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Abatwa
Eine friedliebende afrikanische Rasse. Abatwas sind die kleinsten bekannten Lebensformen in Menschengestalt. Sie leben in Ameisenhügeln und sind sehr scheu. Sie zeigen sich nur kleinen Kinder unter 4 Jahren, schwangeren Frauen und Zauberern. Wenn eine schwangere Frau einen Abatwa sieht weiß sie, daß sie einen Jungen auf die Welt bringen wird.
Adaro
Der Adaro ist eine Kreatur, die halb Mensch und halb Fisch ist, der Oberkörper ist menschlich der Unterkörper der eines Fisches. Sie leben in der Sonne und reisen auf Regenbogen zur Erde, wo sie dann im Wasser weiterreisen. Der Adaro stammt aus Malaysia. Sie sind ein gutes Beispiel für die auf der ganzen Welt auftauchenden Legenden von Meerjungfrauen Anders als Meerjungfrauen sind Adaros allerdings gefährlich für den Menschen : Sie werfen mit Fischen, die Menschen verletzen oder sogar töten können.
Acht-Schwänziger Drache von Koshi
Der Acht-Schwänziger Drache von Koshi ist ein enormer Japanischer Drache mit Acht Kopfen und Acht Schwänzen , jeder der acht Köpfe hatte zwei Rote Augen. Er war groß genug um acht Berge und Täller zu uberdecken. Bäume und ander Pflanzen wuchsen auf seinem Rücken und seinen Köpfen und er frass besonders gerne junge Frauen. Einmal essen Reichte ihm für 7 Jahre. Er wurde von einem Ritter erlegt. Der Ritter fühlte jeden der Kopfe mit Reiswein ab und als der Drache betrunken war und einschlief, hackte er mit einem Schwert alle seine Kopfe ab. In dem Schwanz des Drachen fand der Ritter ein weiteres Schwert das heute im Tempel von Atsuta zu besichtigen ist.
Ahuizotl
Diese Kreatur stammt aus Mittelamerika. Er hat den Oberkörper eines Menschen und den Unterkörper eines Affen, aus seinem Schwanz wächst zudem eine Hand. Der Ahuizotl ist gefürchtet als Menschenfresser mit einer Vorliebe für Augen, Zähne und Finger- und Zehennägel. Der Ahuizotl ist zudem ein Wasserlebewesen und benutzt die Hand am Schwanz um Opfer, die sich zu nahe ans Wasser trauen, in selbiges zu ziehen. Manchmal weint es, um jemanden an das Wasser zu locken.
Aitvaras
Der Aitvaras oder Lithuanian wird als Hahn beschrieben solange er sich in einem Haus befindet und als Drache außerhalb eines Hauses. Ein Lithuanian quartiert sich selbst in ein Haus ein und weigert sich dann, dieses zu verlassen. Er bringt sowohl Glück als auch Pech. So z.B. läßt er seinen "Besitzer" viel Geld finden, das dann aber kurz danach gestohlen wird . Ein Aitvaras kann vom Teufel gekauft werden, Preis : eine Seele
Ajatar
Diese Drachin ist gemeinhin als böse bekannt. Sie säugt Schlangen und verbreitet Pestillenz und Verderben. Es ist möglich, daß sie mit dem Lithuanian Aitvaras verwandt ist.
Akuma
Die Akuma ist auch unter dem Namen Toori Akuma, oder Ma bekannt. Diese japanische Kreatur ist übellaunig und böse. Sie hat einen riesigen brennenden Kopf und Augen wie Kohle. Während sie durch die Luft fliegt schmiedet sie ein Schwert. Trotzdem bringt das Erblicken der Akuma Glück.
Al
Es gibt zwei Versionen der Al. In alten persischen Legenden ist der Al halb Mensch und halb Biest, mit Augen wie Feuer und Hauern wie ein Wildschwein, eisernen Zähnen und Bronzenen Klauen desweiteren langem wirrem Haar. Vorzugsweise lebt er in Sümpfen. Sie sind vor allem gefürchtet, weil sie mit Vorliebe Neugeborene essen. In afghanischen Legenden, sind es junge Frauen mit langen fließenden Haaren und langen Fingernägeln. Sie fressen die Körper der Toten
Alan
Die Alanen sind halb Mensch und halb Vogel und stammen von den Philippinen. Normalerweise leben sie in Wäldern wo sie die meiste Zeit des Tages damit verbringen, kopfüber von Bäumen hängen. Das erklärt auch, warum sie an den Füßen Hände und an den Händen Füße haben. Zu Menschen sind sie im allgemeinen nett, in einigen Legenden sind sie die Eltern einiger Helden.
Amadán
Die Amadán sind nur eine der vielen Arten von Feen, die es in Irland gibt. Sie sind gefürchtet, weil sie einen Menschen durch Berührung in Stein verwandeln können. Das trifft aber meistens nur Kriminelle oder Leute, die bei Mondschein spazierengehen, außerdem sind sie nur im Monat Juni unterwegs.
Ammut
Die Ammut haben den Kopf eines Krokodils, den Körper eines Löwen und den Rücken eines Nilpferdes. Die Ägypter nannten sie auch "die Esser der Toten", auch waren sie die Vollstrecker des Ossiris. Das Herz eines Toten würde mit der Feder der Wahrheit gewogen; war es schwerer so war der Tote Futter für die Ammut.
Amphisbæna
Dieser Drache hatte einen Kopf an jedem Ende seines Körpers, und glühende Augen. Das Wort Amphisbæna heißt übersetzt 'geht in beide Richtungen'. Plinius schrieb alles über diesen Drachen auf (inkl. Sezierung). Einen Lebendigen zu tragen, schützte schwangere Frauen, ein Toter schützte vor Rheuma. Es gibt außerdem in Australien eine Eidechse, die genauso aussieht, wie es Plinius beschrieben hat, bis darauf, daß die Echse nicht zwei Kopfe hat, sondern einen Schwanz der wie ein Kopf aussieht.
Anka
Der Anka war ein riesiger Vogel, groß genug um einen Elefanten zu tragen. Man kann ihn mit dem Phönix vergleichen, da er nach seiner Lebensspanne (ca. 1700 Jahre) verbrannte und aus den Flammen erneut erschien. Die Araber sagten, daß der Anka von Gott selbst als der perfekte Vogel geschaffen wurde, aber mit der Zeit, so sagt die Legende, überschwemmten sie die Erde. Die Leute beteten zu Jehovah, der den Anka daraufhin unfruchtbar machte, ihnen aber erlaubte, sich zu erneuern. Wegen seiner enormen Größe wird er mit dem Roc in Verbindung gebracht.
Argus Panoptes
Der Name lautet übersetzt aus dem Griechischen "Alles-sehender" oder "Hell-sehender"; er wurde so genannt, weil er 100 Augen hatte. Die Augen waren über den ganzen Körper verteilt und wenn sie geschlossen waren, so waren doch immer noch zwei Augen auf und hielten Wache. Er tötete die schreckliche Echanda im Schlaf. Hermes brachte ihn zum schlafen und schnitt ihm dann den Kopf ab. Hera nahm die Augen und plazierte sie in den Schwanz der Pfauen. Die Geschichte kann man in Ovids Metamorphose, Buch 1 nachlesen.
Aspares
Die Aspares sind wunderschöne Wassernymphen. Oft sehen sie aus wie Wassersprudel. Sie sind meist mit Kriegern verheiratet, die in einer Schlacht gefallen sind.
Azeman
Die Azeman sind südamerikanische Vampire. Bei Tag hat er die Form einer menschlichen Frau, aber nachts die Form einer Fledermaus oder eines anderen Tieres. Es gibt Wege, sich gegen eine Azeman zu schützen:
Da die Azeman einen dranghaften Zwang zum Zählen haben, streut man einfach Reiskörner auf den Boden, die Azeman werden stehenbleiben und sie Stück für Stück auflesen und zählen. Macht man dasselbe mit einem Besen, den man über die Tür hängt, werden sie stehenbleiben und die Borsten des Besens zählen.
Aziza
Eigentliche Feen werden meistens mit europäischen Kulturen in Verbindung gebracht, die Aziza stammen aber aus Afrika, um genauer zu sein aus Dahomey. Sie leben in den Wäldern und setzten ihre gute Magie ein um Jäger zu schützen. Sie geben auch praktisches und spirituelles Wissen an die Menschen weiter.
Ba
Früher glaubten die Ägypter, daß sich der Mensch nach dem Tod in zwei Teile spaltet: Ka und Ba. Das Ka ("doppelt") stellt den menschlichen Körper dar; das Ba wiederum, welches als Mensch mit Vogelkopf dargestellt wird, ist die menschliche Seele. Die Mumifiezirung hatte das Ziel, den menschlichen Körper solange aufzuheben, bis die Seele wieder in den Körper findet.
Baginis
Baginis sind halb Mensch, halb Tier und immer weiblich . Obwohl sie wahre Schönheiten sind, haben sie mit Klauen bewehrte Finger und Zehen. Die Baginis sind bekannt dafür, Männer zu jagen. Sie töten sie aber selten, sondern lassen sie gehen, nachdem sie sie ausgeraubt haben.
Bahamut
Der Bahamut ist ein monströser Fisch. Der Legende nach schwimmt er in einem ebenso riesigen See. Ein riesiger Bulle reitet auf seinem Rücken, auf dessen Rücken wiederum ein Berg steht. Auf dem Berg,der die sechs Höllen, die Erde und die sieben Himmel darstellt, steht ein Engel. Der Bahamut ist so groß, daß kein Mensch ihn mit den Augen erfassen kann. Wahrscheinlich wird von ihm der Behemoth abgeleitet.
Bakru
Bakru sind eine Rasse in Südamerika, die normalerweise den Unterkörper eines Kindes und einen übergroßen Kopf haben. Desweiteren bestehen sie je zur Hälfte aus Fleisch und aus Holz. Sie treten immer in Paaren auf und werden als Wesen einer bösen Magie angesehen. Trotzdem bringen sie einem Menschen, wenn er eines Bakrus habhaft werden kann, Wohlstand. Die Götter töten jedoch den Menschen, der dies wagt.
Baku
Ein Baku hat den Kopf eines Löwen, den Körper eines Pferdes, die Füße eines Tigers und den Schwanz einer Kuh. Er wird "der Esser der Träume" genannt, weil er die Albträume der Menschen darstellt und sie in harmlose Träume, manchmal auch in Glück, verwandelt.
Banshee
Die Banshee ist eine irische Legende. Eigentlich heißt sie "Bean Sidhe", was soviel bedeutet wie "Übernatürliche Frau". Sie wird als Frau mit sehr flacher Nase, wirrem Haar und großen Augen beschrieben. Ihre Augen sind von dauerhaft weinendem Rot. Das Einzige, das sie trägt ist ein weißes Hemd. Wenn eine Banshee vor dem Haus einer alten Familie heult, heißt das, daß noch in derselben Nacht ein Mitglied der Familie sterben wird. Alle großen Clans haben ihre eigene Banshee. Banshees sind nah mit der Bean-Night und dem Cointeach verwandt.
Barbary Lamm
Das Barbary-Lamm, oder Barmotez, ist manchmal auch als "Pflanzen-Lamm" bekannt. Nach einer hebräischen Legende ist das Barbary-Lamm halb Lamm halb Pflanze. Es ist mit Bäumen, die einen kurzen Stamm haben verbunden und liegt im Verborgenen des Laubs. Wenn es alle Pflanzen gegessen hat, die in ihrer Reichweite sind, stirbt es. Das Barbary-Lamm soll angeblich eine Delikatesse sein: das Fleisch schmeckt nach Fisch, das Blut nach Honig. Die Knochen können einem Menschen prophetische Macht verleihen.
Barbegazi
Diese scheuen Gnome leben in den Bergen zwischen der Schweiz und Frankreich. Sie wohnen in Tunneln und Kammern, die sie mit großer Mühe graben, in der Nähe der Berggipfel. Die französischen Worte "barbe glacée" bedeuten "Gefrorener Bart", wovon wohl ihr Name stammt. Den ganzen Sommer lang verstecken sie sich und kommen nur heraus wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinkt. Ihre riesigen Füße können sie als Schneeschuhe und als Skier benutzen, an letzterem haben sie einen Riesenspaß. Auch als Schaufeln, etwa beim Bau ihrer Tunnel, müssen ihre Füße herhalten. Dem Menschen sind sie eher wohlgesonnen, so z.B. warnen sie ihn vor Lawinen und graben Leute aus Lawinen aus.
Bar Juchne
Der Bar Juchne ist ein Vogel von enormer Größe, groß genug um mit seinen Flügen die Sonne zu verdecken. Es wird eine Geschichte erzählt, wonach einmal ein Ei aus dem Nest eines Bar Junche fiel. Das Ei fällte 300 Bäume und überflutete 600 Dörfer. Dieser Vogel gilt, vor allem wegen seiner Größe, als Verwandter des Roc.
Basilisk
Plinius, ein historischer Philosoph, schrieb als erster über dieses Wesen, das mit seinem Atem Pflanzen töten und Steine zerspringen lassen kann. Plinius und Aristoteles zufolge war der Basilisk eine mächtige Schlange mit einem kronenähnlichen Gebilde auf dem Kopf. Im späten Mittelalter wurde daraus ein gelb gefiederter, vierbeiniger Hahn mit einer Krone, dornigen Flügeln und einem Drachenschwanz (andere Geschichten beschreiben eine zweiten Hahnenkopf statt eines Schwanzes). Zu dieser Zeit wurde der alte, früher in Europa benutzte Name "Cockatrice" zu "Basilisk." abgeändert. Dieser wiederum wurde von dem lateinischen Wort Basiliskos (kleiner König) abgeleitet, weil der Kamm auf dem Kopf wie eine Krone aussah. Einige Quellen besagen, daß tatsächlich eine Krone aus dem Kopf des Basilisken wuchs.
Wie der Basilisk entstanden ist, ist unklar. Es gibt Geschichten, denen zufolge der Basilisk aus dem Blut der Gorgone Medusa auferstanden ist. In einer anderen Geschichte legte eine 7 Jahre alte Henne ein ganz bestimmtes Ei, das nicht eiförmig sondern rund war. Desweiteren besaß es keine Schale sonder so etwas wie eine Membran und mußte dann von einer Kröte ausgebrütet werden. Das Ergebnis war dieses Mischwesen aus Hahn und Kröte. Wie der Basilisk nun wirklich geboren wurde, ist nicht eindeutig zu klären.
Die Mächte des Basiliken waren unterschiedlich. Bei einigen fing alles Feuer, was ihnen zu nahe kam (eine Erklärung für die Wüsten); andere hatten einen vernichtenden Blick, der Tod und Verderben brachte. Der Basilisk war so giftig, daß sogar ein Reiter mit eine Lanze vergiftet wurde, der ihn mit jener traf.
Es gibt drei dokumentierte Wege, wie man einen Basilisken töten kann. In der Geschichte der Gorgone Medusa lies ihn der eigene Anblick in einem Spiegel sofort sterben, ja sogar sich auflösen. Auch hatte der Basilisk einen natürlichen Feind: das Wiesel. Das Wiesel war unempfindlich gegen den Blick und die Aura des Basilisken und sogar wenn es zu Tode gebissen wurde kam es zurück, um den
Basiliken zu töten und erst dann selbst wieder zu sterben. Außerdem war der Basilisk empfindlich gegenüber Hähnen: wenn er einen Hahn krähen hörte, starb er.
Nach seinen Tode wurde der Basilisk in Tempeln als heiliger Gegenstand aufbewahrt und als Gegengift für Spinnen benutzt.
Bayard
Bayard ist der Name eines Pferdes in den Legenden von Charlemagne. Dieses sprechende Pferd wurde den vier Söhnen des Aymon von Charlemagne gegeben. Obwohl es wie ein normales Pferd aussah, hatte es die Möglichkeit seinen Rücken zu strecken, so daß alle vier Söhne des Aymon auf ihm reiten konnten. Bayard war auch für seine Geschwindigkeit bekannt. Um das Pferd zu gewinnen, mußte man es auf den Feldern Macht und Wissen besiegen.
Bean-Nighe
Diese Variation der Banshee kann in Legenden von Irland, Schottland und Britannien gefunden werden. Der Name "Bean-Nighe" heißt übersetzt soviel wie "Wasch-Frau". Sie wurde so genannt, weil man sie immer blutige Kleidung an Flüssen waschen sah. Ihre Füße waren wie die einer Ente oder Gans. Wenn ein Wanderer sie sah bevor er von ihr gesehen wurde überlebte er, andernfalls starb er. In den schottischen Highlands reichte es aus sie nur zu sehen, um zu sterben.
Behemoth
Sieh doch den Behemot, den ich mit dir gemacht habe! Gras frißt er wie das Rind..
Sieh doch seine Kraft in seinen Lenden und seine Stärke in den Muskeln seines Bauches!.
Er läßt seinen Schwanz gleich einer Zeder hängen, die Sehnen seiner Schenkel sind geflochten.
Röhren aus Bronze sind seine Knochen und seine Gebeine wie Stangen aus Eisen
Diese Biblischen Verse (Hiob 40 v. 15-18) sind die Hauptquelle der Legende des Behemoth, Aufgrund dieser und der folgenden Verse (19-24) nehmen die meisten Leute an, daß es sich bei dem Behemoth um ein Nilpferd handelt. In Vers 23 heißt es: "Siehe, der Strom schwillt mächtig an - er hastet nicht davon. Er fühlt sich sicher, wenn ein Jordan gegen sein Maul hervorbricht." Dies könnte das riesige Maul eines Nilpferdes beschreiben (man dachte, daß er das Wasser trinkt). Andere meinen, es handele sich bei dem Behemoth um einen Elefanten. In jüdischen Legenden ist der Behemoth ein Monster mit unglaublicher Kraft.
Traditionell kann das Wort "Behemoth" jedem großen, kräftigen und natürlich unbekannten Wesen gegeben werden. Das Wort Behemoth kommt aus dem Hebräischen und ist der Plural von b'hemah, was übersetzt "Biest" heißt.
Der Behemoth wird oft mit einem anderen Geschöpf in Verbindung gebracht : dem Leviatan In dem Buch von Enoch werden die zwei Wesen beschrieben wie folgt:
"Und an diesem Tag erscheinen zwei Wesen, eine Frau mit dem Namen Leviathan in den Tiefen des Meeres bis zu den Wasserfällen. Aber der Mann wird Behemoth heißen und mit seinem Atem eine Wüste schaffen mit dem Namen Dendain."
In anderen Legenden bekämpften sich die beiden und Gott mußte sie vernichten um seine "Kreation" zu retten. Wiederum andere meinen, daß sie am Tag des Jüngsten Gerichts erscheinen werden.
In jüdischen Legenden steht geschrieben, daß der Behemoth am sechsten Tag aus Lehm gefertigt wurde. Das weicht von der Bibel ab, die meint, daß der Behemoth eines der ersten Wesen war, das Gott erschuf. Der Behemoth kann sich übrigens nicht fortpflanzen.
Der Behemoth soll dem Teufel am Tag des Jüngsten Gerichtes dienen. In anderen Geschichten heißt es, daß der Ziz den beiden Wesen wieder Kraft geben wird.
Im Mittelalter war der Name Behemoth einem Dämonen zugesprochen.
Bendith
Bendith und Mamau sind englische Feen. Diese häßlichen Kreaturen (welche eine Mischung aus Feen und Goblins sind) sind dafür bekannt, Kinder zu stehlen. Danach tauschen sie das Kind gegen eines von ihren aus, genannt: Crimbil. Wird ein Kind aus den Fängen der Bendith oder Mamau gerettet, erinnern es sich an nichts außer an wunderbarer Musik.
Benu
Der Benu ist dem Phönix ähnlich. Er ist ein ägyptische Sonnenvogel, der mit mit Ra in Verbindung gebracht wird. Das Wort Benu heißt sowohl "purple heron" als auch "Palme". Viele glauben, daß der Phönix nur eine mißverstandene Interpretation des Benu darstellt, was aber eher zweifelhaft ist, obwohl er tatsächlich viele Ähnlichkeiten bestehen. Der Benu ist auch ein Symbol der Göttin Osiris für die Reinkarnation.
Bicorne
Diese Kreatur, die sowohl als Kuh-ähnlich als auch als Panther-ähnlich beschrieben wird weist immer ein Merkmal auf: Da es sich überfressen hat, ist es ziemlich dick geworden. Der Bicorne fißt nur ausgesuchte Ehemänner. Das Gegenteil des Bicornes ist der Chichevache.
Bischof Fisch
Meistens wird der Bischof-Fisch als eine Meerjungfrau beschrieben. Diese Kreaturen haben den geschorenen Kopf eines katholischen Mönches.
Blunderbore
Blunderbore ist der legendäre Riese aus der Geschichte "Jack der Riesentöter".
Bodach
Auf Alt-Schottisch heißt Bodach 'Alter Mann'. Er war ein Geist oder ein Bogie, der nachts durch den Kamin kam, um Kinder zu entführen, zu schlagen oder an ihnen zu ziehen, um ihnen Albträume zu verschaffen. Man sagt, daß er nur zu unanständigen Kindern kam, jedoch konnte man ihn selbst dann abwehren indem man Salz in den Herd streute, denn der Bodach konnte kein Salz überschreiten.
Boggart
Boggarts sind Haugeister, die zerschlissene Kleidung tragen und lange zottelige Harre haben. Sie sind verwandt mit den Bogies und verursachen in einem Haus eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Unfällen. Es gibt keine Möglichkeit einen Boggart loszuwerden, es sei denn man zieht um, und selbst dann reisen sie manchmal mit.
Bogie
Bogies sind kleine Kreaturen, manchmal auch Geister, die die Dunkelheit lieben. Bogies sind für ihre üble Laune bekannt und verstecken sich mit Vorliebe unter Regalen oder ähnlichen Gegenständen. Manchmal haben sie auch die Möglichkeit ihre Gestalt zu verändern und erscheinen dann als Dreck oder Staubwolken. Im Tageslicht sind sie meistens harmlos.
Bogle
Der Bogle, welcher mit dem Puck und dem Boggart verwandt und eigentlich ein schottischer Hobgoblin ist, bringt manchmal einem Dieb oder einem ähnlichen Kriminellen Unglück, und zwar ganz im Interesse der Opfer.
Brag
Der Brag ist ein Goblin aus England. Er ist ein Gestalten-Wechsler, sieht aber meist wie ein Pferd aus. Sollte jemand auf ihm reiten wollen, so beschert er ihm einen wahren Höllenritt und wirft ihn anschließend in die nächste Grube.
Brownie
Der Name Brownie rührt von der braunen und zerschlissenen Kleidung her, die diese Hobgoblin-ähnlichen Kreaturen tragen. Brownies haben kleine schmale Gesichter und, so sagt man, lange und wirre Haare. Desweiteren sind sie sozial und leben in Gruppen zusammen. Anders als Hobgblins sind Brownies eher übermütig und leben in Harmonie mit den Menschen. Wenn Brownies Lust dazu haben, erledigen sie (fast) alle Aufgaben, die man ihnen stellt, wobei sie sich in Gruppen zusammenschließen um diese Aufgabe zu erledigen. Für diese Arbeit sollte man einen Brownie aber nicht bezahlen, sonst verschwindet er für immer. Wenn man aber einem Brownie eine kleine Leckerei zurückläßt (vorzugsweise eine Schüssel Milch) wird der Brownie sehr dankbar sein. Wenn Brownies beleidigt sind (und das geht schnell) verschwinden sie lautlos und nehmen das Glück, das die Brownies umgibt, mit. Manchmal, wenn sie wirklich stinksauer sind, werden sie zu Boggarts und suchen das Haus jahrelang heim. Manche Leute glauben, daß Brownies und Feen einer verschollenen neolithischen Rasse angehören, die durch Waffengewalt aus dem Untergrund getrieben wurden. Andere glauben, daß Brownies ehemalige Bewohner von Lar sind, die für das Bewachen der Häuser zuständig waren.
Bucca
Der Bucca ist ein Hobgoblin aus den Legenden Cornwalls. Sie leben in kleinen Minen und sind deshalb dem deutschen Kobold relativ ähnlich. Der Bucca taucht oft in Seemann-Geschichten auf, in denen erzählt wird, daß er auf Seebriesen reist. Sie gelten allgemein als nützlich, weil sie Schiffswracke aufspüren, wollen dafür aber bezahlt werden.
Bugbear
Der Bugbear ist einer der englischen Hobgobline. Er sieht einem Bären sehr ähnlich (daher der Name). Ansonsten leider keine weiteren Infos.
Buggane
Der Buggane ist ein Goblin, also ein Gestaltenwandler. Er wird oft in der Form eines Pferdes oder eines Kalbes gesehen. Manchmal erscheint er auch als menschenähnlicher Wicht mit langen Zähnen, Nägeln und Haaren. Da er ein Wassergeist ist lebt er immer in der Nähe von Wasserfällen.
Bunyip
Das Bunyip ist eine grimmige Kreatur aus Australien, die amphibisch und ungefähr so groß wie ein Nilpferd ist. Es ist gefürchtet, weil es menschliches Fleisch mag - bevorzugt das Fleisch von Kindern und Frauen.
Burak
Ein Burak ist eine Chimäre. Er hat das Gesicht und die Stimme eines Mannes, die Ohren eines Esels, den Körper eines Pferdes und die Flügel sowie den Schwanz eines Papageis. Seine Augen sind blau wie ein Saphir und leuchten heller als die Sterne und er ist größer als eine Esel aber kleiner als ein Maultier. Er gehört zu den Tieren, die im Paradies leben.
Bwbachod
Die Bwbachod, Bwca oder Bwbach sind kleine Hausgeister. Desöfteren werden sie vom Aussehen her wie Brownies beschrieben. Solange sie im Verborgenen sind helfen sie im Haushalt, wenn sie allerdings entdeckt werden, werden sie zerstörerisch und ziemlich gemein. Bwbachods verabscheuen Anti-Alkoholiker und Kichenangestellte.
Cameleopard
In ägyptischen, sumerischen aber auch in der Mitteralterlichen Heraldik, ist der Cameleopard eine mischung aus einem Kamel und einem Leoparden. Er hat die Größe eines Kamels und das ausehen eines Leoparden mit zwei langen gebogenen Hörnern.
Catoblepas

Übersetzt aus dem Lateinischen heisst Catoblepas "Der der herunter schaut ". Weil sein Kopf so schwer ist, schaut dieser aus Eisen gemachte Eber immer nach unten. Würde er das nicht tun, würde er mit seinem Blick alles Leben vernichten; dasselbe soll auch sein Atem bewirkt haben. Deswegen hat er Ähnlichkei mit dem Basilisk. Er war auch in der Lage, giftige Gräser und Büsche zu essen. Man könnte meinen, daß damit das Gnu gemeint ist, eine afrikanische Antilopenart, die den Kopf auch immer in Bodenhöhe hält. Im Mittelalter wurde er aufgrund seiner Fähigkeit, mit dem Blick zu töten, auch manchmal Gorgon genannt.
Ceasg
Die schottische Meerjungfrau ist halb Mensch, halb Fisch. Sie ist dafür bekannt, gerne Menschen zu heiraten. Die Kinder aus diesen Ehen werden sehr gute Seemänner. Wenn sie gefangen wird, gewährt die Ceasg drei Wünsche. Man sagt auch, daß die Ceasg mit ihrer Schönheit Seeleute anlockt, welche dann nie wieder gesehen werden.
Chichevache
Es sieht aus wie eine kleine Kuh mit einm menschlichem Gesicht und ist der Gegensatz zu dem bicorne.
Chimäre

Die Chimäre (übersetzt: "Sie-Ziege") ist ein feuerspeiendes Biest mit dem Körper einer Ziege, dem Kopf eines Löwens und dem Schwanz eines Drachens. Einige Geschichten sagen, die Chimäre hätte drei Köpfe in den meisten steht aber, daß sie nur einen Kopf hat. Die Chimäre aus den griechischen Mythen ist ein Kind der Echinda und des Typhon. In einigen Quellen heißt es auch, daß sie das Kind der Hydra sei, wieder andere behaupten, daß sie die Mutter der Sphinx und dem Löwen von Orthus ist. Die Chimäre wurde von einem Pegasus getötet. Die Mythen der Chimäre erscheinen in Apollodorous Bücherei (Buch 1), Vrigils Aeneis (Buch 6), Homers Iliad (Buch 6), Ovids Metamorphosen (Buch 4) und Hesiods Theogony. Desweiteren kann man ein jedes Mischwesen (soweit nicht anders klassifiziert) als eine Chimäre bezeichnen, z.B. den Mantikor.
Chinesischer Fuchs
Der chinesische Fuchs sieht aus wie ein normaler Fuchs, wird aber zwischen 800 und 1000 Jahre alt. Jeder Teil des Fuchses hat seine eigenen magischen Kräfte: Sein Schwanz kann, wenn er auf den Boden schlägt, ein Feuer entfachen. Mit seinen Augen kann er in die Zukunft sehen und zudem seine Gestalt ändern. Er taucht oft als alter Mann oder als junge Frau auf. Der chinesische Fuchs ist ein Spieler und gilt als böses Ohmen.
Coblynau
Dieses Volk, das aus vielen Winzlingen besteht, lebt in Minen und bringt Arbeiter zu ihren Arbeitsplätzen. Obwohl die Coblynau ein ziemlich häßliches Äußeres haben, sind sie von guter Natur. Wenn sie allerdings verärgert werden werfen sie mit Steinen nach Menschen.
Corrigan
Corrigans sind keltische Feen. Sie tauschen menschliche Kinder mit Wechselbalgen aus. Dadurch wollen sie Zwietracht unter den Menschen sähen.
Cyroeraeth
Diese Variation der Banshee gibt ebenfalls durch lautes Heulen einen baldigen Tod bekannt, kann jedoch nur an Kreuzungen in der Nähe von Flüßen gehört werden. Das Heulen der Cyroeraeth hört sich an wie Wassergeplätscher. Sie sieht aus wie eine Frau mit langen Haaren und dünnen langen Armen. Sie hat ein faltiges Gesicht und lange schwarze Zähne.
Dendan
In Arabischen Legenden ist der Dendan eine Wasserkreatur. Darin heißt es, daß der Dendan ein riesiger schwarzer Fisch ist, der sofort stirbt wenn er in Kontakt mit Menschen kommt, egal ob er nun berührt wird oder die Stimme eines Menschen hört.
Doppelgänger
Der Doppelgänger ist das Schatten-Selbst eines jeden Menschen. Nur der "Besitzer" des Doppelgängers kann ihn sehen, für alle anderen mit Außnahme von Katzen und Hunden ist er unsichtbar. Ein Doppelgänger steht immer hinter seinem Besitzer, hört dem Menschen zu, gibt ihm Ratschläge und Setzt ihm Ideen in den Kopf, die manchmal schwachsinnig sind. Es heißt, daß ein Doppelgänger Unglück bringt, wenn er gesehen wird.
Dracae
Dracae sind englische Wassergeister, die nach Belieben ihre Gestalt verändern können. Diese Fähigkeit nutzen sie, um sich in Menschen zu verwandeln und so Menschen in das Wasser zu locken. Einmal im Wasser wird das Opfer zum Grund gezogen und muß den "Babysitter" für die Kinder der Dracae spielen.
Dziwozony
Die Dziwozonys sind kleine athletisch gebaute Frauen aus Polen. Diese wilden Frauen leben in und greifen einsame Wanderer an oder verführen junge Männer. Wie auch die Feen, stehlen sie manchmal Kinder und ersetzen sie durch Wechselbälge. In Joseph Campbells Der Held mit den Tausend Gesichtern, ist diese Rasse als aus Rußland und nicht aus Polen stammend beschrieben.
Each Usige
Genau wie der Kelpie und der Brag, können diese keltischen Wasserpferde in den schottischen Highlands und in einigen Teilen Irlands gefunden werden. Anders als der Kelpie bevorzugt das Each Uisge die kleinen Seen. Es sieht aus wie ein wundervolles Pferd und lädt Waderer zu einem Ritt auf seinem Rücken ein. Wenn der Mensch das Angebot animmt und auf den Rücken des Each Usige steigt, trägt es ihn auf den Grund des Sees und hält ihn dort gefangen.
Echinda
Die Echinda stammt von Gæa und Tartarus ab. Von der Hüfte aufwärts war sie eine wunderschöne Frau, ihr Unterleib aber der eines schrecklichen Drachens. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Typhon bemutterte sie einige der schrecklichsten Bestien: den Zerberus, den Orthus, die Hydra, die Harpyie, die Chimere und den Greifen (oder "Geier'", da scheiden sich die Geister), der Prometheus' Leber frass. Es wird gesagt, daß sie auch die Sphinx genauso wie ihren Sohn Orthus bemutterte. Möglicherweise wurde sie von dem Argus Panoptes getötet.
Einhorn

Die erste dokumentierte Erwähnung eines Einhornes stammt von Ctesias um 389 v.Chr.. Er beschreibt das Einhorn als einen wilden Esel, mit derselben Größe wie dieser oder noch größer, einem weissen Körper, dunkelroten Kopfe und dunkelblauen Augen. Das Horn auf ihrem Kopf war gut 30 cm lang.
In Plinius' Beschreibung ist das Einhorn "... ein wirklich wildes Biest, ähnlich einem Pferd, mit dem Kopf eines Hirsches, den Füßen eines Elefanten, dem Schwanz eines Wildschweines, einer tiefen Stimme und einem 2 cubit einzelnen Horn, das aus der Mitte des Kopfes wächst."
Im Großen und Ganzen wurde das Einhorn aber meist als eine weise Stute mit einem ca. 40 cm langen Horn auf der Stirn abgebildet. Obwohl das Einhorn eine unsterbliche Kreatur ist konnte man es jagen und töten. Es gibt nur eine sinnvolle Methode ein Einhorn zu fangen: eine Jungfrau kann es bannen und sich gefügig machen.
Der Grund warum man ein Einhorn töten solle liegt auf der Hand: das Horn. Es wird auch das Alihorn genannt und man sagt ihm große medizinische Kräfte nach.
Manchmal wurde einem armen Kerl für viel Geld das Horn eines Narwalls angedreht. In manchen Geschichten heißt es ja auch, dass das Einhorn von dem Rhinozeros oder dem Narwall abstammt.
In der Bibel steht geschrieben, das Einhorn sei von Noah von der Arche geworfen worden, was damalis eine Erklärung für den Narwall war.
Im Mittelalter war das Einhorn das Symbol für Macht und Kraft, in China das Symbol für das Königshaus.
Das Horn symbolisiert einen übernatürlichen Pfeil, einen Sonnenstrahl oder auch das Schwert eines Gottes, je nach Auslegung.
Elementare
Elementarwesen stehen für Wesen, die die Macht eines der vier Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft symbolisieren. Paraclesus teilte es so ein:
Erde -- Gnome
Luft -- Sylph
Wasser -- Nerieds
Feuer -- Salamander
Ellyllon
Die Ellyllon sind walisische Elfen. Sie sind den Brownies sehr ähnlich, weil sie ebenfalls im Haushalt helfen. Genau wie sie verlassen sie ein Haus wenn sie endeckt werden oder sich in ihrer Privatspähre verletzt fühlen.
Empusae
Die Empusae sind kannibalische weibliche Monster und werden manchmal mit dem Lamia verwechselt. Sie sind halb Esel und halb Menschlich, könnne sich aber in junge Frauen verwandeln, um so Reisende anzulocken und zu fressen. Manchmal sagt man ihnen nach, wie Vampire Blut zu saugen.
Ericthonius
Erichthonius war das monströse Kind des Hephæstus und der Gæa, die beide griechische Götter waren. Sein Aussehen war zur Hälfte das eines Menschen und zur Hälfte das eines Drache. Er wurde von Gea verstoßen und von einer anderen Gottheit, Athena, aufgenommen. Diese legte Erichthonius in eine Kiste und gab die Kiste den drei Töchtern des Königs von Athens. Sie hatten die Anweisung bekommen, die Kiste nicht zu öffnen, taten es aber trotzdem. Als sie das Kind sahen, stürzten sie sich von der Akropolis. Manche Quellen behaubten, daß Ericthonius die Macht hatte jemanden wiederzubeleben, da er von Athena Blutstropfen der Gorgone Medusa bekommen hatte. Troz seines Aussehens wurde er später zum Herrscher über Athen. Es gibt immer noch einen Tempel für Erichthius auf der Akropolis.
Erlkönig
germanisch
Der Erlkönig ist der Herrscher der Zwerge.
Erinyen
Der Name Erinye heißt übersetzt soviel wie "Die Grollenden". Gemeint sind damit drei weibliche Kreaturen, die den Kopf eines Hundes, Harre aus Schlangen und Fledermausflügel haben. Bei den Griechen hießen diese drei Schwestern Furien. Es gibt zwei mögliche Entstehungsgeschichten: In den einem Fall, entsprangen sie aus dem Blut des Uranus. Die andere Version besagt, daß sie von Gæa nur mit Luft und schlechten menschlichen Emotionen großgezogen wurden. Wie dem auch sei, sie unterstanden Hades und Phersephone und verfolgten alle Frevler und schlechte Menschen. Daher können sie nie sterben. Die drei Schwestern hießen Alecto ("Die Unablässige"), Tisiphone ("die den Mord Rächende") und Megaera ("die Neidische"). Da es Unglück brachte, sie beim Namen zu nennen nannte man sie auch Eumenides, was soviel heißt wie "die Kindlichen" .
Fachen
Der Fachen ist ein Monster aus Irland und dafür bekannt, Wanderer zu quälen und vielleicht auch zu töten. Er bedient sich hierzu einer Tarnung aus Federn, die denen eines Hahnes nicht unähnlich sind. Desweiteren hat er einen Arm, der aus der Mitte seines Körpers wächst, einen Fuß, der aus der Mitte der Hüfte ragt und auch nur ein Auge. Verbindungen zu den Zyklopen gibt es aber nicht. Er benutzt eine typisch tierische Drohgebärde: er bläht die Federn auf, bevor er angreift.
Fantine
Diese schweizerische Fee lebt in den Bergen. Sie bringen den Bauern gutes Wetter, und wenn sie einen Bauer mögen, statten sie seine Kühe mit Kuhglocken aus.
Faun
Die Faune kann man mit den Satyren vergleichen, sie besitzen aber mehr Charm als diese. Der zweite Unterschied ist, daß sie die Ohren, Hufe und Beine eines Hirsches haben und nicht wie der Satyr die einer Ziege. Der Rest sieht aus wie der Körper eines jungen Mannes. Der Faun verursacht Alptraüme, ist aber auch dafür bekannt, zeitweise sehr führsorglich sein zu können.
Feng-Huang
Dieser Vogel ist die chinesische Version desPhoenix. Er hat drei Beine und lebt in der Sonne. Der Kopf, der Kopfschmuck und die Federn sind die eines Pfaus. Der Kopfschmuck besteht aus fünf Farben und das Lied, das er singt aus den fünf Noten. Der Feng ist das männliche und die Huang das weibliche Tier; zusammen stehen sie für die unvergängliche Liebe. Man vergleicht den Feng-Huang auch manchmal mit dem Roc.
Fenoderee
Fenoderee ist der Name eines Brownies. Im Gegensatz zu denm normalen Brownies hat er aber die Größe eines Menschen und übernatürliche Kräfte. Vielleicht kann man ihn besser mit einer Fee vergleichen. Jedenfalls ist er in der Welt der Menschen gefangen, weil er sich in ein menschliches Mädchen verliebt hat. Es gibt nur einen Fenoderee, dieser wurde aber schon an vielen Platzen gleichzeitig gesehen. Wenn er ein Geschenk bekommt, ist er genauso hilfreich wie ein normaler Brownie.
Fenrir

Fenrir ist eine Figur aus der nordischen Mythologie und der Sohn Lokis und des Riesen Angrboda und damit der Bruder von Hel und der Midgardschlange. Er hat die Gestalt eines riesigen Wolfes und wurde von den Göttern an eine Kette gelegt, da er zu gefährlich war. Nachdem selbst die besten Ketten ihn nicht halten konnten schmiedeten die Götter eine magische Kette namens Geiphir, welche in den Wurzeln eines Berges verankert wurde. Ragnorok war die Zeit in der Fenrir sich befreien konnte und alles, auch Odin, verschlang.

Firbolgs
Irischen Legenden zufolge sind Firbolgs ein Volk, das vom Festland man und nach Irland übergesetzt hat. Dort wurden sie von den Fomorians bekämpft. Später vertrieben die Tuatha de Danann sie aus Irland. Ihr Name heißt übersetzt soviel wie "Leute aus dem Sumpf".
Flaschengeist
Flaschengeister können dem Besitzer der Flasche (wenn dieser sie öffnet) bis zu drei Wünsche erfüllen. Sollte der Besitzer die Flasche aber verlieren, kommt er in die Flasche. Der wohl bekannteste Flaschengeist ist der aus der Geschichte ´Alladin´.
Fomorian
Die Fomorian sind wie auch die Firbolgs in Irland eingewandert und haben diese dort bekämpft. Genau wie diese wurden sie von den Tuatha de Denann von der Insel in die See getrieben wo sie dann zu Seedämonen wurden.
Fylgia
Fylgia sind die Schatten einer Seele, oftmals persönliche "Wächter-Geister". Normalerweise sind sie unsichtbar und nur in Tierform und in Träumen zu sehen. Manchmal werden sie von Leuten, die gerade aufgewacht sind, gesehen - ein Omen für deren Tod. Manche Legenden zeigen Verbindungen mit dem Doppelgänger.
Ganesha
Der Hindugott der Weisheit hat den Kopf eines Elefanten und den Körper eines Mannes mit vier Armen. Er ist der Patron der Lernenden und ein Bringer des Glücks.
Gargantua
Dieser Riese hatte einen ebenso riesigen Appetit und verschlang in einem Bissen fünf Pilger als "Salat".
Garm
Garm ist der Hund, welcher in der nordischen Myhtologie den Eingang zur "Hölle" bewachte. Garm hatte vier Augen und war bekannt für seine Grausamkeit. Zwischen dem Garm und dem Zerberus besteht eine gewisse Ähnlichkeit. Manchmal wird der Garm auch als eine Gruppe von Hunden beschrieben.
Garuda
Der Garuda oder manchmal auch Garida war der wahrscheinlich älteste der riesigen Vögel. Vom Aussehen her glich er dem Roc bis darauf, daß er einen menschlichen Körper mit einem weisen Gesicht hatte, einem golden Körper. Wie auch der Roc konnte der Garuda mit seinem Körper die Sonne verdunkeln und Elefanten hochheben. Bekannt war er auch unter dem Namen: "Der Vogel des Lebens". Die Nagas waren seine Feinde.
Geflügelte-Schlangen
Nach Heroditus sind Geflügelte-Schlangen, Schlangen mit Flügeln die die Gewürzbaume in Arabia beschützen.
Geryon
Es heißt, daß Geryon der stärkste Mann war, der je lebte. Er hatte drei Körper, die aus einer Hüfte wuchsen, drei Köpfe und sechs Arme. Er lebte auf den Inseln von Erytheia und besaß eine Herde roter Stiere. Herkules' Aufgabe war es, diese Kühe zu fangen und sie zu Eurystheus zu bringen. Aus Rache griff Geryon Herkules an und wurde von diesem durch einen Pfeil, den dieser in das Blut der Hydra getaucht hatte, getötet. Dabei durchschlug der Pfeil alle drei Körper von Geryon.
Gnome
Das Wort Gnom wurde von dem lateinischen Wort "gnosis" abgeleitet, das übersetzt "Wissen" heißt. Aber warum bekamen die Gnome einen solchen Namen? Das liegt warscheinlich daran, daß Gnome immer genau wußten wo Eisen zu finden war. Gnome sind eigentlich nicht anderes als Zwerge, die braune Kleidung tragen. Wie die Zwerge leben sie in der Erde, aber anders als diese nicht in Minen sondern in normalen Höhlen. Sie bauten auch keine Metalle ab. Wie Zwerge auch wurden Gnome sehr alt. Aufgrund ihrer knotigen Haut konnten sie sich in Baumstämmen vor Menschen verstecken. Manchmal verwechselt man Gnome mit Goblins. Gnome sind aber nicht wie Goblins böse, sondern haben nur einen schlechten Sinn für Humor. Man kann Gnome auch zu den Elementaren zählen
Goblin
Es gibt zwei Arten von Goblins. Die ersten sind böse Geister wie die Redcaps und die Bugbears. Die zweite (und warscheinlichere) Definition: Goblins sind kleine menschenähnliche, haarige Kreaturen. Sie lieben es, böse zu sein und sind für gewöhnlich dumm.
Golem
Der Golem, der aus dem jüdischen Glauben stammt ist ein Mann aus Lehm. Es heißt, daß der bekannteste Golem von dem Rabbi Judah Loew von Prag geschaffen wurde, um die Juden vor der Verfolgung zu schützen. Um einen Golem zu erschaffen muß man zuerst einen Menschen aus Lehm formen und ihm dann eine Oblade unter die Zunge legen. Nun muß täglich das Wort Ameth (Wahrheit) gesprochen werden, das auch auf seine Strin zu schreiben ist. Um den Golem zu töten muß man die Oblade entfernen und den ersten Buchstaben des Wortes Ameth löschen. Das Wort ergibt somit Meth (Tod). Aber wer sollte dies schon wollen?
Gorgonen

Es gab drei Gorgonen, die Schwestern waren. Sie lebten angeblich im Westen, hatten anstelle von Haaren Schlangen auf dem Kopf und konnten mit ihren Blicken Lebewesen in Stein verwandeln. Medusa war eine von ihnen und einst eine schöne Jungfrau bis sie aufgrund ihrer Schönheit von Athena verflucht wurde. Anders als ihre Schwestern war sie sterblich und wurde von Perseus mit der Hilfe von Athena und Hermes getötet. Aus dem Blut der Medusa entstand vermutlich der Pegasus und einige andere Wesen. Die Namen der zwei anderen Schwerstern waren Stheno und Euryale.
Die graue Klaue
Diese Kreatur hat den Körper einer Antilope, die Klauen eines Adlers und die Vorderbeine und Hufe eines Esels. Es steht für Schnelligkeit.
Grendel
Im achten Jahrhundert wird der Beowulf in einer englischen Geschichte beschrieben. Grendel war genau wie der Beowulf ein Riese, halb Mensch und halb Monster. Jede Nacht überfiel er den dänischen König Hrothgar und tötete dabei immmer 30 seiner Männer. Das verursachte eine unerbitterliche Fede zwischen dem Königreich und dem Grendel. Denn dieser mordete nicht nur wahlos, sondern war zudem gegen Waffen gefeit. Eines Tages kam der Beowulf und schwor dem König den Grendel zu töten. Während dem Kampf riß der Beowulf dem Grendel einen Arm ab, welcher anschließend als Trophäe an das Schloß genagelt wurde. Grendel kehrte in seine Höhle zurück und starb an seinen Wunden und an der Qual, seiner einzigen Freude, dem Überfallen und Töten von König Hrothgars Männern, beraubt worden zu sein. Nach dem Tod des Grendel schickte seine Mutter einen Wassertroll, um ihren Sohn zu rächen. Eines Nachts schnappte sich der Troll den Arm Grendels und floh. Beowulf folgte ihm und sah ihn im dunklen Wasser eines See verschwinden. Daraufhin wurde Beowolf von Drachen, die im Auftrag von Gredels Mutter auf der Lauer lagen, entführt und in die Höhle der Mutter verschleppt. Ein schrecklicher Kampf entbrannte, in dem der Beowulf die Mutter tötete, obwohl er dabei von ihren Klauen schwer verletzt worden war. In der Höhle der Mutter fand er ein Schwert, das als einzige Waffe die Macht hatte, den Grednel zu verletzen. Er schlug damit den Kopf des Grendel ab und trug ihn als neue Trophäe zum Schloss.
Gulon
Der Gulon ist ein Biest aus skandinavischen Legenden. Er wird als ein "Hyänen-Löwe" mit dem Schwanz eines Fuches und scharfen Klauen beschrieben.
Gwyllion
Diese weibliche Fee lockt mit ihren weiblichen Reizen Wanderer von ihrem Weg weg, welche dan oft nie wieder gesehen werden. Manchmal nimmt die Gwyllion aber auch die Gestalt einer Ziege an.
Gytrash
Dieser einsame Geist aus dem Norden von England lauert einsamen Wanderern auf. Dazu nimmt er die Form eines Hundes oder eines Pferdes an. Obwohl er gefürchtet wird, ist er manchmal auch hilfreich und bringt verwirrte Wanderer auf ihren Weg zurück.
Hag
Der Hag lebt unterirdisch und ist für gewöhnlich ziemlich häßlich. Es gibt veschiedene Formen des Hags: Die Hags der einen Art steigen auf einen schlafenden Menschen wie auf einen Berg und "reiten" auf ihm, wenn sie auf der Brust angekommen sind. Das beschert dem Menschen Albträume und kann sogar zum Tod führen.
Im Gegensatz dazu hilft der irische Hag dem Menschem im Haushalt.
Hameh
De Hameh ist ein Vogel, der aus dem Blut eines Ermordeten entspringt. Sein monotoner Singsang klingt, so sagt man, wie gib mir zu trinken. Er gibt erst Ruhe wenn er von dem Blut des Mörders getrunken hat.
Harpie

Harpien sind eigentlich Windgeister und dazu da, um die Seelen der Toten in den Hades zu bringen. Die Harpien sind die Kinder von Typhon und der . Es gibt vier Harpien : Aello (Regen), Celaeno (Strum-Dunkel), Okypete (Schnelles Fliegen), und Podarge (Scheller Fuß). Später wurden aus den Harpien gefiederte Wesen mit der Brust sowie dem Kopf einer Frau und dem Körper aber auch den Klauen eines Adlers (oder Geiers). Sie sind unsterblich und fürchten nur den Klang eines bronzenen Instrumentes.


Hippocampus
Der Hippocampus ist ein Biest, das zur Hälfte Fisch und zur Hälfte Pferd ist.
Hippocerf
Der Hippocerf ist halb Pferd und halb Hirsch. Er ist dem Menschen eher wollgesinnt.
Hippogreif
Der Hippogreif lebt in den Tiefen des Meeres in den unter Wasser liegenden Bergen. Er ist der Mischling eines Greifen und eines Fisches. Er hat den Kopf und den Oberkörper eines Greifen und den hinteren Teil eines Pferdes. Er ist kräftig und bewegt sich schneller als der Blitz. Er wird in den Legenden von Charlemagne erwähnt.
Hobgoblin
Die Hobgoblins sind wohl am besten mit den Brownies oder den Bogles zu vergleichen. Aber eigentlich sind sie Feen, die näheren Kontakt mit Menschen bekommen haben. Hobgoblins sind eigentlich gut, haben aber das Potenzial und den Hang, den Menschen Streiche zu spielen. William Shakespeares Puck in Ein Sommernachtstraumist ein gutes Beispiel für einen Hobgoblin.
Ho-oo
Der Ho-Oo ist der japanische Phoenix, der wohl am besten mit dem Feng-Huan zu vergleichen ist.
Hsigo
Die Hsigo sind am besten mit den fliegenden Affen aus Der Zauberer von Oz zu vergleichen. Sie sind Affen mit dem Kopf eines Menschen und Flügel.
Humbata
Der sumerische Schreiber Gilgamesh beschreibt den Humbata als ein Wesen mit den Hörnern eines Stieres und den Pfoten eines Löwen.
Hydra

Die Hydra stammt aus den griechischen Heldensagen und ist ein Kind der Echinda und des Typhon. Dieser Wasserdrache hat mehrere -für gewöhnlich neun- Köpfe. Es war die Zweite von Herules Aufgaben, die Hydra zu töten. Während des Kampfes schlug er der Hyrda immer wieder einen Kopf ab, für jeden der abgeschlagenen Köpfe wuchsen aber zwei Köpfe nach. Also bat Herkules Iolaus um Hilfe. Dieser versiegelte den Rumpf der Hydra an jeder Stelle, an der Herkules einen Kopf abgeschlagen hatte, so daß keine neuen Köpfe nachwachsen konnten. Da der letzte Kopf der Hydra unverwundbar war, mußte Herkules sie unter einem riesigen Felsblock begraben. Herkules tauchte seine Pfeile in das Blut der Hydra und tötete mit ihnen Geryon .

Ichthyozentaur
Der Ichthyocentaur ist eine Variation des Zentaur. Dieser Wasserzentaur hat den Oberkörper eines Mannes und den Unterkörper eines Fisches. Was ihn aber nun tatsächlich von einer Meerjungfrau unterscheidet sind die Vorderbeine eines Pferdes oder eines Löwen. Er ist ein Symbol für Fruchtbarkeit.
Jinn
Die Jinns oder Djinns sind Geister aus dem Orient. Bevor der Mensch erschaffen wurde, hat Allah, so sagt man, die Djinns aus schwarzem und rauchlosem Feuer geschaffen. Sie haben durchsichtige Körper und machen sich einen Spaß daraus, die Gestalten von Menschen und verschiedenen Tieren anzunehmen. Djinns können sich riesig "aufblasen" oder sich auch völlig unsichtbar machen. Djinns haben eine riesige magische Macht, mit der sie gute aber auch böse Taten vollbringen (einige von ihnen sind gut und brav andere aber auch böse und verschlagen). Wie auch Feen und Brownies behandeln sie die Menschen so wie sie von ihnen behandelt werden, dh tu ihnen Böses und sie tun dir Böses und umgekehrt.
Jinshin-uwo
Der 10000 Meter lange Aal Jinshin-Uwo (Erdbeben-Fisch) ist angeblich die Quelle eines jeden japanischen Erdbebens. Er trägt Japan auf seinem Rücken und verursacht durch seinen Schwanzschlag die Erdbeben.
Kakamora
Die Kakamora sind kleine bärtige Männer die nur drei Fuß hoch sind. Früher lebten sie mit den Eingeborenen auf Südseeinseln, z.B. Melanesien, in friedlicher eintracht am Strand, wo beide Gruppen gemeinsam fischten. Dann aber sahen die Melanesier wie einer der Kakamora alleine ein Kanu mühelos zu Wasser trug. Darauf vertrieben die Melanesier, aus lauter Angst vor den Kräften der Kakamora, sie in das innere der Insel. Die Einwohner der Inseln (Die Legende der Kakamora hat sich auf verschiedene Inseln verteilt) sehen noch ab und zu die fußabdrücke der Kakamora im Wald, welche auch leicht daran zu erkennen sind, denn die Kakamora laufen immer nur auf ihren Zehenspitzen. Die Ureinwohner haben ihre Lieder von den Kakamora und ihren Ahnen die ebenfalls im Wald wohnen gelernt.
Kappa
Die Kappa hat den Körper einer Schildkröte und den Kopf eines Affen. Wenn man ihr nichts tut ist diese Wasserkreatur harmlos.
Kelpie
Dem Kelpie wird nachgesagt, daß er mit dem Teufel im Bunde steht. Für gewöhnlich ist er schwarz, halb Pferd und halb Stier. Er hat aber die Möglichkeit, sein Aussehen zu ändern und tritt dann meist als weißes Pferd auf. In dieser Gestalt nimmt er ahnungslose Reiter mit ins Wasser und ertränkt sie. Ihre Leichen frißt er anschließend auf.
Ki-Lin
Die Chinesen kennen zahlreiche Formen des Einhorn, Ki-Lin ist aber die berümteste. Im Gegensatz dazu gibt es in Japan zwei Arten des Einhorns: den Ki-Rin, der dem Ki-Lin sehr ähnlich ist und den Sin-U, der eher von einem Löwen abstammt. Der chinesische Ki-Lin ist dem Menschen sehr wohlgesonnen. Er symbolisiert Wissen und Gerechtigkeit und erscheint nur bei der Geburt oder dem Tod eines gerechten Herrschers. Er wird meist mit einem Drachenkopf, einem Horn, einer Löwenmähne, dem Schwanz eines Ochsen und dem Körper eines Hirsches dahrgestellt. Der Ki-Lin würde niemals ein Lebewesen oder auch nur einen Grasshalm verletzen.
Ki-Rin
Schau unter Ki-Lin nach!
Kobold
Kobolde sind kleine, alt aussehende Wesen mit runzeliger Haut. Sie arbeiten für die Menschen, die in den Häusern wohnen, in denen die Kobolde sich niedergelassen haben. Das Einzige was sie dafür wollen, ist etwas zu essen, wonach sie auch hoffentlich fragen. Wenn sie das Essen nicht bekommen werden sie ziemlich böse und rächen sich. Sie weisen Ähnlichkeiten mit dem Boggart, den Hobgoblins und den Feen auf.
Kraken
Far, far beneath the abysmal sea, the Kraken sleepeth...
There hath he lain for ages and will lie
Battening upon huge sea-worms in his sleep,
Until the latter fire shall heat the deep:
Then once by men and angels to be seen,
In roaring he shall rise and on the surface die
-- Alfred Lord Tennyson

Die Krake, die meist in europäischen Legenden zu finden ist, mißt bis zu 50 Meter. Es heißt, daß sie auf dem Meeresboden lebt, aber manchmal an die Oberfläche kommt. Manche Seeleute verwechseln die an der Meeresoberfläche schwimmende Krake mit einer Insel, kampieren darauf und werden von der Krake abgeworfen, wenn diese untertaucht. Zudem fängt die Krake mit ihren Tentakeln Schiffe, die sie, wie auch die Midgard Schlange auf den Meeresboden zieht. In Realität gibt es tatsächlich Riesenkraken, die aber nur 12 Meter lang werden und keine Schiffe auf den Meeresboden ziehen.
Kujata
Der Kujata ist ein riesiger Bulle mit 4000 Augen, Mündern, Ohren, Nasen und Füssen. Er steht auf dem Rücken des Fisches Bahamut und ist so riesieg, daß man 500 Jahre braucht, um von einem Auge zu einem anderen zu reisen.
Zyklopen auch Kyklopen

Die "Rundaugen", zu deutsch Zyklopen, sind in der griechischen Sage Söhne des Uranos und der Gaia (am häufigsten genannt werden Arges, Brontes und Steropes), werden von ihrem Vater in die Erdentiefe eingeschlossen und später von Zeus befreit. Dafür gaben sie Zeus Blitz und Donner. Die Kylopen dagegen sind die Zyklopen, die wir alle aus Film und Fernsehen kennen, d.h. die dummen Riesen mit einem Auge auf der Stirn. In der Odyssee sind die Kyklopen die brutalen, unkultivierten Söhne des Poseidon. Der schlimmste unter ihnen ist Polyphem. Die Kyklopen galten auch als Baumeister der mehrere Meter dicken Mauern mykenischer Zeit (kyklopische Mauern), die man sich wegen der ungeheuren Ausmaße der den Mauerkern einfassenden Steinblöcke von den Kyklopen zusammengefügt dachte. in Homers Odyssee (Buch 9), und in Euripides Bühnenstück Die Zyklopen ist Näheres zu erfahren.
Ladon
Eine von Herkules zwölf Aufgaben war es, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen. Diese Äpfel wurden von einem riesigen Drachen mit tausend Köpfen bewacht, der sprechen konnte und niemals schlief. Er wurde von Herkules getötet. Auch Jason mußte diesen oder einen ähnlichen Drachen (aus den Quellen nicht eindeutig ersichtlich) besiegen, um an das goldene Flies zu kommen.
Lamassu
Lamassus waren die Wächter der assyrischen Tempel. Sie haben den Kopf eines Menschen, den Körper eines Löwen oder Bullen und Flügel.
Lamia
In griechischen Legenden ist die Lamia die Königin von Lybien. Zeus liebte sie und gab ihr die Fähigkeit ihre Augen aus den Augenhöhlen zu nehmen. Hera, Zeus Frau, erfuhr von ihr und tötete alle ihre Kinder.
Leprechaun
Der Lebrachaun ist eine kleine Fee; grotesk im Auftreten, mit Warzen auf der Nase und gekleidet in grün-silberne Schuhe. Bekannt als Schumacher, stellen sie großartige Schuhe her, aber niemals ein Paar, sondern immer nur einen Schuh auf einmal. Lebrachauns sind flink wie Wiesel und wie auch die Brownies lieben sie es die Menschen zu ärgern. Wenn man jedoch einen Lebrachaun fängt (was sehr schwierig ist) verrät er einem das Versteck seines Goldschatzes.
Leshies
Die Leshies sind Waldgeister, die so klein sind, dass sie sich unter Kleeblättern verstecken können.
Leucrocotta
In Plinius' achtem Buch über die Geschichte der Natur ist der Leucrocotta schneller als jedes andere Biest.
Lindwurm
Der Lindwurm ist ein geflügelter Drache. Er bewacht in seinen Höhlen Schätze und ist bekannt dafür, Kühe und Menschen zu fressen.
Lympago
Der Lympago ist ein "Wertiger" oder "Werlöwe".
Mantikor
Der Mantikor hatte den Kopf eines Menschen (wenn auch mit Löwenzähen, drei Reihen wie einige Quellen behaupten), den Körper eines Löwen und einen Schwanz mit einem Büschel Giftstacheln, die er gezielt abfeuern konnte (erst im Mittelalter wurde ihm der Skropionenschwanz "angedichtet"). Der Mantikor war eine der wenigen Chimären, die sprechen konnten. Desweiteren ist der Mantikor intelligent und kann sich auch mit Menschen unterhalten bis wieder einer seiner tierischen Seiten in ihm die Oberhand gewinnt. Man könnte sagen, dass der Mantikor an Shizoprenie - der wilden Raserei eines Löwen und dem Verstand eines Menschen - leidet. Dies führte nicht selten dazu, dass man sich in dem einen Augenblick mit dem Mantikor unterhalten konnte und im nächsten als sein Mittagsessen betrachtet wurde. Der Mantikor bevorzugte Wüstengebiete und teilweise auch den Dschungel als Jagdgebiet, wobei er Menschen als Fressen besonders schätzte.
Die älteste Aufzeichnungen über den Mantikor finden wir bei den Persern. Dort wurde er Martikhoras genannt, übersetzt: 'Menschenfresser'.
Es bestehen wohl Verbindungen zwischen dem Mantikor und dem indischen Tieger, weil der Mantikor (oder etwas, das dem Mantikor ähnlich sieht)in einigen indischen Skulpturen zu erkennen ist.
Eine Schrift aus dem 13. Jahrundert über Alexander den Großen mit dem Titel Kyng Alisaunder berichtet, er habe 30 000 Männer durch Löwen, Bären, Drachen, Einhörner, und Mantikore verloren.
Marakihan
Der Marakihan hat den Kopf eines Menschen und den Körper eines Fisches. Mit seiner langen Zunge fängt er Boote und verschlingt sie.
Mermecolion
Der Mermecolion sieht, abgesehen von umgekehrt angewachsenen Genitalien, aus wie ein Löwe.
Midgard Schlange

Die Midgardschlange, auch bekannt als Jormangund, kommt in den norischen Legenden vor. Jormangund war das 2. Kind von Loki und der Riesin Angraboda (das erste Kind war Fenrir, das dritte Hel). Die Midgardschlange umschloß die ganze Norische Welt, und hielt dabei ihren Schwanz im Mund. Thor, der Donnergott, und die Midgardschlange waren erbitterte Todfeinde. Er wollte sie töten indem er, mit einem Stierkopf als Köder, versuchte sie zu angeln. Sein feiger Begleiter schnitt aber ihm letzten Moment das Angelseil durch, weil er Angst hatte hinabgezogen zu werden. Sein zweites Aufeinandertreffen mit der Schlange ergab sich, als er im Rahmen einer Wette eine Katze hochheben sollte, welche aber die Midgardschlange in verwandelter Gestalt war - Thor schaffte es nicht. Am Ende der Welt, Ragnorok, kam sie an Land und kämpfte gegen Thor, der sie diesmal zwar zu Töten vermochte, jedoch an ihrem Gift starb.
Minotaurus

Ein Wesen, halb Mensch und halb Stier, das in einem Labyrint auf der Insel Kreta lebte, in das ihm jährlich 7 Jungen und 7 Mädchen zum Fressen geschickt wurden. König Minos Frau hatte dieses Wesen, dessen Vater ein Stier war, auf die Welt gebracht, worauf Minos es in das Labyrint sperrte.
Monoceros
Eine Form des Einhorns.
Mushussu
Ähnlich der Hydra oder dem Lindwurm ist dieses Wesen ein dreiköpfiger Drache.
Nagas
Nagas sind Pseudo-Drachen, die meistens als Menschen mit dem Unterleib einer Schlange und ohne Flügel dargestellt werden. Die Geschichte dieser Kreaturen scheint aus Indien zu stammen, wo die Nagas mit den Göttern zusammengearbeitet haben. Sie waren die Schutzpatrone des Wassers und der Wolken, aber sie konnten es auch zu Überschwemmungen oder Dürreperioden kommen lassen, wenn sie gestört wurden. In einigen Geschichten können die Nagas sogar ihre Gestalt von einer menschlichen in eine reine Schlangenform verwandeln. Es wird erzählt, daß diese Rasse magisch sehr begabt sei und alle unterrichtet, die echtes Interesse zeigen.
Nagumwasuck
Die Nagumwasuck sind Feen aus Nordamerika. In dem Mythen der Ureinwohner, genauer gesagt in den Legenden von Passamaquaddy, werden diese Feen als sehr häßlich beschrieben, worüber sie selbst ziemlich verärgert sind. Sie helfen Menschen manchmal auf der Jagd und beim Angeln, verstecken sich aber meist vor ihnen.
Nereid
Die Nereids sind Wassernymphen und Töchter der Nymphe Doris und des Nereus. Es gibt insgesamt 50 von ihnen (manchmal heißt es auch, es seien 100). Sie werden oft dabei gesehen, wie sie auf dem Rücken von Delphinen reiten.
Nisroch
Der Mann Nisroch wurde in den assyrischen Gottesstand erhoben und hat dabei den Kopf eines Adlers erhalten.
Nixie
Nixies sind Geister, die sich meistens im Wasser vertecken. Der männliche Nixie zeigt sich dem Menschen so gut wie nie, der weibliche hingegen wurde oft beim Sonnen beobachtet. Wenn jemand eines dieser wunderschönen Wesen heimlich beobachtet, kann er seinen Verstand verlieren.
Nuckalavee
Der Nuckalavee ist die irische Version des Centaur, der mit seinem Atem die Pest verbreitete.
Nymph

O Goncho
Der O Goncho ist ein Drache aus Japan. Alle 50 Jahre verwandelt sich dieses weisse Biest in einen goldenen Vogel.
Oni
Der Oni ist ein böser Geist oder ein Dämon monströser Gestalt aus japanischen Mythen. Diese Kreaturen sind entweder gänzlich grün oder rot und haben den Kopf eines Pferdes und den Körper eines Menschen.
Onocentaur
Im Mittelalter entstand diese Variation des Zentauers. Im Gegensatz zu diesem, der halb Mensch und halb Pferd ist, ist die zweite, tierische Komponente des Onocentaurs nicht ein Pferd sondern ein Esel.
Orthus
Orthus, der Bruder von Zerberus, war ein Zögling der Echinda und des Typhon. Dieser zweiköpfige Hund, der den Stall von Geryon bewachte wurde von Herkules erschlagen.
Pan / Urisk
Schutzgott der Hirten und des Kleinviehs, Walddämon, Sohn des Hermes, das alles war Pan, der aus Arkadien stammte, wo man ihm viele Kultstätten errichtet hatte. Er erfand die Hirtenflöte und spielte darauf und, als ein lüsternes Mischwesen mit Bocksbeinen, Bockskopf und Hörnern, stellte er den Nymphen nach. In der Hitze der Mittagsglut und der Stille des Mittagsschlafes war er gefürchtet. Pan verursachte "panischen Schrecken", die "Panik", welche er z.B. den Persern vor der Schlacht von Marathon 490 v.Chr. einjagte. Pan wurde wegen der Wortgleichheit mit 'pan' (griechisch "alles") auch als "Allgott" gedeutet.
Der Urisk sieht genau wie der Pan aus (weshalb die beiden auch in einem Artikel zusammengefasst sind). Meistens lebt der Urisk in der Nähe von Wasserfällen, und da er keine böse Kreatur ist, hilft er manchmal Farmern bei der Arbeit. Manchmal ärgert er aber Leute, wenn er sie alleine antrifft.
Pegais
Nach Plinius war Pegais ein großer Vogel mit dem Kopf eines Pferdes.
P'eng-Niao
Der P'eng-Niao ist halb Vogel und halb Drache.
Peryton
Der Peryton ist halb Hirsch und halb Vogel; er wirft jedoch nicht seinen eigenen Schatten sondern den eines Menschen. Aufgrund dessen dachten die Menschen, dass dieser Schatten die Seele eines Menschen ist, der weit entfernt von zu Hause gestorben ist, und nun von dem Peryton nach Hause gebracht wird. Da die Peryton Feinde aller bösen Menschen sind, wurde ihnen früher nachgesagt, sie seien für den Untergang Roms verantwortlich. Angeblich kommen sie aus Atlantis.
Pheng
Der japanische Roc.
Phönix
Nur ein einziger Vogel besamt und erneuert sich selber, Die Assyrer nennen ihn Phönix, nicht Früchte noch Kräuter Nähren ihn, sondern der Saft von Amonum und Tränen des Weihrauchs. Wenn nun dieser sein Leben auf fünf Jahrhunderte brachte, Baut er auf Eichengeäst oder Gipfeln schwankender Palmen Sich ein Nest mit den Krallen und rein erhaltenem Schnabel. Wenn er dann Cassia sich und die Ähren geschmeidiger Narden Untergestreut und zerstoßenen Zimt mit gelblichen Myrren, Setzt er sich oben darauf und endet in Düften sein Leben. Dann, so berichtet die Sage, entsteht aus dem Leib des Vaters Wieder ein kleiner Phönix, um gleichviel Jahre zu leben.
-- Ovid
"... Der Phönix ist ein Vogel aus dem Land Arabien ... er lebt dreihundert und vierzig Jahre ... hat die Größe eines Adlers ... trägt auf dem Kopf eine Krone (wie ein Pfau) und hat einen faltigen Schlund ... Am Hals ist er goldig, am Hinterleib purpurroth gefärbt. Sein Schwanz ist wachsgelb mit untermischten, wunderbar schillernden rosenrothen Federn. Wenn ihn das Alter drückt, sucht der Phönix im Osten den schönsten Baum auf den höchsten Bergen in der Nähe einer sehr anmutigen Quelle, und baut auf dem Baum sein Nest von Weihrauch, Myrrhe, Zimt und anderen kostbaren Gewürzen und Kräutern. Wenn dann die Sonne ihre Hitze auf das Nest ausstrahlen lässt, so fächelt der Phönix mit seinen Fittichen so lange, bis die angehäuften Kostbarkeiten in Brand geraten. Dann legt er sich in das Feuer und verbrennt. Nach einigen Tagen entsteht aus der Asche ein kleiner Wurm, der Flügel bekommt. Daraus wird ein vollkommener Phönix ..." Konrad von Megenburg erzählt weiter eine Geschichte von Isidorus: "Es sei vordem ein Phönix in die egyptische Stadt Heliopolis geflogen, im Monat Adar, das ist im April, dem nächsten Monat vor dem Mai. Auf seinen Flügeln trug er allerlei edle Kräuter und Gewürze und liess sich auf einen Holzstoss nieder, den die Priester zu einem Opfer gesammelt und angezündet hatten. Da verbrannte er sich zwischen den kostbaren Specereien, die er auf den Flügeln mitgebracht hatte. Am Tage nachher kam der Priester zum Altar und fand das Holz verbrannt. Als er die Asche besah, fand er darin einen kleinen Wurm, der einen höchst angenehmen Geruch verbreitete. Tags darauf war das Würmchen zu einem Vogel geworden und am dritten Tag zu einem Phönix ausgebildet, der davon flog."
-- Konrad von Megenburg
Ovid berichtet, dass der Phönix aus Assyrien kommt, Konrad von Megenburg meint wiederrum, er komme aus Arabien; was ist nun wahr? Fakt ist, dass es chinesische (Fêng-Huang), japanische (Ho-oo), russische, ägyptische (Benu) und indianische (Firebird) Legenden um diesen Feuervogel gibt (dazu mehr am Ende des Artikels). Aber alle diese Varationen haben eine enge Verbindung mit dem Feuer und/oder der Sonne. Einer der Ersten, die über den Phönix schrieben war Solinus:
"Bey den Arabischen wird der Vogel Phönix beschrieben in der Grösse eines Adlers/ mit einem schweren harten Kopff/ wie ein Pfau/ und aufgereckten Federn/ einen harten Schnabel/ am Hals Güldenfarb/ am Hinterteil Purpurfarb/ und am Schwanze der mit Rosenfarbe Federn geteilt wird/ scheinet es Wasserfarben."
Besonders daran ist, dass alle Varationen des Phönix gleich oder zumindest sehr ähnlich aussehen, nämlich wie ein Adler mit goldenen Federn (nur die chinesischen Art ist ist fünffarbig). Ausserdem wird ihm ein schöner Gesang nachgesagt. Der Phönix erreicht ein hohes Alter; je nach Quelle 500 Jahre, 540 Jahre, 1000 Jahre, 1461 Jahre oder auch 12 994 Jahre. Der Phönix, wie er in unserem Kulturkreis bekannt ist, verbrennt wenn er stirbt und es steigt aus der Asche wieder empor. So wurde der Phönix zum Symbol der Wiederauferstehung und der Erneuerung und darin erst viele Jahre später von dem Kreuz abgelöst.
Ein Russisches Märchen
"Am östlichen Rand der Welt gab es ein nebliges Land in ewiger Dunkelheit. Wolkenberge verhüllten Felder und Hügel und versperrten die Sicht zum Himmel. Alles war in Stille und Finsternis gehüllt. Kein Tier bewegte sich im Gebüsch oder im Wald und nirgenwo waren Vögel zu hören. Der Ort war in tiefem Schlaf versunken, des Todes Bruder.
In der Mitte dieses Landes, versteckt im Nebel, gab es einen Palast, still und eingehüllt in die Schwärze der Nacht. Im Hof des Palastes lag auf einem Bett aus kalten und harten Blumen ein bleiches, schönes Mädchen, die Herrin des in Nacht gehüllten Landes. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Brust hob und senkte sich im langsamen Rhythmus einer Schlafenden.
Wie lange sie schon verzaubert war konnte niemand sagen. Aber alle wußten, wie sie befreit wurde. Eines Nachts zog quer über den Himmel des schattigen Königreiches ein funkensprühendes feuriges Band. Es kreiste über dem Palast, brach durch die Wolken und - plötzlich ganz langsam - landete im Palasthof, in dem die Prinzessin schlief. Helles Licht tanzte auf den Wänden und wurde von überallher reflektiert. Das Mädchen öffnete die Augen: Das Ritual des Erwachens hatte begonnen.
Der Feuervogel stand neben ihr und erfüllte den Palasthof mit seinem funkelndem Licht. Auf seinem Rücken, zwischen den leuchtenden Federn, saß ein Mann. Der Feuervogel hat ihn gerufen und ihm geholfen, das Mädchen zu befreien - wie es dem Mann bei seiner Geburt prophezeit wurde.
Als der Mann vom Feuervogel abstieg, flog der Vogel in den Nachthimmel hinauf. Seine Schwingen trugen ihn immer höher hinauf. Wieder durchbrach er den Wolkenvorhang mit seiner Hitze und seiner Helligkeit und verschwand. Eine einzige schimmernde Feder fiel herab in das Blumenbett, aber weder der Mann noch die Frau schenkten ihr Aufmerksamkeit. Sie hatten nur Augen füreinander: Liebende die sich gefunden haben.
Nach dem Verschwinden des Feuervogels teilten sich die Wolken und schmolzen dahin, der Himmel war in rosiges Morgenrot getaucht. Irgendwo in den Gärten des Palasts zwitscherte ein Vogel, den Morgen grüßend.
Das Liebespaar konnte nur einen Tag gemeinsam verbringen. Spät am Abend, als die Dunkelheit hereinbrach - natürliche Dunkelheit diesmal - und die Schatten länger wurden, stürzte der junge Mann bewußtlos zu Boden. Mitten im Satz wurde er bleich, zitterte, stöhnte und fiel zu Boden, wo er wie ein Toter liegenblieb.
Die Prinzessin weinte lange um ihren Geliebten und irrte vor Trauer blind durch den Palast. In ihrer Trauer spürte sie kaum, wie sie über so manchen Gegenstand im Palast fiel. Der Palasthof schien sie wieder in ihren totenähnlichen Schlaf zu rufen. Als sie sich aber wieder auf das Blumenbett legen wollte, bemerkte sie ein sanftes Glühen inmitten der Blumen. Sie fand die Feder des Feuervogels, die ihr Wärme gab.
Nach einiger Zeit erschienen wieder flammende Schwingen am Himmel und der Palast wurde wieder von der Brillianz des Feuervogels erleuchtet. Der große Vogel wurde von der Not der Prinzessin, die die Feder hielt, gerufen. Er landete vor ihr und gab ihr mit einem Nicken seines Kopfes zu verstehen, sie solle aufsteigen.
Sobald die Prinzessin sich auf dem Rücken des Vogels in seinem warmen Gefieder niedergelassen hatte, flog dieser los. Der Vogel flog hoch in den Nachthimmel hinein, umgeben von seiner Aura der Helligkeit. Die Prinzessin konnte auf dem Rücken des Vogels weder die Sterne über ihr, noch das Land weit unter sich erkennen, so hell war der Vogel. Irgendwann wurde der Flügelschlag langsamer und der Boden kam immer näher und wurde sichtbar. Eine desolate Landschaft mit Abgründen, tiefen Felsspalten und von Felsen übersäten Abhängen. Der Feuervogel landete am Fuß einer Steilwand. Die Schatten, die beim Flug über die Landschaft wie verrückt umhertanzten, wurden wieder länger. Der Vogel neigte seinen Kopf in die Richtung eines Höhleneinganges.
Die Prinzessin schlich sich hinein und bemerkte, daß die Höhle bewohnt war. Eine magere Frau, in schwarz gekleidet, sang Beschwörungsformeln über ein Feuer, das kein Feuer zu sein schien, sondern eher ein Haufen rauchig schwarzen Eises. Auf dem Feuer stand ein dampfender Kessel.
Als die Prinzessin die Frau und ihren Kessel sah, begannen Erinnerungen in ihr Form anzunehmen. Sie erinnerte sich an ihre Kindheit im Palast, wie sie in vom Tageslicht erfüllten Hallen spielte. In der Nacht gab es Kerzenlicht und das tanzende Licht des Feuers im Kamin. Sie erinnerte sich an eine dunkle Schwester, die sich in denselben Hallen herumtrieb, jedoch den Schatten und das Zwielicht bevorzugte. Sie erinnerte sich daran, wie die Schwester immer haßerfüllter wurde und viele Stunden damit verbrachte, staubige Bücher zu studieren und mit fremdartigen Frauen und schwarz gekleideten Männern Umgang pflegte, die irgendwoher um ihre Interessen wußten. Eines Tages verschrieb sich ihre Schwester der Dunkelheit und wurde eine schwarze Hexe. Sie belegte das Land mit einem machtvollen Schlafzauber. Die Prinzessin sah sich nun dieser Hexe gegenüber.
Sie handelte ohne nachzudenken, rein instinktiv: sie rannte in die Höhle und trat den Kessel vom Feuer. Der Kessel stürzte um und verteilte seinen dampfenden Inhalt in der Höhle. Ein herzförmiges Juwel sprang ebenso aus dem Kessel. Die Prinzessin fing es auf und hielt es fest (Einige Erzähler sagen, dieses Objekt sei ein lebendes Herz gewesen). Die Hexe schrie auf und verschwand.
Außerhalb der Höhle wartete immer noch der Feuervogel. Die Prinzessin setzte sich wieder auf seinen Rücken und hielt in ihren Händen das Juwel, mit dem die Hexe den Zauber auf ihren Geliebten legte.
Das Märchen des Feuervogels hat ein gutes Ende: Das Mädchen fand ihren Geliebten lebend und wach. Sie heirateten und am Hochzeitstag flog hoch über ihren Köpfen der Feuervogel und tanzte wie ein Stern oder eine kleine Sonne."
Kapitel LXXXIII
Um in einen königlichen Phönix verwandelt zu werden
(aus dem ägyptischen Totenbuch)
"Zu Kephra werd ich, in den Urstoff tauchend;
Ich keime durch die Weltallkraft des Keimens.
Schildkröten gleich bedeck ich mich mit einem Rückenschild.
Ich trag in mir die Keime aller Götter;
Ich bin der Schlangengöttinnen vier Gestern;
In mir verberg ich der Amenti Sieben Zonen;
Ich bin Gott Horus,
Dessen Körper leuchtet, da er Seth bekämpft.
Und Thoth zugleich bin ich, der die zwei Kämpfer trennt;
In seines Schreines Tiefen, mit der Junu-Götter Beifall,
Fällt er sein Urteil.
Und ihm gleich errege ich die Sturmflut,
Die beide Kämpfer trennen muß.
So schreite ich ins volle Tageslicht;
Wie Khonsu unbesiegbar
Werd ich zum Gott gekrönt.
"
Kapitel CXXIV
Um sich in den königlichen Phönix verwandeln zu können
(aus dem ägyptischen Totenbuch)
"Meine Seele baut mir einen Wohnsitz zu Dschedu;
Und während ich in Buto gedeihe,
Schaffen emsig die magischen Diener, meine Felder bebauend.
Meiner Palme Anblick ist an Schönheit vergleichbar
Mit Amsu-Gott. (Nein, nein! Den Schmutz will ich nicht essen!
Er ist mir ein Ekel! Ferne seien davon meine Hände!
Selbst meine Sandalen dürfen ihn nicht berühren!)
Nicht geh ich verloren, denn köstliche Opfergaben
Stehen mir zur Verfügung: Brot aus Weizen und Bier
Aus Gerste bereitet; täglich bringen die Barken "Sektet" und "Mandschit"
Mir Gaben. Unter dem schönen Gelaub der Bäume sitzend,
Die mir lieb sind, koste ich Frieden, betrachtend
Meinen Reichtum an Opfergaben. O könnt ich
Zu einem geheiligten Geiste werden! Möge die Schlangengöttin
Mich aufrichten! Möge sie auf mein Haupt
Die weiße Königskrone setzen! Ihr, o Geister,
Die ihr Pfortenhüter seid des in zwei Ländern herrschenden
Friedensfürsten, wisset! Mein Wesen bring ich als Opfergabe
Für die Götter! Stehet mir bei! Helft mir zu heben
Den dichten Nebel, der mich bedrückt und umwölkt!
Mögen die geheiligten Geister die Arme mir öffnen!
Und ihr, Götterordnungen, bewahret das Schweigen!
Offenbart nicht die Reden, die ich mit den künftigen
Menschengeschlechtern wechsle! Mächtig unter den Wesen,
Die in den Lüften schweben, lenk ich die Herzen
Der mich beschützenden Götter. Wahrlich, jeder Gott wird
Und jede Göttin, die Kraft mir verleihen, zum Range
Des führenden Geistes des Jahres erhöht.
Unter den grünen Zweigen kostend die gebotenen Gaben,
Bin ich Osiris gleich, so wie er in Abydos aufsteigt.
In mir erkennt man Ra´s Urahn und der leuchtenden Wesen Urvater.
In des gestirnten Himmels breiten Mantel gehüllt,
Mit den Urgöttern weile ich Aug in Aug;
Mit dem heiligen Brote im Munde trete ich
Vor die Götter Ahiu. Mögen sie sprechen zu mir;
Dann leiste ich Antwort. Mit der Sonnenscheibe
Werde ich Worte wechseln und mit den Wesen des Lichtes.
Groß ist meine Macht inmitten des Dunkels, das vorherrscht
In den Welten der Mehurt, ganz nahe dem Heiligen Wesen.
Wahrlich, mit Osiris nun zu einem Wesen verschmolzen
Werd ich vollkommen, wie Osiris vollkommen ist unter den Göttern.
Wohlan, zu Osiris werde ich sprechen wie ein menschliches Wesen;
Er aber leistet die Antwort in der Sprache der Götter.
Denn ein geheiligter Geist bin ich nun und gelange hierher,
Unter dem Schutz der magischen Kräfte, Maat, die Göttin geleitend
Hin zu jenen, die sie verehren. Denn ein gewappneter
Geheiligter Geist bin ich nun im glorreichen Licht eines Sahu
Und als solcher erschein ich in Städten:
Junu, Hneni-Nesu, Ebdu und Dschedu."
Pi-hsi
Ein chinesischer Wasserdrache.
Pixie
Die Pixies sind nicht größer als eine menschliche Hand, haben rote Haare und grüne Augen; desweiteren eine umgedrehte Nase und ein schiefes Grinsen. Ihre Kleidung ist meist Grün. Pixies haben die Fähigkeit ihre Größe nach Belieben zu ändern und nutzen dies gerne und häufig, um Menschen böse Streiche zu spielen. Woher sie kommen, weiss niemand so genau, aber es heisst, dass sie die Ersten waren die die Feen in England begrüßten. Später, aus Furcht, dass diese die Insel übernehmen könnten, bekämpften sie die Feen. Bei Bauern ist der Pixie beliebt, weil er angeblich Glück bringt. So lassen manche Bauern einen Eimer Wasser vor der Tür stehen, damit eine Pixie-Mutter ihre Kinder darin waschen kann. Sie lassen auch eine Schüssel Milch zum drinken draussen stehen und säubern den Ofen, damit die Pixies darauf tanzen können.
Puck
Pucks sind den Pixies ähnliche Kreaturen aus Südengland. Pucks leben aber im Gegensatz zu Pixies in Harmonie mit den Feen. Pucks leben auch mit den Tieren des Waldes harmonisch zusammen und lieben es, Menschen, die im Wald wandern, harmlose Streiche zu spielen. Der Puck weist auch Ähnlichkeiten mit dem Urisk auf, und wie er spielt der Puck auch gerne Flöte. Der Puck in Shakespeare’s Ein Sommernachtstraum war aber eher ein Hobgoblin.
Rätsel Bestie
Die Rätsel-Bestie hat den Kopf eines Drachens und einen Leopardenkörper, der im hinteren Teil einem Löwen ähnlich sieht. Verschiedene Quelle beschreiben, dass sie Hasenpfoten oder Hirschhufe hat. Sie ist das Symbol für Anarchie und Inzest und erscheint mehrmals in Mallory’s Le Mort D’Arthur.
Red Cap
Der Redcap ist ein böswilliger kleiner Goblin, der seinen Namen einer roten Kappe und seinen feurigen Augen verdanken. Seine Kappe ist rot, weil er sie in das Blut seiner menschlichen Opfer taucht. Redcaps tragen eiserne Schuhe, die allerdings mit ihren Füßen verwachsen sind. Ansonsten sehen sie wegen ihres langen weissen Barts aus wie alte Männer. Sie bewohnen vorzugsweise Wachtürme, aber auch andere Plätze, von denen sie die Gegend gut überblicken können, damit sie ihre Opfer frühzeitig ausmachen können, die sie dann mit ihren adlerähnlichen Klauen töten. Es bedarf nur einiger heiliger Worte, um einen Red Cap zu vertreiben.
Riesen
"David rannte auf den Philister zu, schwang seine Schleuder und ließ Goliath einen Stein gegen die Stirn fliegen, die der Helm nicht bedeckte. Goliath stürzte und fiel aufs Gesicht. Auf diesen Moment hatte David gewartet. Er lief zu seinem niedergestreckten Feind, zog dessen Schwert und schlug ihm den Kopf ab."
Diese Geschichte aus dem Alten Testament ist nur eine der vielen Erzählungen darüber, wie ein normal gewachsener Mann einen Riesen mit List bezwingen kann. Goliath erreichte angeblich eine Höhe von dreieinhalb Meter, und sein Panzerhemd soll sage und schreibe 104 Kilogramm gewogen haben. Welch großer Held muß also der kleine David gewesen sein, der einst jenen furchterregenden Krieger zu Boden streckte?
Riesen verkörperten über Jahrtausende das Bild des mächtigen und kraftvollen "Supermannes". Nicht wenige Kulturen schrieben ihnen die Erschaffung der Erde zu, denn "primitive Völker" konnten sich nicht vorstellen, daß jemand anders als Riesen gigantische Ozeane, Gebirge und Schluchten mit ihren Händen zu formen vermochten. Auch verheerende Stürme und wolkenbruchartige Regenfälle wurden als das Werk göttlicher Riesen gedeutet, die an ihre Macht erinnern wollten.
Der englische Volksmund etwa kennt viele phantasievolle Erzählungen über die Entstehung von Hügeln, Tälern und anderen Landschaftsformen durch Riesenhand. So sollen Riesen oft Erdhügel umhergeworfen oder gewaltige Felsbrocken ins Meer geschleudert haben. Die Angelsachsen erwähnen in ihren Gedichten häufig Riesen, die vor ihrer Ankunft in England existiert haben sollen. Sie konnten es sich nicht vorstellen, daß die von den Römern errichteten Bauwerke - wie Tempel, Festungen und Aquädukte - von Menschen geschaffen wurden.
Auch die Deutschen hatten ihre Riesen. Man denke nur an den Berggeist Rübezahl des Riesengebirges, der nach der Sage in vielerlei Gestalt den Wanderern half und sich an Spöttern rächte. Oder an die vielen Riesen, die in Rheinsagen eine Rolle spielten. So soll ein Riese namens Tännchel die Felsen gesprengt haben, die das Wasser des Rheins zwischen Schwarzwald und Vogesen aufstauten. Und den letzten Riesen aus dem Odenwald hat angeblich Kaiser Maximilian höchstpersönlich bei einem mittelalterlichen Turnier in Worms am Rhein besiegt.
Offenbar benutzten Menschen die Riesenlegenden gern zur Erklärung vieler Naturphänomene und um ein unbewußtes Verlangen nach übermenschlicher Fähigkeit auszudrücken.
Vorstellungen von riesigen Wesen finden sich seit ältester Zeit und überall auf der Erde. Die Griechen der Antike sahen in den Giganten, Titanen, Zyklopen und Hekatoncheiren die Naturkräfte verkörpert. Letztere besaßen angeblich jeweils 50 Köpfe und 100 Arme. Das Alte Testament nennt außer dem bereits erwähnten Goliath die Enakiter und Amoriter als Riesen. Bei den Germanen waren die Riesen vor allem die Gegner der Götter, und führten mit anderen Dämonen (wie die Midgardschlange) den Weltuntergang herbei.
Nach der norwegischen Mythologie soll die erste lebende Kreatur der Riese Ymir gewesen sein. Von ihm stammen - so heißt es - sowohl die heutige menschliche Rasse als auch eine Riesenrasse ab. Die Indianer im Nordwesten der USA kennen Legenden über urzeitliche Riesen, die Menschen fraßen. In manchen Schilderungen besaßen die monströsen Gestalten sogar tierische Körperteile wie Füße aus Giftschlangen oder geschuppte Drachenschwänze.
Immer wieder aber besiegten Menschen einen Riesen. So berichtet eine englische Legende, daß eine auf der Insel lebende Riesenrasse von Brutus vernichtet worden ist. Brutus - nicht identitsch mit dem römischen Brutus - soll der Gründer des britischen Volkes gewesen sein. Die beiden letzten Riesen, Gog und Magog, wurden der Sage nach zu der gerade erst erbauten Stadt London gebracht, wo sie die Pforten des königlichen Palastes bewachen mußten.
In Japan wiederum vernichtete der heldenhafte Raiko mit treuergebenen Soldaten eine ganze Riesenbande, die in den Bergen angeblich Frauen angriff und deren Blut trank. Raikos Trick: Er ging mit seinen Soldaten als Affen verkleidet und bot ihnen einen Zaubertrunk an, der die Kerle schwächte.
Die Riesenlegenden wurden früher vielfach durch Funde beeindruckender Tierfossilien in Höhlen oder Flußbetten genährt. So deutete man Mammutüberreste in einigen Höhlen Siziliens als Knochen von Riesen. Große Knochen, die man in Flußbetten entdeckte, schrieb man mit Vorliebe dem heiligen Christophorus zu, der laut Legende das Christkind mitsamt Erdkugel auf seinen Schultern durch einen Fluß trug.
Schädelfunde ausgestorbener Zwergelefanten auf griechischen Mittelmeerinseln ließen die Sage von einäugigen Zyklopen (zu deutsch: "Rundauge") entstehen. Die Schädel hatten nämlich dort, wo der Rüssel ansetzt, ein großes Loch, das man für die Augenöffnung auf der Stirn eines Riesen hielt. Mit einem Kyklopen namens Polyphem hatte Odysseus, der König von Ithaka, seine liebe Mühe, bis er ihn schließlich überlisten und blenden konnte.
Roc
"All feathered things yet ever knowne to men,
From the huge Rucke, unto the little Wren;
From Forrest, Fields, from Rivers and from Pons,
All that have webs, or cloven-footed ones;
To the Grand Arke, together friendly came,
Whose severall species were too long to name.-- Michael Drayton/
(in englischem Original belassen)

Dieses Gedicht, geschrieben im 15. Jahrhundert, lässt einen fast an die wirkliche Existenz des Roc glauben. Es gibt überall auf der Welt Legenden über den Roc, der so groß war, dass er ganze Gruppen von Kindern, drei Elefanten oder auch Sinbad tragen konnte. Unser Wissen über den Roc (manchmal auch Rukh genannt) stammt aus Arabien oder China, z.B. aus den Geschichten Arabische Nächte und den Reisen des Marco Polo.
Der Vogel wird in den Arabischen Nächten von Sinbad als "... Vogel mit enormer Größe, stämmigen Körper und riesigen Flügeln ... und der Fähigkeit die Sonne mit seinem Körper zu verdecken...." beschrieben. Als Sinbad den Roc zum erstenmal sah, hielt er ihn für ein Gebäude. Marco Polo meint, dass die Flügelspannweite des Roc 15 Metern beträgt, wobei eine Feder schon 7 Meter lang ist. Erzählungen zufolge hat das Ei des Roc einen Durchmesser von circa 45 Metern.
Es gibt in den Arabische Nächte. vier Geschichten über den Roc. Zwei handeln von Abd Al-Rahman, zwei von Sinbad. In einer Geschichte rettet der Roc Sinbad, nachdem dieser mit seinem Schiff in Seenot kam. In einer der Geschichten mit Abd Al-Rahman zerstört der Roc jedoch Schiffe, indem er Steine auf sie fallen läßt.
Marco Polo bringt bei seinen Reisen nach Cathai (China) dem Khan von Cathai eine Feder des Roc als Geschenk. Marco Polo zufolge lebt der Roc in Madagaskar; Madagaskar war aber auch der Heimatort des Aepyornis maximus oder 'Elefantenvogel', welcher im 16. Jahrhundert entdeckt, jedoch ausgerottet wurde. Im Gegensatz zum Roc konnte dieser Vogel nicht fliegen.
Eine andere interessante Theorie über den Roc: er war es, der Steine (also Meteoren) vom Himmel fallen lies.
Es gibt noch viele andere Geschichten in denen ein Roc-ähnlicher Vogel vorkommt wie z.B. der Simurgh aus Persien, der Garuda aus Indien, der Donnervogel der nordamerikanischen Ureinwohner bis hin zum Phönix.
Rompo
Dieses Wesen bestand aus mehreren Teilen: dem Kopf eines Hasen, den Ohren eines Menschen, einem langen Körper und Schwanz, den Vorderpfoten eines Drachens und den Hinterläufen eines Bären. Es war ein Aasfresser.
Salamander
"Als ich so vier Jahre alt war, schickte mein Vater mich in den Raum in dem wir uns wuschen. Dort brannte in einem Offen ein Feuer das diesen Raum wärmte. Als ich jedoch in den Offen schaute, sah ich dort ein Echsenänliches Wesen das mitten in der heißesten Glut lag. Mein Vater sah es auch und rief nach meiner Schwester, zusammen wollten wir herausfinden was das für ein Wesen sei.
-- Benvenuto Cellini
Der Salamander (der Name kommt schätzungsweise aus dem Griechischen salambe was übersetzt heißt : 'Feuerplatz') wird oft als kleiner Drache oder als Echse gezeigt. Aber was ihn von Echsen oder gar Drachen unterscheidet ist das er ein Elementarwesen ist. Nach Aristoteles und Plinius brennt der Salamander, kann aber diese Flammen abdrehen oder verstärken wenn er einer Feind sah. Einigen Meinungen nach konnte der Salamander auch fremde Flammen löschen oder entfachen, auch Wasser konnte in Brand setzten. Auch soll der Salamander so giftig gewesen sein das man starb, wenn man eine Frucht von einem Baum aß, den eine Salamander berührte.
Die Grundlage für diesen Glauben liegt vielleicht daran das der Feuersalamander (welchen es ja wirklich gibt), ein Flammen-Ähnliches Muster auf seinem Körper hat.
Satyr
Satyros (auch Satyr) sind Naturdämonen der griechischen Sage. Die Satyren sind wilde, übermütige, lüsterne Wesen, wie die Silene halb pferdgestaltig dargestellt und von diesen nicht zu unterscheiden. Sie waren im Gefolge des Dionysos und wurden später oft als junge Schar einem alten Silen gegenübergestellt, der als ihr Vater galt.
Skorpion Mensch
Nach Sumerischen und Akkadischen Mythen ist der Skorpionmensch eine Geburt der Vereinigung von einer Viper, eines Drachen, einer Sphinx, einem Löwen, und einen Hund. Der Oberkörper ist der eines Menschen, der Unterkörper der eines Skropions. Es wird gesagt er sei der Bewacher von Babylon gewesen.
Schwarze Annis
Die Schwarze Annis lebt in den Mooren der schottischen Highlands. Sie sieht aus wie eine Hexe, hat aber blaue Haut und nur ein Auge mit stechendem Blick. Sie fängt Menschen, um sie zu essen. Die Knochen türmt sie vor ihrer Gruft auf, auf welchen sie dann normalerweise sitzt. Sind keine Menschen da, ißt sie auch Schafe oder Hirsche.
Schwarze Hunde
Arthur Conan Doyle beschreibt in seinem Roman Der Hund von Baskervill einen schwarzen Hund, ähnlich dem Schwarzen Hund wie er in englischen Legenden vorkommt. "...da stand das gräßliche Ding, ein großes schwarzes Biest, Umrisse eines Hundes aber dennoch um einiges größer als ein normaler Hund, den jemals ein menschliches Auge gesehen hatte." Es heißt, daß jemand, der einen dieser großen Hunde (so groß wie ein Kalb oder größer) sieht oder einen solchen anspricht dazu verdammt war, zu sterben. Die Augen eines solchen Hundes glühen im Dunkeln. In den schottischen Legenden der Cu Sith, oder in den Feengeschichten waren die Hunde auch als "Voraussagender Tod" oder als "Illness" bekannnt.
Seelenvogel
Enthalten in der griechisch-christlichen Lehre, von den Griechen übernommen aus der Lehre der Skythen, einem Nomadenvolk, das seinen Ursprung im heutigen Usbekistan/Turkmenistan hat. Vom 7. Jh. v. Chr. an vermischten sich die Vorstellungen der Skythen und Griechen, wobei u.a. der Seelenvogel übernommen wurde.
Der Seelenvogel ist eine Visualisierung der Seele als getrennte Instanz in der Leib-Seele-Dualität der späteren griechischen Philosophie.
Er stellt die Seele als fliegendes Wesen dar, das den Körper nach dem Tode verlässt und das sich in ekstatischem Zustand dem göttlichen nähern kann (schamanistische Verbindung).
Sefert
Sefert war der Bewacher von Osiris Körper. Er hatte einer Adlerkopf und den Körper eines Löwen.
Senmurv
In Persischen Legenden wird gesagt diese Wesen sei halb Säugetier und halb Vogel. Es wird gesagt er vereinigt in sich Erde, Luft und Wasser. Manchmal wird er auch mit dem Simurgh in Verbindung gebracht.
Shedu
Ähnlich dem Lamassu. Dieses Wesen aus den Assyrischen und Babylonischen Mythen hatte den Kopf eines Menschen, den Körper eine Stiers und Flügel. Er bewachte Tempel und Plätze.
Simurgh
Verwandt mit dem Roc und dem Phoenix. Dieser Vogel der 1700, 2000 Jahre alt wurde (manche meinen auch er sein Unsterblich) hatte sein Nest in dem Bäumen des Wissen. Er soll so alt gewesen sein das er die Zerstörung der Erde dreimal beobachtet hatt. Dieser Volgel der manchmal mit Menschenkopf gezeigt wird, war so groß das er eine Elefanten tragen konnte. Es ist bekannt das er Kinder entführte um sie zu bewachen und groß zu ziehen.
Ein Vogel mit dem gleichen namem wurde der Königin von Sheba zugesprochen. Er hatte Metallisch-Orange Federn, einen silbernen Kopf, ein menschliches Gesicht, vier Flügel, die Halskrause eines Geiers und einen langen Papageienschwanz.
Sirenen

Sirenen (griech. Sirenes) sind in der griechischen Sage die Töchter des Acheloos (oder Phorkys), Schadensdämonen, Mischgestalten aus Mensch und Vogel (meist mit Frauenkopf), mit übermenschlichem Wissen und der Gabe, das Wetter zu ändern. Sie betörten durch lieblichen Gesang die vorbeifahrenden Schiffer, die deshalb an den Klippen scheiterten und umkamen. Odysseus verstopfte auf den Rat der Kirke seinen Gefährten die Ohren mit
Wachs, ließ sich selbst am Mastbaum festbinden, und entging so dem Verderben. Orpheus übertönte ihren Gesang mit dem seinen. Sie Musen besiegten die Sirenen im Gesang, beraubten sie der Federn und trugen diese als Kopfschmuck. . Die Namen der Sirenen waren : Teles, Raidne, Molpe, Thelxiope, Parthenope, Lecosia, Ligia, and Aglaophonus.
Sirrush
Diese Babylonische Kreatur sah aus wie eine Schlange, mit einem furchteinflößenden Schlangenkopf, den Vorderpfoten einer Katze, und Vogelklauen an den Hinterfüßen.
Skylla
Skylla ist ein Meeresungeheuer, das mit Charybdis in einer Meeresenge lebte. Sie hatte zwölf Füße und sechs Köpfe mit schrecklichen Gebissen. Skylla fing alles was lebt und fraß es. Als Odysseus durch die Meeresenge kam, fraß sie sechs seiner Gefährten. Die Argonauten widerstanden mit Hilfe der Nereiden, der Gefahr der Skylla.
Sleipnir
Nach Nordischen Mythen war es das Pferd des Gottes Odin. Dieses Graue Pferd hatte acht Beine und lief schneller als der Wind. Es konnte beliebig in Asgard (Höhle), Midgard (Erde) und Walhalla (Himmel) reisen.
Sphinx
Die Sphinx ist Tochter der Echinda. Sie ist ein Ungeheuer mit Kopf und Brust einer Frau und geflügeltem Löwenleib. Sie lauerte bei Theben allen Vorübergehenden auf und verschlang sie, wenn sie das Rätsel nicht lösen konnten, wer zuerst auf vier, dann auf zwei und zuletzt auf drei Beinen gehe. Als Oidipus als Antwort "der Mensch" nannte, stürzte sie sich vor ärger in den Abgrund. 
Die Stymphalos Vögel
Der Sumpf von Stymphalos wurde von menschenfressenden Raubvögeln bewohnt, die von Ares großgezogen worden waren. Ihre Flügel, Krallen und Schnäbel waren aus Bronze und ihre Federn setzten sie als Pfeile ein. Herakles sollte sie im Auftrag von Eurystheus verscheuchen. Dabei half ihm Athena, die ihm eherne Klappern anbot, mit denen der Heros die Vögel aufscheuchte und sie dann im Flug mit Pfeilen abschoß. Die Tiere, die bei der Jagd entkommen konnten, flogen zum Schwarzen Meer und fanden dort Zuflucht auf der Ares-Insel.
sylph
Kommt aus dem Griechischen Wort für Schmetterling, Sylpha. Sylphs sind Luft Elementare.
Sz
Der Sz ist das Malaysische Einhorn.
Tengu
Ein Japanischer Geist mit großen Backen und einer großen Nase. Sie sehen aus wie die Mischung aus einem Menschen und einem Vogel. Aufgrund ihres bösen Charakters, spielen sie Menschen gerne böse Streiche. Sollte irgend jemand ihnen Streiche Spielen werden sie ziemlich ärgerlich.
Triton
Niederer Meeresgott, Sohn des Poseidon und der Amphitrite; von den Hüften ab fischleibig und mit Dreizack und Muschelhorn dargestellt, in künstlerischen Darstellungen auch vervielfacht (Tritonen). Im Gegensatz zu Meerjungfrauen sind Tritonen immer männlich.
Troll
Trolle sind Elementare Riesen. In Nordischen Mythen sind Trolle bekannt als nachtaktive, menschenfressende Kreaturen die in Höhlen leben . Sie sind im allgemeinen ziemlich Böse, so kämpfen sie auf der Seite der Riesen beim Raknorak. Diese Trolle verwandeln sich in Stein wenn sie an die Sonne kommen. Genau wie Zwerge verstehen sie sich gut auf das Schmieden von Metall, sind aber bei weitem blutrünstiger als Zwerge. Es gibt aber noch einen Zweiten Troll der sich nur gering von dem Ersten unterscheidet: Er nicht nicht aus Stein und sieht eher wie ein kleiner (ca "nur" 3 Meter), gut beharrter Riese aus. Manche dieser Trolle sind überraschend Klug, teilweise auch friedlich, was aber eher die Ausnahme ist.
Tuatha De Danann
Aus en Irischen übersetzt heißt Tuatha De Danann, Kinder den Gottes Danu. Sie sind wahrscheinlich die wichtigsten Feen die es gibt. Monarchen beherrscht sie und sie hatten Magische Fähigkeiten. Die Tuatha de Danann wanderten nach Irland und nahmen denn Lia Fail (Stein des Schicksals), den Speer ihres Kriegergottes Lug, das Schwert von Nuadu, und den nie versiegenden Kessel des guten Gottes Dagda mit. Sie verbannten die Firbolgs und besiegten den dämonischen Fomorian. Viele Jahrhunderte später besiegten die Milesians die Tuatha und trieben sie in ihre Heimatwelt, Tir nan Og, zurück. Zurück in ihrer Heimat, beschäftigten sie sich weiter mit der Magie. Vielleicht stammen alle Feen von den Tuatha ab
Typhon

Sohn der Gaia und des Tartaros (oder von Hera allein geboren), mit 100 Schlangenköpfen, zeugte mit Echinda Ungeheuer wie den Zerberus, den Orthus, die Hydra, die Chimäre und die Sphinx. Als Typhon gegen Zeus aufstand, wurde er besiegt und in den Tartaros geworfen. Über ihn wälzte Zeus den Ätna. Typhon verkörperte die zerstörenden Naturkräfte (besonders den Vulkanismus).
Vampire
Auf der ganzen Welt gibt es Vampire. Trotz ihrer vielfältigen Ausprägungen besitzen sie einige Fähigkeiten und Eigenschaften, die überall übereinstimmen. Der Name "Vampir" stammt jedenfalls aus dem Slawischen, die Bedeutung schwankt zwischen "Fliegendes Wesen", "Trinken/Saugen" und "Wolf/Werwolf". Mit einem "y" geschrieben gelangte der Name zwischen 1725 und 1732 in den Westen. Aber erst in der gegen die Aufklärung gerichteten Bewegung der Romantik wurde der Vampir aus den Dorffriedhöfen in die Adelssalons und in die bürgerlichen Wohnstuben gebracht. Er gewann schnell an Attraktivität und Popularität. Er gehört den ältesten Geschlechtern an, ist unsterblich, elitär und immun gegen alle Nöte und Krankheiten, denen die Normalsterblichen ausgeliefert sind. Überall strebt der Vampir danach, lebenden Wesen die Energie durch lebensnotwendige Säfte abzusaugen, um so den eigenen Hunger zu stillen und die Schattenexistenz zu verlängern. Dem Blut als lebensspendendem und lebenserhaltendem Saft werden seit jeher übernatürliche und mystische Eigenschaften zugeschrieben. Blut zu verlieren bedeutet einen Verlust an Lebenskraft; Blut zu erhalten bedeutet Heilung und neues Leben.
Das Verlangen des Vampirs nach Blut ist in der Literatur ein allgegenwärtiges Thema. In Bram Stokers "Dracula" tritt der Graf zuerst als Greis auf, wird aber im Verlauf der Geschichte dank des Blutes der Lebenden zusehends jünger. Die Vampire der neueren Literatur kommen anscheinend mit weniger Blut aus, und manche, meist die schon sehr alten, zapfen Lebende nur an, um sich das Vergnügen eines besonders delikaten Mahls zu gönnen. Wenn eine von Blutarmut betroffene Person gleichzeitig den Tod eines Angehörigen zu beklagen hat, unter Alpträumen oder nervöser Erschöpfung leidet oder eine unerklärliche Aversion gegen gewisse Pflanzen, Sonnenlicht oder Kruzifixe an den Tag legt, empfiehlt es sich, sie auf Bisse am Hals zu untersuchen. Wenn ein Vampir den Schatten eines Menschen aufleckt, muß dieser bald darauf sterben. Wer sich mit Knoblauchsaft einreibt, ist vor den Nachstellungen gefeit. Das Durchtränken des Grabes mit Weihwasser, geweihtem Öl, Wein oder Essig in großen Mengen, kann Wirkung zeigen. Der Floh, auch ein Blutsauger, galt als Vampirwesen, das Plagen, vor allem die Pest, verbreitete. Tatsächlich überträgt er die Seuche von der Ratte auf den Menschen. Ähnliches gilt für Stechmücken! In Bayern war es Brauch, frisch Verstorbene einige Tage lang in besonderen Häuschen aufzubewahren; damit wollte man sichergehen, daß sie nicht etwa nur scheintot oder gar im Begriff waren, sich in Wiedergänger zu verwandeln. Solche Beinhäuser, übelriechend und oft Brutstätten von Krankheiten, wurden von den Menschen als unheimliche, von allerlei dunklen Mächten bevölkerte Orte gemieden, was sie zu einem idealen Aufenthaltsort für Vampire machte. Um zu verhindern, daß Verstorbene sich in Wiedergänger verwandeln, bestattete man sie manchmal mit dem Gesicht nach unten.
Vielleicht stammt diese Sitte aus der Vorstellung der Kelten, daß man einen Menschen, der die jenseitige Welt zu betreten sich anschickt, in die "richtige Richtung" drehen müsse. Wenn eine "aswang" (eine der vielen Vampirspezies auf den Philippinen) den Schatten eines Menschen aufleckt, muß dieser bald darauf sterben. Wer sich mit Knoblauchsaft (!) einreibt, ist vor ihren Nachstellungen gefeit. Die Roma hängen ein Fischernetz vor die Tür, damit der Vampir erst einmal die Knoten zählt, ehe er sein Opfer sucht. In Indien bekommen die Toten ein Wollknäuel mit, das sie erst aufdröseln müssen. Bulgaren und Russen treiben den Vampir mit einer Ikone in die Enge, bis ihm nur übrig bleibt, in eine Flasche zu schlüpfen, die dann mit einem Stückchen der Ikone versiegelt und ins Feuer geworfen wird. - Wenn keine Ikone und kein Kruzifix zur Hand ist, so läßt sich auch aus zwei Stöcken, Schwertern oder ähnlichem ein Kreuz als Waffe gegen die Vampire improvisieren. Seine Macht liegt allein in der Symbolik und im festen Glauben dessen, der es anwendet. Gegen jüdische, islamische oder hinduistische Vampire nützt es natürlich nichts. Knoblauch ist seit alters her nicht nur Gewürz und Konservierungsstoff, sondern auch Arznei. Knoblauch ist praktisch überall verfügbar, billig, haltbar und selbst für Leute, die nicht an Vampire glauben, sehr gesund. Überall auf der Welt schreibt man ihm die Macht zu, das Böse zu bannen.
Absurderweise steckte man in den slawischen Ländern den Verstorbenen Knoblauchzehen in Mund, Ohren und Nasenlöcher, um sie vor dem Eindringen von Dämonen zu schützen! - Oder um Scheintote zum Leben zu erwecken? Im Westen pflegte man dem Toten einen Zitronenschnitz zwischen die Zähne zu legen - man "gab ihm Saures"! Die Sonne erweist sich in unserem Jahrhundert als sehr wirksames Mittel zur Vampirbekämpfung. Noch Dracula war zweimal am hellichten Tage erschienen. Seit der Erfindung des "Lichtspiels" - schon 1922 in Murnaus "Nosferatu, Symphonie des Schreckens" - werden Vampire jedoch vom zartesten Sonnenstrahl dahingerafft. Ganz deutlich wird dadurch, daß die Macht der Finsternis schlußendlich der positiven Kraft des Lichtes unterliegt.
Der Spiegel reflektiert das Bild der Seele. Da die Bösen keine Seele haben, haben sie kein Spiegelbild. Graf Dracula wirft den Rasierspiegel seines Gastes Jonathan Harker kurzerhand zum Fenster hinaus, damit dieser nicht sofort erkennt, mit wem er es zu tun hat.
Volkh
Der Volkh ist der gestalltenwechselnde Wächter von Kiew. Er erscheint meist als Insekt oder Tier und verkörpert die Magische Energie.
Wechselbälge
Wechselbälge sind Feen, die den Platz von gestohlenen Kindern einnehmen. Diese Kinder sind meist deformiert. Eine Fee zieht dann das Menschenkind groß, bis der Wechsebalg zum Lachen gebracht oder so sehr gequält wird, daß die Fee es wieder austauschen will. Auch in China und bei den Ureinwohnern von Nordamerika gibt es ähnliche Legenden.
Werwolf
Die Gestalt des Werwolfs ist keine rein europäische Erfindung. Er kommt in allen Kulturen vor, von den amerikanischen bis zu den afrikanischen Ureinwohnern. In Indien nennt man sie Rakhasa, oder Wertiger. Der traditionellen Vorstellung nach sind Werwölfe Menschen, die sich in wilde Bestien verwandeln und dies meist nicht kontrollieren können. Bevorzugt verwandeln sie sich bei Vollmond, und die einzige Waffe, die gegen sie hilft sind silberne Waffen da die Reinheit diese Metalles ihnen Schmerz zufügt, sie schwächt und sogar tötet.
Die Menschen können nur schwer mit den seelischen Verletzungen des Krieges umgehen. Das wußten auch die Wikinger (und viele andere Völker), diese haben sich daher Wolfsfelle übergezogen bevor sie aufs Schlachtfeld gingen. Und begaben sich durch bestimmte Rituale in das sogenannten Berserkerstadium oder die Berserkerwut. Dies ist in Dutzenden von nordischen Liedern und Gedichten geschildert. Im Berserkerstadium hatten sie keine menschlichen Gewissensbisse, ihre animalische Seite war völlig nach außen gekehrt. Es wird berichtet, das sie viele Menschen mit bloßen Händen töteten. Nach der Schlacht sackten sie völlig erschöpft im Wald zusammen und wachten erst nach einigen Stunden wieder auf. Es kam häufig vor, das sie sich nicht an die Zeitspanne zwischen der "Verwandlung" und dem Erwachen erinnern.
Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb man Menschen Werwölfe nannten. Es gibt auch eine psychiatrische Krankheit (Lykanthrophie), in der Leute mit mörderischer Veranlagung, ihren Trieb zu töten einem Tierwesen zuschreiben über das sie keine Kontrolle haben (z.B. dem Wolf). Sie übergeben die Verantwortung also an ihr animalisches Ich weiter, und können somit ihr Gewissen beruhigen. Diese Menschen können sich soweit in ihre Wahnvorstellung hineinsteigern, bis sie irgendwann wirklich sich nur noch als Tier betrachten. Ein sehr gut detaillierter Fall hierzu ist der des franz. Jungen Jean Grenier. Dieser gestand eine ganze Reihe blutiger Morde, unter dem Vorwand, das ein Mann namens Pierre Labourant ihm einen Trank verkauft habe, der ihm die Möglichkeit gab sich in einen Wolf zu verwandeln und seinen perversen Trieben nachzugehen. Zu seinen Opfern zählten fünf junge Mädchen, die er bestialisch hinrichtete und zum Teil auffraß. Zuerst glaubte man dem noch nicht mal 18-jährigen Jungen kein Wort, aber seine genaue Beschreibung der Opfer und wie er sie hinrichtete ließen dem Richter nur den Schluß, daß er es getan haben mußte. Er verurteilte dem Mörder zu lebenslanger Haft im Kloster. Nach einigen Jahren traf der Richter durch Zufall den Inhaftierten wieder. Dieser war nun völlig zu einem Wolf "mutiert". Er knurrte wenn man ihm zu nahe kam und heulte am Abend. Er konnte mit seinen Taten nicht fertig werden, daher schob er die Verantwortung an sein anderes Ich ab, und wurde zum Werwolf.
Mit der Zeit wurde diese Krankheit oder auch Verdrängung (wie bei den Wikingern) zu einer Legende umgewandelt. Ein Mensch geht in den Wald, sucht sich einen abgebrochenen Baum, schlägt einen Dolch hinein und sagt einige Zaubersprüche auf. Danach tanzt er um dem Baum, seine Haut platzt auf und das darunterliegende Wolfsfell kommt zum Vorschein. Er tötet wehrlose Opfer und kann nur mit Silberkugeln, Salz und Ähnlichem erledigt werden.
Und hier noch ein kleines Gedicht das ich irgendwo gefunden habe . ;)
Der Werwolf
Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind, und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: 'Bitte, beuge mich!'
Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:
'Der Werwolf', - sprach der gute Mann,
'des Weswolfs, Genitiv sodann,
'dem Wemwolf, Dativ, wie man's nennt,
'den Wenwolf, - damit hat's ein End!'
Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
'Indessen,' bat er, 'füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!'
Der Dorfschulmeister aber musste
gestehn, dass er von ihr nichts wusste
Zwar Wölfe gäb's in grosser Schar,
doch, 'Wer' gäb's nur im Singular
Der Wolf erhob sich tränenblind -
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.
Wyvern
Taucht oft in der Heraldik auf. Die Wyvern ist ein Schlangen ähnlicher Drache mit Flügeln. Sie hat zwei Beine mit Krallen wie ein Adler. Der Schwanz der Wyvern ist mit einem Widerhaken versehen. Die Wyvern symbolisiert Krieg, Pest, Neid und das Laster.
Yale
In deinem achten Buch über die Geschichte der Natur, beschreibt Plinius den Yale als eine Schwarze Kreatur mit der Größe eines Nilpferdes und Hörnern . Diese Hörner lassen sich einfach abnehmen was der Yale aber nicht gerne macht.
Yama-Uba
Ein weiblicher Berg-Dämon, mit dem Aussehen einer Frau mit langen Harren. Sie kann ihr Haar ich Schlangen verwandeln womit sie Menschen einfängt, um sie dann in ihren Mund, der oben auf dem Kopf ist, zu führen.
Yeck
Ein kleiner formen-wechselnder Geist aus Indien, der Yeck erscheint immer als kleine haarige Kreatur, mit einer kleinen weisen Mütze. Es sind Starke Kreaturen, stark genug um Berge zu tragen. Sie lieben es Menschen in totale Verwirrung zu treiben. Wenn ein Mensch ihnen ihre weise Mütze stiehlt, hat er die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen.
Yuki Onna
Die Yuki Onna, oder Schnee Frau, ist ein weiblicher Japanischer Dämon. Sie lebt ihn Schneestürmen und bringt Wanderer dazu sich zu verirren. Vielleicht erfriert Sie auch manchmal die Wanderer mit ihren Kalten Atem.
Zerberus
Zerberus (Kerberos) ist der Name des schrecklichen Höllenhundes, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Der Sage nach handelt es sich um ein gewaltiges hundeähnliches Geschöpf, daß jedoch drei Köpfe besitzt. Jedes der drei Mäuler verfügt über schreckliche Reißzähne. Zerberus verwehrt jedem den Zutritt in die Unterwelt, der dort nicht hingehört und diejenigen, die an diesem Ort verbleiben müssen, läßt er nicht hinaus. Nur wenigen Helden ist es bisher gelungen, Zerberus auf die eine oder andere Art zu besänftigen oder kurzfristig zu überlisten. Denn der Herr der Unterwelt selbst hat das Ungeheuer mit besonderen Kräften ausgestattet, die es ihm erlauben auch den meisten Göttern zu widerstehen. Der Zerberus kann in Virgils Aeneis (Buch 5), Homers Odyssee (Buch 11), Pausanias Beschreibung von Griechenland (Buch 2) und Hesoids Theogony gefunden werden.
Zecrops
Dieser legendäre erste König von Athen hatte den Körper eines Menschen und den Schwanz eines Drachen . Die Mythen um Zecrops können im Buch 5 von Virgils Aeneis, im Buch 11 von Homers Odyssee, im Buch 2 von Pausanias Beschreibung von Griechenland, und in Hesiods Theogony nachgelesen werden.
Zentaur

Diese bekannten Figuren stammen aus der griechischen Mythologie. Dort werden sie als zur Hälfte Mensch und zur Hälfte Pferd beschrieben. Aber es gibt noch viele andere Variationen von ihnen. Manche hatten auch den kompletten Körper eines Menschen (mit Beinen) und nur den hinteren Teil eines Pferdes. Eine andere Variation gibt dem Zentauer Flügel. Und wieder andere Variationen schließen den Onozentaur, den Buzentaur, und den Leontozentaurs mit ein. Die Zentauer-Population soll von Trunksucht und Gewalt abhängig gewesen sein. Fakt ist, daß es Zentauren schon vor den griechischen Göttern gab.


Zetus
Das Seemonster Zetus wurde von den Göttern erschaffen. Die Legende lautet folgendermaßen: Cassiopea und ihre Tochter Andromdea dachten, daß sie schöner wären als die Götter. Als Rache band Poseidon Andromeda an einen Felsen, um sie vom Zetus fressen zu lassen. Perseus sah das Mädchen, verliebte sich sogleich in sie, rettete sie von dem Monster und verwandelte Zetus mit der Hilfe des Kopfes der Gorgone Medusa in einen Stein.
Zrocotta
Nach Plinus ist der Zrocotta ein Mischung aus einem Wolf und einem Hund und in Äthiopien zu finden. Es heißt, daß er mit seinem Gebiss alles knacken und auch alles essen kann. Ziemlich sicher meinte Plinius damit eine Hyäne, da diese ebenfalls kräftige Kiefer hat.
Ziz
Dieser Vogel von enormer Größe wurde im Buch der Palme erwähnt, dieser Vogel hat Ähnlichkeit mit dem Roc und ist so groß und mächtig das er die sonne mit seinen Flügeln verdunkeln kann. Es wird gesagt das er erschaffen wurde um alle kleinen Vogel zu beschützen, die ohne ihn schon lange tot wären. Der Ziz ist koscher bei den Juden. Es wird gesagt das er mit dem Behemoth und dem Leviathan das Ende der Welt herbeiführen wird.
Zwerg
Zwerge sind kleiner als Menschen, in der Regel aber breiter, untersetzt und sehr stark. Sie leben meist unterirdisch und sehen auch in der Nacht sehr gut. Charakteristisch für sie ist ihr starker Wille und ihre Abneigung gegen Elfen, weil diese ihnen zu sauber sind. Sie lieben Gold und Edelsteine und häufen gerne Reichtümer an. Außerdem verstehen sie sich gut auf das Schmieden von Eisen und auf Bergbau. Sie sind nicht sehr reinlich, so daß sie eine "Zwergenduftaura" umgibt. Zwerge tragen Bärte und sind stolz darauf. Ein Zwerg ohne Bart gilt als entehrt. Auch sind Zwerge für ihre Starrsinnigkeit, für ihre Kampflust und für ihr hohes Alter bekannt. Wo nun genau die Legende der Zwerge herkommt, weiß keiner genau zu sagen.