Derrufdervampire
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 Der Ruf der Vampire
 
Guten Tag die Leser!
 
Ich möchte sie einladen mit mir in eine Welt einzutauchen, von der ich lange selbst nicht geglaubt habe, dass es sie gibt. In eine Welt voller Mythen und Legenden. Ich weiß nur eines: Mich interessieren Menschen die anders waren. Die nicht das Übliche machen wie jeden Tag zur Arbeit zu gehen um sich dann davon auszuruhen. Ich will verschiedenste Ansichten und Weltanschauungen kennen lernen. So ging ich eines Tages mit meinem Eichhörnchen auf den Flohmarkt am Hauptplatz. Das Tier hieß Teberam. Doch es war kein gewöhnlicher Freund, wie ihn jeder hatte. Nein, er war etwas ganz Besonderes. Ich hatte ihn in einem Park gefunden. Ich habe ihn mit Nüssen gefüttert und seit diesem Zeitpunkt ist er bei mir geblieben. Ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Doch es gibt noch etwas, was mir sicher aber niemand glauben wird. Ich kann sogar mit ihm reden. Doch genaueres darüber später. Ein Schritt nach dem anderen. Als ich die ganzen Stände abging, entdeckte ich einen Stand mit Bildern. Es waren die verschiedensten Horrorbilder. Sie sahen einfach toll aus. Außerdem faszinierten mich diese gruseligen Geschöpfe, die den Menschen Angst machen. Als ich mir die Bilder genauer ansah, bemerkte ich, dass der Künstler sie mit verschiedensten Techniken machte. Da kam ein kleiner Mann mit Brille auf mich zu. Er fragte höflich: „Kann ich dir vielleicht helfen.“ Er hörte von mir nur: „Nein danke, ich möchte nur schauen.“ Doch so leicht ließ er sich nicht abwimmeln. Er hatte bemerkt, dass mich diese Wesen beeindruckten. Er zeigte mir noch ein paar andere Bilder. Ich fragte ihn: „Wie kommt man darauf, dass man die dunklen Gestalten der Mythenwelt zeichnet.“ „Ganz einfach“ erwiderte er. „Ich bin von ihnen begeistert. Außerdem beschäftige ich mich sehr stark mit Vampiren, die sind eigentlich mein Spezialgebiet. Die interessieren mich am meisten.“ Ich war an diesen Geschichten sehr interessiert und so fragte ich gleich nach: „Glauben sie wirklich, dass es diese Wesen gegeben hat?“ Da erfuhr ich eine Geschichte, die ich selber nicht für möglich hielt. „Ich bin davon überzeugt. Die Mythen von den blutsaugenden Wesen gibt es rund um den Erdball. Ich glaube, dass die Vampire nur eine Abwandlung von uns Menschen sind. Menschen, die einfach sehr intelligent sind und somit die wichtigsten Positionen der Gesellschaft eingenommen haben. Wie Könige und Priester der früheren Hochkulturen. Darum gab es auch so viele Blutopfer. Dies hörte sich damit auf, als die Menschen gescheiter wurden und aufhörten die Götter mit Blutopfern gnädig zu stimmen.“ Ich entwickelte nun eine eigene Theorie: „Vielleicht haben sie deswegen auch Jesus unbedingt kreuzigen wollen. Ein Mensch, der die Liebe des Vaters zu uns Menschen verkündigte. Durch das Christentum ist in ganz Europa das Opfern von Menschen für die Götter verpönt. Wovon sollten sich die Vampire nun ernähren. Sie mussten eine andere Lösung finden. Sich im Untergrund verstecken. Früher hatten sie in Malta oder anderen Ländern unterirdische Städte.“ Er schaute auf die Uhr. Dann stellte er fest: „Es ist schon spät geworden. Ich werde dich verlassen. Wir können uns ja wieder hier treffen, falls du noch mehr wissen willst. Ich verkaufe hier jede Woche um dieselbe Zeit. Übrigens ich heiße Darcos.“ „Ich bin Tschossener. Tschossener Ge-org. Ich werde dann sicher wieder vorbei schauen. Es war interessant mit dir zu plaudern.“
 
Ich machte mir zu Hause einige Gedanken über das, was er mir erzählt hatte. Dabei stellten sich einige Fragen für mich und ich beschloss ihn wieder zu treffen, um weitere Informationen über die Vampire zu erhalten. Ich wartete schon sehnsüchtig darauf, dass der Flohmarkt wieder begann. Als mein Eichhörnchen und ich ihn entdeckten, begrüßten wir ihn und kam ohne Umschweife zum Thema: „Du hast ja gesagt, dass die Vampire Blutopfer von den Hochkulturen wollten und Priester waren. Doch auf der anderen Seite sagen die Mythen, dass die Vampire ja das Licht meiden, weil sie ansonsten sterben Doch die Priester mussten sich sicher auch bei Tag zeigen.“ „Ich habe mich mit den Azteken vor langer Zeit beschäftigt. Das muss ich mir noch genauer ansehen. Aber mache Vampire können die Sonne aushalten. Es handelt sich dabei um alte Vampire, die mächtig genug sind, dass sie sich an der Sonne aussetzen können, ohne dass ihnen etwas passiert. Umso älter nämlich ein Vampir wird, desto mächtiger wird er. Doch in der Sonne kann er seine Fähigkeiten nicht voll einsetzten. Da fühlt er sich schwach. Er ist ein Nachtjäger und sieht dann auch nicht so gut.“ Mein Wissensdurst war noch nicht gestillt: „Gibt es verschiedene Arten von Vampiren?“ „Vampire gibt es überall auf der Welt in den Mythen. Seit über 5.000 Jahren. Überall ernähren sie sich von Blut. Es gibt lebende Vampire und untote Vampire. Die einen sind noch Menschen, aber werden sich nach ihrem Tod verwandeln. Die Untoten sind schon gestorben und haben sich verwandelt.“ Da ich es genau wissen wollte, unterbrach ich ihn: „Wie wird man eigentlich zu einen lebenden Toten.“ „Es gibt Legenden, die behaupten dies geschehe wenn man an einem Karfreitag Fleisch isst. Wenn man sich für den Okkultismus interessiert oder mit Magie beschäftigt hat. Man kann auch einfach nur von einem Vampir gebissen worden sein. Manche Menschen wissen nicht einmal, dass sie lebende Vampire sind. Sie fühlen sich in der Sonne nicht gut.“ „Also kann es passieren, dass ich selber ein Vampir bin und ich und die anderen es nicht einmal bemerken? Wie ist es eigentlich möglich, dass man dann einen Vampir tötet.“ „Sehr effizient ist das Pfählen, doch noch sicherer ist es, den Leichnam des Vampirs zu verbrennen und ihn mit Hilfe des Windes in alle Richtungen zu verstreuen. Dann kann er sicher nicht mehr auferstehen von den Toten.“ „Jetzt will ich ein wenig auf die Fähigkeiten von Vampiren eingehen. Ich habe mal gehört, dass sie sich verwandeln können. Wie weit stimmt das?“ „Also die Vampire selber können sich verwandeln. Sie können aber auch mit den Augen von niederen Wesen sehen und diese auch befehligen.Einen großen Nachteil hatte der Vampir jedoch. Er musste immer wieder in seinen Sarg zurückkehren. Diesen durfte er auch nicht verlassen. Darum musste er auch immer darauf achten, dass er rechtzeitig zurück kam zu seinen Sarg. Er war kein Mensch mehr. Er wollte auch das was vorher war, ihn an seine alte Existenz erinnerte, vernichten. So tötete er seine ganze Familie. Der Vampir hat zu seinen Opfern, den Menschen eine Beziehung wie der Bauer zu seinen Schweinen. Er sieht sie einfach als Nahrung.“ Doch jetzt warf sich für mich eine weitere Frage auf und so stellte ich ihm diese auch: „Glaubst du eigentlich selber an Vampire?“ „Ich bin davon überzeugt, dass es welche gibt. Ich habe mich damit genauer beschäftigt. Du musst einen Vampir in dein Haus einladen, damit er Macht über dich haben kann. In Rumänien laden die Menschen mit folgenden Worten ihre Gäste ein: Tritt aus freien Willen ein, sei mein Gast, lass wenn du gehst ein Stück von deinen Glück da. Denn sie sind dann eben nur willkommen, wenn sie auch Glück bringen. Mit einem Biss kann er ja den Menschen nicht wirklich glücklich machen. Also pass auf, wenn du jemanden einlädst. Falls du mal weitere Fragen darüber hast, können wir uns auch mal so treffen. Denn ich weiß nicht, ob ich jede Woche hier sein werde. Ich werde dir meine Telefonnummer geben. Dann können wir uns etwas ausmachen.“ Gerne nahm ich sie entgegen und versprach ihm, dass ich anrufen würde.
 
Ein Fest
 
Am nächsten Tag war Montag und ich musste wieder in meiner Arbeit, in ein Lebensmittelgeschäft. Es gefiel mir ganz gut dort. Ich wusste immer was gerade im Angebot war und was ich billig erstehen konnte. Beim Einräumen der Ware machte ich mir die verschiedensten Gedanken über die Welt und mich selbst. Ab und zu hatte ich auch Glück und entdeckte abgelaufene Lebensmittel. Diese konnte ich dann um einen besonders günstigen Preis erstehen und esse. Ich liebte meinen Beruf, auch wenn man sich hin und wieder mit so manchen Kunden und dem Chef ärgern musste. Am meisten freute ich mich, wenn ich wieder meine hübsche Mitarbeiterin entdeckte. Mein Herz jubelte, wenn meine Augen sie entdeckten und dies war ein weiterer Grund mehr, warum ich hier arbeitete. Sie hatte langes braunes Haar, war dünn und immer ein Lächeln auf den Lippen. Doch wer glaubte, dass sie einfach nur mit ihrer Schönheit mein Herz erobert hatte, der irrte sich. Sie war auch noch ein nettes und liebes Mädchen. Ihr Name war Macmusel Sonnenschein. Die Engel im Himmel sahen so aus, die mich begrüßten, wenn ich in der Himmelspforte anklopfte. „Tschossi,“ hörte ich meinen Spitznamen von meinen Liebling. Sofort war ich bereit ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. „Was gibt’s? Was kann ich denn für dich tun?“ „Ist dir vielleicht nächste Woche fad? Ich bin nämlich von einem Herrn eingeladen worden, doch alleine möchte ich nicht hinschauen. Freut es dich mich zu begleiten?“ Mein Herz frohlockte und machte Luftsprünge. Hoffentlich sprang es nicht zu sehr herum, dass es die Brust platzen ließ. „Nichts lieber als das. Sag mir einfach Ort und Zeit und ich werde schon fünf Minuten vorher da sein.“ „Du bekommst heute noch Bescheid.“
Endlich war Feierabend und ich hatte ihn fast nicht erwarten können. Nicht wegen der Freizeit. Nein, es hatte einen ganz anderen Grund. Die glückliche Nachricht sollte auch mein treuer Freund hören. Zuhause angekommen entdeckte ich mein Eichhörnchen, wie es auf dem Tisch saß und gerade an einer Nuss knabberte. „Teberam, stell dir vor. Meine Arbeitsliebe hat mich eingeladen sie auf ein Fest zu begleiten. Ich stellte mir schon vor, wie ich elegant mit einem Anzug und den schönsten Hut und Mantel auf dem vornehmen Fest auftauchte. Am meiner Seite, die schönste Frau, die man sich vorstellen konnte.. Alle schauten sie auf uns, wer wir denn seien. Da wir alle Gäste beeindruckten mit unseren Auftreten. Doch schnell war ich aus meinen Gedanken gerissen worden. Die Kleidung kaufte sich ja nicht von selbst. Es durfte nicht meine Schuld sein, dass meine Liebste am Schluss unglücklich von dem Fest ging oder sich gar nicht hintraute, weil sie sich meines alten schäbigen Gewandes schämte. Schnell fuhr ich in die Stadt und besorgte mir die nötigen Utensilien, damit ich dem Prinzen ihrer Träume auch wirklich gleichsah.
Mein Telefon klingelte nicht. Hatte sie am Ende gar vergessen, dass wir zusammen auf ein Fest gehen wollten. Umso länger es dauerte, umso verzweifelter wurde ich. Vielleicht hatte sie vergessen, dass sie mir versprochen hatte, sich bei mir zu melden. Oder gar noch viel schlimmer. Sie hatte beim nach Hause fahren jemanden entdeckt, der ihr einfach besser gefiel. Diesen hatte sie dann einfach gefragt. Ich war schon gespannt, welche Ausrede sie sich einfallen lassen würde, um zu erklären, dass sie sich nicht gemeldet hatte.“ Mein Eichhörnchen gab mir neuen Mut. „Mach dir keine Sorgen. Sie will einfach ganz wunderschön für dich aussehen und wird sich noch herrichten. Damit du auf sie stolz sein kannst, wenn du mit ihr dort erscheinst. Außerdem brauchen Frauen immer länger.“ Da hörte ich auch schon mein Handy läuten. Sofort stürmte ich los, damit ich den Anruf nicht verpasste. So schnell war ich noch nie um die Ecke gebogen, wie in diesem Moment. Sofort schnappte ich mein Handy und hob ab: „Grüß dich wie geht’s dir.“, schallte meine Stimme in überglücklichen Ton. „Danke ganz gut, wie ich höre dir auch.“ „Ach so du bist es nur.“ Es war mein Freund Mr. Langschläfer. „Ich habe einen anderen Anruf erwartet. Eine Freundin von mir hat gesagt, dass sie sich meldet, bisher aber warte ich vergebens.“ „Ich wollte dich einladen, dass du mit uns in die Stadt schaust. Sollte deine Angebetete nicht mehr anrufen, denn melde dich doch bei uns und komme einfach nach.“ Das werde ich machen. Ich ging zurück in die Küche. Meine Hoffnung war wieder auf Null gesunken. Wieder läutete mein Handy. Doch diesmal ließ ich mich nicht mehr zu einem Sprint hinreißen. Ich ging in normalem Tempo und hob ab: „Wer spricht?“ „Grüße dich, ich bin es Macmusel Sonnenschein. Es tut mir leid, dass ich mich erst so spät melde, aber ich wollte schön für das Fest aussehen. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.“ Kaum hatte ich ihre Stimme gehört, wusste ich, dass sie vieles durfte, denn sobald ich nur ihre Stimme hörte, verzieh ich ihr alles. Ich stellte nur eine Frage, die jetzt für mich wichtig war: „Wo und wann treffen wir uns.“ So machten wir uns einen Treffpunkt aus. Schnell zog ich mir meinen festlichen Mantel an, setzte den Hut auf und schon düste ich mit meinen Eichhörnchen in der Brusttasche los um meinen Engel abzuholen.
Sie sah wunderschön aus, wie eine Prinzessin. Sofort machten wir uns auf den Weg zu dem Fest. Als wir dort ankamen, war ich fasziniert. Die Umgebung passte zu meiner hübschen Begleiterin. Ein großes Haus, das einem Schloss glich. Davor war ein großer schöner Park. Ein Bach floss durch das Grundstück. Ein Weg, der mit Fackeln beleuchtet war, führte über eine kleine Holzbrücke hinüber zu dem hell erleuchteten Haus. Vor dem Haus waren verschiedenste Stationen von Getränken und Buffets aufgebaut. Da hatte man schon die Qual der Wahl und man musste überlegen, welchen Genuss man sich hingab. Es sah aus, als ob hier alle Könige der Welt eingeladen waren. Viele Menschen in den schönsten Kleidungen tummelten sich vor dem prächtigen Gebäude. Als wir da standen, fragte ich meine Begleiterin: „Was darf ich der Königin meines Herzens bringen?“ „Ein Cocktail wäre mir Recht. Frag, ob sie einen ganz süßen haben.“ „Für dich mache ich doch alles.“ So verließ ich sie, um ihr das gewünschte Getränk zu holen. Als ich zurückkam, sah ich einen Mann neben ihr stehen. Sicher wollte dieser nur die Gunst der Stunde nutzten und sich mit so einen wunderschönen Mädchen unterhalten. Das konnte ich doch verstehen, denn schließlich war sie ja die hübscheste Dame hier am Fest. Doch was mich dann ein wenig störte, war das sie sich so gut unterhielten. Am Ende hatte er gar Erfolg. Schnell schaute ich zu den beiden, damit Macmusel Sonnenschein mich ihm vorstellen konnte. „Danke Tschossi, dass du mir den Cocktail gebracht hast. Darf ich dir unseren Gastgeber vorstellen? Mr. Geschäftus. Ich habe ihn in einer Disco kennen gelernt und er hat mich heute zu diesem Fest eingeladen. Mr. Geschäftus, das ist Tschossener.“ Wir reichten uns die Hände. Obwohl ich spürte, dass die Eifersucht in mir aufstieg. Doch ich versuchte höflich zu bleiben und fragte ihn: „Was machen sie denn so?“ „Ich bin Geschäftsmann. Mit dieser Feier, möchte ich mich bei meinen Geschäftsfreunden für ihre gute Zusammenarbeit bedanken. Alleine konnte man ja nichts erreichen im Leben. Du brauchst dafür einfach verlässliche Partner. Ich dachte mir, dass ich Macmusel Sonnenschein zu dieser Feier einlade, damit sie mich von den trockenen Geschäftsgesprächen ablenkt. Auch ein Geschäftsmann will mal einen gemütlichen Abend verbringen. Darf ich ihnen Macmusel Sonnenschein das Haus und den Park zeigen?“ „Gerne, dass wäre mir ein Vergnügen. Tschossi, du kannst dich hier doch alleine unterhalten?“ Ohne eine Antwort von mir abzuwarten, ging sie mit Mr. Geschäftus los. Ihren Arm in seinen eingehängt.
Was sollte ich nun alleine hier machen? Ich kannte ja nur meinen Freund. „Teberam sollen wir uns noch etwas zu trinken holen oder sollen wir ihnen lieber folgen?“ Mein Eichhörnchen sagte zu mir: „Tschossener, du hast ja was zu trinken.“ „Naja, aber es macht auch keinen Sinn, wenn ich mit dir jetzt spreche. Denn schließlich verbringen wir so viel Zeit miteinander, dass wir uns schon alles erzählt haben. Wir könnten höchstens darüber sprechen, ob da ideale Bäume sind für deine Behausung. So wie wir Männer auf einen Fest darüber diskutieren welche Frau die ideale Frau für ihr zukünftiges Zuhause sein könnte. Doch während ich hier mit dir rede, könnte es passieren, dass dieser Mr. Geschäftus meine zukünftige Frau vernascht.“ Bevor ich weiter reden konnte, schlug mir Teberam vor: „Dann lass uns sie verfolgen, damit wir wissen, was die beiden machen. Das wir im Falle des Falles eingreifen können.“ In der Ferne sahen wir sie noch schlendern und nahmen die Verfolgung gleich auf. Wir versteckten uns hinter jedem Baum und Strauch den wir sahen, damit wir nicht entdeckt wurden. Bis sie zusammen in einem Pavillon verschwanden. Leider konnte ich nichts hören, sondern musste das Geschehen von der Ferne betrachten. Ab und zu hörte ich die beiden lachen. Das gefiel mir schon nicht. Wenn sie sich so gut verstanden, konnte da noch mehr daraus werden. Doch ich konnte sie jetzt auch nicht stören. Dann fühlten sie sich am Schluss gar belauscht und Macmusel Sonnenschein wäre mir böse. Das wollte ich nun auch nicht. So schaute ich dem Ganzen weiter zu.
Da öffneten sie eine Flasche und stießen mit zwei Gläser an. Auf einmal hörte ich keine Geräusche mehr von Pavillon und die beiden Köpfe näherten sich .Es war zu spät. Sie küssten sich. „Teberam hilf mir. Wie soll ich das nur aushalten? Es ist so, als ob mir die beiden ein Messer in das Herz rammen. Hol es aus mir heraus. Hüpfe zwischen sie, um sie abzulenken.“ Doch mein Eichhörnchen antwortete mir: „Ich kann doch nicht dazwischen springen. Beruhige dich. Die werden schon nichts weiter tun.“ „Streue ruhig noch Salz in meinen Wunden. Das habe ich mir noch gar nicht vorgestellt, dass die vielleicht sogar noch mehr anfangen könnten. Wenn ich mir das vorstelle, werde ich fast wahnsinnig. Ich könnte hinüber laufen und sie anschreien, ob es ihnen gefällt, mich zu quälen.“ „Tschossener, halt dich zurück. Bleib ruhig. Sie werden damit schon wieder aufhören.“
Gott sei Dank, hörten sie wirklich auf. Zwar schmerzte meine Wunde noch immer, doch es war nun leichter zu ertragen. Sie standen auf und gingen gemeinsam zum Bach. Ich sah zu, dass ich zu ihnen kam. So marschierte ich von Richtung Haus auf die beiden zu. Waren sie nicht mehr alleine, dann kamen sie nicht mehr auf so dumme Gedanken. Dann würde ich stören. Als ich ihnen sehr nahe war, rief ich ihnen zu: „Grüß euch. Ich habe euch schon gesucht. Auf dem Fest langweilte ich mich und so dachte ich mir, dass ich euch hier irgendwo finden werde.“ Ich kam auch gerade rechtzeitig. Denn die beiden saßen am Bach und er hatte wieder seinen Arm um Macmusel Sonnenschein gelegt. Als er sich umdrehte, sah er böse zu mir herüber. Ihm schmeckte das überhaupt nicht, dass ich wieder da war. Doch ich war stolz auf mich und ließ mich durch seinen Blick nicht aufhalten. Ich setzte mich einfach zu ihnen. „Was tut sich denn hier besonderes, weil ihr hier so lange seid?“ „Ach wir genießen nur die Ruhe von dem Fest. Einfach mal entspannen.“, erklärte mir Macmusel Sonnenschein. „Ich habe ihr die gemütlichen Stellen dieses Parks gezeigt, wo man sich zurückziehen kann, wenn die Geschäfte einem zu viel werden.“ So nennt man das also heute „gemütliche Stellen“. Er wollte doch etwas ganz anderes. Sicher hat er hier schon viele Mädels bearbeitet und sie dann ins Bett geschleift. Mit seiner Strategie um den Finger gewickelt, damit sie verliebt zu ihm aufsahen. Am Anfang war er süß, überraschte sie mit kleinen Geschenken. Die Damen wurden verwöhnt. Dann führte eines zum anderen und irgendwo vernaschte er die hübschen Frauen. Doch ich würde Macmusel Sonnenschein schon die Augen öffnen. Ihr zeigen, was sein einziger Gedanke war. Nur eine tolle Nacht zu haben und dann sich von ihr zu verabschieden. In mir kochte die Wut, als ich darüber nachdachte. Doch ich hielt mich zurück. „Hier kann man sich von dem Alltagsstress wirklich wunderbar erholen. Was für Geschäfte machen Sie denn?“ Ich wollte das Gespräch wieder mehr auf sachliche Ebenen bringen. „Ich handle mit Aktien. Wenn man sich da auskennt, steckt sehr viel Geld drinnen. Zur Zeit besonders in China, weil diese einen unglaublichen wirtschaftlichen Aufschwung haben. Doch lasst uns wieder auf das Fest gehen, dort spielen ein paar gute Musiker.“
Als er aufstand, machte ich ihm dies nach. Doch ich tat so, als ob ich mein Gleichgewicht nicht halten konnte und stieß ihn ganz kräftig an. Er kam ins Strudeln und drohte rücklings in den Bach zu fallen. Er ruderte mit den Armen eine Zeit lang dahin. „Fall doch endlich hinein. Das Wasser ruft dich“, dachte ich mir. Doch er setzte die naturwissenschaftlichen Prinzipien außer Kraft und konnte sich halten. Dann stand er ruhig da. Sofort reagierte ich richtig. Ich tat so, als ob das ganze unabsichtlich war: „Tschuldige, ich habe das Gleichgewicht verloren. Gott sei Dank bist du nicht in das Wasser gefallen.“ „Ja, das habe ich auch nur meiner guten Reaktion zu verdanken. Anscheinend habe ich auch nicht so viel getrunken wie du.“ Macmusel Sonnenschein setzte noch eines drauf: „Tschossener, vielleicht solltest du gehen. Ich bin auch schon betrunken, doch ich habe mich noch unter Kontrolle. Verschwinde lieber.“ Dabei wankte sie ein wenig. Ich überlegte, ob ich trotzdem bleiben sollte. Doch da sich die beiden einig waren, hatte ich keine Chance. Wenn ich nun blieb, holte Mr. Geschäftus am Schluss noch die Polizei. Das war dann für Macmusel Sonnenschein sicher peinlich und sie würde kein einziges Wort mehr mit mir reden. Sie würde mich für diese Situation hassen.
So verließ ich die beiden. Doch als ich ein wenig entfernt war, versteckte ich mich hinter einen Baum. Ich wollte wissen, was die beiden nun taten. Von hier aus konnte ich sie sehr gut hören. „Willst du mit mir auf mein Zimmer gehen?“ fragte er sie. „Nicht am ersten Abend. Lass und einfach zum Fest zurück gehen und es genießen.“, antworte Macmusel Sonnenschein. Jawohl so sollte es sein. Lass dich nicht fangen von ihm. Da schaute er sie mit einem intensiven Blick an. Nach einer halben Minute stellte er noch einmal die Frage. Das einzige was sie nun sagte war: „Ja, gehen wir.“ Dann verschwanden die beiden in Richtung Haus. Was war jetzt passiert? Warum entschied sie sich plötzlich anders? Da stimmte doch etwas nicht. Doch ich konnte nichts machen.
Als sie verschwunden waren verließ ich das Anwesen ebenfalls. Am liebsten hätte ich ihm eine geknallt und hätte Macmusel Sonnenschein mitgenommen. Doch dann wäre die Polizei gekommen und hätte mich mitgenommen. Jetzt waren sie zu zweit in dem Haus und ich wollte nicht wissen was sie gerade taten. Vielleicht hatte ich die Chance, dass sie dann von ihm enttäuscht war, wenn er sie stehen ließ. Wenn sie dann weinend zu mir kam, tröstete und sie heulte sich in meinen Armen aus. Dann wird sich eines nach dem anderen ergeben und eines Tages stehen wir dann vor dem Traualtar. Doch zur Zeit war ich noch zu aggressiv. Da entdeckte ich einen großen Karton und ich hatte eine fabelhafte Idee. Ich holte mir einen dicken Stift heraus und malte Mr. Geschäftus hinauf. Dann sagte ich zu meinen Eichhörnchen: „Jetzt werde ich dir zeigen, was ich mit Geschäftus machen werde.“ So schlug ich auf ihn ein und reagierte mich ab. Bis ich dann erschöpft daneben lag. Doch dafür war Mr. Geschäftus geknickt. Ich schaute auf die Uhr und merkte, dass es spät war. Ich spürte meine Müdigkeit und ging nach Hause und legte mich gleich in das Bett. Doch einschlafen konnte ich leider nicht. Ich musste immer an die beiden denken, was mir einen Stich in das Herz gab.
 
Gibt es Vampire?
 
Als mein Eichhörnchen und ich am nächsten Tag aufwachten, erinnerten wir uns was am Vortag geschehen war. Wir hatten Macmusel Sonnenschein bei dem Fest an diesen Hund von Mr. Geschäftus verloren. Ich wollte nun genau wissen, was vorgefallen war. Darum wählte ich ihre Nummer. „Sonnenschein.“ „Grüß dich, ich bin es Tschossener. Ich wollte wissen, was du gestern mit Mr. Geschäftus getan hast.“ Sie antwortete: „Eigentlich frage ich mich, was es dich angeht, aber ich kann es dir schon sagen. Wir sind dann zum Fest zurück gegangen, nachdem du gegangen bist. Jedenfalls war ich schon ein wenig betrunken, darum kann ich mich an das danach auch nicht mehr so wirklich erinnern. Doch ich bin ja auch keine Schlampe, die gleich am ersten Tag mit einen wildfremden Mann, den sie gerade 4 Stunden kennt ins Bett springt.“ „So etwas würde ich nie von dir denken.“ erwiderte ich. Dann sprachen wir noch über so manch andere Dinge. Ich konnte ihr ja nicht sagen, dass ich sie noch belauscht hatte, denn ich wusste, dass sie mir dann nie wieder vertrauen würde und mir böse wäre. Doch auf der anderen Seite war ich mir nicht sicher, ob sie mich nun belog, damit sie geheim hielt, dass sie Sex mit ihm hatte oder ob Mr. Geschäftus irgend etwas mit ihr getan hatte, was sie selbst noch nicht mitbekommen hatte.
Ich konnte mich erinnern, dass Mr. Darcos gesagt hatte, dass die Vampire jemanden hypnotisieren können. Ich musste mich wieder mit ihm treffen, damit ich ihn fragen konnte, was er davon hielt. So suchten mein Eichhörnchen und ich den Flohmarkt am Hauptplatz auf, um Mr. Darcos Stand zu finden. Als ich ihn fand erzählte ich ihm von dem Fest. Besonders wie ich Mr. Geschäftus in den Bach werfen wollte. Er hörte sich meine Geschichte aufmerksam an. Dann antwortete er mir: „Tschossener, dein Bericht von der Party hat mir zu denken gegeben. Ganz offensichtlich hat diese Person etwas gegen fließendes Wasser und verfügt über ausgezeichnete Reflexe. Ich sage absichtlich, nicht dieser Mensch. Du könntest dich mit einem Nachtjäger angelegt haben. Sollte dies der Fall sein, war er vorsichtig, großmütig oder nur schwach. Sonst könntest Du mir nicht mehr davon erzählen. Einen Nachtjäger herauszufordern bedeutet, sich mit dem Tod selbst anzulegen.“ Ich war ein wenig verwirrt, was er damit meinte und so fragte ich ihn: „Was meinst du denn mit einem Nachtjäger? Jagd er die Mädchen in der Nacht und wenn ihm jemand in die Quere kommt, dann wird er aggressiv und man muss um sein Leben fürchten?“ Er erwiderte mir: „Ich sehe, Du verstehst nicht wovon ich spreche. Ersetze Nachtjäger durch Vampir und du weißt, was ich meine. Doch denke dabei nicht an den Abklatsch in Film oder Literatur. Denke hingegen an Jäger, stark und gnadenlos. Doch trotz all ihrer Macht, sind auch sie gewissen Regeln unterworfen.“ Jetzt war ich interessiert, was Mr. Darco noch über Vampire zu erzählen hatte. So stellte ich weitere Fragen. „Welchen Regeln sind denn diese Blutsauger unterworfen.“ Er antwortete mir: „Eben dieses verfluchte, fließende Wasser. Egal ob nun ein Bach oder Fluss. Nur ein starker Jäger, vermag einen Bach zu überspringen. Doch ist es verbunden mit Schmerz, ähnlich einem elektrischen Schlag. Aber allgemein bildet es eine Grenze, die nur durch Hilfsmittel überquert werden kann. Eine Brücke, oder Steine, die in einer Reihe herausragen.“ Ich war ein wenig verwundert und so fragte ich nach: „Warum sollte das Wasser diese mächtigen Wesen aufhalten?“ Er dachte kurz nach, dann erklärte er mir: „Wasser ist eines der Ur-Elemente. Es war schon immer ein Mittel der Reinigung, auch symbolisch. Bei den Christen wurde die Bedeutung des Wasser intensiviert durch die Taufe. Am Anfang des Christentums wurde der Erwachsene Täufling in fließendes Wasser untergetaucht. Als Zeichen der Abwaschung von Sünde, seelischen Schmutz und Wiedergeburt als Christ, Kind Gottes. Stößt Du einen Jäger ins Wasser, ist es so, als ob du einen Menschen unter Strom setzt. Du hast Glück, mir davon noch erzählen zu können, denn schließlich hat er die Macht dich zu töten. Jäger haben Eigenheiten. Einige davon würde man bei den Menschen als Zwänge beschreiben. Streue Reis oder glitzernde Kleinigkeiten vor einem Jäger aus, so muss er diese erst abzählen, ehe er seine Beute weiter verfolgt. Doch denke nicht, das würde dich beschützten. Es schenkt dir nur einen Augenblick, denn die Nacht ist das Revier des Vampirs. Weder verliert er deine Spur, noch ist er so langsam wie ein Mensch.“ Als er fertig war wusste ich nun nicht, was ich wirklich davon halten sollte. War er einfach verrückt? Wollte er mich einfach nur verarschen? Schließlich lernte man doch immer, dass es keine Vampire gab. Aber ich erkannte an seiner Mimik und Gestik, dass es ihm ernst war. Da ich ihn aber nicht verärgern wollte, versprach ich: „Ich werde vorsichtig sein, wenn ich ihm begegne. Vielleicht werde ich den Test machen, wenn ich einmal die Gelegenheit habe. Danke für die Warnungen. Ich werde jetzt noch ein wenig weiter schauen.“
So verließ ich Mr. Darco. Ich sagte zu meinen Eichhörnchen: „Soll ich mich zum Gespött der Gesellschaft machen? Jeder weiß, dass Vampire Legenden sind und nur in den Horrorfilmen etwas zu suchen haben. Es wird mich jeder auslachen, wenn ich jemanden erzähle, dass ich einen Vampir jage.“ Da sagte mein Freund zu mir: „Tschossener, du weißt, dass es oft Dinge gibt im Leben, die niemand erklären kann. Wie viele Leute erzählen von ihren Glauben, aber niemand hat einen handfesten Beweis. Sonst würde es ja auch nicht so viele Glaubensrichtungen geben. Auf der anderen Seite tauchen immer wieder Geschichten von Geistern auf. Ich weiß nicht, ob es wirklich Vampire gibt. Das einzige was du tun kannst ist, dass du diesen Test machst. Du kannst ja nichts verlieren. Steigt Mr. Geschäftus einfach über die Reiskörner und muss diese nicht abzählen, dann weißt du, dass Mr. Darco ein Spinner ist und sich ein wenig zu weit in seine Phantasiewelt vorgewagt hat. Ansonsten aber musst du dir etwas überlegen, dass du dieser Gefahr entkommst.“ Ich war mir selbst noch nicht sicher, was ich davon halten sollte und so sagte ich nur: „Vielleicht hast du ja Recht, aber ich werde es nicht sehr vielen Leuten berichten, sonst halten mich alle für verrückt.“ Doch es ließ mir keine Ruhe und so überlegten Teberam und ich wie wir Mr. Geschäftus dem Reiskorntest unterziehen konnten. Doch an diesen Tag fiel uns nichts ein und so legten wir uns am Abend nieder und hofften, dass uns der Herr die Lösung im Schlaf geben mochte.
 
Test von Mr. Geschäftus
 
Bald in der früh läutete der Wecker. Heute würde sicher ein stressiger Tag werden, denn unser Markt würde nach einer langen Umbauphase neu eröffnet werden. Jetzt konnten wir uns an unserem neuen, schönen Markt erfreuen Zur Feier des Tages gab es günstige Würstel, Freibier und viele Aktionen. In diesem schönen Markt kam Macmusel Sonnenschein noch viel besser zur Geltung. Eine Schönheit mit einem schönen Rahmen. Als ich sie im Geschäft traf, fragte ich sie: „Was hast du heute am Abend vor? Genießen wir noch Würstel mit einem Getränk? Das haben wir uns verdient, denn schließlich haben wir ja auch brav dafür gearbeitet.“ „Tschossi, es tut mir leid. Ich kann nicht. Mr. Geschäftus holt mich nach der Arbeit ab.“ Vielleicht war dies ein Wink des Schicksals. Mein Eichhörnchen und ich erkannten die Gelegenheitm den Test durchzuführen. Wir mussten nur bis zum Abend abwarten und eine Packung Reis bereithalten und uns überlegen wie wir ihn unbemerkt testen können.
Nach kurzem Überlegen, war mir auch schon etwas eingefallen, doch musste ich noch geduldig sein, bis er kam. So ging ich meiner Arbeit nach. Ich setzte mich gleich hin und schaltete die Kassa mit einem Geheimcode ein. Nur ich konnte sie bedienen. Standen die Leute also in der Schlange, dann konnten sie nur auf mich hoffen, dass ich bereit war und gutmütig, dass ich kam, damit sie ihre Schulden bezahlen konnten. Als ich meinen Code eingegeben hatte, sagte ich zu den Kundschaften: „Bitte kommen sie zu mir.“ So nahm ich eine Ware nach der anderen in die Hand und zog sie über den Scanner. Dann sagte ich: „Ich darf ihnen 5,25 wegnehmen. Bitte sehr.“, dabei grinste ich. Man wollte ja höflich sein, denn dann bezahlten die Menschen einfach viel lieber. Doch ab und zu hörte ich ein Jammern von den Kunden: „Sie nehmen mir aber viel Geld weg.“ Darauf hatte ich nur eine Antwort: „Ich bin eben ein moderner Raubritter. Darum mache ich es so gerne. Hier darf ich den Leuten das Geld abnehmen und es ist ganz legal. Da kann ich wirklich gemein sein, ohne das sich jemand wehren kann..“ Doch am liebsten hatte ich es, wenn sie die Vermutung anstellten: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich genug Geld mithabe.“ Doch auch hier hatte ich eine Lösung: „Das ist kein Problem, ich habe hinten noch genug Arbeit, die ich selber nicht machen will. Die überlasse ich ihnen dann gerne und dafür bekommen sie dann die Waren.“ Doch meist brauchte ich nicht lange zu warten und schon übergaben sie mir das Geld. So sammelte sich in meiner Kasse ein kleiner Reichtum. Doch leider musste ich ihn immer wieder am Abend hergeben.
Ich mochte meine Arbeit. Erstens, weil ich mich mit meinen Kollegen und Kolleginnen gut verstand, zweitens hatte ich Freude daran mit Menschen zu reden. Ich tat das auch meist mit Freundlichkeit und einem Lächeln. Man hatte seine fixen Kundschaften und baute mit ihnen eine Beziehung auf. Ich wollte meine Arbeit hier eigentlich nicht missen. Auch wenn ich ab und zu jammerte, dass ich schon heim gehen wollte. Doch da war ich dann einfach müde. Ich fühlte mich teilweise wie in einer großen Familie. Meine Kolleginnen waren wie meine Brüder und Schwestern. Wie es eben in einer Familie war, stritt man sich ab und zu. Es gab Meinungsverschiedenheiten, doch am Schluss arbeiteten alle an dem selben Ziel. Sie wollten, dass unser Geschäft, welches unser Haus darstellte, funktionierte und wir miteinander gut auskamen. Der Vater ermahnte und lobte uns. Er sorgte sich darum, dass sein Haus perfekt funktionierte. Für seine Familie und für Freunde und Verwandte, die auf Besuch kamen. Das war dann der Chef. Dann kamen zu der Familie Freunde und Verwandte, denen es bei uns gefiel. Es war unmöglich sich mit allen verstehen, die einen besuchten. Doch man war höflich genug und sprach mit ihnen und gab der Kundschaft was sie wollte. Es freute einen immer wieder, wenn dann gewisse Freunde kamen, mit denen man sich wunderbar verstand. Sie waren immer freundlich und nett und für einen Spaß zu haben. Mit ihnen verbrachte man gerne mehr Zeit. Sie wurden mit den besten und tollsten Lebensmitteln versorgt. Wie es bei uns üblich war, brachten Freunde Geschenke mit. Diese gaben sie dann bei der Kassa ab. Umso mehr sie von uns nahmen, umso mehr gaben sie uns dann zurück. Es gab aber auch schlechte Freunde. Diese kamen auf Besuch und nutzten uns nur aus. Natürlich konnten wir uns dies nicht gefallen lassen und dann riefen wir jemanden der neutral war. Entdeckte er so einen schlechten Freund, strafte er ihn und verwies ihn unseres Hauses. Das waren die Detektive. Natürlich brauchte man hin und wieder mal was Neues und eine Auszeit, so sehr es einen auch in der Familie gefiel. So ging man am Feierabend zu seiner wirklichen Familie oder in sein eigenes Zuhause. Dort wurde die Zeit damit verbracht, dass man Leuchtstiftzeichnungen malte und so manchen Freund besuchte. Doch mein Leben wäre einfach nicht komplett gewesen, wenn ich meine Familie im Geschäft nicht gehabt und so gut verstanden hätte.
So kassierte ich, verräumte die Ware und zeigte so mancher Kundschaft den Weg zu dem gewünschten Produkt. Bis es dunkel wurde. Da sah ich auch schon Macmusel Sonnenschein ohne Arbeitsgewand mit ihm herumlaufen. Ich hatte immer eine Packung Reis in meiner Nähe. In diese schnitt ich mit meinen Stanley-Messer hinein. Als ich vor Mr. Geschäftus und Macmusel Sonnenschein stand, ließ ich die Packung fallen, die zersprang. Die Körner waren überall verstreut und die beiden standen mitten in den Körnern. Da lachte Mr. Geschäftus und sagte zu mir: „Du bist ja nicht nur dumm! Nein, du bist auch noch ein ganz ungeschickter Kerl.“ Als er mit mir schimpfte, fiel mir auf, dass er sich auf die Reiskörner konzentrierte und sie nun sicher zählte. Damit es nicht so auffiel, schimpfte er mit mir weiter. „Wie kannst du hier nur einen Job gefunden haben. Du müsstest eigentlich ein Sandler sein. Der sich jeden Tag zusauft. Dann würdest du jeden Tag vergessen, was für ein erbärmlicher Mensch du bist, und es gar nicht verdient hast zu Leben. Dein Chef hat dich sicher nur eingestellt, weil er Mitleid mit dir hatte und wusste, dass du sonst nie einen Job gefunden hättest. Wie kann man eigentlich so ein erbärmliches Leben führen, ohne das man sich tagtäglich Gedanken darüber macht, dass man sich umbringt. Du bist im Einzelhandel und gerade mal fähig, ein Regal einzuräumen. Sicher hast du keine Freundin und wirst auch nie eine bekommen. Mit deiner Glatze siehst du ja schon aus, als ob du 40 wärst und dabei bist du erst 25. An deiner Stelle würde ich mir Gedanken machen, ob du nicht bei der nächsten Brücke einfach stehen bleibst und hinunter springst. Was ich bin und was ich kann, davon kannst du ja nur träumen. Du bist einfach ein Looser. Du wirst dir niemals annähernd das leisten können, was ich mir aufgebaut habe. Du bist einfach ein Versager.“ Ich merkte wie sich seine Augen beim letzten Satz nur mehr auf mich konzentrierten. Dann drehte er sich zu Macmusel Sonnenschein um und sagte zu ihr: „Komm lass uns gehen.“, und die beiden überschritten die Reiskörner.
Ich war nun fertig. Ich wusste, dass Mr. Geschäftus ein Vampir war. So fragte ich mein Eichhörnchen: „Soll ich nun meine Liebe warnen? Zu Macmusel Sonnenschein laufen und ihr die ganze Wahrheit offenbaren?“ „Ich würde es machen“ riet er mir „denn schließlich könnte er sie ja beißen und dann hast du sie für immer verloren und wirst dir dein Leben lang Vorwürfe machen.“ Ich dachte kurz darüber nach, doch ich hatte ein Gegenargument: „Da magst du schon Recht haben, doch auf der anderen Seite habe ich auch Angst, dass sie böse wird, wenn ich es ihr erzähle und mir dann vorwirft, dass ich nur eifersüchtig auf Mr. Geschäftus bin.“ Ich konnte es ihr ja nicht einmal verübeln. Hätte mir vor kurzem noch jemand erzählt, dass es Vampire gibt, hätte ich ihm ja selber den Vogel gezeigt. Ich dachte selbst immer, das wäre nur ein Märchen aber jetzt erkannte ich, dass es die bittere Wahrheit war. Außerdem brachte ich sie ja in eine noch größere Gefahr, wenn ich ihr es verriet denn dann hätte er ja gewusst, dass ich sein Geheimnis kannte. Dann würde er uns beide noch schneller töten. Mein Freund hatte nun einen Rat: „Wir können auch deshalb nichts gegen ihn ausrichten, weil wir über Vampire nichts wissen. Ich kenne nur die Geschichten aus der Literatur und dem Fernsehen, doch was stimmt davon und was ist nur erfunden? Wir müssen zu Mr. Darco gehen. Er wird uns helfen können und Informationen geben, wie wir dieses Monster aufhalten oder gar töten können.“ Auch wenn es mir schwer fiel, dass ich Macmusel Sonnenschein in den Händen des Todes weggehen ließ, musste ich meinem Eichhörnchen Recht geben. Aber in dieser Situation etwas zu unternehmen wäre unser beider Tod gewesen und hätte niemandem etwas genützt. Ich konnte sie erst schützen und retten, wenn ich mehr über diese Wesen wusste.
 
Information über Schwächen der Vampire.
 
Nach zwei Stunden konnten endlich mein Eichhörnchen und ich die Arbeit niederlegen. Ich war froh, denn nun konnte ich ohne aufzufallen Mr. Darco anrufen. Als ich den Hörer in die Hand nahm, sah ich mich um, ob mich jemand beobachtete. Mein Weltbild war zerstört und woher sollte ich wissen, wer ein Vampir ist oder doch nicht. Ich suchte ihn aus dem Telefonbuch und wartete ungeduldig auf ein Wort von ihm. Als ich ein Hallo von ihm vernahm, begann ich nervös zu fragen: „Grüße dich. Ich habe dringend einige Fragen an dich. Können wir uns heute treffen? Es wäre ganz wichtig.“ „Warte einen Moment. Ich muss erst nachschauen, ob ich Zeit habe.“ Einen kurzen Augenblick hörte ich nichts, dann sagte er mir eine Adresse, wo wir uns treffen konnten. Sofort stieg ich in einen Bus und machte mich auf den Weg zum gemeinsamen Treffpunkt. Wir setzten uns zusammen. Mr. Darco merkte meine innere Anspannung und sagte zu mir: „Atme mal ruhig durch und erzähle mir einfach, was passiert ist, was dich so aufgewühlt hat.“ „Ich habe den Test nun gemacht, dabei musste ich feststellen, dass er ein Vampir ist. Doch wie soll ich mich nun vor ihm schützten? Ich kann ihn aber auch nicht ignorieren, weil er eine Freundin von mir hat. Ich will nicht, dass er ihr Schmerzen zufügt. Da ich weiß, dass du dich mit Vampiren auskennst, will ich dich nun fragen, was ich gegen ihn ausrichten kann.“ Er nickt nur kurz und dachte über das Gesagte nach. Dann antwortete er mir: „Tschossener, deine Frage ist nicht erfreulich. Denn sie berührt das Thema, Nachtjägern aktiv zu begegnen. Ich werde sie dir aber trotzdem beantworten. Doch unterschätze niemals einen Vampir. Es gibt eine verlässliche Methode, wie du einen Vampir tötest. Diese wird seit jeher angewandt. Du musst sein Herz mit einem Holzpfahl durchbohren. Den Kopf abhacken, manchmal auch noch den Mund mit Knoblauch füllen. Und anschließend den Körper verbrennen und die Asche in den Wind streuen. Damit er der letzte Rest seines Körper getrennt wird. Damit du sicher ausschließen kannst, dass er sich trotz aller deiner Versuche wieder regeneriert und aufersteht. Diese Methode sollte nur bei Tag versucht werden, denn bei Nacht ist sie sehr gefährlich. Ein junger Vampir kann sich nicht wehren, jedoch verfügt selbst dieser bei Nacht über mehr Stärke und Schnelligkeit als ein Mensch. Einen älteren, starken Vampir kannst Du mit einem Pflock zwar lähmen, jedoch kann er sich wieder davon erholen, wenn ihm genügend Zeit bleibt.“
Diese Antwort bauten mein Eichhörnchen und mich nicht auf. Doch unsere Liebe war in Gefahr und so hatte ich noch weitere Fragen: „Jetzt weiß ich zwar wie ich einen Vampir töten kann. Aber ich brauche noch weitere Informationen wie zu Beispiel wie ich den Vampir foltern kann, damit ich die Information bekomme, in welchem dunklen Verlies er sie eingeschlossen hat. Damit sie von mir gerettet werden kann und nicht qualvoll verhungern muss.“ „Einen Vampir foltern? Du hast seltsame Ideen Tschossener! Vielleicht solltest du dich als Schriftsteller versuchen. Um ehrlich zu sein, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Nun, theoretisch kannst Du einen Vampir mit Allem foltern, was ihm schadet oder seiner untoten Existenz den ewigen Tod bereiten kann. Eine Möglichkeit sind die Weißdornranken. Diese fügen ihm schwere Verletzungen zu, von denen selbst ein starker Vampir Zeit braucht, sich zu erholen. Natürlich auch mit Feuer. Denn dieses Element greift alles an, egal ob tot oder untot. Allein ein Ring aus Feuer um ihn, ist unerträglich. Außer er ist so schnell und stark, ihn zu durchdringen. Dann gibt es natürlich auch die Symbole der Religion. Deren Anblick ist unangenehm und die Berührung ruft Schmerzen hervor. Aber es muss das Symbol jener Religion sein, der er zu Lebzeiten angehört hat. Sonst amüsiert er sich über deinen Versuch und du wirst nichts weiter damit erreichen. Dies sind nur einige Gedanken, welche mir spontan eingefallen sind. Aber denke immer an Eines. Wenn ein Versuch fehlschlägt, gibt es für dich keinen zweiten. Denn du legst dich mit einem vollendeten Jäger an, dem das Wort Gnade fremd ist.“ Meinem Eichhörnchen fiel noch etwas ein: „Mr. Darcos eine Frage habe ich schon noch. Wenn ich selber an keine Religion wirklich glaube, aber von den Geistlichen jeder Religion ein Wasser segnen lasse, hilft das gegen den Vampir.“ „Darüber habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Also du musst selber an deine Zeichen glauben, sonst ist es sinnlos. Doch wenn du weißt, dass das Wasser von Geistlichen gesegnet worden ist und du darauf vertraust, dass es hilft, müsste es normalerweise funktionieren.. Die Geistlichen haben es mit ihrem Glauben gesegnet, damit es gegen das Böse hilft. Also muss es auch dir helfen.“ Ich hatte nun genug Informationen, die mir beim Kampf gegen den Vampir halfen. So stand ich auf und verabschiedete mich von Mr. Darco: „Danke, dann müssen wir uns nur mehr überlegen, wie wir Mr. Geschäftus dazu bringen können, dass er mir meine geliebte Macmusel Sonnenschein zurückgibt.“ Er reichte mir die Hand, schaute mich intensiv an und sagte zu mir: „Sei vorsichtig! Denn es wird nicht einfach. Unterschätzte ihn nicht. Trete ihm nicht offen entgegen, denn sonst ist dein Leben verloren.“ So verließ ich ihn. Ich wusste, dass ich mir keinen Fehler erlauben durfte. Alleine wegen Macmusel Sonnenschein nicht.
 
Kampf gegen Mr. Geschäftus
 
Zu Hause schlief ich mal darüber. Ich musste mir sowieso einen genauen Plan überlegen, wie ich Mr. Geschäftus überraschen konnte. Er war ja ein mächtiger Gegner und ich war sehr unerfahren. Es war gefährlich, aber mit Hilfe der Informationen von Mr. Darco konnte ich ihn besiegen. Ich war fest davon überzeugt. . Am nächsten Tag waren mir schon ein paar Ideen gekommen. Als erstes ging ich in ein Spielzeuggeschäft und besorgte mir die gefährlichsten Waffen die es gab: Spritzpistolen. Von der Kleinsten, die man am Körper verstecken konnte, bis hin zu den ganz großen Waffen, die man aufzog und die dann sehr weit schossen. Nach langen Suchen fand ich auch eine, die mein Eichhörnchen auch halten konnte. Dieser hatte ja nicht so große Pfoten. So hatte ich nun sechs verschiedene Spritzpistolen. Doch dies genügte mir noch nicht. Ich kaufte mir auch noch zwei Packungen Wasserbomben. Als ich meine wichtigsten Waffenutensilien aus diesem Geschäft hatte, ging es auch schon weiter. Die nächste Station war eine Tankstelle, wo ich mir zwei Kanister mit Benzin auffüllte. Diese brachte ich in einen Wald zu einem Brunnen. Dann schnitzte ich mir einen Pflock. Am Schluss legte ich mir noch eine Axt zu meiner Ausrüstung und somit war diese komplett. Mit dem Benzin bastelte ich mir noch zwei Moladovcocktails.
Doch alle meine Waffen waren noch nicht aktiv. Sie brauchten noch einen letzten Schliff, damit sie wirklich helfen konnten das Böse zu besiegen. So suchte ich im Telefonbuch nach Adressen von den verschiedensten Religionsgemeinschaften. Als ich diese gefunden hatte, füllte ich Wasser in eine Flasche. Ich glaube ja nicht, dass die Glaubenshüter zu meinem Brunnen kamen, damit sie mir und meinen Waffen den Segen aussprachen. So suchte ich eine nach der anderen Religionsgemeinschaft auf und bat ich sie: „Könnten sie mir bitte dieses Wasser mit folgenden Worten segnen?“ Ich hatte mir genau überlegt, welche Wörter ich wählte. Ein falsches Wort, das ausgesprochen oder zu wenig gesagt werden würde, könnte mir am Schluss das Leben kosten. So bat ich die Glaubenslehrer und Prediger: „Segnen sie dieses Wasser mit den Worten: Das Wasser soll die Leute, den Ort, den Brunnen, dessen Wasser, das geschöpft wird und die Dinge segnen, die von ihm besprengt werden. Es soll all denjenigen schaden, die keine Menschen sind, aber diesen Leid zufügen.“ Zwar schauten mich die meisten ein wenig verwirrt an, aber sie taten es trotzdem. Die Segnung wollte ja nichts Böses. Als ich alle möglichen Glaubensrichtungen ausgeforscht hatte und mein Wasser gesegnet war, schaute ich zu dem Brunnen. Mein Eichhörnchen und ich stellten uns vor den Brunnen. Dann besprengten wir mit dem Wasser alle unsere Waffen und insbesondere den Brunnen. Somit hatten wir ewige Munition für den Kampf gegen die Vampire. Alles Wasser was nun aus dem Brunnen kam, war gesegnet. Jetzt durfte ich dieses Geheimnis niemandem mehr verraten. Nicht das eines Tages der Brunnen zerstört werden würde.
Meine Ausrüstung hatte ich nun beisammen. Doch mit dieser alleine konnte ich den Sieg über Mr. Geschäftus nicht erreichen. So musste ich noch einen Plan ausarbeiten, damit ich den Überraschungsmoment auf meiner Seite hatte. Dann konnte ich hoffen, gegen ihn eine Chance zu haben. Als ich diesen hatten, begab ich mich eines Nachts zu seinem Haus, wo das Fest stattgefunden hatte. Dort wartete ich, bis er wegfuhr. Als er sein Anwesen verlassen hatte, bereiteten mein Eichhörnchen und ich unsere Überraschung für ihn vor. Wir gruben zwei Rinnen, welche wir mit dem Benzin füllten. Eine vor und eine nach der Brücke. Dann machten es sich mein Eichhörnchen und ich gemütlich unter der Brücke. Er auf der einen Seite des Baches. Ich auf der anderen, mit einer Streichholzpackung in der Hand. Wir warteten. Beide blickten wir auf die Einfahrt des Hauses. Wir waren ruhig, damit wir uns nicht verrieten. Ich wusste, was heute auf dem Spiel stand. Mein Leben, meine ganze Zukunft würde sich heute verändern. Ein kleiner Fehler von uns und wir konnten den Sensenmann begrüßen. Sicher lag er gerade irgendwo hinten in den Bäumen und genoss das Schauspiel bei einen guten Glas Whisky und einer Zigarre. So etwas sah man nicht oft. Ein Mensch, der gegen einen Vampir kämpfte. Zwischen meinen Gedanken warf ich immer wieder einen Blick auf die Einfahrt. Doch es passierte noch immer nichts. Ich hatte Angst, einen Fehler zu machen. Schließlich wusste ich nicht wirklich, was mich danach erwartete. Ich hatte zwar den Glauben, dass es nach dem Tod einen Gott gab, ein höheres Wesen welches diese Welt erschaffen haben musste. Doch eines wusste ich: Das Leben war fix. Dies war eine Realität. Und ich hatte hier noch nicht mal alles ausgekostet. Ich hatte weder Sex mit zwei Frauen gleichzeitg, noch die Traumfrau geheiratet und mit ihr ein glückliches Leben geführt und ein Kind gezeugt. Was erwartete mich, wenn ich starb. Vielleicht gab es ja dann nichts. War alles nur ein verrückter Glaube, damit man sich nicht so sehr vor den Tod fürchtete? In Wirklichkeit war die Welt vielleicht doch nur durch Zufall entstanden und wir hatten die Ehre hier ein kurzes Leben zu führen und dann für immer von der Bildfläche zu verschwinden. Eventuell würde noch ab und zu jemand an uns denken, wenn wir mit Werken Berühmtheit erlangten. Wie Elvis, Mozart, Nostradamus oder Platon. Warum riskierte ich jetzt mein Leben? Vielleicht aus zwei Gründen: Zum einen, weil ich Macmusel Sonnenschein liebte. Wenn ich sie nicht rettete, konnte ich nie meine Traumfrau heiraten. Dann hatte das ganze Leben keine große Bedeutung mehr. Auf der anderen Seite hatte ich auch noch nie in meiner Welt so viele Zufälle gesehen, die zum Leben führten. Also müsste es etwas Größeres geben. Ich konnte nur hoffen, dass es keine Götter waren, die statt dem Fernsehen uns Menschen erschaffen hatten, um sich zu unterhalten.
Ich hätte noch weiter spinnen können, doch mein Eichhörnchen deutete mir an, dass er etwas hörte. Ich bereitete ein Streichholz vor. Bereit es an der Packung anzuzünden. Ich vernahm ein Motorengeräusch. Das Auto wurde abgestellt und eine Tür krachte in das Schloss. Dann kam jemand näher. Bei jedem Schritt knirschte der Kies. Ich wurde immer nervöser. Mein Herz pochte ganz laut. Das knirschen des Kiesels war schon ganz nah Bis wir Schritte direkt über uns hörten. Mr. Geschäftus musste nun auf der Brücke sein. Jetzt war unsere Zeit des Handels gekommen. Ich rieb mein Streichholz an der Packung und ein kleines Feuer brannte. Vorsichtig warf ich es in die Rinne und sofort fing der Benzin Feuer. Die Brücke war nun hell erleuchtet und Mr. Geschäftus schaute ganz erschrocken drein. Mein Eichhörnchen wollte seine Rinne auch entzünden. Doch es wollte einfach nicht klappen. Er versuchte es noch einmal. Wenn es jetzt nicht klappte, würde sich Mr. Geschäftus vielleicht aus seiner Erstarrung lösen und verschwinden. Doch er wusste noch immer nicht wie ihm Geschah. Doch wie lange würde das noch anhalten. Wenn mein Eichhörnchen jetzt nicht erfolgreich war, dann konnten wir unser Testament machen. Teberam versuchte es erneut. Langsam zog er das Streichholz über die raue Seite der Streichholzpackung. Es brannte. Blitzschnell sprang er nun zu der Rinne auf seiner Seite und entzündete diese. Mr. Geschäftus war ein gesperrt. Vorne und hinten war er von Feuer eingezäunt. Seitlich war das fließende Wasser, das er nicht überqueren konnte. Wir trauten uns aus unserem Versteck und konnten einen verdatterten Mr. Geschäftus erblicken. „Grüße dich. Du schaust ein wenig verwirrt drein. Das hättest du dir nicht gedacht, dass ein kleiner armer Einzelhandelskaufmann dich auf einmal in eine Falle lockt. Willst du nicht in das Wasser hüpfen. Ups, ein Vampir kann das ja nicht.“ Ich fühlte mich stark. Es war ein tolles Gefühl. „Jetzt bist du in meiner Macht. Das hättest du dir wohl nie träumen lassen?“ „Trau dich ruhig auf die Brücke, dann zeig ich dir schon, wer mächtiger ist.“ erwiderte er. Das konnte es doch nicht geben. Er war in meiner Gefangenschaft und noch immer überheblich. Nun wurde ich wirklich wütend. Ich hasste ihn ja sowieso, weil er mir meine Liebeste genommen hatte. Doch jetzt konnte ich nicht anders. Ich zielte mit meiner Spritzpistole auf ihn und drückte ab. „Ah, was ist denn das? Das brennt!“ Wo ich ihn getroffen hatte, schälte sich seine Haut herab. Reflexartig griffen seine Hände auf die Wunde, die ich ihm zugefügt hatte. „Wie gefällt dir das. Ich weiß zwar nicht welcher Religion du einmal angehört hast, aber es ist für jeden etwas dabei. Das Wasser ist von sämtlichen existierenden Glaubensgemeinschaften gesegnet worden. Ich habe noch weit schlimmere Waffen. Diese kleine Pistole ist ja nur ein Spaß dagegen. Ich stelle dir eine Frage. Wenn du mir die richtige Antwort gibst, dann werde ich dich sanfter behandeln. Sonst wirst du spüren, was ich noch zu bieten habe.“ Er schaute mich mit schmerzverzehrtem Gesicht an und zischte: „Wenn du mit mir fertig bist, dann kannst du dich schon freuen. Ich bin nicht der einzige. Wir sind eine ganze Organisation. Ich bin eines der schwächsten Mitglieder. Wenn du mich laufen lässt, will ich mal nicht so sein, lasse Gnade vor Recht ergehen und werde dich nicht töten.“ Ich war empört, dass er mir so etwas in seiner Situation vorschlug. „Ich stellte dir jetzt einfach mal eine Frage, wir werden ja sehen, ob du dich weiterhin für Folter entscheidest oder aber clever genug bist, mit uns zu kooperieren. Wo ist Macmusel Sonnenschein?“ „Du kennst meinen Vorschlag. Also geh darauf ein oder fahr zur Hölle, wo wir uns bald sehen werden.“ „Ich habe mal gehört, dass bei manchen Menschen ein Tanz hilft, damit sie glücklicher sind. Du siehst mich so verbittert an. Vielleicht willst du ja deswegen niemandem helfen. Also ich helfe dir, dass du ein wenig tanzen kannst, vielleicht kannst du dich ja dann doch entscheiden, dass du mir ein wenig helfen willst.“ So zielte ich mit meiner Waffe auf seine Beine. Da er von dem gesegneten Wasser nicht getroffen werden wollte, sprang er jedes Mal wenn ich schoss in die Luft. Ich schrie ihm zu: „Wie gefällt dir das! Spring ein wenig höher. Doch so ganz ohne Musik ist es schon ein wenig fad.“ So summte ich eine irische Musik, damit er auch wirklich gut tanzen konnte. Immer näher zielte ich zu seinen Füßen und immer schneller schoss ich meine Waffen ab. „Du Blutsauger wie gefällt dir das? Zeig mir deine Macht. Wo sind deine arroganten Sprüche geblieben, die du noch im Geschäft abgelassen hast? Bin ich vielleicht gar nicht so dumm, wie du geglaubt hast? Schau nur, wie du nach meiner Pfeife tanzt! Spring, wenn ich es dir sage. Du bist doch nur mehr ein armer Abklatsch von einem Vampir. Schade, dass ich keine Videokamera mit habe. Sonst könnte ich filmen, wie du vor mir auf und ab hüpfst. Doch eigentlich müsstest du ja vor mir knien.“ Ich zielte mit der Spritzpistole auf seine Füße und drückte ab. Dies bereitete ihm solche Schmerzen, dass er vor mir kniete. Ich genoss es, dass er alles machen musste, zudem ich ihn zwang. Das ich ein Held für die Menschheit war, weil ich diese harte Arbeit nun übernahm. Ich hasste ihn. Er hat mich einfach mal verarscht und hat mir meine Liebe entführt. Außerdem war er einer der Bösen. Einer, der keine Gnade hatte gegenüber Menschen. Der sie eiskalt biss und sie auf den letzten Blutstropfen aussaugte. Ich tat der Menschheit doch nur etwas Gutes, wenn ich ihn quälte und folterte. So könnte ich Informationen bekommen, die der Menschheit helfen würden. Er war sowieso nur das Böse, das am Ende vernichtet gehörte, damit es der Menschheit gut ging. Mr. Geschäftus lag auf dem Boden. Man merkte ihm die Schmerzen an, die er zu verbergen versuchte. Er konnte nicht einmal mehr stehen. Zu sehr hatte ihm das gesegnete Wasser die Füße verbrannt. Ich hoffte, dass er nun endlich bereit war mit mir zu kooperieren und so fragte ich ihn noch einmal: „Willst du mir vielleicht nun doch etwas erzählen. Dann werde ich dafür sorgen, dass es dir ein wenig besser geht. Ich will dich ja gar nicht so quälen, aber du zwingst mich einfach dazu. Du arbeitest nicht mit mir zusammen. Gib mir die Informationen, die ich haben will und es wird dir besser gehen. Ansonsten muss ich weitermachen. Glaube mir, es tut mir genau so weh wie dir, aber ich kann dir nicht helfen. Du kannst dir nur selbst helfen.“ „Ich werde meinesgleichen nicht verraten. Nur das so ein kleiner Mensch wie du mich nicht mehr weiter foltert.“ Man sah ihm an, dass es ihm das Sprechen schwer fiel Ich geriet in Wut. Er wollte mir einfach nicht helfen. So holte ich einen Kübel voll mit gesegnetem Wasser. Diesen schüttete ich dann durch das Feuer über ihn. Als er von diesem getroffen wurde, brüllte er vor Schmerz auf. Er wusste gar nicht mehr, wohin er sich drehen sollte. Überall spürte er Schmerzen. Nach einiger Zeit konnte er diese nicht mehr ertragen und fiel in ein Koma.“ Mein Eichhörnchen schaute dem Schauspiel mit schreckenverzerrten Gesicht zu. Als ich das sah, sagte ich nur zu ihm: „Er ist doch nur ein Vampir. Habe kein Mitleid mit ihm. Er würde das selbe mit uns tun, wenn er nur die Gelegenheit dazu hätte. Was sollen wir nun machen? Am liebsten würde ich warten, bis er wieder munter wird. Damit ich in seinen Wunden bohren konnte. Irgendwann konnte er die Schmerzen sicher nicht mehr aushalten und würde uns verraten, wo Macmusel Sonnenschein war. Was es mit seiner Organisation auf sich hatte. Doch es wurde bald hell. Dann verbrannte er sowieso in der Sonne. „Gib ihm die Gnade, dass er ein schnelles Ende findet. Willst du ihn auch noch quälen, obwohl es dir nicht einmal noch etwas nützt. Kannst du denn überhaupt kein Mitleid empfinden.“, fragte mich mein Eichhörnchen empört. „Für einen Mörder, einen Vampir? Nein, sie sollen leiden für das was sie uns Menschen antaten. Also gehen wir und lassen ihn schön langsam in der Sonne sterben. Er ist kein mächtiger Vampir, dass er dies überlebt.“ Ich drehte mich um und ging. Doch plötzlich hörte ich hinter mir ein lautes Knallen und die Nacht wurde hell erleuchtet. Teberam hatte einen Moladovcocktail auf Mr. Geschäftus geworfen, damit er schnell verbrannte und nicht langsam von der Sonne gebraten wurde. Als er bei mir vorbeiging, hörte ich: „Ich will kein noch schlimmeres Monster werden, als die Wesen, die ich töte“ So verließen wir das Anwesen und gingen nach Hause um unsere wichtigsten Sachen zu packen. Mein Eichhörnchen und ich wussten, dass wir nun untertauchen mussten. Erstens weil sich die Polizei sicher für das Feuer auf dem Anwesen interessieren würde. Und zweitens konnte es passieren, dass wir von der Organisation der Vampire verfolgt werden würden. Wir mussten mal untertauchen, damit wir von ihnen nicht eines Nachts zu Hause in unserem Bett überrascht wurden. So flohen wir von dem Grundstück.

 

Tschossener und Neon




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