Gibt es bei der menschlichen Art einen Schöpfungstrieb, der uns von all den anderen Lebewesen, mit denen wir uns auf der Erde befinden, radikal unterscheidet? Oder verbindet uns unsere Lust am großen und kleinen Neuen eng mit der von anderen Arten, so daß die menschliche Kreativität in Wirklichkeit nur die Variation eines Themas ist, das sich in der Geschichte des Lebens unzählige Male wiederholt hat? Können wir uns selbst so verstehen, daß wir einen "regionalen Dialekt" für Innovationen zum Ausdruck bringen, der natürlich auf seine Weise einzigartig und besonders ist, aber nichtsdestoweniger universale Evolutionsstrategien neu gestaltet?
Ich glaube, die Antwort ist ein vorsichtiges Ja, da die Evolutionswissenschaft Fragen behandelt, die für die Kreativitätsforschung von besonderem Interesse sind. Das sind die meine "Warum"- Fragen!!
Warum - frei? In Online Cam--dicator -->bcam (c)arades Mein Körper gehört diesem Staat, denn der entscheidet, welche Stoffe Ich zu mir nehmen darf, auf welche Ich bei Strafandrohung zu verzichten habe und für welche er eine zusätzliche steuerliche Preiserhöhung durchsetzt. Bin Ich eine Frau, dann entscheidet dieser Staat darüber, wann Ich ein Kind auszutragen habe. Bin Ich ein Mann, dann muss Ich gegen einen Hungerlohn länger als ein Jahr meines Lebens alleine dem Staat dienen und seine Waffen putzen oder ein staatlich-marodes Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch retten. Als Kind werde Ich zum Besuch von Schulen gezwungen, die meine Eltern zwangsfinanzieren müssen, ohne wirklich Wahl und Einfluss auf Lehrinhalte zu haben. Meine Arbeit und damit ein großer Teil meines Lebensinhaltes gehört immer mehr diesem Staat. Inzwischen behält er die Hälfte meines Lohnes gegen meinen Willen für sich. Er legt Bereiche fest, in denen Ich arbeiten darf und andere, in denen es mir verboten ist. Oder anders gesagt: Der freiwillige Tausch einiger Waren mit freiwilligen Käufern oder Verkäufern ist mir von diesem Staat verboten. Mit seiner Hilfe schützen sich alteingesessene Handwerker, Ärzte, Landwirte, Bergarbeiter, ja mit Hilfe staatlich geförderter Gewerkschaftsmacht letztlich alle beruflich Tätigen - ob als Arbeitnehmer oder Unternehmer - vor neuer Konkurrenz und neuen Ideen, vielleicht vor meinen Ideen und vor meiner Arbeit. Auch schreibt dieser Staat inzwischen vor, was Ich zu glauben und zu denken habe. Als staatlich ausgespähter Neonazi werde Ich an manchen Tagen, ohne irgend etwas getan zu haben, „sicherheitshalber” zu Hausarrest verdonnert und muss mich dreimal täglich bei der Polizei melden. Als Kommunist wird mein geschriebenes Wort „radikal” verboten. Als Anhänger von Scientology werde Ich von staatlichen Organen für vogelfrei erklärt - unabhängig von eigenen Aussagen oder gar Taten. Dieser Staat bestreitet mir meinen Glauben, grotesk, da doch nur Ich definieren kann, ob etwas mein Glauben ist. Und dieser Staat behindert mein Denken und verbietet meine freiwilligen Gemeinschaften, wenn mein Denken ihm nicht genehm ist. Dieser Staat zerstört meine Beziehungen zu meinen Freunden und meiner Familie, indem er sich - und nicht mich - für deren Hilfe in allen Lebenslagen zuständig erklärt. Ich muss diese anonyme, teure Maschine dann bezahlen. Auch zwingt dieser Staat mich, mit seinem täglich wertloser werdenden Inflationsgeld zu handeln, obwohl Ich und meine Handelspartner andere Währungen bevorzugen würden. Am Ende wird sogar mein letzter Wille missachtet und dieser Staat beteiligt sich auch noch als Leichenfledderer an meinem Erbteil.
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No business like war business
Kriege werden aus vielen hervorragenden Gründen geführt. Die Ideologien, Ideale, politischen und religiösen Ziele, die von Krieg Führenden großzügig bemüht werden, um ihre gerechte Sache der Welt - und oftmals sich selbst - zu erklären, sind eine kostengünstige Deckungsmasse. Dahinter verbirgt sich eine härtere Währung, die den gerechten Krieg als expansives Profitunternehmen entlarvt. Gewaltige Kriegsprofite machen nicht nur Rüstungsindustrien und Waffenhändler. Auch der internationale Drogenhandel und die rücksichtslosen Ausbeuter von Rohstoffen der Dritten Welt verkoppeln ihre Interessen mit der Kriegführung, wenn sie nicht ohnehin beide Geschäfte in Personalunion betreiben.
Der Krieg ist Arbeitgeber, Unternehmer, Ausbeuter, unter den günstigen Bedingungen, ohne staatliche oder parlamentarische Kontrolle in seinem Erwerbsstreben behindert zu werden. So tauchen etwa in den Länder der Dritten Welt Kriegsunternehmer auf, die mit Waffengewalt ein Herrschaftsgebiet kontrollieren, für dessen Bodenschätze und sonstige natürliche Ressourcen Lizenzen, Schürf- und Abholzrechte vergeben werden. Der Krieg als Arbeitgeber lockt Söldner an, die hier gut dotierte und regelmäßig langfristig gesicherte Arbeitsplätze finden. Weltweit operierende Söldnerfirmen garantieren von westlichen Unternehmen bewohnte Produktionsenklaven diesseits der Stacheldrahtverhaue, hinter denen das größte Elend gedeiht. Komplementär dazu werden die Armeen der Dritten Welt mit kostengünstigen Kindersoldaten aufgefüllt, um den Krieg profitabel zu halten.
Der ungehinderte Zugang ohne staatliche Kontrolle zieht die Warlords, Kriegstreiber und westlichen Geschäftemacher wie die Fliegen an. Diamantenfieber in Sierra Leone und Angola, Opium in Afghanistan, Geschäfte mit Edelsteinen und Bauholz im ehemaligen Dschungelreich der Roten Khmer. Die Beispiele sind zahllos. Der Krieg in Afghanistan berauschte sich über zwanzig Jahre an den Opiumgewinnen und die Taliban verwandelten sich schnell von Drogenbekämpfern zu Profiteuren der illegalen Kostbarkeiten. Und wenn morgen oder übermorgen die internationalen Schutztruppen aus dem vom Krieg umgepflügten Elendsgebiet verschwunden sind, könnte die Drogenökonomie wieder zum Motor neuer Bürgerkriege werden.
Der Mythos vom Aufstand der Verdammten dieser Erde, um sich endlich vom Kuchen das abzuschneiden, was ihnen von den Mächtigen verwehrt wird, reicht nicht mehr aus, die Friedensforschung zu beleben. Auch wenn die Armut hin und wieder zu den revolutionären Waffen greift, ist der Reichtum eines Landes ein mächtigerer Kriegsgrund. Nach David Keen von der "London School of Economics" gilt auch die Vorstellung nicht mehr, dass im Krieg lediglich eine Ökonomie zusammenbricht, sondern tatsächlich gehe es um die Emergenz alternativer Systeme von Macht und Profit. Die Warlords haben in solchen Konflikten daher auch kein echtes Interesse, ihre Kriege kurzfristig zu gewinnen, weil gerade deren Ende zugleich ein Ende ihrer Profite bedeuten würde. Die westlichen Regierungen verschließen vor dieser ungezügelten Kriegsökonomie die Augen, weil sie die Vorteile aus billigen Rohstoffen ziehen, ohne allzu genau nach deren Herkunft zu fragen.
Es wird zu einem weiteren tragischen Globalisierungseffekt, dass westliche Gesellschaften mit ihren Produkten wie Waffen und Medizin, die für die Kriegführung notwendig sind, solche Dauerkonflikte unabsehbar fördern. Dafür erbringen die Kriegsherren ihre Gegenleistungen mit wertvollen Rohstoffen, die sie der geplagten Bevölkerung rauben. An der Schnittstelle zwischen den ungleichen Welten des Wohl- und Übelstands sitzt oftmals die organisierte Kriminalität, die Drogen und Frauen der Dritten Welt in harte Währung für die Warlords konvertiert. Ein Teufelskreis, der nicht leicht zu durchbrechen ist.
Gegenüber der Vermischung von politischen und privatwirtschaftlichen Interessen helfen nicht die Integritätserklärungen von Carlucci und seinen Mitkombattanten, die in ihren Geschäftspraktiken selbstverständlich keinen anrüchigen Lobbyismus erkennen können. Vertrauen in die Freunde freien Wirtschaftens ist gut, aber strikte Inkompatibilitätsregelungen wären besser, um die Tätigkeit von ehemaligen Regierungsmitarbeitern in Unternehmen, die Regierungsaufträge einholen, für unzulässig zu erklären. Wenn eine Demokratie zu dieser Form einfachster Transparenz nicht fähig ist, wird das Vertrauen in die Integrität ihrer Regierung schwer geschädigt.
So schließt sich der Kreis. Unter den Bedingungen eines unkontrollierten Neoliberalismus im Westen sowie denen der Rohstoffausbeutungsökonomien der Dritten Welt lassen Kriege, je länger je lieber, die Wirtschaft prosperieren. Für die Kriegsursachenforschung gilt, dass längst nicht mehr die waffenstarrenden Arsenale hochgerüsteter Nationen und ihre Kriegslüsternheit die größten Sorgen bereiten. Die immer unverhohlenere Verkoppelung von Wirtschaftsinteressen mit der Kriegführung ist mindestens so gefährlich. Ob der Krieg der Vater aller Dinge ist, wissen wir nicht, aber der Schutzheilige rücksichtslosen Wirtschaftens ist er allemal. Schone neue Welt ? - Gero - ?
Sag Ja!
Sag ja zum Leben, sag ja zum Job, sag ja zur Karriere, sag ja zur Familie. Sag ja zu einem pervers großen Fernseher. Sag ja zu Waschmaschinen, Autos, CD-Playern und elektrischen Dosenöffnern. Sag ja zur Gesundheit, niedrigem Cholesterinspiegel und Zahnzusatzversicherung. Sag ja zur Bausparkasse, sag ja zur ersten Eigentumswohnung, sag ja zu den richtigen Freunden. Sag ja zur Freizeitkleidung mit passenden Koffern, sag ja zum dreiteiligen Anzug auf Ratenzahlung in hunderten von Scheiß-Stoffen. Sag ja zu Do-it-yourself und dazu, auf Deiner Couch zu hocken und Dir hirnlähmende Gameshows reinzuziehen. Und Dich dabei mit Scheiß-Junk-Fraß vollzustopfen. Sag ja dazu, am Schluß vor Dich hinzuverwesen, Dich in einer elenden Bruchbude vollzupissen und den mißratenen Ego-Ratten von Kindern, die Du gezeugt hast, damit sie Dich ersetzen, nur noch peinlich zu sein. Sag ja zur Zukunft, sag ja zum Leben!
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W E R B U N G
Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos,
machen Jobs, die wir hassen,
kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen.
Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute.
Männer ohne Zweck, ohne Ziel...
Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression.
Unser großer Krieg ist ein spiritueller,
unsere große Depression ist das Leben.
Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben
daß wir irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars...
werden wir aber nicht!
...und das wird uns langsam klar!
Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.