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| Modellbahn von Anfang an! - Folge 1 |
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Wir bedanken uns bei folgenden Firmen für die freundliche Unterstützung bei dieser Serie:
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Vor dem Gang ins nächste Modellbahngeschäft sollten wir uns einige Fragen beantworten:
Wieviel Platz habe ich? Platz für die Modellbahn zu schaffen, soll Sie stationär aufgebaut sein, ist oft gar nicht so einfach. Die Ehefrau sollte daher in die Planungen miteinbezogen werden, denn das erspart so manchen Ärger. Wenn natürlich ein eigener Raum dafür vorhanden ist, sieht die Sache schon freundlicher aus. Allerdings ist dabei die Raumfeuchte (Keller), starke Temperaturschwankungen und Staub (schlecht isolierter Speicher) zu bedenken. Wenn man auf diese Dinge achtet, erspart es uns später so manche unliebsame Überraschung. So, die Platzfrage ist geklärt dann gehen wir zum nächsten Punkt.
Welcher Maßstab soll es sein? HO(1:87) ist der wohl meistverbreitete Maßstab. Die Detailierung ist fast nicht mehr zu verbessern, ein fast unüberschaubares Angebot an Zubehör und viele technische Finessen. Allerdings gibt es zwei Lager bei den HO Bahnen. Die Märklinisten, und die Gleichstrombahner. Der Hauptunterschied besteht im Stromsystem. Sehen Sie hierzu auch bei pfetzislokschuppen.de nach um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Spur TT(1:120) liegt in der Größe zwischen H0 und N und hat den Maßstab 1:120. Sehr verbreitet ist Sie in den östlichen Bundesländern. Dort ist auch das Angebot weitaus größer als im übrigen Gebiet. Eigentlich schade, denn in dem Maßstab ist eine Detaillierung möglich wie Sie in Spur H0 üblich ist. Beim Platzbedarf ist aber TT im Vorteil. Sollten Sie in ihrer Nähe einen Händler haben der TT führt, dann fassen Sie auch diese Spur ins Auge. Die Spur N(1:160) bietet auch noch gute Detailierung, bringt aber auf der selben Fläche mehr Betrieb unter. Es gibt weniger Zubehör wie bei HO, es ist aber dennoch ausreichend. Die Fahrzeuge sämtlicher Spur N Hersteller können verwendet werden und Dank der Normkupplung gibt es auch bei den Wagen keine Probleme. Bei der Spur Z(1:220) gibt es nur Märklin als Großserienhersteller sowie einige Kleinserienhersteller, was natürlich die Auswahl stark einschränkt. Beim Zubehör hat man keine Probleme das Angebot zu überschauen. Auch ist größenbedingt die Anfälligkeit gegen Staub größer. Allerdings, wenn man vorbildgerecht lange Züge bevorzugt, sollte diese Spur auch in Betracht gezogen werden. Wenn Sie wirklich viel Platz haben, sollten Sie auch die Spurweiten 0 und 1 in Betracht ziehen. Die aber leider auch sehr kostenintensiv sind. So kann z.B. eine Lok in dieser Baugröße schnell den Wert eines Kleinwagens erreichen. Schließlich gibt es noch die Gartenbahn von Lehmann. Wetterfest und kindertauglich. Gehen Sie einmal zu einem Modellbahnhändler und sehen Sie sich die einzelnen Baugrößen an.
Wollen wir digital fahren oder analog? Die Spurweite steht jetzt fest. Nun fällt die Entscheidung digital oder analog? Die Zukunft gehört dem Digitalsystem. Viele Extras, die den Spielwert unserer Modellbahn deutlich erhöhen sind nur in Verbindung mit digital möglich. Einige Beispiele sind zuschaltbarer Rauchgenerator, Licht ist jederzeit an- und ausschaltbar, konstante Dauerzugbeleuchtung, Geräuschgenerator und vieles mehr. Demgegenüber stehen nicht ganz unerhebliche Kosten. Während eine gut ausgestattete analoge Anfangspackung je nach Spurweite schon für 75 - 150 EUR erhältlich ist, muß man beim Digitalstart fast das Doppelte rechnen. Auch beim späteren Kauf von Loks ist eine Digitallok je nach Ausstattung um ca. 50 - 75 EUR teurer.
Der Start!
Nachdem wir uns für ein System entschieden haben und die Platzfrage ausreichend geklärt ist, fangen wir an, uns über den Gleisplan Gedanken zu machen. In unserem Fall haben wir uns für die Baugröße HO entschieden. Und zwar für das Roco Line Gleissystem. Der Vorteil besteht in dem gut gemachten Schotterbett das dem Vorbild am nächsten kommt. Vor einigen Jahren noch, als Computer in den Haushalten nicht vertreten waren, war die Erstellung des Gleisplans oft eine wochenlange Beschäftigung. Was sicher auch seinen Reiz hat, ist doch die Planungsphase mitunter die schönste Zeit. Da werden Gleispläne entworfen, Züge gedanklich über die Strecke geschickt, ganze Fabrikanlagen und Städte gegründet. Aber am Ende unserer Träumereien holt uns die Realität wieder ein. Für die Anlage die wir bauen haben wir uns für das Gleisplanprogramm WINTRACK entschieden. Auch aufgrund der Möglichkeit die geplante Anlage in 3D zu betrachten. Uns steht eine Größe von 190x90 cm zur Verfügung. Sicher nicht groß, aber für die ersten Schritte als Modellbahner ausreichend. Die Anlage ist schnell aufgebaut und ein Erfolgserlebnis stellt sich bald ein. Außerdem halten sich die Ausgaben in Grenzen. Hier nun der Gleisplanentwurf der Anlage:
Sie sehen der Gang zum Händler wird uns erleichtert da die Artikelnummern im Plan aufgezeichnet sind und bei Bedarf erstellt uns das Programm auch gleich eine Stückliste für den Einkauf. Bei den Gebäuden legen wir uns noch nicht fest, da wir uns erst einen Überblick über das Angebot verschaffen müssen.
Das wars fürs erste! Nächsten Monat kaufen wir das Holz, die ersten Gleise und machen uns Gedanken über das Zubehör.
Markus Pfetzing markus.pfetzing@pfetzislokschuppen.de |
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