Auf dieser Seite findet ihr meine Filmempfehlungen und eine Kurzbeschreibung
Manhattan Lovestory
Die allein erziehende Mutter Marisa Ventura (Jennifer Lopez) ist ein einfaches, freundliches und strebsames Zimmermädchen aus der Bronx. Ihre Arbeitstelle befindet sich im reichen New Yorker Stadtteil Manhattan. Dort trifft sie eines Tages auf den wohlhabenden Politiker Christopher Marshall (Ralph Fiennes), der sie fälschlicherweise für einen Hotelgast hält. Beide fühlen sich gleich voneinander angezogen und verbringen eine heiße Liebesnacht miteinander. Für Marisa ist es wie ein wunderschöner Traum, der in Erfüllung geht. Doch dann erfährt Christopher die Wahrheit...
Nach ihrem katastrophalen Auftritt als prügelnde Powerfrau in "Genug", kehrt Multitalent Jennifer Lopez zu ihrem romantischen "Wedding Planner"-Leinwandimage zurück. Und das mit Erfolg, nachdem in den letzten Jahren in ihren Kinorollen immer wieder ihr verzicktes und verwöhntes Privatleben als Kunstdiva "J.Lo" durchschimmerte. Davon ist diesmal nichts zu spüren. Auch ihr Filmpartner Ralph Fiennes durchlebt eine gewaltige Metamorphose. Anstelle des Psychopathen aus "Roter Drache", ist er hier als attraktiver und verständnisvoller Traummann zu sehen. Die Liebesgeschichte der beiden Hollywoodstars erinnert ein wenig an das Märchen vom Aschenputtel. Marisa wird zwar nicht von der bösen Stiefmutter, dafür aber von versnobten Hotelgästen schikaniert. Und der Traumprinz ist eben kein Blaublütler, sondern ein zukünftiger Senator. Ihre Romanze wird gradlinig aber dabei immer liebevoll und ohne allzu viel Kitsch erzählt. Ganz nebenbei treten sogar noch ein paar gesellschaftskritische Töne ans Licht. Denn obwohl sich die arme Marisa und der reiche Christopher bereits bei einer peinlichen Situation auf einer Toilette kennen lernten, nimmt sie der Politiker erst dann wirklich wahr, als sie ein 5.000 US-Dollar teueres Designerkleid trägt. Kleider machen Leute - und manchmal auch Liebespaare. Eine zwanglos romantische Komödie für warme Gefühle zur kalten Jahreszeit.
Quelle: http://www.film.de/film/kino/5394.shtml (Oliver Zimmermann)
_________________________________________________________________
Killing me softly
Das nennt man wohl "Fatal Attraction": Die schüchterne Alice (Heather Graham) und der mysteriöse Adam (Joseph Fiennes) begegnen sich zufällig auf der Straße, steigen kurzerhand in ein Taxi und treiben es hemmungslos auf des Bergsteigers IKEA-Teppich. Fortan können die zwei nicht mehr voneinander lassen, bald schon läuten die Hochzeitsglocken. Das Glück scheint perfekt, auch Adams Schwester (Natascha McElhone) empfängt die neue Schwägerin mit offenen Armen. Doch dann bekommt Alice anonyme Briefe, die sie vor ihrem Gatten warnen. Allmählich dämmert es ihr, dass sie rein gar nichts über Adam weiß, der zudem immer sadistischere Seiten an den Tag legt. Alice beginnt, in der Vergangenheit ihres Mannes zu stöbern und schon bald schwebt sie in Lebensgefahr...
Während den ersten Testvorführungen von "Killing Me Softly" gab es bei den äußerst freizügigen Sexszenen lautes Gelächter. Das ist gemein, aber durchaus verständlich. Von knisternder Erotik ist zwischen Heather Graham und Joseph Fiennes nicht viel zu spüren. Ihre akrobatischen Einlagen wirken seltsam gequält. Verwunderlich, hat doch gerade "Miss Shagadelic" in der Vergangenheit ihren überkochenden Sexappeal des Öfteren unter Beweis gestellt. Somit darf guten Gewissens alle Schuld auf ihren Partner abgewälzt werden: Fiennes, der über höchstens zwei mimische Aggregatzustände verfügt, ist in der Rolle des charismatischen Lustmolchs absolut fehlbesetzt. Die vorhersehbare Handlung gibt dem Film schließlich den Rest. Schade, von Regisseur Chen Kaige ("Lebewohl, meine Konkubine") hätte man mehr erwartet.
Quelle: http://www.film.de/film/kino/5369.shtml (Nina Jerzy)
_________________________________________________________________
Die vier Federn
Der junge englische Soldat Harry Feversham (Heath Ledger) wird 1884 mit seiner Kompanie in den Sudan berufen. In der britischen Kolonie soll ein blutiger Aufstand der Einheimischen niedergeschlagen werden. Aus Angst vor dem Tod verweigert Harry den Kriegsdienst. Zum großen Entsetzen seines Vaters und seiner hübschen Verlobten Ethne (Kate Hudson), die sich von ihm komplett abwenden. Als Harry dann auch noch von seinen Freunden, zum Zeichen seiner Feigheit, vier weiße Federn zugeschickt bekommt, beschließt er doch noch, seiner Truppe nachzureisen. Im Sudan beginnt für ihn eine Odyssee durch die Wüste, die ihn mit nie gekannter Gewalt konfrontiert. Unterdessen wird Harrys bester Kumpel Jack (Wes Bentley) zurück nach England beordert, wo er mit Ethne anbandelt...
Der Einsatz einer christlichen Armee auf moslemischen Boden ist momentan aktueller denn je. In vielen bedrückenden Szenen wird aufgezeigt, wie falscher Stolz, koloniale Hybris und blinder Hass eine Verständigung der Kulturen unmöglich machen. Doch in erster Linie dreht sich "Die vier Federn" um Liebe und Loyalität. Harry Feversham zieht nicht für sein Vaterland, sondern für seine Verlobte und Freunde in den Krieg. Für sie überwindet er alle Ängste und ist bereit sein eigenes Leben zu opfern. "Elizabeth"-Regisseur Shekhar Kapur präsentiert ein Epos mit ausdrucksstarken Bildern und einer bravourösen Besetzung. Die zentralen Hauptrollen mit Heath Ledger, Kate Hudson und Wes Bentley zu besetzen, darf als großartiger Coup bewertet werden. Ob die charismatischen Nachwuchsstars allerdings schon genug Zugkraft besitzen, um auch ein junges Publikum für dieses kriegerische Liebesdrama zu begeistern, bleibt abzuwarten.
Quelle: http://www.film.de/film/kino/5296.shtml (Oliver Zimmermann)
__________________________________________________________________________
My big fat greek wedding
Toula Portokalos (Nia Vardalos) weiß, was von ihr als anständige Griechin erwartet wird: Sie soll einen netten Griechen heiraten, viele griechische Kinder kriegen und ihre griechische Familie bekochen, solange sie lebt. Langsam wird die Zeit für all dies allerdings knapp. Toula ist bereits 30 Jahre alt und immer noch Single. Da lernt sie mit dem Lehrer Ian Miller (John Corbett) ihren absoluten Traummann kennen. Beide verlieben sich und wollen heiraten. Doch der smarte Amerikaner ist so gar nicht nach dem Geschmack ihres Vaters Gus (Michael Constantine). Erst nach kräftiger Überzeugungsarbeit können die turbulenten Hochzeitsvorbereitungen beginnen...
Diese romantische Komödie über eine interkulturelle Vermählung ist ein Phänomen. Die nur 5 Mio. US-Dollar teure Produktion erklomm Schritt für Schritt die US-Charts und durchbrach nach 20(!) Wochen, sensationell auf Position 2 liegend, die 100 Mio. Boxoffice-Marke. Wow. Und dass, obwohl auf der Leinwand nicht ein bekanntes Gesicht zu sehen ist. Berühmt ist bei dieser Produktion allein das Ehepaar Tom Hanks und Rita Wilson, das diese liebevolle Geschichte im Hintergrund in die Wege leitete. Der Erfolg beweist, dass es durchaus möglich ist, mit einem amüsanten Skript, so vermeintlich zugkräftige Blockbuster wie "Spy Kids 2" oder "Road to Perdition" im Zaum zu halten. Zu verdanken ist dies einem warmherzigen Spiel mit kulturellen Klischees. Auf der einen Seite steht Toulas aufgekratzte Großfamilie, in der fast alle Männer Nick heißen. Als Gegensatz steht auf der anderen Seite Einzelkind und Vegetarier Ian, dessen lahme Eltern so trocken wie Toastbrot sind. Zwar wird der Zusammenprall der unterschiedlichen Lebensweisen höchst gradlinig und unkompliziert erzählt, doch ist er dabei unaufdringlich, natürlich und einfach charmant-witzig. Es wird in eine heile Welt eingetaucht, die erfrischend anderes ist als das typisch heile Hollywoodstrickmuster. Hier wird nicht so getan, als wäre jemand wie Jennifer Lopez zu hässlich, um eine Verabredung zu kriegen. Hier gibt es in der Hauptrolle eine gestandene Frau, abseits vom klassischen Schönheitsideal, die einfach ungemein sympathisch ist. Sie erlebt eine ganz persönliche Liebesgeschichte, wie aus dem Leben gegriffen. Einfach traumhaft schön.
Quelle: http://www.film.de/film/kino/5133.shtml (Oliver Zimmermann)
__________________________________________________________________
The Ring
Die engagierte Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) recherchiert gerade den plötzlichen Tod von vier Jugendlichen. Die Schüler hatten sich gemeinsam einen Videofilm angeschaut und waren exakt eine Woche später auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Rachel sichtet die ominöse Kassette und erhält kurz darauf einen Anruf, in dem ihr eine weibliche Stimme in sieben Tagen den Tod prophezeit. Rachel glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Doch zahlreiche Ereignisse sprechen dafür, dass sie einem überirdischen Fluch auf der Spur ist...
Nur nicht ins Boxhorn jagen lassen! Dieser Psychogrusel legt zu Beginn gleich mehrfach falsche Fährten und spielt dabei gekonnt mit den Genrehighlights der vergangenen Jahre. Im Prolog sieht man zwei junge Schülerinnen, die altklug über die Gefahren des Elektrosmogs faseln, nur um kurze Zeit später unter möglichst viel Effekthascherei in den Tod, bzw. in den Wahnsinn getrieben zu werden. Die Aufmachung erinnert stark an die Anfangsszenen der "Scream"-Reihe. Anschließend geht es etwas gemächlicher zu. Es wird ein kleiner Junge eingeführt, der Bilder von todgeweihten Menschen malt und Visionen von einem verstorbenen Mädchen hat. "The Sixth Sense" lässt grüßen. Doch im Zentrum der Geschichte steht eigentlich seine Mutter. In ihrer Rolle als Karrierefrau Rachel Keller darf Naomi Watts nach "Mulholland Drive" und der TV-Serie "Project: Sleepwalker" ihren dritten filmisch bizarren Alptraum erleben. Hübsch aufgeteilt in sieben Etappen, kommt sie der übersinnlichen Lösung langsam auf die Schliche und ihrem eigenen Tod bedrohlich näher. Dabei lassen sich viele Elemente bekannter Thriller wiederfinden. Sogar eine kleine Hommage an die legendäre Duschszene aus Hitchcocks "Psycho" ist mit dabei. Für Genrefans gibt es also viel zu entdecken. Der Film sollte zudem durch einige verstörende Bilder und interessante Wendungen für ordentlich viel Gänsehaut sorgen.
Quelle: http://www.film.de/film/kino/5325.shtml (Oliver Zimmermann)
__________________________________________________________________
So, das waren erst einmal einige meiner Filmtipps.
Da dies ja eine Seite ist, die ihr aktiv mitgestalten könnt, fordere ich euch auf, mir eure Filmkritik zu schicken. Diese werde ich dann unter den „Inhaltsangaben“ der entsprechenden Filme drunter setzen.
Eure Nicole