Berichte von Flugpaten
Wer seinen eigenen Flugpaten-Bericht auch hier lesen möchte, sendet diesen bitte an Mail
August 2010
Hamburg, 04.07.2009
"dieses jahr haben wir von korfu nach deutschland 5 hunde in 3 transportboxen mitgenommen. 3 kleine welpen und 2 junghunde. wir sind zu dritt mit air berlin geflogen. einige airlines nehmen keine tiere mit, wie z.b. die sog. billigflieger. also bitte nicht vergessen euch auf der website zu informieren.
hier nun mein bericht frisch von diesem wochenende:
während des urlaubs bekomme ich die ersehnte sms, dass ich hunde mit nach deutschland begleiten kann. alle daten habe ich zuvor schon per mail verschickt (meine handynummer, buchungsnummer des flugs, anschrift, datum und ziel des rückflugs, fluggesellschaft, personenanzahl,...) ich bestätige die sms und am abreisetag 1,5 stunden vor abflug treffen wir am flughafen ein. nicht zu übersehen, 2 tierschützerinnen mit 3 tranportboxen auf einem kofferwagen. wir begrüßen uns, sie übergibt uns die papiere (impfausweise, die tickets für die hunde). beim einchecken und warten in der ewig langen schlange warten die tierschützerinnen mit den hunden ein wenig abseits des trubels. beim einchecken kommen sie mit den hunden hinzu. die transportboxen werden vom flughafenpersonal in empfang genommen und zum flugzeug gebracht. die papiere nehme ich wieder in empfang um sie später in deutschland mit zu übergeben.
unser flug beginnt...
in deutschland gelandet hole ich die hunde beim "sperrgepäck" ab. mein freund holt mit unserer tochter die koffer vom kofferband. als wir den gesichterten bereich verlassen wartet bereits ein weiterer tierschützer und nimmt die hunde und papiere in empfang.
weder auf korfu noch in deutschland hatten wir zoll-überprüfungen. und wenn, wäre das auch nicht wild gewesen; wir haben sie ja schliesslich pro forma sozusagen gerade frisch adoptiert ;) ausserdem können doch alle nur froh sein, wenn man sich den armen seelen annimmt, wie ich denke.
den hunden ging es trotz stressigem fluges recht gut und ich denke sie erholen sich schnell davon - denn immerhin wird ihr leben nun bei einer hoffentlich liebevollen familie erst richtig beginnen! - so wünschen wir es ihnen von HERZEN!
danke an alle die durch noch so kleinste dinge zum wohl der tiere beitragen!"
Köln, 8.12.08
Das letzte Wochenende verbrachte ich mit meinem Vater auf Mallorca. Bei meinen Vorrecherchen stieß ich auf diese Internetseite und nach wirklich sehr kurzem Überlegen, hab ich uns einfach angemeldet.
Sehr schnell bekam ich eine Mail von Frau Richartz von Herztier mit der Bitte mehrere Hunde mit zu nehmen. Da bei Tuifly der Reisende selber die Tiere anmelden muss, übernahm ich das mit einem Telefonat. Die Bestätigung schickte ich umgehend weiter an Frau Richartz.
Am Samstag, schon auf Mallorca, bekam ich eine sms mit alle Angaben: wer bringt die Tiere zum Flughafen und welcher Hund wird von wem abgeholt. Alle Namen mit Handynummer.
Am Sonntag waren wir dann überpünktlich am Flughafen, da wir doch etwas nervös waren. Wir haben zwar selber Katzen, aber noch nie Tiere im Flugzeug mitgenommen.
Pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit kamen Anjaund José-Luis von der Welpenstation mit drei Hunden. Zwei waren jeweils in großen Transportkisten untergebracht. Eine kleine Hundedame hatte Anjaauf dem Arm. Während wir auf den Check-in warteten, konnten wir unsere Neugier nicht zügeln und fragten den Beiden Löcher in den Bauch.
José-Luis checkte dann mit uns ein und klärte alle Formalitäten. Er übernahm es auch die zwei Boxen zum Übergepäck-Schalter zu bringen. Anjaübergab uns die kleine Kira in ihrer Transporttasche.
Wir gingen zur Sicherheitskontrolle, wo ich Kira aus der Tasche und auf den Arm nahm. Die Tasche ging durch das Röntgengerät, wir durch den Metalldetektor. Danach behielt ich Kira auf dem Arm und wir gingen zu unserem Schalter. Erst als wir in den Flieger einstiegen, kam Kira wieder in die Tasche. Zum Start mussten wir die Tasche auf den Boden zu unseren Füßen stellen. Dann hob ich sie auf den freien Sitz neben mir. Die erste Hälfte des Fluges schlief Kira in der Tasche, die ich ein Stück geöffnet hatte. Dann nahm ich sie wieder auf den Schoß, wo sie sich ankuschelte und weiter döste. Die kleine Dame war die Attraktion in der Kabine und alle Flugbegleiterinnen kamen immer wieder vorbei. – beim nächsten Mal nehme ich auf jeden Fall Visitenkarten der Tierschutzorganisation mit, die ich dann verteilen kann -. In Köln angekommen, kam Kira wieder in die Tasche und wir gingen zum Gepäckband. Zuerst kam unser Gepäck, dann die zwei Welpen in ihren Boxen aus dem Frachtraum. Wir stapelten alles auf einer Karre und fuhren raus. Dort wurden wir schon von Tierschützern erwartet, die die beiden Jungs aus dem Frachtraum als Pflegefamilie aufnehmen. Auch Kira wurde abgeholt: Ihre neue Familie erwartete sie schon sehnsüchtig. Der Abschied war nicht einfach.
Für uns steht fest, dass wir das immer wieder machen werden, wenn wir wieder fliegen.
Mit sehr wenig Aufwand für uns, konnten wir diesen drei Hunden helfen.
Uns Lob und Dank gebührt den Tierschützern überall in der Welt, die diesen armen Kreaturen helfen.
Viele Grüße aus Köln
Susanne Malig
Flugpaten-Reisebericht von Stephanie Raab
Ein verlängertes Wochenende auf Mallorca, da war für mich klar, dass ich mich umgehend bei flugpaten.de als Flugpate zur Verfügung stelle. Gesagt – getan. Um aber alle Möglichkeiten auszuschöpfen schrieb ich auch noch eine e-mail an Herztier, da ich gelesen habe, dass die Organisation ständig Flugpaten von Palma nach München brauchen. Eine Woche vor Abflug flatterte dann eine e-mail von Frau Richartz von Herztier in meinen Postkorb, mit der Frage, ob ich 2 kleine Welpen mit nach Deutschland nehmen könnte. Natürlich sagte ich sofort zu. Ich musste lediglich meine Flugnummer, die Flugzeiten und die Buchungsnummer angeben, den Rest erledigte Frau Richartz. Ich bekam sogar die Bestätigung über die Bezahlung der Boxen von airberlin zugeschickt. Wie versprochen schickte mir Frau Richartz am Abflugstag eine SMS, mit den Namen und Telefonnummern der Tierschützer, die die Hunde an den Flughafen bringen bzw. in München abholen sollten und dem Treffpunkt.
Am Samstag Abend bekam ich nochmals eine SMS, ich sollte zu den Welpen noch 3 Katzen mitnehmen, alle sollten im Frachtraum fliegen. Auf dem Weg zum Flughafen in Palma war ich schon ein klein bisschen nervös, hoffentlich würde alles gut klappen. Aber meine Sorgen waren alle unbegründet, in der Abflughalle warteten bereits Sylvia mit den Katzen und ein Mitarbeiter des Tierheims in Pollenca mit den Welpen. In kürzester Zeit waren wir alle eingecheckt, jetzt mussten die Boxen zum Sperrgepäckschalter gebracht werden. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen mitzugehen und „meine Tiere“ im Arm zu halten, während die Boxen durchleuchtet wurden, obwohl das laut Sylvia nicht nötig gewesen wäre, falls ich anderweitig zu tun gehabt hätte. Aber das kam ja überhaupt nicht in Frage! Dann hieß es Abschied nehmen bis zur Ankunft in München.
Natürlich hatte der Flieger Verspätung….Ich machte mir schon einige Gedanken, um meine kleinen Schützlinge, die nun so lange im Frachtraum ausharren mussten. Umso erleichterter war ich, als ich sie endlich in München wieder in Empfang nehmen konnte. Aber alle Flugteilnehmer waren wohlauf. Jetzt nichts wie raus aus dem Flughafen, die arme neue Pflegemama musste ja aufgrund der Verspätung schon über 1 ½ Stunden warten. Kaum in der Ankunftshalle angekommen, kam auch schon Herr Hotze von Herztier auf mich zu, um die Tiere in Empfang zu nehmen. Ich verabschiedete mich schweren Herzens von meinen Reisebegleitern und Herrn Hotze, der sich ausgiebig bei mir bedankte.
Mit einem guten Gefühl im Bauch trat ich meinen Heimweg an, was gibt es Schöneres als 5 Tieren einen Start in ein neues Leben zu ermöglichen?
Mein Fazit: Es gibt wirklich keine effektivere und dazu so einfache Möglichkeit seiner Urlaubsreise einen sinnvollen Ausklang zu geben. Eine Flugpatenschaft ist wirklich mit minimalem Aufwand verbunden, die Tierschützer regeln und organisieren alles selbst und tadellos. Ich werde mich auf jeden Fall beim nächsten Urlaub wieder zur Verfügung stellen und bin mir sicher, beim nächsten Cliquenurlaub im Süden haben wir mindestens noch drei weitere Boxen im Gepäck...
Meine Erlebnisse als Flugpatin!
Wenn man einen Hund hat, lernt man viele, viele andere Hundebesitzer kennen, unterhält sich über Hunde, schaut im Internet nach Hunden und so weiter und so fort. Als ich Ende letzten Jahres dann einen langersehnten Malaga-Urlaub für mich und meinen Freund buchte, wurde ich von Bekannten gleich auf die Art und Weise aufmerksam gemacht, wie dort mit Tieren, hier speziell mit ?Galgos? umgegangen wird. Die Bekannte machte sich sogar die Mühe und brachte Unterlagen zu flugpaten.de bei mir vorbei.
So ein Formular per Internet ist schnell ausgefüllt und siehe da: nach ein paar Tagen meldete sich Frau Münzenmay, ob die Plätze noch frei seien ? sie waren.
Frau Münzenmay hat einfach ALLES erledigt: Sie klärte eigenständig den Transport mit AIR Berlin ab und wollte mir auch Schriftliches zukommen lassen. Da ich aber ein ausgeprägtes Gottvertrauen besitze, habe ich darauf verzichtet. Ich war mir einfach sicher, dass alles gut klappen würde.
In Spanien meldete sich auch eine Deutsche per Telefon, die mir erklärte, dass die Katzen von einer Britin namens Sharon zum Flughafen gebracht würden. Diese würde sich schon mal am check-in anstellen, so dass wir nicht so lange warten müssten. Welch ein Service. Aber Katzen? Stimmt, davon hatte Frau Münzenmay auch schon gesprochen, aber im Rummel hatte ich das wohl nicht so richtig registriert. Auch egal ? wir hatten schon ein paar streunende Katzen und Hunde gesehen. Arme Viecher!
Nun denn ? da der Flughafen in Malaga gerade umgebaut wird (kaum Parkmöglichkeiten), kam Sharon doch etwas später und wir standen schon am Check-in an. In zwei Kisten waren drei Katzen, die diese zierliche Frau eigenhändig auf das Band hievte. Ihre Sorge galt eindeutig nicht ihren Bandscheiben, sondern den Tieren. Sie übergab mir auch sofort die Papiere in offenen Umschlägen mit den Namen der Tiere darauf (Wie auf der flugpaten-Seite empfohlen). Der Flughafenangestellte war auch sehr freundlich.
Eine vierte Katze namens Balou hatte ich im Handgepäck. Diese Katze musste ich aus der Kiste nehmen, da ein spanische Zollbeamter diese untersuchen wollte (na ja). Sharon hatte mir ein extra Handtuch mitgegeben, so dass ich Balou damit aus der Kiste heben konnte. Er war superlieb und hat sich nicht gerührt. Dabei konnte ich in mir auch mal ansehen ? eindeutig ein Husky mit hellblauen Augen und etlichen Kratzern auf der Nase ? ein wunderschönes Tier. Auf Mallorca stiegen wir um. Balou hat lediglich bei den Starts etwas gemaunzt, ließ sich aber durch Kraulen beruhigen. Ich wurde auch mehrfach angesprochen, ob ich einen Hund gerettet hätte oder so. Die meisten Reaktionen waren positiv und ich war erstaunt, wie wenig Leute wissen, dass man den Tieren so helfen kann. (dabei gehörte ich vor Kurzem auch zu den ?Nichtwissern?.) Es gab auch ein oder zwei superschlaue Strategen, aber da ich mich auf keine Diskussion einließ, fand auch keine statt.
Am Flughafen Paderborn kamen wir mit ca. einer Stunde Verspätung um Mitternacht an. Dort kamen direkt zwei Damen auf uns zu, die die drei Kisten in Empfang nahmen. Zum Dank erhielt ich sogar noch eine Schokoladenüberraschung.
Das war´s. Ich werde mich bei meiner nächsten Flugreise wieder zur Verfügung stellen. Alles war gut durchorganisiert. Leider ist der nächste Urlaub noch lange nicht in Sicht.
Zum Thema Sinn oder Unsinn von jeglicher Art der Hilfe an Tieren habe ich eine treffende Geschichte gefunden, die ich hier noch anfügen möchte:
Als ein alter Mann bei Sonnenuntergang am Strand entlangging, sah er einen Jungen, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das tue. Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen blieben. ?Aber der Strand ist viele Kilometer lang und tausende Seesterne liegen hier?, erwiderte der Alte. ?Was macht es also für einen Unterschied, wenn du dich so abmühst?? Der Junge blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann sagte er leise:? Für diesen einen macht es einen Unterschied.? (Geschichte aus dem Internet)
Irmgard Symann
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