eben verspachtelt. Denn bei der Straßenfolie, die wir verwenden wollen, sieht man jede Unebenheit. Kleinere Unebenheiten schleifen wir mit Schleifpapier vorsichtig ab. Vor dem Verlegen wischen wir die ganze Fläche mit einem feuchten Tuch ab. Nun packen wir unsere Straße aus. Wir haben uns für die Teerstraße der Firma Busch entschieden. In der Schachtel finden sich zwei Meter Staßenband, Leitplanken und einige Verkehrszeichen. Die Leitplanken und die Masten der Verkehrszeichen malen wir mit grauer Farbe an. Für die Leitplanken können Sie auch Silber verwenden. Dann verlegen wir die Straße. Vorsichtig ziehen wir an einer Ecke die Schutzfolie ab, und fangen am Bahnhof zum Aufkleben an. Nach und nach ziehen wir die Schutzfolie ab und kleben so Stück für Stück die Straße an. Mit einem kleinen Tapetenroller rollen wir kleine Fältchen aus. So einen Roller gibt es für wenige Euro in jedem Baumarkt. Das Straßenband kleben wir bis zum Gleis und schneiden es dann ab. Für den Gleisübergang selbst, schneiden wir uns dünnen Karton zurecht. Aber lassen Sie genügend Platz, nicht dass die Spurkränze auflaufen. Den Karton bekleben wir mit der Straßenfolie und streichen ihn auf der Rückseite mit etwas Alleskleber ein und kleben ihn zwischen die Gleise. An "gefährlichen Kurven" bringen wir Leitplanken an. Zum Beispiel an der großen Eiche, weil dort ein kleiner Spielplatz ist. Ganz wichtig sind natürlich auch die verschiedenen Verkehrszeichen. Im Straßenbauset von Busch sind schon einige Verkehrszeichen drinnen. Aber die Straßenpfosten und die Leitplanken sind weiß. Etwas Farbe bringt auch hier Abwechslung hinein. Nachdem wir diese letzten Schilder gesetzt haben, können wir uns kleine Szenen überlegen, die wir dann in unsere Anlage einbauen.
Das gebrochene Bein
An der großen Eiche, kurz vorm Bahnübergang, spielen immer Kinder. Auch der kleine Fritz ist täglich dort. Seine Mutter muß ihn immer bremsen, denn er hat sehr viel Übermut. Doch diesen Nachmittag steigt er bis in die Wipfel der Eiche. Und schon ist es passiert. Fritz rutscht ab und fällt vom Baum. Sein Bein schmerzt, und dicke Tränen kullern über seine Wangen. Einige Kinder laufen sofort zum nächsten Haus und holen Hilfe. Nach kurzer Zeit hört man schon das Tatü des Krankenwagens. Und schon ist er da. Sanitäter legen Fritz auf eine Trage und laden ihn in den Krankenwagen. Nach einer kurzen Untersuchung sagt der Arzt, dass das Bein gebrochen ist und Fritz wird ins Krankenhaus gebracht.
Ein Bierfass
Am Güterschuppen wird hart gearbeitet und auch so manche Flasche Bier geleert. An diesem Nachmittag war es sehr heiß und der Kühlschrank leer. Also wurde Frank zur Bahnhofswirtschaft geschickt um Nachschub zu besorgen. Frank wurde immer geschickt, denn er hatte nicht viel im Kopf und zum Bierholen konnte man ihn gerade noch gebrauchen. Nach einer Weile kam Frank wieder mit einem 50 Liter Fass. Die Kollegen staunten nicht schlecht aber Frank erklärte, dass er nun für heute nicht mehr Bier holen müßte, denn das Faß würde ja wohl genügen.
Überlegen Sie sich solche Geschichten und bauen sie in die Anlage ein. Erzählen Sie ihren Besuchern ihre Geschichten und lassen Sie damit auch abseits der Gleise ihre Anlage lebendig werden.
Fazit: Mit einem Aufwand von ca. 750,- € haben wir eine komplette Anlage zum Spielen gebaut. Sollten Sie die Kosten scheuen, können Sie auch analog beginnen und die Weichen vorerst per Hand schalten. Bei der Detaillierung haben wir alles bewußt einfach gehalten, auch wegen der späteren Verwendung in einem Kinderheim. Lampen und Signale haben wir auch weggelassen, was aber dem Spielspass nicht im Wege steht. Bei einer späteren Anlage kann fast alles (vorausgesetzt es wird vorsichtig abgebaut) wiederverwendet werden.
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