RosengartenlyrikRosengartenAm Teufelssee. In all den Morgenstunden, die ich im Lotussitz verharrend am einsamen Waldsee (:mit unglaublicher Tiefe:), dem magischen Ort, in meiner Zeit der Stille, die ich mir verordne, fühle ich mich “Eins” mit dem Wald, dem Berg, dem See, der Erde, dem Kosmos. Eingetaucht im Licht der Sonne spüre ich dort, wo man den Leibhaftigen vermutet, Gott. ©Reimund Schön Die Blüte der Magnolie. Die Schönheit allen Seins, verbunden mit der Reinheit der Unschuld, gepaart mit der Göttlichkeit der Lust, spiegelt sich wieder in der Blüte der Magnolie. ©Reimund Schön Das Fräulein Tausendschön. Das Fräulein Tausendschön rüstet sich zum Abschlußball, frisiert ihr rotes krauses Haar, benimmt sich etwas sonderbar.
Schlüpft in ein Cocktailkleid, ein "Sono rosso" in bordeaux, ein gar leichter Stoff aus Taft, weder brav noch tugendhaft.
Dekollete´ bis hin zum Nabel, es ist "die Zeit der Früchte", als eine Zierde reifer Frauen, farbenprächtig anzuschauen.
Mit hohen Absatzschuhen, schreitet sie zum Ball L´Amour, im Abendkleid reich verziert flirtet sie frech und ungeniert.
In fröhlicher Champagnerlaune schwingt sie feurig ihre Hüften, als des Windes imposante Braut, zeigt sie sehr viel nackte Haut.
Im späten nächtlichem Treiben tanzt sie barfuß wie im Rausch. In der Früh erwacht sie dann im Bett vom eisigkalten Mann. ©Reimund Schön Das Meer Es sind die Meereswellen, die Kummer wegspülen, das große weite Wasser, als reinigendes Element.
Das Salz in den Fluten, das dem fadem Leben stets neue Würze gibt, als belebendes Element.
Der stürmische Seewind, welcher trübe Gedanken leicht mit sich fortträgt, als befreiendes Element.
Sonne, die sich schillernd auf den Wellen spiegelt, mit Licht das Herz flutet, als beglückendes Element.
©Reimund Schön Der fade Winter kehrt zurück. Gar traurig schweift mein Blick, über zart grüne Wiesen und Auen. Doch der fade Winter kehrt zurück, mag meinen Augen nicht trauen.
Der schwächelnde Winter so mild mit zaghaft schummrigen Grün, bietet ein kaltes stürmisches Bild, und zerstört das tollkühne Blühn.
Ein gräulicher milchiger Dunst, Flockentanz mit Regenschauer, ist nicht des Winters wahre Kunst, ist gottlob, auch nicht von Dauer.
©Reimund Schön Ein Sommermorgen Werde geweckt vom munteren Gesang der Vögel, von der Sonne, die meine müden Augen blendet und ins Schlafzimmer strahlt, es mit hellem Licht durchflutet, fühl mich sogleich wie wachgeküsst, den Duft vom Kaffee in der Nase, den ich mir gleich aufbrühen werde, spüre förmlich die sanften Sonnenstrahlen auf meiner Haut, habe so unglaublich viel Lust auf diesen sommerlichen Tag, auf meinen geliebten Schatz, den ich gleich anrufen werde. ©Reimund Schön es ist sommer es strahlt die sonne möven lachen erbsen kichern mohn klatscht es ist sommer ©Reimund Schön
Frühling Ich bin so heiss auf den Frühling, dieses gebärfreudige geile Weib, mit ihren zarten Knospen, wie sie so gerade erst aus dem Schlaf erwacht, mit ihren begierigen Lenden, erst noch etwas verschämt wirbt, dann mit zärtlichen lüsternen Küssen auf meiner noch blassen Haut, unverblümt um meine Lust buhlt, wie sie die Sehnsucht in mir erweckt, auf durchliebte schwüle Sommernächte, auf lange sonnige Tage an weiten Stränden. ©Reimund Schön Geist der Weihnacht
Wenn du in der Weihnachtszeit nicht maßlos dem Kaufrausch verfallend atemlos durch Kaufhäuser hetzt, dann wirst du ihn womöglich spüren, den Geist der Weihnacht.
Wenn du in dieser friedvollen Zeit etwas weniger wegschaust, dich der Armut um dich herrum nicht verschliesst dann wird dir womöglich begegnen, der Geist der Weihnacht.
Wenn du weniger durch getönte Glasscheiben auf die malerische Winterwelt blickst, wirst du womöglich hinter Eiskristallen mit den staunenden Augen eines Kindes den Geist der Weihnacht entdecken. ©Reimund Schön Gewitterregen Die Luft ist drückend schwül, dunkle Wolken ziehen auf, hab ein beklemmendes Gefühl, schau bang zum Himmel rauf.
Die Vögel fliegen tief, es scheint als käm die Nacht, als wenn die Erde schlief. Wind weht nur ganz sacht.
Ein leises Grollen hör ich nun, die ersten Regentropfen fallen, der Wind lebt auf, wird zum Taifun, dann folgt lautes Donnerhallen.
Plötzlich flammt der Himmel auf, ein greller Blitz,der Donner hallt. Die Leute fliehen nun zu hauf, es tobt nun die Naturgewalt.
Der Regen peitscht mit aller Kraft, sintflutartig im Gewittersturm, hab es noch grad ins Haus geschafft, als durchgeweichter Erdenwurm. ©Reimund Schön Mein Platz Zehn Meter im Quadrat, umfasst mein kleiner Garten. Da sitz ich ganz apart, die Sonne zu erwarten.
Der Balkon,schön hergerichtet, mit einem Tisch,zwei Stühle. Oft hab ich hier gedichtet, im Banne der Gefühle.
Mit Blick auf Gärten,herrlich grün, drei große Pappeln vor dem Haus. Um mich herum die Blumen blühn, auf dem Tisch ein Blumenstrauß.
©Reimund Schön
Morgensonne die sich sanft auf blasse Haut legt, den nackten Körpermit weissem Licht umhüllt, die frierende Seele eingetaucht ins tiefe Meer des Vergessens, zärtliche Träume erweckt in der ersten Glut des Tages. ©Reimund Schön Morgentau setzt sich auf müdes Blattwerk, blinzelnde Augen auf schläfrigem Grün, der Rose Blüte streckt sich träge in der noch morgendlichen Kühle, entfaltet ihren liebreizenden Zauber als Sinnbild ewiger Liebe ©Reimund Schön Nebel in Norddeich Ein grauer milchiger Dunst schwappt über den Deich, kriecht durch enge Gassen, ummantelt Bäume, alles was sich ihm entgegenstellt, befeuchtet flüchtige Passanten, trübt staunende Blicke, verleiht der maßlosen Weite, durch silbrigen Schimmer ((:beängstigend schön:)) einen Hauch von Endlichkeit, verflüchtigt sich augenblicklich in der Ferne, um schließlich zum Ursprung heim zukehren über den Deich zurück ins Meer ©Reimund Schön
Seelentröster Wald Seid frühester Kindheit ist mir vertraut, mein guter Freund, der Seelentröster Wald. Die grüne Lunge für den Atem des Lebens, Ort der Besinnung, Wächter meiner Wahrheit, verschwiegener Zeuge, Heiler frischer Wunden, Hüter der Gerechtigkeit. In den Augenblicken, wo ich mich unverstanden fühle, ist er mein Zufluchtsort. In Zeiten, in denen ich den Boden unter den Füßen verliere, finde ich hier meine Wurzeln und kehre Heim. ©Reimund Schön Sommer Endlos weiter Strand, die Sonne strahlt, laue Meeresbrise, Zuckerwatte am weiten himmelsblau, ein herzhafter Duft von Freiheit, das rauschen der See, Salz auf der Haut, Sommer. ©Reimund Schön
Sommerregen Regen platscht auf nackte Haut, dunkle Wolken sind herangezogen, die dicken Tropfen prasseln laut, bunt spannt sich ein Regenbogen.
Welch ein warmer Sommerregen fällt da strippengleich hernieder, die Himmelsflut,sie ist ein Segen, in schwüler Hitze immer wieder.
Der Boden ist recht ausgedörrt, es entstehen viele kleine Seen, das kühle Nass mich recht betört, wer mag das wohl nicht versteh´n.
Die Kleider kleben auf der Haut, bin in Sekunden durchgeweicht, hab mich absichtlich raus getraut, da nichts dem Sommerregen gleicht.
©Reimund Schön
Sonnenuntergang Der Tag ist reichlich aufgebraucht, die Sonne geht als Feuerball. Der letzte Streit ist längst verraucht, der Tag war wie ein Donnerhall.
Doch der Alltagslärm verklingt, spür deine Hand auf meiner Haut. Die Sonnenkugel rot versinkt, im Glücksgefühl so sehr vertraut.
Wortlos liegen wir im Grass, reden mit Händen, Füssen wild, das tun wir ohne Unterlass, spür pure Lust ganz ungestillt.
Nun weiß ich, was ich sonst vermisse, an diesen warmen Sommertagen. Ich trinke gierig deine Küsse, spür ein wonnig Wohlbehagen.
Die Sonne versinkt am Horizont, und ich finde mich in dir. Hab mich selten so im Glück gesonnt, wie im siebten Himmel schier. ©Reimund Schön
Spätherbst Nebelschwaden weit und breit, und es wird nicht richtig Tag. Das ist die Novemberzeit, die ich nicht besonders mag.
Grau in grau so weit man blickt, die Sonne geizt mit ihrem Angesicht. Meine Seele traurig und geknickt, fürwahr ich mag den Spätherbst nicht.
Es ist recht kühl und regnet viel, mir fehlt der Antrieb und die Lust. Weiß nicht so recht,bin ohne Ziel, empfinde Traurigkeit und Frust.
Es schmerzen längst verheilte Wunden, die Zeit scheint einfach still zu stehn. Das hab ich selten so empfunden, wann wird es endlich wieder schön?
©Reimund Schön
Stern der Weihnacht Stern der Weihnacht mit weissem Licht bist stolz erwacht im hellen Angesicht.
Du lieblicher Stern erhellst unsere Seelen, bist nun nicht mehr fern, du tatest uns fehlen.
Stern der Weihnacht, du göttlicher Funken, bist friedlich erwacht, machst Freudetrunken.
Erhellst unsere Herzen, lässt Kinderaugen strahlen, bringst brennende Kerzen, kannst Eisblumen malen.
Stern der Weihnacht, du Friedensverkünder, hast Hoffnung gebracht, machst Herzen gesünder.
Du lieblicher Stern, nun ist es soweit, wie hab ich es gern, Berg und Tal tief verschneit.
©Reimund Schön
Wattenmeer Es wechseln die Gezeiten, der Ebbe folgt die Flut, in endlos großen Weiten da ist mir wohlgemut.
Weiter Nordseestrand mit seinen Sedimenten, wo ich Muscheln fand, Seehunde und Enten.
Dies zauberhafte Watt, mit Prielen und Rinnen, mich ganz verzaubert hat, mit allen meinen Sinnen.
Wunderschönes Land du seis´t gepriesen, wo ich Frieden fand auf salzigen Wiesen.
In den Gedankenreisen, als ein friesisches Kind, seh ich die Möwen kreisen, im leicht böigem Wind.
©Reimund Schön
Winterspaziergang Die Felder waren tief verschneit, an diesem Tag im Januar. Kaum Menschen weit und breit, die Sonne schien so wunderbar.
Zu meiner rechten Hand, die wunderschönste Frau. Wir zogen fröhlich übers Land, der Himmel herrlich blau.
Es wehte ein gar kalter Wind, ich nahm sie zärtlich in den Arm, und wie wir so gegangen sind, wurde uns ums Herz so warm.
Unsre Blicke trafen sich, und unsre Lippen gar. Sie ist der liebste Mensch für mich, so schön und wunderbar.
Wir wechselten manch liebes Wort, und küssten uns so inniglich, an diesem tief verschneiten Ort, sie ist so wunderschön für mich.
Wir fielen sanft, tief in den Schnee, so herrlich eng umschlungen. Da verharrte selbst das scheue Reh, küssten uns mit tausend Zungen.
Ich fuhr ihr zärtlich durch das Haar, verlor mich ganz, in diesem Augenblick. die Zeit stand still, gar sonderbar, selten empfand ich so viel Glück.
So weit entfernt hatten wir uns nicht, erreichten, bald ein gastlich Haus. Dort saßen wir bei Kerzenlicht, und ruhten uns ein wenig aus.
Ich sah sie an, im Kerzenschein, Sie war gar lieblich anzusehen, als wären wir dort ganz allein, da sah ich die Musikbox stehen.
Dann erklang es, unser Lied, wir tanzten eng umschlungen, gefesselt von ihr und der Musik, hatten leise mitgesungen.
Wir tanzten wild und ungestüm, genossen jeden Augenblick. Ich roch ihr liebliches Parfum, und schwebten federleicht im Glück.
Wir waren so dem Rausch ergeben, so gnadenlos verliebt und froh, als würden wir auf Wolken schweben, unsere Herzen brannten lichterloh.
Eine Rose gab ich ihr, traurig beim Abschiedskuss. Von tiefer Liebe sprachen wir, Schade, dass man scheiden muss.
©Reimund Schön
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