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Warum will ich ein Tattoo?
Die Gründe sich tätowieren zu lassen sind vielfältig. Es ist derzeit natürlich chic und in Mode, ein "cooles" Tattoo zu tragen. Man will "dazu" gehören oder man will umgekehrt durch ein Tattoo seine demonstrative Nichtzugehörigkeit zu einer Personengruppe zur Schau stellen.
In anderen Kulturen kommt der Tätowierung auch der rituelle Charakter eines Schrittes auf dem Weg des Erwachsenwerdens hinzu. Tätowierungen sind ein sehr sinnlicher Körperschmuck, der sehr intensiv die Gefühle und das Empfinden seines Trägers ausdrücken und den menschlichen Körper sehr vorteilhaft betonen kann.
Auch eine gewisse erotische Wirkung auf den Partner bzw. sich selbst ist bei Tattoos nicht zu leugnen.
Jedoch muß man sich dessen bewußt sein, daß die Entscheidung für ein Tattoo eine lebenslange ist. Der Schritt, sich ein Tattoo stechen zu lassen, sollte wohl überlegt sein.
Ein Tattoo ist kein Designerpullover, der nach Belieben ausgezogen werden kann. Ein Tattoo-Motiv, das bei einem 20jährigen Skateboarder gut aussieht, kann eine ganz andere Wirkung haben, wenn der Träger eines Tages 70 Jahre alt ist - ein Umstand, dessen man sich bewußt sein sollte. Tattoomotive, die auf momentanen Modeströmungen beruhen, können daher besonders schnell deplaziert wirken.
Also generell Vorsicht vor Band-Logos, aktuellen Juxmotiven u.a. . Namen von Partnern oder gar politische Bekenntnisse sollten besser gar nicht als Tattoomotive in Erwägung gezogen werden, da beides viel schneller wechseln kann, als man es sich in der euphorischen Stimmung, in der solch ein Tattoo-Plan gefaßt wird, vorstellen kann.
Auch der Gruppenzwang innerhalb eines Freundes- oder Bekanntenkreises sollte niemals der einzige Anlaß sein, sich tätowieren zu lassen. Ebenso sollte man sich Zeit mit seinem ersten Tattoo lassen. Es mag sehr cool wirken, mit 16 schon ein erstes Tattoo zu haben, doch es sollte daran gedacht werden, daß der Körper erst sein Längenwachstum abgeschlossen haben sollte, denn sonst wird die Tätowierung durch das Körperwachstum verzerrt (...gibt auch für ein eventuelles späteres Wachstum "in die Breite").
Auch werden sich die Motivvorstellungen sicherlich noch verändern und es ist nicht jedermanns Sache, später mit einem wilden Stilmix tätowiert zu sein. Nebenbeibemerkt hat man in jungen Jahren oft auch sehr enge finanzielle Grenzen für ein Tattoo zu berücksichtigen.
Schade, wenn aus Geldmangel ein Motiv dann viel zu klein ausfällt und somit die optimale optische Wirkung nicht entfalten kann.
- Welche Stelle ist die beste für das Tattoo?
Denke an die gewöhnungsbedürftige Tatsache, das Dich Dein Tattoo für den Rest Deines Lebens begleiten wird. Es kann sein, daß Teile Deines Umfeldes (Beruf, Familie, etc) derzeit nicht die wünschenswerte Toleranz gegenüber Tattoos haben.
Im täglichen Leben können nicht verdeckbare Tattoos dann u.U. zu einer Belastung werden. Auch ist zu bedenken, daß jemand in Berufsleben mit Kundenkontakt sich an das branchenübliche Erscheinungsbild zu halten hat, sofern er sich nicht arbeitsrechtlichen Konsequenzen aussetzen will. Sich als Bankangestellte(r) die Unterarme oder den Hals tätowieren zu lassen, ist auch heute noch gleichbedeutend mit einer Kündigung und auch für öffentliche Respektspersonen - wie z.B. Polizisten sind öffentlich sichtbare Tätowierungen tabu.
Und ein Leben lang entstellt auszusehen und am Rand der Gesellschaft stehen, nur weil man cool sein wollte mit seiner Gesichtstätowierung, ist schlichtweg bescheuert.
Tip: Frage den Tätowierer nach seiner Meinung. Er wird Dich bei der Auswahl der Stelle gerne beraten. Siehe auch Schmerzen.
Bedenkt bitte auch, daß Motiv, Größe der Tätowierung und Plazierung auf dem Körper harmonisch aufeinander abgestimmt sein sollten. Ein kleines, dünnes Armband um den muskulösen Oberarm eines Bodybuilders wirkt sicherlich nicht sonderlich harmonisch.
Ist das Tattoomotiv zu klein gewählt, dann ist der Detailreichtum eingeschränkt und oftmals ist das Motiv für den Betrachter kaum erkennbar, es wirkt dann wie ein dunkler, bunter Klecks oder wie ein "Fliegenschiß".
Oftmals bedauert man schon kurze Zeit später, das Motiv zu klein gewählt zu haben und dann beginnt entweder ein wildes Sammeln von weiteren Motiven - mit der optischen Wirkung von "patchwork" oder ein cover-up (eine Überdeckung) wird nötig.
Tip : ein Tattoo möglichst nicht kleiner wählen als die Größe des Handtellers oder der Handfläche.
Auch ein zu großes Tattoo an der falschen Stelle kann unharmonisch wirken, weil es optisch "erschlägt". Tattoos und intensive Sonneneinstrahlung sind auch ein Problemfall.
Grundsätzlich gilt, daß ein Tattoo (genauer gesagt, die betroffene Hautpartie) unter starker Sonneneinstrahlung leiden wird. Wer seine Tattoos jahrelang intensiver Sonneneinstrahlung und Solarien aussetzt, wird hautbedingte Veränderungen des Tattoos feststellen. Feine Details werden vergehen, feine Schattierungen werden leiden etc.
Daher werden traditionelle Tätowierungen in Gegenden mit starker Sonnenexposition ihres Trägers vernünftigerweise als intensive, monochrome Tribals ausgeführt. Wer also sehr farbige und detailreiche Tätowierungen tragen möchte, sollte sie vor übermäßiger Sonnenexposition schützen.
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Was für ein Motiv soll es denn sein?
Jedes Studio hat Tausende von Vorlagen. Der Tätowierer wird Dir sicher zur Seite stehen bei der Auswahl. Oder geh in die Bibliothek und schau Dir Bücher an. Auch die vielen auf dem Markt befindlichen Tattoo-Zeitschriften halten ein reichhaltiges Angebot bereit. Man kann fast alles stechen, jeder Tätowierer macht gerne etwas Außergewöhnliches und Individuelles. Ihr seit alle individuelle Persönlichkeiten... ob es da ein Ausdruck von Individualität ist, wenn exakt das gleiche Tattoomotiv auf hunderten von Körpern zu sehen ist ?
Viele Tätowierer sind auch gerne bereit, Dir bei dem Entwurf einer individuellen Vorlage zu helfen. Tip: Hör auf den Tätowierer, er weiss es meistens besser als Du, er hat Erfahrung!
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Welches Studio ist das richtige?
Information tut not! Immer!
Lass dich nicht gleich im erstbesten Studio stechen. Informationen über Studios gibt es heutzutage genug.
Nicht alle Tätowierer sind gleich gut, Qualitätsunterschiede gibts immer. Kein Tätowierer ist böse, wenn Du Dich mal umschaust. Frag Ihn nach Fotos seiner Arbeiten, dann siehst Du am besten, was er kann. Wenn ein Studio verdreckt und verqualmt ist und Deine Fragen nur unfreundlich und unwirsch beantwortet werden, solltest Du Dich fragen, ob Du hier im richtigen Studio bist. Tip: Tätowieren ist Vertrauenssache, wenn Du Dich mit dem Tätowierer verstehst, ist das schon die halbe Miete.
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Studio oder Privatwohnung?
Der Unterhalt eines Tattoo-Studios und das Einhalten der Hygienevorschriften kosten Geld, das der Kunde auch mit seinem Tattoo bezahlt. Dafür werden offizielle Tattoostudios aber auch vom Gewerbeaufsichtsamt und Gesundheitsamt kontrolliert.
Tätowierer, die privat in einem "Hinterzimmer" arbeiten sind i.d.R. dieser Überwachung nicht unterworfen. Wer schlechte, unsaubere Arbeit am Kunden leisten will, kann dies leichter im "Hinterzimmer" ausführen.
Aber: es gibt auch sehr gute Tätowierer, die (noch) kein eigenes Studio haben und daher privat bei sich zu Hause arbeiten und die notwendigen Hygienestandards gewährleisten.
Daher gilt: seht Euch Euren Tätowierer genau an und fragt beharrlich nach, wenn Ihr Fragen habt.
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Hygiene?
Lust auf Gelbsucht oder andere Infektionserkrankungen? Nein, sicher nicht ! Keiner hat das!
Auch wenn die Gefahr gering ist, sich irgendwelche Entzündungen zu holen, ist Hygiene das Allerwichtigste beim Tätowieren. Also darf nur bei jedem Kunden mit frischen Nadeln und frisch sterilisiertem Griffstück der Tätowiermaschine gearbeitet werden. Die Farbe darf nur aus kleinen Töpfchen entnommen werden, die nach der Beendigung des Tätowiervorganges weggeworfen werden. Niemals darf diese Farbe wieder in die Flasche zurückgeschüttet werden.
Und das Tragen von Handschuhen sowie das Desinfizieren der betreffenden Hautpartie vor dem Tätowieren muß selbstverständlich sein. Ein seriöser Tätowierer hat Verständnis dafür, wenn Ihr Euch vorher nach den Hygienemaßnahmen erkundigt und wird Euch Eure Fragen beantworten.
Habt Ihr den Eindruck, das diese Fragen lästig sind oder nicht ausreichend beantwortet werden, solltet Ihr umgehend das Studio verlassen und hier auf eine Tätowierung verzichten.
Habt aber bitte Verständniss, wenn der Tätowierer gerade keine Zeit hat oder im Streß ist. Auch er ist nur ein Mensch, dem manchmal seine Arbeit über den Kopf wächst.
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Schmerzen?
Ja, es tut teilweise weh! Nur Möchtegernmachos und Schwätzer versuchen einem immer wieder zu erzählen, das es überhaupt nicht wehtut.
Erstens ist jeder Mensch verschieden in seinem Schmerzempfinden, zweitens ist die Stelle ausschlaggebend für die Schmerzen. Empfindliche Stellen sind die Kniekehlen, Füsse, Hals, Innenarme, um die Brustwarzen, über dem Brustbein, erstaunlicherweise sogar kleine Stellen auf dem Po und generell überall da, wo die Haut dünner ist und dicht auf dem Knochen aufliegt.
Ihr werdet feststellen, das Euer individuelles Schmerzempfinden auch einer Tagesform unterliegt. Das allererste Tattoo wird sicherlich schon vor Aufregung sensitiver empfunden als z.B. das 25igste Tattoo - hier spielt der Gewöhnungsfaktor eine Rolle.
Tip: Schlaft euch aus vor dem Tätowieren, trinkt keinen Alkohol vorher und nehmt keine Drogen. Genauso sollte man keine Medikamente vorher nehmen. Schmerzmittel, als Beispiel sei Aspirin genannt, sind da schlimm, sie verdünnen das Blut und man "blutet wie eine Sau" beim Tätowieren. Versucht, Stress am Tag des Tätowiervorganges zu vermeiden.

Generell gilt, das das Stechen der Umrißlinien stärker empfunden wird als das nachfolgende Schattieren und das Einbringen der Farben. Gleichzeitig wird während des Tätowiervorganges i.d.R. die zu tätowierende Hautfläche nach einigen Minuten unempfindlicher, weil der Körper sich auf den Tätowierprozeß einstellt. Dieser Effekt lässt nach 3-4 Stunden nach.
Nach der Tätowierung stellt sich dann ein gewisses Wärmegefühl wie nach einem leichten Sonnenbrand ein, das nach wenigen Stunden wieder verschwunden ist. Erst bei mehrstündigen Tätowiervorgängen tritt der Effekt auf, das man vor lauter Stillhalten "steif" wird, und dann kann es etwas lästig werden...
Die mentale Einstellung zu einer Tätowierung ist ebenfalls von großer Bedeutung auf das subjektive Schmerzempfinden. Wenn Ihr eine Tätowierung wirklich wollt, werdet Ihr die Schmerzen sehr viel leichter ertragen.

Aber die wichtigste Sache ist die: Lasst euch nicht von der Tatsache abhalten, das es wehtun wird, der Schmerz vergeht und ist innerhalb kürzester Zeit vergessen. Das Tattoo und die Freude daran bleibt Euch für immer erhalten.
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Wie funtioniert eigentlich ein Tattoo?
Zuerst wird die Stelle der Haut rasiert und desinfiziert. Dann wird entweder mit einem Farbstift das zukünftige Motiv auf die Haut skizzie
rt. Oder es wird mit einer Schablone - dem sog. Stencil - das gewünschte Motiv auf die Haut gepaust.
Dannach wird die zu tätowierende Hautpartie i.d.Regel mit Vaseline bestrichen. Anschließend wird die laufende Tätowiermaschine mit der Spitze in das Farbtöpfchen eingetaucht und füllt sich mit Farbe. Jetzt wird mit der laufenden Tätowiermaschine auf der Außenline des zukünftigen Tattoos aufgesetzt und die Linien nachgezogen. Dabei sticht/stechen die Nadel(n) einige zehntel Millimeter tief in die Haut ein und hinterläst die Farbpartikel der Tätowierfarbe in der Haut. Dabei hört Ihr das surrende Geräusch der Tätowiermaschine. Genauso werden anschließend die Farben des Tattoos tätowiert.(Alle Geschichten von mehreren Zentimeter tief einstechenden Nadeln oder von glühend heißen Tätowiernadeln die von einigen unqualifizierten Leuten erzählt werden, sind reine Schauermärchen, die absolut nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben.)
Abschließend wird Euer neues Tattoo gereinigt, desinfiziert und i.d.R mit einer Heilsalbe (z.B. Bepanten o.ä.) eingestrichen und mit einem Folienverband verbunden. Nach ca. 1 Tag wird der Verband entfernt und das Tattoo in den ersten Tagen entsprechend pfleglich nach den Anweisungen Eures Tätowierers behandelt.
Durch die Folienverbände mit Heilsalbe bildet sich heute nur noch eine sehr geringe Kruste - ähnlich einer ganz leichten Schürfverletzung. Dieser Schorf muß abheilen (was ca. 1 Woche dauert) und abfallen. Es kann dabei manchmal etwas Jucken - widersteht bitte dabei der Versuchung, den Schorf anzukratzen, da dies die Abheilung des Tattoos verhindert und zu einer fleckigen Farbwirkung des Tattoos führen kann, die dann durch eine partielle Nachtätowierung "ausgebessert" werden müßte.
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Biotattoos, Temptoos und die ganzen falschen Versprechungen...
Wenn Du glaubst, es gäbe Tätowierungen, die nach 1-3 Jahren wieder weggehen, dann müssen wir Dich leider enttäuschen.
Es ist schon von der Biologie und dem Aufbau der Hautschichten her praktisch unmöglich - auch wenn mit schöner Regelmäßigkeit dieses Märchen der Biotattoos verbreitet wird, der Unwahrheitsgehalt bleibt aber immer der gleiche. Es geht wirklich nicht ! Glaubt es uns !
Aber die sog. "Biotätowierer" verdienen sehr viel Geld damit - daher immer wieder die Geschichten über angebliche Biotattoos.
Um ein guter Tätowierer zu werden braucht man handwerkliches und künstlerisches Talent, eine gründliche Ausbildung und viel Berufserfahrung. Ein Wochenendkurs für Kosmetiker in Sachen sog. "Biotattoos" wird dies niemals ersetzen können - somit wird auch die handwerkliche und künstlerische Qualität mehr als dürftig sein.
Kein Tätowierer, der was auf sich hält, wird sog. Biotattoos anbieten.
Tip: Wenn Du ein Biotattoo angeboten bekommst, frage nach einer schriftlichen Garantie, das dieses Tattoo nach der entsprechenden Zeit wieder verschwindet. Du wirst diese Garantie sicherlich nirgendwo bekommen. Warum wohl ???
Wirklich nur ein einziges Tattoo?
Wir kennen die Situation, das jemand von Euch sagt: "Ich möchte nur ein einziges Tattoo und das reicht mir." In vielen Fällen bleibt es auch dabei.
Aber es gibt auch sehr, sehr viele Tattoofans, die nach ihrem ersten Tattoo noch Lust auf ein zweites Tattoo bekommen.
Der Wunsch nach Symetrie, weil z.B. der andere Arm nun so "nackt" aussieht, oder auch ganz einfach, weil man an dieser wunderschönen Art des Körperschmuckes "Blut geleckt" hat. Oft ist dann zu beobachten, das das zweite Tattoo viel größer wird als das erste Tattoo (man weiß ja jetzt, das die Sache mit den Schmerzen nicht so schlimm ist); dann wirkt das erste Tattoo zu klein gegenüber dem zweiten Tattoo - also könnte man ja noch ein weiteres Stück sich zulegen usw.
Erinnert Ihr Euch an unsere Empfehlung, das Tattoo nicht zu klein zu wählen ? Ein augenzwinkerndes Wort sagt, wer erst einmal sein drittes Tattoo bekommen hat, der hört nie wieder auf (Anm.der Redaktion: Stimmt !... Anm. der Lektorin: Nicht ganz, ich habe nur eines, wenn es fertig ist, wird es allerdings gut einen Meter lang sein ;o) )
Falls Ihr merkt, daß es Euch auch so gehen könntet, oder wenn Ihr sowieso vorhabt, Euch mehere Tätowierungen zuzulegen, so verwendet nach Möglichkeit etwas Zeit auf ein Gesamtkonzept für Eure Tätowierungen, damit Ihr später ein ästhetisches Gesamtkunstwerk "Tattoo" tragen könnt.
Willkürliche Beispiele hierfür sind : Ein keltisches Armband am Oberarm bildet z.B. einen optischen Abschluß, dessen gelungene Erweiterung nicht einfach sein wird. Massive, monochrome Tribals sehen gut aus. Japanische Motive auch; ebenso keltisches Flechtwerk - aber alle Stilrichtungen auf einem einzigen Arm vertreten ? Dies ist natürlich Geschmackssache ob Ihr das mögt - es muß schließlich Euch gefallen.

Natürlich ist das Geschmackssache. Wichtig ist, was Ihr mögt, denn es ist Euer Tattoo und soll Euch möglichst für immer gefallen. Wir wollten Euch hier nur einen Denkanstoß geben, bei Euren Tattooplänen im Auge zu behalten, wie Euer tätowierter Körper als Gesamtkunstwerk wirkt.

 

 

Begriffserklärungen:

Alkohol
Es wird niemand tätowiert,der betrunken ist. Stell dir vor, du wirst nüchtern und entdeckst eine Waschmaschine auf deinem Allerwertesten. Keine nette Vorstellung, oder? Dasselbe gilt auch für Drogen jeglicher Art.

Anzahlung
Der Tätowierer möchte manchmal eine Anzahlung haben, wenn du einen Termin mit ihm gemacht hast. Akzeptiere es. Es ist für den Tätowierer sehr ärgerlich, wenn er eine Schablone oder ein Motiv für Dein Tattoo erstellt hat, und Du erscheinst nicht zum Termin. Ausserdem muß auch er seine Termine planen. Die Höhe der Anzahlung wird sich nach der Größe und Komplexität des ausgewählten Tattoos richten, ist aber auch bei jedem Tattoostudio verschieden.

Asiatische Schriftzeichen
siehe Chinesische Schriftzeichen

Autoklave
Ein Gerät zum Sterilisieren von Tätowiergerätschaften (z.b. Nadeln, Nadelstangen, Griffstücke . . .) und Piercingwerkzeugen. Autoklave ist kein Überbegriff für Sterilisationsgeräte, sondern ein Modell. Aber ihr benützt ja auch alle Tempo-Taschentücher, oder? Der Autoklav arbeitet mit gesättigtem Wasserdampf.

Biotattoo
Angeblich ein Art der Tätowierung, die nach 1 - 5 jahren verschwindet, auch Temptoo genannt. Völliger Blödsinn. Diese Sauereien verblassen vielleicht ein bißchen, verschwinden aber niemals. Temporäre Tattoos sind für temporäre Menschen. Biotattoos sind eine Modeerscheinung für Menschen, die keine Konsequenzen tragen wollen und jedem Modegag hinterherrennen. Frag den Biotattoofritzen, ob er dir eine schriftliche Garantie gibt, daß dieses Tattoo nach 1-5 jahren verschwindet. Weitere Infos gibt es in der Rubrik Berichte.

Blackwork
Blackwork ist das im Tattoobereich, was nicht farbig ist. Logisch, oder?

Blowout
Wird eine Tätowierung nicht gut, bzw. zu tief gestochen, kann es neben Narben auch Blowouts geben. Die Farbe "läuft" in den Hautschichten nach aussen und macht unschöne Schatten rund um die Tätowierung.

Bluter
Werden aus Sicherheitsgründen nicht tätowiert.

Bodysuit
Großflächige, meist den ganzen Körper bedeckende Tätowierung, bei der Hände, Füße und Kopf ausgelassen werden. Vorwiegend in Japan zu finden. "japanischer Anzug", auch "Irezumi" (japanisch für Tätowierung) genannt.

Branding
Aus Metall werden Figuren und Formen gebogen. Diese werden erhitzt und kurz auf die Haut gepresst. Die verbleibende Brandnarbe stellt den gewünschten Schmuck dar. Bitte nicht selbermachen, denn wenn geschlossene Narben gebrandet werden, kann die eingeschlossene Hautfläche absterben.

Celtic
Ein Tätowierstil, welcher auf alter keltischer Bauernmalerei basiert. Weitere Meinungen besagen, das keltische Motive Ihren Ursprung im Norden Europas haben.

Chinesische Schriftzeichen
Sehr beliebt sind immer wieder chinesische, bzw. allgemein asiatische Schriftzeichen. Diese fremde Schriftart übt auf uns immer wieder einen gewissen Reiz aus. Auch asiatische Schriften gibt es in Schreibschrift.. also Schönschrift und in Druckschrift. Wenn man sich ein wirklich schönes und individuelles Zeichen gönnen will, sollte man den nächsten Asiashop ansteuern, nett fragen, dann bekommt man vielleicht ein Schriftzeichen gemalt. Dieses ist dann wirklich was besonderes. Diese Methode hat sich übrigens schon oft bewährt.

Cover-up
Cover-up ist das Überstechen einer älteren Tätowierung. Dies ist nicht ganz einfach, da die alte Tätowierung meist in das neue Tattoo mit ihrer Form "eingebaut" werden muß. Das neue Tattoo ist meist dunkler als das darunterliegende, da man eine dunkle Farbe nur ungenügend mit einer helleren Farbe überstechen kann. Nicht alle Tätowierer machen Cover-up, einige machen dies als Spezialität. Frag einfach nach.

Das erste Mal
Wer das erste Mal ein Tattoostudio betritt, ist meist unsicher, eventuell sehr nervös. Ist nicht notwendig! Ein Tätowierer ist auch nur ein Mensch, frag einfach, was Du wissen willst, wenn es Dir nicht gefällt, geh halt wieder. Fühl Dich nicht verpflichtet, Dich gleich beim ersten Studio stechen zu lassen. Wenn du ein Auto kaufst, tust du das ja auch nicht beim erstbesten Händler.

Dermabrassion
Abschleifen der Haut, um Tattoos zu entfernen.

Diabetiker
Sollten vorher mit Ihrem Arzt sprechen.

Drogen
siehe Alkohol

Einweghandschuhe
Der Tätowierer wird für jeden Kunden ein neues Paar Einweghandschuhe anziehen. Sogar, wenn er nur mal kurz ans Telefon geht, wird er danach ein neues Paar verwenden. Einweghandschuhe schützen vor Infektionen, und zwar den Tätowierer und den Kunden. Sollte ein Tätowierer keine Handschuhe anhaben oder diese nicht gegen Neue austauschen, verlang dein Geld zurück und geh! Im Zweifelsfall den Laden anzünden :-)

Einwegkanüle
Wird beim Piercing zum Durchstossen der zu piercenden Stellen verwendet. Wie der Name bereits sagt, sollte diese nur ein Mal verwendet werden. Auch Braunnüle genannt. Sie ist steril verpackt und wird z. B. auch beim Blutspenden verwendet.

Farben
Es werden verschiedene Farben verwendet. Sie werden meist auf organischer Basis hergestellt und in Pulverform oder fertig angemischt geliefert. Die Farbstärke wird mit der Mischung mit Isopropanol (alk !!) gesteuert. Manche Farben (z. B. grau) werden auch mit destilliertem Wasser gemischt.

Farbkappen
Ein kleiner Behälter, in dem der Tätowierer die Farben einfüllt. Die Farbkappen müssen nach jedem Kunden entsorgt werden. Für jeden Kunden müssen neue Farbkappen verwendet werden. Auch das gehört zur Hygiene.

Flash
siehe Motive

Flatt
Flatt (auch Flat geschrieben) nennt man die aneinandergelöteten flach oder in Schichten angeordneten Nadeln. Wird auch "Kamm" genannt.

Freehand
Im Freehand-Stil wird ein Tattoo ohne Schablone oder teilweise auch ohne "Vorzeichnen" der Konturen tätowiert. Ist selten.

Geld
siehe Preis.

Gold
auch Gold wird gerne als Material für Piercingschmuck verwendet. Nicht als Erstschmuck geeignet.

Gold, Farbe
Gold ist beim Tätowieren nur sehr schwer darzustellen. Kann nur als Schatten-Licht-Darstellung erzeugt werden.

Henna
siehe Mehndi

Holzspatel
Mit dem Holzspatel wird Creme oder Vaseline aufgetragen. Dabei muss die Hygiene beachtet werden. Wahlweise wird auch der Finger verwendet... wiederum niemals ohne Handschuhe.

Hygiene
ist extrem wichtig.

Implantation
Die Haut wird aufgeschnitten und Figuren und Formen aus Stahl unter der Haut implantiert. Scharfkantiges ist tabu.

Implantatstahl
Dieser Stahl wird z. B. für Piercingschmuck verwendet. Er ist absolut hautverträglich und enthält keine allergiefördernde Stoffe wie z. B. Nickel, auch Chirurgenstahl genannt. Es wird auch gerne Titan verwendet.

Irezumi
Umstrittenes Wort. Die Übersetzung aus dem Japanischen bedeutet eigentlich "Tätowierung". Wir verstehen unter einem "Irezumi" eine Tätowierung des ganzen Körpers im japanischen Stil. Leider wird der Ausdruck "Irezumi" oft mit der Yakuza in Verbindung gebracht, da sich in Japan oft Mitglieder dieser Verbindung tätowieren lassen. Siehe auch Bodysuit

Jungfrau
Als Tattoo-Jungfrau wird jemand bezeichnet, der sich zum ersten Mal tätowieren lässt.

Kosmetiker
sollten bei ihren Job bleiben. Wer Biotattoos anbietet und die Menschen wissentlich anlügt, sollte sich mal überlegen, ob er das Recht hat, überhaupt noch zu arbeiten. Warum wohl brauchen Tätowierer mehrere Jahre zur Perfektionierung ihrer Kunst, wenn sich manche Kosmetiker einbilden, das Tätowieren in einem 3 wöchigen Kurs lernen zu können. Nichts gegen Kosmetiker, aber: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten".

Laserentfernung
Wer sich eine Tätowierung einmal entfernen lassen will, kommt um die Laserentfernung nicht herum. Infos auch unter http://www.laserklinik.de .

Lob
kostet nix und freut auch einen Tätowierer, wenn die Arbeit gut ist.

Löten
Der Tätowierer lötet die Nadeln an die Nadelstange. Es werden verschiedene Nadelstangen angefertigt, die bis zu mehr als 16 Nadeln enthalten können. Weniger Nadeln werden für Konturen (Outlines) verwendet, mehrere Nadeln für Schattierungen und zum Ausfüllen von Flächen. Diese Gruppen von Nadeln nennt man Flatt oder "Kamm".

Maschine
siehe Tätowiermaschine

Mehndi
Die indische Kunst der Hennabemalung. Geht nach ca. 2-3 Wochen wieder weg.

Moko
Traditionelle Gesichtstätowierung der neuseeländischen Ureinwohner (Maori). Vor der Unterdrückung der Ureinwohner als Symbol des Familienstandes und der Stellung im Stammesverbund entstanden. Heute in Neuseeland bei den Maoris im Zuge der Widerstandsbewegung wieder stark vertreten.

Motive
Jedes Tätowierstudio hat Tätowiermotive zur Auswahl. Die Anzahl der Tätowiermotive kann in die Zehntausende gehen. Leider gibt es Deppen, die Motive klauen. Nix Schlimmeres übrigens für einen Tätowierer, als ein Kunde, der sich überhaupt keine Gedanken vor dem Gang ins Studio gemacht hat. Wenn du schon bestimmte Vorstellungen hast, frag den Tätowierer einfach! (Auch Flash oder Vorlage genannt).

Nachpflege, Nachbehandlung
siehe Pflege

Nadeln
Die Tätowiernadeln sind aus Edelstahl (Nierosta oder V2A) und werden von Lieferanten fertig an den Tätowierer geliefert. Sie werden nach jedem Tattoovorgang entweder sterilisiert oder meistens ausgewechselt, da sie nach dem Tätowieren teilweise stumpf sind. Manche Tätowierer schleifen ihre Nadeln auch selbst.

Nadelstange
An der Nadelstange sind die Nadeln angelötet. Die Nadelstange ist aus Stahl und wird in die Tätowiermaschine eingehängt. Sie wird von der Spitze der Tattoomaschine geführt, welche am Griffstück angebracht ist. Auch die Nadelstange muss sterilisiert werden.

Netzteil
Die Tätowiermaschine wird an einem Netzteil betrieben. 12 Volt, ca. 1,5 bis 3,0 Ampere.

Newsgroups
Es gibt 2 Newsgroups (Usenet) im Internet. Die englischsprachige Newsgroup rec.art.bodyart und die deutschsprachige Newsgroup de.rec.bodyart . Nähere Informationen gibt es in den Infoseiten dieser Newsgroup.

Ohrlochpistole
Diese Geräte wurden bis vor einigen Jahren nur zum Schießen von Löchern in Ohrläppchen verwendet. Sie können jedoch nicht sterilisiert, sondern nur desinfiziert werden, was zudem oft ebenfalls unterlassen wird. Daher können durch sie Infektionen übertragen werden, z.B. Hepatitis. Inzwischen werden sie oft auch für andere Piercings benutzt, überwiegend im Nasenflügel (Nostril) und im Ohrknorpel. Besonders für Knorpel sind sie ungeeignet, da sie ihn zertrümmern und so erhebliche Probleme bei der Heilung auftreten können. Auch in anderen Körperregionen, z.B. an den Brustwarzen und im Intimbereich sollten sie auf gar keinen Fall benutzt werden.

Oldstyle
Der wiederkehrende Stil der Großväter der Tätowierkunst. Fette Outlines, kräftige Farben und traditionelle Motive. Brennende Herzen und Herz mit Dolch und Schlange seien als Beispiel genannt.

Outlines
So werden die Aussenlinien der Tätowierungen genannt. Die Outlines werden als erstes gestochen, um dem Tattoo eine Begrenzung zu geben.

Pflege
Wenn ein Tattoo oder ein Piercing vollendet ist, ist es lange noch nicht fertig. Jeder Piercer oder Tätowierer gibt nach Fertigstellung seiner Arbeit einen Handzettel aus, welcher über die Pflege und Nachbehandlung des Piercings oder des Tattoos informiert. Im eigenen Interesse sollte man sich daran halten, denn die Qualität des Tattoos hängt sehr von dessen Nachbehandlung ab.

Platin
Sehr schöner Piercingschmuck. Sehr schwer, sieht aus wie Implantatstahl mit eigenem schönen Glanz, ist aber wesentlich teurer.

Preis
Der Preis sollte niemals eine übergeordnete Rolle spielen. Es gibt teure Tätowierer, die sind mies, es gibt Spitzentätowierer, die recht zivile Preise haben. Man gibt in seinem Leben so viel Geld für Schrott aus, da sollte man für etwas, das sicherlich länger hält als alles andere, ein Tattoo, auch ein bißchen Geld übrig haben.

Rasieren
Beim Tätowieren oder Piercen werden die betroffenen Hautstellen rasiert, um eine Infektion zu vermeiden.

Scarification
Schneiden von Narben in die Haut. Mit einem Skalpell werden Muster in die Haut geschnitten. Die Narben stellen den beabsichtigten Schmuck dar. Um die Narbenausbildung zu verstärken wird oft nachgeschnitten oder der Schorf abgekratzt.

Schablone
Die Schablone erstellt der Tätowierer, nachdem das Motiv vom Kunden ausgewählt wurde. Er zeichnet das Motiv spiegelverkehrt auf ein Spezialpapier. Die zu tätowierende Stelle wird mit einem Fett- oder Deostift eingerieben, das Papier aufgedrückt. Dann sind die Konturen des entstehenden Tattoos auf der Haut abgebildet und bildet somit die "Vorzeichnung" für das Tattoo. Ist ´ne Menge Arbeit, deswegen wollen viele Tätowierer nach der Terminabsprache eine Anzahlung.

Schmerzen
Ja, es tut weh! Die Scherzintensität hängt auch von der Stelle ab, auf welcher tätowiert wird. Man sollte die Stelle, welche man für das Tattoo ausgewählt hat, aber nicht nach einer Schmerzskala auswählen. Schmerzen gehen weg, Tattoos und die Freude daran bleiben. Außerdem empfindet jeder Mensch den Schmerz anders, deswegen ist eine pauschale Antwort nicht möglich. Die Erfahrung zeigt, das der Schmerz nach dem Tätowiervorgang sehr schnell vorbei und vergessen ist.

Schorf
Etwas völlig normales in der Abheilphase des Tattoos. Der Schorf sollte niemals abgekratzt werden. Dies kann zu Narbenbildung oder zum Ausbrechen von Farbpartikeln führen. Also, wenn sich Schorf bildet... Finger weg.

Seifenwasser
Mit Seifenwasser werden während des Tätowierens immer wieder die betroffenen Hautstellen gereinigt. Dazu wird meist auch destilliertes Wasser oder Vaseline verwendet.

Silber
Silber sollte niemals als Piercingschmuck eingesetzt werden. Silber läuft an und wird in den meisten Fällen zu Infektionen oder Entzündungen führen. Verwendet lieber Gold, Platin, Implantatstahl oder Titan.

Sonne
Sonneneinstrahlung ist Gift für jedes Tattoo. Das Tattoo kann ausbleichen, Farben werden blass und verschwinden im Extremfall. Gilt auch für Solarium.

Sterilisator
Um eine absolute Keimfreiheit zu gewährleisten, müssen Geräte, die direkt mit der Haut in Berührung kommen, sterilisiert werden. Ein Sterilisator arbeitet mit Heissluft unter Druck..

Stichtiefe
Die Stichtiefe einer Tätowierung liegt ja nach Art und Zweck der Tätowierung zwischen 0,5 und 1,5 Millimeter. Wird zu tief gestochen, bilden sich Narben oder bläuliche Schatten ("blow out").

Tattooentfernung
Verschiedenste Arten der Tattooentfernung sind im Laufe der Jahre aufgekommen. Als die zuverlässigste Methode hat sich die Lasertherapie herausgestellt.

Temptoos
Derselbe Blödsinn wie Biotattoos

Titan
Was in der Raumfahrt gut ist, kann für die Nippel nicht schlecht sein :-). Dieser Werkstoff wird neben Implantatstahl gerne für Piercingschmuck verwendet (Ersteinsatz).

Tribal
Geschwungene netzartige Symbolzeichen. Herkunft sind vermutlich Stammeszeichen aus dem afrikanischen Bereich oder Runenzeichen. Tücher werden zum Reinigen der Haut und zum Abwischen des Bluts verwendet. Sie sollten möglichst fusselfrei sein, z. B. Zewa (Schleichwerbung, aber mein Tätowierer meint, Bounty wäre besser....) oder etwas aus dieser Ecke. Sie werden meist vor dem Tätowieren abgerissen und stehen auf einer gereinigten, desinfizierten Arbeitsfläche zur Verfügung.

Tätowiermaschine
Tätowiermaschine, das Handwerkszeug der Tätowierer. Mit einer Geschwindigkeit von 800 bis max. 2400 Stichen pro Minute wird Farbe in die Haut gestochen. Die Geschwindigkeit ist einstellbar am Netzteil, von welchem die Tätowiermaschine mit Strom versorgt wird. Die Geschwindigkeit variiert je nach Art der Behandlung, bzw. des Tätowierstils.

Ultraschall
Die Erstreinigung der Tätowier- oder Piercinggeräte wird mit einem Ultraschallreinigungsgerät durchgeführt. In einer Flüssigkeit werden hohe Schwingungen erzeugt, durch diese Schwingungen entstehen in der Flüssigkeit Bläschen. Diese platzen beim Auftreffen auf das zu reinigende Material und lösen so Schmutzpartikel von den Geräten.

Vaseline
Vaseline wird während des Tätowierens auf die Haut geschmiert, um sie geschmeidig zu halten. Die Nadeln laufen besser über die Haut. Auch nach dem Tätowieren wird die Haut mit Vaseline oder Creme behandelt.

Volljährigkeit
Man muss volljährig sein, um sich tätowieren zu lassen. Der Tätowierer macht sich strafbar, wenn er Personen unter 18 Jahren tätowiert, es sei denn, die Erziehungsberechtigten sind dabei, dann gilt im allgemeinen das Alter von 16 Jahren. Ein schriftliches Einverständnis zählt nicht, wer weiß schon, wer unterschrieben hat.

Vorlagen
siehe Motive

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