Flüchtlingskinder

Die beiden Geschwister Peter und Hanni leben in einem kleinen Dorf an der russischen Grenze. Während vor Peter kein Baum sicher ist, interessiert sich Hanni eher für Blumen und die Schönheiten der Natur. Peter ist aber keineswegs ein Junge, sondern Annedore, die ältere Schwester des sanften kleinen Bruders Hanni.

 Doch auch hier in das kleine Dorf dringen drohende Kriegsnachrichten und als der Vater in der Stadt ist, um sich nach der Gefahr zu erkundigen, bricht der Krieg aus und fast alle Dorfbewohner fliehen bei Nacht da die Russen nahe sind. Da die Mutter ohne den Vater nicht gehen will, gibt sie ihre beiden Kinder in die Obhut ihrer Base. Bei den Wirren auf dem Bahnhof werden Hanni und Peter, die den treuen Hund Hektor bei sich haben, von der Base getrennt und gelangen in den falschen Zug.

Nachdem sie in Elbing mehrere Tage auf ihre Eltern gewartet haben, kamen sie in einen Kriegskinderhort. Dort sah jeder den Jungen als Peter an und das Mädchen als Hanni und dort wurde auch ihr Schicksal besiegelt, denn da niemand nach den Kindern suchte, sollten sie in Pflegefamilien gegeben werden. Trotz großer Proteste der beiden wurde Peter nach Danzig gebracht, wo ein altes Geschwisterpaar einen ruhigen kleinen Jungen erwartete und Hanni kam nach Thiemendorf auf ein Gut, wo ein kleines Mädchen Aufnahme finden sollte.

Auf beiden Seiten war die Überraschung groß. Aus Peter wurde Annedore und die brachte samt Hektor sehr viel Unruhe in das beschauliche Leben von Professor Adalbert Kruse und seiner Schwester Georgine denn sie stellte allerlei Dummheiten an.

Der sanfte Hanni dagegen wurde verspottet und diente den kleinen Söhnen des Hauses als Prügelknabe, da sie mit seinem ängstlichen Wesen nichts anfangen konnten. Dies änderte sich erst, als Hans durch eine Heldentat dem Prinzen und vielen Soldaten das Leben rettete. Auch in der Zeitung wurde davon berichtet.

 Bei einem Lazarettbesuch fand Annedore endlich ihren Vater wieder, der in der schicksalhaften Nacht sofort in den Krieg ziehen musste und der seine Familie in Sicherheit bei einer Verwandten vermutete. Nach seiner Genesung musste er jeoch wieder in den Kampf ziehen.

In den Ferien wurde Annedore nach Thiemendorf eingeladen wo sie endlich ihren Hanni wiedersehen konnte. Dort war auch die Schwester von Frau von Breskow zu Besuch die die kleine Anndeore zu sich nehmen wollte, so sollte aus dem Mädchen eine richtige Komteß werden. Professor Kruse gab sein Einverständnis und so sollte Annedore nach Berlin gehen.

Am Geburtstag von Hannis Pflegemutter tauchte die totgeglaubte Mutter endlich auf und sie erzählte, daß sie als russische Kriegsgefangene nach Sibirien verschleppt wurde und daß das Haus und die Felder völlig zerstört waren. Da Hanni für seine Rettungsaktion Geld für den Wiederaufbau des Hauses bekommen hatte und sich die Schwester von Gräfin von Breskow bereit erklärte, trotzdem für Annedore zu sorgen, konnte das Haus wieder aufgebaut werden und die Kinder konnten mit ihrer Mutter wieder heimkehren.

 

In diesem Buch wird eine rührende und dramatische Flüchtlingsgeschichte erzählt. Am Ende geht sie zwar gut aus, jedoch wird die Tragik des Krieges klar und das Buch gibt dem Leser einen Eindruck über die Leiden die der Krieg gebracht hat, da wohl nur wenige Schicksale so endeten wie das von Hanni und Peter.

 



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