Der ersten Tage im neun zu Hause.
Sie haben sicher schon alles notwendige besorgt, wie das richtige Futter, Leine, Halsband, Futter- Wasserschale und einen Hundekorb. Nach der, mehr oder weniger langen Heimfahrt, sind Sie nun angekommen. Lassen Sie dem Hund noch einmal Zeit, sich vor dem Haus zu lösen. In Ihrer Wohnung wird der neue Mitbewohner erst einmal jede Ecke vorsichtig erkunden.
In den ersten Tagen nach der Ankunft Ihres neuen Mitbewohners sollten Sie möglichst viel Zeit für ihn haben. Schenken Sie ihm Ihre gesamte Aufmerksamkeit, damit er sich schnell
eingewöhnt. Am besten holen Sie ihn morgens bei uns ab, damit er noch genug Zeit hat, sich einzugewöhnen, zu fressen, zu spielen und müde zu werden, bevor es Zeit ist zu schlafen.
Welpen müssen mit viel Gefühl in ihr neues Zuhause eingeführt werden, denn die Umstellung ist für sie eine schwierige, verwirrende Zeit.
Ihre Wohnung erscheint dem kleinen Vierbeiner wie eine riesige Ansammlung fremder optischer Eindrücke, Geräusche und Gerüche. Für ihn ist alles sehr aufregend, aber auch beängstigend. Er vermisst Mutter und Geschwister. Von Ihnen erwartet er, dass Sie ihm die Gesellschaft, Nähe und Sicherheit bieten, die er zurückgelassen hat. Wir geben Ihnen eine Decke mit, die den Geruch der Mutter und der anderen Welpen trägt. Damit können Sie sein anfängliches Heimweh ein wenig lindern.
Es lohnt sich noch nicht, viel Geld in ein teures Hundebett zu investieren, da der Welpe ohnehin daran knabbern wird. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie die Kiste/den Korb mit einer alten Decke auslegen, in die sich Ihr kleiner Freund kuscheln kann. So hat er es weich und warm und fühlt sich geborgen.
Wählen Sie einen möglichst ruhigen Ort für den Schlafplatz des Welpen.. Er sollte jederzeit ungestört schlafen können, wenn er müde ist. Erfahrungsgemäß eignet sich hierfür besonders
gut eine ruhige Ecke in der Küche oder im Wohnzimmer.
Der Welpe muss immer einen angenehm warmen Schlafplatz haben.
In den ersten Nächten wird Ihr kleiner Welpe wahrscheinlich wimmern und keine Ruhe finden, wenn Sie ihn allein lassen. In vielen Fällen wirkt es beruhigend, wenn Sie eine Wärmflasche und einen Wecker in eine Decke einwickeln und in sein Bett legen. Diese Gegenstände dürfen aber nicht aus Gummi oder Plastik sein, da der Welpe sie sonst anknabbern könnte.
Alle Welpen knabbern gern. Dieses Verhalten ist völlig normal und hilft beim Zahnen. Damit Ihr Welpe keine Möbel oder anderen Gegenstände in der Wohnung anknabbert, sollten Sie ihm spezielles Lassen Sie es IhreHundespielzeug kaufen. Achten Sie darauf, dass es keine giftigen Substanzen enthält, relativ stabil und außerdem groß genug ist, um nicht verschluckt zu werden. Denn verschluckte Gegenstände können im Hals stecken bleiben oder sich im Magen bzw. in den inneren Organen festsetzen und dadurch das Leben Ihres Welpen ernsthaft gefährden.
Lassen Sie es den Welpen am Anfang nur in Ihrer Anwesenheit und für kurze Zeit tragen. Achten Sie darauf, dass das Halsband weder zu fest sitzt, damit das Tier sich nicht eingeengt fühlt, noch zu locker, damit er nirgendwo hängen bleibt oder sich mit einem Ruck befreien kann.
Solange Ihr Welpe noch klein ist, sollten Sie alle für ihn gefährliche Gegenstände in Ihrer Wohnung außerhalb seiner Reichweite aufbewahren. Er zieht und knabbert an allem, was ihm in den Weg kommt, und macht dabei auch vor Pflanzen und Elektrokabeln nicht
halt.
Wenn Sie einen Garten haben, sollten Sie überprüfen, ob der Zaun dicht ist und keine Löcher hat, durch die Ihr Welpe hindurchschlüpfen könnte. Prüfen Sie, ob Ihr Gartentor richtig schließt und Ihr kleiner Hund sich nicht hindurch zwängen kann. Außerdem sollten Sie Teiche und Swimmingpools abdecken.
Halten Sie immer den Namen und die Adresse des Tierarztes Ihres Vertrauens bereit. Falls Sie sich noch nicht für einen bestimmten Tierarzt entschieden haben, können Ihnen Freunde sicherlich eine nahe gelegene Praxis empfehlen.Was in der ersten Zeit noch wichtig ist:
Entscheiden Sie sich so bald wie möglich für einen Namen Ihres Welpen. Bleiben Sie dann dabei, und sprechen Sie
ihn immer wieder mit seinem Namen an. Sie werden sehen, dass er schon bald darauf reagiert.
Wenn Sie Kinder haben, müssen Sie ihnen klarmachen, dass Welpen keine Spielzeuge sind.
Einen jungen Welpen sollten Sie niemals mit einer älteren Katze oder einem älteren Hund allein lassen. Bis die zwei Freundschaft geschlossen haben, sollten sie auch getrennt gefüttert werden.
Die Anfangsphase sollte eine fröhliche Zeit sein, in der Sie und Ihr Welpe sich kennen lernen, und er lernt, Ihnen zu vertrauen. Auf diese Art legen Sie das Fundament für ein glückliches gemeinsames Leben.
Auch in der Nacht, in den ersten Wochen, wenn er nachts noch nicht durchschläft und sich meldet, gehen Sie mit Ihm vor das Haus, oder in den Garten. Loben Sie den Hund überschwänglich, wenn er sein Geschäft draußen verrichtet und schimpfen sie mit ihm, wenn ein Ungeschick in der Wohnung passiert. So wird er schnell lernen was richtig und was falsch ist.
Andere Heimtiere dürfen Sie nicht vernachlässigen, weil diese sonst eifersüchtig auf den neuen Hausgenossen werden. Die Tiere sollten schrittweise auf neutralem Territorium und unter ständiger Aufsicht miteinander bekannt gemacht werden.
Denken Sie daran, immer sehr liebevoll, vorsichtig und geduldig mit Ihrem Welpen umzugehen. Sie sollten weder mit ihm schimpfen noch ihn anschreien, wenn er vielleicht etwas kaputtgemacht oder eine Pfütze auf Ihrem Teppich hinterlassen hat. Verwirrt wie er ist, könnte er sonst Angst vor Ihnen bekommen.
Ein gut erzogener, gehorsamer Welpe ist ein Schmuckstück eines jeden Besitzers, sorgen Sie also dafür, dass er zumindest eine Grundausbildung in Gehorsam erhält. Ein Welpe, dem ein paar einfache Regeln beigebracht wurden, wird sich zu einem anpassungsfähigen und braven Familienhaustier entwickeln. Ähnlich wie Kindern können Sie auch Ihrem Welpen Manieren sowie die Regeln Ihres Haushalts beibringen. Sobald Sie Ihren Welpen zu sich nach Hause gebracht haben, müssen sie ihm beibringen, andere Menschen nicht zu beißen und nicht abzuschlecken, auch nicht im Spiel. Bringen Sie ihm außerdem bei, dass unnötiges Bellen verboten ist. Lassen Sie Ihren Welpen immer auf den Befehl „Sitz" gehorchen, bevor Sie ihn streicheln oder füttern. Der Schlüssel in der Erziehung Ihres Welpen liegt darin zu erkennen, dass er Ihnen wirklich gefallen möchte. Loben und belohnen Sie Ihren Welpen für korrektes Verhalten, und sagen Sie ihm ein klares „Pfui", wenn Sie sein Verhalten korrigieren wollen.
Der Besitz eines Welpen bringt sicherlich viel Spaß mit sich, ist aber zugleich eine große Verantwortung!
Regelmäßige Fellpflege ist für ein optimales Aussehen und Befinden Ihres Welpen unumgänglich. Welpen sollten von klein auf an Kamm und Bürste gewöhnt werden. Sie sind dafür verantwortlich, dass Ihr Welpe geimpft, entwurmt und entfloht wird und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erhält. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Hund Nachwuchs erhält, sollten Sie im Alter von sechs Monaten eine Kastrierung mit dem Tierarzt besprechen.
Achten Sie darauf, dass Ihr Welpe in seiner Nachbarschaft gerne gesehen ist. Welpen, die übermäßig bellen dürfen, stören die Nachbarschaft, und Nachbarn werden wohl kaum nach einer Störquelle als Entschuldigung suchen, wenn irgendetwas Ihren Welpen aufhetzt. Konstantes Bellen ist häufig ein Zeichen von Langeweile. Welpen benötigen grundsätzlich regelmäßige körperliche und geistige Stimulationen. Halten Sie sich an die Bestimmungen bezüglich der Meldung Ihres Welpen bei Ihrer Gemeinde, und achten Sie darauf, dass er immer seine Registrier- und Identifikationsnummer trägt. Er sollte niemals alleine laufen gelassen werden oder herumstreunen. Dies kann ernste Konsequenzen nach sich ziehen, hin von einer Geldstrafe von Ihrer Gemeinde bis zu einem Verlorengehen oder sogar Verletzung oder Tötung Ihres Welpen.
Leider kann es vorkommen, dass ein Welpe verloren geht. Sie können dazu beitragen, derartiges zu vermeiden, indem Sie darauf achten, dass Ihr Welpe immer ein Halsband und ein Identifikationsschild mit Ihrer Telefonnummer trägt. Lassen Sie Ihren Welpen während Unwettern und Gewittern im Haus. Falls Ihr Hund verloren gehen sollte, wenden Sie sich an Ihre Nachbarn, Ihre örtlichen Tierarztpraxen, Tierschutzorganisationen, den Tierzwinger und die Gemeinde. Suchen Sie auch bei derartigen Organisationen in den Nachbarorten, da verloren gegangene Tiere bestimmte Entfernungen wandern können.
Als verantwortungsvoller Welpenbesitzer ist es Ihre Pflicht, darauf zu achten, dass Ihr Welpe nicht Parkanlagen, Gärten, Strände, Büsche oder Straßen verschmutzt. Geben Sie Ihrem Welpen die Gelegenheit, sein Geschäft in Ihrem eigenen Hintergarten zu erledigen, bevor Sie mit ihm spazieren gehen. „Unfälle" können gelegentlich vorkommen, und es liegt an Ihnen, auf solche Situationen vorbereitet zu sein und Plastiktüten oder im Handel erhältliche „Hundesets", bestehend aus Schaufel und Tütchen, dabeizuhaben und die Hinterlassenschaften Ihres Hundes aufzusammeln und zu entsorgen.
Falls Sie einen Urlaub planen, sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie Sie während Ihrer Abwesenheit am besten für Ihren Welpen sorgen. Ihre Tierarztpraxis kann Ihnen vielleicht eine gute Tierpension empfehlen. Wenn Sie Ihren Welpen während der Schulferien in einer Tierpension unterbringen wollen, sollten Sie sich darum rechtzeitig kümmern. Er muss über einen aktuellen Impfschutz verfügen. Wenn Sie nur ein paar Tage weg sein werden, können Sie vielleicht einen Nachbarn oder einen Hundesitter darum bitten, Ihren Welpen zu besuchen und zu füttern. Lassen Sie Ihren Welpen niemals alleine im Auto zurück, da Autos sogar an nur mäßig warmen Tagen sehr heiß werden können und Ihr Welpe an Überhitzung sterben könnte.
Wenn Sie sich umfassend um Ihren Welpen kümmern, ihn gut erziehen und auch die Wünsche anderer Menschen respektieren, zeigen Sie sich als ein verantwortungsvoller Welpenbesitzer. Davon profitieren nicht nur Sie und Ihr Welpe, sondern Sie tragen auch ein wenig zum Ansehen anderer Hunde- und Welpenbesitzer bei.