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Cap Bon ist eine
fruchtbare Landzunge im Norden Tunesiens. Im Norden grenzt sie nahe
an Bizerte und reicht hinunter bis Hammamet an der Ostküste
Tunesiens.
Das milde Klima macht
aus Cap Bon den Garten Tunesiens. Alle erdenkbaren Früchte werden
hier angebaut: Wein, Zitronen, Feigen und auch Orangen. Letztere
verleihen dem Küstenabschnitt auch den Namen
Orangenküste.
Cap Bon und hier vor
allem Hammamet und Nabeul sind die touristischen Zentren Tunesiens,
mit allen Vor- und Nachteilen, die eine intensive touristische
Nutzung mit sich bringt. Schon heute verfügt die Region über 44.000
Betten, im Süden Hammamets entsteht unter großen Aufwand die
Retourten-Siedlung Yasmine. Auf 280 Hektar sollen hier nochmals
22.000 Betten bereit gestellt werden. Das Investitionsvolumen
umfaßt knappe 6 Milliarden Markt und Yasime ist derzeit die größte
Baustelle Tunesiens, auf der man jedoch schon heute seinen Urlaub
verbringen kann, auch wenn die Vollendung noch in weiter Ferne
liegt. Der Yachthafen von Yasmine soll einmal bis zu 800 Schiffen
als Ankerplatz dienen können. Ein Vergnügungspark á la Disneyland
Paris, mit Motiven aus der Zeit der Römer und Phönizier, ist
geplant. "Karthago-Land" - Tunesiens Geschichte und Kultur zwischen
zwei Drinks und einem Sprung in den Pool. Der Ausflug zu den nahen
historischen Stätten soll dem Strandurlauber abgenommen werden.
Nachbauten der berühmten Souks als Selbstbedienungsläden, mit den
Stadttoren von Mahdia und Sfax als Kulisse. Aber Yasmine läßt auch
einen anderen Trend Tunesiens erkennen. Weg vom Billig-Tourismus,
hin zum begehrten, viel zitierten Qualitätstourismus. Heute werden
ca. 30 Prozent der tunesischen Hotels der 4- und 5-Sterne Kategorie
zugeordnet. In Yasmine werden 70% diesen Qualitätsstandard
erreichen.
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Es gilt für jeden zu
entscheiden, was er von seinem Urlaub erwartet. Derjenige, der am
Tage Erholung am Strand mit Unterhaltung und abends ein quirliges
Nachtleben erwartet findet in den All-Inclusive Anlagen von Nabeul,
Hammamet und Yasmine ein hervorragendes Preis-Leistungverhältnis.
Wer jedoch auch Land und Leute kennenlernen will findet in Tunesien
günstigere Ausgangspunkte - insbesondere wenn man auch auf eigene
Faust Ausflüge unternehmen möchte. Aber warum nicht beides
miteinander verbinden? Ein paar Tage Strandleben mit Partystimmung,
Ausflügen in die Wüste, nach Tunis oder in den wildromantischen
Norden? Gerade in dieser Vielfalt zeigt Tunesien seine
Stärke.
Die breiten,
feinsandigen Strände laden zum Baden ein und die besseren Hotels
sind meist in unmittelbarer Nähe zum Strand. Man hat hier versucht
bauliche Sünden zu vermeiden und die Architektur der Hotels an die
traditionelle Architektur Tunesiens angepaßt. Offiziell heißt es,
das kein Hotel höher gebaut werden darf, als Palmen wachsen. Dies
beweist entweder, das auch die Palmen früher höher waren, oder das
jede Regel Ausnahmen erfährt. Insgesamt sind die Hotelanlagen in
Hammamet und Nabeul jedoch nicht so wuchtig wie z.B. an der
spanischen Costa del Sol.
Der Tourismus hat hier
eine lange Tradition und hat auch dementsprechenden Einfluß auf die
Einheimischen genommen. Ein beschaulicher Bummel durch die Souks
der Medina ist kaum möglich. Aller Orten sind freundliche
Touristenführer, die den Ahnungslosen in Läden mit unglaublichen
Schnäppchen führen. Das "All inclusive"- Bändchen am Handgelenk
markiert die Beute. Da wird am Ärmel gezupft, aber auch geflucht,
wenn das Werben erfolglos blieb. Dennoch gilt Tunesien als sicher
und man braucht sich nicht vor Gewaltverbrechen zu
fürchten.
Nabeul mit seinen 40.000
Einwohnern ist 10 Km von Hammamet entfernt, das nahegelegene Tunis
ist mit dem Bus binnen einer Stunde zu erreichen. Jeden Freitag
wird Nabeul zum Ziel von Tagesausflüglern, die den berühmten
Kamelmarkt von Nabeul besuchen. Die anwesenden Dromedare (eindeutig
in der Minderheit) sind gefragte Fotomodelle, werden aber heute
kaum noch verkauft. Für tunesische Verhältnisse ist Nabeul arm an
Sehenswürdigkeiten. Lediglich ein paar Überreste der römischen und
phönizischen Vergangenheit können hier besichtigt werden. Neben dem
Tourismus sind Töpferwaren, Keramikarbeiten und Lederwaren die
Haupteinnahmequelle von Nabeul. Natürlich werden hier alle
Wassersportarten angeboten und auch das Nachtleben erinnert
keineswegs an einen islamischen Staat. Trotz aller Freizügigkeit
wird man jedoch kaum eine einheimische Frau allein in einem Café
antreffen. Religion und Tradition genießen hier noch immer einen
anderen Stellenwert, als z.B. in Deutschland. Dessen sollte sich
der Tourist auch in modernen, aufgeschlossenen Orten wie Nabeul,
Hammanet und auch Tunis immer bewußt sein. Von Nabeul aus sollte
man keinesfalls Ausflüge in die Umgebung, hier besonders die schöne
Landschaft der Orangenküste, nach Tunis und ins nahe gelegene
Hammamet verpassen.
Hammamet entdeckten die
Europäer als Ort der Entspannung und zum Urlaub Anfang des letzten
Jahrhunderts. Seit den 70er Jahren boomt der Tourismus in dem
ehemals verschlafenen Fischerörtchen und so wurde früh Hammamet zum
Inbegriff eines jeden Tunesienurlaubs.
Die heißen Quellen, rund
um den Ort, speisten schon in der Antike römische Bäder und so
leitet sich sein Name vom arabischen "Hamman" (=Bad) ab. Die
kleine, auf einer Halbinsel gelegene, Medina wird vollständig von
Mauern umfaßt und von einer Kasbah überschattet. Wenn auch
weitestgehend an touristische Ansprüche angepaßt, so ist das
Ortsbild von Hammamet dennoch das einer orientalischen Stadt und
die Eselskarren auf den Straßen dienen keineswegs nur
fotografischen Zwecken. In zahlreiche Straßencafes kann man einen
Espresso, oder einen der guten tunesischen Rotweine genießen und
das bunte Treiben auf den belebten Straßen
beobachten.
Die Avenue Habib
Bourgiba ist Hammamets Flaniermeile und wird von zahlreichen
Geschäften und Restaurant gesäumt. Ein wenig abseits liegt die
Markthalle, hier findet man kaum Touristen und in diesem Refugium
hat sich noch die traditionelle, tunesische Lebensweise
erhalten.
Hammamet bietet den
Freunden des Golfsports hervorragende Möglichkeiten. In der näheren
Umgebung findet man zwei Golfplätze. Sechs Seen, Olivenhaine und
kleine Wäldchen bilden die Kulisse für den Citrus-Golf-Course.
Nicht weit vom Strand erstreckt sich dieser Golfplatz mit zwei
18-Loch Kursen. Dazu verfügt der Platz über eine Golfschule und ein
Übungsgelände. Ein Clubhaus, mit Shop vervollständigt diesen
professionellen Platz. Der Yasmine Golf Course ist zwischen Hügeln
gelegen und ermöglicht immer wieder grandiose Blicke auf die Küste
von Hammamet. Der 18-Loch Platz bietet mehrere Einstiegspunkte,
verfügt über ein Übungsgelände und das obligatorische Clubhaus.
Gäste des Hotels haben freien Zugang zum Platz und somit ist der
Platz entsprechend stark frequentiert.
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