Hier liste ich alle Bücher auf, die ich in jüngerer Vergangenheit gelesen habe und die meiner Ansicht nach gute Botschaften vermitteln und empfehle sie ausdrücklich weiter:

Ruth Dirx, "Kind ärgere dich nicht", Fischer
280 Spiele ohne Verlierer, Wettbewerb, Konkurrenz

Julia Butterfly Hill, "Die Botschaft der Baumfrau", Riemann / One Earth Spirit
Was eigentlich als kurzfristige Protestaktion gegen den Kahlschlag von altem, schützenswertem Wald geplant war, entwickelte sich für Julia Butterfly Hill zu einem Kampf auf Leben und Tod. Im Dezember 1997 bestieg die damals 22 Jahre junge Amerikanerin eine 1000-jährige, 70 Meter hohe Redwood-Kiefer in Nordkalifornien, um die Holzfirma Maxxam am Fällen des Baums zu hindern. Ein harter Kampf begann. Die mutige junge Frau sollte zermürbt werden, und dazu war der Firma jedes Mittel recht... Doch sie gab nicht auf: Sie lebte ohne Unterbrechung 738 Tage auf einer Plattform in 65 Metern Höhe in der Redwood-Kiefer, trotzte Kälte, Regen und Stürmen und schaffte es durch ihren hartnäckigen Einsatz, den Baum vor der Abholzung zu retten. Eine junge Frau wird zur Symbolfigur für das wirkungsvolle Engagement jedes Einzelnen.
"Trotz seiner fesselnden Dramatik atmet das gesamte Buch eine geerdete, indianisch anmutende Spiritualität und ist überaus humorvoll, schlicht und poetisch geschrieben. Julias ansteckend charismatische Botschaft ermutigt uns, den eigenen Beitrag, mit dem wir die Welt aktiv und lebenswert mitgestalten können, nicht zu unterschätzen"

Hermann Hesse, "Siddhartha" - Eine indische Dichtung
In dieser Legende stellt Hermann Hesse einen Menschen dar, der sich aus familiären und gesellschaftlichen Konventionen befreit, aber auch jedes Dogma ablehnt und seinen eigenen Weg findet. Der führt vom gelehrten Vater weg und am Ende in die Natur -- zum Fluss als dem Sinnbild für Dauer und Wandel. Das Buch ist ein Plädoyer gegen Unfreiheit und Anpassung, von dem Henry Miller einmal sagte: "Siddhartha ist für mich eine wirksamere Medizin als das Neue Testament."
Trotz des erbaulichen Inhalts ist diese Geschichte einer Selbstfindung unglaublich spannend zu lesen. Vielleicht liegt das auch an der zwar altmodisch klingenden, dabei jedoch klaren, uneitlen, gewissermaßen asketischen Sprache und Gedankenführung Hermann Hesses.

Leo Tolstoi, "Wieviel Erde braucht der Mensch?"
Erzählungen und Legenden

Michael Ende, "Momo"
Die seltsame Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind,
das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte.
Ein wunderbares, bezauberndes und kluges Buch, ein absolutes Muss zum Vorlesen und selber lesen!

Marlen Morgen, "Traumfänger"
Die Geschichte einer mutigen Frau, die mit den Aborigines wanderte und die wundervollen Geheimnisse und die Weisheiten eines sehr alten Stammes erfuhr. Es geht dabei um Dinge, die wir alle in unserer modernen Gesellschaft lernen müssen: wieder eine Beziehung zur Natur herzustellen, zu vertrauen und an unser inneres Wissen und unsere eigenen Ziele zu glauben.

Gerhard Schönauer, Aussteigen - aber wie? - Ein Weg zum Leben im Grünen , Institut für Baubiologie + Ökologie IBN
Schönauer ist ein Mann, der rechtzeitig das Aussteigen gewagt hat. Er gibt aus seinem reichen Erfahrungsschatz viele Tipps zum "Aussteigen" und welche Vorraussetzungen materieller sowie geistiger Art die Möchtegern-Aussteiger haben sollten. Einerseits nimmt er Illusionen andererseits aber macht er denen Mut, die schon zum Sprung ansetzen, sich aber nicht trauen, weil ihnen von allen Seiten her abgeraten wird...

p.m., Bolo' bolo, oder: über eine mögliche Zukunft, Verlag Paranoia City
Bolo'bolo ist eines der wenigen Utopien des ausgehenden 20 Jahrhunderts. Mir gefällt es deswegen so gut, weil hier nicht der Weltuntergang beschrieben wird, sondern wie auf der Grundlage einer komplett veränderten Weltordnung eine neue vielleicht tragfähige Gesellschaft aussehen kann. Machbar oder nicht, das ist die Frage die sich beim Lesen einer Utopie ständig stellt. Mut zu Utopien mit einem relativ positiven Ausblick haben heutzutage nur wenige.

Paulo Coelho, "Der Alchimist"
Der brasilianische Geschichtenerzähler Paulo Coelho macht uns mit Santiago bekannt, einem andalusischen Hirtenjungen, der eines Nachts von einem fernen Schatz in den ägyptischen Pyramiden träumt. Und so macht sich Santiago auf den Weg: er verläßt Spanien, um buchstäblich seinem Traum zu folgen.
Unterwegs trifft er auf viele spirituelle Boten, die in bescheidenen Formen auftreten -- zum Beispiel als Kameltreiber oder als belesener Engländer. In einem der Bücher des Engländers erfährt Santiago zum ersten Mal von den Alchimisten -- Männern, die glaubten, daß, wenn man ein Metall jahrelang erhitzt, es sich von all seinen individuellen Eigenschaften befreien würde, und daß das, was übrigbliebe, die "Seele der Welt" sei. Natürlich trifft er irgendwann tatsächlich auf einen Alchimisten, und die daraus entstehende Lehrer-Schüler-Beziehung rückt das irrige Weltbild des Jungen zurecht, während sie ihn gleichzeitig dazu ermutigt, seinen Träumen treu zu bleiben. "Mein Herz fürchtet sich davor, zu leiden", vertraut der Junge dem Alchimisten eines Nachts an, als sie in den mondlosen Himmel schauen.
"Sag deinem Herz, daß die Furcht vor dem Leiden schlimmer ist, als das Leiden selbst", antwortet der Alchimist. "Und daß noch nie ein Herz auf der Suche nach seinen Träumen gelitten hat, weil jede Sekunde der Suche eine Sekunde der Begegnung mit Gott und der Ewigkeit ist."
