
- Hallo Baum!

Hallo Baum!
(1996 )
Du stehst nicht mehr vor meiner Tür;
Geborgenheit fand ich bei dir.
In dieser Stadt voller Beton
hat man dich längst vergessen schon.
Man nahm dir deinen Lebensraum,
um noch mehr Häuser aufzubau'n,
Was wird am Ende davon bleiben,
wenn wir es weiterhin so treiben?
Durch schlechte Luft sinkt uns der Mut,
denn viele leiden an Atemnot.
Bei and'ren sind es Depressionen,
oft auch sehr starke Aggressionen.
Die Folge ist Zerstörungswut,
vor lauter Frust am Lebensmut.
Dabei weiß keiner mal warum
er führt sein Handeln aus so dumm.
Nur wenige, die seh'n die Schande,
entspannen aus mal auf dem Lande,
wo die Natur noch hat gesiegt
und Bäume steh'n in Reih' und Glied.
Wenn man im Wald tief atmet ein,
tut's gut, die Luft ist hier noch rein.
Man kann die Seele noch kurieren,
nur in der Stadt würde man frieren.
Das Grün der Bäume beruhigt den Kopf
und wirft alle Sorgen aus dem Topf.
Die Stille gleicht einem ewigen Frieden,
der in der Stadt wird oft leider gemieden.
Doch gebe ich die Hoffnung nicht auf,
denn manche Menschen kommen nun d'rauf,
mehr Grün schafft weniger Aggressionen,
d'rum planen sie natürliches Wohnen.
Wirst du auch nicht mehr leben hier,
dein Freund wächst sicher bald vor meiner Tür.
Vielleicht kann es noch etwas dauern,
doch werde ich auf den Tag lauern,
wenn seine Wurzeln sind eingegraben
und der Wind ihm sanft hilft, seine Blätter zu tragen.
Selbstverständlich kann es dann sein,
dass er noch jung ist und sehr klein.
Ich seh' ihm zu, will er dann wachsen,
während seine Äste machen Faxen.
Mein schönster Anblick aber wär',
nahte er dem Himmel immer mehr.
Voller Lebenskraft wird er strotzen
und mit seinen Armen protzen,
die sich im Winde werden wiegen,
wenn im Herbst die Blätter nieder fliegen,
um Wärme auf all die zu legen,
die Schutzsuche darunter pflegen.
Er aber kennt dann kein Erfrieren,
auch wenn er musste sein Kleid verlieren.
Und wirkt er auch sehr einsam und kahl,
wachsen ihm im Frühling mit einem Mal
junge und blühende neue Triebe,
die er zärtlich umsorgt mit seiner Liebe.
***
Sternenklarer Himmel
erhellt die Dunkelheit,
fern scheint des Mondes Sichel
im universellen Kleid.
Das Licht wirft seine Schatten,
durchdringt die schwarze Nacht,
formt geisterhaft Gestalten
aus Baum und Strauch gemacht.
Unheimliche Stille
herrscht in der Schattenwelt,
drohende Geräusche,
was so manchen quält.
Gespenstisch leises Leben
hält selbst die Nacht bereit,
flatterhafte Wesen
lieben die Düsterheit.
***
Das malerische Paradies
(03-04-15)
Es präsentiert sein helles Blau
das himmlische Reich über mir,
kleine Wolken schweben in reinem Weiß,
sie ziehen wohl zu dir.
Wellen scheinen auszuruh’n,
sie schlagen nur ganz sanft ihr Lied,
die ansonsten so stürmische See
heut’ in blauem Kleid schlafend liegt.
Die Sonne wärmt mit ihren Strahlen,
sie schillern nieder auf das Meer,
so als wollten sie damit prahlen,
vor ihnen zu flüchten, sei viel zu schwer.
Am Horizont ist Land in Sicht,
Bäume verdichten sich dort,
ein Segelboot verwundert mich,
wer wohnt wohl im paradiesischen Ort?
***
Wunderschöne Nacht,
Sterne am Himmel stehen.
Sie laden dazu ein,
sie immerzu nur anzusehen.
strahlst uns alle an.
Zeigst du dich auch kühl,
dein Schein doch Wärme geben kann.
Du hilfst uns durch die Nacht,
erhellst sie für kurze Zeit,
besonders schön für die,
die verliebt und heut’ zu zweit.
***