Auf Fanøs Südspitze liegt Sønderho mit seinen knapp 300 Häusern und ca. 360 Einwohnern. Das Dorf liegt gut geschützt vor Wind und Wasser hinter den Dünen im Westen und Süden und hinter den grünen Deichen im Norden und Osten.
Der Ursprung der Gemeinde und Kirche Sønderhos geht auf die erste hälfte des 16.Jahrh. zurück. Damals waren die Fischerei und die Landwirtschaft die wichtigsten Einnahmequellen. Erst Mitte des 18.Jahrh. begann man mit dem Schiffbau, der Seefahrt und dem Handel, was den Wohlstand mit sich brachte - eine Entwicklung die sich bis zum Ende der Segelschifffahrt ca. 1900 hielt.
Diese Epoche spiegelt sich deutlich in den Bauten von Sønderho wieder, die überwiegend aus dieser Zeit stammen. Einzelne Häuser sind erst im 20.Jahrhundert erbaut worden.
Karte von Sønderho: http://www.danibo.dk/filer/Kort-Sonderho.pdf
Die Häuser des Dorfes liegen fast alle in Sonnenrichtung oder besser gesagt in Windrichtung - mit den Giebeln in Ost/West, umgeben von kleinen Gärten und offenen Grasflächen. Zwischen den Grundstücken verzweigt sich ein Netz aus schmalen Pfaden und kleinen verschnörkelten Wegen, wie ein Labyrinth.
Die Hauptstrasse des Dorfes, Landevejen, ist im Zuge der Kanalisierung sowie der Umlegung von diversen Leitungsnetzen behutsam renoviert worden. Die traditionellen Fusswege sind entfernt und durch Steinrinnen ersetzt worden, die entweder durch Gras- oder Steinstreifen mit den Häusern verbunden sind. Eine verkehrsberuhigende Massnahme, da man gerne versuchen möchte, den fahrenden Verkehr zu mindern. Besucher und Feriengäste werden daher aufgefordert, die verschiedenen Parkplätze im Ort zu benutzen und das Dorf zu Fuss zu geniessen.

Sønderho wird auch eine Kulturperle genannt mit seinen ca.70 unter Denkmalschutz stehenden Häusern. Die Bauweise in Sønderho ist eigentümlich und die Art und Weise heute noch festgehalten. Es sind auch moderne Häuser im Dorf errichtet worden, aber die traditionellen Fanøhäuser haben immer noch die grösste anziehungskraft. Leider werden mehr und mehr Häuser zu Sommerhäusern, dadurch wied es schwer die Einwohnerzahl aufrecht zu erhalten, so dass das Dorf am Leben erhalten werden kann. Glücklicherweise geschieht es auch umgekehrt, das Leute hierher ziehen um den Frieden und die Ruhe zu geniessen. Die moderne Technologie macht es möglich, dass man sehr gut in Sønderho ansässig sein kann und trotzdem ein Arbeitsleben haben kann, dass sich über die Grenzen der Insel streckt. Mit der letzten Initiative zur Bewahrung eines lebenden Sønderhos, nämlich des Kinderhauses Bakskuld ist es nun auch leichter, hier mit Kindern zu wohnen, da es hervorragende Kinderbetreuung gibt.

SØNDERHO KRO: Dieses Gebäude ist seit 1772 ein königlich privilegierter Gasthof
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FANØ FLIESENSAMMLUNG ist im "Café Nanas Stue" untergebracht. Sie zeigt eine Sammlung von holländischen/friesischen Fliesen, die die Fliesenkultur auf Fanø in den Jahren1650-1910 beschreibt. |
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KROMANNS FISCHRESTAURANT:
1910 wurde es als Postamt des Städtchens erbaut und war bis1937 in Betrieb. Danach war es |
Der Tourismus ist immer noch die Hauptgrundlage für die Existenz der Dorfes und bewirkt, das die Geschäfte, Restaurants, Sparkasse, Post und Bibliothek das ganze Jahr geöffnet haben. Der Ort hat seinen eigenen Pastor mit Wohnsitz in dem schönen Pfarrhaus und der Arzt hat einmal in der Woche Konsultation. Das Dorf hat auch viele tüchtige Handwerker und mit der grossen Konzentration an alten Häusern sowie Sommerhäusern gibt es genug zu tun.


Die GALLIONSFIGUR über diesem Gartentor wurde 1851 in Sønderho am Strand angespült.
Sie stammt von dem 1847 in Quebec gebauten Barkschiff " Lord Palmerstone".
Das Schiff sank im Mittelmeer!

In vielen Fenstern sieht man auch heute noch ein Hundepärchen stehen. Ursprünglich wurden diese Porzellanfiguren von Chinafahrern mitgebracht. Sie halten Ausschau nach ihrem Herrchen und geben mit ihrer Blickrichtung an, ob ihr "Herrchen" im oder ausser Hause ist. In früheren Zeiten wurden billigere Figuren aus England vorallem in den Hafenstädten von den Huren verkauft, da sie offiziell keinen Liebeslohn einfordern durften. Auf diese Weise konnten sie dieses Verbot umgehen und kamen trotzdem zu ihrem Geld. Aus dieser Sichtweise betrachtet, könnte man die Skulptur der "to hunde" beim Fährenplatz, als erstes Prostitutions - Denkmal ansehen....
DIE ALTE RETTUNGSSTATION - gebaut 1887 - steht unter Denkmalschutz und dient heute als Museum. Tafeln illustrieren gefährliche Rettungsaktionen bei Sønderho und erzählen die Geschichte des dänischen Seerettungsdienstes.

Sønderho Brandmuseum - Nord Land 12 - Das Spritzenhaus ist eines der ältesten und
bestbewahrten in Dänemark. Das Museum repräsentiert einen wichtigen Teil der Entwicklung
in der Brandbekämpfung in Dänemark

SØNDERHO MÜHLE. Im Jahre 1761 wurde an dieser Stelle die erste Mühle und der dazugehörige Mühlenhof gebaut. Die heutige Mühle (sie ist die dritte) wurde 1895 errichtet, stellte aber im Sommer 1923 den Betrieb ein. Heute ist sie ein Museum. Im Verlaufe des letzten Jahres wurden das Dach und die Flügel überholt. Am 11.Oktober 2003 wurde sie mit einem Fest eingeweiht.
FANØ KUNSTMUSEUM befindet sich im "Kromanns Hus", welches 1868 als Kaufmannsladen und Fabrik gebaut wurde. Die permanente Sammlung enthält Gemälde von u.a. den Künstlern Exner, Rohde, Drachmann, Wilckens, Dohm, Nøbbe, Agersnap, Heinemann und Hahn. Ausserdem gibt es verschiedene Ausstellungen.
"HANNES HUS" ist ein einzigartiges Museum, das uns einen Eindruck vermittelt, wie eine Seemannsfamilie früher auf Fanø lebte. Es ist ein bescheidenes, aber kein armes Sønderho-Haus, ca. 200 Jahre alt und war bis 1965 bewohnt.

Im HAFEN VON SØNDERHO hat es niemals einen Kai oder auch nur einen Anlegeplatz gegeben. Der Hafen ist eine natürliche Gezeiten-Fahrrinne. Sturmfluten, Flugsand und Eiswinter sorgen für eine ständige Veränderung.

Mitglieder der Sønderho Havn Støtteforening arbeiten an einer Wiedererichtung des Sønderhø Hafens als Naturhafen in der Nordsee.
Die Vereinigung wurde 2008 gegründet und hat heute ca 100 Mitglieder

In den Dünen um Sønderho, wie auch entlang dem ganzen Strand begegnet man immer wieder Bunkern, die aus dem 2.Weltkrieg stammen

"Woll-Lieferanten" auf der Weide bei Sønderho - Gotländische Schafe