Ernährung
Die Ernährung spielt für unsere Gesundheit eine ebenso zentrale Rolle wie für die Gesundheit unserer Tiere. Damit Ihr Hund gesund und munter bleibt, sollte er vom frühesten Alter an ein geeignetes Futter erhalten. In der Tierernährung hat die Wissenschaft in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Heute sind Fertigfutter im Handel, die vom Welpen- bis ins Seniorenalter eine perfekt ausgewogene Nährstoffzusammensetzung bieten.
Der Nährstoffbedarf eines Welpen hängt von seinem Wachstum ab. Zunächst nehmen Welpen sehr rasch an Gewicht zu, ab einem Alter von 4 bis 6 Monaten verringert sich die Gewichtszunahme (4 Monate bei kleinen Rassen und 6 Monate bei großen Rassen) Und wie bei so vielen Dingen im Leben können Überfluss und Mangel gleichermaßen schädlich sein. Ist ein Welpe zu dick,so besteht die Gefahr, dass dies in späteren Jahren ebenfalls so sein wird.Übergewicht prädisponiert insbesondere großwüchsige Hunde für Knochen- und Gelenkerkrankungen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihren Welpen regelmäßig wiegen, um zu überprüfen, ob seine Gewichtszunahme nicht zu rasch erfolgt. Der Nährstoffbedarf eines Hundes hängt von seinem physiologischen Status (Wachstum von Welpennahrung wechselnoder Adultphase, Trächtigkeit Sie dann auf Futter für ausgeoder Laktation) und von seinem Geschlechtsstatus (kastriert oder unkastriert) ab. Fertigfutter deckt den Bedarf der jeweiligen Lebensphase, egal ob Dosen- oder Trockenfutter. Hunde benötigen Futter, das Proteine (Eiweiß), Kohlenhydrate (Zucker), Lipide (Fett), Vitamine und Mineralstoffe enthält. Proteine sind die Bausteine des Körpergewebes, Kohlenhydrate und Fett liefern Energie.
Welpen brauchen zum Wachstum relativ mehr Protein und für den Energiestoffwechsel relativ mehr Fett als adulte Hunde. Während der Welpe sich zum ausgewachsenen Hund entwickelt, verändert sich auch zugleich sein Nährstoffbedarf, d.h. Welpennahrung wechseln Sie dann auf Futter für ausgeweachsene Hunde. Bewegungsmuffel oder kastrierte Hunde können mit dem normalen Futter für erwachsene Hunde eventuell zunehmen, für sie wurden spezielle Futter mit geringerem Energieangebot entwickelt. Am besten lassen sich von von Ihrer Tierärztin/Tierarzt beraten.
Fertignahrung oder Selbst gekochtes Futter?
Wir können zwischen zwei verschiedenen Hundefutterarten wähen: selbst gekochtes Futter und Fertigfutter. Das Futter nahmhafter Hersteller basiert auf wissenschaftlich erwiesenen Standards der Nährstoffzusammensetzung.
Selbst Kochen!
Es gibt immer Menschen, selbst gekochtes Futter? die von den Vorteilen eines Fertigfutters nicht zu überzeugen sind und es vorziehen, das Futter für ihre Tiere selbst zuzubereiten. Essenzielle Proteine, Kohlenhydrate, Lipide, Vitamine und Mineralstoffe müssen bedarfsgerecht vorhanden sein. Ihre
Tierärztin/Ihr Tierarzt kann Sie beraten. Vorsicht: Unerkannte Mängel bei der Selbstzubereitung können manchmal schwerwiegende Probleme verursachen. Hundefutterhersteller bieten für Welpen eine auf die Größe der Rasse zugeschnittene Produktpalette an.
Diese Futtersorten sind perfekt ausgewogen, d.h. es muss nichts zugefüttert werden.
Sie haben die Wahl zwischen Trocken-und Feuchtfutter (Dosen), wobei das erstere häufig bequemer und preiswerter ist. Ganz gleich was Sie bevorzugen, stellen Sie immer sicher, dass Ihr Welpe stets Zugang zu frischem Wasser hat. Das Angebot an Fertigfuttermitteln basiert auf dem Qualitätsprinzip: Bei der Tierärztin / beim Tierarzt sind Futtersortenin „Premium” und „Super-Premium”-Qualität erhältlich. Diese qualitativ besonders hochwertigen Produkte sind auf den ersten Blick manchmal etwas teurer als andere, doch im Hinblick auf die Gesundheit und Fellbeschaffenheit sind sie ihren Preis wert. Die Preisdifferenz beruht vorwiegend auf der Qualität der verwendeten Rohstoffe, speziell der Proteine. Außerdem sind diese Produkte sehr wohlschmeckend, so dass Ihr Welpe diese mit Begeisterung aufnehmen wird. Viele Tierbesitzer überlegen, ob sie das Futter Ihres Lieblings
nicht variieren sollten. Die Antwort lautet: „Nein”. Hunde brauchen keine Abwechslung und sind ganz zufrieden, lebenslang das gleiche Futter zu fressen. Und nicht nur das, plötzliche Futterumstellungen können zu Magen-Darm-Verstimmungen führen. Die tägliche Menge ist in der Regel auf der Packung angegeben. Sie sollten aber das Gewicht Ihres Welpen dennoch
regelmäßig überprüfen und die Futtermenge entsprechend der in der Tabelle aufgezeichneten Kurve des Idealgewichtes anpassen.
Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt kann bei der Auswahl des richtigen Futters für Ihren Welpen behilflich sein.
Fütterungsgewohnheiten
Für einen ausgewachsenen Hund ist eine Mahlzeit pro Tag ausreichend. Bei Welpen sollte man mit 4 Mahlzeiten pro Tag beginnen und diese mit der Zeit langsam verringern. Vorsicht mit Leckerlis! Idealerweise sollte Ihr Welpe ausschließlich sein eigenes Futter erhalten. Aber manchmal ist es schon sehr schwierig, keine zusätzlichen Leckereien zu geben. Wenn Sie dies tun, dann bitte keine Süßigkeiten, besser sind für ihn so genannte „Hundeleckerlis”. Außerdem sollten Sie Ihrem Welpen
nicht erlauben, bei Tisch zu betteln. Nicht nur aus Ernährungsgründen, sondern auch aus erhaltensgründen, denn eine Mahlzeit zu teilen ist im Rudel ein Zeichen von Dominanz. Hunde sollten getrennt von ihren Besitzern und niemals während der eigenen Mahlzeit gefüttert werden.
quelle:www.frontline.com