12.Mai
2010

Ich wurde am 13. März 1965 im schönen Hannover geboren. Dort verlebte ich auch meine Kindheit und den größten Teil meiner Jugend.
Da ich als Kind häufig kränkelte und nicht selten das Krankenhaus besuchen musste, fühlte ich mich immer etwas zurückgesetzt. Ich glaube bereits hier entwickelte sich meine dominante Ader. Ich wollte es allen eben zeigen, daß ich genau so gut wie sie waren und möglichst noch besser. Ich versuchte möglichst harte Sportarten zu machen und entwickelte auch in der Schule einen gewissen Ehrgeiz. Allerdings sortierte ich schon damals nach für mich wichtig und unwichtig. So war ich in Deutsch, Geschichte und Sozialkunde meistens sehr gut, während naturwissenschaftliche Fächer mich z. B. kalt liessen - natürlich mit dem entsprechenden Ergebnis.
Mein Vater achtete darüber hinaus, daß meine Allgemeinbildung nicht zu kurz kam. Etwas wofür ich ihm dankbar bin, auch wenn es zu spät ist, ihm das zu sagen.
Mit 17 (ich lebte bereits in Frankfurt/Main) entdeckte ich meine sexuelle Neigung für S/M. Und natürlich auch ausgerechnet mit einem Heterofilm. Ein wenig bereitete es mir Unbehagen, wusste ich doch noch nicht, daß es viele von uns gibt.
Etwa 1 Jahr später entdeckte ich, daß Sex mir wohl nur mit Männern Spaß macht, obwohl ich nie etwas mit einer Frau hatte. Aber die Sache war klar und nicht weiter problematisch. Zwar kam ich aus einem Elternhaus wo nie über Sex geredet wurde, aber wo Toleranz (besonders auch gegenüber Minderheiten) groß geschrieben wurde. Also versuchte ich mich erst einmal am 08/15 Männersex. Und ich habe wenig ausgelassen.
Mit 21 lernte ich Hans-Joachim kennen. Eigentlich nicht mein Typ und eigentlich viel zu alt (er war 43) dachte ich damals. Aber er war sehr devot und das was man wohl den perfekten Sklaven nennt. Und das reizte mich irgendwie. Seine Unterwürfigkeit, seine Leidensfähigkeit, etc. und er stellte mir in Aussicht ihn auf alle Arten zu benutzen, zu experimentieren, etc. Ich stimmt zu. Wollte 2-3 Monte ihn quasi als Versuchsobjekt zu benutzen. Es wurden fast 2 Jahre.
Nachdem ich ihn bei einem anderen Meister untergebracht hatte, lernte ich einige Monate und ein paar one-night-stands später Micha kennen. Micha hatte nicht diese grundsätzliche Devotheit. Aber Micha war schmerzgeil und ein guter Masochist. Er war drei Jahre jünger als ich und sah auch noch super aus. Wir hatten eine tolle Zeit. Leider musste Micha nach der Ausbildung zur Bundeswehr und die schickten ihn ganz weit in den Norden.
Also suchte ich auch für ihn einen neuen Meister und fand ihn. Damit war die erste große Liebe weg. Ja, Liebe gibt es auch bei S/M. Eigentlich ist für mich S/M die höchste Form von Liebe, denn sie erfordert vom passivem Partner absolutes Vertrauen und vom Aktiven ein hohes Maß an Verantwortung.
Als nächstes kam eine "Blümchen Sex" Liebe. Matthias. Wir waren fast 5 Jahre zusammen, bis er mich in einer Situation wo ich ihn gebraucht hätte sitzen lies. Na ja, vielleicht war es auch gut so. Danach kam ich ausschließlich zum S/M zurück. Es folgten einige (nette) Affären, aber nichts bleibendes, wobei ich sicher auch eine besondere Chance verpasst habe. 1993 traf ich Michael aus Bielefeld. Er war wohl der perfekte Partner. Später erfuhr ich, dass er nach München gezogen sein soll. Ich habe ihn aber (trotz Suche) nicht gefunden und nie wieder etwas von ihm gehört. Vielleicht sollte es nicht sein.
Im Dezember 1999 trat dann John in mein Leben. Obwohl vom Äußeren das Wort süß eigentlich nicht passt, war er es. Sein Lächeln, seine Stimme haben mich irgendwie umgehauen. Aber John war auch sehr kompliziert. Er war nie mit sich und der Welt ganz zufrieden. Wir stritten uns, trennten uns, fanden wieder zusammen. Nach ca. einem 1,5 Jahren machte ich dann endgültig Schluß und ich habe auch danach 1 Jahr nichts mehr von John gehört, obwohl er nur ein paar Kilometer entfernt wohnt. Jetzt haben wir wieder regelmäßig einen lockeren, freundschaftlichen Kontakt.
Mit dem Escortbereich, also der Arbeit als Callboy habe ich erst nebenberuflich und 1999 dann hauptberuflich angefangen. Und wenn auch manchmal einige Telefonwichser einen nerven, so habe ich den Entschluß nie wirklich bereut, im Gegenteil manchmal denke ich mein Leben wäre sicher angenehmer und besser verlaufen wenn ich mindestens 5 bis 8 Jahre früher angefangen hätte. Schließlich habe ich dadurch eine Menge netter Leute kennen gelernt und bin viel herumgekommen. Neben wohl allen Regionen Deutschlands, Österreichs, und der Schweiz bin ich regelmäig in Luxemburg, Amsterdam und Lichtenstein, gewesen, war in Tokio (Japan), jeweils eine Woche in Venedig (Italien), der Toskana und auf Malta, ein Wochenende wurde ich nach New York gebucht sowie einige Tage nach Toronto + Montreal (Kanada), nach Texas, L.A, San Franzisko und New Mexico. Demnächst stehen noch Spanien, Italien, Westafrika, evtl. Asien und erneut Malta, New York, Texas, Großbritanien und Kanada auf meinem Reiseplan.
Ich benutze auch nicht das Wort Kunde, denn damit wird die wohl schönste Sache der Welt zu einer Art beliebigen Ware. Und das ist sie nicht. Ich spreche lieber von Gästen und Gastgebern, denn jeder Mann soll das Gefühl haben er wäre mit einem Freund oder guten Bekannten zusammen. Manchmal spreche ich auch von Klienten. Schließlich erfahre ich teilweise auch intimste Dinge bei meinen Terminen. Und absolute Diskretion ist für mich selbstverständlich.
Privat bevorzuge ich überwiegend den härteren S/M Sex. Bei meiner Tätigkeit als Gayescort habe ich aber neben dem harten und handfesten Sex oft auch Softsex oder wie die Amerikaner sagen würden Vanillia" Sex, was mir auch viel Spaß bereitet. Das geilste sind aber gemischte" Tage, an denen ich einen Typ so richtig fertig mache und er dann als Dank meine Füße leckt oder meinen Rücken und/oder die Füße oder eben den ganzen Körper massiert, oder wenn man erst mit einem Typen Softsex hat und dann am selben Tag später einen anderen Typen s/m-mäßig behandelt. Das sind die wirklich geilen Tage.
Mittlerweile bin ich wieder allein, vielleicht finde ich irgendwann den Richtigen. Passiv + devot sollte er sein und ein zuverlässiger Partner in guten und in schlechten Zeiten, beziehungsfähig und daran interessiert kurzfristig zusammenzuziehen.
Ich treibe ganz gerne etwas Sport (Fitness), esse gerne und genieße hin und wieder eine gute Zigarre (besonders Dominikanische und Havannas), bin gerne mit Freunden zusammen und das Wichtigste:
Ich liebe Sex
wobei ich heute glaube, daß jeder Mann (unabhängig von Alter und Aussehen) etwas interessantes hat.
Mein Motto: Gute Kerle kommen in den Himmel böse überall hin.
In letzter Zeit nerven ein wenig die Wichser die vermehrt auftreten, der größere Stress und die Unzuverlässigkeiten mancher Typen. Dennoch macht mir die Tätigkeit als Escortmaster + Callboy immer noch Spaß.
ENDE
- wird demnächst fortgesetzt -
Ingo
Postfach 800280
D-65902 Frankfurt/Main
Deutschland