DER THEOLOGE
Nr. 23
Deutschland: Staat und Kirche sind nicht wirklich getrennt
Lug und Trug und pure Heuchelei
Wie lange müssen wir das noch ertragen?
Für Sie gelesen und für gut befunden!
Eine Seite für Richter und Staatsanwälte und die, die sich noch profilieren müssen.
Das Staatsross
und sein kirchlicher Reiter
Staat und Kirche sind in Deutschland nicht wirklich getrennt. Die Kirche kann mit einem Reiter verglichen werden, der auf dem Ross, dem Staat sitzt, und diesen lenkt. Nahezu alle einflussreichen Politiker und die, die sonst noch etwas zu sagen haben, fallen vor der Kirche auf die Knie und bringen als Geschenke ganze Säcke voller Euro aus den Staatseinnahmen mit. So wird die Kirche z. B. trotz knapper Kassen pro Jahr mit ca. 14 Milliarden Euro aus den allgemeinen Steuermitteln subventioniert, soziale Subventionen (noch einmal ca. 10 Milliarden jährlich) noch gar nicht mitgerechnet (vgl. www.stop-kirchensubventionen.de). Bischofsgehälter, Priesterausbildung, konfessioneller Religionsunterricht und vieles mehr zahlt in Deutschland der Staat, der die Kirchen bereichert und die Arbeiterpriester verurteilt. Und die reiche Kirche (Vermögen lt. Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, Aschaffenburg 2002, ca. 500 Milliarden Euro) ist zudem von allen Steuern befreit. Da die Lobby der Kirche nahezu in jeder politischen Gemeinde oder Stadt die Mehrheit hat, werden zudem auf diese Weise kaum mehr vorstellbare Leistungen an die Kirchen erbracht. Doch der deutsche Staat-und-Kirche-Verbund ist nicht nur in finanzieller Hinsicht eine Goldgrube für die Großkirchen. Die Politiker sind mehrheitlich auch auf anderen Gebieten Gehilfen der katholischen und der evangelischen Kirche und fangen sofort an zu "laufen", wenn der Bischof oder seine Beauftragten anrufen. Vor allem bei der modernen Inquisition, der grundgesetzwidrigen Bekämpfung religiöser Minderheiten, lassen sich der Staat und seine Vertreter (auch in vielen Behörden) immer wieder von der Kirche für deren Zwecke einspannen.
Nachfolgend eine Zusammenstellung von Kurzmeldungen aus der Rubrik Der Theologe aktuell, ergänzt um einige weitere Informationen ...
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"Deutschland muss einmal das Schwert der römisch katholischen Kirche werden" (Papst Leo XIII. im Jahr 1888 zu Kaiser Wilhelm II. in Rom - zit. nach Walter Löhde, "Das päpstliche Rom und das deutsche Reich") |
60 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Kirchliche Mitverantwortung ignoriert
Philipp Melanchthon war kein Vorläufer der Gewissensfreiheit - im Gegenteil
Kirchliche Diskriminierung der Zeugen Jehovas - Oberverwaltungsgericht Berlin macht nicht mit
Von Präsident George W. Bush bis Islamischer Dschihad: Alle huldigen dem Papst
Die Vertreter der Demokratien lagen einträchtig zu Füßen der Diktatur des Heiligen Stuhls
Regierung und Volk - Spart Euch die Kirche: Überfüllte Veranstaltung in Erfurt
Aussteiger suchen unabhängigen Politiker: Wer fällt nicht vor den Kirchen auf die Knie?
Würgegriff für das Volk wird immer fester, Reiche und Privilegierte bekommen immer mehr
Religionsunfreiheit in Deutschland
"Kluge Bayern" überwiegend ewig verdammt - trotz zwischenzeitlichem vollständigen Ablass
Sparen Sie sich die Kirche: Veranstaltung zum Weltjugendtag in Köln
Kanzlerkandidatin Angela Merkel: Papst sei für viele die Erfüllung der religiösen Sehnsucht
Buddha-Statue auf dem Piz Badile als Protest gegen Gipfel-Kruzifixe
Kirchliche Medienlobby contra Esoterik-Sender - Wer protestiert gegen kirchliche Verführung?
Evangelische Inquisition: Steht die SPD-Politikerin Carla Bregenzer noch auf dem Boden des Grundgesetzes?
Kindererziehung: Staat liefert sich noch mehr den ewig verdammenden Kirchen aus
Aktueller Bundestag: Der Reiter auf dem Ross
"Schlimmste Steuererhöhung aller Zeiten für die Bürger" - nur Milliardengeschenke für Kirchen bleiben
Nahost: Kriegsstimmung in der evangelischen Kirche
Keine öffentliche Meinungsfreiheit in Gegenwart des Papstes - Vorgeschmack auf Polizeistaat?
Ministerpräsident Edmund Stoiber: "Symbiose" von Staat und Kirche. Besser wäre: "Parasitäres Verhältnis"
Über eine halbe Milliarde Euro mehr Kirchensteuereinnahmen im Jahr 2006
Am Pranger: Kirche will Andersgläubige in der Gesellschaft überall aufspüren
Jäger in Richtergewand lehnen Antrag auf 10 Jahre "Ruhen der Eigenjagd" ab
Inquisitionsprozess in Würzburg: Soll Kirchenopfer eingeschüchtert werden?
Skrupellose Kirche in Berlin und Brandenburg: Ausgetretene müssen wieder Kirchensteuer zahlen
28.1.2005 - 60 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - Damit sich solche Grauen nicht wiederholen können, ist es nötig, die Wurzeln der Verbrechen zu finden und den Anfängen zu wehren. Eine wesentliche Wurzel wird jedoch beim Gedenken an die Millionen Opfer meist ignoriert bzw. verschwiegen. Adolf Hitler rechtfertigte sich nämlich damit, "dass er gegen die Juden nichts anderes tue als das, was die Kirchen in 1500 Jahren gegen sie getan habe" (Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Berlin 1986, S. 406). Vor allem Martin Luther tat sich mit seiner Forderung nach Judenpogromen hervor: Man soll ihre "Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken", ihre Häuser zerbrechen. "Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun". Aller Besitz soll ihnen weggenommen werden und den "jungen und starken Juden" soll man in die Hand geben "Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken und Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen". Wer auf jüdische Art Gott öffentlich lobt, soll, so Luther, hingerichtet werden (Belege bei: Martin Luther, Von den Juden und ihren Lügen, Tomos 8, Jena 1542; zitiert nach der im Dritten Reich heraus gegebenen Volksausgabe von H. L. Parisius; im einzelnen auch nachzulesen in "Der Theologe Nr. 4" - siehe unten).
Wie verträgt sich aber das notwendige Gedenken an Auschwitz und die gleichzeitige Ehrung Martin Luthers? Die Kirchen forderten in der Weimarer Republik und im Dritten Reich den Staat auf, gegen religiöse Minderheiten vorzugehen und bekämpften sowohl "Juden" als auch "Sekten". Heute verschweigen sie am liebsten ihre Verantwortung am Judenmord, verleumden aber wie eh und je wieder andere Minderheiten (Lesen Sie dazu Der Theologe 4: Die evangelische Kirche und der Holocaust - Dokumentation).
9.2.2005 - Philipp Melanchthon war kein Vorläufer für Gewissensfreiheit - im Gegenteil: Bei der Suche nach Vorläufern des modernen Europa versuchen die Kirchen doch immer wieder, ihre alten Inquisitoren unterzubringen. Jüngstes Beispiel: Ein epd-Artikel über die Europäische Melanchthon-Akademie in Bretten/Baden, der von mehreren Tageszeitungen kritiklos übernommen wurde, so auch von der Würzburger Main-Post am 11.1.2005. Das sollte nicht unwidersprochen bleiben. Lesen Sie hier eine Entgegnung, die von der Main-Post auch in gekürzter Form übernommen wurde.
24.3.2005 / 18.11.2006 - Kirchliche Diskriminierung der Zeugen Jehovas - Das Oberverwaltungsgericht Berlin macht nicht mit - Ekklesiogene Neurosen in den Kirchen: Was ist, wenn ein Staat auch einer kleineren Religionsgemeinschaft ähnliche Rechte verleihen könnte wie sie die beiden großen Quasi-Staatskirchen "Evangelisch" und "Katholisch" seit Jahrhunderten in immer neuen Formen genießen! So entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin, dass das Land Berlin auch den Zeugen Jehovas den Status einer "Körperschaft des Öffentlichen Rechts" verleihen muss, was z. B. mit einigen Steuerbefreiungen verbunden ist. Der Aufschrei und der Protest der Kirchen folgte sofort. So verwies die Evangelische Kirche sogleich auf kritische Berichte von einzelnen Aussteigern bei den Zeugen Jehovas. Wörtlich erklärte z. B. der EKD-Vorsitzende Bischof Wolfgang Huber: "Man muss ja auch fragen, wer sonst Auskunft geben soll, wenn nicht diejenigen Menschen, die tatsächlich unter Druck geraten" (Spiegel online, 24.3.2005). Als Außenstehender kann man aber zurückfragen: Warum sollen nur Abtrünnige befragt werden und aus Gründen der Ausgewogenheit nicht auch diejenigen, die sich bei dieser Gemeinschaft wohlfühlen? Wendet man nämlich denselben Maßstab, den Bischof Huber hier einfordert, an die evangelische und an die katholische Kirche an, hätte dies schon lange dazu führen müssen, dass die beiden Großkirchen ihre maßlosen Privilegien (vgl. www.stop-kirchensubventionen.de) verlieren. So berichten nämlich Aussteiger aus den beiden Amtskirchen seit Jahren z. B. von Einschüchterungen der Menschen mit Höllendrohungen. Oft finden diese Einschüchterungen nicht direkt statt, sondern werden sehr subtil eingesetzt. Die Folgen sind vielfach so genannte "ekklesiogene" Neurosen oder Psychosen, durch welche kirchlich Gläubige bereits zu Hunderten aus der Bahn geworfen wurden. Davon betroffen sind meist Menschen, die sich trotz schwerwiegender Probleme mit der kirchlichen oder biblischen Lehre oder bestimmten kirchlichen Moralvorstellungen nicht von diesen lösen können. Erst Anfang März 2005 nahm in Groitzsch bei Leipzig eine engagierte lutherische Kirchenvorständin ihre drei minderjährigen Kinder mit den Tod. Sie warteten mit zwei Bibeln in eisiger Kälte auf den Tod durch Erfrieren. Hinzu kommen sexueller Missbrauch von Kindern durch kirchliche Amtsträger und vieles mehr.
Man stelle sich vor, wie das Urteil des Oberverwaltungsgerichts womöglich ausgefallen wäre, wenn auch nur eines dieser Vergehen, die in den Kirchen an der Tagesordnung sind, bei den Zeugen Jehovas passiert wäre. Außerdem wurde gerade diese Gemeinschaft auf unmittelbare oder mittelbare Veranlassung der Kirchen von den Nationalsozialisten verfolgt, was über 1.000 der "Zeugen" nicht überlebten. Ein Auszug aus der Schrift Der Theologe Nr. 4, Die evangelische Kirche und der Holocaust, der dies dokumentiert, ist hier einsehbar. Schon aus diesem Grund hätten die Kirchenvertreter allen Grund, freiwillig vom hohen Ross zu steigen und ihr Inquisitionsgebaren nach ca. 1800 Jahren endlich zu beenden.
Lesen Sie dazu auch Ein Kirchenaussteiger berichtet.
3.4.2005 - Von Präsident Bush bis Islamischer Dschihad - alle huldigen dem Papst: Das Geschehen in Rom nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. und die weltweiten Reaktionen erinnern in diesen Tagen viele Christen an die biblische Prophezeiung des Matthäusevangeliums, wo es im Blick auf "alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht" heißt: "Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest"
(Matthäus 5, 9).
10.4. / 12.6.2005 - Beerdigung des Papstes: Die Vertreter der Demokratien lagen einträchtig zu Füßen der Diktatur des Heiligen Stuhls
- Wem das Wort "Diktatur" zu hart erscheinen mag oder wer es nicht annehmen will, der lese das offizielle Lehrbuch der römisch-katholischen Kirche von Josef Neuner und Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden und ihren Lehrverkündigungen, neu bearbeitet von Karl Rahner und Karl-Heinz Weger, 12. Auflage, Regensburg 1986 ...
Die Kirche will zudem, "dass alle Völker in die Kirche eintreten" (Nr. 370). Was könnte das bedeuten? Z. B. für Europa, das nach dem Willen der Kirche ein römisch-katholischer Kontinent werden soll? Der bekannte deutsche Philosoph Karl Jaspers warnte eindringlich: Der "biblisch fundierte Absolutheitsanspruch" der Kirchen stehe "ständig auf dem Sprung, die Scheiterhaufen für Ketzer zu entflammen" (Der philosophische Glaube, 9. Auflage, 1988, S. 73). Doch die Staatsmänner dieser Erde, welche eigentlich die Werte der gegen die Kirche erkämpften Demokratie verteidigen sollen, werfen sich der Diktatur des Heiligen Stuhls an den Hals oder vor die Füße. Hier stellt sich gerade in diesen Tagen die Frage: Wo sind noch wahrhafte Demokraten, welche noch für die Ideen von Freiheit, Gleichheit, Einheit, Menschenrechten und Toleranz einstehen? Und gibt es in Europa wenigstens einen Politiker, der nicht vor der Kirche auf die Knie fällt?
12.5.2005 - "Regierung und Volk - Spart Euch die Kirche!" - Überfüllte Veranstaltung der Initiative "Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche" am 25.4.2005 in Erfurt. Obwohl sich manche Zeitungen geweigert hatten, Anzeigen zu drucken, die auf die Veranstaltung hinweisen sollten, mussten immer wieder Stühle geholt werden, bis schließlich ca. 250 Besucher in einem Saal im Radisson-Hotel Platz fanden. Auch das Hotel machte Schwierigkeiten und teilte dem Veranstalter vorab mit, dass es eine Spende an eine kirchliche Einrichtung überweisen würde, die doppelt so hoch sein soll wie der Betrag, der durch die kirchenkritische Veranstaltung eingenommen werde - sozusagen eine freiwillige moderne Ablasszahlung. Was die Besucher der so umkämpften und überfüllten Veranstaltung an dem Abend dann zu hören bekamen, waren überwiegend Fakten über die staatliche Finanzierung der Großkirchen auch in den ostdeutschen Bundesländern sowie aufschlussreiche Hintergründe über den Einfluss der Kirche im Raum Erfurt im Lauf der Geschichte. Auf dem Podium saß neben Professor Dr. Hubertus Mynarek, dem Ex-Dekan der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien auch Dieter Potzel, ehemaliger evangelischer Pfarrer und Herausgeber von Der Theologe. Sein Redebeitrag in Erfurt ist hier einsehbar.
Die Eingangsreferate aller Podiumsteilnehmer sind einsehbar unter http://www.kirchenopfer.de/downloads/erfurtbroschuere5.pdf.
25.5.2005 - Wahlen in Deutschland - die "überlegene" katholische Religion / Aussteiger suchen unabhängigen Politiker - wer fällt nicht vor der Kirche auf die Knie? Ist es ein Zufall, dass die derzeitigen politischen Umwälzungen in Deutschland ausgerechnet vom Wahlsieg von CDU-Politiker Jürgen Rüttgers in Nordrhein-Westfalen ausgelöst wurden, der kurz zuvor noch erklärte: Die katholische Kirche und ihr Menschenbild sei allen anderen Religionen "überlegen" (Spiegel online, 22.4.2005)? Rein optisch wurde dazu in der Nähe von Köln für den Weltjugendtag im August 2005 ein riesiger Hügel aufgeschüttet. Von dort aus wird Benedikt XVI. vor Hunderttausenden von "unten liegenden" und zu ihm aufblickenden Jugendlichen die Messe zelebrieren. Und wer die ausgefeilten Bedeutungen von Symbolen, Ritualen und Zeremonien in der Kirche kennt, weiß genau, dass es hier nicht nur darum geht, dass man den Papst besser sieht.
Durch die Winkelzüge der Politik fällt dieses Ereignis nun wahrscheinlich mitten in den Bundestagswahlkampf. Zu diesem Anlass suchen viele besorgte Aussteiger aus den Kirchen einen wählbaren Politiker, der weder in Köln noch vor dem Fernsehgerät niederkniet und der nicht huldvoll zu Papst Benedikt XVI. auf den Hügel emporschaut. Bitte schicken Sie uns eine E-Mail, wenn Sie selbst dieser Politiker sind oder wenn Sie einen kennen, der diese Bedingungen erfüllt.
29.5. / 18.11.2006 - Mehrwertsteuererhöhung von CDU und CSU geplant - der Würgegriff für das Volk wird immer fester, die Reichen und Privilegierten bekommen immer mehr. 77 % der Bürger wollten einer Umfrage Ende Mai zufolge CDU, CSU oder SPD wählen. Offenbar genug, so dass deren Politiker sich getrauen, nach der Wahl eine Mehrwertsteuererhöhung durchzudrücken, was "insbesondere die Bezieher niedriger Einkommen und die Familien mit Kindern vergleichsweise stark belasten" wird (Prof. Peffekoven, Universität Mainz lt. Monitor, 9.6.2005). Die Reichen und Privilegierten werden anderweitig mehrfach entschädigt, während der Mittelständler immer mehr unter Wasser gedrückt wird. Konkret heißt das z. B.: 31 Millionen Bürger mit durchschnittlichem bzw. geringem Einkommen müssen bei einer Erhöhung der Umsatzsteuer um 3 % einer Hochrechnung zufolge auf diese Weise 4,5 Milliarden € pro Jahr mehr zahlen (der einzelne ca. 300 € mehr). Besserverdienende würden dafür nach dem CDU-Plan "Konzept 21" zur Reform der Lohn- und Einkommensteuer um ca. 4 Milliarden € pro Jahr steuerlich entlastet (Monitor vom 9.6.2005 rechnete noch mit 4 % Erhöhung und kam daher auf 6 Milliarden Mehreinnahmen bzw. 400 € mehr Last für den geringer Verdienenden).
Grundsätzlich kann man beobachten: Die verantwortlichen Politiker überlegen hauptsächlich, wie man die einfache Bevölkerung noch mehr beschneiden und ihnen noch mehr wegnehmen kann und wie man möglichst viel in den eigenen Schlund und den seiner Günstlinge und Vasallen stecken kann, die man als Lobby vertritt (Wenn es Ausnahmen gibt, bitte melden!).
So sollen alleine im Gesundheits- und Sozialministerium kurz vor der Abwahl der Regierung noch schnell 126 Beförderungen durch gewunken werden. Denn warum sollen nur die Krankenkassen-Bosse die Bürger abzocken, die sich das, was man v. a. durch Leistungseinsparung bei den Bürgern holte, in die eigenen Taschen steckten und ihre Spitzengehälter noch einmal kräftig erhöhten? Auch die Pressesprecherin von SPD-Minister Clement bekommt schnell noch 1.300,00 € mehr im Monat. Ob es für ihre Verdienste bei der Ideenfindung ist, wie man die Bezüge von Arbeitslosengeld-Empfänger noch weiter stutzen kann?
Demnächst soll man nun auch noch Fernsehgebühren auf den Internet-Anschluss bezahlen, auch wenn man den Computer gar nicht zum Fernsehen verwendet. Und, und, und ...
Die Reichen und Privilegierten werden immer reicher, und wer sich heute noch im Mittelstand wähnt, dem droht das Schicksal, Schritt für Schritt in Richtung Armut gedrückt zu werden. Mit den Bürgern kann man es ja machen. Die Reichen und Privilegierten sichern sich derweil ihre Pfründe und Zusatzeinnahmen mehrfach ab. Zu ihnen gehören auch die Kirchenoberen und ihre sogar von Steuern befreiten Institutionen. Die maßlosen Subventionen (14-20 Milliarden € jährlich für rein innerkirchliche Zwecke, nicht für Soziales) für die Großkirchen werden wieder einmal nicht angetastet, sondern sollen ebenfalls noch ausgeweitet werden, damit die Kirche ihr Milliarden-Vermögen (lt. Experten alleine in Deutschland ca. 500 Milliarden €) nicht antasten muss. Die Kirchenoberen bedanken sich mit ihrem "Segen". Staat und Kirche kungeln wie immer auf Kosten der Bevölkerung. Nebenbei fallen dabei z. B. weitere 15 Millionen € ab, die man dem Bürger aus der Tasche zieht, damit er beim Weltjugendtag in Köln im Angesicht von Papst Benedikt XVI. leichter auf die Knie fallen kann, und vermutlich ist ein großer Teil der Kosten hier (wieder einmal) noch gar nicht eingerechnet. Deshalb: Nicht länger schweigen und ertragen! Stoppt die Umverteilung der Euros vom Volk zu den Privilegierten! Und: "Stoppt die Abzocker" - eine Petition an den Bundestag, die deutlich macht, dass man nicht alles mit sich machen lässt.
11.6.2005 - Religionsunfreiheit in Deutschland - Ein erschütternder Bericht über die berufliche Laufbahn eines EDV-Spezialisten, der einmal beim Verlag der Zeugen Jehovas gearbeitet hatte. Lesen Sie Religionsunfreiheit in Deutschland - ein Land im Griff der modernen Inquisition!
15.8.2005 - "Kluge Bayern" überwiegend ewig verdammt - und die Teilnehmer am Weltjugendtag auch, trotz zwischenzeitlichem vollständigem Ablass - Der CSU-Chef und überzeugte Katholik und Ministerpräsident Edmund Stoiber bescheinigt seinen politischen und kirchlichen Gefolgsleuten Klugheit. 59 % der Bayern gehören der römisch-katholischen Kirche an, und etwa genauso viele wählten bisher CSU. "Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern," so Ministerpräsident Stoiber im Hinblick auf die weniger kirchliche und CDU/CSU-freundliche Bevölkerung in Ostdeutschland. Und auf deren Wahlverhalten (über 20 % wählen Linkspartei) angesprochen behauptete er: "Nur die dummen Kälber wählen ihren Metzger selber."
Doch wahrscheinlich weiß weder Edmund Stoiber noch sein überwiegend katholisches Wahlvolk in Bayern, dass der römisch-katholische "Metzger" unter den Kirchenmitgliedern längst vorsortiert hat, wer trotz seiner Kirchenmitgliedschaft und "klugen" politischen Wahl in die ewige Verdammnis muss. Nämlich alle, die aufgrund der verbindlichen Kirchenlehre "ausgeschlossen" sind. Und wer ist alles davon betroffen? Überzeugen Sie sich selbst und machen Sie den Glaubenstest!
Und was Edmund Stoiber vermutlich auch nicht weiß: Die Mehrheit der Bayern, die römisch-katholisch ist und CSU wählt, wird den Test nicht bestehen. Und auch die Mehrheit der Jugendlichen nicht, die in Köln dem Papst zujubelt und fälschlicherweise glaubt, sie können in wesentlichen Lehrfragen auch eigene abweichende Ansichten haben. Diese Jugendlichen werden in den kirchenfreundlichen Medien als selbstbewusst vorgestellt, um die angebliche Offenheit der Kirche zu demonstrieren. Bleiben sie jedoch bei ihren Ansichten oder entfernen sie sich sogar noch weiter von den kirchlichen Lehren, müssen sie nach katholischem Glauben später ebenfalls in die Hölle. Der Papst macht derweil gute Miene zum bösen Spiel, da er "hofft", dass sich die jungen Menschen irgendwann noch vollständig unterwerfen. Wer es nicht tut, dem nützt auch der vollkommene Sündenablass in Köln und dereinst die letzte Ölung nichts. Und wem das jetzt schon klar ist, der kann sich ja schon heute überlegen, ob er noch weiterhin Kirchensteuer bezahlen möchte.
12.8 / 20.8.2005 - "Sparen Sie sich die Kirche" - Kirchenkritische Veranstaltung zum Weltjugendtag in Köln. Am Donnerstag, den 18.8.2005, fuhr der Papst um 19.20 Uhr mit dem Papamobil am Erzbischöflichen Haus vor. 40 Minuten später, um 20 Uhr, begann im Theaterhaus in Köln das Podiumsgespräch zum Papstbesuch mit Professor Dr. Hubertus Mynarek, zu dem ca. 150 Besucher kamen, obwohl die Presse keine Veranstaltungshinweise veröffentlichte. Der bekannte Kirchenkritiker und Buchautor war früher Professor für Katholische Theologie und Dekan an der Universität Wien. Unter der Überschrift Angriff auf Kirche, Papst und Kardinal berichtete später immerhin der Kölner Stadtanzeiger über den Abend (20.8.2005), der von der Initiative "Ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche" veranstaltet wurde. So heißt es dort: "´Ist die halbe Welt verrückt geworden`, fragte der Religionswissenschaftler zu Beginn seiner Ausführungen. ´Da kommt der Großinquisitor nach Köln, und die Politiker liegen auf dem Bauch.`"
Hubertus Mynarek berichtete weiterhin u. a. über seine Begegnungen und Erfahrungen mit Joseph Ratzinger. Z. B. hatte dieser als Theologieprofessor bei einem Vortrag in Bamberg einst eingeräumt, dass Jesus keine Priester eingesetzt habe, womit er zumindest einen Widerspruch zwischen Jesus und Kirche zugegeben hatte. Zum Ereignis "Weltjugendtag" sagte Mynarek wörtlich: "Warum kommen so viele Jugendliche zum Weltjugendtag? Sie haben Defizite an Aufklärung und viele Ehen sind kaputt. Viele haben Sehnsucht nach dem Vater. Da kommt nun einer und nennt sich Stellvertreter Gottes. Die Leute glauben einfach, sie brauchen keine Beweise mehr. Obwohl der Ratzinger-Papst 140 Theologen suspendiert hat und seine Organisation Millionen Morde auf dem Gewissen hat. Die Leute glauben an einen gütigen Papst. Doch die Begeisterung hat keine Basis."
Mit auf dem Podium war auch der ehemalige evangelische Pfarrer Dieter Potzel, der u. a. erklärte: "Den Jugendlichen in Köln wird die Wahrheit über die römisch-katholische Lehre verschwiegen." Und die Versöhnungsgeste des Papstes gegenüber den Juden sei scheinheilig, denn sie gelten nach römisch-katholischer Lehre als ewig verdammt, wenn sie nicht vor ihrem Tod katholisch würden. Und die evangelische Kirche habe sowohl Christus als auch ihren Gründervater Luther verraten, der im Gegensatz zu seinen Nachfolgern einst heftige Kritik an der katholischen Kirche geübt hatte. Potzels Beitrag ist hier stichpunktartig einsehbar. Eine Zusammenfassung des Referats von Professor Dr. Mynarek wird wahrscheinlich demnächst unter www.kirchenopfer.de als Download einsehbar sein. Die "Initiative Mahnmal" fordert ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche gerade in Köln, der reichsten Diözese der Welt mit einer der blutigsten Vergangenheiten.
25.8. / 28.8.2005 - Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU): Papst sei für viele die Erfüllung religiöser Sehnsucht - Obwohl die römisch-katholische Kirche die evangelische Pfarrerstochter Angela Merkel offiziell ewig verdammt (siehe dazu Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 381), lobt diese den von der Kirche so genannten "Vater der Fürsten und der Könige, Rektor der Welt und Stellvertreter Christi auf Erden" (zit. nach "Päpstliche Insignien" auf der Web-Seite der Deutschen Bischofskonferenz http://www.dbk.de/vatican/in_vatican_17.html *) mit monumentalen und kritiklosen Worten: "Ich bin nach diesem Treffen mehr denn je überzeugt: Papst Benedikt XVI. ist genau die Persönlichkeit, um die wachsende Sehnsucht vieler Menschen nach einem religiösen Bekenntnis und einem festen Wertefundament zu erfüllen" (idea-spektrum Nr. 35/2005), so Frau Angela Merkel. Während sich die CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin freute, dass sie Joseph Ratzinger in Köln die Hand schütteln durfte, wurde keine der drei amtierenden evangelischen Bischöfinnen (Margot Käßmann, Maria Jepsen und Bärbel Wartenberg-Potter) zum Treffen mit dem Papst eingeladen, obwohl die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gerne wenigstens eine der drei Frauen dem Papst vorgestellt hätte. Doch die römisch-katholische Kirche hat der EKD vorgeschrieben, wie sie ihre Delegation zusammensetzen muss und nur namentliche Einladungen für die "Begegnung" verschickt. Auch darin zeigt sich, was Experten schon lange beobachten: Die evangelische Kirche scheint nur noch ein Anhängsel der katholischen zu sein.
PS: Die Beurteilung der Frau durch "große" Katholiken lesen Sie bei http://www.jubeljahr2000.de/frauen.html.
* Diese Ehrentitel für den Inhaber des Stuhles Petri standen jeweils im Zentrum der Papstkrönung, bis Papst Johannes Paul I. im Jahr 1978 die Krönung abschaffte (eine seiner ganz wenigen Entscheidungen vor seinem plötzlichen und nicht für alle überraschenden Tod). Dennoch gilt der Inhalt der Huldigung natürlich für die nachfolgenden Päpste weiter.
12.10.2005 - Buddha-Statue auf dem Piz Badile als Protest gegen Gipfel-Kruzifixe - Verschiedene Südtiroler Bergsteigergruppen (PS: Südtirol gehört zu Italien) wehren sich dagegen, dass die römisch-katholische Kirche auf jedem Berggipfel in den Alpen ein Kruzifix mit dem geschundenen Leichnam von Jesus, irgendein anderes Kreuz oder Statuen angeblich Heiliger aufstellt. Als sichtbares Zeichen des Protests transportierten die Bergfreunde eine Buddha-Statue auf den 3000 Meter hohen Piz Badile. "Die 20 Kilogramm schwere Figur soll erst wieder ins Tal gebracht werden, wenn am Berg keine Heiligenbilder mehr zu sehen seien, sondern nur noch Fels und Eis", so die Initiative (idea-spektrum Nr. 41/2005), die sich gegen die Vereinnahmung der Natur durch die Kirche wendet. Die katholische Kirche reagierte prompt, und ein Zusammenschluss von Priestern hat sich die Entfernung des Buddha zum Ziel gesetzt. Durch ihren österreichischen Informationsdienst kath.net ließ man hierzu die Stellungnahme des Theologen Don Augusto Azzalini verbreiten, in der es unter anderem heißt: "Unsere Berge dürfen nicht von anderen Religionen verunreinigt werden, die nicht zu unserer Kultur gehören".
Auch in anderen Zusammenhängen wird von Katholiken und Protestanten die Bedeutung von Europa als eines angeblich kirchlichen Kontinents hervorgehoben und als Argument gegen einen möglichen Beitritt der Türkei angeführt. Der Kampf um einen Rückschritt ins Mittelalter oder um einen Schritt vorwärts zu mehr Religionsfreiheit und -gleichheit in Europa entbrennt derzeit an vielen Fronten.
24.10.2005 - Kirchliche Medienlobby protestiert gegen Esoterik-Sender - Wer protestiert gegen kirchliche Verführung? Weil die Satelliten-Betreibergesellschaft Astra jeden Abend ab 21 Uhr einen esoterischen Beratungsdienst ausstrahlt, "protestieren nun Eltern und kirchliche Medienexperten" (Evangelisches Sonntagsblatt Bayern, 23.10.2005). Da die Sendezeit bis 21 Uhr an den Kinderkanal KI.KA vermietet ist, befürchten die kirchlichen Glaubenswächter und die von ihnen instrumentalisierten "Eltern", dass Kinder, die das Programm um 21 Uhr nicht wechseln, "krassem Aberglauben und schlimmster Scharlatanerie ausgesetzt" würden.
Obwohl der Staat die beiden Großkirchen jährlich mit Milliardenbeträgen subventioniert und dabei gegenüber anderen Gemeinschaften massiv privilegiert, ist das den Kirchen nicht genug. Unverhohlen verstärkt man auch in unserer Zeit auf vielen Ebenen die moderne Inquisition gegen Andersgläubige. Doch ist jetzt Zeit, dass der Spieß herumgedreht wird und sich Proteste zunächst gegen die staatliche Subventionierung kirchlicher Programme in den Medien richtet. Weiterhin sollen alle Sender und Anbieter prüfen, ob sich die Ausstrahlung von Sendungen einer bestimmten Religion mit den eigenen Programmgrundsätzen vereinbaren lässt, wenn diese Religion z. B. die Unterwerfung aller Menschen und Völker unter ihren Glauben fordert und die ewige Hölle für Abweichler, Aussteiger und Andersgläubige lehrt. Diese Prüfung soll vor allem dem Schutz der Kinder vor seelischer Grausamkeit und religiösem Fanatismus dienen.
Lesen Sie dazu den Theologen Nr. 18 über den Glauben der römisch-katholischen Kirche (z. B. über die Unterwerfung unter den Papst oder die ewige Hölle) oder den Theologen Nr. 1 über den Glauben der evangelisch-lutherischen Kirche (z. B. dass niemand aus freiem Willen der ewigen Verdammnis entrinnen könne) und fragen Sie sich: Soll mein Kind in diesem Geist erzogen oder durch Fernsehen, Radio usw. in diese Richtung beeinflusst werden?
Dazu eine weitere Frage: Soll der Staat, d. h. wir, alle Bürger, weiterhin jährlich 2.500.000.000,00 (2,5 Milliarden) € für den konfessionellen Religionsunterricht bezahlen. Dort werden bereits Kinder und Jugendliche gegen religiöse Minderheiten in Deutschland aufgehetzt (v. a. in den Lehrplänen des 9. Schuljahres) und in die Schablonen katholischer oder evangelischer Kirchenmeinungen hineinmanipuliert.
Deshalb fordern wir als Sofort-Maßnahme: "Für Religionsfreiheit und Toleranz an unseren Schulen! Stoppt die staatliche Finanzierung des konfessionellen Religionsunterrichts! Verwendet 50 % des Geldes für einen konfessionsfreien Werteunterricht, in dem die Achtung vor dem Nächsten, auch des Andersdenkenden, im Mittelpunkt steht. Und die anderen 50 % (da es in Deutschland zwei Großkonfessionen gibt, muss der Staat hier immer doppelt bezahlen, was bei einem überkonfessionellen Werteunterricht nicht notwendig ist) investiert für den Schutz unserer Umwelt, damit unsere Kinder auch morgen noch auf diesem Planeten leben können."
Zum Thema "Moderne Inquisition der Kirche" lesen Sie auch das Buch des Religionswissenschaftlers Hubertus Mynarek, Die neue Inquisition.
31.1.2006 - Steht die Politikerin Carla Bregenzer (SPD) noch auf dem Boden des Grundgesetzes? - Aufklärung über evangelische Inquisition - Was ist nur in diese Frau gefahren? Wenn Menschen mit urchristlicher Gesinnung aus ihrer religiösen Überzeugung heraus für vegetarische Ernährung eintreten, dann sorgt sich die baden-württembergische Landtagsabgeordnete und selbsternannte "Sektenexpertin" Carla Bregenzer (SPD) gleich um das geistige Wohlergehen der Bürger und nimmt dies zum Anlass für eine Landtagsanfrage.
Nicht nur in dieser Anfrage, sondern immer wieder weckt die überzeugt evangelische Politikerin in der Bevölkerung gezielt Ängste vor religiösen Minderheiten. Diese Ängste und Vorurteile werden von den großen Kirchen seit Jahrhunderten geschürt. Viele der von der Kirche verfolgten Minderheiten wie z. B. die Katharer oder die Bogumilen achteten die Natur und lebten vegetarisch. Das war der Kirche schon immer ein Dorn im Auge. Heute werden solche Ängste und Vorurteile von der Kirche willfährigen Politikern wie Carla Bregenzer in der Bevölkerung verbreitet. Will sie damit Mitglieder für die SPD oder für die evangelisch-lutherische Kirche werben, der sie angehört?
Schon Martin Luther forderte die Obrigkeiten auf, alle Prediger, die nicht von ihm ordiniert waren, dem "Meister Hans“, dem Henker, zu übergeben. Und nicht nur das: Er forderte die Landesherren zum brutalen Hinrichten der rebellischen Bauern auf. Er hetzte in hasserfüllter Weise gegen die Juden, deren Synagogen man anzünden und deren Talmude man verbrennen solle, die man zur Zwangsarbeit schicken solle usw. Er ließ im lutherischen Gebiet ebenso grausam Hexen foltern und verbrennen, wie es in katholischen Gebieten geschah. Und: Martin Luther leugnete den freien Willen des Menschen, der die Grundlage jeglicher demokratischen Gesellschaft ist. Wer aber den Bürger nicht für mündig hält und ihm kein Selbstbestimmungsrecht zugesteht, wie kann der eine demokratische Gesellschaft aufbauen? Steht also die evangelisch-lutherische Kirche wirklich auf dem Boden des Grundgesetzes – und mit ihr die Politikerin Carla Bregenzer, ein Mitglied dieser Kirche, das in der Öffentlichkeit kleinere Glaubensgemeinschaften bekämpft? Würde Martin Luther heute seine Rundumschläge gegen religiöse und soziale Minderheiten öffentlich verkünden, so müsste sich umgehend der Verfassungsschutz mit ihm beschäftigen. Doch Martin Luther muss gar nicht wiedergeboren werden. Es gibt ja Politiker, die sein Ungeist auch heute noch umzutreiben scheint. Politiker, die glauben, sie müssten die "unmündigen Bürger" davor bewahren, eigene Entscheidungen zu treffen – und sei es auch nur in Bezug auf ihre Ernährung ...
Das Verhalten der protestantischen SPD-Inquisitorin Carla Bregenzer gibt in dieser Hinsicht zu denken. Denn es weist ohne Zweifel Merkmale einer totalitären Denkweise auf. Deshalb: Seien Sie wachsam! Denn wie sagt schon ein bulgarisches Sprichwort: "Hast du den Bären heute in Nachbars Weinberg gesehen? Erwarte ihn morgen in deinem!“
PS: Mehrere Bürger wehren sich jetzt gegen das Gebaren der Inquisitorin unter dem Deckmantel der SPD. Lesen Sie dazu einen Handzettel, der über die "Arbeit" der Politikerin aufklärt unter
http://www.aussteiger.cc/gefaehrlichesekten/index.html.
20.4. / 9.5.2006 - Kindererziehung: Staat liefert sich noch mehr den ewig verdammenden Kirchen aus - Die evangelisch-lutherische Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) praktiziert die exklusive Umarmung mit den beiden Großkirchen. Bereits jetzt ist jeder zweite (überwiegend staatlich finanzierte) Kindergartenplatz in Deutschland in Kirchenhand. Viele Kommunen haben schon lange kapituliert und sich für die Finanzierung kirchlicher anstelle von gemeindeeigenen oder städtischen Kindergärten entschieden. Andere Bewerber um die Trägerschaft eines Kindergartens haben gegenüber den Kirchen im Ernstfall keine Chance. Diese Entwicklung könnte durch das neu gegründete "Bündnis für Erziehung" weiter forciert werden, wozu der zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtete Staat nur die katholische und die evangelische Kirche als Gründungsmitglieder hinzu gebeten hat. Damit wirft sich der Staat einmal mehr den beiden Institutionen an den Hals, die Aussteiger und Andersgläubige in die ewige Hölle verdammen wollen (der Beweis dafür - siehe z. B. bei Der Theologe Nr. 19), auch wenn das offiziell lieber unter den Teppich gekehrt wird. Damit wird unseren Kindern ein sehr schlechter Dienst erwiesen. Viele Eltern haben mangels Angeboten schon jetzt keine Möglichkeit, ihr Kind in einen nichtkirchlichen Kindergarten zu schicken, um es vor den seelisch vielfach krank machenden Kirchenlehren zu schützen. Und um stattdessen einen Platz in einem kirchlichen Kindergarten zu bekommen, sehen sich viele Eltern gezwungen, in die Kirche einzutreten. Auch viele Erzieher müssen kirchlich fest gebunden sein, um überhaupt eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu haben.
Welche weiteren Werte werden nun durch die Kirchen vermittelt? Lesen Sie dazu z. B. Der Theologe Nr. 18: Der Glaube der römisch-katholischen Kirche und Der Theologe Nr. 1 über den Glauben der evangelisch-lutherischen Kirche und darin z. B. das Kapitel Als Kind in der evangelischen Kirche. Was einer jungen Frau widerfuhr, die eine besonders gute Katholikin sein wollte, lesen Sie in Der Theologe Nr. 9. Vermutlich ist die Familienministerin über die kirchlichen Werte nicht umfassend informiert, denn die "Zehn Gebote" und andere positive Werte*, an die sie z. B. denkt, spielen dort nur eine nebensächliche Rolle und werden vielfach verwässert bzw. gebrochen.
Doch die CDU-Ministerin sieht Staat und Kirche auf engste verbunden und setzt staatliche und kirchliche "Werte" offenbar gleich, wenn sie z. B. erklärt: "Auf christlichen [Anmerkung: zutreffender wäre "kirchlichen"] Werten basiert unsere gesamte Kultur" (ARD-Tagesschau, 20.4.2006). Und entlarvend fügt sie hinzu: "So wie man die eigene Muttersprache lernt, müssen wir erst unsere eigene Position klären, damit wir uns später für andere Religionen öffnen können" (Spiegel online, 20.4.2006). Doch vielleicht hat die Ministerin in ihrem kirchlichen Eifer auch einfach vergessen, dass der Staat nach dem deutschen Grundgesetz keine kirchliche "Position" vertritt und nicht auf dem Schoß der "Mutter Kirche" sitzt, sondern dass er dem gleichberechtigten Miteinander aller Religionen verpflichtet ist - einem Wert, der in der Geschichte gegen den massiven Widerstand der Kirche erkämpft wurde und geschützt werden muss. Doch die evangelische Ministerin bevorzugt einmal mehr die Institutionen, die Andersgläubigen und möglichen Aussteigern mit grausamen Höllenstrafen für alle Ewigkeiten droht (siehe z. B. den "unfehlbaren" katholischen Lehrsatz Nr. 381). Und an anderer Stelle sagt sie einmal über die Aufgabe der Pfarrer: "Man muss Pastorinnen und Pastoren gestatten, dass sie Spiegelbild unserer Gesellschaft sind." Das erinnert an die Lehre einer gegenseitigen Durchdringung von Staat und Kirche, die den Schülern auf Staatskosten z. B. auch im konfessionellen Religionsunterricht beigebracht wird - dort heißt das dann auf evangelischer Seite "Zwei-Reiche-Lehre" (nach Martin Luther) oder "Lehre von der Königsherrschaft Christi" (nach dem bekannten evangelischen Theologen Karl Barth), wonach die "Christengemeinde" die "Bürgergemeinde" immer wieder an die kirchliche "Wahrheit" erinnern soll, bis der Staat irgendwann zum "Spiegelbild" der kirchlichen Staatsvorstellungen geworden sei. Persönlich bekennt die Ministerin dabei: "Ich habe mich in der Kirche immer aufgehoben gefühlt" (Marktkirche Hannover, 18.11.2003).
Andersgläubige und Gewerkschafter sehen sich beim "Bündnis für Erziehung" nun ausgeschlossen. "Wir sind vor die Tür gesetzt", es ist eine "Missachtung", erklärte z. B. der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ARD-Tagesschau, 20.4.2006). Im Herbst 2006 möchte die Ministerin das Bündnis zwar "erweitern", doch die jetzt Ausgeschlossenen sehen das vielfach nur als eine "Einladung zweiter Klasse". Das jetzt geschlossene "Bündnis für christliche [kirchliche] Erziehung" (Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft GEW, Marianne Demmer) sei ein "Affront gegen andere Religionen" (FDP-Politiker Hans-Michael Goldmann). Und die Grünen fordern die Ministerin auf, das Bündnis zurückzuziehen. Deren Geschäftsführerin Steffi Lemke sprach von einem "christlichen [kirchlichen] Erziehungsdogma", das offenbar installiert werden soll, und Marianne Demmer von der GEW wehrt sich dagegen mit den Worten, Deutschland sei kein Gottesstaat (dpa, 20.4.2006). Und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer, warnte vor einem "Rückschritt ins Mittelalter" (Netzeitung, 21.4.2006). Zu den Reaktionen auf die erneute Bevorzugung der massiv privilegierten Großkirchen durch den Staat, siehe auch:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5449146,00.html
http://www.netzeitung.de/deutschland/393418.html
http://www.netzeitung.de/spezial/judenindeutschland/393829.html
* Die Ministerin meint "Verantwortung". Doch ihre evangelische Kirche leugnet die Verantwortung der Menschen und einen freien Willen für ihr Seelenheil. Die Geretteten werden von Gott dafür vorherbestimmt, und wer ewige verdammt wird, würde Gott vorhersehen. Keine Vergangenheit, sondern gültiger Glauben bis heute! (Siehe dazu Das evangelisch-lutherische Bekenntnis in Der Theologe Nr. 1). Sie meint "Respekt", doch die katholische Kirche respektiert z. B. keine anderen Glaubensrichtungen, sondern fordert von allen die Unterwerfung unter den Papst. Dies ist eine "unfehlbare" kirchliche Glaubenswahrheit bis heute! Ursula von der Leyen meint "Aufrichtigkeit", doch Papst Innozenz III. erklärte im Jahr 1199 für die Zukunft richtungsweisend bis in die Gegenwart: "Treu und Glauben braucht einem Ketzer [gegenüber] nicht gehalten zu werden, und der Betrug, gegen ihn geübt, wird geheiligt." Unzählige Andersgläubige mussten dies auch so erleben. Dazu gehört Jan Hus, der sich beim Konzil von Konstanz auf die Zusicherung freien Geleits verlassen hatte und aufgrund dieser Gutgläubigkeit 1415 dort auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Ursula von der Leyen meint schließlich "Zivilcourage", doch ihre Kirche passte sich bis zur totalen Unterwürfigkeit den Machthabern des Dritten Reiches an und war sogar eine der treibenden Kräfte der Entwicklung, die in den Holocaust mündete. Lesen Sie dazu Der Theologe Nr. 4 - Die evangelische Kirche und der Holocaust. Die Geschichte der Kirche im Dritten Reich eignet sich z. B. auch, um aufzuzeigen, wie fehlende Zivilcourage oder gar der Kampf gegen couragierte Bürger das Leid noch erheblich steigerte. So wehrte sich der z. B. der evangelische Landesbischof Meiser (siehe Der Theologe Nr. 11) aus München mit Vehemenz gegen die Behandlung der "Judenfrage" auf einer kirchlichen Synode oder duldete aus Staatshörigkeit und Opportunismus die Abholung behinderter Mitbürger zur Vergasung, während andernorts (in Bethel) ein einfacher Protest dies verhindert hatte. Dies sind nur wenige Beispiele aus einer unübersehbaren Fülle. Ganze Bücher ließen sich dazu schreiben. Alle Freiheitswerte des deutschen Grundgesetzes, auf denen unsere Demokratie beruht, mussten im Laufe der Geschichte gegen den Widerstand der Kirchen durchgesetzt werden. Man hat den Eindruck: Um den Teufel auszutreiben, hat sich die Familienministerin Ursula von der Leyen mit dem Beelzebub verbündet.
9.5.2006 - Aktueller Bundestag - Der Reiter auf dem Ross: Alle im Bundestag vertretenen Fraktionen haben einen Experten berufen, der in ihrer Partei bzw. Fraktion für „Kirchen und Religionsgemeinschaften“ zuständig ist, also z. B. auch bei Fragen der Kürzung oder Streichung von Kirchensubventionen. Das Amt heißt „Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften“. Die Lobby der Amtskirchen besetzt diese Stellen in allen Parteien zu 100 %, wie aus einem Bericht der Zeitschrift idea-spektrum vom 22.3.2006 hervorgeht. Im einzelnen sind dies folgende Politiker.
SPD
Kerstin Griese (39), MdB seit 2000. Frau Griese ist Tochter eines evangelischen Pfarrers, „jeden Sonntag leitete sie den Kindergottesdienst“. „Ich gehe gerne in die Kirche“, sagt sie. Und: „´Ich bin doch in der Kirche mehr verwurzelt als in meiner Partei`“. Seit 2003 ist Kerstin Griese auch Mitglied der EKD-Synode. Frau „Griese beobachtet, dass in ihrer eigenen Partei die Haltung gegenüber den Kirchen freundlicher geworden sei.“ Und sie weist darauf hin: „´In unserer Fraktion gibt es sogar mehr Theologen als in den anderen Parteien.`“ Der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber gebe nach der Überzeugung von Frau Griese „unserer Kirche auf großartige Weise Stimme und Gesicht“. So weit die SPD zur Kirche.
CDU
Ingrid Fischbach (48), MdB seit 1998, gehört dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an. „Als ´Tischmutter` traf sie sich in ihrer Heimatstadt Wanne-Eickel alle 14 Tage mit Kindern ihrer Gemeinde und bereitete sie auf die Kommunion vor.“ „Wenn sie in ihrem Wahlkreis unterwegs ist, besucht sie fast jede Woche die Messe.“ Sie bekennt: Die Kraft für ihre Arbeit als Politikerin „schöpfe ich aus dem [römisch-katholischen] Glauben“. Und sie betont: „In keiner Partei spielt der christliche Glaube eine so große Rolle wie bei uns.“ Neben ihrer Tätigkeit als Parlamentarierin ist Frau Fischbach auch Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Das ist also die Ansprechpartnerin der Kirche in der CDU. Und was ist mit der Opposition?
Bündnis 90 / Die Grünen
Josef Winkler (31), MdB seit 2002, ist der Sohn einer indischen Katholikin. „Als Kind sang Winkler im Kirchenchor der St.-Martins-Gemeinde in Bad Ems, seit einem Jahr ist er Mitglied im Pfarrgemeinderat“ der römisch-katholischen Kirchengemeinde. „Mir liegt viel daran, dass bei den Grünen das Verständnis für Entscheidungen der katholischen Kirche wächst“, beschreibt Winkler seine Position. Das zu dem maßgeblichen Mann der Grünen. Vielleicht ist es ja bei der FDP anders.
FDP
Hans-Michael Goldmann (59), MdB seit 1998, ist katholisch aufgewachsen, war Messdiener und katholischer Pfadfinder. Goldmann beschreibt die Position der FDP so: „In unserer Partei gibt es zwei Lager: ein konfessionelles und eines, das die Kirchen ablehnt. Die Kirchenkritiker äußern sich offensiver, so dass manchmal der Eindruck entsteht, die FDP sei kirchenfeindlich.“ Diesem Eindruck will Goldmann entgegenwirken. Er gehört wie die Beauftragte von der CDU, Frau Fischbach, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an. „Etwa jeden zweiten Sonntag geht er in die Kirche, manchmal auch unter der Woche.“ Er ist allerdings auch gegenüber moslemischen und humanistischen Werten offen. „Wir können uns alle unter einem Gott vereinen“, so sein Glaube. Das christliche Abendland sei gefährdet, „weil es zuwenig Christen gibt, die ihren Glauben im Alltag sichtbar machen.“ Was immer das für den Kirchen-Lobbyisten in der FDP heißt. Und was ist mit der Linkspartei?
PDS / Linkspartei
Bodo Ramelow (50) ist im Jahr 2000 wieder bewusst in die evangelische Kirche eingetreten. „Ich hatte mich schon lange mit dem Gedanken beschäftigt, mich mit der Amtskirche zu versöhnen, so der PDS-Abgeordnete aus Thüringen. „Im Bundestag ist er nach Gregor Gysi und Oskar Lafontaine als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der drittwichtigste Mann der Fraktion.“ DDR bedeute für ihn „40 Jahre Kirchenfeindlichkeit“. Die Linkspartei müsse die Politik der früheren SED auch als eigene Schuld anerkennen. Sein Wunsch für einen der nächsten Parteitage der PDS bzw. der Linkspartei: „Ich wünsche mir, dass uns eines Tages auf dem Parteitag ein Bischof die Bibel als Maßstab gesellschaftlicher Verantwortung auslegt.“ (PS: Wir empfehlen der Linkspartei Kardinal Meissner aus Köln, der ja auch schlechte Erfahrungen in der DDR machte.) So weit also unsere Politiker.
11.5.2006 - "Schlimmste Steuererhöhung aller Zeiten" für die Bürger - nur Milliardengeschenke an die Kirchen bleiben / Papstbesuch verschlingt weitere Millionen: Mehrwertsteuererhöhung, Kürzung der Pendlerpauschale, Erhöhung der Versicherungssteuer, Kürzung der Sparerfreibeträge, Erhöhung der Steuern auf Benzin und sehr vieles mehr sind ab 1.1.2007 schon beschlossen. Und jetzt wird auch schon über PKW-Maut und über Gesundheits-Solidaritätsbeitrag zusätzlich zur Krankenversicherung nachgedacht und über noch einiges mehr. Die deutsche Boulevard-Zeitung Bild spricht von der "schlimmsten Steuererhöhung aller Zeiten" (11.5.2006). Während in den Nachbarländern die Abgabenlast für die Bürger überwiegend gesenkt wird, werden sie in Deutschland kräftig angehoben. Im Unterschied zu den Nachbarn hat Deutschland aber auch den teuren Klotz "Kirche" am Bein. Dieser schlägt jährlich mit ca. 14,15 Milliarden Euro Subventionen für Priesterausbildung, Bischofsgehälter, Kirchen- und Pfarrhausrenovierung usw. zu Buche, bzw. er führt wegen der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer (eine von der Steuer abzugsfähige Steuer ist ohnehin ein deutsches Phänomen) zu hohen Einnahmeverlusten (vgl. dazu www.stop-kirchensubventionen.de).
"Mit etwas Sparwillen besteht für eine Erhöhung [der Mehrwertsteuer] überhaupt kein Grund", erklärt Holger Menzel vom Einzelhandelsverband HDE (Bild, 11.5.2006). Doch von reduzierten Zahlungen an die Großkirchen wollen die Politiker nichts wissen. Im Gegenteil. Allein die Sicherheitsmaßnahmen für den bevorstehenden Papstbesuch im September sollen den Bürger weitere ca. 50 Millionen Euro kosten. Und die Einbußen für die Unternehmen (z. B. wegen Sperrung der Autobahn für die Papstmesse in Regensburg oder wegen Absperrungen der Innenstadt in München zur Hauptgeschäftszeit) sollen von diesen einfach hingenommen werden. Es käme demgegenüber günstiger, wenn der deutsche Staat jedem katholischen Pilger eine Rückfahrkarte nach Rom schenken würde, damit er Joseph Ratzinger dort bejubeln kann (so z. B. der Vorsitzende der bayerischen Polizeigewerkschaft Harald Schneider in der Mittelbayerischen Zeitung, 1.2.2006).
Auch bekommen die Kirchen weiter von fast jeder Kommune freiwillige Zuschüsse in Höhe von Zig-Tausenden von Euro. Das Paradoxe dabei: Städte und Gemeinden müssen Grundstücke und Immobilien verkaufen, um ihren Haushalt zu decken und der Kirche weiterhin Geschenke machen zu können. Die Großkirchen tasten jedoch bei Finanzbedarf ihr immenses Vermögen (in Deutschland nach Der Spiegel Nr. 49/2001 derzeit ca. 500 Milliarden Euro) in der Regel nicht an, weil es natürlich für sie vorteilhafter ist, wenn der Staat für sie bezahlt.
Und Steuererhöhungen berühren sie ohnehin kaum. Die Kirche muss weder Mehrwertsteuer abführen noch Schenkungs- oder Erbschaftssteuer noch Grundsteuer, Körperschaftssteuer, Kapitalertragssteuer noch sonst welche Steuern zahlen. Dies alles und vieles mehr wird ihnen in Deutschland geschenkt. Der Hintergrund: Die meisten namhaften Politiker sind in ihrem Amt gleichzeitig Lobby der beiden Großkirchen. So wird das Geld den Kirchen wohl weiter sprichwörtlich "vorne und hinten rein gesteckt". Und die Bürger müssen es bezahlen.
Und gehen kirchliche Betriebe trotz dieser beispiellosen Geschenke pleite, springt unter Umständen wieder der Staat ein - wie im Falle des Deutschen Ordens, dessen Schulden der bayerische Staat beglich, nachdem er ihm zuvor entgegen den gängigen Richtlinien den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts verliehen hatte. Zum tieferen Verständnis: Ministerpräsident Edmund Stoiber ist gleichzeitig "Laienbruder" dieses Ordens (mehr dazu hier).
* PS: Eine Petition für die Einstellung der Milliardenzahlungen finden Sie bei www.ge-recht.info.
19.7.2006 - Nahost - Kriegsstimmung in der evangelischen Kirche - siehe die Meldungen in "Der Theologe Nr. 6 - Die evangelische Kirche - immer für den Krieg"
8.9. / 14.9.2006 - Keine öffentliche Meinungsfreiheit in Gegenwart des Papstes - Erleben wir einen Vorgeschmack auf einen Polizeistaat? "Die Münchner Polizei will beim Besuch von Papst Benedikt XVI. ... energisch gegen papstkritische Demonstranten vorgehen", so Polizeipräsident Schmidbauer (Süddeutsche Zeitung, zit. nach Würzburger katholisches Sonntagsblatt Nr. 37/2006). Die mit der Kirche verfilzte Staatsmacht (Ministerpräsident Edmund Stoiber spricht von einer "Symbiose"; Hessischer Rundfunk, 13.9.2006; siehe unten) hatte schon 1980 brutal zuschlagen lassen, als sich behutsame und vorsichtige Kritik in der Öffentlichkeit zeigte. Der Verfasser des "Theologen" war damals zufällig Augenzeuge des Geschehens in Mainz. In der Presse wurde damals kaum etwas Kritisches berichtet. Und heute auch nicht.
Anders der Umgang des Staates mit möglichen Straftätern: Freies Geleit vom deutschen Staat gab es nämlich für einen Großspender an die römisch-katholische Kirche aus Liechtenstein, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenhöhe ermittelt. Die Staatsmacht sicherte ihm zu, ihn nicht zu verhaften, damit er Benedikt XVI. in Regensburg persönlich treffen und wieder unbehelligt nach Liechtenstein flüchten kann. Vielleicht denken sich die Kirchenmitglieder in der deutschen Justiz: Den Staat und seine Bürger zu bestehlen und das Geld der Kirche zu geben - das kann doch nicht wirklich ein Verbrechen sein. Der Staat kann doch hinterher wieder die Steuern erhöhen ...
14.9. / 15.11.2006 - Ministerpräsident Edmund Stoiber: "Symbiose" von Staat und Kirche - Zutreffender wäre jedoch die Bezeichnung "parasitäres Verhältnis" - "Wenn der größte Sohn Bayerns als Papst zurückkehrt in seine Heimat, dann ist das eben ein schöner Moment, den man nie vergessen wird", so Ministerpräsident Edmund Stoiber in der Sendung Benedikt Backstage (HR, 13.9.2006) über den weit über 100 Millionen Euro teuren Papstbesuch in Bayern. Es ist ein "Jahrhundertereignis, wenn nicht ein Jahrtausendereignis", so der CSU-Vorsitzende (Spiegel online, 14.9.2006). Und: „Natürlich, Trennung von Staat und Kirche, das ist ja auch der große Schritt nach der Aufklärung gewesen. Aber wir haben eine gute Zusammenarbeit und Symbiose, und sicherlich ist in Bayern die Zusammenarbeit von Staat und Kirche vielleicht besser als woanders, und ich glaube, das bekommt allen ganz gut“ (HR, 13.9.2006). Laut Duden bedeutet "Symbiose": "´Zusammenleben` ungleicher Lebewesen zu gegenseitigem Nutzen." Schon der Sachverhalt der "Symbiose" hätte nichts mit dem deutschen Grundgesetz zu tun, das die Religionsfreiheit für einander gleichberechtigte Religionsgemeinschaften in einem religiös neutralen Staat vorsieht, der keine Religion bevorzugen oder benachteiligen darf. Doch ist es überhaupt eine Symbiose von Staat und Kirche, wie Edmund Stoiber sagt? Haben also beide einen offensichtlichen Vorteil? Der Nutzen für die Kirche ist offensichtlich. Der Staat jedoch wird von der Kirche finanziell ausgesaugt ohne dass er davon einen nachweisbaren Nutzen hat. So wäre das Wort "parasitäres Verhältnis" zwischen Kirche und Staat wohl zutreffender. Laut Duden bedeutet "parasitär" "schmarotzerhaft". Und "schmarotzen" bedeutet wiederum "auf Kosten anderer leben". In Deutschland lebt die Kirche mindestens zu 14-15 Milliarden Euro jährlich auf Staatskosten (für Gehälter, Priesterausbildung, Baumaßnahmen, Steuerbefreiungen usw.). Die Subventionen für soziale Dienste der Kirche in Höhe von weiteren ca. Milliarden Euro jährlich sind dabei nicht mitgerechnet. (Die Kirche verwendet dieses Geld zwar zum großen Teil sinnvoll, erntet dafür jedoch zu Unrecht die Lorbeeren, die der Staat bekommen müsste. Viele Bürger sind nur noch deshalb Kirchenmitglieder, weil sie irrtümlich glauben, die Kirche würde soziale Dienste überwiegend selbst finanzieren.)
26.10. / 23.11. / 21.12.2006 - 565 Millionen Euro mehr Kirchensteuereinnahmen - Kirchen jubeln - Jubel in den Kirchen: Gegenüber dem Jahr 2005 steigen die Kirchensteuereinnahmen wegen der guten Konjunktur im Jahr 2006 für beide Großkirchen zusammen um 7,3 % = 565.000.000 Euro an (dpa, 20.12.2006). Bereits aus einer Statistik der laufenden Kirchensteuereinnahmen in der Zeitschrift idea-spektrum (Nr. 43/2006) Herbst ließen sich ca. 400 Millionen mehr hochrechnen, die jetzt noch deutlich übertroffen werden. Hinzu kommen die ungebrochenen Staatssubventionen von ca. 14,15 Milliarden Euro für innerkirchliche Zwecke plus außerordentliche Millionenzahlungen wie für die Papstbesuche 2005, 2006 und jetzt wieder 2007 (die kirchlichen Sozialdienste werden mit ca. 10 Milliarden Euro übrigens zusätzlich auch überwiegend vom Staat bezahlt). Allein die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nimmt im laufenden Jahr 30.000.000 Euro mehr ein als erwartet, nachdem man schon im Jahr zuvor 6.400.000 Euro mehr eingenommen hatte als 2004 (Fränkischer Tag, 23.11.2006) - und das, obwohl die Zahl der Mitglieder deutlich gesunken ist. Und auch für 2007 wird eine weitere Steigerung der Kirchensteuereinnahmen erwartet (dpa, 20.12.2006).
Während in Deutschland allmählich trotz "Aufschwung" (für wen?) die neue Armut um sich greift und mancher Normalverdiener nicht mehr weiß, was er noch einsparen soll, um über die Runden zu kommen (als nächstes werden die Krankenkassenbeiträge z. B. schon wieder drastisch erhöht; siehe dazu http://www.bild.t-online.de/BTO/tipps-trends/geld-job/aktuell/2006/12/21/krankenkassen-schock/krankenkassen-schock.html), überlegen die Kirchenführer derzeit, wie sie die Mehreinnahmen anlegen. "Am rigorosen Sparkurs soll aber festgehalten" werden, schreibt idea. Die Kirchen sind bekannt für ihre üppigen Rücklagen, frei nach dem der Bibel entlehnten Motto: "Ihr sollt euch Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost nicht fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen", also z. B. Wertpapiere.
Experten haben einmal errechnet, dass ein Kirchensteuerzahler ein Jahr seiner Lebensarbeitszeit nur für die Kirche arbeitet und dabei Kirchensteuern bis zur Höhe des Wertes einer Eigentumswohnung zahlt (siehe auch www.stop-kirchensubventionen.de).
11.12. / 13.12.2006 - Moderne "Judensterne" - Kirche will Andersgläubige in der Gesellschaft überall aufspüren und an den Pranger stellen - Nun ist es amtlich: Das Landgericht München hat unter dem Aktenzeichen Az 15 0 135511/05 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern erlaubt, einen "rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Betrieb mit einer als Sekte diffamierten Religionsgemeinschaft in Verbindung" zu bringen. Obwohl die kirchlichen Diskriminierungen das Grundrecht auf Religionsfreiheit anderer aushöhlen und praktisch immer wieder außer Kraft setzen (wenn sich die Kirche anschließend mit staatlichen oder privatrechtlichen Boykotten gegen die von ihr bekämpfte Gruppierung durchsetzt), erklärten die drei Richterinnen ausgerechnet unter Berufung auf die Religionsfreiheit (!) das kirchliche Verhalten für rechtens. Um nämlich "die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit wahrnehmen zu können, sei es zwingend notwendig zu erfahren, ´wer mit wem in Verbindung steht`" (Main-Post, 11.12.2006). Das Gericht betonte hierbei, "dass mittlerweile viele Menschen Kontakte zu Glaubensgemeinschaften jeglicher Art und deren Aktivitäten kategorisch ablehnten". Und daraus zog es dann die sinngemäße Schlussfolgerung: Um ihre "Religionsfreiheit" leben zu können, sei es für die evangelische Kirche und ihre Sympathisanten "zwingend notwendig" zu wissen, in welchen Firmen, Vereinen, Institutionen usw. sich Angehörige oder Sympathisanten religiöser Minderheiten befinden. Praktisch ging es um ein Einkaufsland in Marktheidenfeld, in dem rund 360 Mitarbeiter beschäftigt seien, von denen nur etwas weniger als zwei Drittel der Beschäftigten Mitglieder der Großkirchen seien. "Etwa ein Drittel" stünden demgegenüber "dem Universellen Leben ´nahe`". Dass diese von den Kirchen angeprangerte urchristliche Gemeinschaft nur deshalb von einigen Menschen "abgelehnt" wird, weil sie von der Evangelisch-Lutherischen Kirche auf das Niederträchtigste verleumdet und verhetzt wird (was von evangelischen Richtern wiederum seit Jahren gedeckt wird; 77 Strafanzeigen wurden von der Justiz abgeschmettert), davon spricht das Gericht jedoch nicht. So entstand einer untadeligen Firma im konkreten Fall wegen der kirchlichen Schmutzkampagne ein nachweisbarer Schaden von 1,3 Millionen Euro. Und erst 1998 gelang es der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, nur mit einer völlig haltlosen Verdächtigung eine ganze Firma kaputt zu machen.
Leider haben die drei Richterinnen vor Urteilsverkündung versäumt, ihre eigene Konfessionszugehörigkeit bekannt zu geben, was ihr Urteil vermutlich vollends zur Farce gemacht hätte (wenn sie evangelisch oder katholisch sind und ihrem Bischof z. B. mit ihrem Urteil "dienen" möchten. Lesen Sie dazu auch: Neutrale Richter gesucht: also nicht katholisch und nicht evangelisch, wo z. B. auf die evangelische Lehre Bezug genommen wird, dass Richter in ihrem Amt ihrer Kirche zu "dienen" haben).
Doch durch das Skandal-Urteil von München müsste jetzt auch offen gelegt werden, wo die Kirche und ihre Lobby überall ihre Finger im Spiel hat. Und so müsste eigentlich jede Firma und jede Institution, jede Behörde und jedes Gericht von nun an öffentlich machen, welcher ihrer Vertreter mit der Kirche und ihren modernen Inquisitoren "in Verbindung steht". Auch bei verurteilten Straftätern müsste folglich öffentlich gemacht wird, welcher Verbrecher mit der Kirche "in Verbindung steht" und z. B. gleichzeitig zu seinen Verbrechen die Kirche durch Zahlung von Kirchensteuern unterstützt.
Ein Urteil, das von den Priestern und Pfarrern als weiterer Triumph der modernen Verfolgung Andersgläubiger gefeiert wird, könnte sich so womöglich zum Bumerang für die letztlich totalitären Großsekten "Evangelische und Katholische Kirche" entwickeln. Denn immer mehr Menschen lehnen die zu einem großen Teil staatsfinanzierten Kirchen und ihr scheinheiliges und machthungriges Getue mittlerweile ab und wollen nichts unterstützen, was mit ihnen in irgendeiner Verbindung steht.
11.12.2006 - Tierfreundliche Landwirte wollen auf eigenem Grund und Boden 10 Jahre nicht jagen - von Jägern im Richtergewand abgelehnt. Lesen Sie den Bericht zu einem denkwürdigen Prozess.
14.12.2006 / 23.1.2007 - Inquisitionsprozess in Würzburg: Soll Kirchenopfer eingeschüchtert werden? - Unter den Augen von internationaler Presse und Fernsehen ist Deutschland seit Donnerstag, den 14.12.2006, um einen Justizskandal reicher: "Was die evangelische Kirche über mich und meine Freunde auf bösartige Weise, zu Unrecht und mit schlimmen Folgen seit Jahren verbreitet ("Sekte", "totalitär", "Antisemitismus" usw.), das gebe ich der Kirche zurück", dachte sich der Journalist Matthias Holzbauer, der sich zu den Urchristen im Universellen Leben zählt. Er tat es mit einigen Exemplaren eines Flugblatts, das er in der Nähe seines Marktstands in München verteilen ließ, wo er als Verkäufer nebenberuflich tätig war. Tags zuvor hatte die Kirche mithilfe einer riesigen Bild-Zeitungs-Schlagzeile einmal mehr versucht, den seit 15 Jahren tadellosen und auf hohem Niveau geführten Lebensmittelstand letztlich zu vernichten. An allen Bild-Verkaufskästen Münchens waren die Verleumdungen des evangelisch-lutherischen Kirchenrats Dr. Wolfgang Behnk über die "dubiose Sekte" auf dem Viktualienmarkt die Top-Meldung des Tages. Und weil der Kirche ihre falschen Beschuldigungen von allen deutschen Gerichten als zulässige Meinungsäußerungen erlaubt werden, ahnte Holzbauer nichts Böses, als er den kirchlichen Verleumdern im Flugblatt einmal den Spiegel vorgehalten hatte. Vor allem, weil seine Charakterisierungen der Kirche der Wahrheit entsprechen bzw. weil sie durch entsprechend dargelegte "Sachbezüge" zumindest zulässige Meinungsäußerungen waren. Außerdem wurde bereits mehrfach nachgewiesen, wie die evangelische Kirche ihre eigenen Abgründe auf religiöse Minderheiten projiziert (z. B. in Der Theologe Nr. 1).
Doch nun erhielten die kirchlichen Inquisitoren wieder einmal Schützenhilfe von der Justiz, dieses Mal aus dem Amtsgericht Würzburg. Zwar darf die Kirche aufgrund der besagten "Meinungsfreiheit" religiöse Minderheiten in Deutschland nahezu grenzenlos verleumden, diskriminieren und in ihrer Existenz zu vernichten suchen, was der ehemalige Katholik Holzbauer am Beispiel seiner Glaubensgemeinschaft sogar in einem Buch anhand zahlloser Beispiele dokumentierte (www.steinadler-schwefelgeruch.de). Bei seinem Versuch, sich zu wehren, hätte der Journalist aber angeblich eine Grenze überschritten und die Kirche beleidigt bzw. geschmäht; obwohl er sogar mehrfach von seinem Handzettel als einem "Hilferuf" auch an die Adresse der Justiz sprach, um ihn und die Urchristen vor kirchlicher Verleumdung und Volksverhetzung besser zu schützen (vgl. dazu www.theologe.de/theologe12.htm). Doch dies interessierte den Richter Dr. Stühler wenig. Der betrachtete ihn als den "Täter" und nicht die Kirche und ihre "Verleumdungsbeauftragten".
Während die meisten Besucher den Schuldspruch und die Verurteilung Holzbauers zu einer deftigen Geldstrafe und zur Übernahme der Gerichtskosten mit Empörung und lautstarkem Protest quittierten, war der evangelisch-lutherische "Verleumdungsbeauftragte" Dr. Wolfgang Behnk umgekehrt natürlich erfreut über die uneingeschränkte Unterstützung, die die Kirche einmal mehr durch die deutsche Justiz erfahren durfte. Er ging auf den Richter zu und drückte ihm nach Abschluss der Verhandlung einen Zettel in die Hand. Einige Zuschauer beobachteten den Vorgang (siehe Foto links), und einer rief: "Herr Behnk gratuliert dem Richter zu seinem Urteil". Und wer weiß, was zudem auf dem Zettel zu lesen war.
Der kirchliche Beauftragte Behnk (rechts hinten, verdeckt von einem Mann im Vordergrund) versucht seit 14 Jahren, die urchristliche Glaubensgemeinschaft, welcher der "Angeklagte" Matthias Holzbauer angehört, mit Rufmord nieder zu machen (siehe www.steinadler-schwefelgeruch.de). Nach der Verurteilung des Kirchenkritikers Holzbauer durch Richter Hubert Stühler (links) überreichte Kirchenrat Wolfgang Behnk dem Richter eine unbekannte Nachricht.
Immerhin verfügt Dr. Behnk über einen Ausweis, wonach ihn alle Behörden bei seiner Verleumdungsarbeit unterstützen sollen. Und schließlich lehrt die Evangelisch-Lutherische Kirche unter Berufung auf Martin Luther bis in die heutige Zeit sogar unverhohlen, dass Kirchenmitglieder in Staat, Justiz oder Medien der Kirche auch in ihrem Beruf dienen sollen (Dies wird beschrieben in der so genannten "Zwei-Reiche-Lehre", die Martin Luther für einen von ihm angestrebten totalitären Obrigkeitsstaat kirchlicher Prägung entwickelte; mehr dazu hier). Diese Lehre müssen sogar die Schüler im staatlich finanzierten evangelischen Religionsunterricht in Deutschland lernen.
Auch dem Verfasser des Theologen (der früher auch Abiturprüfer im Fach Evangelische Religionslehre war) wurde bereits von einem deutschen Gericht das "Unrecht" zugesprochen, als ein Pfarrer gegen ihn geklagt hatte. Siehe dazu: Neutrale Richter gesucht - also nicht katholisch und nicht evangelisch.
Auf die Frage, welcher Konfession der Richter selbst angehört, was bereits einiges erklären könnte, gab dieser keine Antwort. Eine besondere Ohrfeige für den Angeklagten war das vordergründige richterliche Lippenbekenntnis, angeblich "weltanschaulich neutral" urteilen zu wollen, während er sich aber bei seiner Entscheidung nicht einmal ansatzweise bemühte, die Rechtsauffassungen von Kläger und Beklagtem gegeneinander abzuwägen. So wäre es z. B. ohne weiteres möglich gewesen, die einzelnen begründeten Vorhaltungen Holzbauers an die Kirche ("Inquisitionssekte", "antisemitisch", "totalitär") unterschiedlich zu bewerten. Auch wurde bei dem Urteil nicht berücksichtigt, wie massiv und Existenz bedrohend Holzbauer und seine Freunde zuvor von der Kirche "beleidigt" und "geschmäht" worden waren (Außerdem: Was sind eine Handvoll Flugblätter gegen die Schlagzeile der Bild-Zeitung! Und was sind einige Hundert Urchristen gegen die mit Milliarden an Steuergeldern staatlich subventionierte evangelische Amtskirche!). Stattdessen lächelte der Richter dem klagenden Ober-"Staatsanwalt" Geuder nicht nur vertraut zu, sondern entschied auch ohne Wenn und Aber in dessem Sinne. Für den Richter, der sein Glaubensbekenntnis nicht verraten wollte (damit der Prozess nicht von vorneherein im Verdacht steht, zur Farce zu werden), war der von der Kirche verleumdete Journalist "ohne Zweifel" schuldig.
Entsprechend geschockt reagierten einige Zuschauer, vor allem aus dem Ausland: "Wie in einem Inquisitionsprozess". Und: "Wie früher unter dem Zeichen des Kruzifix." Und mancher fühlte sich auch daran erinnert, wie es vor allem die evangelische Kirche war, die vor ca. 70-80 Jahren durch Boykottaufrufe und Schmähungen zuerst viele Jahre lang die berufliche Existenz einer anderen religiösen Minderheit in Deutschland ruinierte. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden - wie aus der Geschichte bekannt ist - auch die Personen selbst grausam verfolgt und umgebracht - weil die Eskalation der Verleumdung und des Rufmords zu keinem Zeitpunkt gestoppt wurde, sondern v. a. von der evangelisch-lutherischen Kirche pausenlos geschürt wurde.
Die Fülle an Beweisen dafür siehe bei www.theologe.de/theologe4.htm, vgl. dazu auch www.theologe.de/martin_luther_juden.htm; www.theologe.de/theologe4.htm#Antisemitismus_im_NT.
Mehr zum Justizskandal in Würzburg lesen Sie hier in der Presseerklärung der Freien Christen und in der Aktualisierung des Buches Der Steinadler und sein Schwefelgeruch - das neue Mittelalter.
Eine ausführliche Beschreibung dieses Prozesses und des Prozesses für das Ruhen der Eigenjagd lesen Sie in der Broschüre Wie in Würzburg das Recht verbogen wird.
Das Skandal-Urteil von Würzburg ermutigt die kirchlichen Inquisitoren, noch schärfer als bisher gegen Andersgläubige vorzugehen und die Religionsfreiheit des deutschen Grundgesetzes weiter auszuhöhlen, weil ihnen das Urteil signalisieren könnte: Wenn sich jemand wehrt, kümmern wir von der Justiz uns schon darum.
Kuriosität am Rande: Matthias Holzbauer las während des Prozesses u. a. folgende Erklärung vor: "In den letzten 20 Jahren wurde in 77 Fällen Strafanzeige gegen Kirchenvertreter und deren Handlanger erstattet, und zwar wegen Beleidigung, Verleumdung, übler Nachrede, Geschäftsschädigung, Volksverhetzung, Falschaussage vor Gericht, Beschimpfung eines religiösen Bekenntnisses, Nötigung, Erpressung und Anstiftung zur Sachbeschädigung. Keine einzige dieser Strafanzeigen führte je zu einer Anklage. Der jetzige Anklagevertreter, Herr Dr. Dietrich Geuder, war immer besonders großzügig, wenn es darum ging, solche Strafanzeigen einzustellen ..." Auch die Konfessionszugehörigkeit des "Staatsanwalts" kann man nur erahnen.
Allgemein gesprochen: Bereits jetzt die Folge der jahrelangen Ignorierung der kirchlichen Volksverhetzung durch die Justiz: Die Täter konnten immer skrupelloser vorgehen. Und nun kann man an manchen Beispielen auch noch aufzeigen: Was die Kirche über andere ungestraft behaupten darf, dürfen diese jedoch nicht ungestraft über die Kirche sagen. Obwohl es im ersten Fall falsch ist, sich im zweiten jedoch vielfach nachweisen lässt. So also wird in Deutschland mit zweierlei Maß gemessen und jedem Bürger einmal mehr zu bedenken gegeben, wer womöglich der "Reiter" ist, der in Deutschland auf dem "Staatsross" sitzt und es lenkt.
Da die Konfessionszugehörigkeit von Staatsanwaltschaft und Richter in dem Prozess vor dem Amtsgericht Würzburg nicht genau geklärt werden konnten, hier noch zur Vollständigkeit ein Auszug aus der bis heute gültigen Lehre der katholischen Kirche (PS: Immerhin gibt es in Würzburg auch einen bekannten Domvikar mit Namen "Stühler"). So heißt es dort z. B.: "Deshalb muss sie [die katholische Kirche] mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte. Somit kommt der Kirche aus der ihr ... übertragenen Machtvollkommenheit nicht nur das Recht zu, sondern sogar die Pflicht, gleich welche Irrlehren nicht nur nicht zu dulden, sondern vielmehr zu verbieten und zu verurteilen, wenn das die Unversehrtheit des Glaubens und das Heil der Seelen fordern" (Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, Regensburg 1992, Lehrsatz Nr. 382). Jeder Katholik ist zudem bei Androhung ewiger Hölle verpflichtet, die gesamte kirchliche Überlieferung anzunehmen. Der Beleg dazu findet sich in dem in der Kirche als "unfehlbar" geltenden Lehrsatz Nr. 85.
Urteilen Sie selbst! Kann z. B. ein Richter, der in diesem Glauben indoktriniert wurde, "weltanschaulich neutral" entscheiden? Oder werden die religiösen Minderheiten in ähnlichen Verfahren wie dem obigen nicht schon seit Jahrzehnten zum Narren gehalten?
17.12. / 19.12.2006 - Skrupellose Abzocke der Kirche in Berlin und Brandenburg - Ausgetretene müssen wieder Kirchensteuer zahlen - "Skrupellos" nannte Rechtsanwalt Karsten Sommer das "Geschäftsgebaren" v. a. der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Berlin-Brandenburg, das diese seit einigen Jahren betreibt (Der Tagesspiegel, 13.3.2006). Zieht nämlich ein Bürger neu in Berlin zu, reicht es nicht, wenn dieser erklärt, konfessionslos zu sein. Er muss einen Kirchenaustritt schriftlich nachweisen können oder verbindlich erklären, niemals getauft worden zu sein. Die Kirche ließ dann das Taufregister seines Geburtsorts durchforsten, um diese Auskunft zu kontrollieren (frei nach dem Motto "Sobald das Wasser über den Scheitel rinnt, darfst du bald zahlen, liebes Kind"). Doch was geschieht, wenn man irgendwann einmal getauft wurde, jedoch die spätere Austritts-Bescheinigung nicht mehr findet oder nie eine solche erhalten hat? Dann kann man sich nur durch sofortigen erneuten Kirchenaustritt (und erneute Zahlung der Kirchenaustrittsgebühr) vor weiteren Forderungen der Kirche schützen. Man muss dann "nur" vom ersten Kirchensteuer-Bescheid bis zur Wirksamkeit des zweiten Austritts an die Kirche zahlen.
Manchmal machte sich die Kirchensteuerbehörde nicht einmal die Mühe, einem Bürger seine Taufe nachzuweisen, sondern stempelte ihn einfach per Behördenwillkür zum evangelischen oder katholischen Kirchenmitglied. So berichtete z. B. der von Düsseldorf nach Berlin gezogene Hans Gabriel, er wurde von der Kirchensteuerbehörde kurzerhand auf Verdacht als "römisch-katholisch" erklärt, obwohl er niemals "römisch-katholisch" getauft wurde (Berliner Zeitung, 19.1.2006) und ca. 1967 oder 1968 aus der evangelischen Kirche ausgetreten war. Nur durch erneuten Austritt konnten er und seine Frau die Forderung der Kirche schließlich auf 3.000 Euro begrenzen.
Vor allem gutgläubige ehemalige DDR-Bürger, die noch keine Erfahrungen mit den Machenschaften der Kirche hatten, traf es hart. Sie erhielten bei ihrem ersten Kirchenaustritt in den staatlichen Stellen der DDR keine Bescheinigungen, und die dort zuständigen Amtsgerichte hoben die Austrittserklärungen nur 10 Jahre auf. Diese sind also nicht mehr vorhanden. Obwohl der Bürger also nachweislich keinen Fehler machte, nützt es ihm nichts. Die Kirchensteuer-Uhr tickt, und jeden Monat, den er sich weigert, das schäbige "Spiel" mitzuspielen und erneut gebührenpflichtig auszutreten, da er ja schon ausgetreten war, muss er wieder zahlen. Zivilcourage wird in diesem Fall sehr teuer.
Die Kirche rechnet es sich selbst dabei als "gnädig" zu, dass sie offenbar nicht darauf besteht, Kirchensteuer vier Jahre rückwirkend nachzufordern, wozu sie juristisch sogar ermächtigt wäre (nicht zufällig besteht jeweils immer die Hälfte der jeweiligen Kirchenleitungen aus professionellen Juristen). Sie erhob ihre Forderungen "nur" vom Augenblick des ersten neuen Bescheids und erließ nach eigenen Angaben davon noch einmal 50 %. Dass ihr aber insgesamt 0 % zustehen, weil die Menschen rechtskräftig ausgetreten waren und aufgrund der damaligen Rechtslage keine Bescheinigungen darüber ausgestellt worden waren, erwähnt sie nicht. So wurde nämlich auch bei den meisten Austritten im Westen Deutschlands keine Bescheinigung ausgestellt, sondern dem Aussteiger nur ein Protokoll verlesen, das er unterschreiben musste und das bei den Behörden-Akten verblieb.
Und bis vor kurzem gab es mit diesen Verfahren auch keine Probleme. Bis die Kirche in Berlin und Brandenburg nach dem Ende der DDR auf die Abzock-Idee kam, eine solche Bescheinigung von Neuzugezogenen einzufordern oder andernfalls auch Ausgetretene wieder als Kirchensteuerzahler zur Kasse zu bitten. "Vor allem die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg sei dabei ziemlich gnadenlos, sagt Ulrich Tünsmeyer, Bildungsreferent beim Humanistischen Verband, der hunderte, meist ostdeutsche Betroffene kennt" (Berliner Zeitung, 19.1.2006).
Ca. 3.600 Personen forscht die Kirchensteuerstelle in Berlin und Brandenburg derzeit auf diese Weise jährlich aus (Der Tagesspiegel, 28.2.2006), pro Tag zehn Bürger. Diese Schikanen beschränken sich derzeit auf Berlin, doch wer weiß, ob nicht auch bald andere Landeskirchen von diesem "Blut" "lecken" und einen zusätzlichen Geldstrom auf diese Weise in ihre Kassen lenken wollen (vgl. dazu eine Serie über Kirche und Geld in der Zeitschrift "Das Weisse Pferd"). Die Kirche weiß sich vor allem bei der deutschen Justiz immer in guten Händen: 39 Mal kam es deswegen zu Gerichtsverhandlungen. Und "alle Fälle seien [nicht ganz überraschend] von der Landeskirche gewonnen worden" (Der Tagesspiegel, 13.3.2006).
Mehr zu den Schikanen der Kirche in Berlin siehe auch in einem weiteren ausführlichen Bericht.
Eine Möglichkeit der Solidarität mit den von der Kirche schamlos Abgezockten: Sofort austreten und auf jeden Fall: Kirchenaustrittsbescheinigung verlangen und sicher aufbewahren! Und was die wenigsten wissen: Durch die staatlichen Milliardengeschenke an die Kirchen (pro Jahr über 14 Milliarden Euro, siehe www.stop-kirchensubventionen.de) muss jeder Aussteiger in Deutschland trotz allem die Kirche mitfinanzieren - und zwar pro Kopf durchschnittlich in doppelter Höhe seines theoretischen Kirchensteuerbeitrags. So könnte man sich durch Kirchenaustritt wenigstens einen Teil sparen.
PS: Doch die Kirche "droht" auch in diesem Fall den Bürgern weiter. Aus ihrer Sicht bleiben die einmal Getauften auch ohne Kirchensteuerzahlungen für alle Ewigkeiten Mitglieder der Kirche, aus der auch im 21. Jahrhundert angeblich niemand wirklich austreten könne (Der Beweis dafür siehe z. B. in der Schrift Freie Christen Nr. 1). Das erinnert an die frühere Verhalten der Kirche, dass Kirchensklaven niemals freigelassen werden dürfen (siehe hier). Doch niemand braucht sich von diesen wahnhaften Besitzansprüchen auf die Menschen einschüchtern zu lassen. Aus der Geschichte sind solche Gebaren vielfach von den Machtorganisationen bekannt, deren Zeit abläuft.
Und noch ein Tipp für werdende Eltern: Lasst Euer Kind nicht taufen. Gott und - wer daran glauben möchte - seine Schutzengel machen keine Unterschiede zwischen einem getauften und einem ungetauften Kind, und Jesus hat eine Kindertaufe niemals gewollt. Das alles ist nur die Einschüchterung der Kirche.
"Allmächtig" heißt also nicht, daß Gott alle Macht hätte und wir gar keine, sondern es bedeutet, daß alle irdische Macht sich - in Jubel oder Schande - der göttlichen Güte zuletzt beugen wird. Beten wir darum den Beginn des Credo mit christlichem Freimut. Nicht vor einem Allmächtigen uns ducken sollen wir, sondern eben weil zuletzt die Liebe herrscht, brauchen wir uns vor keinem zu ducken: "Gott steht auf, seine Feinde zerstieben, seine Hasser entfliehen vor seinem Angesicht. Wie Rauch verweht, da es weht, wie Wachs angesichts des Feuers zerfließt, schwinden die Frevler angesichts Gottes, die Bewährten aber freun sich, ergötzen sich vorm Angesicht Gottes, entzücken sich in der Freude."
PS: Im Jahr 2006 haben sich die Kirchensteuereinnahmen um 7,3 % auf über eine halbe Milliarde Euro erhöht (565 Millionen). Für das Jahr 2007 erwarten die Kirche und die Wirtschaft weitere Steigerungen, und die Großverdiener werden sich die Gehälter wohl wieder maßlos erhöhen. Nur der einfache Bürger wird immer mehr ausgenommen.
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Der Text kann wie folgt zitiert werden: |
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