"Vampir; im slawischen Toten- und Geisterglauben verankerte Erscheinung des »Wiedergängers«; Leichnam, der im Grabe keine Ruhe fand und in Menschen oder Tiergestalt den Lebenden das Blut aussaugte und sie tötete. Das Wort »Vampir« ist aller Wahrscheinlichkeit nach slawischen, und zwar makedonischen Ursprungs. Bei anderen slawischen Völkern findet sich die entnasalierte Form »upir«, »upyr« oder »upiör«. Unter Vampir verstand man in einigen slawischen Gegenden, u. a. in Rußland, die Seele eines Verstorbenen ohne die furchteinflößende Deutung. Als blutgieriger Leichnam erschien er bei den Südslawen und Bulgaren. In Deutschland und Westeuropa wurde der Begriff »Vampir« nach 1725 durch Zeitungsmeldungen über Vampirismus in Serbien eingebürgert und fand rückwirkend neben den ursprünglichen Bezeichnungen Aufnahme bei allen Slawen. Bei den Serben und Kroaten überdeckten sich Vampir und Werwolf.
Als Vampir gingen alle verstorbenen Bösewichte um. Doch auch jeder andere wurde zum Vampir, wenn man nicht durch Totenwache verhindert, daß ein unreines Tier (Katze, Hund, Maus usw.) über seinen Leichnam sprang. Man glaubte auch, daß der Teufel die Haut des Verstorbenen abziehe und mit Blut fülle, daß der Vampir also keine Knochen habe und nichts als ein Blutsack sei. Ein Stich in die Haut sollte vorsorglich das Ausfließen des Blutes bewirken und dem Entstehen des Vampirs vorbeugen. Den rasch aufeinander folgenden Tod mehrerer Familienmitglieder deutete man als Werk eines Vampirs. In manchen Gegenden war es üblich, um ihn ausfindig zu machen, ein Fohlen an die Gräber zu führen. Dieses galt als Geisterseher und scheute vor dem Grab des Gesuchten. In das Herz des Leichnams trieb man dann einen Pfahl aus Erlen- oder Weißdornholz. Ein unfehlbares Mittel gegen Vampire war indessen nicht bekannt, und so gab es zahllose Varianten des Abwehrzaubers."

Blut, der kostbarste Saft der Welt, wird leider viel zu oft sinnlos vergeudet und tränkt die Erde ohne Sinn und Zweck. Bereits der Zwist zwischen Kain und Abel endete mit einem verschwenderischen Hinwegplätschern und führte im Endeffekt zur Unfruchtbarkeit des Bodens und Bestrafung des Mörders Kain.
Andererseits bereichert solches auch die Welt, Geld wird damit verdient (durch Spenden oder auch durch italienische Werbung und es wäre nicht halb so lustig sich Nachrichten anzusehen, man käme nicht auf Gedanken die zur Besinnlichkeit anregen und einen an den Wert des eigenen Blutes erinnern...
Unendlich ist dieser Diskurs durch Wellen und Ströme von Blut - aber genug des Vorwortes. Wir wünschen unseren Besuchern einen fröhlichen aber nachdenklichen Abstecher in die grenzenlose Welt des Lebenssaftes!
Durch unseren Organismus kreisen - je nach Körpergröße und Umfang - 5 bis 7 Liter Blut. Dieses besteht aus festen und flüssigen Komponenten. Flüssige: über 90 % Wasser; ca. 8 % Proteine und etwa 2 % Glucose, Fette, Hormone, Vitamine u. ä. ; Feste sind die Blutkörperchen.
Das Blut ist Transportmittel für allerlei: z. B. transportieren rote Blutkörperchen Sauerstoff und/oder Kohlendioxid, die sich sehr gut am Eisenkern der Blutkörperchen anlagern können, und Proteine befördern Soffwechselsubstanzen (Zucker, Aminosäuren u. ä.). Seine Transportwege werden aufgeteilt in die Aterien, die "Frischblutleitungen", die Venen - es muß ja auch wieder zurück zum Recycling, und die Kapillaren (kleinste Äderchen die Nährstoffe / Sauerstoff u.a. an Muskeln u.ä. weitergeben). In die Kapillaren können die Eiweißmoleküle aufgrund Ihrer Größe nicht gelangen. Sie bleiben zurück und erzeugen so den kolloidosmodischen Druck, der nötig für den Rückfluß des Blutes aus den Haaräderchen ist. Mit jedem Herzschlag gelangen 0,5 % des Lebenssaftes durch die Poren in das Gewebe um die Kapillargefäße.
Die Gerinnung des Blutes verursachen u. a. die Proteine und die Trombozyten (Blutplättchen). Von letztgenannten enthält jeder Tropfen Blut ca. 250.000. Sie werden u. a. von der Leber und Milz sehr rasch wieder abgebaut - dadurch müssen laufend neue produziert werden - der menschliche Körper produziert deshalb tagtäglich etwa 150 bis 220 Milliarden (!) Stück.
Den Großteil der Fettblutanteile bringen die ca. 30.000 Milliarden roten Blutkörperchen oder Erythrozyten auf die Waagschale - das sind etwa 99 %. Sie haben eine Lebensdauer von 120 Tagen, dann werden sie von der Milz aussortiert. Sie wandern bis dahin etwa 1800 km durch den Körper; außerdem enthalten sie das Hämoglobin, den roten Farbstoff des Blutes.
Dann sind da noch die weißen Blutkörperchen, von denen es drei verschiedene gibt: Granulo-, Lympho- und Monozyten. Sie alle haben nur die eine Aufgabe: den Körper schützen. Sie töten alles, was nicht ins Blut gehört - Viren, Bakterien, Pilze, entartete körpereigene Zellen und Parasiten. Sie haben sehr unterschiedliche Lebenserwartungen, zwischen wenigen Stunden und einigen hundert Tagen.
Und dann waren da noch die verschiedenen Blutgruppen. Der Serologe Karl Landsteiner fand 1901 heraus, weshalb es, wenn man das Blut von zwei Menschen mischt manchmal verklumpt und manchmal flüssig bleibt, und führte das ABO-Blutgruppensystem ein. Hierfür erhielt er 1930 einen Nobelpreis, nachdem sich sein Verfahren im Ersten Weltkrieg bewährt und vielen Soldaten das Leben gerettet hatte. 1940 erforschte er zusammen mit Alexander S. Wiener das zweite bedeutsame Kriterium, die Rhesusfaktoren (85 % aller Menschen haben einen, bei 15 % fehlt dieser Faktor). Es sieht also wie folgt aus: Es gibt vier Blutgruppen A, B, AB und 0, die untereinander nur bedingt mischbar sind. Hierfür sind bestimmte Antigene (Eiweißmoleküle) verantwortlich, die eine Immunabwehr gegen Fremdkörper anregen. Sie sind folgendermaßen verteilt - Blutkörperchen der Blutgruppe A haben das Antigen A sowie den Verklumpungsstoff b; Blutgruppe B hat das Antigen B aber den Antikörper a; Blutgruppe AB hat beide Antigene aber keine Antikörper und bei 0 genau umgekehrt. Man kann 0 mit allen anderen Blutgruppen mischen, aber 0-Typen dürfen kein Blut einer anderen Gruppe erhalten. A- und B- vertragen jeweils nur ihre eigene Gruppe sowie 0; und die seltenste Gruppe, AB, verträgt sich mit allen (A, B, AB und 0). Diese Abwehrreaktionen, bei denen das Blut verklumpt nennt man Agglutinationsreaktion. Mit ihrer Hilfe lassen sich sehr schnell unbekannte Gruppenzugehörigkeiten testen, indem jeweils ein Testserum der Blutgruppen A und B mit einer Probe des Blutes vermischt werden. Anwendung findet diese Methode vor allem bei Operationen mit Fremdbluteinsatz (z. B. bei Unfällen).
Es gibt Theorien, die Besagen, daß den Blutgruppen charakteristische Eigenschaften zugeteilt werden können. So z. B. dem A-Typ hohe Selbstkontrolle, B-Typen geistige Beweglichkeit, AB-Typen logische Denkfähigkeit und 0-Typen Optimismus.
Blutgruppen folgen einem genauen Erbgang - d. h. werden nach einem bestimmten Muster weitervererbt. Deshalb kann man Vater und Mutter eines Kindes sehr exakt bestimmen. Es sind zur Zeit 14 verschiedene Blutguppensysteme mit etwa 60 unterschiedlichen Antigenen bekannt, sie sind geographisch verteilt.

Vampirpanik im 18.Jahrhundert
Im Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert begann das Mysterium Vampirismus sich durch einen besorgten Chirurgen der angsichts der vielen Berichte die aus dem Slowenenreich nach Europa durchdringten zu manifestieren. Dieser Chirurg außerte sich, das der Vampirismus wie eine Pest, über das Slawenland und die Walachei verbreitet, zahlreiche Opfer fordert und das ganze Land vor vor geheimnissvollen Besuchern in Angst und Schrecken versetzt. Bereits im späten 17. Jahrhundert hatten Gerüchte ueber Vampirepedemien in Rußland das ganze kursiert. Da sollen Tote Augenlieder, Mund und Zunge bewegt haben und Ihre eigenen Körper angefressen haben. Andere sollen von Ihren Gräbern aufgestanden sein und Menschen angefallen haben. Der von den Habsburgern eroberte Teil Bosniens und Serbiens wurde der Hauptschauplatz der ersten Skandale. Vor allem zwei protokolierte Fälle waren es die das Mysterium in Europa publizierten. Der Fall Peter Plogosovitz und der Fall Arnod Paole. Beiden Männern sagte man nach, sie seien Vampire, da nach Ihrem Tode ein großes Sterben die Heimatorte befiehl. In beiden Fällen fanden sich Zeugen die die Personen als Untote gesehen haben wollen. Daraufhin wurden die Gräber geöffnet und beidemale fand man die Leichen unverwest und mit Blut vollgepumpt. Den überführten Vampiren wurde daraufhin ein Pflock ins Herz gerammt, und sie wurden verbrannt. Als Quellen und Belege die von der Vampirpanik des 18 Jahrhunderts berichteten sind z.b zu erwähnen: Die Berichte und Akten aus der kaiserlich königlichen Kanzlei in Wien die sich auf den Vampirglauben, besonders auf den aus Serbien stammenden bezieht. Abschreibungen dieser Berichte wurden an die Höfe des preußischen und anderer Könige geschickt, so kamen die Berichte auch an den Vatikan. Ebenso erreichten Berichte das Colegium Sanitatis in Wien von wo es der Offentlichkeit bekannt gemacht wurde. Der Kaiser in Wien schaltete daraufhin die Universitäten ein, von wo aus ein Duzend Philosophischer Versuche, muthmasslicher Gedanken, und div. Disertationen von Theologen, Lehrern, Mediziner und Philosophen veröffentlich wurden. Das erste große Standartwerk zu diesem Thema veröffentlichte Michael Ranfft ."Von dem Kauen und Schmatzen in den Gräbern" von 1728.
Und hier 2 Lieder über meine geliebten Vampire:
Dein Vampyr
Die Aerzte
Auf dem alten Friedhof nachts
Bei Vollmond wenn der Werwolf lacht
Setz' ich mich ganz nah zu dir
Und küsse dich wie ein Vampyr
Du fragst mich warum wir hier sitzen
Da siehst du meine Zähne blitzen
Blut
Du weißt ich liebe dich
Doch das bedeutet für dich nichts
Wie soll ich leben ohne Blut von dir
Du weißt ich brauche dich
Von deinem Blut ernähr' ich mich
Du bist die Jungfrau und ich dein Vampyr
Der Mond scheint böse durch den Wald
Doch dich dich läßt das nur kalt
Die Fledermaus singt Liebeslieder
Und du schenkst mir immer wieder dich
Ich trinke deine Haut wird bleich
Jetzt hältst du Einzug in mein Reich
Dein Hochzeitskleid verfärbt sich rot
Wir lieben und bis in den Tod
Du weißt ich liebe dich
Doch das bedeutet für dich nichts
Wie soll ich leben ohne Blut von dir
Du weißt ich brauche dich
Von deinem Blut ernähr' ich mich
Du bist die Jungfrau und ich dein Vampyr
Graf
Die Ärzte
Der Graf ist nicht das, was er mal war.
Ja, der Graf wirkt heut' seltsam und bizarr.
Ja, der Graf lebt von Blutkonserven, Ratten und Getier.
Ja, der Graf ist kein Punkrocker. Er ist Vampir.
Der Graf erschreckt schon längst keine Kinder mehr.
Ja, der Graf fühlt sich nutzlos, alt und leer.
Ja, der Graf weiß nichts vom Ozonloch und Kernenergie.
Ja, der Graf ist Vergangenheit, Blut und Nostalgie.
Doch damals:
Ja, früher war (doch damals) er gefürchtet bei allen, das Böse in Person,
und trotzdem war (doch damals) er begehrt bei den Frauen.
Sie machten zum Lohn ihm die Hälse frei.
Doch das ist lang vorbei.
Der Graf ist jetzt einsam und allein.
Ja, der Graf wollte nie ein Anachronismus sein.
Ja, der Graf sehnt sich so sehr nach dem Blut einer Jungfrau.
Doch der Graf hat Angst, Angst vor HIV.
Doch damals:
Ja, früher war (doch damals) er das mächtigste Wesen zwischen Zeit und Raum.
Ja, früher war (doch damals) er ein schöner verbotener Traum,
von der Unsterblichkeit,
sexy in seiner Erhabenheit.
Der Graf sitzt auf einem Berg und weint.
Ja, der Graf wartet bis die Sonne auf ihn scheint.