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Der Sinn des Lebens - Das Sein als die Frucht des verstehens

Eine der Wohl bedeutendsten Fragen der Menschheit ist die nach dem Sinn des Lebens. Vor allem in den Zeiten der Trauer und des Leidens offenbart sich im Menschen meist der Zustand der ihn zu tieferen Erkenntnissen anregt. Der ihn fragen
lässt nach dem Sinn des ganzen. Nach dem Zweck des Leidens und der Trauer. Er wird sich bewusst dessen wie viel er eigentlich über sein Dasein weiß. Und dies ist schon mal einer der Gründe. Bei dem um Erkenntnis strebenden greift dieses Nachfragen sogar noch tiefer. Irgendwann in seiner Entwicklung wird er nicht nur mehr nach dem Sinn des Leidens und der Trauer fragen sondern auch nach dem der Freude und des Glücklichseins. Er wird erkennen dass das eine und das andere Hand in Hand geht bei der Menschenentwicklung. Möchte man also den Sinn des Lebens hinterfragen, so sollte man nicht nur von seinem eigenen Standpunkt ausgehen sondern man muss hoch am Berge stehen und hinab blicken in das Tal der Menschenentwicklung. Wie man ein Bild aus geraumer Entfernung betrachtet so muss man auf das Bild der Menschheit blicken damit es nicht als ein trübes erscheint. Wollen wir aber den Sinn der Menschenentwicklung verstehen, so müssen wir aber auch auf uns selber herab blicken. Was bedeutet wir müssen uns unserem Innersten zuwenden. Und gerade hier liegt das Problem für das Verständnis des Seins. Das Problem das sich der Mensch immer weiter seiner Natur entfremdet. Der Mensch möchte die Gewissheit. Er Akzeptiert keine Spekulationen oder den unsicheren Glauben an das was er eventuell als Sinnhaftigkeit bezeichnet. Diese stillen sein Verlangen nach dem Verstehen nicht. Doch diese Gewissheit kann ihm niemand geben als er selbst. Er kann hie und da ein wenig wissenswertes erhaschen was ihm Anregungen bietet, aber verstehen kann er es nur selber. Und ein paar dieser Anregungen möchte ich hier aufbringen, damit der Mensch eventuell ein Stück weiter kommt mit seinem Puzzle. Denn genauso verhält es sich mit der Erkenntnis. Stück für Stück setzt sie sich zusammen bis sie sich als ein ganzes Offenbart. Im Zuge dieses Beitrages wird der Leser früher oder später zur Erkenntnis gelangen das wir wenn wir vom Sinn des Lebens sprechen nicht nur von Unserem eigenen Dasein sprechen dürfen, wohl eher aber von dem Aller. Also nicht nur im Sinne der Menschenentwicklung sondern vor allem im Sinne der Menschheitsentwicklung. In wie fern sich dies Bewahrheitet wird der Leser im Verlauf des hier dargereichten sicherlich selber Beurteilen können. Blicken wir auf den Menschen, auf dessen Wesen, so sehen wir eine Unzahl von Verschiedenheiten die den einen vom anderen unterscheiden. Jeder Mensch für sich ist etwas Besonderes. Somit hat jeder Mensch etwas was er mit allen anderen teilt, er aber dennoch für sich alleine hat. Und damit meine ich jetzt nicht
Charaktereigenschaften oder diverse Fähigkeiten. Nein, ich spreche hier vom Ich des Menschen. Das Ich ist etwas sehr tief liegendes. Niemand anderes kann Ich sein.
Demnach ist das Ich etwas was niemand anderer hat außer einem selbst und doch
besitzt es jeder andere auch. Dem einen oder anderen Leser dürfte schon klar
geworden sein was ich damit zum Ausdruck bringen möchte. Nämlich die Verbundenheit der Menschen durch ihr innerstes Wesen. Egal wie sehr wir uns auch bekriegen, uns hassen, aber auch lieben und schätzen. Im innersten sind wir alle gleich. Gemeinsam tragen wir von der Quelle aus das Wasser in alle Richtungen bis wir uns irgendwann im Meer vereinen. Und in diesem Sinne müssen wir denken, wenn wir über den Sinn des Lebens sprechen. Dies ist die Grundlage ohne die wir dem verstehen des ganzen uns nur schwer nähern können. Das Fragen nach dem Warum und dem Wieso in den Zeiten des Leidens sollte man eher als eine Momentane Begebenheit ansehen. Sowie man sich erst Gedanken um seine Gesundheit macht, wenn man mit Krankheit Konfrontiert wird, so blicke man auf das Fragen nach dem Sinn in den Zeiten von Schmerz und Pein. Schmerz und Kummer sind vergänglich. So Qualvoll das Leben einem manchmal auch erscheinen mag. Alles hat seinen Sinn und seine Zweckmäßigkeit. Alles ist so wie es sein muss. Wir lassen uns oft nur treiben von dem Gefühl der Trauer und der Unbeholfenheit. Wir fallen um wieder aufstehen zu können, und mit jedem Fall bekommen wir mehr Boden unter den Füssen. Gewiss wird dies dem einen oder anderen nicht genügen. Nicht jeder wird eine solche Denkweise befürworten. Muss er auch nicht. Jedem das seine. Es wird die Zeit kommen da wird auch der zynischste Mensch eine gewisse
Sinnhaftigkeit darin erblicken. Nicht nur weil diese Denkweise Früchte trägt sondern
vor allem weil er im Grunde genauso ist wie all diejenigen Menschen die in einer solchen Denkweise bereits die Früchte wahrnehmen. Dem einen schmecken Äpfel besser dem andern die Kirschen, aber eines haben sie alle gemeinsam. Sie Ernten die Früchte. Und einen Baum der Früchte trägt fällt man nicht. Darum lasse man sich niemals abbringen von seinem Glauben. Stets Prüfe und hinterfrage man, nur so wird
man erkennen was im Leben wirklich brauchbar ist und was nicht. Man könnte das
Fass drehen und wenden wie man will, auf diese Gleichheit den Menschen betreffend würde man immer wieder zurückfallen. Womit wir schon mal die erste Frucht gepflückt hätten. Da das fragen nach dem warum in vielen Fällen ein eher Vergängliches fragen ist müssen wir davon ausgehen das es mit diesem Nachfragen etwas viel tiefsinnigeres auf sich hat. Warum fragen wir nach dem Sinn
des Ganzen? Im Grunde genommen können wir hier von Egoismus sprechen. Und zwar in dem Sinne was Egoismus wirklich ist. Ich spreche hier jetzt nicht von dem Oberflächlichen, was wir im Allgemeinen darunter verstehen, sondern von dem
Egoismus als ein Wesen selbst. Sehr vieles entzieht sich dem Betrachter, wenn er
den Egoismus nur an seiner Oberfläche betrachtet. Wir müssen lernen die Dinge zu
durchblicken. Zu sehen was sich hinter dem ganzen verbirgt. Nur so können wir uns
dem Ziel sicher nähern. Dem Ziel zu verstehen die Sinnhaftigkeit im werden des
Menschen. Wer den anderen als einen Egoisten bezeichnet zeigt dem nachdenklichen meist bloß an welchem Standpunkt des Durchblickens er steht.
Versuchen sie doch mal in Egoismus auch das Gute zu sehen. So können sie, wenn sie jemanden als Feigling bezeichnen, wenn er sich vor etwas Fürchtet, in ihm diesen
Egoismus sehen als eine Art Schutzfunktion. Einem Gesunden Egoismus der den Menschen davor bewahrt sich selbst zu Schaden. Sprechen wir also von Angst so sprechen wir gleichzeitig von Egoismus. Und dem Worte Egoismus zu folge sprechen wir wieder von dem Ich, das wir alle gemeinsam haben. So müssen wir denken lernen. Wir müssen lernen zu verstehen bevor wir über unser Gleichnis
Urteilen. So mancher dürfte schon verstanden haben was ich am Anfang damit
meinte, als ich sagte dass wir nicht nur von unserer eigenen Entwicklung sprechen
dürfen, sondern viel eher im Sinne Aller. Dem Ich nützt es nichts, wenn es alleine am
Ziel auf den Rest der Menschheit wartet. Ein Ich alleine füllt dieses vorhin erwähnte
Meer nicht. Sie sehen jetzt warum man in diesem Sinne nicht nur von seiner eigenen
Entwicklung sprechen kann. Da wir alle, die wir aus der Quelle des Lebens entsprungen sind uns als ein ganzes wieder vereinen müssen, um diese leere im Meer zu füllen. Wer sich in seinem Leben die Aufgabe gestellt hat die Kräfte zu beherrschen, oder nach Erkenntnis zu streben, der wird bald erkennen das dies alles vergeblich ist, teilt er es nicht mit seines gleichen. Trägt er nicht bei zur Menschenentwicklung. Der um Erkenntis strebende wird stets darnach trachten seinem Mitmenschen,je nach seinem Auffassungsvermögen, in seiner Entwicklung weiter zu helfen. Entsprechend der Polaritäten wird er sich sehen als eine Art Werkzeug, durch das er mit arbeitet in der Entwicklung der Menschheit. Und mit diesen Augen, durch die ich sie jetzt habe Blicken lassen, sollte man dem verstehen Schritt für Schritt näher treten. Gewiss ließe sich noch mehr sagen, aber das vorher erwähnte sollte genügen und einen jeden ernsthaft um Erkenntnis strebenden Menschen dazu anzuregen sich selber tiefere Einblicke zu verschaffen. Auf das er viele Früchte erntet.
 

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