(Bild A. Kriesche 2001)

 

 

"Blue"

Nun sind die Würfel gefallen. Wir haben uns endgültig für die Freiberger entschieden und unsere Quarter-Horse Stute "Blue" hochtragend abgegeben.

 

Neues von "Blue" (Barb´s Quick Girl)

Nun ist "Blue" seit mehr als 3 Monaten in unserem Besitz und wir möchten den geneigten Leser über ihr weiteres  Leben nicht im unklaren lassen.

"Blue" hat sich ohne weitere Schwierigkeiten hier bei uns eingelebt. Immer noch zeigt sie sich aber etwas nervig und unwohl bei der Platzarbeit, die für sie wohl mit sehr negativen Erfahrungen verbunden ist, die tief verankert zu sein scheinen.

Abklärungen ergaben, dass ihr Verhalten auf dem Viereck/Halle wohl auf eine frühere Karriere als Barrel-Racing Horse oder Racing Horse zurückzuführen ist.

Darauf und auf etliche verschobene Wirbel sind sicher auch ihre massiven Verspannungen zurückzuführen. Diese wurden in 2 in 10 tägigem Abstand durchgeführten osteopathischen Behandlungen von Petra Brumann - weiteres dazu u.A. hier - gerichtet. Erste Erfolge der Behandlungen zeigten sich schon kurze Zeit danach.

"Blue" wurde deshalb selten auf dem Platz, sehr wohl aber im Gelände gearbeitet, sowohl unter dem Sattel als auch als Handpferd. Sie verspricht ein wunderbares Geländepferd zu werden.

Wir haben uns entschlossen, "Blue" zu decken und ihr somit erstmal eine längere Auszeit zu gewähren. aus diesem Grund wird "Blue" den Sommer im Schwarzwald verbringen, zusammen mit dem Foundation-Quarterhengst "Boots Lynx" und 2 weiteren Stuten nebst Fohlen. Wir haben sie letzens besucht und finden, dass sie sich bestens in die kleine Familiengruppe eingelebt hat und das Herdenleben sehr geniesst. Sie dürfte bereits tragend sein.

 

Weitere Infos über "Blues" weiteres Leben folgen in unregelmässigen Abständen an dieser Stelle.

Fotos aus der ersten Zeit von "Blue" bei uns finden sich - vielleicht zum Vergleich - auch hier

 

..Und sie bewegt sich doch!

Als Mitteilung der Geschäftsstelle war im neuesten "Freiberger"-Magazin zu lesen, dess der Erhaltung der Blutlinie des "Doktryner" - deren letzter Vertreter Don Flamingo ist - vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Es scheint, dass unsere jahrelangen Bemühungen um die Erhaltung dieser Linie letztendlich doch noch erfolgreich sein sollen.

Weiteres mehr über dieses Thema folgt in Kürze.

Willhelmshöhe, im März 2005

 

 

 

Hengstselektion in Glovelier

Rangliste  http://www.fm-ch.ch/NewFiles/SE2005/Rangliste_Hengstselektion_2005.pdf

Der Sieger von Glovelier - Vitali

 

 

 

Fritz Heinze ist vom Netz!

Mit grossem Bedauern müssen wir das Verschwinden der Freibergerkult-Seite von Fritz Heinze zur Kenntnis nehmen.

Herr Heinze, Mitautor des Buches "Der Freiberger - das Schweizer Pferd" hat sich über viele Jahre sehr engagiert, überaus kompetent - und manchmal durchaus unbequem -  für die Rasse eingesetzt. Kein Anlass weit und breit, wo der Mann mit den Fotoapparaten nicht  vor Ort war, er gehörte einfach dazu. Dies, obwohl er selber weder eigene Pferde hat(te), reitet oder züchtet. Mit der Auflösung dieser Internet-Seite geht eine langjährige,  sachlich und fachlich unabhängige und neutrale Plattform unwiderbringlich verloren.

Ein ganz herzliches Dankeschön für den grossen und uneigennützigen Einsatz eines echten Pferdefreundes - lieber Fritz, Du wirst uns sehr fehlen..

- Anita und Rüdiger Kriesche -

Freiberger von der Willhelmshöhe

 

Ins Archiv.

 

 

 

 


 

 

Die Fotos wurden uns von der IG Originale Freiberger, dem Landesgestüt in Avenches, (Archives Haras national Avenches) sowie von verschiednen Privatpersonen (Adressen werden auf Wunsch bekanntgegeben) zur Verfügung gestellt, sofern sie nicht von uns selber sind.  Für die Mithilfe und Unterstützung die uns dadurch gewährt wurde, möchten wir uns hiermit recht herzlich bedanken.
Zum Fotoverzeichnis / Literaturnachweis.

 

 

 

 

 

 

 

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Es tut sich was in Sachen Ständerhaltung
 
 
Es sieht so aus, als hätten die im Jahre 2004 landauf und landab und durch alle Medien geführten Proteste gegen die subventionierte Ständerhaltung der Freibergerpferde doch etwas bewirkt.
 
In der neuesten Ausgabe des "Der Freibergers" findet sich auf Seite 23 der Hinweis "..dass die Beiträge von Bund und Kantonen nach verschiedenen Eingaben aus der Politik und des Tierschutzes nur noch an Züchter überwiesen werden, die ihre Zuchtstuten NICHT in Anbindehaltung halten.." Leider verfüge der Zuchtverband aber über keine Liste von Zuchtstutenbesitzern (Züchtern?)!?!, sodass die Kontrolle durch die Organe des OELN durchgeführt werden müssten.
 
Wobei sich mir schon die Frage(n) stellt(en), weshalb alle Genossenschaftsmitglieder vor noch nicht allzu langer Zeit ein Formular betreffend der Haltung ihrer Pferde auszufüllen hatten - ebenso wie den die einzelnen Genossenschaften die Mitgliederbeiträge einfordern, bzw. kontrollieren können, wenn doch nicht mal Mitglieder-/Züchterlisten bestehen sollen?
Vielleicht ist es ja auch nur Phantasie und böse Vorstellungskraft die befürchtet, dass man damit die Aufgabe der Kontrollorgane nicht "unnötig erleichtern" will? Ein Schelm der Böses dabei denkt?
 
Wie auch immer, es scheint Bewegung in die Sache zu kommen, man wird die Entwicklung kritisch im Auge behalten und gegebenenfalls erneut darauf zurückkommen..
 
Zürich, Januar 2005
 
 
 
Interessante Hengste für die Zucht von Westernfreiberger
 
Hier finden Sie Interessantes an Statistiken und Auswertungen für die Planung des nächsten Zuchtjahres.
 
 
 

 

 

 
Zusammenkommen ist ein Beginn
Zusammenbleiben ist ein Fortschritt
Zusammenarbeiten ist ein Erfolg
                                                        (Henry Ford)

 

 

 

Sélection des étalons/Hengstselektion vom 12.1.2005

Die Selektion der Junghengste dürfte jedes Jahr immer wieder aufs Neue das wichtigste - und interessanteste - Ereignis des Zuchtjahres für uns Züchter sein. Hier fallen die Würfel welche Linien die Zucht der nächsten Jahre prägen und welche als unerwünscht eliminiert werden sollen, eine für die Zukunft der Rasse äusserst wichtige Angelegenheit. Und man trifft natürlich Züchterkollegen, Freunde und Bekannte aus der ganzen Schweiz, was vielfach zu einem regen Meinungsaustausch, manchmal auch zu Käufen und Verkäufen von Pferden führt.

Die Verteilung der Besitzer der Kandidaten war wieder wie gewohnt. Von 72 gemeldeten Tieren waren diesesmal 19 aus der Deutschschweiz und - natürlich - kein einziges Tier aus der Italienschen Schweiz. Dies ergibt eine Prozentuale Verteilung von 86.32 % zu 13.68 zu 0 % zu Gunsten der Westschweiz.

Wie jedes Jahr waren die altbekannte Hengstaufzüchter mit den grössten Lots von Junghengsten vor Ort, aber erfreulicherweise waren auch einige - wenn auch wohl zum vorneherein chancenlos - neue Gesichter zu sehen..

 Versace

Etwas vielseitiger gegenüber den 3 letzten Jahren war diesesmal jedoch die Linienverteilung der aufgeführten Hengste. Allerdings stellten auch dieses Jahr wieder die sowieso schon starken Linien L, N, E, H und C mit insgesamt fast 82 % den Hauptanteil der aufgeführten Hengste. Die restlichen 18 % teilten sich zu 16.5 % die Linien Q, R und V und die letzten 1.5 Prozent erstmals seit einigen Jahren die Linie D1(Drapeau). Nicht vorhanden war dieses Jahr die Linie D2(Doktryner). 

 Nobel

 

So wie es scheint, haben sowohl die Züchter als auch die Zuchtkommission das Problem - vielleicht auch aufgrund der jahrelangen Proteste - die Problematik der engen Linienführung erkannt und sind endlich bereit, das Spektrum ein bisschen zu erweitern. Trotzdem ist die Dominanz der Hauptlinien nach wie vor ungebrochen, wie aus den beigefügten Auswertungen leicht zu ersehen ist. Lediglich ist die Verteilung auf diese bevorzugten Linien etwas breiter gefächert als bis anhin.   Najac

Aus den stark gefährdeten Linien D1, D2, R und V schafften erfreulicherweise je 2 Vetreter der R und V Linie die Selektion. Aber wie zu erwarten war keiner aus D1 und D2 (hier wurde nach den unerfreulichen "Abqualifizierungen" der letzten Jahre erst gar kein Hengst mehr aufgestellt - trotz Förderprogramm!). Dies ist äusserst gefährlich, da die Linie D1 zwar noch über Tiefkühlsamen aber keinen lebenden originalen Hengst und die Linie D2 einen einzigen Hengst aber kein Tiefkühlsamen vorzuweisen hat. Als ebenfalls sehr schade zu werten ist, dass kein einziger Hengst der rassigen - und von den Westernreitern äusserst geschätzten Q-Linie - den Sprung nach Avenches schaffte. Es bleibt auch hier zu hoffen, dass dieser Linie auf weitere Sicht das Schicksal der beiden vorerwähnten Linien erspart bleiben möge.

Befremdlich für manchen Züchter war die Wahl des Lambswool-Sohnes Nestor (Lateo).  Lateo

So mancher Züchter wird sich gefragt haben, was die Zuchtkommission denn nun eigentlich betreffend der Farben (..und auch in Bezug auf das Stockmass) in der Zucht nun haben will. Da Hengste wie Lambswool, Havane und Nagano als offensichtliche Träger des Sabino-Gens - und dieses mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch vererben - weiterhin dafür sorgen dürften, dass die bunten Pferde so schnell nicht aus der Rasse verschwinden.. Hier fragt man sich schon, ob die Experten sich auch einmal mit der Vererbungslehre auseinandergesetzt haben - oder einfach "Handgelenkmalpie" - wird schon gutgehen - entscheiden. Bei den Hengstkörungen scheinen die Herren Experten in Punkto Farbe und Grösse gerne Wasser zu predigen aber Wein zu trinken, die selber diesbezüglich erarbeiteten Vorschriften manchmal doch sehr lax auszulegen - wie manch "hundskommuner-normal-Züchter/Halter" schon an gewöhnlichen Feldtests/Fohlenschauen zu seinem Leidwesen erfahren musste.

Vielleicht wird sich dieses ja alles wieder etwas relativieren, wenn der Verband seine anderen und ebenso dringenden wie drängenden Probleme - die korrekte Führung des Herdebuchs und der Finanzen seien hier erwähnt - in den Griff bekommen haben. In dieser Hinsicht lässt die Informationspolitik seitens des Verbandes an seine Mitglieder (Genossenschaft) übrigens sehr zu wünschen übrig - dies der einhellige Tenor aus der Züchterschaft - was wiederum den wildesten Vermutungen und Spekulationen über die weitere Form und Existenz des Verbandes Tür und Tor öffnet..

Aus dieser Sicht lässt sich auch der etwas peinliche Auftritt während des Mittagessens von Herrn Schläfli betr. der - von wem eigentlich? - gewünschten Einführung eines "Jura-Labels" für das Freiberger-Pferd entschuldigen, dass im konkreten Fall wohl nicht von allen Freiberger-Pferdezucht-Genossenschaften schweizweit ohne Widerstand befürwortet werden dürfte. Auch hier wünschte man sich eine offenere, seriösere und vor allem weitsichtigere Verbandspolitik für die Zukunft, will man eine Abspaltung/Aufteilung der Zucht in Freiberger- und Jurapferde längerfristig verhindern.

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