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Islandpferde                                                                       Geschützes Zeichen

Das Islandpferd ist in seiner Art einmalig. Nicht nur durch das Aussehen, sondern auch durch die Genetik. Islandpferde sind seit mehr als 1000 Jahre in ihrer Erbmasse unverändert. Skelettfunde in verschiedenen Teilen Nordeuropas und Knochenmessungen ergaben, dass das heutige Islandpferd mit den Pferden der Wikinger und den Pferden aus der vorchristlichen Zeit weitgehend ident ist. Dies und die Jahrhundertelange Isolation in Island trugen wesentlich zur Entwicklung der besonderen Eigenschaften wie Widerstandsfähigkeit, Genügsamkeit und schnelles Regenerationsvermögen bei. Bis ein Islandpferd ausgewachsen ist dauert es gut 6 Jahre, deshalb sollen Isländer erst ab 4 ½ Jahren an den Sattel gewöhnt und leicht angeritten werden. Sie sind vom Skelettaufbau und von ihren körperlichen Eigenschaften sehr gut in der Lage Erwachsene Menschen zu tragen.

Gerne wird in Deutschland das Wort “Gewichtsträger” verwendet, aber das hat zur Folge, das viele sehr stark Übergewichtige Menschen meinen nun auch reiten zu können ohne ein schlechtes Gewissen…….

- Es ist ein Gewichtsträger, aber kein Fettschlepper!-

Die Haltung von Islandpferden ist wie bei jedem Tier problemlos, wenn man sich auskennt!

Das Islandpferd ist ein Herdentier, wenn es Artgerecht leben soll (davon geht man ja aus) muß folgendes Beachtet werden:

Es braucht Artgenossen, am Besten ein weiteres Islandpferd (weil diese eine andere Sprache sprechen), aber ein anderes Pony/Pferd tun es auch.

Eine große Weide mit Offenstall/Schutzhütte mit klarem/sauberen Wasser

Im Winter gutes Stroh und Heu, Islandpferde sind zwar Robuste also Genügsame Pferde, aber die Qualität muß genauso wie bei allen anderen Pferden sein, man bracht halt immer nur weniger!

Meist kommt ein Islandpferd ohne Hafer etc. aus, aber einen Mineralsalzleckstein und evtl. weitere Kräuter und Zusatzfuttermittel erfreut auch die Gesundheit eines Islandpferdes!

                                                                  

Warum ist das Islandpferd ein so gutes Reitpferd?!

Reiten, das war vor Jahrzehnten einmal einfach nur Mittel zu einem bestimmten Zweck:

Um schnell und ohne große Mühe zum Nächten Ort, Nachbarn etc. zu kommen.

Gepflegt wurde damals die “Gebrauchsreiterei”.

In Island wo erst spät das Auto einzog, war das Islandpferd noch lange das einigste Transportmittel.

Die Straßen in Island waren nur Trampelpfade. Kutschen und Wagen konnten nicht fahren auf diesen Pfaden, alles was transportiert werden mußte, mußte aufs Pferd geladen werden.

Reich, war keiner. So hatte manch eine Familie nur ein Pferd. Dieses war sowohl Reit- als auch Arbeitstier.

Weil die Höfe weit auseinander liegen muß verlass auf die Pferde sein.

Nur gute Tiere wurden zur Zucht eingesetzt, mit gutem Charakter und weichen Gängen!

Ab Mitte des 20. Jahrhundert wurde das Islandpferd auch in Island als Freizeitbeschäftigung neu entdeckt.

Da das Islandpferd ja von Anfang an ein Reitpferd war mit “Zusatz” Arbeitspferd/ Tragpferd war, war keine um-/neu Züchtung erforderlich.

Da man ja schon von Anfang an ein ordentliches Reitpferd züchtete.

Man kann dieses auch daran erkennen, weil ein Islandpferd keinen Ausgeprägten Widerrist hat.

(Arme Leute hatten keinen Sattel und wollten ja auch so bequem auf dem Pferd sitzen und sich nicht alles aufscheuern/-schlagen.)

Die Europäer auf dem Kontinent lernten erst nun in der Neuzeit den Tölt und den Pass wieder kennen.

Isländer muß man nicht Leichttraben, die haben nicht so eine starke Rückentätigkeit wie der große Warmblüter.

Mit einem Isländer kann man Springen (80 cm sind kein Problem, sollten sie auch lernen, damit im Gelände alles Sicher geht, man weiss nie).

Dressur ist auch kein Fremdwort, aber da das Islandpferd ein Quaratisches Pferd ist, sollte man sich mehr an die Barocke-, “Spanische” Reitweise Orientieren!

Das Islandpferd wird durch den Einfluss aus seiner Heimat und dem Gebäude anders geritten als die meisten Warmblüter.

Signal-Reiten mag das Islandpferd am liebsten!

Das bedeutet:

Man gibt einmal ein Kommando und das Pferd macht dieses so lange bis das Nächste Kommando für die Nächte Aufgabe kommt.

Wird auch Leichte-Reitweise genant, und hört sich leicht an, der Weg dorthin ist etwas Schwieriger, aber wenn man es begriffen hat, ist es wirklich leichter!

Diese Reitweise ist möglich, da das Islandpferd Normalerweise immer im Gleichgewicht geht und läuft.

Islandpferde können auch über Stimme geritten/kontrolliert werden!

Begriffe wie “links”, “rechts”, “geradeaus”, “schneller”, “langsamer”, “Halt/STOPP”, Scheeeeritt, Trab, Galopp etc. sind kein Problem.

Auf Stimme zu reagieren lernen sie bei einem guten Züchter von klein auf.

    Ausreiten macht immer SPASS!!

Nun möchte man bestimmt erfahren wie der Tölt geritten wird?

Aber so einfach ist das nicht zu erklären!

Es gibt taktklare Tölter, aber da es so viele Möglichkeiten der Verschiebung gibt, wie Trab-Tölter, Pass-Tölter, Naturtölter, Tölt mit Galopprolle etc. gibt es keine einfache Hilfe wie bei der Dressur!

Der Tölt ist Angeboren und natürlich!

Aber man muß seinem Pferd ja sagen, ob es Tölt oder Trab laufen soll, da beides aus dem Schritt geritten wird.

Beim Galopp muß man ja auch sagen Rechtsgalopp oder Linksgalopp!

Um sich es einfach zu machen und dem Pferd nicht zu schaden, sollte man auch als geübter Warmblutreiter erst einmal die 3 Grundgangarten des Islandpferdes lernen, da diese schon etwas anders geritten werden als sonst!

Uns als Islandpferdereiter geht es genauso bei euch! Wenn wir es auch richtig machen wollen, aber davon gehe ich aus, sonst soll man es gleich bleiben lassen! Von solchen möchten wir uns doch abheben!

Über dem Paß schreibe ich extra nicht viel, da es eine “Königsdisziplin” ist, die man erst reiten sollte wenn man alles andere so perfekt kann, das man auf dem Pferd Träumen kann und es läuft so, das man Weltmeister wird!

Paß ist eine Laterale Gangartund ist bis über 60 km/h schnell.

Sie verlangt vom Pferd eine Hohe Grundausbildung und eine enorme Kondition.

Ich selber habe von einem der Besten Paßreiter Unterricht erhalten, und reite meine Pferde auch höchstens ab 8 Jahren 1x im Jahr Paß.

Also ich bin der Meinung, das dieses sowie so nur im Reitunterricht gelehrt werden kann.

Hauptsächlich ist das Islandpferd ein Reitpferd für Erwachsene,

aber durch die Aufzucht, der Jahrhundertelangen Ausleese und einer guten Ausbildung sind auch viele für Kinder und Jugendliche geeignet!

Züchterisch zählt das Islandpferd zu den Vollblütern.

Darum ist hohes Temperament kein Fremdwort für einen Islandpferdefreund.

     Tölt, wie er sein soll!!!

Es gibt auch Turniere für Islandpferde, sogar Weltmeisterschaften!

Also dem reiterlichen Ambitionen sind keine Grenzen gesetzt!

Aber auch der Freizeitreiter ist nie allein!

Es gibt so viele……

….. und auch ein Weltmeister liebt das Gelände!

 

 

Kontakt: Islandpferd@web.de oder IPG.Midgard@web.de

 

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