Halen
Abendstimmung über Halen

Bienenkästen in der blühenden Heide


Blick von Halen nach Nordby Zeugen der Geschichte -
ein Bild das man rund um die Insel antrifft
Albue Bucht



Albue Fuglekoje

Die Albue Vogelkoje ist in der Hochsasion für Besucher geöffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag jeweils von 13:30 bis 17:00Uhr
Die Idee der Vogelkojen stammt vermutlich aus Japan. Es ist eine im grösseren Stil angelegte Reusse - bestehend aus einem grossen Teich, von dem aus überdeckte Kanäle abgehen - mit der Wildenten gefangen werden sollten. Dieses System wurde während des 16.Jahrhunderts in den Niederlanden weiterentwickelt und verbreitete sich danach in andere Länder. Die Insel Fanø war die einzige Stelle in Dänemark, wo in früheren Zeiten (zwischen 1866-1900) 4 Vogelkojen angelegt wurden. Eine davon ist auch die Albue Fuglekøje.Die Bevölkerung Fanøs war zu der Zeit sehr arm und lebte bescheiden, weshalb diese Einnahmequelle gerne genutzt wurde.Zudem machten die gefangenen Enten nur einen verschwindend kleinen Anteil an den vielen tausenden von Wildenten, die sich im Spätsommer und Herbst im Wattenmeer aufhielten aus. 1931 wurde durch eine Revision des Jagdgesetzes der Gebrauch von Vogelkojen verboten.

In der Albue Fuglekøje wird seit 1952 auf eigene Rechnung von Fanøs Jagdverein Entenzucht betrieben. Es gibt einen festen Bestand von Stockenten, die das ganze Jahr gefüttert werden. Durch finanzieller Hilfe von verschiedenen Seiten, ist der Zaun um die Vogelkoje und den Teich herum erneuert worden und einer der erhalten gebliebenen Fangkanäle ist wieder so hergestellt worden, dass er dem Besucher einen Eindruck davon geben kann, wie einst die Enten gefangen wurden.
Die Vogelkoje erstreckt sich über ein Gebiet von 125 x 125 Meter, in der Mitte befindet sich ein sechskantiger Teich mit einem Durchmesser von 50 Metern. Von den sechs Ecken gehen die 40 Meter langen Pfeifen in einer Krümmung aus, weshalb die Vogelkojen aus der Luft wie eine Galaxie aussieht. Gezähmte Lockenten flogen aufs Wattenmeer hinaus und brachten wilde Enten mit sich auf den Teich zurück. Dort wurden diese mit Futter in einen der sechs mit Netzen überdeckten Kanäle gelockt. Dort wurden sie vom Kojenfänger, der hinter einer Tarnung hervor trat, überrascht und flüchteten, von ihm getrieben immer tiefer hinein, bis sie am Ende in einer Reuse gefangen und getötet wurden. Dieser Jäger hatte einen speziellen "Rauchtopf" bei sich, so dass die Enten seine Fährte nicht bekommen sollten.