Zecken!

Vorkommen und Befall

Ein Irrglaube, woher er auch immer gekommen sein mag, hat sich festgesetzt: die Zecke läßt sich wie ein lauernder Vampir von den Bäumen fallen, sobald ein leckeres Opfer sich in der Fall-Linie befindet. Das stimmt so nicht. Zecken leben in Bodennähe. Sie lauern auf Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Auch im eigenen Garten, auf Wiesen, in Parks und Feldrainen sind sie anzutreffen. Sie setzen sich durch Vorbeistreifen an Sträuchern oder Gebüsch in Wald und Flur, im Grünen auf unsere Kleidung bzw. auf das Fell des Hundes. Von dort aus suchen sie sich eine warme Stelle, wo sie sich festhalten. Sie betäuben die Stelle mit einem Biss, erst dann stechen sie zum Blutsaugen zu. So erklärt sich auch, wieso der Biss weder vom Tier noch vom Hund bemerkt wird. 
Zecken benötigen für ihre Entwicklung Blut von Säugetieren, z.B. Igel, Mäuse, Rehe, aber auch das Blut von Menschen ist ihnen willkommen. 
Diese Entwicklung läuft in mehreren Stadien ab, wobei für jede Weiterentwicklung eine Blutmalzeit erforderlich ist. 

Larve, Nymphe und ausgewachsene Zecke sind dabei mit blossem Auge kaum zu unterscheiden - spielt an sich auch keine Rolle, ausser dass die Infizierung mit den Borelliose-Bakterien von Stadium zu Stadium prozentual zunimmt und damit auch die Übertragungsgefahr auf Mensch und Tier grösser wird. 

Ein weiterer Irrglaube bezieht sich auf das jahreszeitliche Vorkommen von Zecken. Zecken kann es das ganze Jahr geben, wenn die Temperaturen entsprechend sind. Die Zecke kennt nämlich keinen Kalender. Alles was sie braucht sind etwas anhaltende Temperaturen von mindestens +5 Grad Celsius in Bodennähe, und schon kann sie ihre Aktivitäten entwickeln. Solche Temperaturen sind natürlich am wahrscheinlichsten in den Monaten März bis Oktober, wodurch sich hier auch der Zeckenbefall vermehrt zeigt. 

Vorbeugung gegen Zeckenbefall

Natürlich ist die einfachste Methode der Vorbeugung die Vermeidung von Gebieten, in denen Zecken sich typischer Weise aufhalten. Also z.B. Gebüsche, hochwachsende Gräser etc. Aber das lässt sich natürlich nicht immer vom Spaziergang ausschliessen. 

Zur Verminderung des Infektionsrisikos aber sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gründlich abgesucht und von den drei bis vier Millimeter großen, schwarz oder braun gefärbten Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht, sind sie oft mehrere Stunden auf der Wirtsoberfläche unterwegs, um eine geeignete Ansaugstelle zu finden. Bevorzugt werden gefäßreiche, dünnhäutige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achsel. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken können noch erfolgreich an der Erregerübertragung gehindert werden. Die Speichelsekretion beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen.  

Neben der manuellen Zeckenabwehr kommen in der tierärztlichen Praxis speziell gegen Zecken gerichtete Wirkstoffe zur Anwendung. Diese Arzneimittelzubereitungen in Form von Halsbändern,Puder, Spray, Tropflösung oder Badeflüssigkeit können Haustiere in zeckenreichen Arealen wirksam schützen. Sogenannte Hausmittel sind nicht immer zuverlässig, können aber unterstützend bei der Vorbeugung sein. Am bekanntesten ist hier der Einsatz von Knoblauch, entweder in Form von Futterzugabe (pulverisiert oder klein gehackt) oder auch als 'Parfüm' in Form von Einreiben mit einer Mischung aus Wasser und Knoblauchpulver. 

Wer mit seinem Hund eines der Mittelmeerländer, Norditalien, die Südschweiz oder Ungarn bereisen will, sollte die Zeckenbekämpfung ganz oben auf den Urlaubsplaner setzen. In diesen Ländern wird der Erreger der Babesiose durch Zecken übertragen. Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit dem Erreger der Ehrlichiose möglich. 

Wie werden Zecken entfernt? 

Wenn Sie eine Zecke entdecken, so können sie diese auf folgende Weise entfernen: 

Ergreifen Sie die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenzange (in Apotheken erhältlich) so nahe an der Haut wie möglich. Versuchen Sie nicht, die Zecke mit den Fingern zu fassen, auch wenn sie groß genug dazu erscheint. Das Quetschen der Zecke, vor allen Dingen des Hinterleibes, führt dazu, daß erregerhaltige Flüssigkeit direkt in die Bisswunde gedrückt wird. Ziehen Sie die Zecke mit einer leichten Drehbewegung, langsam und gleichmäßig heraus. 
Tupfen Sie die Stelle mit einem Desinfektionsmittel, wie Jod oder Alkohol, ab. Wenn Sie Teile der Zecke nicht entfernen konnten, suchen Sie sofort den Tierarzt auf. Wenn Sie Angst haben die Zecke zu entfernen, suchen Sie ebenfalls den Arzt auf. 

Wichtiger Hinweis: 

Vergessen Sie alle früher angewendeten Mittel zum Entfernen einer Zecke, z.B. mit Oel beträufeln oder mit Uhu-Klebmittel verkleben. Die Zecke bekommt Angstzustände und erbricht ihren Darminhalt mit evtl. Borrelien-Bakterien in die Bißstelle. 

A c h t u n g :

Wenn sich nach einem Zeckenbiß eine ringförmige Rötung zeigt, sofort den Arzt aufsuchen. Die Rötung ist ein eindeutiger Hinweis auf eine Borrelien-Infektion. Hier ist vorsorglich eine Antibiotika-Therapie angesagt. 

Vorbeugung gegen Barreliose

 

Ausnahmsweise ist der Hund einmal im Vorteil gegenüber dem Menschen: Für ihn gibt es nämlich einen Impfstoff gegen Borreliose - für den Menschen immer noch nicht. 

Geimpft werden können sowohl erwachsene Hunde - einschließlich trächtiger Hündinnen - als auch Welpen (ab 12. Lebenswoche). 

Erstimpfung 
Um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muß Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden. 

Der optimale Impfzeitpunkt 
liegt in der kalten Jahreszeit (von Oktober bis Februar). Dadurch wird rechtzeitig vor dem Aktivwerden der Zecken ein Impfschutz aufgebaut. Ein Impfbeginn ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich und sinnvoll. 

Wiederholungsimpfungen 
Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muß Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sind ebenfalls in jährlichem Abstand fällig. 

Bei besonders hohem Infektionsrisiko, z.B. häufiger Aufenthalt in zeckenreichen Gebieten für Zecken besonders 'attraktiver' Hund Jagdgebrauchshund wird empfohlen, den Impfschutz halbjährlich aufzufrischen (zusätzliche Mittsommerimpfung).


Zecken als Infektionsüberträger  
 

  


Flöhe!
Selbstgemachtes Anti-Floh Bad  
 

Es wird an verschiedensten Stellen immer wieder darauf hingewiesen, daß Flöhe eine der Möglichkeiten sind, um allergische Reaktionen auszulösen.Oft wird dann zur chemischen Keule gegriffen, was aber bei sowieso empfindlichen Hunden genau das Gegenteil bewirken kann. 
Die Flöhe ist man vielleicht los, aber ansonsten hat man den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben. 
Jeri Jennings von den NorthStar Dalmatinern (USA) hat da eine interessante Alternative entwickelt und nach eigenen Angaben erfolgreich angewendet: Anti-Floh Bad aus Zitrus-Früchten. 

Ich habe das Rezept übersetzt und stelle es hier zur Verfügung. 
Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert. Erfahrungen willkommen! 
Das Original finden Sie in den
Dotters-Seiten 

Selbstgemachtes Anti-Floh Bad 

Quelle von Jeri Jennings  


  Man nehme mehrere Zitrusfrüchte. Orangen, Zitronen, Grapefruit, Limonen, sie wirken alle, und ich habe sie auch in Kombinationen angewandt. 
Pressen Sie den Saft aus (frischer Orangensaft ist eine herrliche Sache). Es ist vielleicht eine gute Idee, das Fruchtfleisch zu entfernen, aber das ist zusätzliche Arbeit, und ich gebe mich damit nicht ab. 
Geben Sie alle ausgepressten Schalen in einen großen Topf und füllen mit Wasser auf. Zum Kochen bringen, dann die Hitze herunterdrehen und für mehrere Stunden köcheln lassen. Ich habe auch schon ganz abgeschaltet, wenn ich aus dem Haus mußte, und danach wieder eingeschaltet. 
Wenn die Schalen schön welk und weich sind werden sie abgeschöpft und mit dem ausgepressten Saft so fein wie möglich zerstampft. Geben Sie diese Masse zurück in den Topf und lassen Sie wieder für ein paar Stunden köcheln, und lassen Sie die Flüssigkeit etwas reduzieren. 
Abkühlen lassen und durch ein feines Sieb oder Seihtuch geben, um das Fruchtfleisch zu entfernen. 
In Flasche(n) abfüllen und kühl stellen. Falls es mehr als eine Flasche gibt, kann es innerhalb einer vernünftigen Zeit immer noch verwendet werden. Es läßt sich auch gut einfrieren und ist nach dem Auftauen wieder voll wirksam (denken Sie daran: dieser Stoff hat keine Konservierungssstoffe). 
Wir geben dem Badewasser unseres Hundes etwa eine viertel Tasse zu, wenn wir das Shampoo ins Wasser einmischen. 
Es hat bei unserern Hunden nie irgendwelche Probleme gegeben,  es verfärbt das Fell nicht, ist nicht klebrig und tötet die Flöhe bei Kontakt. 
Ich glaube aber kaum, dass es eine nachhaltige Wirkung hat. Organische Pestizide haben allgemein keine oder selten eine andauernde Wirkung.


Quelle Jeri Jennings, NorthStar Dalmatians      

Das 'Wundermittel' Program gegen Flöhe® 

Beschreibung der Wirkungsweise und Dosierung, hier klicken

 

        Pflege!

                 

 

Gesund mit Haut und Haar - Die Fellpflege

 

Quelle © 2002 Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Deutschland.

 

 

Ohrenerkrankungen beim Hund!
 
Innenohrentzündung

- Ein Artikel von Dr. Manfred Stein -

Bei Welpen sind es meist Ohrmilben, die zu einer Enzündung des äußeren Gehörganges führen. Bei jungen und erwachsenen Tieren kann auch eine Allergie die Ursache sein. Wie auch immer - ist die natürliche Immunabwehr des Ohres erst einmal gestört, können sich Bakterien und Pilze - normale Bewohner des gesunden Ohres - ungehemmt vermehren und die Situation weiter verschlimmern. Das Ohr reagiert auf den ständigen Reiz zunächst mit vermehrter Sekretion von Ohrenschmalz, der durch bakterielle Zersetzung zu übelstem Geruch führt. Allmählich kommt es zur Verdickung und zu Wucherungen der Ohrinnenhaut, die zu einem völligen Verschluß der Ohröffnung führen können. Eiter und Ohrenschmalz stauen sich in der Tiefe vor dem Trommelfell und führen zu erheblichen Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann das Trommelfell einreißen und der Entzündungsprozeß auf Mittel- und Innenohr übergreifen, wo er eine schwere Allgemeinerkrankung mit Fieber und Gleichgewichtsstörungen nach sich zieht.

Mittelohrentzündung

  

Was sind die Anzeichen einer Ohrenentzündung?

Deutliche Anzeichen einer Otitis externa sind übler Geruch aus dem Ohr, Kratzen und Kratzspuren an den Ohren (Katzen) und ständiges Kopfschütteln. Auch Äußerung von übermäßigem Wohlbefinden z.B. Grunzen und Stöhnen bei Massage des Ohres können ein Hinweis sein. In schweren Fällen ist die Berührung des erkrankten Ohres dagegen überaus schmerzhaft. Oft sieht man auch Tiere, die sich gar nichts anmerken lassen. Dem Besitzer fällt lediglich ein schmieriger, brauner Belag im Innern der Ohrmuschel auf. Dies sollte auf jeden Fall Anlaß sein, beim nächsten Tierarztbesuch auch eine Ohrenuntersuchung vornehmen zu lassen.

Quelle von Dr. Manfred Sein    http://www.animal-health-online.   http://www.tiermedizin.de

Entzündung des äusseren Gehörganges

QuelleAus Hill's Veterinär Atlas (Firma Hill's Deutschland)

Würmer!

Gefahren allgemein
2.
Infektion
3. Behandlung
4. Würmer allgemein
   a) Rundwürmer
   b) Bandwürmer
   c) Hakenwürmer
   d) Spulwürmer
   e) Peitschenwürmer
   f) Gurkenkernbandwurm
   g) Fuchsbandwurm
   h) Taenien
   i) Mescocestoides 
 Quelle: http://www.bergtierarzt.de





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