von Kandeler Antifaschisten - 01.06.2002 18:37
Heute nachmittag fand in Kandel eine antifaschistische Demo statt. Auslöser hierfür war der Überfall von Neonazis auf ein Punkkonzert im Kandeler Jugendzentrum am vergangenen Wochenende (siehe Startseite).
Circa 150 bis 200 Leute fanden sich gegen 14.00 Uhr am Bahnhof von Kandel (in der Südpfalz, zwischen Karlsruhe und Landau gelegen) ein, um gegen Faschismus zu demonstrieren. Aktueller Auslöser war der Übergriff von Neonazis auf ein Punkkonzert im Kandeler Jugendzentrum am vergangenen Wochenende.
Dieser Überfall war jedoch nur der Gipfel des Eisberges. Seit geraumer Zeit ist ein immer stärkeres Auftreten von faschistischen Gruppen in Kandel und Umgebung zu verzeichnen. Zu erwähnen sind hier die Karlsruher Kameradschaft, der Nationale Widerstand Kandel sowie verschiedene andere Gruppierungen, die immer offener auftreten und auch schon mal andersdenkende bedrohen und angreifen. Hinzu kommen diverse Schlägereien, z.B. auf den Weinfesten der Region.
Ziel der Demo war es, ein Zeichen dafür zu setzen, daß auch in Kandel kein Platz für rechte Gewalttäter ist. Dies ist auch eindrucksvoll gelungen. Es wurde eine spontane, bunte Demo durch die Kandeler Innenstadt mit Zwischenkundgebung in der City durchgeführt, ehe der Zug zum Jugendzentrum führte, wo eine Abschlußkundgebung stattfand. Zusätzlich wurden Passanten und Anwohner durch Fluggis über die Problematik informiert.
Die Kandeler Faschos zeigten einmal mehr, was sie sind: Feiglinge, die sich nur aus ihren Löchern trauen, wenn sie in der Überzahl sind. Hatten sie vorher, auch hier auf Indymedia, noch groß getönt, daß sie auch kommen wollten (und damit unterschwellig auch Drohungen ausstießen), so war dann, als wir durch Kandel zogen, von ihnen außer ein paar verstreuten Menschen, die sich nicht mal in unser Nähe trauten, nix mehr zu sehen. Mutig, mutig - in der Überzahl feige und heimtückisch ein Konzert zu überfallen, Leute einzuschüchtern oder auf Weinfesten zu randalieren, ist wohl das eine - aber wenn auch nur ein paar Antifaschisten auftauchen, dann trauen sie sich nicht mehr aus ihren Löchern.
Dies war jedoch auch gut so, denn so konnte die Demo friedlich durchgeführt werden.