Bounce Tour 2002/2003

BON JOVI LIVE - AUCH DIE FANS GABEN ALLES

"Es ist gut wieder in Deutschland zu sein", rief Jon Bon Jovi seinen 9000 Fans in der Kieler Ostseehalle zu - und zündete dann ein Hit-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht.

Zweieinhalb Stunden gab es von der Gruppe Vollgas: Rock vom Feinsten, gut abgemischter Sound, sehr gut präsentiert. Jeder Song wurde von den Fans textsicher mitgesungen, zum Teil ließ sie Jon Bon Jovi allein singen. Eine unglaubliche Partystimmung machte sich von Anfang an breit.

Irritierend der Beginn des Konzerts - unüblich für Rockkonzerte, die Gitarristen auf Barhockern sitzend, spielte die Band ihre ersten großen Hits. Zum Teil soft aber auch schon schneller - und es funktionierte, der berühmte Funke sprang schon beim ersten Ton ins Publikum über.

Alle Musiker überzeugten an ihren Instrumenten, wobei Gitarrist Richie Sambora mit seinen Solo-Einlagen zu glänzen wusste. Aber klar, der Megahit "It's my life" funktioniert nicht im Sitzen. Jetzt zeigte Jon Bon Jovi, was alles auf einer Bühne möglich ist und wie sehr er es versteht, sein Publikum zu dirigieren, es zum Bestandteil des Konzerts zu machen. Jon Bon Jovi singt für jeden einzelnen in der Halle und jeder Fan singt für die Band, jede Geste vom Sänger wird kopiert und fast synchron mitgemacht. Nein, es war nicht nur ein Jon Bon Jovi in der Kieler Ostseehalle, sondern über 9000, die alle ihr Erlebnis hatten und mehr als zufrieden den Heimweg angehen konnten. Mit dem sicheren Gefühl, an diesem Abend alles gegeben zu haben.

 

 

Glücksmomente-Macher (München, 13.06.2003 - letztes Deutschland-Konzert der BOUNCE-Tour 2003)

Perfekter geht’s nicht: Bon Jovi im Olympiastadion

 
www.sueddeutsche.de/kultur@Middle2

Jawohl, so soll’s sein! Als kurz vorm Finale der mitreißende Hit „Bad Medicine“ unter großem Applaus mit gewaltigem Schlagzeug-Gepolter und einem letzten Gitarren-Aufbäumen majestätisch in sich zusammenbricht, Jon Bon Jovi sein schweißtreibendes Intensivturnen theatralisch vom wilden Zappeln zum Zucken herunterbremst und wir uns zum circa siebten Mal an diesem grandiosen Abend denken, dass man diese Ekstase nun wirklich nicht mehr steigern könne... da legt das Quintett aus New Jersey einfach noch einen drauf: die Beat-Nummer „You Make Me Wanna Shout“. Und das vorher schon ausgelassene Olympiastadion steht endgültig Kopf. Nach der fulminanten Drei-Stunden-Show kann man nur den Hut ziehen: Perfekter geht Stadion-Rock nicht!

Der früher oft und gern geschmähte Jon Bon Jovi ist so viel mehr als nur ein sexy Knackarsch mit integriertem Pracht-Sangesorgan, so viel mehr als nur ein Schnulzen-Cowboy für gewisse Stunden: Er ist der zweitbeste Rock- Entertainer der Welt (freilich weit hinter Robbie Williams). Wie sich der geniale Glücksmomente-Macher etwa bei „Lay Your Hands On Me“ erst in himmlische Regionen hoch gospelt, anschließend beim treibenden „Keep The Faith“ Gott gleich noch zum Kampf herausfordert, um schließlich das ganze Stadion „Faith!“ brüllen zu lassen: Das ist keine Glaubenssache mehr, sondern wunderbar inszenierter Wahnsinn. Mit einem Saitenvirtuosen wie Richie Sambora, der von zartem Gezupf bis zu Godzilla-Gitarrenriffs einfach alles spielen kann, haben Bon Jovi die Sympathien eh schon für sich gewonnen.

Der eigentliche Star des Abends aber ist das Publikum. Wohl dem, der solche Fans hat. Extrem-Schattenboxer Jon Bon Jovi hat seine Gefolgschaft fest im Griff, auch wenn er bei den ersten Nummern noch etwas angestrengt quäkt. Egal! Die Zeiten, in denen man selbst in Musikzeitschriften mehr über die Haarpracht des nicht immer geschmackssicheren Friseur-Sohnes („Heavy-Metal- Pudel“) als über seine Musik räsonierte, sind endgültig vorbei. Längst (und voll zu Recht) haben sich einstige Vorbilder der Band wie Bob Dylan oder Bruce Springsteen als Fans von Bon Jovi geoutet. Und sind die Songtexte zuweilen noch so doof: Drei Stunden Rock gewordene Ausrufezeichen (Leb dein Leben jetzt! Schlaf, wenn du tot bist!) machen einen zum besseren Menschen (zumindest zu einem besser gelaunten). Die Band zeigt sich (bon-)jovial – und gibt reichlich. Klassiker ohne Ende, neues Hartes und munter Nachgespieltes. Über die Zweckentfremdung von David Bowies „Heroes“ zur pathetischen Ami-Hymne könnte man noch streiten. Mit „Rockin’ All Over The World“ und „Twist And Shout“ jedoch zeigen sich Bon Jovi als des Planeten witzigste Tanzparty-Kombo. Und der kleine Restbestand an früher durchaus berechtigtem Kulturpessimismus wird mit der vereinten Kraft von 220 fetten Lautsprecherboxen kurzerhand rückwärts aus dem Stadion geballert. Ganz großartig, das alles.

 

Hier die Setlist:
Bounce
You give love a bad name
wild in the streets
livin on a prayer
everyday
lay your hands on me
keep the faith
wanted
in these arms
it`s my life
bed of roses
the distance
runaway
diamond ring
irgendetwas von david Bowie, keine ahnung wie des lied heisst!?
someday i`ll be saturday night
just older
ibtfy
something to believe in
undivided
born to be my baby
i`ll sleep when I´m dead/ rockin all over the world
raise your hands

missunderstood
captain crash
bad madicine / shout

these days
twist & shout

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bremen Bericht, 08.06.03 Weser-Report
Bon Jovi boten erstklassige Show

Das Bremer Weserstadion hat sich einmal mehr als erstklassige Open-Air-Adresse bewährt. Knapp 35.000 Fans im Stadion und Zehntausende auf dem Osterdeich verfolgten am Freitag den Auftritt der US-Rocker Bon Jovi, bei dem von der Stimmung unter den Besuchern bis zum Wetter alles perfekt zusammenpasste - auch wenn Frontmann Jon Bon Jovi ein wenig erkältungsgeschwächt die Bühne betrat. Doch der smarte Sänger konnte sich auf die Bremer verlassen, die ihn bei Hits wie "Livin´on a Prayer" oder "Dead or Alive" stimmlich großartig unterstützten. Getragen von einem funktional wie geschmackvollen Bühnendesign war die Show gegenüber früheren Bon-Jovi-Tourneen vom Konzept her wenig verändert: Dans dürften auf die Bühne, ansonsten wenig Schnickschnack, Konzentration auf die Musik und somit das Wesentliche. Lesen Sie mehr über Bon Jovi auf Seite 10. (job)

Rock-Hots ohne Schnickschnack
Bon Jovi überzeugten beim Open-Air im Weserstadion mit einer geradelinigen Show

von Jochen Brünner

Zwar ist das Rock-Profil, auf das Bon Jovi zu Beginn ihrer Karriere Wert gelegt haben, längst einer Mainstream-Kompatibilität gewichtn, doch live präsentiert sich die Band noch immer schnörkellos überzeugend.

Schnell wurde deutlich, über welch unglaubliches Hit-Potenzail Bon Jovi verfügt: Als nach einer Dreiviertelstunde "Bad Name", "Livin´on a Prayer", "Keep the Faith", "Dead or Alive" und "It´s my Life" vorüber waren, glaubte ein Besucher in der näheren Umgebung, bereits alles gehört zu haben, was er von der Band kennt. Aber er hatte die Rechnung zumindestens ohne "Saturday Night", "Sleep when I´m dead" und "Bad Medicine" gemacht, wobei Balladen wie "Always" oder "Bed of Roses" nicht einmal zum PRogramm gehörten. Dies mag auch an der Erkältung gelegen haben, die Jon an diesem Abend plagte, so dass er die zweieinhalb Stunden nur mit zahlreichen Heißgetränken durchstand.
Nicht umsonst verfügt Bon Jovi mit Richie Sambora, der bei seinen Soli sein Gesicht so herzzerreißend verzieht, als habe man ihm sämtliche Gitarren gerade weggenommen. drummer Tico Torres oder Keyborder Dave Bryan über exzellente Musiker. Und wenn Richie bei "I´ll be there for you" ran darf, dann macht er auch als Sänger eine gute Figur.
Furios war vor allem der letze Block vor den Zugaben, ein über 30-müntiges Non-stop-Rock-Spektakel, und als Jon Bon Jovi nach dem letzten Ton von "Shout" erschöpft hinter em Mikrofonständer zusammen sank, da hatte er auch in sportiver Hinsicht eine große Leistung vollbracht.

 

08.06.2003

Hier die Setlist aus dem WESERSTADION in BREMEN, (Friday, June 6):

BOUNCE
YOU GIVE LOVE A BAD NAME
WILD IN THE STREETS
LIVIN' ON A PRAYER
EVERYDAY
UNDIVIDED
KEEP THE FAITH
WANTED DEAD OR ALIVE
MISUNDERSTOOD
IT?S MY LIFE
RUNAWAY
IN THESE ARMS
THE DISTANCE
I?LL BE THERE FOR YOU (Richie on lead vocals)
BLOOD ON BLOOD
SATURDAY NIGHT
BORN TO BE MY BABY
I'LL SLEEP WHEN I'M DEAD
(w/Dancin' In The Streets & Rockin' All Over The World)
RAISE YOUR HANDS

Encore:
BAD MEDICINE
SHOUT
I GOT THE GIRL
I BELIEVE

05.06.2003

http://www.bonjovi.com

Here's the German press release: - - - - - - - - BON JOVI LIVE 2003 / EINZIGES INDOOR-KONZERT IN KIEL Die überragende US-Rockband Bon Jovi wird auf der überaus er-folgreichen Open Air-Tournee am 17. Juni 2003 das einzige Indoor-Konzert in Deutschland in der Kieler Ostseehalle spielen. 26 Welt-hits hautnah, ein Leckerbissen für echte Bon Jovi-Fans. Das für diesen Termin geplante Open Air-Konzert in Neumünster muss aus lo-gistischen Gründen in die moderne, grossräumige Ostseehalle verlegt werden. Die Neumünster-Tickets behalten für Kiel ihre Gültigkeit. Einige Resttickets für dieses einmalige Konzertereignis sind noch erhältlich. Bon Jovi, derzeit mit den Hits des Bestseller-Albums Bounce auf einer einzigartig erfolgreichen Welttournee, stürmt mit einem musikalischen Feuerwerk die deutschen Stadien: mehr als 70.000 verkaufte Tickets für das Münchener Olympiastadion, volle Arenen in Erfurt, Gelsenkirchen, Mannheim und Bremen, jubelnde, singende und tanzende Fans bei den Millionensellern wie It's my life, Runaway, Blaze Of Glory und der neuen Hitsingle All about loving you?. Das in den Tourplan zusätzlich eingefügte Open Air-Konzert Neumünster kann in der Gigantonomie der bekannten Bon Jovi-Präsentation aus unvorhersehbaren logistischen Gründen nicht durchgeführt werden. Zwischen dem Konzert in München am 13. Juni und der Open Air-Show in Dublin liegen für die 24 Long-Trucks über 1.500 Kilometer. Durch Än-derung im Seefähren-Fahrplan und durch lokale Auflagen in Dublin ist ein Open Air in Norddeutschland nicht mehr möglich. Bon Jovi möchte aber keinesfalls seine Fans im Norden enttäuschen. Darum hat die charismatische Band dem einzigen Indoor-Konzert auf ihrer Deutschland-Tournee zugestimmt, das produktionstechnisch mit einer speziell konzipierten Bon Jovi-Bühne in der modernen Kieler Ostseehalle möglich ist. -- BON JOVI -- 17.06.2003 -- KIEL / Ostseehalle / Ticket-Hotline: 01805-570000

 

30.05.2003

Rock-Feuerwerk von einsamer Klasse in Arena

 

Wer glaubte, die Stimmung, die beim Bruce Springsteen-Konzert vor einer Woche in der Arena Auf Schalke herrschte, sei nicht mehr zu übertreffen, hat sich gewaltig getäuscht. Bon Jovi kamen, sahen und siegten - mit opulenter Lightshow und krachendem Rock entzündeten sie ein Feuerwerk der Emotionen


Die Hitze rund um die Arena ist schweißtreibend, als um 16 Uhr die Tore geöffnet werden und die teilweise schon seit Stunden wartenden Massen in den Innenraum strömen. Viele hatten sich die Zeit mit einem Sonnenbad vertrieben, andere saßen lieber in ihren Autos und hörten die Bon Jovi-Platten rauf und runter, um später textsicher zu sein. Die Stimmung ist jedenfalls schon fünf Stunden vor Konzertbeginn grandios.

Viele Gäste von außerhalb, größtenteils langjährige Bon Jovi-Fans, die mit Kind und Kegel angereist sind, staunen erst einmal. Nicht nur über die Ausmaße der Halle, sondern auch über das Prinzip der Knappenkarte. Manch einer stellt sich nämlich brav für sein Bier an, um nach zehn Minuten festzustellen, dass er erstmal besagtes Zahlungsmittel erwerben muss, um den begehrten Durstlöscher käuflich erwerben zu können. Die Meisten nehmen´s gelassen. Mehr Ärger gibt es da über die gesalzenen Preise von 30 Euro für ein T-Shirt mit Bon Jovi-Konterfei. Nicole Kottbusch (32) aus Gelsenkirchen trägt konsequent ein Shirt von "Fury in the slaughterhouse": "Die haben wenigstens noch humane Preise. Für das Geld kaufe ich kein Bon Jovi-Souvenir." Nicole und ihre Begleiterinnen freuen sich trotzdem auf eine Supershow: "Wir hoffen, dass heute etwas mehr Action in der Hütte ist als bei den letzten Schalke-Spielen", meinen die Dauerkartenbesitzer.

Als um kurz nach halb acht die Vorgruppe "Live" die Bühne entert, geht erstmals ein Jubel durch die Arena. Doch die Stimmung ebbt wieder ab, als man feststellen muss, dass der Sound grausam übersteuert ist und man so kaum etwas vom Gesang des "Live"-Frontmanns Ed Kowalczyk hört. Schade, denn was man erahnen kann, klingt gar nicht mal übel.

Nach 45 Minuten geben "Live" die Bühne zum Umbau frei, und um viertel vor neun ist es endlich soweit: Zwei Limousinen fahren durch den Tunnel rechts von der Bühne vor und liefern die Stars des Abends ab. Sofort stürmt Frontmann Jon Bon Jovi mit seinen Mannen (Richie Sambora, Gitarren; David Bryan, Keyboards; Hugh McDonald, Bass und Tico Torres, Drums) an die Rampe und legt los. Die Stimmung kocht über, mit knallhartem Rock geben die US-Stars ihren Fans, was diese wollen: Eine perfekte Mischung aus neuen Hits ("Bounce", "It´s my life") und alten Klassikern ("Living on a prayer", "Runaway") in exzellentem Sound und grandiosen Lasereffekten. Zweieinhalb Stunden sorgen die (mittlerweile gut 40-jährigen) Jungs aus New Jersey für das packendste Rockkonzert, das Gelsenkirchen je gesehen hat. Als ihre Limousinen die Stars wieder abholen, verlassen die Zuschauer die Arena Auf Schalke - erschöpft, aber glücklich, dabei gewesen zu sein.

Die Polizei vermeldete keine besonderen Vorkommnisse und bedankt sich bei den 55000 Fans: "Ihr Verhalten hat für eine entspannte Anfahrt und für tolle Stimmung bei dem Konzert gesorgt." Herbert Grönemeyer und Robie Williams werden sich anstrengen müssen, denn Bon Jovi haben die Messlatte sehr hoch gelegt.

 

Hier die Fotos vom Wien-Konzi am 28.05.2003

 

 

Setlist Bounce-Tour 2003

Sun May 25,  Erfurt, Steigerwaldstadion

1.      Bounce/ 2.      You Give Live A Bad Name / 3.      Wild In The Streets / 4.      Livin' On A Prayer / 5.      Everyday / 6.      Runaway / 7.      Keep The Faith / 8.      Wanted Dead Or Alive / 9.      In These Arms / 10. It's My Life / 11. Someday I'll Be Saturday Night / 12. Just Older / 13. Misunderstood / 14. I'll Be There For You (Richie on lead vocals)  / 15. Blaze Of Glory / 16. Hook Me Up / 17. Born To Be My Baby / 18. I'll Sleep When I'm Dead / 19. Raise Your Hands  

ENCORE 1: 20. Heroes (David Bowie cover) / 21. Twist And Shout

ENCORE 2: 22. Undivided / 23. Captain Crash & The Beauty Queen From Mars / 24. Bad Medicine / Shout

 

Hier sind die ersten Fotos aus Erfurt!!!!!!

 

25.05.2003 - Erfurt: Rocker, Blechlawinen, Sonderschichten

Ein Mann namens John Francis Bongiovi kommt nach Erfurt und bringt rund 25 000 Leute in seinem Sog mit. Irgendwas muss wohl dran sein an dem 41-jährigen Rocker aus New Jersey. Die Mädels stehen auf den gut aussehenden Ami wegen seines knackigen Pos, die Jungs sind mehr für seine Musik zu begeistern, die im wesentlichen aus gitarrenbetontem Rock und zu Herzen gehenden Balladen besteht. Gestern kamen jedenfalls alle auf ihre Kosten.

Endlose Blechlawinen auf allen Zufahrtsstraßen, verstopfte Züge und lange Warteschlangen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln - Erfurt stand schon Stunden vor dem ersten großen Konzert des Jahres im Steigerwaldstadion unter Strom. Bon Jovi ist eben nicht irgendwer, sondern ein Rocker, der sich auf sein riesiges Heer von treuen Fans stützen kann. Und da die Deutschlandtournee zu seinem neuen Album "Bounce" ihren Startpunkt in Erfurt hat, konzentrierte sich das Interesse ganz besonders auf Thüringens Landeshauptstadt. Aus allen Ecken des Freistaates, aber auch aus den benachbarten Bundesländern hatte man sich aufgemacht, um den smarten Sohn italienischer Einwanderer und gelernten Friseur auf der riesigen Bühne im Steiger-waldstadion zu sehen und natürlich zu hören. Und genau so weit, wie man am späten Samstag Abend aus den höher gelegenen Stadtbezirken ein farbenprächtiges Lichtspektakel bei den Beleuchtungsproben beobachten konnte, genau so weit war gestern Abend auch das kräftige Bassgehämmer der zigtausend Watt starken Lautsprecherboxen zu vernehmen.

150 Beamte der Erfurter Polizei opferten gestern übrigens ihren freien Tag und waren zusätzlich im Einsatz, um das Heer erwartungsfroher Besucher sicher zur Konzertarena zu geleiten. Und man hatte versucht, rechtzeitig vorzusorgen. So waren beispielsweise ab Mittag beide stadteinwärts führenden Spuren der B4 vom Hubertus bis zum Ortseingang in einen riesigen Parkplatz verwandelt worden. Eine gute Idee, die ein totales Chaos um das Steigerwaldstadion verhinderte, doch war das Not-Reservoir bald komplett belegt.

Gut beraten waren gestern diejenigen, die ihr Auto in weiser Voraussicht vor der Haustür stehen ließen und sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zum Stadion machten. Ein eigens von der EVAG eingesetzter Organisationsstab bemühte sich die heran strö-menden Massen ab 14.00 Uhr mit elf zusätzlichen Straßenbahn-Dreierzügen abzufangen, die fast minütlich zwischen Innenstadt und Thüringenhalle pendelten. Und selbst die hatten alle Mühe dem ungewohnten Menschenansturm Herr zu werden.

Um 20.32 Uhr war es dann aber endlich soweit. Der Rocker betrat mit seiner Band die überdimensionale Bühne und begann mit halbstündiger Verspätung dort sein Konzert, wo zurzeit fußballerisch nur Tristesse und Chaos herrscht. Seine verzückten Fans verziehen ihm jedoch diese Unpünktlichkeit und begrüßten ihr Idol mit frenetischem Jubel und Gekreisch. Zum Glück war die Witterung ideal für ein Open Air-Konzert - nicht zu warm, dazu eine leichte Brise. Die Befürchtung, dass Mädchen reihenweise in Ohnmacht fallen, wie weiland bei den berühmt-berüchtigten Rolling Stones-Konzerten, bewahrheitete sich nicht. Die Sanitäter hatten im Großen und Ganzen einen recht ruhigen Abendeinsatz.

Bis tief in die Nacht beschallte der musikalische Herzensbrecher das weite Stadionrund und die umliegende Gegend. Bis zum Wiesenhügel soll der ungetrübte Hörgenuss gereicht haben. Ehe sich die letzten zufriedenen Fans auf den Heimweg gemacht hatten, war es schließlich weit nach Mitternacht.

Bericht:

Michael KELLER, Peter HEILEK, Anja DEROWSKI

Thüringer Allgemeine 26.05.2003

 

THÜRINGER LANDESZEITUNG vom 24.05.2003

100 Kilowatt Sound für Bon Jovi

Löbervorstadt. (tlz/HS) Das Tor wurde für das gestrige Spiel von Rot-Weiß noch vor Ort gelassen - heute muss es weichen, denn am morgigen Sonntag wird im Steigerwaldstadion nicht auf dem Rasen gespielt, sondern auf der Bühne. Seit Montag wird diese Spezialbühnenanfertigung für den Auftakt der Bounce-Tour von Bon Jovi montiert. Gestern standen die 200 Tonnen Stahl erstmals in der Form, wie sie auf allen Konzerten der Deutschland-Tour zu sehen sein werden - rund 60 Meter breit und 24 Meter hoch. Größer als die Bühne, mit der Bon Jovi zuletzt unterwegs war. Mit drei Riesenkräne wurden die Teile von der deutsch-amerikanischen Crew in Position gebracht. Der Rest wird heute per Hand und Seilwinden montiert: Scheinwerfer, die insgesamt 800 Kilowatt beanspruchen, und eine 100 Kilowatt-Verstärkeranlage. Erwartet werden am Sonntag etwa 27000 Bon Jovi-Fans. Es ist ratsam, sich früh einen Platz im Stadion zu sichern und - noch viel ratsamer - möglichst mit der Straßenbahn vorzufahren, denn Parkplätze werden am Sonntag zur Rarität. Konzertbeginn ist um 18 Uhr.

 

TOURSTART IN DEUTSCHLAND - 25.05.2003 in ERFURT!!!!!!!!

 

Liebe Bon Jovi Fans,

um euch mental darauf vorbereiten zu können, was euch im Sommer auf den Bon Jovi-Shows in Deutschland erwartet - hier einige Live-Bilder der angelaufenen World Tour aus Japan. Man darf sich auf eine grossartige Show freuen. Check it out!

Sapporo1 Sapporo2 Sapporo3 Sapporo4 Osaka

 


Hier nochmal alle Deutschland-Dates 2003:

25. 05. 2003 ERFURT / Steigerwaldstadion
30. 05. 2003 GELSENKIRCHEN / Arena AufSchalke
01. 06. 2003 MANNHEIM / Maimarktgelände
06. 06. 2003 BREMEN / Weserstadion
13. 06. 2003 MÜNCHEN / Olympiastadion
17. 06. 2003 Neumünster / Open Air Gelände an den Holstenhallen


 

 

Hier findest Du alle bisher bekannten Tourdaten.

 

8. Dezember 2002 Rumba Music Festival, Melbourne, Australien
11. Dezember 2002 Rumba Music Festival, Brisbane, Australien
14. Dezember 2002 Rumba Music Festival, Sydney, Australien
8. Jänner 2003 Sapporo Dome, Sapporo, Japan
11. Januar 2003 Osaka Dome, Osaka, Japan
12. Januar 2003 Osaka Dome, Osaka, Japan
14. Januar 2003 Fukuoka Dome, Fukuoka, Japan
16. Januar 2003 Tokyo Dome, Tokyo, Japan
17. Januar 2003 Tokyo Dome, Tokyo, Japan
19. Januar 2003 Yokohama Arena, Yokohama, Japan
21. Januar 2003 Nagoya Dome, Nagoya, Japan
2. Februar 2003 Bradley Center, Milwaukee, WI
8. Februar 2003 Bryce Jordan CenterState, College, PA
10. Februar 2003 Continental Airlines Arena, East Rutherford, NJ
11. Februar 2003 Continental Airlines Arena, East Rutherford, NJ
13. Februar 2003 Phillips Arena, Atlanta, GA
14. Februar 2003 Gaylord Entertainment Center, Nashville, TN
16. Februar 2003 Nationwide Arena, Columbus, OH
18. Februar 2003 Palace at Auburn Hills, Detroit, MI
20. Februar 2003 Air Canada Center, Toronto, Ontario, Canada
21. Februar 2003 Bell Center, Montreal, Quebec, Canada
25. Februar 2003 XCEL Center, Minneapolis, MN
1. März 2003 United Center, Chicago, IL
3. März 2003 Pepsi Arena, Albany, NY
4. März 2003 Fleet Center, Boston, MA
7. März 2003 First Union Center, Philadelphia, PA
9. März 2003 MCI Center, Washington, D.C.
25. Mai 2003 Erfurt, Steigerwaldstadion, Deutschland
28. Mai 2003 Wien, Ernst Happel Stadion, Österreich
30. Mai 2003 Gelsenkirchen, Arena Auf Schalke, Deutschland
1. Juni 2003 Mannheim, Mainmarkplatz, Deutschland
3. Juni 2003 Amsterdam Arena, Amsterdam, Holland
6. Juni 2003 Bremen, Weserstadion, Deutschland
11. Juni 2003 Zürich, Letzigrund Stadion, Schweiz
13. Juni 2003 Olympiastadion, München, Deutschland
20. Juni 2003 Dublin, Lansdowne Road, Irland
22. Juni 2003 Glasgow, Ibrox Stadium, UK
24. Juni 2003 Wolverhampton, Molineaux Grounds, UK
26. Juni 2003 Manchester, Old Trafford Cricket Ground, UK
28. Juni 2003 London, Hyde Park, UK



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