Hier will ich alle literarischen und poetischen Auswürfe, Sprüche, Zitate, Kurzgeschichten, Anekdoten, Wahrheiten, Weisheiten, Rezepte oder was mir auch sonst noch passendes zum Thema begegnet sammeln. Aber auch Zuschriften sind ausdrücklich erwünscht!

"... Zum Beispiel heizten wir eine Zeit lang mit Kohle, etwa fürs Badewasser, und der Badeofen platzte eines Tages, mitten im Sommer. Da hab ich mir gesagt, ist ja eigentlich Schwachsinn, draußen herrschen 30 Grad und wir jagen noch Kohle durch den Schornstein wegen diesem blöden Badeofen. Aus einem abgerissenen Kindergarten holte ich mir diese Röhrenheizungen, montierte sie aufs Dach, strich sie schwarz an und füllte sie mit Wasser. Wenn ich von der Schicht kam, hatte das Wasser eine Temperatur von 60 Grad. Eine einfache Sache, wenn man die verfeinert, kann man sowas sogar anderen Leuten anbieten. Früher war ich ein scharfer Gegner dieser Nischen-Philosophie. Ich meinte, in den Nischen sitzen die, die sich aus der Gesellschaft zurückgezogen haben, die sich feige aus allem raushalten. Aber heute sehe ich auch das anders. In den Nischen werden die Pfeiler errichtet, die mal sehr viel abstützen können, wenn die Welt ins Rutschen kommt. In den Nischen entstehen, aus Gründen eines wie immer zu bewertenden Individualismus, jene Technologien des Überlebens, deren Produkte, wenn sie in einen Austausch kommen, unsere Existenz sichern könnten ... In den Nischen wissen die Leute noch, welche Pilze man essen kann, wie die Bäume heißen und wie man ohne Chemie auskommt." Gerhard Gundermann (www.gundi.de)

Wer in Urlaub gehen muß hat weder die richtige Wohnung, noch die richtige Arbeit. Wildberger-Weisheit

"In dem Augenblick, in dem man sich entscheidet, greift auch die Vorsehung ein. Damit geschehen alle möglichen Dinge zu unseren Gunsten, die sonst nie passiert wären. Eine ganze Kette von Ereignissen setzt sich in Gang: unerwartete Zwischenfälle, zufällige Begegnungen und Hilfsmittel, die wir uns nie hätten erträumen lassen. Ich habe inzwischen große Hochachtung vor einem Wort von Goethe: 'Gehe alles an, was du kannst oder zu können träumst. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Zauberkraft." W.N.Murray

"Wo gehen sie denn hin, Herr Maulwurf?" "Nirgends hin. Ich habe kein Ziel. Denn wer kein Ziel hat, kann sich nicht verirren. Wenn ich wo ankomme, dann mache ich diesen Ort zu meinem Ziel. Dadurch habe ich mein Ziel immer erreicht. Das macht mich froh, wissen Sie? Und ich freue mich gern, das ist meine Lieblingsbeschäftigung." aus Janoch, der Quasselkasper

Wichtige Mitteilung !
Ich habe eine sehr wichtige Mitteilung zu machen. Ich habe eine sehr wichtige Mitteilung zu machen. Man kann ohne Geld glücklich leben.
Man kann ohne Geld glücklich leben.
Seid unabhängig und autark.
Seid unabhängig und autark.
Laßt Euch nicht ausbeuten.
Laßt Euch nicht ausbeuten.
...
Wisst Ihr, wie einfach es ist, ohne Geld zu leben?
Wisst Ihr, wie einfach es ist, ohne Geld zu leben?
Man muss nur Brennesseln essen.
Man muss nur Brennesseln essen.
Man kann vom Spinat leben, den man aus Brennesseln zubereitet.
Man kann vom Spinat leben, den man aus Brennesseln zubereitet.
Brennesseln wachsen überall.
Brennesseln wachsen überall.
Sie sind ganz umsonst.
Sie sind ganz umsonst.
...
Esst sie!
Esst sie!
Hunderwasser, Brennessel- Aktion (1959)

Aus dem Ernst der Zeit, muss geboren werden, der Mut zur Tat. Rudolf Steiner

Die Einladung
Oriah Mountain Dreamer, Indian Elder
Es ist nicht wichtig für mich, wie du dein Geld verdienst, ich möchte wissen, ob du es wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu folgen.
Es ist nicht wichtig für mich, wie alt du bist. Ich möchte wissen, ob du dich traust, wie ein Narr auszusehen, weil du deine Liebe zeigst, deine Träume lebst und wirklich lebendig bist.
Ich möchte wissen, ob du dein eigenes Leid umarmen kannst, ob du durch die Lektionen des Lebens offener geworden bist, oder ob du dich verschlossen hast aus Angst vor neuem Leid.
Ich möchte wissen, ob du mit Schmerz umgehen kannst, meinem oder deinem Schmerz, ohne ihn verstecken, verändern oder überspielen zu müssen.
Ich möchte wissen, ob du voller Freude sein kannst, meiner oder deiner Freude, ob du voller Wildheit tanzen kannst, ob du die Ekstase von deinen Fußsohlen bis zu deinen Haarspitzen fließen lassen kannst.
Es ist nicht wichtig für mich, ob die Geschichte, die du mir erzählst wahr ist. Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, wenn es wichtig ist, dir selbst treu zu bleiben. Ob du mit Verrat umgehen kannst, ohne deine eigene Seele zu verraten.
Ich möchte wissen, ob ich dir vertrauen kann, ob du mein Vertrauen wert bist.
Ich möchte wissen, ob du dann noch die Schönheit in allem sehen kannst, wenn es nicht jeden Tag schön ist. Und ob du aus der Quelle des Großen Geistes trinken kannst.
Ich möchte wissen, ob du mit Fehlern umgehen kannst, deinen und meinen Fehlern und zugleich am Ufer eines Sees stehen kannst und dem Silber des vollen Mondes ein lautes ÂÂÂÂÂÂJA!ÂÂÂÂÂÂ entgegenbrüllen kannst.
Es ist nicht wichtig für mich, wo du lebst und wie viel Geld du besitzt. Ich möchte wissen, ob du nach einer Nacht voller Streit, Kummer und Verzweiflung, wenn du zermürbt und erschöpft bist bis auf die Knochen, aufstehen kannst, um für die Kinder das zu tun, was getan werden muss.
Es ist nicht wichtig für mich, wer du bist oder wie du hier her gekommen bist. Ich möchte wissen, ob du mit mir im Zentrum des Feuers stehen kannst, ohne zurückzuschrecken.
Es ist nicht wichtig für mich, wo, was oder mit wem du studiert hast. I möchte wissen, was von dir übrig bleibt, wenn alles Äußere von dir abfällt.
Ich möchte wissen, ob du mit dir selbst alleine sein kannst.

Auf dem Acker waechst kein Geld.

BSE = Besser Salat Essen

"Ich glaube, dass wir letztlich alle unsere Abhaengigkeit von der Technik ueberwinden muessen. Wir koennen es uns jetzt freiwillig dafuer entscheiden, oder wir koennen es spaeter tun, wenn wir keine Wahl mehr haben. All unser Wachstum geht zu Lasten der Erde, der wir unser Leben verdanken, und dieses Leben muessen wir ausgewogen und umweltgerecht fuehren." aus "die Botschaft der Baumfrau", Julia Butterfly Hill

"Wer sich an das Absurde gewoehnt, findet sich in unserer Zeit gut zurecht." Eugene Ionescu

"Am schlimmsten ist, daß wir 'Wohlstand' nennen, was in die Katastrophe führen muß. Es ist kein Fehler, daß wir Fehler machen, aber es ist der größte Fehler, aus Fehlern nichts lernen zu wollen." Franz Alt


"Neun Monate lang gibt es genug Tageslicht. Den Rest des Jahres geht Mensch besser mit den Hühnern ins Bett." Atomstromgegener-Argument

Rezept - Vorschlag für´s Jahr
Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat genau für ein Jahr reicht. Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge drei gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit - und einer guten erquickenden Tasse Tee...
Hoffnung
Eine immer offene Haustür - Ein Kind ohne Schlüssel - Ein Garten ohne Zaun - Eine Liebe ohne Anspruch - Eine Straße ohne Autos - Ein Minister am (Flies-)Band - Ein Lehrer ohne Tadel - Eine Schule ohn Zeugnis - Ein Gefängis ohne Gitter - Ein Soldat voller Würde - Ein Betrieb ohne Stoppuhr - Ein Buch ohne Zensor - Ein Gespräch ohne Argwohn - Eine Kneipe ohne Schankschluss - Eine Gruppe ohne Spitzel - Ein Wald ohne Schilder - Ein Chemiewerk ohne Giftstoff - Eine Wiese nur für Kinder - Eine Klinik gegen Trauer - Eine Stadt ohne Selbstmord - Eine Jugend ohne Ausweis - Ein Alter voller Lust - Eine Reise um die Erde - Eine Frau ohne Ohnmacht - Und ich ohne Angst.
Bettina Wegner
Die beste Energie ist die eingesparte Energie.
Wo kämen wir hin, wenn alle wieder ihre Nahrung selbst wachsen ließen und ihre Energie selbst einfängen? - Dann gäbs ja keine Arbeitslosigkeit mehr - außer beim Arbeitsamt.
Hundertwasser:
Um glücklich zu sein, braucht der Mensch kein äußeres Reichtum, sondern einen inneren Reichtum der Seele. Um glücklich zu sein braucht der Mensch keine mechanische Energie sondern eine innere, schöpferische Energie. Der heutige Mensch ist das gefährlichste Ungeziefer, das die Erde je bevölkert hat. Der Mensch ist ein Ökosystemfremder Schädling geworden. Perfekte Ökologie muß den Menschen in seine ökologische Schranken verweisen, damit sich die Erde regenerieren kann. Der wahsinnige, unbegründete Verbrauch des Menschen muß einer verantwortungsbewußten schöpferischen Intelligenz entsprechen. Der Mensch ist ein dummes Herdentier geblieben, das plötzlich irrsinnige Mengen von Energie, Giften und anderen Mordmitteln zur Verfügung hat die er wild verpulvert, oder rücksichtslos zur Vernichtung der Umwelt und der eigenen Brüder einsetzt. Und gierig verlangt dieser Mensch, dieses dumme Herdentier, noch mehr Energie, noch mehr Gifte und noch mehr Mordmittel. Atomenergie ist eine wirtschaftliche und ökologische Katastrophe. Atomenergie kommt uns teuer zu stehen, sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Der Mensch, besonders die sogenannten Experten, haben die Kontrolle über die Energiehebel verloren. Sie wissen nicht mehr, was sie tun."
Ein Weg entsteht, in dem man ihn geht.
Es gibt keine Mißstände der Natur. Es gibt nur Mißstände des Menschen.
Wenn der Mensch glaubt, die Natur korrigieren zu müssen, ist es jedes Mal ein nicht wiedergutzumachender Fehler. Es sollte nicht einer Gemeinde zur Ehre gereichen, wie viel selbstgewachsene Natur sie zerstört, sondern es sollte vielmehr für eine Gemeinde Ehrensache sein, soviel wie möglich von ihrer natürlichen Landschaft zu schützen. Der Bach, der Fluß, der Supmf, die Aulandschaft in ihrer gottgewollten Beschaffenheit müssen uns heilig und unantastbar sein. Bachregulierungen bringen nur Böses, was uns teuer zu stehen kommt. Absinken des Grundwassers, Absinken der Waldgrenze um bis zu 100 Meter, Versteppung großer Gebiete, kein Regenerieren des Wassers, das zu schnell abfließt. Die Aulandschaft kann ihre Schwammtätigkeit - Aufsaugen von zuviel Wasser und langsames Abgeben bei Trockenheit wie eine gute Sparkasse in Notzeiten - nicht mehr erfüllen. Der regulierte Bach wird zum Abwasserkanal. Fischsterben und keine Fische im Bach, weil sie nicht durch den regulierten Kanal können. Hochwasser mit verheerenden Folgen erst recht nach der Regulierung, weil zuviel Wasser zu schnell abfließt, in großen Mengen zusammenkommt, ohne von der Erde und der Vegetation aufgesaugt und abgefangen werden zu können. Nur ein hoch - und unregelmäßeriger fließender Bach mit baumbestandenem Ufer kann reines Wasser erzeugen, den Wasserhaushalt regulieren und den Fisch- und Tierbestand erhalten zum Nutzen des Menschen und seiner Landwirtschaft. Jetzt, fast zu spät, erkennt man diese uralte Weisheit, sprengt einbetonierte, geradlinig gemachte Fluß- und Bachläufe, um den vorherigen unregelmäßigen Zustand wiederherzustellen. Welch Ironie! Warum also den Bach regulieren, wenn man ihn nachher wieder entregulieren muss?
Hundertwasser, Mai 1990
Ein Tropfen auf den heißen Stein, kann der Anfang zu einem Regen sein!
Die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört der Erde: Das wissen wir. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist mit allem verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Kinder der Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer ihr dem Gewebe antut, das tut ihr euch selbst an.
Das Wesen der Bäume - Basil Johntson
Ein Baum ist ein Abbild des Lebens. Er wächst. Unwohl, heilt er sich selbst. Erschöpft, stirbt er. Ein Baum spiegelt das Sein. Er wandelt sich. Verändert, stellt er sich selbst wieder her und bleibt immer der gleiche. Ein Baum gibt Leben. Er ist beständig. Er gewährt Leben,aber sein eigenes bleibt unvermindert.
Bäume geben mir alles. Alles was ich brauche. Ich habe dem Baum nichts zu geben als meinen Lobgesang. Schaue ich einen Baum an, so denke ich daran, dass der Apfelbaum meinen Hunger stillen kann, der Ahorn meinen Durst löschen kann, die Fichte meine Wunden und Schnitte heilen kann, die Rinde der Birke mein Heim bilden kann, mein Kanu und meine Gefäße formen kann, die Haut der Birke die Bilder aufnehmen kann, die ich male die Früchte des Weinstocks meinen Federn Farbe geben können. Der Farn kann meinen Körper im Schlaf betten. Die Linde kann die Puppe meiner Tochter werden. Die Esche als Schneeschuh, kann mich über den Schnee tragen. Der Tabak kann meine Gebete zu Gott tragen. Das Süßgraß kann meine Hütte mit Duft erfüllen. Die Wurzel des Immergrün kann meinen Schlitten und mein Boot zusammenhalten, Stumpf und Zweige können meine Hütte wärmen. Rose und Gänseblümchen können die Seele der Frau bewegen. Die Blätter im Wind können meinen Geist öffnen.
Solange wir über uns selbst lachen können, sind wir auf dem richtigen Weg.
Aus "Vom wahren Reichtum", Jean Giono, 1937
"Bis neun Uhr morgens dient die Straße denen, die zur Arbeit gehen. Die Arbeit ist dem Menschen nicht mehr angemessen, weder seinem Herzen noch seiner Freude. Sie ist häßlich geworden, zwecklos und verzehrend. Sie scheint nur noch da zu sein, um die menschliche Substanz abzunutzen. Sie wird nicht mehr nach den natürlichen Gesetzen der Umwandlung geleistet; sie bedient sich nicht mehr des herrlichen Arbeitstriebes der Menschen. Sie ist unpersönlich; sie ist Massenarbeit. Mehr noch als alles andere erweckt sie den Eindruck der Leere und des Zwecklosen; sie zerstört täglich die Schönheit des Lebens von mehr als einer halben Million atmender Wesen. Nichts von dem, was sie schafft, ist von Wert. Die fabrizierten Gegenstände, die ich berühre, haben unsichtbare Gußnähte, an denen die Haut meiner Finger hängenbleibt und sich wundreibt. Kein einziger beglückt meine Hände. Die Substanz stirbt ab. Der Arbeiter hat weder Zeit noch Lust gehabt - er hat auch nicht die geistige Bereitschaft -, um das Material das er verarbeitet, lebendig zu erhalten. Es ist wahr, daß man ihm meistens undankbares und wenig dauerhaftes Material in die Hand gibt. Man will gar nicht, daß etwas Gutes entstehe; man will, das es schnell, billig und in Mengen gemacht werde. Diese jämmerlichen Dinge scheinen sich schüchtern in mein Wohlbehagen drängen zu wollen. Ich stoße sie nicht zurück, ich betrachte sie betrübt wie das Holz eines Kreuzes, an dem täglich Männer und Frauen sinnlos gekreuzigt werden."
Sammle dich zu jeglichem Geschäfte, nie zersplittere deine Kräfte. Teilnahmvoll erschließe Herz und Sinn, dass du freundlich andern dich verbindest. - Doch nur da gib ganz dich hin, wo du ganz dich wieder findest. Mirza Schaffy
Bewahren, was uns geschenkt wurde; Aushalten, was uns schwächen will; Annehmen, was uns reifen lässt; Finden, was uns stark macht; Waagen, was nach vorn weist; Erinnern, woher wir kommen; Loslassen, was uns in Abhängigkeit hält; Stark werden, indem wir Schwäche zeigen; Nicht nachlassen, auch wenn wir scheitern müssen; Gegen den Strom schwimmen, der Quelle entgegen.
"Krieg wird sein, solang auch nur ein Mensch am Krieg verdient!" B. Brecht
Ein Loblied dem Apfel
Eines musst du dir gur merken, wenn du schwach bist, Äpfel stärken. Äpfel sind die beste Speise, für zu Hause, für die Reise, für die Alten für die Kinder, für den Sommer für den Winter, für den Morgen für den Abend, Apfelessen ist stets labend. Äpfel glätten deine Stirn, bringen Phosphor ins Gehirn. Äpfel geben Kraft und Mut und erneuern dir das Blut. Drum mein Freund, so lass dir raten, esse frisch, gekocht, gebraten, täglich ihrer fünf bis zehn, wirst nicht dich, doch jung und schön und kriegst Nerven wie ein Strick - Mensch, im Apfel liegt dein Glück!
Die Diggers
Im Jahre 1649, auf dem Hügel von St. George, kam eine zerlumpte Bande namens "Diggers", um den Willen des Volkes durchzusetzen. Sie bekämpften die Grundbesitzer. Sie trotzten dem Gesetz. Sie waren die Enteigneten, die auf ihre Rechte pochten. "Wir kommen in Frieden.", sagten sie, "um zu pflügen und zu säen. Wir wollen das Land gemeinsam bebauen und das Ödland urbar machen. Diese geteilte Erde werden wir vereinen, damit es ein gemeinsamer Schatz für Alle wird. Wir verachten das Unrecht des Eigentums. Niemand hat das Recht, die Erde zu privaten Zwecken zu kaufen oder zu verkaufen. Durch Diebstahl und Mord nahmen sie das Land und jetzt schießen überall auf ihren Befehl die Mauern hoch. Sie machen die Gesetze, um uns einzuschnüren. Der Klerus blendet uns mit dem Himmel oder verdammt uns zur Hölle. Wir werden nicht zu dem Gott beten, den sie uns vorsetzen. Den Gott der Habgier, der die Reichen füttert, während die armen Leute hungern. Wir leben und arbeiten zusammen. Wir brauchen keine Schwerter. Wir werden uns den Herren nicht beugen oder den Lehnherren pacht zahlen. Wir sind freie Menschen, obwohl wir arm sind. Ihr Diggers, tretet für die Ehre ein, steht jetzt auf!" Von den Besitzenden kamen die Befehle. Mit Söldnern wollten sie die Ansprüche der Diggers auslöschen, ihre Hütten niederreißen und ihre Vorräte vernichten. Sie wurden verstreut, nur der Gedanke bleibt stehen.
Ihr Armen fast Mut! Reiche, nehmt euch in acht! Die Erde ist Gemeingut für jeden von uns! Alle Dinge gemeinsam, alle Menschen Eins. Sie kamen in Frieden, Befehle sollten sie kleinkriegen.
"Bei mir darf auch leben, was keine Leistung bringt." eine japanische Bewohnerin der Gemeinschaft "Bazian" in Frankreich in Bezug auf eine recht schwächliche Kohlrabipflanze.
"Schon eine 20 - 50%ige Konsumsenkung (von Marktprodukten) durch regionale Teil-Selbstversorgung könnte für das kapitalistische System eine Katastrophe bedeuten!" - Sommer, Initiator des Informationsdienstes Ökodorf
Ressourcenschwund durch Autowahn
25% der Schadstoffe, die in einem Autoleben anfallen; entstehen bereits bei dessen Herstellung. Für die durchschnittlich 700 Kg Stahl eines Autos werden 7 Tonnen Erde in Abraum verwandelt. Die grösste Erzgrube für die deutsche Autoindustrie liegt im brasilianischen Regenwald. Rund 24 Milliarden Kilowattstunden (5% des deutschen Stromverbrauchs) verschlingen die Autoindustrie und ihrer Zulieferer. Zu dem verbraucht die Herstellung eines einzigen Wagens 30000 Liter Wasser. Die Produktion von Müll, giftigen Chemikalien bis zu Verpackungsresten und Metallschrott füllt jedes Jahr einen Güterzug der von Hamburg bis Madrid reichen würde. - Greenpeace Magazin
-> www.autofrei.de
Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.
"Frei nach eigenem Ermessen, wähln wir unsern Staatenlenker Wie`s uns passt, nicht zu vergessen, unsern Vogt und unsern Henker. Wer uns überwacht und richtet, wer uns einteilt wer uns zählt; wer den Steuerzettel dichtet, wird jetzt von uns selbst erwählt!" B. Brecht
Wichtiger, als zu betonen, wie unrichtig es ist, Unrecht zu tun, ist es, zu betonen, wie unrichtig es ist, Unrecht zu dulden. Unrecht zu tun haben nur wenige die Gelegenheit. Unrecht zu dulden viele. B.Brecht (Buch der Wendungen)
Extremisten. (Achtung bitte nicht perönlich nehmen!) Oft sagt man von mir, ich lebte extrem. Wie macht sichs der Mensch doch im Denken bequem! Die Finsternis ist, das wissen wir all, ein extremes Beispiel in jedem Stall! Extrem scheint nicht das Gewohnheitsdenken. Wie's alle tun, so lässt Mensch sich lenken. Wenn einer nicht tut was alle meinen, muss es gleich absurd und extrem erscheinen. Extrem wär wohl auch, wenn ein vegetarisch Tier, Fleisch und Knochen bekäme und Bier. Wenn man ner Kuh gäb Fisch zu fressen, wenn ihr das schmeckte wär sie extrem und besessen. Denk mal drüber nach du Menschenkind! Sind nicht alle deine Geschwister extrem gesinnt? Obgleich sie keine Krallen und Reisszähne haben, wollen sie sich doch an Fleisch und Fischen laben! Man sieht doch jedem Tier gleich an, ob es Fleisch oder Pflanzen fressen kann. Nur (körperlich gesehn) das Menschentier isst Tierleichenfleisch, trinkt Milch und Bier. Von mir wir jeder als extrem verlacht, der Quellwasser sich schwarz mit Kaffee macht. Der gar Tierprodukte zum Essen braucht, der Tabak in Pfeifen, der Zigaretten raucht. Extrem ist wohl auch, Mensch machts halt so: Man kocht und brät und isst nur wenig roh. Durch Erhitzen aber wird alles verändert, die Nahrungskraft um 90% vermindert. Extrem wär wohl auch, wenn eine Menschenmutter nem Kalb gäb ihre Milch und macht daraus Butter! Umgekehrt darf es wie selbstverständlich sein! Warum trinkt Mensch keine Milch von einem Schwein? Aus dem grünen Kalender 79
Wenn der Mensch ein Tier wäre, so wäre es nach geltendem Recht Freiheitsberaubung, Kindesmisshandlung, Vergewaltigung, Körperverletzung, Ehrbeleidigung und Mord, wie es behandelt wird bei der heute üblichen (Massen-)Tierhaltung. Wenn Mensch jedoch an diesem Treiben keine Mitschuld tragen will, lässt Mensch einfach tierische Produkte weg. Zu dem belasten sie nicht nur physisch, sondern sind oft mit Ursache für Angst und Depressionen. Ausserdem würden wir zum Wohle der gesamten Schöpfung beitragen. -aus dem grünen Taschenkalender 81
Mandelmilch - Da Kuhmilch immer schlechter wird und eigentlich auch was für Kälber ist, kannst du dir Mandel-, Pinien-, od Hanfmilch machen, die schleimt auch ni so: Mandeln, Nüsse oder Hanfssamen in Mörser od. Mixer zerkleinern und unter Zugabe von Wasser emulgieren. Du kannst auch eingeweichte Trockenfrüchte dazutun, die runden den Geschmack ab und machen alles glutschiger (schlürfiger). - aus einem alten grünen Taschenkalender
"If you dont like the world you live in, help to create the world you like!" Sun Bear
Privateigentum kommt aus dem lateinischen: privare = berauben - weil andere vom Gebrauch und Genuss des jeweiligen Privateigentums ausgeschlossen werden
Wir Deutschen besitzen so viele Autos, dass wir allesamt bequem darin Platz fänden. Kinder und Omas mit eingerechnet sind dann immernoch in jedem Wagen Sitze frei, genau genommen 30 Millionen... Da könnten wir doch glatt alle Holländer, Schweden und Schweitzer zu einer Europatour einladen! - aus einem 20 jahre altem "grünen" Taschenkalender
"Andere fällen Bäume dafür - Wir putzen uns den Arsch mit Felsquellwasser!" Homayun
Das Hemd des Glücklichen
Ein König lag sterbenskrank im Bett. Keiner der Ärtzte und Weisen wusste, wie ihm noch zu helfen sei. Nur eine alte Frau sagte, es sei möglich, den König zu heilen. Dazu müsse man das Hemd eines glücklichen Menschen bringen. Darin könne der König gesunden.Die Boten des Königs durchsuchten das ganze Land nach einem glücklichen Menschen. Aber vergebens. Nicht einer war zufrieden. Gesunde waren arm, Reiche kränkelten und fühlten sich bedroht, manchen mangelte es an Liebe. Verzagt kehrten die Boten um. Auf ihrem Heimweg kamen sie abends an einer windschiefen Hütte vorbei und hörten dort einen Mann vergnügt vor sich hin singen:
"Ich bin glücklich, glücklich, glücklich! Mein Radieschen war vorzüglich.Herrlich wärmte mich die Sonne.Bin lebendig - lebenslang! Hej!Und es zuckt mir in den Füßen, werde tanzen mit der Süßen und mit ihr phantastisch schlafen! Gott im Himmel, vielen Dank!"
Die Boten des Königs klopften freudig an die Tür, dass sie gleich aus den Angeln fiel und baten den glücklichen Menschen, er möge dem König helfen und ihm sein Hemd schenken. Da sagte der glückliche: "Oh, das tut mir aber leid. Ich hab gar keins!"
Nach einem griechischen Märchen
Veränderung ist die einzige Konstante.

Unterwegs
Ein Tourist machte Station in einem Kloster. Er wurde freundlich aufgenommen, und man bot ihm eine Mönchszelle als Schlafquartier an. Darin standen nur ein Bett und ein Stuhl. In der Tür fragte der Tourist erstaunt: "Und wo sind ihre Möbel?" - "Wo sind denn Ihre?" erwiderte der Mönch. Verwirrt antwortete der Tourist: "Ich bin ja nur auf der Durchreise." Der Bruder lächelte: "Wir auch."
