Ob die Texte auf ihrem Album wirklich aus der Tiefe ihres gebrochenen Herzens kommen und auf langjähriger Erfahrung beruhen, das ist im zarten Alter von sechzehn Jahren relativ fragwürdig. Aber hat nicht jeder Teenager diese Träume?
Zu poppigen Melodien trällert die junge Amerikanerin ihre romantischen, herzerweichenden Texte - und egal in welcher Liebeslage man sich befindet, es ist für jeden Anlaß das Passende dabei. Vom gebrochenen Herzschmerzlied über romantischen "Soda Pop" geht die Vielfalt bis zum Chartbreaker "...Baby one more time".
Ob die gutaussehende Britney ihre Schmachtfetzen einer bestimmten Person gewidmet hat, geht aus den Lyrics nicht hervor. Benannt ist ihre CD ja nach ihrem No. 1 - Hit und nicht nach dem zweiten Lied, was eigentlich viel passender wäre.
Mehr gibt's zu dieser Platte leider nicht zu sagen.
Oops!...I Did It Again.
Ja was denn diesmal, Mädchen? Die Nummer mit der Brustvergrößerung? Oder nochmal 'ne grausame Platte aufgenommen? Aber wie könnte ich's dir übel nehmen, du kleines süsses Ding, du! Schließlich wollen Kosmetikspezialisten und Imageberater irgendwann auch mal Bares sehen. Doch während die Sache mit der Brust natürlich deine Privatsache ist, verhält es sich mit deiner Musik leider etwas anders; die müssen wir nämlich alle ertragen!
Und ja: Du hast es tatsächlich geschafft, qualitativ an deinen Chartsmash "Baby One More Time" anzuknüpfen. Wie auf selbigem findet man auch heuer exakt zwei Songs, deren Bubblegum-Hooklines die Kaufstimulation frisch verheirateter IKEA-Besucher problemlos ankurbeln und welche Fitness-Studio-Gänger vom Radeln abhalten, da sie zu sehr damit beschäftigt sind, deinem heftigst rotierenden Hinterteil auf MTV hinterher zu hecheln. Ich spreche von der Vorabsingle mit dem gleichen stumpfsinnigen Titel, der allen Ernstes den Weg aufs Albumcover fand, und dem Song "Lucky".
Dort heulst du: "She's so lucky, she's a star, but she cry, cry, cries in her lonely heart" und beschreibst das Schicksal einer erfolgreichen Schauspielerin, die von der Öffentlichkeit vergöttert wird, die aber am Ende eines erbarmungslos terminierten Arbeitstages heimlich in die Kissen weint. Beinahe wurde mir mulmig, als ich erwog, den Text autobiographisch zu verstehen. Doch schnell belehrtest du mich: "This is a story about a girl named Lucky...". Puh. Und ich dachte schon...
Die restlichen Schmachtversuche klingen abgestanden und so unnötig wie eine B-Site-Collection der Backstreet Boys. Normalerweise würde ich an dieser Stelle mit dem genreüblichen "Don't buy it"-Standardspruch kommen, aber heute gibt's einen Zusatz. Grund: Zwischen der ganzen Zahnspangen-Lyrik gibt es einen Song namens "Satisfaction"! Ja. Genau. Jagger/Richards.
Außer dem Musikmachen scheinen 18-jährige Amerikanerinnen (bzw. deren Produzenten) auch vor Legendenverschandelung nicht zurück zu schrecken und so verwandelt Britney die einstige reaktionäre Aufschrei-Hymne in ein Zuckerwerk-Pamphlet des Grauens. Oh bitte Brit: Sag' nie mehr "Oops" und tu sowas nie wieder! Oh bitte Brit: Sag' nie mehr 'Oops' und tu sowas nie wieder
Das perfekte Popalbum! Britney Spears hat es wieder mal geschafft, ein Album zu produzieren, mit dem sich Heike, Michael, Stefanie, Wolfgang, Vanessa, Arne, Julia und alle anderen Schmidts und Hubers identifizieren können. Denn eigentlich repräsentiert Britney das amerikanische Durchschnittsgirlie mit amerikanischen Durchschnittsgirlie-Interessen. Shoppen, Stylen, Tanzen, Sex und Musik stehen im Mittelpunkt des Seins. Ein Schelm wer Böses denkt, handelt es sich hier doch um die zentralen Fragen des Existenzerlebnisses.
Mit einer starken Single ein Album einzuläuten punktet natürlich in der Spontankäuferstatistik. Aber nicht nur deshalb ist "Britney" von 0 auf 1 in die Album-Charts gestartet. Sondern auch, weil das Album einer globalisierten Generation von Teenagern aus dem Herzen spricht. Ich muss zugeben, dass ich mich selbst mit besten Willen nicht mehr zu dieser Volksgruppe zählen kann. Dennoch bleibt mir das Ohrwurm-, bei den Balladen zusätzlich das Feuerzeugpotential nicht verborgen. Auf einzelne Titel näher einzugehen erübrigt sich, da alle Tracks dem amerikanischen Kompositionsrichtlinienkatalog folgen, der den Ablauf von Strophe, Refrain, Bridge und Transponierung festlegt. Die fetten Grooves sorgen für das nötige Shake-Your-Ass-Feeling und sind allesamt mit modernsten Maschinen superflockig programmiert. Eigentlich könnte Britney "Britney" eine Gute-Laune-Garantie beilegen.
Für "Britney" hat Frau S. verstärkt selbst zur Feder gegriffen. "Ich habe einige Songs geschrieben und fühle mich sehr verbunden. Du fühlst auf jeden Fall mehr, wenn du die Worte selber geschrieben hast." Das Album und die Texte sind dadurch persönlicher geworden. "Ich denke jeder in meinem Alter kann 'Overprotected' nachvollziehen. Da gibt es ein Alter, wenn Du 18/19 Jahre alt bist, da verstehen deine Eltern, dass sie dir mehr Freiheit und Unabhängigkeit geben müssen. Aber manchmal hört man dann das große 'Oh, mein Baby wird erwachsen!' Ich glaube jeder kann den Song auf sich selbst anwenden. Sei es wenn man ausgehen will oder so was. Bei 'I'm A Slave 4 U' geht es, ganz ehrlich, um das Gefühl, ein Sklave der Liebe zur Musik zu sein! Am liebsten gehe ich aus und tanze mitten auf der Tanzfläche - das ist meine Flucht. Ich liebe es. Und im Song geht es genau darum."
Nach Beendigung der Anti-Aging-Therapie durch Doktor Spears in intensiver mehrtätiger Rotation bleiben für mich übrig: Viel überflüssige Hormone, die nicht ordnungsgemäß abgeführt werden können, eine 'ich-bin-einer-von-euch'-Aura, mit der ich in der nächsten Disco garantiert nicht als Erwachsener erkannt werde, und die Frage, ob Perfektion schön ist? Aber was solls, ich geh jetzt tanzen oder shoppen oder so was!
Britney Spears
Die Karriere der zwanzigjährigen (geb. 2.12.1981) Britney Spears hat bereits recht früh begonnen. Schon mit elf Jahren hat sie beim "Mickey Mouse Club" auf dem Disney-Kanal mitgewirkt, davor sammelte sie Erfahrungen bei Werbespots und Off-Broadway Dance Shows.
Heute konzentriert sie sich mit Erfolg auf ihre musikalische Karriere. Ihr erster Hit, ...Baby One More Time", wurde von Eric Foster White, dem Produzenten von Whitney Houston, und Max Martin, der die Backstreet Boys und Robyn produziert, gemacht. Kein Wunder, dass sich der Song in kürzester Zeit in der oberen Hälfte der Billboard-Charts befand. In England landete die Single ruckzuck auf eins und in Kanada verdrängte Britney sogar Elton Johns "Candle in the Wind" nach 63(!) Wochen vom ersten Platz. Auch in den deutschen Charts liegt die junge Amerikanerin schon ganz vorn. Und vom Zweitling verkauft sie gar 1,3 Millionen Exemplare in nur einer Woche - ein Rekord, mit dem sie Diven wie Carey oder Houston hinter sich lässt, wie eine Rakete. Nur Boygroups sind jetzt noch besser.
Doch eigentlich spiegelt Britney nur den Durchschnittstyp eines (amerikanischen) Teenagergirls wider. Sie gehört zwar zu den Wenigen, die eine Karriere als Popstar verwirklichen können, aber sie hat die gleichen Vorlieben für Dinge wie Tanzen oder Shopping wie andere. Womöglich ist das ihr Schlüssel zum Erfolg, genau das umzusetzen, was sie selbst und die meisten anderen Teenager bewegt.
In letzter Zeit lernt Britney allerdings auch verstärkt die Schattenseiten des Ruhmes kennen. Insbesondere die Spekulationen über Brustimplantate kränken die 19-Jährige. Früher habe sie weniger gewogen, inzwischen sei sie außerdem gewachsen, erklärte sie der Musicweek: "In manchen Interviews könnte ich einfach losheulen und sagen: 'Warum seid ihr so gemein zu mir?'" insert_ende:bio-->
Biografie:
Vollständiger Name:
Britney Jean Spears
Geburtstag:
02.12.1981
Geburtsort:
McComb, Mississippi
Eltern:
Jamie & Lynne Spears
Geschwister:
Bryan (22), Jamie Lynn (10) [* 04.04.1991]
Spitzname:
Bit-Bit, Brit, Pinky
Haarfarbe:
Hellbraun (blond gefärbt)
Augenfarbe:
Braun
Erste Single:
Baby One More Time
Erstes Video:
Baby One More Time
Hobbies:
Shopping, Puppen sammeln, Singen, Liebesromane lesen, Spaziergänge am Strand, Tanzen
Haustiere:
3 Hunde (Rottweiler "Cane", Pudel "Lady" und Yorkshire Terrier "Mitzy")
Lieblingsfarbe:
Baby-Blau
Persönliche Vorlieben:
Singen, Reisen
Lieblingssänger/in:
Mariah Carey, Whitney Housten, Prince, Brandy, Michael Jackson
Lieblingsgruppen:
Aerosmith, Backstreet Boys, Third Eye Blind
Lieblingsschauspieler:
Tom Cruise, Mel Gibson, Brad Pitt, Ben Affleck, Leonardo DiCaprio
Lieblingsschauspielerin:
Meg Ryan
Lieblingssong:
"Like A Virgin" (Madonna), "Purple Rain" (Prince)
Größtes Idol:
Mariah Carey
Größe:
1.63 m
Gewicht:
54 Kilo
Sternzeichen:
Schütze
Frühere Tätigkeiten:
Moderatorin des Mickey Mouse Club; Darstellerin in einer 1991 aufgeführten Off-Broadway Produktion (Ruthless)
Zuletzt besuchte Schule:
Park Lane Academy/Mississippi
Lieblingsschulfach:
Englisch
Lieblingsessen:
Eis, Pasta, Hot Dogs, Pizza
Lieblingsgetränk:
Sprite
Lieblingsblume:
Weiße Rose
Lieblings-Freitzeitort:
Einkaufszentrum
Lieblingsfilme:
My Best Friends Wedding, Steel Magnolias
Lieblings-Kinofilm:
Titanic
Lieblings Designer:
Betsey Johnson, Bebe, A/X by Giorgio Armani
Lieblingsport:
Basketball, Schwimmen
Lieblingsteams:
Chicago Bulls, New York Yankees
Besonderheit:
Brit trägt manchmal eine Brille
Alte Bio...
Britney Spears ist wie jedes andere 17jährige Mädchen. Sie liebt es, im Einkaufszentrum zu shoppen, Liebesromane zu lesen und lange Spaziergänge am Strand. Aber es gibt eine Sache, die Britney von anderen 17jährigen Mädchen unterscheidet: Sie liebt es Musik zu machen.
Dieses wunderschöne Teen von Kentwood, Louisiana, führte seit frühem Kindesalter örtliche Tanz-Previews vor und sang in Kirchenchors. Im Alter von 8 Jahren bewarb sie sich in Atlanta, um im Disney-Kanal den Mickey Mouse Club zu moderieren. Obwohl sie diesen Job natürlich nicht bekam, half ihr ein Produzent des Senders einen Agent in New York zu bekommen, wo sie auch im Off-Broadway Dance Center und der Professional Performing Arts Schule lernte. Britney erschien später in nationalen Werbespots und Theateraufführungen.
Im Alter von 11 Jahren, schaffte es Britney endlich zum Mickey Mouse Club. Sie moderierte die Show zwei Jahre lang. Danach zog sie zurück in ihre Heimatstadt Kentwood. Nach einem gewöhnlichen Jahr auf der High School begann Britney ihre Zukunft zu planen.
"Es hat eine Zeit lang Spaß gemacht, aber es reizte mich wirklich, wieder abzuhauen und die Welt zu sehen."
Britney stieg mit 15 in ein Flugzeug und flog zurück zum "Big Apple". Dort gründete Britney eine Girlband, die sich schon bald als Britneys Fahrschein in die Solo-Karriere erwies. Britney's erste Single "...Baby One More Time" stieg sofort auf Platz 17 der US-Charts ein. Früher war sie oft mit jungen Leuten auf Tour und nun eröffnet sie die Show für die Band N'SYNC. Mit ihrem Album
(1999) eroberte Britney die Musik- Industrie im Sturm.
Mit 16, genoss sie es, ein Mädchen zu sein. Sie liebt knallende Farben und shoppen bis zum Umfallen. Genauso mag sie Liebesromane und lange Spaziergänge am Strand. Ungezähmt und unberührt, wie das hübsche Girl aus Kentwood, Louisiana daherkam, brachte sie neuen Schwung in die Welt des Pops mit ihrer unwiderstehlich verführerischen Ansammlung von Songs (von Jive Records).
Produziert von Eric Foster White (Whitney Houston, Hi-Five) und Max Martin (Robyn, Backstreet Boys, Ace of Base), brachte ihr Album frischen Wind in die Musikindustrie. Mit der süßen Melodie von "From the Bottom of My Broken Heart", dem funkigen "...Baby One More Time," dem reggae-artigen "Soda Pop" bis hin zum souligen "You've Got It All", brachte Britney für jedermann den richtigen Stil.
"Ich möchte eine Künstlerin sein, von der sich alle erzählen, sie ist jung, glücklich und hat Spaß.", sagt sie.
Inzwischen war Britney für mehrere Wochen die Nummer 1 in vielen Ländern. Auch in Deutschland hat sie mit ihrer Single und ihrem Album die Chartsspitze erobert. Ihre zweite Single "Sometimes" konnte nicht an ihren ersten Hit anknöpfen, hielt sich aber ebenfalls für einige Wochen in den Top 10. Ganz im Gegensatz zu "...Baby One More Time", das volle neun Wochen die Spitze der Charts für sich beanspruchen durfte. Auch ihre neue Single "Born To Make You Happy" hat sich einen Platz in den Top 10 ergattert. Ihr nächste Single "From The Bottom Of My Broken Heart", die derzeit nur in den USA erhältlich ist, kommt sicherlich auch weit nach oben...
Britney's Biografie
A new star is born Am 2. Dezember 1981 erblickt Britney Jean Spears als zweites Kind ihrer Eltern Jamie und Lynne Spears in Kentwood (eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Lousiana) das Licht der Welt. Bereits als kleines Kind scheint sie zu wissen, was sie später einmal werden will: Popstar. Ihre Familie ertappt sie häufig dabei, wie sie vor dem Spiegel im Badezimmer Lieder von Madonna nachsingt und sich dabei selbst beobachtet. Um Britneys Talent zu fördern, stimmen die Eltern ihrem Wunsch zu, Tanzstunden nehmen zu dürfen. So wird der Grundstein zu Brits späterer Karriere gelegt.
Von Kentwood nach New York Ihre ersten Auftritte hat Britney bei örtlichen Tanzveranstaltungen, außerdem singt sie einige Jahre im Kirchenchor. Mit 8 Jahren bewirbt sie sich als Moderatorin für den "Mickey Mouse Club" im Disney Channel in Atlanta, doch die Produzenten lehnen sie wegen ihres Alters ab. Dennoch wird der Produzent Jeff Fenster auf ihr Talent aufmerksam und vermittelt sie an einen Agenten in New York. Dort gefällt es Britney und sie zieht zusammen mit ihrer Mutter für drei Jahre in die US-Metropole.
Kinderstar im "Big Apple" Britney bewirbt sich für das Off Broadway Dance Center und die Professional Performing Arts School. 1991 tritt sie im Alter von 10 Jahren in der Off-Broadway Show "Ruthless" auf, eine Comedy-Performance, die auf den 1956er Thriller "The Bad Seed" basiert. Ein Jahr später folgen zwei Auftritte in der Talentshow "Star Search": Auf Anhieb wird sie strahlende Gewinnerin, beim zweiten Mal reicht es nur zu Platz 2. Aber Britney lässt sich nicht entmutigen - sie ist stark genug und weiß, dass sie für die Bühne bestimmt ist. Noch im selben Jahr tritt sie in diversen TV-Werbespots auf. Jetzt erfüllen sich nahezu all ihre Träume: Britney singt, tanzt und schauspielert auf der Bühne. Sie liebt New York, doch mit der Zeit vermisst Britney ihr Zuhause, ihre Familie (Vater und Bruder sind in Kentwood geblieben) und ihre Freunde. Brit verlässt die Großstadt mit ihrem hektischen Treiben und kehrt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jamie Lynn, die in New York zur Welt kommt, in ihre idyllische Heimat zurück.
Ein Traum wurde wahr Britneys Karriere scheint beendet zu sein, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Doch es soll nur eine kurze Ruhepause auf dem Weg nach ganz oben sein. Wenige Monate später erkundigen sich die Produzenten des "Mickey Mouse Club" bei den Spears, ob Britney immer noch Lust habe, die Sendung zu moderieren. Sie laden die 11-Jährige zu einer Probe-Performance ein, von der sie so begeistert sind, dass Britney noch am selben Abend als jüngstes Mitglied dort aufgenommen wird, um die Show zu moderieren. Zusammen mit einigen anderen Kids, z.B. Justin Timberlake, JC Sanchez (beide sind heute Teil der Boygroup 'N Sync) und Christina Aguilera, tritt sie dort auf, performt und moderiert. Aber nur zwei Jahre später wird die Sendung wegen mangelnder Zuschauerzahlen abgesetzt und Britney zieht wieder zurück nach Kentwood.
Eine schwere Entscheidung: Schule oder Karriere? Ein normales Leben ist von da an längst nicht mehr möglich. Vergeblich versucht Britney, die Zeit als Kinderstar zu verdrängen und wieder ein normales Teenager-Leben zu führen, doch eben dies wird ihr schon bald zu langweilig. Sie will einfach kein Durchschnitts-Teenager in einem Provinzkaff sein; ihr Wunsch ist es, berühmt zu werden, auch wenn sie dafür einige Sachen aufgeben müsste. Ihre Mutter erinnert sich an Britneys ehemaligen Agenten in New York und bittet ihn um Hilfe. Dieser bietet Britney einen Platz in der Girlband "Innocence" an. Aber sie ist nicht so ganz davon überzeugt, Teil einer Girlband zu werden und lehnt das Angebot ab. Stattdessen nimmt Britney ein Demo-Tape auf, das ihre Mutter an einen Produzenten der Plattenfirma Jive schickt. Es dauert nicht lange und Britney wird von Jive unter Vertrag genommen.
"...Baby One More Time" Kein Zweifel, Britney ist talentiert genug, eine Solo-Karriere als Sängerin zu meistern. Sie fliegt nach Stockholm, um dort ihr Debüt-Album einzusingen. "...Baby One More Time" wirde fast zeitgleich in Schweden mit Max Martin und in New Jersey/USA mit Eric Foster White aufgenommen. Das Produzenten-Duo erweist sich als Volltreffer, hatten sie doch bereits Stars wie Whitney Houston (Eric Foster White ) und den Backstreet Boys (Max Martin) zu mehreren Hits verholfen. Britney muss ein Menge über das Singen und Aufnehmen von Songs lernen, aber ihr Wille hilft ihr, das Unmögliche möglich zu machen. Zu dieser Zeit wird der europäische Pop-Markt von zwei anderen Pop-Sensationen dominiert: Billie und Robyn. Aber die Produzenten suchen ein Mädchen, das einen weltweiten Erfolg schaffen könnte - und Britney soll die Auserwählte sein. Nur sie scheint das Potential und den nötigen Willen zu haben, die Sache durchzuziehen. Im Dezember 1998 ist es dann soweit: Ihre Debüt-Single "...Baby One More Time" wird in den USA veröffentlicht.
Auf der Erfolgswelle Niemand rechnet damals mit einem derartigen Erfolg des nahezu unbekannten Südstaaten-Girls. Doch Britneys erste Single und das gleichnamige Debüt-Album, das Anfang 1999 erscheint, schlagen zeitgleich auf Platz 1 der US-Charts ein - das gelang in der amerikanischen Musik-Geschichte bis dahin keinem anderen Künstler. Das dazugehörige Musikvideo (produziert von Nigel Dick) wird massenweise mit Awards ausgezeichnet, unter anderem für das "Beste Video" bei den MTV Europe Music Awards 1999. In Deutschland und Großbritannien gelingt Britney ebenfalls mit Single und Album der Sprung an die Spitze der Charts, sogar die Weltcharts führt der Titel wochenlang an. Ihr nächste Singe "Sometimes" knüpft nahtlos an den Erflog an und sorgt für einen weiteren Verkaufsschub des Albums, das bereits zu diesem Zeitpunkt ein weltweiter Millionen-Seller ist. Spätestens jetzt ist allen Musikkritikern klar, dass es sich bei Britney um keine Eintagsfliege handelt. Ihre dritte Single "(You Drive Me) Crazy" wird als Soundtrack für den gleichnamigen Kinofilm ausgewählt. Das dazugehörige Musikvideo, in dem auch zwei Schaupspieler des Films (darunter Melissa Joan Hart, bekannt aus "Sabrina The Teenage Witch") mitwirken, wird gleich mehrfach zusammengeschnitten, dementsprechend gibt es gleich drei verschiedene Versionen zu sehen. Wie schon die beiden Vorgänger schafft es auch "Crazy" in die Top 10 von Deutschland, Großbritannien und den USA. Fast zeitgleich bringt Britney ihr erstes Home Video "Time Out with Britney Spears" heraus, in dem man unter anderem Backstage-Interviews, die ersten drei Musikvideos und deren Making Ofs sowie einige Live-Perfomances ihrer US-Tour bewundern kann. Als nach der ausgedehnten Tournee durch die USA eine neue Single erwartet wird, überrascht Jive Britneys Fans mit einem Single-Split: Für Europa wird "Born To Make You Happy" ausgekoppelt, in den USA und Australien erscheint "From The Bottom Of My Broken Heart" (auch die dazugehörigen Musikvideos werden getrennt ausgestrahlt). "Born To Make You Happy" ist dabei deutlich erfolgreicher, steht europaweit im vorderen Bereich der Charts und wird in Großbritannien gar Britneys zweite Nummer 1. Mit "From The Bottom Of My Broken Heart" gelingt es ihr hingegen erstmals nicht, die amerikanischen Top Ten zu erreichen.
Britney und der Rest der Welt Mit dem sagenhaften Erfolg werden die Medien auf das Phänomen Britney Spears aufmerksam. Zahllose Auftritte, Foto-Shootings und Posings für die Cover diverser Jugend-, Mode- und Starzeitschriften werden zum Alltag von Britneys Leben. Es dauert nicht lange, bis auch andere Produzenten den typischen Britney-Stil vermarkten wollen. So werden mit Christina Aguilera, Jessica Simpson und Mandy Moore drei weitere junge US-Girls ins Rennen geschickt, um Britneys Erfolg zu wiederholen. Sie versuchen zu singen, zu tanzen und auszusehen wie Britney, aber keine von ihnen kann Brits Ruf als "Teen-Queen of Pop" ernsthaft gefährden. Doch der Erfolg zeigt bald seine Schattenseiten: Die Medien versuchen fast ununterbrochen, das Image von Britney zu zerstören. Unzählige Gerüchte gibt über sie zu hören oder zu lesen, von einer angeblichen Brust-Operation (ihre Verletzung während der Dreharbeiten zum "Sometimes"-Video sei nur ein Vorwand gewesen) über Liebes-Affären (Ben Affleck, Prinz William und - Dauerthema - Justin Timberlake von 'N Sync) und Beschwerden wegen ihres Auftretens für einen Teenager ("zu sexy") bis hin zu Playback-Vorwürfen. Im Internet entstehen zahlreiche Anti-Seiten, deren Inhalte von makaberen Scherzen über Brit und Unmengen an gefälschten Nacktfotos bis hin zu Mordaufrufen oder -drohungen reichen. Aber all das kann Britney nicht erschüttern. Sie bleibt das standhafte Girl, das sie immer war und ihre Fans glauben an sie.
"Oops! Britney Did It Again" Im Dezember 1999, genau ein Jahr nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-Single, wird angekündigt, dass Britney die Arbeit an ihrem zweiten Album begonnen hat. Im April 2000 erscheint vorab die Single "Oops!...I Did It Again", Mitte Mai folgt das gleichnamige zweite Album. Erneut schafft sie den weltweiten Sprung nach ganz oben, Album und Single erobern wie ihre Vorgänger Platz 1 der Weltcharts. In den USA bricht das Album mit über 1,3 Millionen verkauften Exemplaren den Rekord der Erste-Woche-Verkäufe für eine weibliche Sängerin - wieder hat sie Musikgeschichte geschrieben. Ein neuer Rekord auch in Großbritannien: Britney ist die erste Sängerin, die im Jahr 2000 zwei Songs auf der Nummer 1 platzieren kann. Die Folge-Single "Lucky", in der die Schattenseiten des Ruhms beschrieben werden, schafft es nach "...Baby One More Time" wieder auf Platz 1 der deutschen Charts und kann sich in der Jahreswertung unter den 10 meistverkauften Singles behaupten. Zwischenzeitlich erscheint mit dem Buch "Heart To Heart", eine Biografie, die Britneys Werdegang nachzeichnet und das Verhältnis zwischen sich selbst und ihrer Mutter Lynne beschreibt. Verkaufsmäßig steht es Brits CDs in nichts nach, in vielen amerikanischen Buchläden sind die Ausgaben binnen weniger Tage vergriffen. Und dann steht sie endlich an: die lang ersehnte Tour durch Deutschland...
Höhepunkt und tiefer Fall 17. Oktober 2000 - ein Datum, das viele Britney-Fans ihr Leben lang nicht vergessen werden. An diesem Tag gibt die Pop-Prinzessin in Bremen ihr erstes von insgesamt 10 Deutschland-Konzerten. Über Berlin, Stuttgart und München (sowie einigen Abstechern ins Ausland) kommt sie auch nach Leipzig. Brits dortiger Auftritt am 1. November unterscheidet sich nicht von den vorherigen, doch ihre Halloween-Party mit der Crew in der Nacht zuvor ist folgenschwer: Am Tag darauf sind nicht nur die Boulevard-Zeitungen voll von Fotos einer angetrunkenen Britney Spears, die bis dahin immer ihre Abstinenz vom Alkohol betont hatte. Alles Lüge? Über Nacht werden Zweifel an Brits weißer Weste laut, viele Fans sind irritiert von ihrem Star. Hat Britney etwa geflunkert? Die Ereignisse der nächsten Monate überschlagen sich: Ein für den 11. November geplanter Auftritt bei "Wetten, dass...?" wird erst auf den 9.12. verlegt, um wenig später ganz abgesagt zu werden. Offizielle Begründung: Britney sei völlig erschöpft und vor lauter Tourstress sogar erkrankt. Ihre Fans zeigen Verständnis, bis an Brits 19. Geburtstag die Bombe platzt: Während alle von ihr annehmen, dass sie daheim das Bett hütet und sich erholt, besucht Brit heimlich Konzerte von 'N Sync. Am 2.12. (eben jener Geburtstag) taucht sie unvermittelt während der Show auf der Bühne auf, und zwar quicklebendig! Die Zuschauer sind baff. Ein Teil stimmt schließlich in 'N Syncs Geburtstagsständchen für Brit ein, doch es hagelt auch Pfiffe und Buh-Rufe für die Pop-Prinzessin. Bei all dieser Verwirrung gerät selbst der Erfolg ihrer neuen Single "Stronger" und ihr doppelter Triumph bei den Billboard-Awards zur Nebensache. In Deutschland gibt es zu dieser Zeit nur ein Gesprächsthema: die angekündigte Promo-Tour, die Brit absagen lässt, weil sie sich von der deutschen Presse schlecht behandelt fühlt. Dieser Schritt ist für nicht wenige Fans unerklärlich, gibt es doch auch in zahlreichen anderen Ländern böse Artikel in den Boulevard-Zeitungen, ohne das dies Konsequenzen zur Folge hätte. Dann das Liebesgeständnis: Britney und Justin geben ihr jahrelanges Versteckspiel auf und bekennen sich zu ihrer gemeinsamen Liebe. Und wieder Irritationen bei den Fans: Warum wurde diese Beziehung so lang verheimlicht? Selbst wenige Wochen zuvor hieß es bei einer Pressekonferenz in Bremen, dass sie und Justin nur gute Freunde wären, aber kein Paar. Auch wenn die Beziehung der beiden Jungstars nach und nach von den meisten Fans angenommen wird - ein fader Beigeschmack bleibt wohl für immer...
2001: Rio rockt und Britney wirbt für Cola So turbulent, wie das Jahr 2000 aufgehört hat, so geht es auch Anfang 2001 weiter. Das neue Jahrtausend ist noch keine Woche alt, da kündigt sich ein musikalischer Paukenschlag an: Britney plane ein gemeinsames Duett mit Pop-Queen Madonna! Doch der Ankündigung folgen keine Taten, das Vorhaben wird - wie so viele davor (und auch danach) - nicht verwirklicht. Zeitgleich verkündet der amerikanische Schuhriese "Skechers", dass man Brit als Werbezugpferd gewonnen hat; die weltweite Werbekampagne dauert bis heute an. Es folgt die erste größere Preisverleihung des Jahres: Bei den American Music Awards am 8. Januar) besticht Brit zwar durch einen mehrfachen Kleiderwechsel, einen Preis bekommt sie an dem Abend allerdings nicht. Dann geht es nach Südamerika, bei "Rock in Rio 3" tritt Brit neben zahlreichen anderen Acts vor 250.000 Fans auf. Und hier gibt es gleich zwei peinliche Missgeschicke: Nicht nur, dass sie von den Brasilianern ausgepfiffen und -gebuht wird, weil sie während ihrer Show die US-Flagge hissen lässt, sie bekommt während einer kurzen Pause auch noch einen Wutausbruch und beschimpfte ihre Crew. Ein Bühnenarbeiter nimmt die gesamte Aktion auf Band auf und stellt den Mitschnitt ins Internet. Spätestens jetzt weiß jeder, der sich den Mitschnitt geladen hat, dass auch Pop-Prinzessinnen mächtig fluchen können. Doch all das ist bereits wenige Wochen später vergessen, als Brit beim Superbowl einen überzeugenden Auftritt hinlegt und der Cola-Gigant "Pepsi" Brit als neue Werbeträgerin vorstellt. Das Engagement von Britney wird mit der Rekordsumme von 95 Millionen Dollar versüßt, zudem sponsert "Pepsi" auch die kommende Tour.
Skandal-Video und Award-Vergaben Wenige Wochen vor der Bekanntgabe ihres Deals mit "Pepsi" ist Brit bereits wieder schwer beschäftigt: In Florida dreht sie Mitte Januar das Video zu ihrer kommenden Single "Don't Let Me Be The Last To Know", der letzten Auskopplung ihres Albums "Oops!...I Did It Again". Clip und Single werden von den Fans mit Spannung erwartet, sind sie doch für ein knappes Jahr das letzte musikalische Lebenszeichen von Britney. Doch die Veröffentlichung des Videos verzögert sich, da die erste Endfassung geändert werden muss, weil einige Szenen für Brits Mutter zu gewagt sind. Der entgültige Clip ist einigen Leuten jedoch noch immer zu offenherzig: zahlreiche Kussszenen und das freizügige und körperbetonte Auftreten der Sängerin bringen dem Video Vergleiche mit Schmuddel-Filmen ein. Möglicherweise ist dieser "Skandal" aber auch nur ein geplanter Schachzug, der den Song kräftig pushen soll. Doch dem Ergebnis nach is die Aktion umsonst: Die deutschen Top 10 werden erstmals nicht geknackt, nach nur einer Woche fliegt der Song sogar aus den Top 20 raus. In den USA erreicht die Single nicht einmal die Top 50. Bei der Vergabe der weltweit größten Musik-Award herrschen gemischte Gefühle: Brit gewinnt zwar den "Echo" als "Beste Internationale Künstlerin", geht aber bei der "Grammy"-Verleihung und den "Brit Awards" jeweils leer aus.
Hollywood und Horror-Meldung Im März beginnen für Britney die Dreharbeiten zu "Crossroads", ihrem ersten Kinofilm. Zwar wird sie neben 'N Sync bereits zuvor im Streifen "Longshots" zu sehen sein, doch der Gastauftritt als Stewardess dauert keine 30 Sekunden. Brits Film sorgt bereits während seiner Entstehung für Schlagzeilen: erst durch eine - später gestrichene - Szene, in der Brit nackt auftreten soll (wobei sie allerdings mit dem Rücken zur Kamera stehen hätte), später durch den mehrfachen Wechsel des Titels. Usprünglich als "Britney Spears Project" bezeichnet, heißt der Film später u.a. "What Are Friends For" und "Not A Girl", um letztendlich den entgültigen Namen "Crossroads" zu bekommen. Im Juni, der Film ist grad im Kasten, erschüttert eine Schreckensnachricht die Fan-Welt: Brit stirbt angeblich bei einem Autounfall in Kalifornien! Entsetzen, Ungläubigkeit, Erleichterung - die Meldung entpuppt ein äußerst makaberer Scherz zweier Radio-Moderatoren aus Texas, die dafür gefeuert werden. Entgültiges Aufatmen als die Pop-Prinzessin wieder auf der Bühne zu sehen ist - wenn auch nur als Moderatorin beim "Wango Tango Festival". Anfang Juli fällt Britney die ehrenvolle Aufgabe zu, das populäre "Pepsi 400 NASCAR"-Rennen zu starten, wobei kritische Stimmen aufkommen, sie sei nur wegen des Deals mit "Pepsi" zum "Grand Marshal" ernannt worden. Wenig später geht es wieder ins Tonstudio, um die Arbeit am kommenden Album zu beenden. Im selben Zeitraum meldet eine deutsche Jugendzeitschrift, dass Brit eine Operation im Gesicht duchführen lies, bei der Nase und Wangenpartien verändert worden seien. Obwohl weder ein Dementi noch eine Bestätigung seitens Brit folgen, halten viele Fans das Gerücht für frei erfunden. Nicht zuletzt deswegen, weil es an wirklichen Beweisen fehlt und es keine derartigen Meldungen außerhalb Deutschlands gibt, schon gar nicht aus den USA. Dort macht Brit wieder musikalisch auf sich aufmerksam: Bei den American Music Awards (6.9.) stellt sie ihre kommende Single "I'm A Slave 4 U" vor, einen Preis gewinnt sie allerdings nicht. Einen Tag später erfüllt sich dann ein Lebenstraum: Britney tritt gemeinsam mit Michael Jackson, dem "King of Pop", bei dessen 30-jährigen Bühnenjubiläum auf. Doch nur ein paar Tage später gerät die scheinbar heile Welt aus den Fugen...
Terror und seine Folgen New York, 11. September 2001: der Tag, den die Amerikaner wohl nie vergessen werden. Islamistische Selbstmordattentäter kapern 4 amerikanische Flugzeuge und benutzen diese als tödliche Werkzeuge eines grausigen Plans: Innerhalb einer Stunde prallen drei der Flieger mit voller Wucht in das World Trade Center und das Pentagon, das Verteidigungsministerium der USA, der vierte stürzt in Pennsylvania ab. Das schwer getroffene WTC stürzt nach einem kurzen Todeskampf in sich zusammen und begräbt über 3000 Menschen unter sich; die WTC-Türme, das Wahrzeichen von New York - nur noch ein qualmender Schuttberg. Amerika ist traumatisiert. Brit erfährt erst verspätet von den dramatischen Vorfällen; die Pop-Prinzessin weilt zu diesem Zeitpunkt im australischen Sydney, wo sie ein TV-Special aufzeichnet. Erleichtert hört sie am Telefon, dass ihr Bruder, der in ihrem New Yorker Apartment wohnt, wohlauf ist. Doch eine schnelle Rückkehr in die USA ist vorerst ausgeschlossen, der Luftraum wurde in der Annahme weiterer Anschläge gesperrt. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich etwas Ablenkung vor Ort zu gönnen. Während am Strand entstandene oben-ohne Fotos die Fans erfreuen, ist "Pepsi" mächtig sauer auf Brit, denn die wird mit einer Flasche "Coca Cola" erwischt. Zurück in den USA nimmt sie mit zahlreichen anderen Stars den Charity-Song "What's Going On" neu auf, dessen Einnahmen an die Hinterbliebenen der Opfer gehen (ursprünglich sollte der Erlös für den Kampf gegen AIDS gespendet werden). Zudem soll auch ein Teil der Einnahmen ihrer anstehenden US-Tour wohltätig genutzt werden.
"Britney" und das neue Image Schon lange vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums betont Britney ständig, dass sie nicht mehr das kleine Mädchen sein will, das sie am Anfang ihrer Karriere war. Mit fast 20 Jahren sei es an der Zeit, das Unschulds-Image abzustreifen und sich ein reiferes zuzulegen. Wie sich ihre musikalische Wandlung anhört, können die Fans ab Oktober berurteilen, als "I'm A Slave 4 U" erscheint. Die Reaktion ist durchwachsen: manche Fans mögen den ungewohnten Stil, andere finden ihn schlicht und einfach grässlich. Zwar gelingt ihr der Direkteinstieg auf Platz 3 der deutschen Charts, doch nach nur einer Woche befindet sich die Single im freien Fall. In den USA ist bereits in den Top 30 Schluss. Nun liegt das Hauptaugenmerk auf dem neuen Album, das Anfang November in die Läden kommt. "Britney", so der schlichte Titel der CD, schießt erwartungsgemäß in die Spitze der Charts, belegt in den USA und Deutschland erneut Platz 1. Doch auch hier ist bereits nach einer Woche Rückzug angesagt. Zwar hält sich das Album momentan noch in den amerikanischen Top 5, doch in Deutschland reicht es nur zu 2 Wochen Top Ten. Besonders schlecht das Abschneiden in Großbritannien, wo "Britney" nur auf Rang 7 einsteigt um eine Woche später gar aus den Top 20 zu stürzen. Zu diesem Zeitpunkt begeistert Britney bereits wieder ihr amerikanisches Publikum mit einer neuen Tour. Weniger erfreulich allerdings die Ankündigung von Jive, einen erneuten Single-Split durchzuführen. Während in den USA "Not A Girl" erscheinen soll (passend zum Start von "Crossroads"), plant man für Europa die Auskopplung von "Overprotected". Für viele Fans, die beide Songs mögen, ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar, zumal die Begründung, in Europa wären Balladen chancenlos, äußerst fragwürdig erscheint. Zwar revidiert Jive diese Entscheidung wieder, doch auch die neue Lösung ist mehr als unbefriedigend, würde sie den deutschen Fans nun "Overprotected" vorenthalten. Bei all der musikalischen Verwirrung geht Brits 20. Geburtstag beinahe unter. Dabei hat dieser einen symbolischen Wert. Denn mit dem Titel "Teen-Queen of Pop" verabschiedet sich wieder ein Stück Vergangenheit...
Britney 2002 Was erwartet uns 2002? Wir Britney im Frühjahr durch Deutschland touren? Wie wird ihr Film in den Kinos laufen? Wird sie weitere Filme drehen? Wird sie weiterhin Pop-Thron-Anwärterin Nummer 1 bleiben? Wie geht es privat mit Justin weiter? Fragen, die sich im kommenden Jahr von selbst beantworten dürften...