
Die Kunst des Flirtens
(bringt Licht in das Dunkel zwischen Mann und Frau)
Nach dem 1. Teil jetzt hier also der 2. Teil mit den "Files" zum Thema: Wo anfangen mit Flirten?!
WO ? AUF DER STRASSE
Das Glück liegt nicht auf der Strasse, es hat manchmal auch zwei Beine und läuft Ihnen über den Weg. Wenn Ihnen das passiert, müssen Sie schnell handeln. Bevor die Schöne auf Nimmerwiedersehen entschwunden ist. Erlaubt ist hier alles - Not macht erfinderisch. Das einzigste, dem Sie Ihre Taktik anpassen müssen, ist die Art, wie Sie 'ihr' begegnen. Es ist schliesslich ein Unterschied, ob Sie ihr zu Fuss oder mit dem Auto begegnen.
Per Pedes
Sollten Sie das Glück haben, dass 'sie' gerade unheimlich viele Einkaufstaschen schleppt, dann nehmen Sie sie ihr mit einem charmanten Lächeln einfach ab und fragen: 'Wo soll's denn hingehen?' - Läuft sie einfach so herum, stürzen Sie am besten auf sie zu, umarmen sie und sagen dann: 'Ich konnte nicht anders.' - Sie können auch einfach auf sie zugehen und ihr gestehen, dass ihnen im Moment kein guter Spruch einfällt. Aber Sie wollen trotzdem erst mal einen Kontakt schaffen, bevor sie Ihnen davonläuft und Sie sie vielleicht nie mehr wiedersehen... - Sollte sie gerade im Begriff sein, bei Rot über die Strasse zu gehen, nehmen Sie sie am besten an die Hand (wenn Sie nicht vor Nervosität Schweisshände bekommen haben, versteht sich) und sagen: 'Wenn Sie schon bei Rot über die Strasse müssen, sollten Sie wenigstens jemanden haben, der sie beschützt.' - Falls Sie zu den ordentlichen Verkehrsteilnehmern gehören, die sich nicht dazu überwinden können, bei Rot über die Strasse zu gehen, können Sie sie natürlich am Bordstein festhalten und sagen: 'Lieber fünf Minuten zu spät, als ein Leben lang tot.' Und sie dabei mit Ihrem strahlendsten Lächeln bedenken. Sie wollen sie schliesslich nicht massregeln, sondern einen Vorwand finden, sie anzusprechen. - Sie können natürlich auch vorgeben, an einer demoskopischen Umfrage beteiligt zu sein. Und ihr sagen, dass Sie den Auftrag haben herauszufinden, wie Frauen - wenn überhaupt - auf der Strasse am liebsten angesprochen werden. Selbst wenn sie sagt, dass sie sich nie ansprechen lässt, haben Sie gleich ein herrliches Gesprächsthema. Sie müssen nämlich dann unbedingt wissen, wieso, weshalb sie sich nicht auf der Strasse ansprechen lässt. - Sie können auch ganz simpel feststellen, dass Sie beide in die selbe Richtung gehen - und zu zweit ist es, wie fast immer im Leben, weniger langweilig. - Sie können sie auch, vorausgesetzt Sie haben einen Aktenkoffer dabei, bitten, denselben kurz für Sie zu halten. Und dann können Sie sagen: 'Wo sie nun beide Hände voll haben, können Sie mir wenigstens keine Ohrfeige geben, wenn ich jetzt frage, wann wir uns wo treffen können - ich möchte sie nämlich gerne kennenlernen.' (Da jede Frau eine Handtasche bei sich trägt, wird sie beide Hände voll haben!)
Motorisiert - Ihr Wagen
Hier kommt es natürlich sehr auf die Umstände an, unter denen Sie 'ihr' begegnen. Einige der Zufälle lassen sich provozieren, andere nicht. Welchen der folgenden Tips Sie verwenden können, ist situationsbedingt. Aber falls Sie einmal in diese oder jene (Verkehrs-) Lage kommen, können Sie folgendes tun:
Was Sie allerdings nie und unter keinen Umständen tun dürfen: Hinter, beziehungsweise neben, ihr herfahren und aus heruntergekurbeltem Fenster (oder offenem Dach) 'Hallo Fräulein!' oder 'Wollen sie nicht einsteigen!' schreien. Damit haben Sie, selbst wenn Sie den neusten Prosche fahren, höchstens bei dem naivsten aller Gänschen Glück. Und Sie hatten es doch, wenn ich mich nicht irre, auf eine Frau abgesehen...
Motorisiert - ihr Wagen
Wenn Sie zu Fuss unterwegs sind und sie motorisiert ist, müssen Sie schon eine ganze Menge Glück haben, sie zu erwischen, bevor sie Ihnen davonbraust. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Möglich ist alles. Auch hier heisst es: flexibel sein und sich der Situation anpassen. Hier einige Möglichkeiten:
Motorisiert - Sie beide
Hier macht es natürlich einen Unterschied, ob Sie ihr im Stadtverkehr oder auf einer Autobahn begegnen. Als wichtigste Spielregel gilt:
Solange Sie allerdings auch am Steür ein Gentleman sind, ist es zwar nicht unbedingt ein Kinderspiel, aber doch im Bereich des Möglichen, die Frau im anderen Auto kennenzulernen. Situationen, die sich ergeben können, sind:
WO ? IN RESTAURANTS, KNEIPEN, BARS
Wenn eine Frau alleine in einem Restaurant sitzt, (in diesem Falle alles ab Bistro aufwärts), dann kann das im Grunde nur drei Gründe haben:
Sonst fällt mir wirklich nichts ein, weshalb sich eine noch so emanzipierte Frau alleine in ein gepflegtes Restaurant setzen würde. (Hotelrestaurants sind hier selbstverständlich ausgenommen. Aber Sie sind ja nicht auf Geschäftsfrauen auf der Durchreise aus - oder doch?) Abends überhaupt nicht und mittags nur sehr schwer.
Wenn Sie also in einem guten Restaurant eine noch bessere Frau aufreissen wollen, müssen Sie sich wohl oder übel darauf einstellen, dass Sie es zunächst einmal mit mehr als nur einer zu tun haben. Denn wenn 'sie' schon nicht in männlicher Begleitung ist, so wird sie doch höchstwahrscheinlich in weiblicher sein. Bei zwei, eventuell auch drei Frauen, stehen Ihre Chancen, dass Sie bei einer von ihnen landen können, noch relativ gut. Sich zu vier und mehr Frauen zu gesellen, halte ich für Zeitverschwendung. Obwohl natürlich hier wie überall Ausnahmen die Regel bestätigen. (Ein Quartett und alles darüber ist fast schon als 'Geschlossene Gesellschaft' zu bezeichnen, aus der Sie, zumindest im Endeffekt, aller Wahrscheinlichkeit nach ausgeschlossen bleiben. Vor allem dann, wenn Sie alleine 'arbeiten'.)
Eine Frau alleine
Zunächst müssen Sie hier wie überal nach dem üblichen Augenkontaktspielchen den Eindruck haben, dass Ihr Annäherungsversuch zumindest nicht unerwünscht ist. Dann hängt Ihre Taktik davon ab, wer von Ihnen zuerst im Restaurant war - vielleicht sogar schon gegessen hat - und wer bei welchem Gang ist. Es kann schliesslich passieren, dass Sie schon beim Kaffee sind und sie gerade eben erst zur Tür hereingekommen ist. Oder umgekehrt. Genausogut ist es möglich, dass Sie beide noch an der Bar stehen oder sitzen - und Sie das feste Gefühl haben, dass sich - ausser hoffentlich Ihnen - niemand zu ihr zum Essen gesellt...
Mehrere Frauen
Günstig ist die Situation nicht - 'je alleiner desto besser' erklären alle grossen Aufreisser, mit denen ich mich unterhalten habe. Aber möglich ist es, und das weiss ich wiederum aus eigener Erfahrung. Wichtig ist in diesem Fall allerdings, dass Sie ein besonderes Feingefühl für die Beziehung, in der die zwei oder drei Frauen züinander stehen, entwickeln. Bei einem Geschäftsessen mit einer Verlegerin könnten Sie Mr. Supermann höchstpersönlich sein - und würden von ihr eine freundliche, aber bestimmte Abfuhr bekommen. Erwischen Sie die Frau allerdings mit ihrer Freundin Helen oder Monika oder auch beiden, sieht die Sache schon ganz anders aus. Was Sie in so einem Fall unternehmen könnten?
Kneipen
Hier haben Sie ein leichtes Spiel. Nichts ist einfacher, als sich in einer Kneipe oder einem Biergarten zu der Frau zu gesellen, auf die Sie es abgesehen haben. An solchen Orten redet sowieso jeder mit jedem. Sollte an 'ihrem' Tisch kein Platz sein, müssen Sie sich natürlich was anderes einfallen lassen. Auch dann, wenn 'sie' erst später auftaucht und sich nicht von alleine zu Ihnen setzt. Sprüche, die Sie, wenn Sie auf 'sie' losgehen, klopfen können, sind unter anderen:
Bars
Dass Sie hier normalerweise die Frauen aufreissen, die sich aufreissen lassen wollen, ist Ihnen hoffentlich klar. Wenn Ihnen das - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel - gerade recht ist, kann es ja losgehen. Frauen, die sich wie es in 'Wie du mir, so ich Dir' beschrieben ist, verhalten, sind besonders leicht erjagbares Wild. Sollten Sie jedoch keines der dort angegebenen Zeichen feststellen, müssen Sie mal wieder selbst die Initiative ergreifen. Was Sie nicht tun, ist, ihr einfach einen Drink hinstellen zu lassen, oder den Kellner zu bitten, sie zu fragen, was sie trinkt. Das ist nun wirklich zu plump und unter Ihrer Würde. Statt dessen können Sie:

WO ? AM ARBEITSPLATZ
Wenn Sie nicht gerade Leuchtturmwärter oder Zuchthauswärter in Saint Quentin sind, dann ist die Chance, dass Sie nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Handvoll Frauen an Ihrem Arbeitsplatz treffen, immer gegeben. Wenn Ihnen in Ihrer beruflichen Umgebung bisher noch keine Frau begegnet ist, für die Sie sich interessiert haben, dann liegt das entweder daran, dass Sie vor lauter Bäume den Wald nicht sehen, oder aber (in den seltensten Fällen!) daran, dass da tatsächlich keine ist, die für Sie bemerkenswert wäre. Und selbst wenn letzteres der Fall sein sollte, ist auch hier noch alles drin:
Ihre Kollegen und Kolleginnen haben gewiss Geschwister und Freunde (Freundinnen), die Sie ganz interessant finden würden. Wenn es Ihnen also nicht liegt, sich in Musseen, Kaufhäusern, Restaurants oder anderen Plätzen nach einer Frau umzutun, machen Sie einfach folgendes: Geben Sie eine Party, zu der Sie Kollegen und Kolleginnen mitsamt allen weiblichen Wesen, die sie nur zusammentrommeln können, einladen. Ein paar Männer laden Sie selbstverständlich auch ein. Aber Sinn und Zweck der Fete ist, dass Sie eine Frau finden, beschränken Sie die geladenen Männer auf solche, die bereits eine feste Freundin haben - und ihr auch treu sind. Derlei Partys, in regelmässigen Abständen gegeben, dürften Sie innerhalb kürzester Zeit so weit bringen, dass Sie einen Terminkalender führen müssen, um Ihre Verabredungen nicht zu verpassen - oder gar verwechseln.
Gelegenheiten, sich mit den verschiedensten Leuten an Ihrem Arbeitsplatz anzufreunden, gibt es mehr als genug.
Am einfachsten natürlich ist es, Frauen kennen zu lernen, wenn Sie einen Beruf haben, der Sie täglich - oder so gut wie täglich - mit neün Menschen zusammenbringt. Alle diese heissen Berufe aufzuführen würde an dieser Stelle zu weit gehen. Aber ein paar Beispiele dafür, wie Sie Ihren Spruch situationsbedingt zurechtbasteln können, sollen Sie als Anregung mit auf den Weg bekommen:
Alles, was Sie tun müssen ist, wenn alles andere nicht mehr hilft: Auf einen der oben angegebenen Berufe umsatteln. Oder einen ähnlichen kontaktfreudigen. Oder sich arbeitslos melden:

WO ? AUF PARTIES UND AEHNLICHEN GESELLIGKEITEN
Lieben Sie Parties? Wenn ja, dann wissen Sie sicherlich schon, wie man dort Frauen aufreisst. Oder haben Sie sich bisher nicht getraut, weil immer gerade diejenige, die Ihnen besonders gut gefallen hat, in Herrenbegleitung war?
Wenn das so ist, dann haben Sie wahrscheinlich nicht nur ein, sondern schon ganz viele Chancen ungenutzt an sich vorüberziehen lassen: Frauen neigen nämlich dazu, um nicht alleine auf eine Party gehen zu müssen, einen 'guten' platonischen, brüderlichen Freund im Schlepptau zu haben. Der bringt sie dann, wenn sie sonst niemand findet, wieder heil nach Hause, und sie kommt sich nicht 'übriggeblieben' vor. Was Sie also als vornehme Zurückhaltung betreiben, legt 'sie' als Desinteresse aus. Diesem ersten Missverständins können weitere kaum folgen... Das nur ganz schnell vorweg. Und nun zu den Details. Party ist nämlich noch lange nicht Party. Wer sie warum, für viele Personen welcher Altersgruppe gibt, spielt für die Aufreisstaktik eine wesentliche Rolle.
Kleine Parties bei Freunden
Je kleiner der Kreis, desto schwieriger wird es, eine Frau aufzureissen. Der Grund: Intime Parties mit weniger Gästen werden meist nur von Paaren besucht, die relativ fest zusammengehören. Alleinstehende Farün tauchen bei solchen Gelegenheiten - mit oder ohne Begleitung - nur dann auf, wenn vorher klargestellt wurde, dass auch noch ein, zwei, drei Männer eingeladen sind, die zu beäugen es sich lohnt. Mit anderen Worten: Bei kleinen Parties laufen Sie Gefahr, regelrecht verkuppelt zu werden. Das kann zwar ganz amüsant sein, kann aber auch höchst unangenehm werden. Folglich ist es am besten, Sie halten sich von solchen geselligem Zusammensein fern. es sei denn, die Gastgeber haben es fertiggebracht, die Dame einzuladen, auf die Sie schon immer scharf waren...
Grosse Parties bei Freunden
Vorteil dieser Feten ist, dass Sie sich beim Gastgeber danach erkundigen können, ob die Frau, auf die Sie es abgesehen haben, fest, semi-fest oder garnicht vergeben ist. Wenn ersteres der Fall ist, schauen Sie sich lieber anderweitig um. Es sein denn, besagte Frau fasziniert sie dermassen, dass Sie sie lieber heute als morgen zum Standesamt schleppen würden. Ist sie nur halbwegs, also nicht ernsthaft, liiert, lohnt sich ein Versuch Ihrerseits immer. Allerdings werden sie in einem solchen Fall besonders taktvoll vorgehen müssen. Sprüche wie 'Lassen Sie den anderen sausen und vergnügen sich mit mir!' oder, noch schlimmer, eine abfällige Bemerkung über ihren derzeitigen Begleiter ('Der Typ sieht aus, als könnte er nicht bis drei zählen.') sind fehl am Platze. Sie werden auch nicht warten, bis 'sie' für ein paar Minuten alleine ist: weil Sie selbst ein Mann sind, wissen Sie, wie schnell Sie wieder angerauscht kämen, wenn Ihre - wenngleich bereits halb Verflossene - sich vor allen Leuten von einem anderen den Hof machen lassen würde.
Sie müssen folgendermassen vorgehen: Sie gesellen sich zu ihr und ihm und verwickeln beide in ein Gespräch. Dann sind Sie natürlich so aufmerksam, beiden einen Drink oder auch ein paar Snacks zu besorgen. Sie wissen es, und 'sie' ahnt es, dass Sie das alles nur für sie tun. Und er will das, was er spürt, nicht wahrhaben und sich nicht lächerlich machen, indem er Sie fortschickt oder unfreundlich zu Ihnen ist. Schliesslich befinden Sie sich auf einer Party. Und der Sinn solcher Zusammensein ist es letzlich, andere Leute kennenzulernen. Sonst könnte ja jeder gleich daheim bleiben...
Sobald Sie 'ihr' also genügend Gelegenheit gegeben haben, sie als charmanten Gentleman zu registrieren, drehen Sie erst einmal wieder eine Runde. Die dann wieder bei den beiden - oder diesmal auch ruhig bei ihr allein - endet. Telefonnummern und Adressen sollten Sie allerdings nur in seinem Beisein austauschen. Sonst bekommt sie vielleicht ein schlechtes Gewissen, oder er merkt's doch - und die ganze Geschichte wird, bevor sie noch begonnen hat, unerträglich kompliziert. Sie brauchen auch nicht zu befürchten, dass er Ihnen die Adresse/ Telefonnummer nicht geben will. Wenn 'sie' nämlich Interesse an Ihnen gefunden hat, wird sie so schnell heraussprudeln, dass er gar keine Zeit mehr hat, sich eine Ausrede zu überlegen. Ihre Nummer sagen Sie dann auch laut und deutlich - und geben ruhig ihm den Zettel. Sie weiss ja mittlerweile auch, wo Sie arbeiten, und kann Sie notfalls im Büro erreichen. Die Telefonnumer findet sie nämlich, wenn sie will, in jedem Telefonbuch...
Falls Ihr Gastgeber Ihnen nicht verraten kann - und auch nicht für Sie herausfinden kann -, ob die Dame, mit der Sie anbandeln möchten, vergeben ist, empfiehlt sich die obige Masche grundsätzlich bei allen Frauen, die in Herrenbegleitung sind. Sollter 'er' allerdings nur mit ihr auf der Party sein, weil sie vielleicht Angst davor hatte, sonst den ganzen Abend allein dazusitzen, wird sie Ihnen das schon vorsichtig beibringen.
Sollte sie allein sein, haben Sie selbstverständlich sofort grünes Licht. Sobald Sie andere Verehrer, die um sie herumschleichen könnten, aus dem Feld geschlagen haben, versteht sich. Aber das gelingt Ihnen sicherlich spielend. Die Sprüche, die Sie anbringen können, sind mehr oder minder dieselben, die Sie anbringen können, die Sie bei Cocktail-Parties und Empfängen, die Sie aus beruflichen Gründen besuchen, bringen können.
Cocktail-Parties, Empfänge
Entweder handelt es sich bei Frauen, die Sie hier treffen, um Mitbringsel eines Kollegen oder um Frauen, die selbst aus beruflichen Gründen da sind. Von der ersten Sorte lassen Sie am besten gleich die Hände weg - selbst wenn Sie wissen, dass er 'sie' nur zu offiziellen Anlässen mitnimmt und Montagnachmittag, Mittwochmorgen und Freitagnachmittag mit einer, seiner Geliebten verbringt. Der Grund: Affairen mit Ehefrauen von Kollegen oder fast Kollegen - auch wenn Sie bisher beruflich mit ihm nicht zu tun hatten - führen meistens zu peinlichen Situationen. Auch dafür gibt's mehrere Gründe:
Sie müssen die Frau, die Sie gut finden, nur sichten. Dann geht alles weitere fast von selbst.

WO ? IN DER DISKO
Laien mögen Diskotheken für tolle Plätze zum Aufreissen halten - Profis wissen, sie sind es nicht. Es geschieht nämlich nur ganz selten, dass sich was 'wirklich Liebes' allein in eine Diskothek verirrt. Und selbst wenn 'sie' von ihrem Bruder begleitet wird, ist Vorsicht geboten: Denn den wenigsten guten Frauen käme es in den Sinn, gerade in einer Diskothek einen Mann aufreissen zu wollen. Nicht so einen wie Sie, jedenfalls. Und damit wäre das Thema eigentlich schon erledigt. Wenn ich nicht meiner Sorgfaltspflicht genüge tun wollte. (Sie verlangen schliesslich ein File, dass Ihnen in allen Lebens- und Liebeslagen hilft!) Wenn Sie nicht von vornherein nur auf einen One-Night-Stand aus sind und 'sie' auch nur einen Mann für eine Nacht sucht, sollten Sie sich an folgende Grundregeln halten:
Was die Sprüche, die Sie in einer Disko bringen können, betrifft, haben Sie nicht allzuviel Auswahl. Kurz und bündig ist am wirkungsvollsten - weil es meistens sowieso viel zu laut ist, als dass Sie mit Ihrer Auserwählten mehr als drei Worte wechseln können. Besonders originell brauchen Sie in diesem Fall auch nicht sein.

WO ? IM MUSEUM, THEATER, KONZERT
Sie brauchen garnicht zu gähnen, wenn Sie jetzt lesen, dass Stätten der Kunst mit zu den ergiebigsten Jagdrevieren überhaupt zählen. Nicht nur für Männer, auch für Frauen - und das erleichtert Ihnen die Sache ungemein. Denn das weibliche Wesen, das in einschlägigen Frauenzeitschriften nachgelesen hat, dass es auch für 'anstänige' Mädchen keine Schande ist, sich in einem Museum ansprechen zu lassen, kommt Ihnen hier im wahrsten Sinne des Wortes auf halbem Wege entgegen.
Prinzipiell können Sie bei jedem Museums-, Theater- und Konzertbesuch gleichermassen fündig werden. Das einzige, was Sie als generelle Regel im Kopf behalten müssen, ist folgendes:
- Klassische Kunst bringt Sie mit gelangweilten höheren Töchtern, die einen Ehemann suchen, zusammen.
- Moderne Kunst vermittelt Ihnen die Bekanntschaft(en) selbstständiger Frauen, denen weniger an einem Ehemann als vielmehr an einem unterhaltsamen Flirt gelegen ist. - Ausnahmen bestätigen die Regel.
Museen
Gerade weil diese Orte zum Aufreissen so beliebt sind, sollten Sie sich, um aus der Masse der balzenden Männer herauszuragen, einen originelleren Spruch als die anderen einfallen lassen. Murmelnde Selbsgespräche vor einem Gemälde, vor dem 'sie' auch gerade steht, zu führen, ist ebenso tabu wie der Satz: 'Sie sind bezaubernder als alle Kunstwerke, die hier ausgestellt sind.' Auch die Frage, wo Sie hier Rubens finden, können Sie sich sparen. Es gibt schliesslich einen Museumsführer, die Sie als Mann von Welt lesen und sich somit alleine zurecht finden können. Weiterhin gilt es zu beachten, dass Sie, wenn es zu einem Gespräch mit der Auserwählen kommt, keine Halbweisheiten von sich geben. Wenn Sie nichts von Kunst verstehen, geben Sie es ruhig zu. Falls 'sie' darüber Bescheid weiss, und Sie ihr sympathisch sind, wird sie Sie gerne aufklären. Wenn sie einen Modigliani ebensowenig von einem Klee unterscheiden kann wie Sie, haben Sie wenigstens schon eine Gemeinsamkeit entdeckt... Peinlich kann Die Situation für Sie nur werden, wenn Sie unausgegorenes Zeug erzählen - und dabei ertappt werden. Keine Frau, selbst wenn sie es vielleicht sogar darauf abgesehen hat, Sie einzufangen, füllt sich durch offensichtliche Plumpheit geschmeichelt. Grossartige Fachsimpeleien können Sie sich übrigens auch sparen. Wenn ihr wirklich an einer Superlektion über Kunstgeschichte gelegen ist, kann sie Vorlesungen darüber besuchen. Vergraulen Sie sie also nicht, indem Sie Lehrmeister spielen und alles wissen - oder noch schlimmer noch, alles besser wissen.
Nachdem nun klar sein dürfte, wie Sie's nicht machen, hier natürlich auch ein paar Anregungen dafür, wie man's machen kann. Die Taktik besteht aus drei Teilen.
Vorspiel
Wenn Sie einen Frau, die Sie interessiert, gesichtet haben, folgen Sie ihr zuerst einmal eine Weile unauffällig, sprich unaufdringlich, und beobachten ihre Verhaltensweise. Wenn Sie den Eindruck gewinnen, dass Sie sich wirklich für die Kunstwerke interessiert, müssen Sie Stadium II selbstverständlich anders gestalten, als wenn Sie zu erkennen glauben, dass 'sie' das Museum aus primär demselben Grund besucht wie Sie - nämlich, um es zu zweit wieder zu verlassen.
Wenn Sie zu wissen glauben, zu welcher der beiden Kategorien besagte Dame gehört, können Sie sich ein wenig näher an sie heranwagen. Lächeln Sie sie an - achten Sie auf ihre Reaktion. Lächelt sie zurück, ist das Spiel schon halb gewonnen. Schaut sie stur an Ihnen vorbei, gibt es immer noch mehrere Möglichkeiten:
a.) sie ist kurzsichtig b.) sie ist schüchtern c.) sie möchte mühsam erobert werden d.) sie möchte nichts von Ihnen wissen. Zumindest noch nicht - aber das lässt sich ja vielleicht noch ändern.
Nun wird es, wenn Sie nicht gerade eine totale Aversion der Dame gegenüber verspüren, Zeit, den direkten Annäherungsversuch zu wagen.
Der Spruch I
Er ist für die Kunstinteressiert gedacht, die sich in erster Linie in Anbetracht der Kunstgegenstände und weniger der zu erobernden Männer im Museum befindet. Nach Möglichkeit sollte das, was Sie sagen, mit dem Objekt im Zusammenhang stehen. Damit ist nicht gemeint, dass Sie bei einer Tut-ench-Amon- Ausstellung über die derzeitigen Goldpreise reden sollen. Statt dessen wäre ein Satz angebracht wie: 'Was hätte er sich wohl gedacht, wenn ihm damals jemand erzählt hätte, dass in knapp dreieinhalbtausend Jahren unzählige Menschen in aller Welt stundenlang Schlange stehen, um seine Schätze bestaunen zu können...?' oder: 'Was Tiffany's macht, ist wirklich Tand dagegen, finden sie nicht auch?' oder: 'Meinen Sie, Liz Taylor hätte Richard Burton irgendwann einmal dazu bekommen, Ihr was aus diesen Beständen zu erstehen?'
In einem Oldtimer-Museum, das Autos, Dampfloks, Kutschen ausstellt, fällt das Anbandeln besonders leicht. 'Mein Wagen ist zwar nicht so schön, und gewaschen ist er auch nicht, aber dafür findet er garantiert immer den Weg in ein nettes Cafe. Hätten Sie Lust, mitzukommen?' Oder: 'Wissen Sie, ob man diese Kutsche mieten kann? Ich würde gerne einmal mit Ihnen darin spazierenfahren.'
In einem Museum für moderne Kunst, könen Sie sich vorausgesetzt, dass Sie sportlich sind, vor einem Warhol oder Picasso auf den Kopf stellen. Wenn sie Frau Ihrer Wahl Sie dann entgeistert anschaut, können Sie wieder auf die Füsse kommen und sagen: 'Ich war mir nicht sicher, ob das Bild auch richtig herum hängt.' Oder: 'Ist das nicht das Gemälde, das... gemalt hat, als er auf dem Kopf stand?' Sie können sie Frau, mit der Sie anbandeln wollen, natürlich auch ganz einfach fragen, ob 'sie' sich so ein Gemälde ins Wohnzimmer hängen würde... Oder was sie an diesem oder jenem Künstler so fasziniert...
Auch bei den Klassikern brauchen Sie nicht todernst zu bleiben. Wenn irgendwo ein da Vinci in der Nähe ist, können Sie 'sie' ruhig fragen, ob sie schon einmal überlegt hat, warum die Mona Lisa lächelt. Antworten, die Experten dazu gegeben haben, sind vielfältig. Manche glauben, sie lächle, weil sie sich auf die Verabredung mit einem Herren freut. Andere behaupten, sie zeige ein tapferes Lächeln, um den Tod eines ihr nahestehenden Menschen nicht zu beweinen. Wieder andere sagen, ihr seinen gerade ein paar Zähne gezogen worden. Und Tucholsky beantwortetet die Frage mit dem Text eines amerikanischen Inserats: Die Mona Lisa lächelt, 'weil sie Hitkinsons Verdauungspillen eingenommen hat und so von ihrer lästigen Verstopfung für immer befreit ist!'
Zu Rubens fällt einem auch schnell etwas ein. Etwa: 'Das waren noch Zeiten, als nicht jede Frau ununterbrochen auf Diät war! Ich hoffe, Sie sind es auch nicht - ich würde Sie nämlich gerne zum Essen einladen!'
Merke: Mit einem witzigen Spruch haben Sie wesentlich mehr Chancen, als wenn Sie verbissen versuchen, ein 'intellektuelles' Gespräch über Kunst zu führen. Dazu ist schliesslich, wenn Sie die Dame näher kennen, immer noch genügend Zeit...
Der Spruch II
Ihn wenden Sie bei Frauen an, die mehr oder minder offensichtlich aus Interesse am lebenden Objekt umherspazieren. Ihr können Sie ganz einfach erklären: 'Mein Horoskop hat recht gehabt: Da stand nämlich drin, dass sich völlig neü Perspektiven ergeben würden, wenn ich mich heute den bildenden Künsten widme. Und schon treffe ich Sie...' Oder: 'Sie sehen nicht so aus, als wenn Sie sich hier sonderlich amüsieren würden. Wollen wir nicht lieber einen Kaffee (ein Glas Wein) trinken gehen?' Oder: 'Ich hab da gerade ein Buch gelesen, in dem steht, dass die nettesten Mädchen (Frauen) im Museen zu finden sind. Drum bin ich hier - und es scheint wirklich zu stimmen.' Sie können natürlich auch Ihre Telefonnummer sauber, sprich: gut leserlich, auf ein Stück Papier schreiben, es 'ihr' in die Hand drücken und sagen: 'Das habe ich gerade für Sie gemalt...'
Abschleppen
Museen und Kunstgalerien haben einen grossen Vorteil, den Sie nicht ungenutzt lassen sollten: Sie besitzen eine grosse Cafeteria. Wenn Sie der Frau, die Sie aufreissen wollen, nicht von Kopf bis Fuss unangenehm sind, wird es Ihnen, mit ein wenig Geschick, so gut wie immer gelingen, sie zu einer Tasse Kaffee und einer Zigarette zu überreden. (Letzteres fällt natürlich flach, wenn Sie Nichtraucherin ist, es bietet aber einen ungeheuren Anreiz, wenn sie dem Nikotin, dass sie in den Ausstellungsräumen nicht geniessen kann, verfallen ist!) In besagter Cafeteria haben Sie dann genügend Gelegenheit, Ihre Telefonnummern auszutauschen, sich gleich fest zu einem Drink, Essen oder anderen Museumsbesuch zu verabreden, oder auch zu beschliessen, den Rest des Tages gemeinsam zu verbringen.
Noch ein Tip: Wenn Sie das Museum schon ohne Erfolg dreimal abgelaufen haben, setzten Sie sich in die Cafeteria. Entweder entdecken Sie einen Tisch, an dem schon eine hübsche Frau sitzt, zu der Sie sich gesellen können - oder Sie harren dort erst einmal der Damen, die da noch kommen mögen...
Theater
Wer geht schon gerne aus freien Stücken allein ins Theater? Niemand. Niemand, den ich kenne, zumindest. Wenn Sie also eine Frau ohne Herrenbegleitung im Theater entdecken, hat das zumeist einen der folgenden Grunde:
- Sie ist vom Hauptdarsteller fasziniert und sieht sich die Vorstellung in der Hoffnung, dass er sie eines Tages auch sieht, jeden Abend an.
- Sie hat es Leid, jeden Abend wieder nichts im Fernsehprogramm zu finden, was sie interessieren könnte.
- Ihre fester Begleiter ist entweder auf Geschäftsreise oder hat nun mal kein Interesse an Shakespeare, Moliere, Stoppard.
- Sie liebt das Theater, würde es aber noch mehr lieben, dort einen Gleichgesinnten zu finden.
In diesem dieser Fälle dürfen Sie aber generell voraussetzen, dass die Frau, die Sie dort alleine treffen, entweder am Theater schlechthin oder zumindest an dem Stück, das sie sich ansieht, Interesse hat. (Es gibt zwar auch Frauen, denen weder das eine, noch das andere Spass macht, aber die sind dann in Herrenbegleitung...!) Mit anderen Worten: Während Sie in Museen durchaus Frauen aufreissen können, die Gotik nicht von Expressionismus zu unterscheiden wissen, werden Sie im Theater kaum eine Frau finden, deren Hauptinteresse darauf gerichtet ist, einen Mann wie Sie kennenzulernen. Letztlich steht die Zeit, die man sich passiv verhalten muss, in keinem Verhältnis zu der Viertelstunde Pause, in der man sich aktiv an anderen Solisten umsehen kann. Das soll zwar nicht heissen, dass Sie im Theater weniger Chancen haben, Anschluss zu finden, aber es soll Sie davor bewahren, sich das Theater als Jagdrevier auszusuchen, wenn Sie im Prinzip keine Freude daran haben. Ausser wenn das Stück ausserst miserabel ist, können Sie einer Dame, die Sie interessiert, wohl kaum vorschlagen, die letzten drei Akte für einen Drink mit Ihnen saün zu lassen, während Sie einen Museumsbesuch jederzeit abbrechen können, um sich anderen Dingen zu widmen...
Grundsätzlich macht es keinen grossen Unterschied, mit welchem Spruch Sie ein Gespräch anfangen. Solange 'sie' darauf eingeht, braucht man das Pausengespräch bis zum Klingelzeichen nicht abbrechen zu lassen. Und dann - dann muss man tief Luft holen und sich mit ihr an der Stelle, an der man gerade steht die findet sie nämlich wieder! - für nach Ende der Vorstellung verabreden.
Sollten Sie die Frau, die Sie unbedingt kennenlernen möchten, erst nach Theaterschluss entdecken, können Sie ihr immerhin noch anbieten, dass Sie ihr ihren Mantel oder ihre Jacke von der Garderobe mitbringen. Auch, versteht sich, damit sie nicht im Gewühl zerdrückt wird. Das wäre doch zu schade um sie - vor allem, weil Sie sie doch gerade erst gesichtet haben und Sie sie gerne noch auf einen Drink oder zu einem Abendessen einladen würden.
Das Lokal, dass Sie vorschlagen, befindet sich natürlich in Theaternähe und ist, ausser es giesst in Strömen, zu Fuss zu erreichen. So machen Sie einen soliden Eindruck - keine Frau steigt nachts zu einem Fremden ins Auto, wenn er nicht Taxifahrer oder Notarzt ist. Wenn gerade dieses schnuckelige Lokal bis auf den letzten Platz besetzt ist - andere Leute wissen auch, was gut ist, und Sie hatten (natürlich) nicht gebucht-, dann, aber erst dann dürfen Sie vorschlagen, in ein anderes Lokal zu fahren. Kennt sie eines, in das sie gerne gehen würde? (Sie fragen sie deshalb, damit sie nicht den Eindruck gewinnen könnte, dass Sie sie verschleppen wollen!) Wenn ihr kein Lokal einfällt, dann sind Sie wieder mit Vorschlagen an der Reihe. Wie sie zu dem Restaurant, dem Bistro oder der Bar gelangen, können Sie ja dann mit ihr absprechen. Wenn Sie beide ein Auto haben, wird sie vermutlich hinter Ihnen herfahren. Wenn sie keines hat, und Sie motorisiert sind, sollten Sie ihr trotzdem noch die Möglichkeit lassen, lieber gemeinsam mit einem Taxi zu fahren. Wenn keiner von Ihnen einen Wagen hat, erübrigt sich eine grosse Diskussion.
Was aber, wenn sie zwar gern noch mit Ihnen Essen oder einen Drink nehmen würde, aber gerade heute absolut keine Zeit hat? Dann verabreden Sie sich einfach für einen anderen Zeitpunkt und/oder tauschen Telefonnummern aus...
Konzerte
Klassische Konzerte werden wie 'Theater' behandelt. Anderes bleibt Ihnen in der zumeist gediegenen Atmosphäre nicht übrig.
Rock-Konzerte fallen in zwei Kategorien. Bei denen, wo die Plätze nummeriert sind und Ruhe im Saal herrscht, während, wenn van Morrison oder James Taylor auf der Bühne steht, müssen Sie so vorgehen, wie Sie es bei klassischen Konzerten tun - nämlich wie im Theater. Einziger Unterschied: Wenn Sie und die Frau Ihrer Wahl die sechziger Jahre noch - wenngleich nur knapp - miterlebt haben, dürfen Sie fachsimpeln. 'Wird Ihnen nicht auch ganz anders, wenn Sie James Taylor "Fire and Rain" singen hören?' 'Wissen Sie auch noch, wie Jö Cocker in Woodstock "With a little Help from Friends" gesungen hat?' 'Ist es nicht erstaunlich, dass Dr.Hook immer wieder mit starken Titeln aufwarten...?' 'Finden Sie es nicht auch erfreulich, dass neuerdings wieder so dufte Bands wie Foreigner auftauchen?'
Erst bei Rockkonzerten, wo jeder umherlaufen kann, wie es ihm beliebt, wo es links und rechts nach Marihuana duftet, wo getanzt und geklatscht wird, haben Sie mehr Möglichkeiten, Mädchen anzumachen. Die erste Gelegenheit bietet sich, während die Vorgruppe spielt. Meistens - Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel - lohnt sie sich nicht anzuhören, und die Bar und die Flure wimmeln nur so von Frauen, die nicht schon Ohrenschmerzen haben wollen, bevor es richtig losgeht. Anknüpfungspunkt ist auch hier ein 'fachgerechter Spruch'. 'Einerseits finde ich es ja grässlich, dass man erst diese Katzenmusik abwarten muss, bis man endlich das hört, wofür man hergekommen ist. Andererseits bin ich heute dafür ganz dankbar, sonst wäre ich Ihnen vielleicht nicht in den Weg gerannt...'
Ansonsten findet man bei den gerade beschriebenen Rock-Konzerten schnell Anschluss, wenn man 'sie' fragt, ob sie weiss, wer da gerade den Joint raucht - oder ob sie mal ziehen möchte. Das alles muss natürlich in einem Ton passieren, der 'sie' Sie nicht mit einem Polizisten vom Drogendezernat verwechseln lässt.
Weil's bei besagten Konzerten zumeist auch fast unerträglich heiss und stickig ist, können Sie sie ohne weiteres zu einer Erfrischung einladen. Wenn das Konzert zu ende ist, versteht sich.
Noch zwei Dinge: Sollten Sie bereits graue Schläfen haben, werden Sie sich natürlich hüten, zu einem Punk-Konzert zu gehen und dort versuchen zu wollen, mit flotten Sprüchen kleine Mädchen aufzureissen. Man soll nichts übertreiben.
Und falls es Ihnen auch sonst weniger um das Konzert als ums Aufreissen geht, halten Sie sich von Heino und Peter Alexander fern. Die Frauen, die Sie hier finden, suchen meistens was für's Herz - und für immer...

WO ? IN BIBLIOTHEKEN UND BUCHLAEDEN
In Bibliotheken und Buchläden wimmelt es nur so von Frauen, die Sie aufreissen können. Mehr noch: Als wenn Sie darum gebeten hätten, haben sich die verschiedenen Frauentypen selbst dort so richtig schön vorsortiert:
Sobald Sie die Frau, die Sie erobern wollen, geortet haben, schenken Sie ihr, je nachdem, bei welcher Art von Büchern sie steht, ein kesses, schüchternes, freundliches, aufmunterndes oder verliebtes LLächeln. Aus ihrer Reaktion erkennen Sie dann schon, ob es einen Sinn hat, einen Ihrer Sprüche anzubringen.
Bibliotheken
Zur Charakteristik dieser Räumlichkeiten gehört es, dass hier zumeist Grabesstille herrscht. Folglich müssen Sie den Satz, den Sie anbringen wollen, im Flüsterton vorbringen. Denn es ist wohl kaum in Ihrem Interesse, dass sich plötzlicch alle Köpfe nach Ihnen umdrehen.
Was Ihr Spruch angeht, so ist es immer günstig, wenn er sich auf die Thematik oder den Schriftsteller, mit der oder dem sie gerade beschäftigt ist, bezieht. Bei Goethe können Sie zum Beispiel sagen: 'Ich dachte, der grosse Rummel um ihn sein für die nächsten fünfzig Jahre vorbei' oder: 'Erlaubt ist was gefällt, wie wär's wenn wir einen Kaffee miteinander trinken würden?'
Wenn sie Schiller liesst, können Sie ihr mit treuem Augeschlag sagen: 'Ich bin besser als mein Ruf.' - und wenn sie gerade in französicher Literatur aufgeht, können Sie ihr mit: 'Honni soit qui mal y pense' (Schande dem, der dabei böses denkt) klarmachen, dass Sie nichts übles im Sinn haben...
Sollte Ihnen zu dem Buch, in dem 'sie' gerade blättert, nichts einfallen, ist ein neutraler Spruch besser, als ihr ein Lessing-Zitat um die Ohren zu haün, wenn sie gerade Kleist liesst.
Bücherladen
Hier können Sie im normalen Tonfall reden. das macht die ganze Angelegenhit schon wesentlich angenehmer. Günstig ist auch, dass Frauen, die in den verschiedenen Bücherecken stöbern, oft kein bestimmtes Buch, sondern ein Buch bestimmer Art kaufen wollen. (Sonst hätten sie die Verkäuferin gebeten, "Das Parsifal Mosaik" für sie zu suchen, hätten gezahlt und wären wieder verschwunden.) Sollte die Frau, die Sie vom lesen abhalten wollen, in Büchern wühlen, von denen Sie etwas verstehen, können Sie ihren Auftritt garnicht mehr verpatzen. Sie können ihr nämlich sagen, was sich zu lesen lohn - und was nicht. Begründen können Sie das, wenn sie danach fragt, selbstverständlich auch...
Sie können den Spiess natürlich auch umdrehen und 'sie' um ihren Rat fragen. Das setzt allerdings meistens voraus, dass Sie sie schon eine ganze Weile dabei beobachtet haben, wie sie ein Buch nach dem anderen aus dem Regal gezogen, gelesen, wieder weggestellt hat. Wenn Sie es geschickt timen, können Sie auch - mit irgendeinem witzigen Buch in der Hand - plötzlich laut loslachen. Wenn 'sie' Sie verdutzt anschaut, sagen Sie einfach: 'Das ist so komisch, das müssen Sie lesen...'
Ansonsten können Sie hier auch den Kaufhaus-Trick anwenden, bei dem Sie sie bitten, Ihnen bei der Auswahl eines Buches behilflich zu sein. Das geht allerdings am ehesten bei Kunstbüchern. Wenn es zwei Bücher über Michelangelo oder da Vinci gibt, können Sie sie fragen, welches sie als Geschenk für ihren Vater, Bruder oder sonstwen am schönsten fände. Vorausgesetzt, Sie sind ihr sympathisch und sie muss nicht unbedingt die nächste Strassenbahn kriegen, wird sie Ihnen sicherlich bei der Auswahl behilflich sein. Sie können ihr, wenn Sie ganz mutig sind, auch dieses Buch in die Hand drücken und sie fragen, welcher Spruch sie am ehesten überzeugen würde, dass sie unbedingt mit Ihnen einen Kaffee trinken gehen muss...

WO ? IN KAUFHÄUSERN UND SUPERMÄRKTEN
Kaufhäuser, Geschenkboutiquen, Supermärkte sind wahre Fundgruben - nicht nur für Dinge, die man kaufen kann. Hier gibt es natürlich auch zwei Grundregeln:
Kaufhäuser
Prinzipiell haben Sie in jeder Abteilung Gelegenheit, genau das, oder vielmehr die, zu finden, die Sie suchen: Hinter den Theken und Kassen wimmelt es nur so von weiblichen Wesen aller Altersgruppen und Typen: vom jungen Mädchen, das den Job nur so lange macht, bis es geheiratet wird und sich dann nur noch der Familie widmet, bis zur Studentin, die sich ihre Berufsausbildung verdient und nicht im Traum daran denkt, eines Tages nur Ihre Blumen zu giessen und Ihre Kinder zu kriegen.
'Vorsortiert' haben Sie die Frauen auch relativ schnell, weil die meisten von Ihnen auch heute noch dazu neigen, einen Verlobungs- oder Ehering zu tragen, wenn sie einen besitzen.
Personal
Mit dem Personal anzubandeln ist das geringste Problem. Schliesslich ist es dazu da, Sie zu beraten und Ihnen bei den Einkäufen zu helfen. Dabei lässt sich, selbst wenn Sie nicht zu den einfallsreichsten Männern gehören, mühelos eine Gespräch anfangen. Was Sie allerdings unter keinen Umständen tun dürfen, ist, einer Verkäuferin, gleichgültig, ob sie im Stress steht oder nicht, den Nerv damit zu töten, dass Sie sie stundenlang beschäftigen und dann nicht einmal eine Tafel Schokolade oder einen Teller kaufen. Sonst könnte sie schnell das Gefühl bekommen, Sie wollen sie auf - nicht in - den Arm nehmen.
Versuchen Sie's statt dessen mal mit der Masche, die mein Freund Thomas ausserordentlich erfolgreich anwendet: Anstatt an einem Tag die sechs Teller, die er brauchte, zu kaufen, erstand er jeden Tag - bei derselben Verkäuferin, versteht sich - einen. Bis sie ihn, ohne indiskret zu sein zu wollen, fragte, was er damit bezwecke. 'Sie kennenlernen' war seine Antwort. Dazu gab sie ihm daraufhin auch prompt Gelegenheit... Thomas hat es auch schon fertiggebracht, jeden Tag ein paar Handschuhe, ein kleines Kinderspielzeug, einen Kamm, eine Schallplatte, und was weiss ich noch, zu kaufen. Immer so lange, bis die Verkäuferin, die er aufreissen wollte, ihn endlich auf seine eigenartige Gewohnheit ansprach...
In der Möbelabteilung ist diese Masche natürlich kaum drin. Es sei denn, Sie wollen sich sowieso gerade neu einrichten. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, mit dem Personal warm zu werden:
Kundinnen
Auch hier haben Sie grundsätzlich in jeder Kaufhausabteilung Gelegenheit, mit einer Frau anzubandeln. Die Baby- und Kinderabteilung und das Spielwaren- und Herrenbekleidungsdepartment sind zwar mit Vorsicht zu geniessen, aber auch hier ist es absolut drin, dass 'sie' für ihr Patenkind oder ihren Vater einkauft.
Um in der Damenbekleidungsabteilung auf Jagd zu gehen, brauchen Sie wohl ein wenig mehr Chuzpe als in anderen Abteilungen - schliesslich haben Sie da als Mann nichts zu suchen. Es sein denn, Sie wollen ihrer Schwester oder Mutter einen Pullover, eine Bluse schenken. Und wenn das so ist, können Sie natürlich eine Kundin, deren geschmackvolle Erscheinung Sie bewundern, um Rat und Hilfe bitten... Bei selbiger Gelegenheit können Sie natürlich über eine Frau stolpern, die gerade ein Kleid, eine Bluse, einen Hosenanzug anprobiert und sich derzeit damit begnügt, den Spiegel nach seiner Meinung zu fragen. Schon können Sie einhaken und ihr sagen, ob ihr besagtes Kleidungsstück steht. Und wie. Und natürlich, dass Sie nichts mehr entzücken würde, als wenn die Trägerin das neü Kleid mit Ihnen einweihen würde. Bei einer Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder, wenn's ein schickes ist, bei einem Theaterbesuch...
Die Parfümerieabteilung ist als Jagdrevier wie geschaffen. Eine Frau, die sich ihr eigenes Parfum kauft, hat zumeist keinen Mann greifbar, der es ihr schenkt. Wenn Sie gerade gut bei Kasse sind und die Frau Sie wirklich fasziniert, können Sie, unter Aufbietung Ihres gesamten Charmes, sagen: 'Ich finde, keine Frau sollte sich ihr Parfum alleine kaufen - lassen Sie mich das mal machen.' Dann gehen Sie damit zur Kasse, zahlen, drücken ihr die Tüte in die Hand und machen auf dem Absatz kehrt. Nicht zu schnell, versteht sich, denn sie soll ja noch Gelegenheit haben, Ihnen nachzukommen und dankeschön zu sagen... Dieses Spielchen müssen Sie dann besonders cool weiterspielen. Sie soll ja schliesslich nicht glauben, dass Sie sie 'kaufen' wollten. So trinken Sie mit ihr am besten noch eine Tasse Kaffee - und verabreden sich für einen anderen Tag...
Bei Parfümerieartikeln, wie Haarwaschmitteln, Seife, Badezusätzen, können Sie als Mann ruhig 'ihren' Rat holen. 'Was hilft gegen Schuppen?' fragen Sie natürlich NICHT! Oder Sie können sich einfach eine Dame greifen und sie bitten, Ihnen bei der Auswahl eines Rasierwassers, eines Eau de toilette oder was der Herr sonst noch braucht, behilflich zu sein. Worher sollen Sie wissen, ob ein Duft Ihnen steht, wenn niemand da ist, den Sie fragen können?
Den Trick, sich von Ihr helfen zu lassen, können Sie auch in anderen Abteilungen anwenden. Gleichgültig, wo Sie der Frau, die Sie anmachen wollen, über den Weg laufen, fragen Sie sie einfach, ob sie ein paar Minuten Zeit hat und so lieb wäre, Ihnen behilflich zu sein, eine neue Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe, einen Anzug auszusuchen... Das tun Sie allerdings nur, wenn Sie gerade wirklich eine Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe, einen Anzug brauchen. Denn Sie sollen dann ihrem Rat auch folgen und besagtes Stück kaufen. Es sei denn, ihr Geschmack so unterentwickelt, dass Sie sich darin nicht blicken lassen können. Aber dann haben Sie sowieso nicht viel verloren, wenn Sie die Dame verärgern. Sollte es in dem Kaufhaus, in dem Sie gerade sind, nichts nach Ihrer beiden Geschmack geben, können Sie sie vielleicht dazu bringen, mit Ihnen noch in einem anderen Laden nach dem was Sie erstehen wollen, zu suchen. Es muss ja nicht heute sein, wenn sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr hat... Es versteht sich wohl weiterhin von selbst, das Sie das Kleidungsstück, dass Sie mit ihr ausgesucht haben, nun auch gerne mit ihr zusammen ausführen würden...
Mit einer Frau, die unzählige Plastiktüten schleppt, ins Gespräch zu kommen, gehört zu den simpelsten Methoden, die Sie in einem Kaufhaus anweden können. Bieten Sie 'ihr' einfach an, den ganzen Kram zu tragen, weil Sie es nicht mit ansehen können, dass sie sich so abrackert. Gleichzeitig können Sie sie zu einem Kaffee einladen, denn vom vielen Einkaufen ist sie sicher ganz kaputt...
Apropos Kaufhaus-Cafeteria: Eine der hübschesten Aufreissmethoden, die mir bekanntgeworden sind, war folgende: Ein junge Mann, der sich neben eine Frau mit den vielen Tüten setzte, und selbst in etwa die gleiche Anzahl Einkaufstüten in der Hand hatte, bot ihr einfach an, die Einkaufe auszupacken. 'Mein Rasierapparat gegen ihre Aretha-Franklin- und Ray-Charles Platten. So kann ich mich wenigstens bei Ihnen rasieren, und Sie können die Platten jederzeit bei mir hören.' 'Ihre Bluse gegen meinen Pullover, so können Sie sich bei mir und ich mich bei Ihnen umziehen...' Wenn Sie es schaffen, diese Nummer charmant und witzig zu bringen, kann es durchaus sein, dass 'ihre' Bluse wirklich in Ihrem Schrank landet und sie dafür Ihren Rasierapparat in ihrem Badezimmer deponiert...
Die Schallplattenabteilung bietet ebenfalls ein grosses Sortiment - nicht nur an Musik, sondern auch an Frauen. Hier haben Sie den besonderen Vorteil, dass Sie die Frau, die Ihnen gefällt, durch die Wahl ihrer Käufe erkennen können. Wenn 'ihr' Geschmack auch der Ihre ist, haben Sie wenigstens schon eine Gemeinsamkeit, die Sie 'entdecken' können. Wenn sie allerdings Stockhausen oder Heintje zur Kasse trägt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Wollen Sie sich das wirklich antun? Falls Sie es wirklich nicht lassen können, bleibt Ihnen höchstens noch eines: 'Fragen Sie sie, wem sie die LP zum Geburtstag schenkt. Wenn sie Sie daraufhin ungläubig anschaut oder gleich in Lobeshymnen über die Musik ausbricht, gibt es nur noch eines: Ergreifen Sie, so schnell Sie können, die Flucht...
Die Sportabteilung ist, vorausgesetzt Sie sind selbst sportlich - oder zumindest einigermassen gelenkig - ein vorzügliches Jagdrevier. Wenn 'sie' einen Tennisschläger kauft, können Sie sie fragen, wo sie spielt, wenn sie Reithosen kauft, wo sie reitet, wenn sie Skier kauft, wo sie Ski fährt - und so weiter. Und dann können Sie sie ganz einfach fragen, ob sie nicht Lust hätte, mal in Ihren Club mitzukommen - vorausgesetzt, Sie haben einen...
In der Haushaltswarenabteilung wird es schon schwieriger. Zu Kochlöffeln und Dampfkochtöpfen kann einem beim besten Willen nicht viel einfallen. Hier heisst die Devise: weg vom direkten Thema. Sagen Sie statt dessen einfach: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, würde ich Sie gern zu einem Kaffee einladen.' Oder: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, können Sie sicherlich jemanden zum Tütentragen gebrauchen. Hier bin ich.'
Das Geschenkartikeldepartment hingegen bietet wieder viele Anknüpfungspunkte. Schnick - Schnack - Boutiquen natürlich ebenso. Hier können Sie die Dame, auf die Sie es abgesehen haben, mal wieder um Rat bitten. 'Meine Sekretärin hat letzlich so viele Überstunden gemacht, mein Sie, eine Frau würde sich über... freuen?' Oder: 'Meine Cousine gehört zu den Frauen, die einfach alles haben. Glauben Sie, dies hier wäre was Nettes für jemanden, von dem man nicht weiss, was man ihm schenken soll?' Oder: 'Vielleicht können Sie mir helfen. Einmal brauche ich ein Gastgeschenk für eine Party, uun zweitens würde ich Sie gern zu dieser Party mitnehmen...' (Sollten Sie diesen Spruch bringen, müssen Sie natürlich umgehend dafür sorgen, dass jemand in Ihrem Bekanntenkreis schnellstens eine schmeisst!) Sie können sie natürlich auch fragen, welches Gesellschaftsspiel Sie kaufen sollen - und sie dann einladen, mitzuspielen...
In der Schreibwarenabteilung können Sie verschiedene Kugelschreiber oder Füllfederhalter ausprobieren. Es versteht sich von selbst, dass Sie damit irgendeinen netten Satz oder Ihre Telefonnummer aufschreiben und ihr den Zettel in die Hand drücken. (Wie geduldig Papier ist, steht auf einem anderen Blatt.) Oder Sie können eine Karte mit einem witzigen Text aussuchen und sie ihr - versehen mit (leserlicher!) Unterschrift und Telefonnummer - mit Worten wie: '...die habe ich gerade für Sie gefunden...' geben.
Wie Sie sehen, sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und mit ein wenig Geschick können Sie eine Frau sogar dazu bringen, dass sie die Delikatessen, die sie in der Lebensmittelabteilung kauft, noch am selben Tag mit Ihnen verzehrt...
Supermarkt
Sie brauchen nur in ihren Einkaufskorb zu schauen, und schon haben Sie eine grobe Vorstellung davon, mit welcher Art von Frau Sie drauf und dran sind anzubandeln. Von vier Typen Frau können Sie gleich die Finger lassen:
Alle anderen Frauen allerdings, es sei denn, sie haben einen funkelnagelneuen goldenen Ring an der rechten Hand, sind ein Versuch wert, sie anzusprechen. Um sich aus der Masse der Männer, für die der Supermarkt ständiges Jagdrevier ist, herauszuheben, hier gleich die abgedroschenen Sprüche, die Sie auf keinen Fall bringen sollten:
Aber:
Was tun, wenn die Frau, in die Sie hineinrennen, schon verheiratet ist? Wie bei allen anderen Zweierbeziehungen ergeben sich auch hier prinzipiell vier verschiedene Möglichkeiten:
Im ersten Fall ist die Sache amüsant und unkompliziert. Wie Sie sich hier verhalten, braucht Ihnen niemand zu erklaren. Im zweiten Fall sieht das Ganze schon völlig anders aus. Vor allem dann, falls Sie auf die Idee kommen sollten, ihr die grosse Liebe (die Sie nicht empfinden) vorzuspielen.
Vielleicht wussten Sie es noch nicht, aber die folgenden zwei Punkte sind harte Tatsachen:
Treiben Sie das Spielchen, sie dem anderen auszuspannen, also nicht auf die Spitze. Sonst könnte sie eines Tages mit oder ohne Kind, aber bestimmt mit Koffer und Make-up vor Ihrer Tür stehen. Dann können Sie ihr zwar immer noch sagen, dass die Liebbesschwüre, die Sie ihr gemacht haben, gar nicht ernstgemeint waren - aber der Zeitpunkt wäre doch ein wenig ungünstig gewählt. Im schlimmsten Fall müssen Sie die Beziehung zu dieser Frau gleich abbrechen - Sie finden hier schliesslich genügend Anleitung dafür, wie man heute Frauen aufreisst.
Sollten Sie sie allerdings lieben und sie Sie nicht, dann möchte ich, ehrlich gesagt, nicht in Ihrer Haut stecken. Auch hier ist wohl das einzig Vernünftige, die begonnene Affaire - auch wenn's verflixt wehtut - kurz und bündig abzubrechen, statt ein Leben im Schatten des anderen zu führen. Ihr grösster Trost: Was wollen Sie mit einer Frau, die Sie nicht liebt? Als Freizeit-Amüsement zur Verfügung zu stehen, sind Sie sich hoffentlich zu schade. Was den vierten Fall betrifft, so ist er leider auch nicht immer mit einem Happy-End versehen. Denn auch wenn Frauen in der Regel durchaus dazu bereit sind, Haus und Hof für den Mann ihres Lebens zu verlassen, können Sie ausgerechnet an die eine geraten sein, die das nicht tut. Dafür, wie Ihre Chancen stehen, gibt es eine Faustregel: Wenn sie 'ihn' für Sie verlässt, dann tut sie das entweder relativ schnell - innerhalb eines Jahres - oder garnicht. Schafft sie es aus verschiedenen Gründen nicht, sich voll und ganz für Sie zu entscheiden, dann müssen Sie entscheiden, ob Sie in der Lage sind, mit der Beziehung, so wie sie ist, klarzukommen.
Was Sie auf keinen Fall tun dürfen ist:

