Bemerkenswert ist dabei, dass bei allen von uns eingesetzten Zuchttieren kein eingekreuztes KALTBLUT im Pedigree zu finden ist. D.h., sowohl dieStuten als auch die Hengste gehen ausschliesslich auf Jura-Pferde und/oder massvoll eingesetzte Veredler-Hengste der Anglonormänner- und Vollblutaraber-Rasse zurück. Wohl deshalb ähneln unsere Pferde optisch den amerikanischen Land- und Ranch-Rassen der ersten 60 Jahre des letzten Jahrhunderts, sind sie doch ursprünglich für einen ähnlichen Gebrauchszweck gezüchtet worden. Mittlerweile weiss man ja aus anderen Bereichen der Tierzucht, gleicher Verwendungszweck bringt ähnliche Ergebnisse, auch bei unterschiedlicher Ausgangslage...
So wie das Freibergerpferd hier in der kleinen Schweiz waren die frühen amerikanischen Quarter- und Painthorses zweckgezüchtete, vielseitige Arbeitspferde, die sich sowohl für die Farmarbeit auf dem Acker, als auch zum treiben der Rinder auf den Ranches einsetzen, aber auch Sonntags zum Kirchgang vor die Kutsche spannen liessen. Und auch in ihnen findet man bis in die 50er/60er Jahre ein buntes Gemisch aus den verschiedensten Rassen und Typen. Erst die Zucht der letzten 30 bis 40 Jahre hat diese Rassen – durch den recht beachtlichen Einsatz amerikanischer Vollblüter und die gleichzeitige Spezialisierung auf die verschiedenen Turnierdisziplinen – zu dem gemacht, was wir heute gemeinhin unter „Quarter- oder Painthorses“ kennen und verstehen, auch wenn bezeichnenderweise die berühmte „coolness“ - und hie und da auch die Gesundheit - durch den massiven Einsatz von Inzucht und Vollblut zeitweise etwas gelitten haben mag...
Aber, auch dass darf nicht unerwähnt bleiben, diese Spezialisierung und Veredelung hat mit dazu beigetragen, diesen Rassen einen unglaublichen Siegeszug rund um die Welt zu ermöglichen.
Quarter-Horse-Hengst Jg. 1996
FREIBERGER-Hengst Jg. 1995

Quarterhorse-Hengst, Jg. 1995
Freiberger-Hengst, Jg. 1992

Reining-Linie
Quarter-Horse-Hengst Jg. 1998
Originaler FREIBERGER-HENGST Jg. 1999
Nach diesem kleinen „Ausflug“ in die Geschichte der Amerikanischen Westernrassen zum besseren Verständnis, hoffen und wünschen wir im Gegensatz dazu, dass wir den Freiberger, so wie er heute ist, in seiner ganzen Vielfalt und Vielseitigkeit, erhalten können.
Von Zeit zu Zeit haben wir ein bis zwei Fohlen aus besten, im Sport leistungsgeprüften Stuten und von speziell für den Westernsport ausgewählten Hengsten. Alle diese Hengste sind vom Verband gekört und leistungsgeprüft.
Unsere Stuten werden im Offenstall gehalten und gehen barhuf, auch im Sport und am Wagen. Und unsere Fohlen wachsen im gemischten Herdenverband im Offenstall auf.

Auf Anfang 2003 erwarten wir wieder zwei Fohlen. Wenn Sie sich dafür interessieren, senden Sie uns doch ein Mail, wir informieren Sie gerne weiter.
Willhelmshöhe, im Mai 2002
Die Fotos wurden uns von der IG Originale Freiberger, dem Landesgestüt in Avenches, (Archives Haras national Avenches) sowie von verschiednen Privatpersonen (Adressen werden auf Wunsch bekanntgegeben) zur Verfügung gestellt, sofern sie nicht von uns selber sind. Für die Mithilfe und Unterstützung die uns dadurch gewährt wurde, möchten wir uns hiermit recht herzlich bedanken.